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Stadtentwicklung

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Stadtentwicklung

Städte verändern sich ständig. Sie werden größer und neue Gebäude verändern das Aussehen der Stadt. Um diesen Wandel zu steuern, gibt es die Stadtentwicklung.

Stadtentwicklung – Definition

Unter Stadtentwicklung versteht man die räumliche, historische und strukturelle Entwicklung und Planung einer Stadt.

Die Stadtentwicklung, auch als Stadtentwicklungsplanung bezeichnet, beschäftigt sich mit der Steuerung der Gesamtentwicklung einer Stadt. Dazu zählen bspw. die gesellschaftliche, wirtschaftliche, kulturelle und ökologische Entwicklung.

Ziele der Stadtentwicklung

Ziele der Stadtentwicklung sind ressourcenschonende Konzepte für den Ausbau und die Aufwertung der Innenstadt. Dafür wird Wohnraum und Kulturangebote für Bewohner und Touristen geschaffen. Die Städte werden aufgrund des demografischen Wandels immer größer, es ziehen mehr Menschen vom Umland in die Stadt. Bei der Stadtentwicklung stehen deshalb die Bedürfnisse der Menschen im Vordergrund.

Stadtentwicklung – Modelle

Die Stadtentwicklung kann durch die drei Modelle der Chicagoer Schule (Abbildung 1) beschrieben werden. Dazu zählen:

1. Das Ringmodell von Burgess

Das Ringmodell beschreibt die Entwicklung einer Stadt in fünf ringförmig angeordneten Zonen. Es zeigt eine wirtschaftliche und soziale, räumliche Trennung der Menschen durch den Anstieg der Immobilienpreise im Stadtzentrum.

2. Das Sektorenmodell von Hoyt

Das Sektorenmodell ist eine Weiterentwicklung des Ringmodells. Es teilt die Stadt in verschiedene Sektoren anhand der Bodenpreise ein. Je nach Mietpreis wird ein Sektor von der Unter-, Mittel- oder Oberschicht bewohnt.

3. Das Mehrkernmodell von Harris und Ullman

Das Mehrkernmodell ist ebenfalls eine Weiterentwicklung des Ringmodells. Es besagt, dass durch das Anwachsen von Städten neue Zentren geplant und bestehende aufgenommen werden. Das Modell stellt also die Nutzung der einzelnen Teilbereiche der Stadt in den Vordergrund.

Stadtentwicklung Stadtstrukturmodelle StudySmarterAbbildung 2: Stadtstrukturmodelle

Phasen der Stadtentwicklung

In der Stadtentwicklung gibt es vier verschiedene Phasen: Urbanisierung, Suburbanisierung, Desurbanisierung und Reurbanisierung.

1. Urbanisierung

Urbanisierung beschreibt den Prozess der Ausbreitung von städtischen Lebensformen. Man spricht auch von einer Land-Stadt-Wanderung.

In der Phase der Urbanisierung befinden sich mehr Menschen in der Stadt, als im Umland. Die Bevölkerung wandert also vom Umland in die Stadt. Diese Phase fand vor allem in der Zeit der Industrialisierung, in der Mitte des 19. Jahrhunderts, statt. Durch die Industriegebiete wurden viele Arbeitsplätze geschaffen, weshalb die Menschen in die Stadt zogen. Da das Verkehrsnetz noch nicht so gut ausgebaut war, wohnten die Menschen in der Nähe des Industriegebiets und die Stadtbevölkerung stieg an.

Stadtentwicklung Phasen Urbanisierung StudySmarterAbbildung 2: Urbanisierung

2. Suburbanisierung

Die Suburbanisierung beschreibt die Abwanderung der Bevölkerung vom Kern der Stadt in das suburbane Umland.

In der Phase der Suburbanisierung ziehen mehr Menschen in das Umland, um dort im Grünen zu leben und weil in der Stadt der Wohnraum knapp wird. Vor allem die obere Mittelschicht wohnte im Umland und profitierte von der Nähe zur Kernstadt. Die Verkehrsanbindung war besser geworden und so konnte die Bevölkerung mit Autos oder Straßenbahnen in die Kernstadt pendeln. Durch diese Phase teilte sich die Bevölkerung in Schichten voneinander. Die Unterschicht lebte dadurch weiterhin in der Kernstadt und die Mittel- und Oberschicht im Umland.

Stadtentwicklung Phasen Suburbanisierung StudySmarterAbbildung 3: Suburbanisierung

3. Desurbanisierung

Die Desurbanisierung beschreibt die komplette Abnahme der Wohnbevölkerung aus dem Stadtkern.

Es kam zur Phase der Desurbanisierung, weil die Menschen nicht mehr in der überlasteten Stadt wohnen wollten und der Verkehr weiter ausgebaut wurde. Die Wohnbevölkerung wandert in das Umland und das weitere Umland ab. Durch diese Verlagerung können auch Arbeitsplätze, Einkaufs- und Freizeiteinrichtungen und Wohngebiete von der Kernstadt getrennt werden. Man spricht auch von einer Deindustrialisierung. Die Kernstadt wird dadurch geschwächt und die ländlichen Regionen können wachsen.

Stadtentwicklung Phasen Desurbanisierung StudySmarterAbbildung 4: Desurbanisierung

4. Reurbanisierung

Die Reurbanisierung beschreibt die Bevölkerungszunahme in der Kernstadt.

