Einführung in die Wirtschaftsinformatik an der AKAD Hochschule Stuttgart

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Arbeitsfelder der Wirtschaftsinformatik

Beispiele für typische Arbeitsfelder (WKWI, 2016):

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Hauptausbildungsbereiche der Wirtschaftsinformatik

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Entwicklungen im Rahmen der Digitalisierung und Rolle der Wirtschaftsinformatik


Kategorien, die jeweils durch die Phänomene der Digitalisierung verändert werden:

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Sharing Economy

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Kundenprozesse Phasen Zielbildung, Information und Auswahl

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Geschäftsmodelle

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Wirtschaftsinformatik im gesellschaftlichen und unternehmerischen Kontext

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Consumerization of IT

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Mobile Life

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Treiber für Endgeräte im eCommerce sind

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Wertschöpfungsprozesse

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Social Customer Relationship Management

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Einführung in die Wirtschaftsinformatik

Arbeitsfelder der Wirtschaftsinformatik

Beispiele für typische Arbeitsfelder (WKWI, 2016):

  • Management der IT im Unternehmen 
  • Management großer Projekte zur Einführung neuer IT in Unternehmen 
  • Management von Unternehmen der Software- und IT-Branchen
  • Konzeption und Entwicklung innovativer IT-Lösungen
  • Entwicklung von Geschäftsmodellen für digitale Produkte und Dienstleistungen

Einführung in die Wirtschaftsinformatik


Hauptausbildungsbereiche der Wirtschaftsinformatik

  1. Hilfs- und Grundlagenfächer: 
    • Grundlagen der Mathematik, Statistik
    • Grundlagen des Operation Research, 
    • Grundlagen der Informationsökonomik, 
    • Grundlagen der Verhaltenswissenschaften
    • Grundlagen des Wirtschaftsrechts und allgemeine Kompetenzen (z. B. Selbst- und Medienkompetenzen sowie Themen wie Ethik und Nachhaltigkeit).

    1. Gegenstand und Kontext: 
      • HAB 2 hat den Gegenstand der wissenschaftlichen Disziplin Wirtschaftsinformatik als zentralen Schwerpunkt. 
      • Teilgebiete der Wirtschaftsinformatik und verschiedene Arten von Informationssystemen 
      • Weitere Themen sind Grundlagen konstruktivistischer und behavioristischer Forschung sowie Einführungen in das Management von Informationstechnologie und die IT-Industrie.

 

  1. Wirtschaftswissenschaftliche Grundlagen: 
    • Der HAB 3 beinhaltet betriebswirtschaftliche als auch volkswirtschaftliche Grundlagen
    • Ebenfalls bilden betriebswirtschaftliche Vertiefungen mit besonderer Relevanz für die Wirtschaftsinformatik (z. B. Geschäftsprozesse, Geschäftsmodelle, kennzahlenbasierte Unternehmensführung) 

    1. Informatik-Grundlagen: 
      • Im HAB 4 werden vor allem grundsätzliche Themen der praktischen (z. B. Betriebssysteme, Rechnernetze) und theoretischen (z. B. formale Sprachen) Informatik vermittelt. 
      • Einführung in Algorithmen, Daten und Datenstrukturen sowie mathematische Grundlagen der Informatik und Grundlagen der Softwareentwicklung

      1. Datenmanagement: 
        • Der HAB 5 dient der tiefergehenden Einführung in das Management von Daten
        • Datenmodelle und (relationale und nicht-relationale) Datenbanksysteme, Data Warehousing, Management von Stamm- und Metadaten sowie Datenqualitätsmanagement.
        • Datenschutzes und der Datensicherheit 

        1. Prozessmanagement: 
          • Im HAB 6 werden Grundlagen des Prozessmanagements vermittelt
          • Geschäftsprozessmanagement, die systematische Prozessverbesserung, die prozessorientierte Reorganisation sowie Leistungs- und Planungsprozesse der IT

          1. Informationsmanagement: 
            • Der HAB 7 beinhaltet die Informationsversorgung sowie die zugrundeliegende IT-Landschaft in Unternehmen
            • Zentrale Aspekte sind dabei 
              1. der Wertbeitrag der IT 
              2. IT-Strategie, 
              3. IT-Governance und -Controlling, 
              4. Management der IT-Landschaft 
              5. IT-Prozessen, Sourcing der IT und Aspekte der Compliance

          • Entwicklung von Informationssystemen 
          • Systemintegration
          • Auswahl und Einführung von Standardsoftware 
          • Betrieb von Informationssystemen

        • Einführung in inner- und überbetriebliche Informationssysteme 
        • Enterprise-Resource-Planning-, 
        • Produktlebenszyklus-Management Kundenbeziehungsmanagementsysteme 
        • branchenspezifische Informationssysteme 

