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Europäische Wirtschaftsgemeinschaft

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Europäische Wirtschaftsgemeinschaft

Die Europäische Wirtschaftsgemeinschaft (EWG) war eine der drei Europäischen Gemeinschaften aus denen sich später die EU bilden würde. Sie wurde mit der Unterzeichnung der Römischen Verträge im Jahr 1957 gegründet und bestand in dieser Form bis zum in Kraft treten des Vertrags von Maastricht 1993. Mit dem Vertrags von Maastricht wurde sie zur Europäischen Gemeinschaft umstrukturiert und der Europäischen Union untergeordnet. In diesem Artikel erklären wir dir die Hintergründe zur Gründung der EWG, was ihre Aufgaben waren und in welcher Form sie heutzutage in der EU existiert.

Europäische Wirtschaftsgemeinschaft - Hintergrund

Nach dem zweiten Weltkrieg war es vielen westeuropäischen Ländern daran gelegen, tiefgreifendere Kooperationen in verschiedenen politischen Bereichen miteinander einzugehen. Zum einen sollte man dadurch konkurrenzfähiger im Vergleich zur USA oder der Sowjetunion werden. Auf der anderen Seite sollte durch das Eingehen von Partnerschaften die Möglichkeit eines weiteren Krieges in Europa verringert werden. Aus diesem Grund wurde im Jahr 1952 die Europäische Gemeinschaft für Kohle und Stahl (EGKS) von Frankreich, Italien, der Bundesrepublik Deutschland und den Benelux-Ländern gegründet. Die EGKS ermöglichte es zum einen, Kohle und Stahl ohne Zölle zu kaufen. Zum anderen wurde eine Hohe Behörde gegründet, die Regelungen bezüglich der Kohle- und Stahlproduktion für die Mitgliedsländer treffen konnte.

In 1952 gab es aber schon Diskussionen über weitere Europäische Gemeinschaften. Damals gab es bereits Gespräche und einen Vertrag bezüglich einer Europäischen Verteidigungsgemeinschaft (EVG) und einem gemeinsamen Militär. Innerhalb dieser Verträge gab es auch Pläne für eine erste politische Zusammenarbeit und Integration der Westeuropäischen Länder (EPG). Diese scheiterten aber am Französischen Parlament, welche der Gründung nicht zustimmten. Trotzdem versuchten europäische Politiker wie Jean Monnet, die Integration weiter fortzuführen. Nachdem die EVG und EPG gescheitert waren, sahen viele Politiker eine wirtschaftliche Zusammenarbeit als die beste Möglichkeit an.

Europäische Wirtschaftsgemeinschaft - Gründung und Inhalt

  • Auf der Konferenz von Messina im Jahr 1955 entschieden die Außenminister der EGKS-Staaten schließlich, auch im Wirtschafts- und Nuklearsektor zusammenzuarbeiten.
  • Bei dieser Konferenz wurde auch ein Regierungsausschuss eingeführt, der die Grundlagen eines gemeinsamen Marktes erörtern sollte.
  • Diese erstellte einen Bericht, auf dessen Basis die Regierungen der Länder beschlossen, ihre Märkte zu vereinheitlichen. Der Vertrag zur Gründung der Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft und der Vertrag zur Gründung der Europäischen Atomgemeinschaft, die gemeinsam die römischen Verträge genannt werden, wurden schließlich am 25. März 1957 unterzeichnet und traten am 1. Januar 1958 in Kraft.

Europäische Wirtschaftsgemeinschaft - Vertragsinhalt

Beim Vertrag zur Gründung der Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft einigten sich die verschiedenen Regierungsvertreter auf Grundlage des Berichts des Regierungsausschusses. Erstmals wurden Kontingentierungen, also eine mengenmäßige Ein- und Ausfuhrbeschränkung, und Zollschranken abgeschafft, wodurch der Grundstein für die Zollunion gelegt wurde, welche am 1. Juli 1968 eingeführt wurde.

Außerdem wurde auch der freie Dienstleistungs-, Personen-, und Kapitalverkehr zwischen den Mitgliedsländern eingeführt. Es sollte auch eine gemeinsame Handelspolitik gegenüber Drittstaaten beschlossen werden. Zuletzt wurde sich auch noch geeinigt, europäische Institutionen zu schaffen um den vereinheitlichten Markt zu überwachen. Im Laufe ihres Bestehens wurde die Europäische Wirtschaftsgemeinschaft dreimal erweitert. Im Jahr 1973 traten Großbritannien, Dänemark und Irland bei. 1981 folgte Griechenland. Portugal und Spanien stießen schließlich 1986 hinzu. Mit anderen Ländern wie Marokko oder Tunesien wurden Assoziierungsabkommen geschlossen.

Europäische Wirtschaftsgemeinschaft - Umbenennung

Mit der Ratifizierung des Vertrags von Maastricht im Jahr 1993 wurde die Europäische Wirtschaftsgemeinschaft in die Europäische Gemeinschaft umbenannt. Ab diesem Punkt war sie der Europäischen Union als Dachorganisation unterstellt und bildete eine ihrer drei Säulen.

