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Lernmaterialien für Strafrecht BT (Vermögensdelikte) an der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel

Greife auf kostenlose Karteikarten, Zusammenfassungen, Übungsaufgaben und Altklausuren für deinen Strafrecht BT (Vermögensdelikte) Kurs an der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel zu.

TESTE DEIN WISSEN

Was ist eine Wohnung gem. § 244 I Nr. 3 StGB ?

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TESTE DEIN WISSEN

Unter Wohnung versteht man alle abgeschlossenen und überdachten Räume, die Menschen zumindestens vorübergehend als Unterkunft dienen.


Unmittelbar verbundenen Nebenräume, wie etwa Keller eines Einfamilienhauses gehören auch dazu. 

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Wann wird neuer Gewahrsam begründet?
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Enklaventheorie (h.M.):
Es kann auch in fremder Herrschaftsphäre neuer Gewahrsam begründet werden, wenn man die Sache in seine Körpergewahrsamsphäre bringt.
Dies wird damit begründet, dass die Körpergewahrsamsphäre zu der Persönlichkeitsphäre der Person gehört und respektiert werden muss es wird auch nach der Größe der entwendet in Sache unterschieden.

Bei ganz kleinen Dingen (Geld, Schmuck) die man „In der Handfläche verschwinden lassen kann“, wird neuer Gewahrsam schon begründet, wenn der Täter die Sache mit dauernden Herrschaftswillen erfasst.

Bei größeren Dingen ist zu differenzieren
Wird der Gegenstand am Körper verborgen oder in eine mitgeführten Tasche versteckt oder es werden Kleidungsstücke untergezogen bzw. das Preisschild wird entfernt und die Kleidung wird als eigene getragen, so wird mit dem verbringen in die Körpersphäre neuer Gewahrsam begründet.

Bei sperrigen Gegenständen wird erst mit Verlassen des fremden Machtbereiches neuer Gewahrsam begründet. 





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Ist eine Wegnahme auch vollendet, wenn man beobachtet wird und eine Handlungsmöglichkeit besteht? (Beobachtung Kaufhausdetektiv) 
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1. Ansicht
Jeder, der auf frischer Tat ertappt wird, wird ohne weiteres sofort bereit sein den Gegenstand herauszugeben. Gewahrsam wird aber nur begründet, wenn ein tatsächliches Herrschaftsverhältnis, d.h. bestehen keine Hindernisse mehr bezüglich der Einwirkung auf die Sache. Dieses tatsächliche Verhältnis ist aber gerade nicht gegeben wenn man beobachtet wird. Es besteht ja ein Recht den Ladendieb vorläufig fest zunehmen/Selbsthilfe anzuwenden dies spricht gegen die Annahme von Gewahrsam. Wenn eine Beobachtung gegeben ist ist eine Wegnahme nicht gegeben.

2. Ansicht (h.M):
Nach der Verkehrsanschauung wird eine Sache, die eine Person in seiner Kleidung mit sich trägt regelmäßig Gewahrsam zu gewiesen. Es ist keine intensivere Herrschaftsbeziehung zu Sache denkbar.

Durch das einstecken wird die Sachherrschafft des Eigentümers ausgeschlossen und ausschließlicher Gewahrsam des Diebes gegründet. Eine Beobachtung ändert an der Vollziehung des Gewahrsamswechsels nichts.

Diebstahl ist kein heimliches Delikt.
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Voraussetzung einer Dereliktion (Aufgaben des Besitzes) 
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Der Eigentümer muss eine Handlung vornimmt, die auf seinen Eigentumsverzichtswillen schließen lässt. 


Je geringwertiger weggeworfen oder zurückgelassene Sachen sind, desto eher kann man davon ausgehen, dass auf das Eigentum verzichtet wird.
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Was bedeutet Gewerbesmäßigkeit § 243 I Nr. 3 StBG 
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Gewerbsmäßigkeit liegt vor, wenn sich der Täter aus der wiederholten Begehung von Diebstählen eine Einnahmequelle von einer gewissen Dauer und Erheblichkeit verschaffen will.

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Abgrenzung  Sachbetrug und Diebstahl? 
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Diebstahl und Betrug stehen in einem Exklusivitätsverhältnis bezüglich ein und derselben Sache.


Abgrenzung nach der inneren Willensrichtung des Opfers:
− Betrug als täuschungsbedingte willentliche Selbstschädigung (Gewahrsamsübertragung)

− Diebstahl als gegen den Willen des Berechtigten erfolgende Fremdschädigung (Gewahrsamsbruch)

h.M. :
Maßgebliches Abgrenzungskriterium ist das Verfügungsbewusstsein.
Der Getäuschte muss beim Sachbetrug um den vermögensrelevanten Charakter seiner Verfügung wissen.


