Soziologie an der Carl Von Ossietzky Universität Oldenburg | Karteikarten & Zusammenfassungen

Lernmaterialien für Soziologie an der Carl von Ossietzky Universität Oldenburg

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Was untersucht die Soziologie?

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- untersucht die Organisation menschlichen Lebens mithilfe empirischer
Forschungsmethoden


- Untersucht soziale Gesetzmässigkeiten und wie sie sich in unterschiedlichen Kulturen, Zeiten und Gruppen unterscheiden


- untersucht größere gesellschaftliche Zusammenhänge um die Entstehung
individueller Erfahrungen und allgemeine, gesellschaftliche Entwicklungen, zu verstehen und in einen Kontext zu bringen


-  wie sich verscheide Aspekte des Zusammenlebens gegenseitig
beeinflussen (Ein Kind Politik beeinflusst Geschlechterverhältniss beeinflusst Rente?)



- beruht auf empirische Forschungsmethoden und Theorien


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Wann entstand die Soziologie und warum zu diesem Zeitpunkt?

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- entstand im 18. Jahrhundert & beginnenden 19. Jahrhundert
- „Periode des raschen Wandels“

 
- „moderne Ära“ hatte ihre Wurzeln in der Entstehung der urbanen, kapitalistischen
Industriegesellschaft
Entdeckung verschiedener Kulturen (nichteuropäisch)


- politische und geistige Umwälzungen → Revolutionen und Abschaffungen von
Feudalgesellschaften beispielsweise

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Was sind soziale Tatsachen?

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Soziale Tatsachen sind relative beständige Eigenschaften der sozialen Realität, die den Handlungen der Individuen einen Rahmen setzen. Den Individuen erscheinen Soziale Tatsachen als äußerlich, obwohl sie an Ihnen teilhaben (z.B. Finanzblase)

Mehr oder weniger konstante Rahmenbedingungen und Daten der sozialen Realität, die
sich nur langsam verändern. Stehen im Gegensatz zu naturwissenschaftlichen Regeln, die
immer konstant sind.

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Womit beschäftigt sich die handlungstheoretische Soziologie?

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- Einfluss von Sozialen Strukturen auf Gruppen und Individuen und
mit dem Einfluss von Gruppen und Individuen auf bestehende und sich dadurch neu
formende Strukturen.


- Unter Handlung wird ein intendiertes Tun oder Unterlassen von Individuen verstanden.


- Es wird weniger das einzelne Handeln erklärt, als das Zusammenwirken von Handlungen

Es wird erforscht, wie sich die Struktur/Ausgangslage durch die Handlung der Akteure verändert
 mit den nichtintendierten Folgen von Handlungen 

mit "Verwicklungen" -> daraus entstehender Erhalt, Entstehung oder Veränderung von
sozialen Phänomenen



- Sieht das Handeln zwischen Akteuren als Ursprung und Beginn von sozialen Strukturen und soziale Phänomene, Verwickelungen von Handeln erzeugen gewollte und nicht gewollte Strukturen --> Bsp. Fleischkauf --> Unterstützung der Massentierhaltung

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Was sind Objektivationen und warum ist Sprache eine besondere Form von Objektivation?

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Objektivationen: 

- relativ dauerhaft
- bringen subjektive Empfindungen über die Vis-a-vis Situation hinaus zum Ausdruck
- Resultat aus menschlichen Tätigkeiten (Resultat des prozesshaften Handelns)


Objektivation ist ein Prozess. Er beschreibt wie subjektives Wissen und subjektive Erfahrungen zur gesellschaftlichen Wirklichkeit werden, die dem Individuum als objektiv gegeben erscheint.
Wiederholen sich subjektive Erfahrungen, werden diese zu typischen Erfahrungen verallgemeinert, was wiederum zu typischen Erwartungen führt. Verhalten sich andere entsprechend den Erwartungen, werden diese als typische Erwartungen objektiv.
Somit entsteht eine intersubjektive Welt, also eine Welt, in der die Akteure ein gemeinsames Bewusstsein haben (Zeichensystem, siehe unten Sprache)


Kurz: Tätigkeit bringt Erzeugnisse. Diese werden elementarer Bestandteil der Gesellschaft / Welt. Dauern diese Umstände/Bestandteile an, werden sie zu Indikatoren subjektiven Empfindens, also verallgemeinert aus typischen Erfahrungen werden typische Erwartungen.


