Naturethik an der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg

CitySTADT: Freiburg

CountryLAND: Deutschland

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Grundaussagen von Hans Jonas

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Grundaussagen Clark

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Was ist Ethik?

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Nenne die drei ethischen Disziplinen

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begriff der gerechtigkeit

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Nenne verschiedene Naturverständnisse / Naturbilder

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Was ist der induktiv-empirische Erkenntnisweg?

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Unterteile die Anfänge unseres Erlebens in zwei Gegensätze

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Wie lässt sich EThik unterteilen?

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Wege zur Findung von Normen

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Grundaussagen Peter Singer

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Grundaussagen Martin Rock

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Naturethik

Grundaussagen von Hans Jonas

Natur war früher kein Gegenstand menschlicher Verantwortung: Ethik = nur für etwas verantwortlich sein, was man bewusst getan hat = handeln

– Naturumgang

  • Früher
    • Ich will leben = ich rode den Wald & töte Tiere
    • Keine Verantwortung
  • Heute: neue Qualität des Naturumgangs
    • Naturumgang zum Beruf des Menschen geworden: Natur verändern um sich und sein Sein voranzubringen
    • Mensch ist verantwortlich für die Natur: Handeln mit Natur ethisch hinterfragen
    • Sehen jetzt die Folgen unseres Handelns: Geburtsstunde der Naturethik, des Bewusstseins der Verantwortung

– Naturbild moderner Naturwissenschaft: Natur unterliegt Notwendigkeit und Zerfall: Wert nicht mehr im Blick

Naturethik

Grundaussagen Clark

– Argumentiert für monistisches Weltbild

  • Monismus: Geist ist Kind der Natur (spricht somit gegen Rock und den Papst): unterfüttert es argumentativ mit ökologischem (ganzheitlichen, systemischen) Denken: Dinge geschehen in Wechselwirkungen

– Knüpft an Unterströmung des abendländischen Denkens (Spinosa, Goethe,…) an

a) Pantheismus = alles und jeder, die ganze Natur ist Gott; im kosmischen Ausmaß ist Gott identisch mit der Natur

–> Wert und Würde des Menschen geht auf Natur über, da sie die Geistigkeit hervorbringt

b) Schelling: Mensch ist Natur

– Setzt (im Gegensatz zum theologischen Menschenbild) auf das Denken der Menschen, nicht auf Offenbarungswissen

– Geht über Beweise hinaus, setzt aber nicht auf Dogmen: menschliche, vernünftige Spekulationen, aber nie „Gott hat gesagt“

– Wenn wir Menschen dir Erde verletzen, verletzen wir uns selbst: wir verletzen Gaia = dort sind unsere eigenen Wurzeln

  • Unser Wert geht über auf die Erde / die Natur: wenn wir wichtig sind, muss es die Erde auch sein, weil wir ihr Produkt sind

–> Wert nichtmenschlicher Natur ist holistisch: das Ganze ist wertvoll = jedes Teil davon ist wertvoll!

– Clark: wir brauchen Wertschätzung gegenüber der Natur vs. Rock: wir brauchen Ehrfurcht und Liebe

–> Probleme von Beiden: sind nur Ideen, Metaphysik: wie kommen wir also zum Handeln?!

– Weg zur Wertschätzung nach Clark: wir sind mit der Mutter = Natur verbunden, daher haben wir ihr gegenüber Wertschätzung, so ähnlich wie wir es gegenüber unserer leiblichen Mutter tun (Wollen, dass es ihr gut geht)

  • Von Haus aus eine emotionale Verbindung zur Natur: ist nur momentan verschüttet, aber die Veranlagung zur Wertschätzung ist in uns allen da

–> Wir müssen das Gefühl der Verbundenheit wieder zulassen: durch Bsp. Meditation oder Naturspiritualität

– Holon = das Ganze ist wichtig, nicht die Individualität: tut weh zu erkennen, ist aber so: dies zu akzeptieren macht uns bescheidener, hoffen nicht auf Leben nach dem Tod

  • Für ein gutes Leben sorgen, in dem man für das gute Ganze sorgt
  • Selbstverwirklichung des Menschen durch Selbstverwirklichung des Ganzen

– Kritik Krebs an Clark

  • Ist keine professionelle Philosophie: keine Diskussion wert, weil „Mensch ist Teil der Natur“ ein zu vieldeutiger Satz ist
  • „Ökofaschismus“: das Ganze ist wichtig, nicht der Einzelne

Naturethik

Was ist Ethik?