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Definition Gewahrsam 
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Gewahrsam ist die tatsächliche Sachheerschafft über eine Sache, getragen von einem Herrschaftswillen, wobei es maßgeblich auf die Verkehrsanschauung ankommt.
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Gewahrsamsbruch § 242 StGB
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Gewahrsam ist die tatsächlich willensgetragene Sachherrschaft

Bruch ist die Aufhebung gegen oder ohne den willen des Gewahrsamsinhaber
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Ist eine Zueignungsabsicht gegeben, wenn der Täter plant die Sache an den Eigentümer zurück zu verkaufen?
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Eine Ansicht:
Wenn die Sache den Eigentümer zurückgegeben wird wird der Sache weder die  Nutzung noch Sachsubstanz entzogen die Wegnahme ist eine Gebrauchsanmaßung und eine straflose Vorbereitungshandlung zum Betrug.

Zweite Ansicht:
eine Gebrauchsanmaßung ist nicht gegeben. Die Sache wird dem Eigentümer nicht als ihm gehören zurückgegeben, sondern zum neu Erwerb angeboten. Darin liegt keine Wiederherstellung der bisherigen Eigentümerposition. Es wird gerade geleugnet, dass die Person Eigentümer war. Es wird eine neue Chance gegeben die Sachheerschafft zu erlangen. 

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Zueignungsabsicht § 242 StGB
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Zueignungsabsicht Ist die Absicht zumindest vorübergehende Aneignung und Vorsatz dauernder Enteignung der Sache selbst oder das in der Sache verkörpert Sachwertes.


Aneignung: Anmaßung eine eigentümerähnliche Einstellung

Endeignung: Verdrängung des Eigentümers auf seiner Position
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Was ist ein umschlossen Raum § 243 I 1  StGB
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Ein umschlossener Raum ist ein Raumgebilde, welches von Menschen betreten werden kann, jedoch durch  künstliche Hindernisse gegen das unbefugte betreten geschützt Ist.

Beispiele:
umzäunte Garten, Wohnwagen, Fahrgastzellen des Kfz, umzäunter Lagerplatz, Eisenbahnwaggons, Zimmer etc.
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Grenzen sie einbrechen einsteigen und eindringen voneinander ab § 243 I 1 StGB 
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Einbrechen:
Einbrechen ist das gewaltsame Öffnen von Umschließungen, die dem Eintritt in den geschützten Raum entgegenstehen

Einsteigen:
hineingelangen in einen Raum auf einen dafür nicht bestimmten Weg

Eindringen:
Hineingelangen mit zumindest einem Teil des Körpers
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Beispielhafte Karteikarten für deinen Strafrecht BT (Vermögensdelikte) Kurs an der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel - von Kommilitonen auf StudySmarter erstellt!

Q:

Was ist eine Wohnung gem. § 244 I Nr. 3 StGB ?

A:

Unter Wohnung versteht man alle abgeschlossenen und überdachten Räume, die Menschen zumindestens vorübergehend als Unterkunft dienen.


Unmittelbar verbundenen Nebenräume, wie etwa Keller eines Einfamilienhauses gehören auch dazu. 

Q:
Wann wird neuer Gewahrsam begründet?
A:
Enklaventheorie (h.M.):
Es kann auch in fremder Herrschaftsphäre neuer Gewahrsam begründet werden, wenn man die Sache in seine Körpergewahrsamsphäre bringt.
Dies wird damit begründet, dass die Körpergewahrsamsphäre zu der Persönlichkeitsphäre der Person gehört und respektiert werden muss es wird auch nach der Größe der entwendet in Sache unterschieden.

Bei ganz kleinen Dingen (Geld, Schmuck) die man „In der Handfläche verschwinden lassen kann“, wird neuer Gewahrsam schon begründet, wenn der Täter die Sache mit dauernden Herrschaftswillen erfasst.

Bei größeren Dingen ist zu differenzieren
Wird der Gegenstand am Körper verborgen oder in eine mitgeführten Tasche versteckt oder es werden Kleidungsstücke untergezogen bzw. das Preisschild wird entfernt und die Kleidung wird als eigene getragen, so wird mit dem verbringen in die Körpersphäre neuer Gewahrsam begründet.

Bei sperrigen Gegenständen wird erst mit Verlassen des fremden Machtbereiches neuer Gewahrsam begründet. 





Q:
Ist eine Wegnahme auch vollendet, wenn man beobachtet wird und eine Handlungsmöglichkeit besteht? (Beobachtung Kaufhausdetektiv) 
A:

1. Ansicht
Jeder, der auf frischer Tat ertappt wird, wird ohne weiteres sofort bereit sein den Gegenstand herauszugeben. Gewahrsam wird aber nur begründet, wenn ein tatsächliches Herrschaftsverhältnis, d.h. bestehen keine Hindernisse mehr bezüglich der Einwirkung auf die Sache. Dieses tatsächliche Verhältnis ist aber gerade nicht gegeben wenn man beobachtet wird. Es besteht ja ein Recht den Ladendieb vorläufig fest zunehmen/Selbsthilfe anzuwenden dies spricht gegen die Annahme von Gewahrsam. Wenn eine Beobachtung gegeben ist ist eine Wegnahme nicht gegeben.