Beispiel: Zorn (Körpersprache) – wirft Messer (Objekt) – Messer wird von Außenstehenden / anderen Akteuren gesehen – wird ebenfalls als Objekt / Ausdruck von Zorn interpretiert 


Sprache

 
-Sprache wichtigstes, präzises Zeichensystem der Gesellschaft: Grundlage zu vokalem Ausdruck


 -allg./gemeinsame Objektivationen behaupten sich im Wesentlichen durch Versprachlichung


-Verständnis Sprache -> Verständnis Wirklichkeit der Alltagswelt
-Sprache losgelöst von realer Begegnung (Bsp. Telefonat). Sprache kann Sinn, Bedeutung und Meinung vermitteln: Vielfalt und Komplexität


 -Sprache schafft allg. genutzte Vorfabrikationen für Gesellschaft


 -Sprache typisiert / generalisiert


 -Sprache transzendiert


 -Sprache schafft Ordnungssysteme


 -Sprache schafft Symbolsysteme


- kann in der Mikro- Ebene auf die Logiken wirken
 - größte Ablösbarkeit vom "Hier und Jetzt"


 - dient als Speicher von Erfahrungen und Bedeutungen


- zur gleichen Zeit und im gleichen Zug wie ich meinem Gegenüber etwas mitteile, wird es mir selber zugänglich
 

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Wie stehen soziales Handeln und soziale Strukturen im Verhältnis zueinander? Gehen Sie hierbei auch auf die Begriffe Mikro- und Makroebene ein

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- Soziale Strukturen beeinflussen das Soziale Handeln und das Soziale Handeln beeinflusst
die Sozialen Strukturen (Wechselwirkung)


- Diese Wechselwirkung geschieht sowohl auf Mikro-Ebene (sich begegnende Passanten) als
auch auf Makro-Ebene (z.B. längere gesamtgesellschaftliche Prozesse)


- Mikro-Ebene: z.B. fremde Passanten, schmaler Fußweg, wie reagieren diese?


- Makro-Ebene: z.B. Wiedervereinigung Deutschlands (gesamtgesellschaftliche
Veränderungen)


Beispiele:

- Wiedervereinigung erlaubt Treffen von zuvor getrennten Familien (Struktur beeinflusst Handeln)
- Mehr Polizeipräsenz bei Fußballspielen, aufgrund von vorherigen Krawallen weniger
(Handeln beeinflusst Struktur)

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Was ist Rezeptwissen und was ist ein Wissensvorrat?

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- es gibt einen allgemeinen gesellschaftlichen Wissensvorrat 


- dieser dient als Grundlage für Interaktionen, da er das Wissen über die gesellschaftliche Positionierung des Individuums in der Gesellschaft beinhaltet


- Rezeptwissen ist ein großer Teil dieses Wissensvorrats


- Rezeptwissen ist pragmatisches Wissen, das für praktische Zwecke/Routineprobleme genutzt wird


- i
m gesellschaftlichen Wissensvorrat ist das Wissen über die Relevanzstrukturen anderer Gesellschaftsmitglieder und die Distribution von Wissen innerhalb der Gesellschaft enthalten -> so kann man auf jedes Wissen zugreifen, auch wenn man selbst niemals alles wissen kann


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  1. Warum ist die anthropologische Bestimmung des Menschen für die Soziologie relevant?