Während der Phase der Reurbanisierung nimmt die Bedeutung des Wohnraums und die wirtschaftliche, politische und kulturelle Bedeutung der Stadt wieder zu. Durch die Aufwertung innerstädtischen Wohnens und die Umgestaltung von Bahnhöfen und Freiflächen wird die Stadt wieder attraktiver. Das Arbeiten und die Freizeitgestaltung in der Stadt sind wieder interessanter geworden. Deswegen ziehen hauptsächlich jüngere Menschen wieder in die Stadt. Durch diese Aufwertung und dem Zuzug kommt es zu Verdrängungsprozessen. Einkommensschwächere Menschen können sich keinen Wohnraum in der Stadt leisten und werden dadurch aus der Stadt gedrängt. Es entsteht eine soziale Ungleichheit, die auch als Gentrifizierung bezeichnet wird.

Stadtentwicklung Phasen Reurbanisierung StudySmarterAbbildung 5: Reurbanisierung

Leitbilder der Stadtentwicklung

Leitbilder der Stadtentwicklung umfassen die städtebauliche Entwicklung. Sie bezeichnen Ziele und Handlungsvorstellungen der Stadtentwicklung (in der Zukunft).

Leitbilder haben also eine Orientierungs-, Koordinierungs- und Motivierungsfunktion. Das Bild der idealen Stadt war schon sehr früh wichtig für die Menschen. Viele dieser Leitbilder können noch heute in den Städten wiedergefunden werden. Seit dem 20. Jahrhundert entwickeln sich die Leitbilder einer Stadt aus den Unzufriedenheiten der Menschen dort. Neben der Planung von Gebäuden und Verkehr stehen auch soziale Aspekte im Vordergrund.

Die historisch-genetische Stadtentwicklung

In der mitteleuropäischen Stadtentwicklung gibt es mehrere historisch-genetische Stadttypen (Abbildung 2).

Die Römerstädte bilden die früheste Stadtentstehungsschicht in Mitteleuropa. Zur Sicherung und Verwaltung ihres Reichs legten sie Siedlungen an, von denen sich einige zu Städten entwickelten.

Mittelalterliche Handels- und Bürgerstädte

Die bedeutendste Epoche für Stadtentstehungen war allerdings im 12. und 13. Jahrhundert. Dort wurden viele neue Städte gegründet, weil die Kaiser die Grenzen und Flussübergänge zum Beispiel durch Burgen und neue Siedlungen absicherten. Diese wurden später zu bedeutenden Städten. Die wirtschaftliche und politische Entwicklung sorgte dafür, dass seit dem Hochmittelalter der Marktplatz und auch die Stadtmauer in ganz zentraler Lage zu beherrschenden Elementen der Stadtgestalt wurden.

Residenzstädte

Im Absolutismus im 16. bis 18. Jahrhundert wurden bereits bestehende Städte zu prunkvollen Residenzen ausgebaut oder es entstanden neue Städte. Wichtige Merkmale dieses Stadttyps sind die geometrische Ausrichtung aller Verkehrsachsen auf das zentrale Schloss und entsprechend gestaltete Park- und Gartenanlagen.

Industriestädte

Die Industriestädte entstanden im 19. Jahrhundert und in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Grundlage dieser neuen Stadttypen waren hauptsächlich die chemische Industrie und später auch der Automobilbau.

New Towns

Seit der Mitte des 20. Jahrhunderts entstehen die New Towns, also die neuen Städte. Ihre Bezeichnung geht auf die in der Londoner Umgebung seit 1944 geplanten New Towns zurück. Wichtigste Zielsetzungen dieser Neugründungen sind die Entlastung von Verdichtungsräumen und die Entwicklungsförderung strukturschwacher Regionen.

Stadtentwicklung Europa StudySmarterAbbildung 6: Stadtentwicklung in Europa

Die nachhaltige Stadtentwicklung

Die moderne Stadtentwicklung der neuen Städte orientiert sich demnach vor allem am Leitbild der nachhaltigen Stadtentwicklung.

Eine nachhaltige Stadtentwicklung betrachtet bei allen Entscheidungen über Veränderungen die Stadt als Ganzes. Die Entscheidungen sollten zukunftsfähig sein und alle Dimensionen der ⁠Nachhaltigkeit⁠ berücksichtigen.

Ein nachhaltiges Leitbild der Stadtentwicklung gehört zur größten Herausforderung in Deutschland und weltweit.

Nachhaltigkeit beschreibt den verantwortungsbewussten Umgang mit den endlichen Ressourcen unserer Erde. Beachtet werden dabei die ökologische, die ökonomische und die soziale Nachhaltigkeit.

Für die nachhaltige Entwicklung wurde 1992 die sogenannte Agenda 21 festgelegt. Dabei handelt es sich um ein Aktionsprogramm für Industrieländer, weil diese an den entstehenden Umweltschäden zu einem großen Teil verantwortlich sind.

2015 wurde zusätzlich die Agenda 2030 aufgestellt. In diesem Zukunftsplan sind auch die Schwellen- und Entwicklungsländer mit einbezogen worden.

Ein Ziel der Agenda 2030 ist eine nachhaltige Stadtentwicklung. Großstädte verbrauchen beispielsweise viele Ressourcen und belasten damit die Umwelt und Natur. In Städten entstehen viele Treibhausgase und viele Menschen leiden in den Städten an schlechten Umweltbedingungen wie Lärm und Luftverschmutzung. Aus diesen Gründen müssen Städte sich verändern, damit der Klimawandel und knapper werdende Ressourcen bewältigt und natürliche Lebensgrundlagen erhalten werden.