Europäische Wirtschaftsgemeinschaft - Zusammenfassung

  • Die Europäische Wirtschaftsgemeinschaft war ein Zusammenschluss westeuropäischer Staaten, die durch eine gemeinsame Wirtschaftspolitik die Europäische Integration vorantreiben wollten.
  • Sie wurde mit der Unterzeichnung der Römischen Verträge am 25. März 1957 von Frankreich, Italien, der Bundesrepublik Deutschland und den Benelux-Ländern gegründet.
  • Auf der Konferenz von Messina beschlossen die Außenminister der Länder, ihre Wirtschaften zu vereinen.
  • Dies taten sie unter anderem durch die Einführung einer Zollunion, welche am 1. Juni 1968 endgültig entstand.
  • Auch einigten sie sich darauf, freien Dienstleistungs-, Personen- und Handelsverkehr in den Mitgliedsstaaten zu gewährleisten, und eine gemeinsame Handelspolitik gegenüber Drittstaaten zu fahren. Die Verwirklichung der Angleichung der Wirtschaftsräume sollte von europäischen Institutionen überwacht werden.
  • Die Europäische Wirtschaftsgemeinschaft wurde mit durch den Vertrag von Maastricht im Jahr 1993 in die Europäische Gemeinschaft umbenannt und erhielt neue Aufgabenbereiche. Ab diesem Moment bildete sie eine der drei Säulen der Europäischen Union.

Europäische Wirtschaftsgemeinschaft - Extra Fact

Nach dem in Kraft treten des Vertrag von Maastricht wurde die EWG in die EG umstrukturiert und der EU unterstellt. Trotzdem war danach die EG die einzige europäische Organisation, die eine eigene Rechtspersönlichkeit besaß, Das änderte sich erst mit dem Lissaboner Vertrag im Jahr 2009.

Finales Europäische Wirtschaftsgemeinschaft Quiz

Frage

Was war die Europäische Wirtschaftsgemeinschaft für eine Säule?

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Antwort

Eine der drei Europäischen Gemeinschaften aus denen sich später die EU bilden würde

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Frage

Wie wurde die Europäische Wirtschaftsgemeinschaft gegründet?

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Antwort

  • mit der Unterzeichnung der Römischen Verträge im Jahr 1957
  • Mit dem Vertrag von Maastricht (1993) wurde sie zur Europäischen Gemeinschaft umstrukturiert
Frage anzeigen

Frage

Warum wurde die Europäische Gemeinschaft für Kohle und Stahl (EGKS) gegründet?

Antwort anzeigen

Antwort

  • durch das Eingehen von Partnerschaften sollte die Möglichkeit eines weiteren Krieges in Europa verringert werden
  • um konkurrenzfähiger im Vergleich zur USA oder der Sowjetunion zu werden
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Frage

Von wem wurde die EGKS gegründet?

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Antwort

von Frankreich, Italien, der Bundesrepublik Deutschland und den Benelux-Ländern

Frage anzeigen

Frage

Was ermöglichte die EGKS?

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Antwort

  • ermöglichte Kohle und Stahl ohne Zölle zu kaufen
  • zudem wurde eine Hohe Behörde gegründet, die Regelungen bezüglich der Kohle- und Stahlproduktion für die Mitgliedsländer treffen konnte
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Frage

Was war die beste Möglichkeit nachdem eine Europäische Verteidigungsgemeinschaft (EVG) und eine politische Zusammenarbeit und Integration der Westeuropäischen Länder (EPG) gescheitert sind?

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Antwort

Es sahen viele Politiker eine wirtschaftliche Zusammenarbeit als die beste Möglichkeit an

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Frage

Wann und wo wurde beschlossen auch in der im Wirtschafts- und Nuklearsektor zusammenzuarbeiten zwischen den EGKS-Staaten?

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Antwort

Auf der Konferenz von Messina im Jahr 1955

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Frage

Was wurde auf der Konferenz von Messina im Jahr 1955 beschlossen?

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Antwort

  • Es wurde ein Regierungsausschuss eingeführt, der die Grundlagen eines gemeinsamen Marktes erörtern sollte
  •  dieser erstellte einen Bericht, auf dessen Basis die Regierungen der Länder beschlossen, ihre Märkte zu vereinheitlichen
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Frage

Woraus bestanden die römischen Verträge, wann wurden sie unterzeichnet und traten in Kraft?

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Antwort

  • bestand aus Vertrag zur Gründung der Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft und der Vertrag zur Gründung der Europäischen Atomgemeinschaft
  •  wurden schließlich am 25. März 1957 unterzeichnet und traten am 1. Januar 1958 in Kraft
Frage anzeigen

Frage

Worauf einigten sich die verschiedenen Regierungsvertreter im Vertrag zur Gründung der Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft?

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Antwort

  • Kontingentierungen, also eine mengenmäßige Ein- und Ausfuhrbeschränkung, und Zollschranken wurden abgeschafft
  • Zollunion, welche am 1. Juli 1968 eingeführt wurde
  • freie Dienstleistungs-, Personen-, und Kapitalverkehr zwischen den Mitgliedsländern wurde eingeführt
  • gemeinsame Handelspolitik gegenüber Drittstaaten
  • europäische Institutionen sollte geschaffen werden, um den vereinheitlichten Markt zu überwachen
Frage anzeigen

Frage

Welche Länder traten 1973 bei?

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Antwort

 Großbritannien, Dänemark und Irland

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Frage

Welche Länder folgten 1981?

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Antwort

Griechenland

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Frage

Wer stieß 1986 zu?

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Antwort

Portugal und Spanien

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Frage

Wann war Europäische Wirtschaftsgemeinschaft der Europäischen Union als Dachorganisation unterstellt und bildete eine ihrer drei Säulen?

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Antwort

Mit der Ratifizierung des Vertrags von Maastricht im Jahr 1993 wurde die Europäische Wirtschaftsgemeinschaft in die Europäische Gemeinschaft umbenannt, ab dann.

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Frage

Was war das Hauptziel der Europäischen Gemeinschaft?

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Antwort

Der Zusammenschluss westeuropäischer Staaten, wollte durch eine gemeinsame Wirtschaftspolitik die Europäische Integration vorantreiben

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