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  • Der Mensch muss als Mängelwesen (nicht ausreichende Instinkte) seine Mängel durch Institutionen (Soziale Strukturen) ausgleichen.
    1. Gefahr der Sichtweise: Die Beschreibung kann als Empfehlung aufgefasst werden ("starke Regeln seien nötig zur Kontrolle des Menschen")
  • Das Soziale Verhalten des Menschen lässt sich nur in Verbindung mit den geschaffenen Institutionen erklären
  • Handlungsführung des Menschen entwickelt sich aus selbst geschaffenen Situationen heraus
  • Soziologie untersucht das Verhalten, dass über die anthropologische Bestimmung hinaus geht
  • Mensch ist in der Lage sich selbst zu abstrahieren
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Was sind Typisierungen und welche Bedeutung haben Individualisierung und Anonymität bei Typisierungen?

Lösung anzeigen
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- das Verhalten in der Vis-a-Vis Situation ist bestimmt durch Typisierungen (Stereotypen, z.B. der Engländer) ; ich ordne
meinen Gegenüber einem bestimmten Typus zu und dieser ordnet mir ebenfalls einen
bestimmten Typus zu. Der Gegenüber kann meine Typisierung allerdings auch "über den
Haufen werfen"


- Grad der Typisierung: Je anonymer die Kommunikation, desto stärker wird typisiert;


bei Vis-à-vis - Situationen als direkteste Kommunikation zerbrechen diese Schablonen immer
wieder , sodass hier der geringste Grad an Typisierung vorliegt.


- Je größer die Distanz (räumlich und zeitlich) zur Vis-à-Vis-Situation, desto anonymer ist
die Kommunikation und größer die Typisierung. Je größer das Interesse und die Intimität
bezogen auf den Gegenüber, desto stärker individuell ist die Typisierung


Typisierung: Die Alltagswelt verfügt über Typisierungen, mit deren Hilfe man einen (fremden) Akteur „verstehen“ und mit ihm interagieren kann. Typisierungen können mit einer Art „Schablone“ (Stereotypen) verglichen werden: Das eigene Verhalten wird von meinen Vorstellungen/ Einschätzungen des Gegenübers geleitet. Widerspricht mein Gegenüber der von mir „angelegten Schablone“ muss meine Typisierung revidiert und modifiziert werden. Sollte sie jedoch „passen“, bestimmt sie auf weiteres das eigene Verhalten und wird dementsprechend ebenfalls auf ähnliche Situationen wieder angewendet.


- Die Typen gesellschaftlicher Interaktion werden in steigendem Maße anonymer, je weiter die Interaktion von einem direkten Treffen entfernt ist. Es werden generelle Annahmen, z.B. über ein Volk gewählt, die auf beliebiger Weise zutreffend sind. Durch ein direktes Aufeinandertreffen (ein Kennenlernen) werden diese anonymen „Muster“ durch die eintretende Individualisierung durchbrochen. Die Anonymität kann geschwächt oder gestärkt werden, je nachdem wie stark das (eigene) Interesse und die Intimität ist.


- Typisierungen gibt es sowohl auf Akteure als auch auf Situationen bezogen

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3. Ist Handeln stets sinnhaft? 


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Sinn/Norm (?) als Selektion möglicher Handlungsweisen und als Hilfsmittel, andere Handlungen anderer Akteure zu verstehen.
Handeln ist stets sinnhaft, allerdings nicht immer intentional sinnhaft. Sinnhaft bedeutet nach Motiven und Zwecken reflektiert und zielorientiert. Oft erfolgt die Sinngebung/Rationalisierung erst nach dem Handeln.
Sinn des Handelns ist stets subjektiv und kann daher von Anderen als sinnlos angesehen/beurteilt werden.

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2. Welche vier Handlungstypen lassen sich nach Max Weber unterscheiden?