Jedoch werden in Städten viele neue Ideen und technische Entwicklungen berücksichtigt, zum Beispiel wie man Ressourcen und Energie effizienter nutzt. Eine nachhaltige Stadtentwicklung bedeutet also, dass bei allen Veränderungen die Stadt als Ganzes betrachtet werden muss. Dabei müssen alle Dimensionen der Nachhaltigkeit, wie Wirtschaft, Soziales, Kultur und Umwelt, mit einbezogen werden. Neben dem Bau von neuen Gebäuden und der Gestaltung von Wirtschaftsstandorten gehören auch Fortbewegungsangebote dazu, die stadt- und umweltverträglich, aber auch sozial gerecht sind.

Zur historisch-genetischen Stadtentwicklung gibt es einen separaten Artikel, in dem du noch mehr zu diesem Thema erfahren kannst.

Die klimagerechte Stadtentwicklung

Die klimagerechte Stadtentwicklung schließt direkt an die nachhaltige Stadtentwicklung an. Diese Stadtentwicklung soll also auch die ökonomischen, sozialen und ökologischen Bedürfnisse gleichermaßen beachten. Ziel einer klimagerechten Stadtentwicklung ist es, bei der Entwicklung der Stadt den Klimaschutz und die Klimaanpassung zu beachten. Wichtig dafür sind kürzere Wege, eine erhöhte Energieeffizienz durch kompaktere Bauweisen von Gebäuden und gut erschlossene, urbane Zentren.

Klimaziele müssen mit konkreten Aktivitäten festgelegt werden. Das kann durch Förderungen und durch Vereinbarungen in Bündnissen und damit verbundenen ordnungsrechtliche Regelungen bei Nicht-Beachtung erfolgen. Um den Klimaschutz umsetzen zu können, müssen Maßnahmen mit möglichst großer Wirkung und wenig CO₂-Ausstoß eingesetzt werden. Je mehr CO₂ reduziert werden kann, umso besser.

Beispielstadt Hamburg

Die Stadt Hamburg strebt eine klimagerechte Stadtentwicklung an. Die Stadt setzt auf ein nachhaltiges Siedlungsflächenwachstum. Das heißt: Klimaschutz, Klimaanpassung und bezahlbarer Wohnraum. Es wird versucht, die Flächeneffizienz von Wohn- und Arbeitsplätzen zu optimieren und den Energieverbrauch so klein wie möglich zu halten, die Energieeffizienz zu steigern und den Anteil an erneuerbaren Energien zu erhöhen.

Damit einher geht auch eine nachhaltige Mobilität in der Stadt, die in der Stadtentwicklung der Infrastruktur mit eingeplant werden muss. Es werden außerdem Freiräume in der Stadt geschaffen, wie Grünflächen und Zugänge zu den Uferflächen. Dazu fördern viele Klimaanpassungsmaßnahmen die Erhaltung dieser Freiflächen.

Stadtentwicklung - Das Wichtigste

  • Stadtentwicklung = die räumliche, historische und strukturelle Entwicklung und Planung einer Stadt
  • Ziele: ressourcenschonende Konzepte für den Ausbau und die Aufwertung der Innenstadt
  • Stadtentwicklungsmodelle:
  • Phasen der Stadtentwicklung: Urbanisierung, Suburbanisierung, Desurbanisierung und Reurbanisierung
  • Leitbilder der Stadtentwicklung bezeichnen Ziele und Handlungsvorstellungen der Stadtentwicklung (in der Zukunft).
  • Historisch genetische Stadtentwicklung: Römerstädte, mittelalterliche Handels- und Bürgerstädte, Residenzstädte, Industriestädte, New Towns.
  • Nachhaltige Stadtentwicklung: verantwortungsbewusster Umgang mit den endlichen Ressourcen, Luftverschmutzung reduzieren, öffentliche und nachhaltige Fortbewegungsmethoden.
  • Klimagerechte Stadtentwicklung: beachtet den Klimaschutz und die Klimaanpassung, strebt kürzere Wege, eine höhere Energieeffizienz, die Schaffung von Grün- und Freiflächen, die Optimierung von Arbeits- und Wohnräumen und die Reduzierung von CO₂ an.

Häufig gestellte Fragen zum Thema Stadtentwicklung

Leitbilder der Stadtentwicklung umfassen die städtebaulichen Entwicklung. Sie bezeichnen Ziele und Handlungsvorstellungen der Stadtentwicklung (in der Zukunft).

Unter Stadtentwicklung versteht man die räumliche, historische und strukturelle Entwicklung und Planung einer Stadt.

Die Städte sind in verschiedenen Epochen entstanden. Die Römer gründeten Siedlungen zur Verwaltung ihres Reichs, die sich später zu Städten entwickelten. Im Mittelalter wurden neue Siedlungen gegründet, um Grenzen abzusichern. Im Absolutismus wurden Städte umgebaut oder neu errichtet. Später entstanden die Industriestädte und die entwickelten neuen Städte.

Eine nachhaltige Stadtentwicklung betrachtet bei allen Entscheidungen über Veränderungen die Stadt als Ganzes. Die Entscheidungen sollten zukunftsfähig sein und alle Dimensionen der ⁠Nachhaltigkeit⁠ berücksichtigen. 

