Life Hacks zum Entspannen bei Stress im Studium

By Maurice

27. Oktober 2018

Im Studium kommt es häufig zu Stress und Anspannung. Ein hohes Lernpensum. Die ständige Verarbeitung visueller und auditiver Eindrücke. Äußerer und innerer Druck. Selbstzweifel, das viele Sitzen und ein zeitintensiver Nebenjob – das alles belastet den Körper und strengt an.

Bei all diesen Anforderungen das Hamsterrad auch mal zu verlassen ist nicht leicht, doch überaus notwendig. Denn dauerhafte Anstrengung kann zu Überlastung und Erschöpfungszuständen führen. Diese schränken die Leistungsfähigkeit massiv ein und wirken sich negativ auf die eigene Gesundheit aus.

Deswegen zwischendurch unbedingt den „Pauseknopf“ drücken und sich folgendes bewusst machen: Eine ausgewogene Balance aus Phasen der Anspannung und Phasen der Entspannung ist wichtig!!! Erst dadurch wird körperliche und geistige Regeneration möglich.

 

Doch wie geht das eigentlich, sich bewusst entspannen?

 

Es gibt viele Techniken und Möglichkeiten, Körper und Geist Ruhe und Erholung zu gönnen, entscheidend ist es, die richtige für sich selbst zu finden. Deswegen Ausprobieren, welche Methode am besten zu den eigenen Bedürfnissen passt und wie sich diese am besten in den Studien-Alltag einbauen lässt.

 

 

Stress beim Studieren

Der Sofort-Tipp: tief durchatmen

Unter Stress wird unsere Atmung flacher und schneller. Das führt zu steigender Anspannung. Das einfachste Gegenmittel ist es, tief durch die Nase in den Bauch ein- und durch den Mund wieder auszuatmen. Schon nach ein paar Atemzügen fängt der Körper an, sich wieder zu entspannen. Probier’s gleich mal aus.

 

Bewegung und Natur

Jede Art von Bewegung hat positive Auswirkungen aus den Körper. Gerade in den stressigen Phasen ist Bewegung ganz besonders wichtig. Denn unter Stress wird das Hormon Cortisol ausgeschüttet. In zu hohem Maße hat es jedoch negative Effekte auf den Körper. Was hilft ist Bewegung, dabei wird  Cortisol abgebaut. Wenn die Bewegung dann auch noch in der Natur ausgeübt wird, ist das doppelt gut.  Studien haben erwiesen, dass dadurch der Blutdruck sinkt, das Immunsystem gestärkt wird und weniger Stresshormone im Körper zu finden sind. Also Sportschuhe an und raus zum Volleyball,- Fußball spielen oder Joggen.

Gemeinsam lernen motiviert und reduziert Stress im Studium

Wenn Selbstzweifel der Auslöser für Stress im Studium sind, dann können Lerngruppen eine hilfreiche Unterstützung sein. Gemeinsam lassen sich Problemstellungen und Lerninhalte besser be- und erarbeiten. Außerdem zeigt sich in diesem Setting, dass auch andere Kommilitonen Schwierigkeiten mit dem ein oder anderen Thema haben. Und dieses Gefühl des „Nicht-Alleine-Seins“ stärkt den eigenen Selbstwert.

 

Immer wieder kurze Pausen einlegen

Gerade in der Klausurenzeit am Ende des Semesters ist der Lerndruck besonders groß. Stundenlang verbringen Studenten in dieser Zeit an ihren Schreibtischen. Doch wie immer ist Quantität hier nicht gleich Qualität. Deswegen nach jeder Stunde eine kurze Pause einlegen. Aufstehen, bewegen, frische Luft schnappen und ganz wichtig trinken. Denn das Gehirn braucht neben Flüssigkeit und Sauerstoff auch Pausen, um das Gelernte zu verarbeiten.

Entspannen bei Stress im Studium

Yoga, Pilates, Tai Chi & Co.

Sie alle zählen zu den asiatischen Entspannungsmethoden. Im Kern arbeiten sie mit bestimmten Bewegungsabläufen die mit  Atem- und Energieübungen kombiniert werden. In der Regel werden die Übungen liegend, sitzend oder stehend durchgeführt. Der Atem erfolgt im Wechsel zwischen Anspannung und Entspannung. Dabei lösen sich Blockaden und Verspannungen. Der Körper wird flexibler und durch die Konzentration auf den Atem kommt das „Monkey Mind“ zu Ruhe. Ein- bis zweimal in der Woche praktiziert führen sie dauerhaft zu mehr Entspannung im Alltag.

Schlaf

Der Körper erholt sich am besten im Schlaf. Daher ist guter und vor allem ausreichender Schlaf notwendig, um Stress abzubauen und zu entspannen. Für einen gesunden Schlaf sind ein regelmäßiger Schlafrhythmus und die Tiefschlafphasen wichtig. Diese setzen meist 30 bis 60 Minuten nach dem Einschlafen ein. Sie wechseln sich mit den aktiveren Traumphasen ab und sind für den Körper die erholsamsten. Warum? Weil sich in dieser Zeit, die Zellen regenerieren und das Immunsystem gestärkt wird.

Social Media und Social Life

Das Smartphone ist ein Zeitfresser. Nur mal kurz Instagram checken endet im schlechtesten Fall in einer halbstündigen Surforgie. Und das mehrmals am Tag. Laut einer Studie aus 2016 sind es am Tag über zwei Stunden, die wir in sozialen Netzwerken abhängen.

Zeit, die dann zum Lernen fehlt oder zum wirklichen Entspannen fehlt. Denn das vermeintliche „relaxen“ am Handy kann auch ganz schön stressig sein. Nachweislich können die vielen happy und heile Welt Bilder das eigene „Social Media Ich“ auch ganz schön unter Druck setzen. Daher diese Zeit besser nutzen, um mit realen Freunden ins Kino zu gehen. Ein Konzert zu besuchen. Gemeinsam Volleyball zu spielen oder am See zu liegen. Also, Handy weg und raus ins Leben. Das entspannt und bringt gute Laune.


Zur Autorin

Stephanie Poggemöller ist Dipl. Kauffrau, Coach und Gründerin von Work & Family (workandfamily.de). Sie berät und unterstützt Familien und Studenten darin, im Alltag eine ausgewogene Balance aus Arbeit, Studium, Freizeit und Familie zu finden. Schwerpunkte Ihrer Arbeit sind: Zeit- und Selbstmanagement, Vereinbarkeit, Selbstfürsorge & Entspannung.

Reader’s Comments
Keine Kommentare

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.