Philosophie an der Carl von Ossietzky Universität Oldenburg

Karteikarten und Zusammenfassungen für Philosophie an der Carl von Ossietzky Universität Oldenburg

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Erläutern Sie bitte die moralische Achtung in der Güterethik!

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Was bedeutet Normativität im Allgemeinen?

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Erläutern Sie bitte Kants Begriff der Autonomie und geben Sie dabei dessen Bedeutung für die Begründung der Moral an!

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Erläutern sie bitte möglichst knapp die wesentlichen Unterschiede zwischen
moralischer Geltung, moralischer Achtung und moralischen Urteilen!

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Erläutern Sie bitte die moralische Verbindlichkeit in der Güterethik

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Erläutern Sie bitte die drei Klassifikationen moralischer Ansprüche!

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Aristoteles 

Welche Ethik? Hauptaussagen?

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Erläutern Sie bitte den Unterschied zwischen Faktizität und Geltung!

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Erläutern Sie bitte die moralische Achtung in der Interessenethik!

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Erläutern Sie bitte die drei Eigenschaften der moralischen Verbindlichkeit

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Erläutern Sie bitte die drei Klassifikationen moralischer Ansprüche!

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Erläutern Sie bitte das Aristotelische ergon-Argument und dessen Prämissen

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Philosophie

Erläutern Sie bitte die moralische Achtung in der Güterethik!

Vernunftvermögen gut ausüben Die Frage, wie es zur moralischen Lebensform kommt, wird deshalb beantwortet mit der Bestimmung, wie es zur guten Ausübung des Vernunftvermögens kommt. Die Verwirklichung der Vernunft als Selbstbewegung. Dem Vernunftvermögen wohnt seine Ausübung als ein Ziel selbst inne.

Philosophie

Was bedeutet Normativität im Allgemeinen?

Normativität ist eine Eigenschaft von handlungswirksamen Forderungen, deren Erfüllung erwartet und deren Missachtung deshalb kritisiert werden darf.

Philosophie

Erläutern Sie bitte Kants Begriff der Autonomie und geben Sie dabei dessen Bedeutung für die Begründung der Moral an!

Autonomie/Selbstgesetzgebung, Freiheit sich Gesetz zu unterwerfen Autonomie als Grund der Würde Freiheit sich moralischen Ansprüchen von Autoritäten zu unterwerfen Moral aus Freiheit

Philosophie

Erläutern sie bitte möglichst knapp die wesentlichen Unterschiede zwischen
moralischer Geltung, moralischer Achtung und moralischen Urteilen!

Es gibt drei Bereich der Moralphilosophie. Dazu gehört die Normative Ethik, die wiederum in drei Bereich einzuteilen ist.
1. Moralische Geltung: Welche Ansprüche gelten und wie lässt sich ihre Geltung begründen? (für eine Person oder für die Gesellschaft? - Wohlergehen)
2. Moralische Achtung: Warum werden moralische Ansprüche geachtet? (Prinzip der Gegenseitigkeit. Achtung vor der Unverletzlichkeit der Person)
3. Moralische Urteile: Wie kommt es zu handlungsleitenden Urteilen? (Bewertung, durch Bezugnahme auf
Prinzipien oder Normen)
Bsp.: Verletzungsverbot, Tötungsverbot, Lügenverbot, Menschenrechte

Philosophie

Erläutern Sie bitte die moralische Verbindlichkeit in der Güterethik

→ Begriff der Tugend (arete): „jemand ist gemäß dem besten Gut“
→ die gute Person: Gut im Sinne von tugendhaft ist eine Haltung, wenn sie sich in Tätigkeiten ausdrückt, die
ein Ziel gut erfüllen. (Erfüllung des Ergon-Arguments, gut vom Charakter)
→ Die Normativität der Tugend: Gute Handlungen verdienen Lob und können gefordert werden. Schlechte
Handlungen verdienen Tadel und dürfen kritisiert werden.
Wichtig: Der Grund moralischer Verbindlichkeit ist laut Güterethik der Anspruch, das menschliche
Vernunftvermögen gut auszuüben.

Philosophie

Erläutern Sie bitte die drei Klassifikationen moralischer Ansprüche!

Verbote = Aufforderung Schädigung zu Unterlassen (Tötungsverbot) Gebot = Aufforderung etwas bestimmtes zu tun Erlaubnisse = etwas darf getan werden, wenn es nicht verboten oder geboten ist

Philosophie

Aristoteles 

Welche Ethik? Hauptaussagen?

Nikomachische Ethik
Güterethik, Tugendethik, teleologische Ethik
Das moralisch Gute wird durch natürliches Gut begründet.
Faktizität: Jede Tätigkeit verfolgt notwendig ein Gut (Ziel/ telos)
Natur des Menschen (natürlich gut)
Beachten unterschiedliche Verwendung des Begriffs „Gut“ (moralische Geltung)

Philosophie

Erläutern Sie bitte den Unterschied zwischen Faktizität und Geltung!