Finales Stadtentwicklung Quiz

Frage

Was versteht man unter dem Begriff "Stadtentwicklung"?

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Antwort

Unter dem Begriff "Stadtentwicklung" versteht man die räumliche, historische und strukturelle Gesamtentwicklung einer Stadt. Der Begriff wird dabei als aktiver Planungs- und Veränderungsprozess verstanden, entweder der gesamten Stadt oder einzelner Stadtquartiere bzw. Stadtentwicklungsgebiete. Es handelt sich hierbei also nicht um eine zufällig verlaufende Entwicklung

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Frage

Welche Teilbereiche beinhaltet die Stadtentwicklung?

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Antwort

Bei der Stadtentwicklung geht es immer um die Steuerung der Gesamtentwicklung einer Stadt. Dies beinhaltet die gesellschaftliche, wirtschaftliche, kulturelle und ökologische Entwicklung. Die Stadtentwicklung verlangt somit eine interdisziplinäre, integrierte und zukunftsgerichtete Herangehensweise.

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Frage

An welchem Leitbild orientiert sich die moderne Stadtentwicklung?

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Antwort

Derzeit orientiert sich die moderne Stadtentwicklung vor allem am Leitbild der „Nachhaltigen Stadtentwicklung“, das in der Charta von Aalborg (in Dänemark, Juni 1994) festgeschrieben ist.


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Frage

Was sind die 4 Aufgabenfelder der Stadtentwicklung?

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Antwort

  1. die ⁠Bauleitplanung⁠, die zum Beispiel die bauliche Entwicklung für Wohnen, Gewerbe oder Dienstleistungen lenkt

  2. die städtebauliche Sanierung, die versucht, in älteren Stadtteilen städtebauliche Missstände zu beseitigen

  3. der Einsatz weiterer Förderprogramme, die beispielsweise Stadtquartiere aufwerten und die Lebensbedingungen und Erwerbsmöglichkeiten in der Stadt verbessern sollen

  4. verschiedene Konzepte und Maßnahmenprogramme, zum Beispiel zur Förderung von bezahlbaren Wohnungen oder zur Ansiedlung von Gewerbe

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Frage

Nenne 3 wichtige Instrumente der Stadtentwicklung in Deutschland.

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Antwort

Drei wichtige Instrumente sind:

  • das integrierte Stadtentwicklungskonzept (INSEK)
  • der Stadtentwicklungsplan, der die ganze Stadt umfasst
  • einzelne Fachpläne, beispielsweise der Verkehrsplan und Lärmminderungsplan oder Pläne zur Wirtschaftsentwicklung

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Frage

Nenne 4 wichtige historisch-genetische Stadttypen in der mitteleuropäischen Stadtentwicklung.

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Antwort

Wichtige Stadttypen sind die mittelalterlichen Handelsstädte, die Residenzstädte, die Industriestädte und die New Towns.

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Frage

Was war die zahlenmäßig bedeutendste Epoche für Stadtentstehungen in Europa?

Antwort anzeigen

Antwort

Die von der Zahl her bedeutendste Epoche für Stadtentstehungen stellen die vielen Gründungen des Hochadels im 12. und 13. Jahrhundert dar. Die Kaiser und Territorialherren sicherten die Grenzen und Flussübergänge zum Beispiel durch Burgen und neue Siedlungen, die später zu bedeutenden Städten wurden. Die wirtschaftliche und politische Entwicklung sorgte dafür, dass seit dem Hochmittelalter der Marktplatz und die Stadtmauer in zentraler Lage zu beherrschenden Elementen der Stadtgestalt wurden.


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Frage

Was waren die Grundlagen für die Industriestädte in Europa?

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Antwort

Die Verwaltungsneustädte und Industriestädte entstanden erst im 19. und in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Grundlage dieser neuen Industriestädte waren hauptsächlich die Montanindustrie, die chemische Industrie und später auch der Automobilbau. 


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Frage

Was sind die sogenannten "New Towns" und was sind ihre Ziele?

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Antwort

Seit der Mitte des 20. Jahrhunderts entstehen die sogenannten "Neuen Städte". Ihre Bezeichnung geht auf die in der Londoner Umgebung seit 1944 geplanten „New Towns“ zurück. Wichtigste Zielsetzungen dieser Neugründungen sind die Entlastung von Verdichtungsräumen und die Entwicklungsförderung strukturschwacher Regionen.

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Frage

Was steht im Baugesetzbuch zur Nachhaltigkeit in der Stadtentwicklung?

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Antwort

Das im Baugesetzbuch (BauGB) verankerte Nachhaltigkeitsgebot sieht vor, dass in den Bauleitplänen die sozialen, wirtschaftlichen und umweltschützenden Anforderungen in Verantwortung gegenüber künftigen Generationen miteinander in Einklang gebracht werden. Dazu gehört auch, dass eine dem Wohl der Allgemeinheit dienende sozial gerechte Bodennutzung gewährleistet ist.  

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Frage

Was sind wichtige Anforderungen an eine nachhaltige Stadtentwicklung? Nenne 6 Anforderungen.