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  • zweckrational: „durch Erwartungen des Verhaltens von Gegenständen der Außenwelt und von anderen Menschen und unter Benutzung dieser Erwartungen als ‚Bedingungen‘ oder als ‚Mittel‘ für rational, als Erfolg, erstrebte und abgewogene eigne Zwecke“, (Das Individuum strebt nach Erfolg und Eigennutz. Zur Erreichung dieses Ziels wägt das Individuum (rational) Erwartungen über das Verhalten des jeweils anderen ab und legt sein eigenes Verhalten danach aus). (z.B. lernen für Klausur, jemandem einen Gefallen tun, um selbst einen Vorteil daraus zu ziehen, Essen kaufen)


  • wertrational: das Handeln in einem bewussten Glauben orienteirt an Werten, Regeln und Erwartungen (z.B. Spenden, Glaubenskriege aus Sicht der Individuen)


▶affektuell (insbesondere emotional): „durch aktuelle Affekte und Gefühlslagen“ (z.B. Gewalttaten aus dem Affekt)

 ▶traditional: „durch eingelebte Gewohnheit“.(z.B. Pilze sammeln, da dies regelmäßig gemacht wird, um Suppe zu kochen)

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Was ist mit den Begriffen Logik der Situation, der Selektion und der Aggregation gemeint? (Colemans Badewannenmodell)


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Das Modell ließe sich nach Esser aufteilen in die „Logik der Situation“, die „Logik der Selektion“ und die „Logik der Aggregation“. Esser beschreibe den Bewertungs- und Wahrnehmungsprozess der Struktur, auf diesen Grundlage der Akteur handelt als „Logik der Situation“ und stellt heraus, dass die „Logik der Selektion“, sprich die ausgewählte Handlung, unmittelbar an die Logik der Situation gekoppelt sei. Im letzten Schritt würden dann nach diesen zwei Logiken ausgeführte soziale Handlungen mehrer Akteure zur „Logik der 

Aggregation“ führen, also zu neuen Effekten und Strukturen, die sich herausbilden. Die neu entstandene „Logik der Aggregation“ sei dann auch eine neue „Logik der Situation“. 

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Q:

Was untersucht die Soziologie?

A:

- untersucht die Organisation menschlichen Lebens mithilfe empirischer
Forschungsmethoden


- Untersucht soziale Gesetzmässigkeiten und wie sie sich in unterschiedlichen Kulturen, Zeiten und Gruppen unterscheiden


- untersucht größere gesellschaftliche Zusammenhänge um die Entstehung
individueller Erfahrungen und allgemeine, gesellschaftliche Entwicklungen, zu verstehen und in einen Kontext zu bringen


-  wie sich verscheide Aspekte des Zusammenlebens gegenseitig
beeinflussen (Ein Kind Politik beeinflusst Geschlechterverhältniss beeinflusst Rente?)



- beruht auf empirische Forschungsmethoden und Theorien


Q:

Wann entstand die Soziologie und warum zu diesem Zeitpunkt?

A:

- entstand im 18. Jahrhundert & beginnenden 19. Jahrhundert
- „Periode des raschen Wandels“

 
- „moderne Ära“ hatte ihre Wurzeln in der Entstehung der urbanen, kapitalistischen
Industriegesellschaft
Entdeckung verschiedener Kulturen (nichteuropäisch)


- politische und geistige Umwälzungen → Revolutionen und Abschaffungen von
Feudalgesellschaften beispielsweise

Q:

Was sind soziale Tatsachen?

A:

Soziale Tatsachen sind relative beständige Eigenschaften der sozialen Realität, die den Handlungen der Individuen einen Rahmen setzen. Den Individuen erscheinen Soziale Tatsachen als äußerlich, obwohl sie an Ihnen teilhaben (z.B. Finanzblase)

Mehr oder weniger konstante Rahmenbedingungen und Daten der sozialen Realität, die
sich nur langsam verändern. Stehen im Gegensatz zu naturwissenschaftlichen Regeln, die
immer konstant sind.