– Fragt nach gutem Handeln: reflektiert und bewertet menschliches Handeln, Ergebnis = Kodex, nach dem man Handeln soll

  • Sie findet und legitimiert Normen

– Unterteilung ind evaluative & normative

– Wandel in Kulturgeschichte

Naturethik

Nenne die drei ethischen Disziplinen

  1. Normative / normgebende Ethik
    • Der einzige legitimierende Weg
  2. Deskriptive Ethik
    • Beschreibung unterschiedlicher Moralsysteme in unterschiedlichen Kulturen
    • Historische Beschreibung der Ethik
  3. Meta-Ethik
    • Ethik wird auf die eigenen Grundlagen reflektiert: Ethik selbst wird in Frage gestellt
    • Emotivismus sagt: Ethische Urteile sind keine Urteile, sondern Ausdruck unserer subjektiven Einstellung die z.B. aus der Erziehung kommt; Vergleichbar mit ästhetischen Urteilen: sind Ausdruck subjektiven Geschmacks

Naturethik

begriff der gerechtigkeit

– Ist intersubjektiv und immer auf den Umgang mit anderen bezogen

– Gegenwärtig wird Gerechtigkeit als dasjenige verstanden, was wir uns gegenseitig schulden

– Ethik wollte immer den Weg zum Glück; moderner: zur Gerechtigkeit

Naturethik

Nenne verschiedene Naturverständnisse / Naturbilder

  1. Pantheistisch (Goethe)
    • Göttliches ist in der Natur und nicht separat: in allem was ist, ist Gott
    • Natur und Gott gleichsetzen
    • Passt nicht mit der Theologie zusammen
  2. Magisch-mystisch = animistisch
    • Alles was geschehen ist = Ausdruck göttlichen Handelns
  3. Moderner Blick
    • Natur kommt nur in den Blick, wo sie sich operationalisieren = messen lassen kann
    • Thematische Reduktion der Natur auf Messbares

Naturethik

Was ist der induktiv-empirische Erkenntnisweg?

– 17. Jhd. = Geburtsstunde moderner Wissenschaft

– Sehen, beobachten: diese von mir beobachtete Tatsache wird zum Baustein meiner Theorie

– Wichtig = Tatsachen = Beobachtungstatsachen

  • Diese werden in operationalisierte Einheiten überführt: messbar gemacht / thematisch auf Messbares reduziert

–>In mathematische Modelle gepackt

Naturethik

Unterteile die Anfänge unseres Erlebens in zwei Gegensätze

1. Erleben vor dem Selbstgefühl

– Bsp. Wahrnehmung der Wärme im Mutterleib

2. Erleben ist erst durch Bewusstsein erleben

– reflektieren, Erlebnisqualität, Gefühl von mir = erleben

– reagieren im Mutterleib ist kein Beweis für Erleben

Naturethik

Wie lässt sich EThik unterteilen?

  • Evaluative Ethik
    • Die Frage nach dem guten und gelingenden Leben
    • Aristoteles: alle Streben nach Eudaimonie = Wie muss ich handeln, um Glück zu erreichen?
    • Frage nach Handlungsvoraussetzungen eines guten Lebens
    • Menschliche Bedürfnisse: befriedige sie, aber halte Maß, um andere nicht zu stören
  • Normative Ethik
    • Die „gerechte“ Beilegung von Wert- und Interessenkonflikten
    • Eine moralische Norm ist eine Norm für die gerechte Beilegung von Wert- und Interessenkonflikten
    • Sucht nach Gerechtigkeit

–> Heutige Ethik nicht mehr nur die Suche nach dem guten Leben (so wie früher), sondern auch die normative Frage nach gerechtem Handeln

Naturethik

Wege zur Findung von Normen

1. Alle Menschen können sich als autonome Vernunftswesen erfahren

  • Menschen folgen mit ihrem Handeln eigenen Vernunftsgesetzen: weil sie frei sind können sie sich entscheiden
  • Moralität der Handlung ist abhängig davon, ob die Handlung allen Vernunftswesen als richtig angesehen wird, das Ergebnis ist dabei unwichtig

–> Es ist unsere Pflicht, uns gegenseitig ernst zu nehmen

2. Menschen sehen sich selbst als Sinnes- und Vernunftswesen

  • Menschen Streben nach Glück und Befriedigung
  • Der zu erwartende Gesamtnutzen ist wichtig, nicht der individuelle Nutzen: mit eigenem Glücksstreben das Glück anderer mitbedenken und fördern
  • Richtig ist die Handlung, bei der den meisten Bedürfnissen gerecht wird