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Antwort

Anforderungen an eine nachhaltige Stadtentwicklung sind unter anderem:


  • die Wohnbedürfnisse der Bevölkerung, sowie gesunde Wohn- und Arbeitsverhältnisse
  • die Erhaltung, Sicherung und Schaffung von Arbeitsplätzen
  • Belange der Mobilität der Bevölkerung unter Berücksichtigung beispielsweise der Verringerung von Verkehr
  • soziale und kulturelle Bedürfnisse der Bevölkerung
  • Umweltschutz, Naturschutz, sowie Landschaftspflege
  • Belange des Hochwasserschutzes

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Frage

Was versteht man unter historisch genetischer Stadtentwicklung?

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Antwort

Bei der historisch genetischen Stadtentwicklung bezieht man sich meistens auf die Stadtentwicklung in Mitteleuropa und die dazugehörigen historisch-genetischen Stadttypen. Das sind Stadttypen, die sich historisch im Zusammenhang mit der gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Situation, sowie mit den verschiedenen politischen Organisationsformen entwickelten und veränderten.

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Frage

Was sind historisch-genetische Stadttypen in der Stadtentwicklung?

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Antwort

Wir leben heute in Städten, die in vielen Fällen bereits vor ungefähr 800 oder sogar mehr als 1000 Jahren von unseren Vorfahren gegründet worden sind. Abhängig vom Gründungszeitpunkt und der konkreten Region Deutschlands sind zahlreiche verschiedene Stadttypen entstanden, die verschiedene Merkmale besitzen. Diese Stadttypen nennt man historisch-genetische Stadttypen.

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Frage

Welche Stadtentstehungsphasen kann man in der Stadtentwicklung unterscheiden?

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Antwort

Es gibt grob gesagt vier Phasen und Typen, die man weiter unterteilen kann:


  • Römische Städte bis ins Jahr 500
  • Mittelalterliche Städte zwischen 700 und 1400
  • Frühneuzeitliche Städte zwischen 1400 und 1800
  • Industriestädte ab 1800

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Frage

Erkläre den Stadttyp der Römischen Städte und nenne Beispiele.

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Antwort

Die römischen Städte sind ungefähr 2000 Jahre alt. Prägend waren dabei eine quadratische oder rechteckige Grundrissgestaltung in Gitternetzanordnung. Konkrete Zeugnisse römischer Bautätigkeit finden sich im heutigen Erscheinungsbild der Städte nördlich der Alpen allerdings nur noch vereinzelt. Gründe dafür sind die Zerstörungen im Zuge des Untergangs des Weströmischen Reichs und der Völkerwanderung im 5. Jahrhundert.


Bekannte römische Städte in Deutschland sind beispielsweise Trier, Köln und Mainz.

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Frage

In welche Unterkategorien kann man die mittelalterlichen Städte unterteilen?

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Antwort

Die mittelalterlichen Städte kann man beispielsweise unterteilen in die Mutterstädte, die älteren Gründungsstädte des Hochadels oder die territorialen Zwerg- und Kleinstädte.

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Frage

Was waren die frühneuzeitlichen Städte in der historisch genetischen Stadtentwicklung?

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Antwort

Zwischen 1400 und 1800 entstanden die frühneuzeitlichen Stadttypen, die zum Beispiel Kolonisationsstädte, Bergbaustädte und Fürstenstädte umfassten. Bergbaustädte dienten zur Gewinnung und Verarbeitung von Erzen, bei den Residenzstädten des Fürstentums bestand die Aufgabe des Straßennetzes in der Hinführung zum baulich und funktional wichtigsten Komplex, nämlich dem Schloss als Sitz der absoluten Macht.

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Frage

Erkläre die Industriestädte und nenne bekannte Beispiele. 

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Antwort

Ab 1800 entstanden die modernen Industriestädte, die durch das Industriezeitalter geprägt worden sind. Grundlage der neuen Industriestädte waren hauptsächlich die Montanindustrie, die chemische Industrie und später der Automobilbau.

 

Beispiele für solche Industriestädte in Deutschland sind Oberhausen, Leverkusen und Wolfsburg.

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Frage

Was sind die wichtigsten historisch-genetischen Stadttypen in der Stadtentwicklung Mitteleuropas?

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Antwort

Die wichtigsten historisch-genetischen Stadttypen in der Stadtentwicklung Mitteleuropas sind folgende:


  • Handels- und Bürgerstädte im Mittelalter
  • Residenzstädte im Absolutismus
  • Industriestädte während der Industrialisierung
  • Großwohnsiedlungen/New Towns in der Gegenwart

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Frage

Inwiefern war die Industrialisierung ein wichtiger Faktor für Stadtentwicklung in Europa?

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Antwort

Bis ungefähr zur Mitte des 19. Jahrhunderts nahmen die Städte in Mitteleuropa nur unwesentlich an Bevölkerungszahl und Flächengröße zu. Nach 1850 setzte allerdings ein rasantes Wachstum ein, denn die Industrie entwickelte sich. Zahlreiche Eisenbahnstrecken wurden gebaut und der Prozess der Urbanisierung setzte ein, viele Menschen flohen auf der Suche nach Arbeit aus kleinen Ortschaften in die Städte. Dadurch kam es zu bedeutsamen Veränderungen im Stadtbild.

Es entstehen langsam einzelne Stadtviertel mit bestimmten Funktionen, wie zum Beispiel Wohnviertel und spezielle Industrie- und Gewerbeviertel.

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Frage

Nenne die 7 wichtigen Veränderungen im Stadtbild, die aufgrund der Industrialisierung entstanden.