Q:

Womit beschäftigt sich die handlungstheoretische Soziologie?

A:

- Einfluss von Sozialen Strukturen auf Gruppen und Individuen und
mit dem Einfluss von Gruppen und Individuen auf bestehende und sich dadurch neu
formende Strukturen.


- Unter Handlung wird ein intendiertes Tun oder Unterlassen von Individuen verstanden.


- Es wird weniger das einzelne Handeln erklärt, als das Zusammenwirken von Handlungen

Es wird erforscht, wie sich die Struktur/Ausgangslage durch die Handlung der Akteure verändert
 mit den nichtintendierten Folgen von Handlungen 

mit "Verwicklungen" -> daraus entstehender Erhalt, Entstehung oder Veränderung von
sozialen Phänomenen



- Sieht das Handeln zwischen Akteuren als Ursprung und Beginn von sozialen Strukturen und soziale Phänomene, Verwickelungen von Handeln erzeugen gewollte und nicht gewollte Strukturen --> Bsp. Fleischkauf --> Unterstützung der Massentierhaltung

Q:

Was sind Objektivationen und warum ist Sprache eine besondere Form von Objektivation?

A:

Objektivationen: 

- relativ dauerhaft
- bringen subjektive Empfindungen über die Vis-a-vis Situation hinaus zum Ausdruck
- Resultat aus menschlichen Tätigkeiten (Resultat des prozesshaften Handelns)


Objektivation ist ein Prozess. Er beschreibt wie subjektives Wissen und subjektive Erfahrungen zur gesellschaftlichen Wirklichkeit werden, die dem Individuum als objektiv gegeben erscheint.
Wiederholen sich subjektive Erfahrungen, werden diese zu typischen Erfahrungen verallgemeinert, was wiederum zu typischen Erwartungen führt. Verhalten sich andere entsprechend den Erwartungen, werden diese als typische Erwartungen objektiv.
Somit entsteht eine intersubjektive Welt, also eine Welt, in der die Akteure ein gemeinsames Bewusstsein haben (Zeichensystem, siehe unten Sprache)


Kurz: Tätigkeit bringt Erzeugnisse. Diese werden elementarer Bestandteil der Gesellschaft / Welt. Dauern diese Umstände/Bestandteile an, werden sie zu Indikatoren subjektiven Empfindens, also verallgemeinert aus typischen Erfahrungen werden typische Erwartungen.


Beispiel: Zorn (Körpersprache) – wirft Messer (Objekt) – Messer wird von Außenstehenden / anderen Akteuren gesehen – wird ebenfalls als Objekt / Ausdruck von Zorn interpretiert 


Sprache

 
-Sprache wichtigstes, präzises Zeichensystem der Gesellschaft: Grundlage zu vokalem Ausdruck


 -allg./gemeinsame Objektivationen behaupten sich im Wesentlichen durch Versprachlichung


-Verständnis Sprache -> Verständnis Wirklichkeit der Alltagswelt
-Sprache losgelöst von realer Begegnung (Bsp. Telefonat). Sprache kann Sinn, Bedeutung und Meinung vermitteln: Vielfalt und Komplexität


 -Sprache schafft allg. genutzte Vorfabrikationen für Gesellschaft


 -Sprache typisiert / generalisiert


 -Sprache transzendiert


 -Sprache schafft Ordnungssysteme


 -Sprache schafft Symbolsysteme


- kann in der Mikro- Ebene auf die Logiken wirken
 - größte Ablösbarkeit vom "Hier und Jetzt"


 - dient als Speicher von Erfahrungen und Bedeutungen


- zur gleichen Zeit und im gleichen Zug wie ich meinem Gegenüber etwas mitteile, wird es mir selber zugänglich
 

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Q:

Wie stehen soziales Handeln und soziale Strukturen im Verhältnis zueinander? Gehen Sie hierbei auch auf die Begriffe Mikro- und Makroebene ein

A:

- Soziale Strukturen beeinflussen das Soziale Handeln und das Soziale Handeln beeinflusst
die Sozialen Strukturen (Wechselwirkung)


- Diese Wechselwirkung geschieht sowohl auf Mikro-Ebene (sich begegnende Passanten) als
auch auf Makro-Ebene (z.B. längere gesamtgesellschaftliche Prozesse)


- Mikro-Ebene: z.B. fremde Passanten, schmaler Fußweg, wie reagieren diese?


