Optimale Losgröße - online lernen & verstehen

Optimale Losgröße

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Optimale Losgröße

Du lernst wohl gerade für dein BWL-Studium und hast noch ein paar Fragen zum Thema „Optimale Losgröße“. StudySmarter ist hier um zu helfen! In diesem Artikel erfährst du was die optimale Losgröße beschreibt, wofür sie nützlich ist und wie du sie für ein Unternehmen berechnen kannst.


Optimale Losgröße – Was ist das?

Die optimale Losgröße kommt aus dem Bereich der Produktion. Wie bei der optimalen Bestellmenge geht es darum minimale Produktionskosten zu realisieren. Die Kosten stellen hierbei die Lagerhaltungskosten und Umrüstkosten dar. Ein „Los“ beschreibt die Menge an ohne Pause zusammen produzierten Produkten. Die optimale Losgröße stellt also ein Verhältnis zwischen Produktion, Lagerkosten und dem Gewinn dar. Die optimale Losgröße kann groß oder klein sein, abhängig von individuellen Faktoren:

  • Werden große Losgrößen produziert, sind Lagerhaltungskosten zwar hoch, dafür sind Umrüstkosten, die die Stückkosten in die Höhe treiben können, geringer.
  • Werden kleine Losgrößen produziert, braucht sich ein Unternehmen wenig Sorgen um Lagerhaltungskosten zu machen. Dafür steigen die Umrüstkosten in Relativität zu der produzierten Menge


Important to know: Umrüstkosten sind die Kosten, die zwischen der Produktion verschiedener Varianten eines Produktes entstehen. Dazu gehört zum Beispiel die Reinigung der Maschinen, der Lohn der Arbeiter, die das Umrüsten durchführen, und Opportunitätskosten.


Optimale Losgröße berechnen

Es soll nun berechnet werden, wie viele Produkte einer Variante eines Produktes auf einmal produziert werden sollen, um minimale Umrüstkosten und Gesamtkosten im Vergleich zu den Produktionsmenge zu realisieren. Schauen wir uns zunächst die Kostenfunktion der optimalen Losgröße an:


Kostenfunktion der Optimalen Losgröße

In der Kostenfunktion sind jegliche Kosten, die mit der Optimalen Losgröße assoziiert sind, enthalten.


In dieser Funktion sind sowohl die Fixkosten alsund die Lagerkosten alsenthalten. Die Lagerkosten setzen sich aus den Kapitalbindungskosten und dem Lagerkostensatz c zusammen. Da wir von einer Losgröße sprechen, stellen wir unsere Produkte selbst her und das Kapital, das gebunden wird, wird erst nach und nach gebunden, da auch die Uhren erst nach und nach produziert werden. Diese Verzögerung ist als Faktorinkludiert. Bemerke, dass dies nicht die Formel zur Berechnung der Losgröße darstellt, sondern die Kosten für eine bestimmte Losgröße.


Formel zu Berechnung der Optimalen Losgröße

Leiten wir die obige Kostenfunktion K(q) nach q ab so erhalten wir die Andler-Formel zur Berechnung der Optimalen Losgröße:

                                                                   

  • F steht für die Fixkosten
  • d steht für die Bedarfsrate (pro Woche)
  • c steht für den Lagerkostensatz
  • x steht für die Produktionsgeschwindigkeit (pro Woche)

All diese Variablen können einen schwindelig machen, daher:


Optimale Bestellmenge – Ein Beispiel

Das Unternehmen Zpin stellt 180 Fidget Spinner in der Stunde her und das 60 Stunden in der Woche. Für ihren Online Shop benötigen sie 2000 Spinner in der Woche und ihre Fixkosten pro Produktion sind 200€. Der Lagerkostensatz beträgt 5%.

Berechnen wir zunächst die die wöchentliche Produktionsrate bei 180 produzierten Spinner/h und 60 Arbeitsstunden/Woche:

 

Somit können wir alles in unsere Formel einfügen:

Dies bedeutet, dass die optimale Losgröße mit den wenigsten assoziierten Kosten bei 4431 Fidget Spinnern liegt. Berechnen wir wie hoch die Kosten wären:

 

Unsere Optimale Losgröße liegt somit bei 4431 Fidget Spinnern, da mit dieser Losgröße nur Kosten von 180,53€/Woche realisiert werden.


Unterscheidung von Optimaler Bestellmenge und Losgröße

Die optimale Bestellmenge ist ein Teil der Logistik. Sie kommt zum Einsatz, wenn man Materialen von dritten Parteien kauft, um sie in der eigenen Produktion zu verwenden. Die optimale Losgröße hingegen ist Teil der Produktion. Hierbei geht es nicht um externe Güter eines Unternehmens, sondern, um die Menge von auf einmal produzierten Produkten im eigenen Unternehmen. 

Ein Beispiel: Ein Unternehmen eines Immunsystems-aktivierenden Drinks, kauft eine bestimmte Menge an vorgefertigten Einmal-Plastikfläschchen. Hierbei ist die optimale Bestellmenge zu beachten. Danach werden die Plastikflaschen in der eigenen Produktion befüllt und zugeschweißt. Da das Unternehmen Vanille, Erdbeere und Mango-Geschmack anbietet, müssen Maschinen gesäubert werden, um die einzelnen Geschmackssorten zu produzieren. Hierbei entstehen „Umrüstkosten“, die möglichst niedrig gehalten werden, wenn man die eigene optimale Losgröße definiert. Ein Los steht in diesem Fall für eine bestimmte Anzahl an hergestellten Drinks einer Geschmackssorte, die auf einmal produziert werden, bevor für die nächste Geschmacksrichtung umgerüstet wird.

 

Optimale Losgröße – Alles Wichtige auf einen Blick

  • Die optimale Losgröße kommt aus dem Bereich der Produktion
  • Ein „Los“ beschreibt die Menge an ohne Pause zusammen produzierten Produkten
  • Werden große Losgrößen produziert, sind Lagerhaltungskosten zwar hoch, dafür sind Umrüstkosten, die die Stückkosten in die Höhe treiben können, geringer.
  • Werden kleine Losgrößen produziert, brauch sich ein Unternehmen wenig Sorgen um Lagerhaltungskosten zu machen. Dafür steigen die Umrüstkosten in Relativität zu der produzierten Menge
  • Die Optimale Losgröße kann mit Hilfe der Andler Formel berechnet werden
  • Die entsprechenden Kosten können mit Hilfe der Kostenfunktion berechnet werden
  • Die Losgröße ist vergleichbar mit der „Bestellmenge bei Eigenproduktion“ sollte jedoch klar von der Bestellmenge unterschieden werden

 

Nun weißt du Bescheid über die Optimale Losgröße und wie du sie berechnest. Falls du noch etwas zum Thema lernen möchtest, schaue dir gerne unsere Karteikarten in der StudySmarter App an. Auch Zusammenfassungen und Karteikarten anderer Studenten kannst du dort finden. Viel Erfolg!

 

 

 

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