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Antwort

Infolge der Industrialisierung kam es bis zum Beginn des 20. Jahrhunderts zu einigen entscheidenden Veränderungen im Stadtbild:


  1. Die Stadtmauern und Festungsanlagen wurden abgetragen bzw. geschleift.
  2. Viele Gleisanlagen und Bahnhöfe sowie neue breitere und gerade Straßen wurden gebaut.
  3. Entlang von Eisenbahnen, Flüssen oder Ausfallstraßen wurden zahlreiche Industriebetriebe errichtet. 
  4. Für die wachsende Zahl von Industriearbeitern entstanden große Wohngebiete, nämlich sogenannte Mietskasernen.
  5. Es entstanden des Weiteren Villenviertel für die Reichen in den Städten. Diese Villenviertel lagen meist am Westrand der Stadt.
  6. In den Innenstädten wurden Parkanlagen gestaltet und an den Rändern der Stadt entwickelten sich Kleingartenkolonien.
  7. In größeren Städten wurden viele umfangreiche Anlagen für die Wasserversorgung und für die Abwasserbeseitigung gebaut.

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Frage

Durch welche Entwicklungen wurden die europäischen Städte in der Mitte des 20. Jahrhunderts geprägt?

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Antwort

Der Zeitraum in der Mitte des 20. Jahrhunderts war vor allem durch ein dynamisches Wachstum der innerstädtischen Wohngebiete geprägt. Durch sozialen Wohnungsbau sollte in dieser Zeit der wachsende Wohnungsbedarf der Bevölkerung gedeckt werden. Diese Wohngebiete waren geprägt durch moderne mehrgeschossige Häuser und Hochhäuser und durch einen meist guten Anschluss an das öffentliche Verkehrsnetz. 


Parallel dazu entstanden in den Außenbezirke viele neue Industrie- und Gewerbegebiete. Die Städte dehnten sich also auch flächenmäßig sehr stark aus.  

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Frage

Was passierte in Mitteleuropas Städten ab den 1970ern und warum?

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Antwort

Ab den 70er Jahren kehrte sich der Wachstumstrend in vielen Städten um. Es kommt zu einer deutlichen Abwanderung vieler Familien in das Umland der Städte. Im sogenannten "Speckgürtel" entstehen ausgedehnte Wohnviertel mit Reihen- und Einzelhäusern und umliegende Dörfer verstädtern zunehmend. 


Ursachen dieser Abwanderung bzw. Suburbanisierung waren vor allem die Zunahme der Motorisierung, der starke Ausbau der Verkehrswege, die hohen Mieten und Grundstückspreise in den Städten und eine geringere städtische Lebensqualität, die durch Lärmbelästigung und Luftverschmutzung entstand.

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Frage

Was passiert in den Städten in Mitteleuropa im 21. Jahrhundert?

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Antwort

Mit dem Übergang zur Dienstleistungsgesellschaft seit der Jahrhundertwende entstanden viele neue Prozesse, die die urbanen Strukturen veränderten. Viele Standorte von Einrichtungen des sogenannten tertiären Sektors sind an die Städte gebunden.


Die "Tertiärisierung" erfasst inzwischen den gesamten urbanen Raum. An den Rändern der Städte entstehen zum Beispiel Shopping Malls, Urban Entertainment Centers und Themenparks. 

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Was war die zahlenmäßig bedeutendste Epoche der Stadtentstehung?

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Antwort

Die zahlenmäßig bedeutendste Epoche der Stadtentstehung markierten die Gründungen des Hochadels im 12. und 13. Jahrhundert. Kaiser und Territorialherren sicherten zum Beispiel Grenzen und Flussübergänge durch neue Siedlungen. Diese wurden später oft zu bedeutenden Städten. Ein bis zwei Jahrhunderte später folgten aus denselben Motiven heraus einige Gründungen des niederen Adels.

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Was versteht man unter den "New Towns"?

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Antwort

Seit der Mitte des 20. Jahrhunderts entstehen die sogenannten Neuen Städte bzw. "New Towns". Die wichtigsten Ziele dieser Neugründungen sind die Entlastung von Verdichtungsräumen und die Entwicklungsförderung strukturschwacher Regionen.

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Was hat man versucht, um den Prozess der Suburbanisierung rückgängig zu machen?

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Es wurde oftmals versucht, den Prozess der Suburbanisierung rückgängig zu machen, also eine Reurbanisierung herbeizuführen, um finanzstarke Verbraucher und Steuerzahlende in der Stadt zu halten.


Dies wurde beispielsweise dadurch erreicht, dass man innerstädtische Wohngebiete modernisiert hat oder auf ehemaligem Industriegelände günstigere neue Wohnungen angeboten hat.

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Vor welchen Herausforderungen steht die moderne Stadtentwicklung?

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Die Stadtentwicklung steht durch zahlreiche gesellschaftliche Tendenzen vor neuen Herausforderungen. Dazu gehören beispielsweise der demographische Wandel, die Globalisierung oder auch die Verankerung der Nachhaltigkeit auf verschiedenen Ebenen.

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Wo haben die modernen Städte ihre Wurzeln?

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Die modernen Städte haben ihre Wurzeln im Zeitalter der Industrialisierung. Als Kolonialmacht trug vor allem England stark zur Erschließung von Rohstoffvorkommen bei. Die ersten Städte, die mit der Massenproduktion von zahlreichen Waren verbunden waren, entstanden nämlich dort.

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Was waren die Herausforderungen der Städte während der Zeit der Industrialisierung?