- Makro-Ebene: z.B. Wiedervereinigung Deutschlands (gesamtgesellschaftliche
Veränderungen)


Beispiele:

- Wiedervereinigung erlaubt Treffen von zuvor getrennten Familien (Struktur beeinflusst Handeln)
- Mehr Polizeipräsenz bei Fußballspielen, aufgrund von vorherigen Krawallen weniger
(Handeln beeinflusst Struktur)

Q:

Was ist Rezeptwissen und was ist ein Wissensvorrat?

A:

- es gibt einen allgemeinen gesellschaftlichen Wissensvorrat 


- dieser dient als Grundlage für Interaktionen, da er das Wissen über die gesellschaftliche Positionierung des Individuums in der Gesellschaft beinhaltet


- Rezeptwissen ist ein großer Teil dieses Wissensvorrats


- Rezeptwissen ist pragmatisches Wissen, das für praktische Zwecke/Routineprobleme genutzt wird


- i
m gesellschaftlichen Wissensvorrat ist das Wissen über die Relevanzstrukturen anderer Gesellschaftsmitglieder und die Distribution von Wissen innerhalb der Gesellschaft enthalten -> so kann man auf jedes Wissen zugreifen, auch wenn man selbst niemals alles wissen kann


Q:


  1. Warum ist die anthropologische Bestimmung des Menschen für die Soziologie relevant?


A:
  • Der Mensch muss als Mängelwesen (nicht ausreichende Instinkte) seine Mängel durch Institutionen (Soziale Strukturen) ausgleichen.
    1. Gefahr der Sichtweise: Die Beschreibung kann als Empfehlung aufgefasst werden ("starke Regeln seien nötig zur Kontrolle des Menschen")
  • Das Soziale Verhalten des Menschen lässt sich nur in Verbindung mit den geschaffenen Institutionen erklären
  • Handlungsführung des Menschen entwickelt sich aus selbst geschaffenen Situationen heraus
  • Soziologie untersucht das Verhalten, dass über die anthropologische Bestimmung hinaus geht
  • Mensch ist in der Lage sich selbst zu abstrahieren
Q:

Was sind Typisierungen und welche Bedeutung haben Individualisierung und Anonymität bei Typisierungen?

A:

- das Verhalten in der Vis-a-Vis Situation ist bestimmt durch Typisierungen (Stereotypen, z.B. der Engländer) ; ich ordne
meinen Gegenüber einem bestimmten Typus zu und dieser ordnet mir ebenfalls einen
bestimmten Typus zu. Der Gegenüber kann meine Typisierung allerdings auch "über den
Haufen werfen"


- Grad der Typisierung: Je anonymer die Kommunikation, desto stärker wird typisiert;


bei Vis-à-vis - Situationen als direkteste Kommunikation zerbrechen diese Schablonen immer
wieder , sodass hier der geringste Grad an Typisierung vorliegt.


- Je größer die Distanz (räumlich und zeitlich) zur Vis-à-Vis-Situation, desto anonymer ist
die Kommunikation und größer die Typisierung. Je größer das Interesse und die Intimität
bezogen auf den Gegenüber, desto stärker individuell ist die Typisierung


Typisierung: Die Alltagswelt verfügt über Typisierungen, mit deren Hilfe man einen (fremden) Akteur „verstehen“ und mit ihm interagieren kann. Typisierungen können mit einer Art „Schablone“ (Stereotypen) verglichen werden: Das eigene Verhalten wird von meinen Vorstellungen/ Einschätzungen des Gegenübers geleitet. Widerspricht mein Gegenüber der von mir „angelegten Schablone“ muss meine Typisierung revidiert und modifiziert werden. Sollte sie jedoch „passen“, bestimmt sie auf weiteres das eigene Verhalten und wird dementsprechend ebenfalls auf ähnliche Situationen wieder angewendet.