2. Ansicht (h.M):
Nach der Verkehrsanschauung wird eine Sache, die eine Person in seiner Kleidung mit sich trägt regelmäßig Gewahrsam zu gewiesen. Es ist keine intensivere Herrschaftsbeziehung zu Sache denkbar.

Durch das einstecken wird die Sachherrschafft des Eigentümers ausgeschlossen und ausschließlicher Gewahrsam des Diebes gegründet. Eine Beobachtung ändert an der Vollziehung des Gewahrsamswechsels nichts.

Diebstahl ist kein heimliches Delikt.
Q:
Voraussetzung einer Dereliktion (Aufgaben des Besitzes) 
A:
Der Eigentümer muss eine Handlung vornimmt, die auf seinen Eigentumsverzichtswillen schließen lässt. 


Je geringwertiger weggeworfen oder zurückgelassene Sachen sind, desto eher kann man davon ausgehen, dass auf das Eigentum verzichtet wird.
Q:
Was bedeutet Gewerbesmäßigkeit § 243 I Nr. 3 StBG 
A:
Gewerbsmäßigkeit liegt vor, wenn sich der Täter aus der wiederholten Begehung von Diebstählen eine Einnahmequelle von einer gewissen Dauer und Erheblichkeit verschaffen will.

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Q:
Abgrenzung  Sachbetrug und Diebstahl? 
A:
Diebstahl und Betrug stehen in einem Exklusivitätsverhältnis bezüglich ein und derselben Sache.


Abgrenzung nach der inneren Willensrichtung des Opfers:
− Betrug als täuschungsbedingte willentliche Selbstschädigung (Gewahrsamsübertragung)

− Diebstahl als gegen den Willen des Berechtigten erfolgende Fremdschädigung (Gewahrsamsbruch)

h.M. :
Maßgebliches Abgrenzungskriterium ist das Verfügungsbewusstsein.
Der Getäuschte muss beim Sachbetrug um den vermögensrelevanten Charakter seiner Verfügung wissen.


Q:
Definition Gewahrsam 
A:
Gewahrsam ist die tatsächliche Sachheerschafft über eine Sache, getragen von einem Herrschaftswillen, wobei es maßgeblich auf die Verkehrsanschauung ankommt.
Q:
Gewahrsamsbruch § 242 StGB
A:
Gewahrsam ist die tatsächlich willensgetragene Sachherrschaft

Bruch ist die Aufhebung gegen oder ohne den willen des Gewahrsamsinhaber
Q:
Ist eine Zueignungsabsicht gegeben, wenn der Täter plant die Sache an den Eigentümer zurück zu verkaufen?
A:
Eine Ansicht:
Wenn die Sache den Eigentümer zurückgegeben wird wird der Sache weder die  Nutzung noch Sachsubstanz entzogen die Wegnahme ist eine Gebrauchsanmaßung und eine straflose Vorbereitungshandlung zum Betrug.

Zweite Ansicht:
eine Gebrauchsanmaßung ist nicht gegeben. Die Sache wird dem Eigentümer nicht als ihm gehören zurückgegeben, sondern zum neu Erwerb angeboten. Darin liegt keine Wiederherstellung der bisherigen Eigentümerposition. Es wird gerade geleugnet, dass die Person Eigentümer war. Es wird eine neue Chance gegeben die Sachheerschafft zu erlangen. 

Q:
Zueignungsabsicht § 242 StGB
A:
Zueignungsabsicht Ist die Absicht zumindest vorübergehende Aneignung und Vorsatz dauernder Enteignung der Sache selbst oder das in der Sache verkörpert Sachwertes.


Aneignung: Anmaßung eine eigentümerähnliche Einstellung

Endeignung: Verdrängung des Eigentümers auf seiner Position
Q:
Was ist ein umschlossen Raum § 243 I 1  StGB
A:
Ein umschlossener Raum ist ein Raumgebilde, welches von Menschen betreten werden kann, jedoch durch  künstliche Hindernisse gegen das unbefugte betreten geschützt Ist.

Beispiele:
umzäunte Garten, Wohnwagen, Fahrgastzellen des Kfz, umzäunter Lagerplatz, Eisenbahnwaggons, Zimmer etc.
Q:
Grenzen sie einbrechen einsteigen und eindringen voneinander ab § 243 I 1 StGB 
A:
Einbrechen:
Einbrechen ist das gewaltsame Öffnen von Umschließungen, die dem Eintritt in den geschützten Raum entgegenstehen

Einsteigen:
hineingelangen in einen Raum auf einen dafür nicht bestimmten Weg

Eindringen:
Hineingelangen mit zumindest einem Teil des Körpers
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