      • Wissensmanagements
      • strategische (z. B. WMStrategie, WM-Erfolgsmessung), prozessuale (z.B. Geschäftsprozessunterstützung, WM-Prozesse) und technische (z. B. Informationssysteme für das WM) Aspekte.
      • Inhalte, Zusammenarbeit und virtuelle Gemeinschaften, Kompetenzen und Orientierung (z. B. Suche, Portale) 
      • kulturelle und organisatorische Aspekte 

 

 

 

 

11. Entscheidungsunterstützung: 

  • modellbasierte Entscheidungsunterstützung
  • Business Intelligence 
  • Analytics 
  • (mathematisch-statistische) Modelle und Methoden des Knowledge

Discovery in Databases, des Operation Research und der künstlichen Intelligenz

 

12. Digitale Wertschöpfung: 

  • Veränderungen betrieblicher Aktivitäten sowie von Wertschöpfungsstrukture
  • (digitale) Unternehmensneugründungen
  • digitaler Transformationen (z. B. Digitalisierungsstrategien) 
    1. Implikationen auf die Gesellschaft

Einführung in die Wirtschaftsinformatik

Entwicklungen im Rahmen der Digitalisierung und Rolle der Wirtschaftsinformatik


Kategorien, die jeweils durch die Phänomene der Digitalisierung verändert werden:

Gesellschaftliche und individuelle Prozesse: 

Veränderungen gesellschaftlicher oder individueller Verhaltensweisen


Kundenprozesse: 

Veränderungen in der Art und Weise, wie Kunden eine Leistung beziehen


Branchen: 

Veränderungen in einer oder mehrerer Branchen

 

Geschäftsmodelle: 

Veränderung oder Weiterentwicklung von Geschäftsmodellen und den angebotenen Leistungen


Wertschöpfungsprozesse: 

Veränderung der Entwicklung und Produktion von Leistungen und der Bereitstellung von anderen Werttreibern einer Organisation

Einführung in die Wirtschaftsinformatik

Sharing Economy

  • Ressourcen, die nicht permanent genutzt werden, werden mit anderen geteilt ohne, dass eine Eigentumsübergabe stattfindet.
  • Gemeinschaftskonsum,
  • Sharing Economy erfasst gesamte Gesellscshaft, dies ist nicht nur auf Unternehmen und Beziehungen beschränkt
  • Gegensatz zu früheren Entwicklungen 

Einführung in die Wirtschaftsinformatik

Kundenprozesse Phasen Zielbildung, Information und Auswahl

  • Erste Beeinflussung des Kunden  durch die Kommunikation in Foren sowie sozialen Netzwerken und die dort entstehende Meinungsbildung.

  • individuelle Entscheidungsprozess wird durch die soziale Interaktion zu einem gruppengetriebenen Entscheidungsprozess.

  • Auch wenn das ohne den Einfluss sozialer Netzwerke auch schon früher, z. B. durch Testberichte in Zeitschriften oder Werbekampagnen, der Fall war, ist das Ausmaß der Beeinflussung noch einmal deutlich höher.
  • Gerade hier sind auch wichtige Ansatzpunkte für Unternehmen, um sich erfolgreich zu positionieren. Zum einen haben sie, wie bereits erwähnt, die „Hoheit“ über die kommunizierten Inhalte verloren und müssen geeignete Möglichkeiten der Kommunikation gewünschter Inhalte finden. Zum anderen ist die Frage zu beantworten, wie der konkrete nformationsaustausch zu den Leistungen stattfinden soll. So kann der bereits oben erwähnte Weg einer Förderung des Austausches der Kunden und Nutzer gewählt werden, bei dem das Unternehmen möglicherweise gar keine oder nur eine indirekte Rolle (z. B. durch die Moderation der Diskussion oder Bereitstellung der Plattform) übernimmt. Diese Positionierung wird häufig auch unter dem Begriff des Social CRM gefasst (vgl. Jung et al., 2016).


  • Auch möglich ist aber nach wie vor die direkte Positionierung als Ansprech- und Diskussionspartner, um das Bedürfnis und die Informationsphase möglichst zielorientiert für den Kunden zu gestalten. An dieser Stelle spielt z. B. der Einflussfaktor „vergangene Erfahrungen“ im Kundenprozess eine wesentliche Rolle, da hierdurch genügend Vertrauen entstanden sein muss, damit diese Positionierung erfolgreich ist.