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Die hohe Dichte und unkontrolliert wachsende Bevölkerung der modernen Städte konfrontierten diese mit verschiedenen sozialen und hygienischen Problemen. So kam es, dass die Bekämpfung von Seuchen, zum Beispiel der Cholera, ein zentrales Thema der Stadtplanung wurde. 

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Was passierte zwischen den 1870er und 1890er Jahren mit den deutschen Stadtverwaltungen?

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Antwort

Die deutschen Stadtverwaltungen entwickelten sich zwischen den 1870er und den 1890er Jahren zu Leistungsverwaltungen mit ausgebildeten Fachkräften. Die Stadtplanung beschäftigte sich seit der Nutzung von Bauzonenplänen nicht mehr nur mit Stadtteilen, sondern richtete den Blick auf die gesamte Stadt. 

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Was passierte in der Zwischenkriegszeit in Berlin und im Ruhrgebiet?

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Bereits vor dem ersten Weltkrieg sind bestimmte Maßnahmen für eine moderne Stadtentwicklung eingeleitet worden. Beispielsweise wurde der Wettbewerb für Groß-Berlin bereits 1907 ausgeschrieben, 1920 wurden dann allerdings umliegende Dörfer und Städte eingemeindet. Das Resultat war, dass die Bevölkerung von 1,9 auf 3,1 Millionen stieg. 


Auch die polyzentrischen Stadtregionen wie das Ruhrgebiet modernisierten sich: Bereits 1904 hatten sich betroffene Kommunen in der sogenannten Emschergenossenschaft zu einem gemeinsamen Abwassermanagement zusammengeschlossen. 1914 folgten erste Vorschläge für eine solche Regionalplanung, 1920 gründete sich schließlich der Verband Ruhrkohlebezirk.


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Welche Entwicklungen entstanden in den Städten im Nachkriegsdeutschland?

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Antwort

Im Nachkriegsdeutschland setzte in den Städten zunächst eine Urbanisierung ein. Zahlreiche Menschen siedelten in der Zeit des Wirtschaftswunders wegen der damit einhergehenden besseren Lebensqualität in die großen Städte.


Ab 1960 setzte der gegenläufige Prozess der Abwanderung ins Umland, bzw. Suburbanisierung ein. Durch die höhere Mobilität, die entstanden war, entstanden die sogenannten „Speckgürtel“, also Verdichtungsräume.

 

Kennzeichnend für die moderne Stadtentwicklung im Deutschland der 1960er und 1970er Jahre war zudem die Sanierung von Stadtteilen in vielen großen Städten.

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Frage

Was passierte in den Städten der 1960er Jahre aufgrund des "Baby-Booms"?

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In dieser Zeit stieg die durchschnittliche Wohnfläche pro Person, denn im Zuge der geburtenstarken Jahrgänge und des "Baby-Booms" brauchten Familien mehr Platz.

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Was passierte in den deutschen Städten ab 1970?

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Antwort

Ab 1970 entstanden hohe Verkehrsbelastungen durch den hohen Anteil an Berufspendlern. Die Umlandgemeinden profitieren allerdings auch von der hohen Wohnbevölkerung, die ihr Einkommen dort versteuert. 

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Was ist der "Neue Urbanismus", was kritisiert er und was ist das Ziel?

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Antwort

Ein übergreifendes Thema der heutigen modernen Stadtentwicklung ist der "Neue Urbanismus". Feindbild dieser städtebaulichen Bewegung ist die Zersiedelung, also die uferlose Ausbreitung der Städte in suburbane Siedlungen.


Der "New Urbanism" kritisiert an dieser Zersiedelung unter anderem den hohen Individualverkehr mit entsprechendem Ressourcenverbrauch und die Anonymität der Nachbarschaften. 


Ziel des Neuen Urbanismus ist demnach eine Reaktivierung der Wohnform der urban bebauten Stadt mit den Vorzügen der kurzen Wege, intensiven Nachbarschaft und Anreizen zu gesundem Leben.

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Was versteht man unter der modernen Herausforderung der "urbanen Resilienz"?

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Eine zentrale Zukunftsaufgabe ist die der urbanen Resilienz. Darunter versteht man die Fähigkeit städtischer Strukturen, ihre primären Lebensgrundlagen auch bei inneren und äußeren Störungen zu sichern. Diese urbane Resilienz wird beispielsweise durch Terrorangriffe oder potentielle negative Auswirkungen der Digitalisierung ins Bewusstsein gerückt.

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Erkläre die historisch genetische Stadtentwicklung am Beispiel Goslar.

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Ein Beispiel für eine Bergbaustadt ist die deutsche Stadt Goslar. Die Entwicklung und wirtschaftliche Blüte verdankt Goslar dem Vorkommen von Bodenschätzen wie den Silberminen. 


Am Rammelsberg wurde bereits vor dem Jahr 1000 Bergbau betrieben. Zwischen 1005 und 1015 ließ Kaiser Heinrich II. die ersten Pfalzbauten in Goslar errichten. Goslar hatte während der Salierzeit sehr große Bedeutung als Königspfalz und war ein Ort vieler Reichstage. 


Im 11. Jahrhundert entwickelte sich der Marktbezirk, bald darauf schlossen sich ihm das Handwerkerviertel mit der Kirche St. Jakobi und die Unterstadt mit der St. Stephanskirche an. 