- Die Typen gesellschaftlicher Interaktion werden in steigendem Maße anonymer, je weiter die Interaktion von einem direkten Treffen entfernt ist. Es werden generelle Annahmen, z.B. über ein Volk gewählt, die auf beliebiger Weise zutreffend sind. Durch ein direktes Aufeinandertreffen (ein Kennenlernen) werden diese anonymen „Muster“ durch die eintretende Individualisierung durchbrochen. Die Anonymität kann geschwächt oder gestärkt werden, je nachdem wie stark das (eigene) Interesse und die Intimität ist.


- Typisierungen gibt es sowohl auf Akteure als auch auf Situationen bezogen

Q:

3. Ist Handeln stets sinnhaft? 


A:

Sinn/Norm (?) als Selektion möglicher Handlungsweisen und als Hilfsmittel, andere Handlungen anderer Akteure zu verstehen.
Handeln ist stets sinnhaft, allerdings nicht immer intentional sinnhaft. Sinnhaft bedeutet nach Motiven und Zwecken reflektiert und zielorientiert. Oft erfolgt die Sinngebung/Rationalisierung erst nach dem Handeln.
Sinn des Handelns ist stets subjektiv und kann daher von Anderen als sinnlos angesehen/beurteilt werden.

Q:


2. Welche vier Handlungstypen lassen sich nach Max Weber unterscheiden?


A:
  • zweckrational: „durch Erwartungen des Verhaltens von Gegenständen der Außenwelt und von anderen Menschen und unter Benutzung dieser Erwartungen als ‚Bedingungen‘ oder als ‚Mittel‘ für rational, als Erfolg, erstrebte und abgewogene eigne Zwecke“, (Das Individuum strebt nach Erfolg und Eigennutz. Zur Erreichung dieses Ziels wägt das Individuum (rational) Erwartungen über das Verhalten des jeweils anderen ab und legt sein eigenes Verhalten danach aus). (z.B. lernen für Klausur, jemandem einen Gefallen tun, um selbst einen Vorteil daraus zu ziehen, Essen kaufen)


  • wertrational: das Handeln in einem bewussten Glauben orienteirt an Werten, Regeln und Erwartungen (z.B. Spenden, Glaubenskriege aus Sicht der Individuen)


▶affektuell (insbesondere emotional): „durch aktuelle Affekte und Gefühlslagen“ (z.B. Gewalttaten aus dem Affekt)

 ▶traditional: „durch eingelebte Gewohnheit“.(z.B. Pilze sammeln, da dies regelmäßig gemacht wird, um Suppe zu kochen)

Q:

Was ist mit den Begriffen Logik der Situation, der Selektion und der Aggregation gemeint? (Colemans Badewannenmodell)


A:

Das Modell ließe sich nach Esser aufteilen in die „Logik der Situation“, die „Logik der Selektion“ und die „Logik der Aggregation“. Esser beschreibe den Bewertungs- und Wahrnehmungsprozess der Struktur, auf diesen Grundlage der Akteur handelt als „Logik der Situation“ und stellt heraus, dass die „Logik der Selektion“, sprich die ausgewählte Handlung, unmittelbar an die Logik der Situation gekoppelt sei. Im letzten Schritt würden dann nach diesen zwei Logiken ausgeführte soziale Handlungen mehrer Akteure zur „Logik der 

Aggregation“ führen, also zu neuen Effekten und Strukturen, die sich herausbilden. Die neu entstandene „Logik der Aggregation“ sei dann auch eine neue „Logik der Situation“. 

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