Einführung in die Wirtschaftsinformatik

Geschäftsmodelle

  • Veränderungen wirken sich auch auf die Gestaltung von entsprechenden Geschäftsmodellen aus
  • Beispiel: Finanzdienstleistungen und Bildungs- und Gesundheitsbereich
  • Auf der Basis von so genannter „Finanztechnologie“ sind – oftmals – sehr kleine Unternehmen entstanden, die Teile des Wertschöpfungsprozesses von Banken und Versicherungen anbieten (FinTech)
  • Neue Geschäftsmodelle oder auch einfach verbesserte, bestehende Geschäftsmodelle entstehen auf der Basis der gesellschaftlichen Veränderungen und der Unterstützung durch leistungsfähige und „komfortable“ IT. Sie sind eine Chance für die positive Entwicklung der Nachteile: Risiken können bedeuten, dass dies sich zunächst in einem Anstieg der Arbeitslosigkeit bestimmter Berufsgruppen niederschlagen wird. Hier muss, wie es bei anderen Innovationszyklen dieser Form auch der Fall war, eine Anpassung und Schaffung neuer Profile stattfinden.
  • Gleichzeitig entstehen durch neue Formen der Wertschöpfung Chancen für andere Berufsgruppen und neue Stellenprofile, die der Entwicklung der Gesellschaft Rechnung tragen.

Einführung in die Wirtschaftsinformatik

Wirtschaftsinformatik im gesellschaftlichen und unternehmerischen Kontext

  • Wirtschaftsinformatik beschäftigt sich mit der Digitalisierung in Wirtschaft, Verwaltung und Gesellschaft
  • Nicht alle neuen Entwicklungen sind revolutionär, da viele unterhalb der Wahrnehmungsschwelle stattfinden
  • Entscheidend für den Erfolgt einer Innvation ist die Akzeptanz der Nutzer
  • Wichtig ist die Betrachtung der Kundenperspektive unter Berücksichtigung zweier Aspekte:
    1. Nutzen
    2. Bedienbarkeit
  • Wichtig ist die Betrachtung der Unternehmensperspektive unter Berücksichtigung zweier Aspekte:
    1. Wirtschaftlichkeit (Kostenoptimierung, Positionierung zum Wettbewerb)
    2. Nutzen (reduzierte Wartezeiten, Anonymität, jederzeitiger Geldbezug)

Einführung in die Wirtschaftsinformatik

Consumerization of IT

  • Geprägt von Gartner Group (vgl. Gartner, 2016b)
  • Private Konsumenten können ihre elektronischen Geräte auch für ihre Arbeitsprozesse nutzen.
  • Gleichzeitig kann darunter auch gefasst werden, dass Kunden oder Geschäftspartner über ihre private IT-Infrastruktur auf Unternehmensdaten zugreifen. Beide Aspekte stellen das Unternehmen vor Herausforderungen.
  • Die Nutzung privater Endgeräte wird auch unter dem Begriff „Bring Your Own Device (BYOD)“ diskutiert und erfordert ein leistungsfähiges technisches Konzept für die Integration in die bestehende Unternehmensarchitektur mit allen Rollen-, Zugriffs- und anderen Sicherheitskonzepten. 

Einführung in die Wirtschaftsinformatik

Mobile Life

  • Dazu gehört zum einen als treibende Kraft in der mobilen Lebensweise in der Arbeit und Freizeit. 
  • Anforderung besteht, dass alle Informationen zu nahezu jedem Zeitpunkt zur Verfügung stehen
  • Möglich durch mobile Endgeräte 
  • Mangtani (2016) hält dazu fest, dass das Mobiltelefon z. B. im Bereich des eCommerce das zentrale Gerät sei, um den Kunden anzusprechen und zu binden. 
  • Er argumentiert für fünf Innovationstreiber, die in dem eCommerce-Kontext die Möglichkeiten von Mehrkanalmanagement unterstützen. Er nutzt hier den zunehmend populär werdenden Begriff des „omni channel management“. 
  • Umfasst auch die stationären Präsenzen von Unternehmen.
  • Es findet eine Verbindung von verschiedenen Interaktionsmöglichkeiten

Einführung in die Wirtschaftsinformatik

Treiber für Endgeräte im eCommerce sind

  • Geo Fencing
  • Barcode Scanning
  • Apple Store“ Model
  • Buy Online – Deliver within Hours
  • Clienteling

Einführung in die Wirtschaftsinformatik

Wertschöpfungsprozesse

  • Beobachtung von unterschiedlichen Phänomenen
  •  wichtige Verbindung zwischen Wertschöpfungs- und Kundenprozessen,
  • Zwei Entwicklungen, die in der Wertschöpfung relativ nahe an der Kundenschnittstelle sind: 1. Consumerization of IT 2.mobile life

Einführung in die Wirtschaftsinformatik

Social Customer Relationship Management

  • Hinter dem Konzept steht die Entwicklung, dass Internetnutzer heute eine deutlich stärkere Affinität zum Dialog und dem Austausch von Informationen bzw. der gegenseitigen Unterstützung aufweisen. 
  • Solch eine Entwicklung wird durch die Funktionalität der Anwendungen im Web 2.0 katalysiert und unterstützt. 
  • Manifestation von Dialogen Produkten und Unternehmen
    1. Außerhalb des Einflusses von Unternehmen
    2. Bestenfalls kann das Unternehmen den Internetnutzer und Kunden zusammenbringen und stellt Plattform zur Verfügung oder moderiert

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