Die Blütezeit der Stadt Goslar endete 1552, als sie die Rechte am Rammelsberg verlor. Ab diesem Zeitpunkt flossen die Gewinne aus dem Bergbau nach Braunschweig. 

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Frage

Was versteht man unter Stadtentwicklung?

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Antwort

  • die räumliche, historische und strukturelle Entwicklung und Planung einer Stadt

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Welche Stadtentwicklungsmodelle gibt es?

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Antwort

  1. Das Ringmodell von Burgess
  2. Das Sektorenmodell von Hoyt
  3. Das Mehrkernmodell von Harris und Ullman

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Frage

Nenne die 4 Phasen der Stadtentwicklung!

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  1. Urbanisierung
  2. Suburbanisierung
  3. Desurbanisierung
  4. Reurbanisierung

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Frage

Welche Leitbilder der Stadtentwicklung gibt es?

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Antwort

  1. historisch-genetische Stadtentwicklung: mittelalterliche Handels- und Bürgerstädte, Residenzstädte, Industriestädte, New Towns
  2. nachhaltige Stadtentwicklung
  3. klimagerechte Stadtentwicklung

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Frage

Was bedeutet Stadtentwicklung? 

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Die Stadtentwicklung allgemein beschäftigt sich mit der Entwicklung einer Stadt hinsichtlich räumlicher, historischer und struktureller Prozesse.

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Frage

Wie nennt man spezifisch die Stadtentwicklung in Mitteleuropa? 

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Antwort

In Mitteleuropa spricht man auch von einer historisch genetischen Stadtentwicklung

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Frage

Welche historisch genetischen Stadttypen gibt es in Mitteleuropa? 

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Antwort

  • Römerstädte
  • mittelalterliche Städte
  • Siedlungen des Hochadels
  • Residenzstädte im Absolutismus
  • Industriestädte während der Industrialisierung
  • Großwohnsiedlungen/New Towns in der Gegenwart


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Frage

Wie ist eine römische Stadt aufgebaut? 

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Antwort

Der Aufbau der römischen Städte war sehr markant: das Straßennetz glich einem Schachbrett und der Grundriss der Städte war rechteckig. 

Die Städte waren umgeben von gut gesicherten Mauern, die vor feindlichen Angriffen schützen sollten. In den Städten gab es außerdem meisteins zwei große Hauptstraßen, die die Stadttore verbunden:


  • die „Cardo“ ( die von Norden nach Süden verlaufende Straße)
  • die „Decumanus“ ( die von Westen nach Osten verlaufende Straße) 


An der Kreuzung der beiden Hauptstraßen befand sich meistens das Zentrum der römischen Stadt, sowie das Forum. Um das Forum herum befanden sich die Wohnviertel der Stadt. Weiter entfernt vom Stadtkern lagen öffentliche Gebäude.

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Welche Prozesse führten zum schnellen Wachstum der Städte seit der Industrialisierung? 

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Die heutigen Stadtstrukturen sind in ihren wesentlichen Teilen erst seit der Industrialisierung entstanden. Gründe dafür sind neue Produktionsweisen, die zunehmende Mobilität der Bevölkerung und die Weiterentwicklung der Verkehrstechnologien. Diese Prozesse veränderten die Gestalt der Städte deutlich und führten zu deren schnellem Wachstum.

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Wie veränderten sich die Städte in Mitteleuropa ab der Mitte des 20. Jahrhunderts? 

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Der Zeitraum nach den 60er Jahren des 20. Jahrhunderts war vor allem durch ein dynamisches Wachstum der innerstädtischen Wohngebiete geprägt. Durch sozialen Wohnungsbau mit erschwinglichen Mieten sollte in dieser Zeit der wachsende Wohnungsbedarf der Bevölkerung gedeckt werden. Diese Wohngebiete waren geprägt durch moderne mehrgeschossige Häuser und Hochhäuser und durch einen meist guten Anschluss an das öffentliche Verkehrsnetz. Parallel dazu entstanden in den Außenbezirke viele neue Industrie- und Gewerbegebiete. Die Städte dehnten sich also auch flächenmäßig sehr stark aus.  


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Wie veränderten sich die Städte in Mitteleuropa im 21. Jahrhundert? 

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Mit dem Übergang zur Dienstleistungsgesellschaft seit der Jahrhundertwende entstanden viele neue Prozesse, die die urbanen Strukturen veränderten. Viele Standorte von Einrichtungen für Dienstleistung — des sogenannten tertiären Sektors, wie zum Beispiel Banken und Versicherungen — sind an die Städte gebunden. Ihr Ausbau veränderte also sehr deutlich das Bild und die Funktionen der Innenstädte. 

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Was ist charakteristisch für mittelalterliche Städte? 

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Im Gegensatz zu den römischen Städten waren die Bürgerstädte verwinkelter und die Handelsstraßen waren auf den Siedlungsmittelpunkt ausgerichtet. Die Stadtmauern verfügten über Gräben, um die Stadt vor Angriffen sicherer zu machen. 


Die Häuser waren häufig über mehrere Stockwerke hoch und dicht aneinander gebaut. Das wurde vor allem gemacht, um nicht die Stadtmauer erweitern zu müssen, da dies hohe Kosten mit sich bringen würden. 


In den Städten des Mittelalters waren Arbeitsplatz und Wohnraum häufig nicht getrennt, sondern in einem Gebäude untergebracht. Daher schlossen sich Berufsgruppen zu einer Interessengruppe zusammen. 


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