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Friedliche Revolution

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Friedliche Revolution

Als Friedliche Revolution werden die Demonstrationen und der gesellschaftliche Wandel zum Ende der DDR hin bezeichnet, die schließlich zum Sturz des SED-Regimes und der Wiedervereinigung Deutschlands geführt haben. In diesem Artikel erklären wir dir, welche Umstände zur friedlichen Revolution geführt haben, wie die Revolution aussah und wie sie zur Wiedervereinigung führte.

Friedliche Revolution - Ausgangslage

Eine Reihe von verschiedenen Faktoren führten zur friedlichen Revolution. Hauptpunkt war aber vor allem die neue Politik der Sowjetunion, welche vom neuen Staatsoberhaupt Gorbatschow eingeleitet wurde. Die Sowjetunion behaarte daraufhin nicht mehr auf ihre Vormachtstellung in den Ostblockstaaten und räumte diesen mehr Freiheiten bei der Gestaltung der Außengrenzen und der Innenpolitik ein. Vor allem in Polen, Ungarn und der Tschechoslowakei wurden daraufhin Reformen durchgesetzt.

Generell waren die Ostblockstaaten wirtschaftlich nämlich nicht mehr mit den westlichen Ländern auf einer Höhe. Sie hatten den Anschluss an neue Technologien verpasst. In der DDR machte sich das vor allem bei der immer wachsenden Staatsverschuldung bemerkbar, welche sich auch auf den Wohlstand der Bevölkerung übertrug. Die neue Öffnungspolitik der Sowjetunion, welche in anderen Ländern bereits zu Reformen geführt hatte, kombiniert mit dem sinkenden Wohlstand der Bevölkerung führte zu einem politischen Klima, dass sich immer mehr gegen die SED-Diktatur wendete.

Friedliche Revolution - Proteste und Auswanderungen

Die SED weigerte sich nämlich lange, den neuen, von der Sowjetunion vorgegebenen Kurs auch in der DDR einzuschlagen. War die DDR am Anfang noch ein Anhänger der sowjetischen Führung, lehnte sie sich nach den Reformen Gorbatschows immer mehr gegen sie auf. Die SED wollte den Status quo beibehalten, und begann immer öfter, Nachrichten aus den reformbereiten Ostblockstaaten zu zensieren.

Als bei den Kommunalwahlen im Jahr 1989 die Wahlfälschung der SED offensichtlich wird, brechen immer mehr Proteste gegen das SED-Regime aus. Vor allem am Alexanderplatz machen sich Proteste gegen das SED-Regime breit. Später im gleichen Jahr kommt es zu den Montagsdemonstrationen, bei denen am Ende über 500.000 Menschen in Leipzig und viele weitere in anderen ostdeutschen Städten protestieren. Der immer steigenden Protestbereitschaft der Bevölkerung versucht das SED-Regime mit autoritären Mitteln einzuschüchtern. Dies gelingt nicht, und die Proteste wachsen immer weiter. Auch schließen sich in diesem Sommer immer mehr Oppositionelle zu organisierten Bürgerbewegungen zusammen.

Das SED-Regime hatte aber ein weiteres Problem. Zwar war es DDR-Bürgern verboten, in nichtsozialistische Länder wie der Bundesrepublik zu reisen. Jedoch kam es in anderen sozialistischen Ländern zu Reformen, bei denen die Ausreise nach Westen erleichtert wurde. Viele DDR-Bürger versuchten nun, über Ungarn und die Tschechoslowakei in die Bundesrepublik zu gelangen, was immer öfter gelang.

Friedliche Revolution - Reaktion der SED

Um den immer größer werdenden Protestbewegungen und die steigenden Ausreisen zu verhindern, änderte die SED schließlich im Jahr 1989 ihren Kurs. Der bisherige Generalsekretär der SED, Erich Honecker, wurde abgesetzt und durch Egon Krenz ersetzt. Dieser kündigte schon bald darauf Reformen für die DDR an, vor allem bezüglich der Ausreise in die Bundesrepublik Deutschland.

Am 9. November 1989 wurde dann auf einer improvisierten Pressekonferenz die sofortige Öffnung der Berliner Mauer angekündigt. Daraufhin stürmten tausende Berliner an die Grenzübergänge. Die Grenzsoldaten, die davon noch nichts wussten, wurden überrumpelt und ließen nach einer gewissen Zeit die Bevölkerung passieren. Die Berliner Mauer war schlussendlich auch dank der Friedlichen Revolution nach über 28 Jahren gefallen. Auch die deutsch-deutsche Grenze konnte man noch am selben Tag an manchen Orten passieren.

Friedliche Revolution - Wiedervereinigung

Der Fall der Mauer und die Friedliche Revolution führten 1990 schließlich zur Wiedervereinigung Deutschlands. Nach dem Fall der Berliner Mauer 1989 und der darauf folgenden Grenzöffnung zwischen der DDR und der Bundesrepublik kamen immer weitere Liberalisierungsprozesse in Gang. Bald darauf wurde zuerst die Stasi aufgelöst. Danach kam es auch zu den ersten freien Wahlen, wo die Allianz für Deutschland (CDU, Demokratischer Aufbruch, DSU) mit 48% die meisten Stimmen erhielt.

Gemeinsam mit der SPD und den Liberalen konnte aber eine verfassungsändernde Mehrheit erreicht werden. Diese drei Parteien und Bündnisse waren alle für die Wiedervereinigung Deutschlands, weshalb sie eine Koalition bildeten. So war der Weg für die Wiedervereinigung Deutschlands frei.

Friedliche Revolution - Zusammenfassung

  • Die friedliche Revolution beschreibt den gesellschaftlichen und politischen Wandel in der DDR zum Ende der 1980er Jahre hin.
  • Es gab eine Reihe von verschiedenen Faktoren, die die Wende herbeigeführt hatten.
  • Die Kombination aus fortschreitender Liberalisierung in den Ostblockstaaten, Wirtschaftlichem Verfall in der DDR und dem sturen Verhalten der SED führte zu immer wachsendem Unmut in der Bevölkerung.
  • Diesen Unmut machte die Bevölkerung immer deutlicher.
  • Es kam zu Massenauswanderungen, und immer mehr DDR-Bürger versuchten, über Ungarn und die Tschechoslowakei nach Österreich und in die Bundesrepublik Deutschland zu kommen.
  • Auch in ostdeutschen Städten wie Leipzig oder Rostock kam es nach den gefälschten Wahlen zu Protestaktionen, die sich zu Massenbewegungen entwickelten.
  • Schließlich sah die SED keinen Ausweg mehr und kündigte politische Veränderungen an.
  • Unter anderem kam es zu Neuwahlen, bei dem ein politisches Bündnis gewinnen konnte welches sich für die Wiedervereinigung Deutschlands einsetzte.

Friedliche Revolution - Extra Fact

Die Friedliche Revolution wird auch oft als “Wende” bezeichnet. Dieser Ausdruck wurde aber von Egon Krenz, dem letzten Parteiführer der SED, selber als erstes verwendet, weshalb er manchmal etwas kritisch gesehen wird.

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