Der Grund moralischer Verbindlichkeit kann keine moralische Eigenschaft sein, weil dadurch ein Zirkel in der
Begründung entstünde:
Würde eine Handlung, die sein soll, aus einem Prinzip begründet werden, das sein soll, würde das Sein sollende vorausgesetzt werden, das es erst zu begründen gilt.
Damit dieser Zirkel vermieden wird, muss der Grund ein vormoralisches Prinzip sein: ein faktisches Prinzip, dessen Geltung nicht erst sein soll, sondern faktisch ist (Sein, Wirklichkeit, Natur).
Der Grund moralischer Verbindlichkeit muss also die Form der Faktizität haben.

Philosophie

Erläutern Sie bitte die moralische Achtung in der Interessenethik!

Wirklichkeitsbedingungen der moralischen Lebensform:

• Weil Mitleid ein natürliches Interesse ist, dessen Anlage angeboren ist, kann seine Ausbildung nur durch‚ ungünstige Umstände‘ von außen gewaltsam verhindert werden.
• Günstige Umstände sind demnach sowohl notwendige als auch hinreichende Bedingungen für die Ausbildung von Mitleid.
• Zu diesen Wirklichkeitsbedingungen gehören: Erziehung, Bildung, Rechtsgarantien, Gewaltfreiheit
(Friede) etc.
• Erziehung, Bildung, Rechtgarantien, Gewaltfreiheit etc. führen also notwendig zur moralischen
Lebensform, in der man auf das Wohlbefinden anderer achtet.

Philosophie

Erläutern Sie bitte die drei Eigenschaften der moralischen Verbindlichkeit

Die moralische Verbindlichkeit besitzt drei Eigenschaften:
1. Willensunabhängige Geltung: macht die moralische Verbindlichkeit von Verboten, Geboten und Erlaubnissen aus.
Bsp. Das Tötungsverbot gilt unabhängig davon, ob der Täter will, dass dieses Verbot gilt oder nicht gilt.
→ Schulpflicht
2. Der Grund moralischer Verbindlichkeit: Gebote und Verbote müssen aus der Sicht des Adressaten begründet werden.
3. Geltung und Faktizität: Der Grund moralischer Verbindlichkeit muss die Form der Faktizität haben ( kein Zirkel, es wird ein vormoralisches Prinzip angenommen)

Philosophie

Erläutern Sie bitte die drei Klassifikationen moralischer Ansprüche!

Es gibt drei Klassifikationen moralischer Ansprüche:
1. Verbote: sind die Aufforderungen, Schädigung zu unterlassen Bsp. Verletzungsverbot, Tötungsverbot,
Lügenverbot
2. Gebote: sind Aufforderungen etwas Bestimmtes zu tun. Bsp. Hilfsgebot (Grundbedürfnisse)
→ Pflicht zur Gewährleistung eines Minimums Pflicht, Verschlechterung über ein Minimum hinaus zu
vermeiden (Beeinträchtigung)
→ die Pflicht über ein Minimimus den Zustand zu verbessern (Verbesserung der Lebensqualität)
3. Erlaubnisse sind Ansprüche, die man erheben oder nicht erheben kann. Man darf etwas tun oder unterlassen,
sofern es weder geboten noch verboten ist (Bsp. körperliche Eingriffe: Tattoos).

Philosophie

Erläutern Sie bitte das Aristotelische ergon-Argument und dessen Prämissen

Bisher: Identifikation des höchsten Ziels Eudaimonia (glückliches gutes erfülltes Leben) Nicht; Glück im
Sinne von Zufallsglück oder das Gefühl.
Unter welchen Bedingungen ist ein Leben glücklich?
Dazu soll das höchste Gut über das ergon (die Funktion) des Menschen bestimmt werden.
„Es erweist sich das menschliche Gut als Tätigkeit der Seele im Sinn der Gutheit, und wenn es mehrere Arten
der Gutheit gibt, im Sinn derjenigen welche die beste und am meisten ein abschließendes Ziel ist.“
Anders gesagt: Ein Leben einer Person ist in dem Maße gut, in dem die Vernunft der Person tätig ist.

Wann liegt gelungenere Flötenspieler sein vor? Wenn jemand die Aufgabe, die ein Flötenspieler hat gut
erfüllt. Auf das Ergon kommt es an.
Was ist das Ergon des Menschen? → Vernunft
Das Ergon-Argument von Aristoteles baut auf vier Prämissen auf.
1. Der Mensch hat wie ein Flötenspieler ein ergon.
2.Das Leben eines Menschen ist je besser, desto besser er sein ergon ausfüllt. (Maße wie er seine Funktion
ausübt)
3.Das ergon X ist diesem x eigentümlich. Das ergon des Menschen ist diesem eigentümlich.
4. Die Vernunft und ihre Tätigkeiten sind dem Menschen eigentümlich.
Aus diesen Prämissen kann man Folgendes schlussfolgern:
Folgerung1: Das ergon des Menschen liegt in der Vernunfttätigkeit (des vernünftigen Seelenteils)
Folgerung 2: Das Leben eines Menschen ist umso besser, je besser er vernünftig tätig ist.
Folgerung3: Ein Leben eines Menschen ist besser, desto eher sein Handeln nach der Vernunft ist.

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