3. Menschenrechte „right based morality“

  • Auf die Rechte beziehen, auf die sich bereits geeinigt hat
  • Viel praktikabler als die beiden anderen Wege für z.B. internationale Konflikte
  • Diese Regeln haben bereits Eingang in kodifiziertes recht gefunden: es gibt bereits einen großen gemeinsamen Ausgangspunkt für ethische Fragestellungen
  • Richtig ist die Handlung, die die Menschenrechte akzeptiert

Naturethik

Grundaussagen Peter Singer

– Prinzip „alle Menschen sind gleich“ soll auch auf andere Spezies angewandt werden

– Wir fordern Gleichheit (im Sinne von Gleichwertigkeit, nicht faktische / biologische Gleichheit) für alle Menschen, sollten es auch für Tiere: müssen ebenfalls berücksichtigt werden, weil auch sie leiden können / Bedürfnisse haben

–> Singer zitiert Bentham: Gleichheit nicht nach Vernunftfähigkeit, sondern abhängig von Leidensfähigkeit + Fähigkeit seinen eigenen Verstand zu bewerten (geht es mir gut oder schlecht?)

– Schlussfolgerung Patozentrismus: 5 Schritte / Intersubjektive Kriterien

1. Kriterien für Leidfähigkeit auch auf andere Spezies anwendbar, Lust- & Leidempfindung

2. Bewertung und Fühlen ihres Zustandes (positiv oder negativ?)

  • Interesse an einem Empfinden = Wohlergehen

3. Schlussfolgerung: Miteinbeziehung der Tiere

4. Recht auf gutes Leben

5. Moralische Rücksicht auf Tiere

–> Empfinden bei dem Argument zentral!

Naturethik

Grundaussagen Martin Rock

– Falsches Denken (Bsp. Kapitalismus) hat Einfluss auf (falschen) Umgang mit der Natur = falsches Handeln

– Vernünftiges Denken führt zu vernünftigem Handeln

– Mit Offenbarungswissen können Krisen überwunden werden: Menschen als Erbsünder benötigen Gottes Gnade: kommen nur durch Offenbarungswissen auf den richtigen Weg

– Mensch soll Ehrfurcht vor der Natur haben: Ehrfurcht braucht es, um in der richtigen Haltung zu sein = Verbundenheit zur Natur fühlen, nicht gierig sein

– Hat Altes Testament anders ausgelegt, als die Menschen früher

a) Frühere Interpretation (Bsp. Thomas von Aquin)

  • Dominium terrae (Herrschaft über die Erde)
  • Menschen sollen herrschen über das Vieh […]
  • „bevölkert die Erde und unterwerft sie euch“

–> Priorisierte Auslegungstendenz 

b) Neuere Interpretation (Martin Rock)

  • Es gibt einen engen, gottgewollten Bund zwischen Menschen & Natur = „kosmische Allianz“
  • Geschöpfe sind solidarisch
  • Alles ist aufeinander angewiesen

–> Ethische Konsequenz: = Ehrfurcht vor der Natur haben: Glaube + Liebe + Hoffnung: Wer glaubt, was das Christentum sagt, fühlt es auch, der liebt Gott und die Menschen und hofft auf Leben nach dem Tod, nicht auf Glück auf der Erde (Glück nicht durch Konsum auf der Erde, sondern im Jenseits: Ökologische Tugenden = das Haben macht mich nicht glücklich, sondern das, was nach der Erde kommt)

– Ontologische Lehre: Seelen / Geist – Materie-Dualismus: Mensch ist Gottes Abbild wegen seinem Geist; Natur am Menschen ist leiblicher Natur = Körper: hat nichts mit Gott zu tun

  • Evolutionstheorie nach ihm übertrieben: Körper kommt von Natur, Geist nicht! (Geist wäre sonst nicht frei)

–> Geist ist kein Kind der Natur! Mensch bekommt personale Würde / Wert dadurch, dass er Geistigkeit durch Gott hat = exklusive Verbundenheit mit Gott

  • Mensch getrennt von Natur, aber verbunden mit Gott

– Gesellschaftskritik

  • Wert- und Tugendverlust (nur naturwissenschaftlich, technikfixiert denken) führt dazu, dass man den Wert der Natur nicht mehr erleben kann

–> Absolutes Argument: ausgehend von Gott / Gottes Schaffung / Gottes Willen und kein Bezug / keine Wertherkunft vom Menschen aus: Argument für den Wert der nichtmenschlichen Natur aus der Tatsache des geschaffen Seins

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