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Humus Boden

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Geografie

Der Humus Boden ist eine Bodenart, die sich weiter unterteilen lässt. Die Formen des Humus spielen eine essentielle Rolle in Bezug auf die Fruchtbarkeit des Bodens.


Ein Humus Boden stellt die Gesamtheit der abgestorbenen organischen Bodensubstanz dar.



Humus Boden einfach erklärt


Humus entsteht durch einen Prozess, bei dem verschiedene Bodenorganismen die größte Rolle spielen. Für den Auf-, Ab- oder Umbau sorgen die Bodenorganismen mit ihrer Aktivität, die in erster Linie ihr Stoffwechsel darstellt.


Als fachlich richtiger Humus gilt in der Bodenkunde der zersetzte organische Anteil im Boden. Der nicht-zersetzte organische Anteil wird Detrius genannt.


Humus und Detrius sind jeweils stark mit Bodenbakterien durchsetzt, weshalb es sich in beiden Fällen nicht um tote Substanz handelt. Eine genaue Unterscheidung ist jedoch nicht möglich, weil die Stufen des Umwandlungsprozesses fließend sind.



Humus Boden Entstehung von Humus StudySmarter


Abbildung 1: Entstehung von Humus
Quelle: ThünenInstitut.de




Entstehung von Humus Boden


Das was den Humus ausmacht, ist die Summe der Verbindungen von freigesetzter organischer Materie, die unter anderem durch Bodenorganismen chemisch umgewandelt wird.


Unterschieden werden können die Verbindungen anhand ihrer Abbaufähigkeit durch Mikroorganismen.

Schnell zersetzt werden zum Beispiel Proteine und niedermolekulare Kohlenhydrate, wohingegen Verbindungen wie Linien oder auch Cellulose mehr Zeit für die Zersetzung in Anspruch nehmen.

Der Unterschied in der Dauer der Zersetzung sorgt dafür, dass einige Humusanteile nur wenige Wochen im Boden bleiben und andere dagegen teilweise sogar Jahrtausende im Boden vorhanden sind.


Vorphase der Zersetzung


Im ersten Schritt führen biochemische Reaktionen beispielsweise zum Abbau des Chlorophylls, was bei Blättern zu einer Verfärbung führt. Der Zellverband bleibt in dieser Vorphase noch intakt.


Initialphase

jenny@studysmarter.de

Die beiden Begriffe würde ich hier nochmal definieren

13:35 26.01.2022

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In der  Initialphase kommt es zur Oxidation und Hydrolyse. Dabei werden Komponenten, die wasserlöslich sind, ausgewaschen. 


Wasserlösliche Komponenten sind zum Beispiel Aminosäuren, organische Säuren oder auch Zucker.


Die Anzahl der Mikroorganismen wird dabei größer, da sie in erster Linie von den dabei freigesetzten Stoffen leben.


Zerkleinerungsphase


Im Vorgang des Fressens und Ausscheidens vereinzelter Stoffe werden sie durch die Makrofauna modifiziert.

Diese modifizierten Stoffe werden dann durch Wenigborster wie Regenwürmer und Gliederfüßer wie Insekten oder Spinnentiere in den Boden eingearbeitet und somit für die Mesofauna zugänglich gemacht.

jenny@studysmarter.de

Bitte Makrofauna und Mesofauna erklären 

13:56 26.01.2022

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Ab- und Umbauphase


An dieser Stelle kommt es zu einer enzymatischen Spaltung und dabei kommt es zur Freisetzung anorganischer Komponenten wie CO2, H2O oder NH4+. Dieser Vorgang wird Mineralisierung genannt. 


Durch die genannten Phasen entsteht zunächst Nährhumus, im weiteren Stadium entsteht Dauerhumus. 



Produkte der Humus Bildung


Der Humus Boden setzt sich aus verschiedenen Arten von Humus zusammen, die sich teilweise gegenseitig bedingen und jeweils eine wichtige Rolle für den Boden übernehmen. 


Nährhumus


Der Nährhumus besteht aus den Überresten der abgestorbenen Bodenorganismen und Stoffen, die im Boden schnell abgebaut werden.


Nährhumus ist die Voraussetzung für die biologische Aktivität des Bodens, da er den meisten Bodenorganismen als Nahrungsquelle dient. In zerkleinerter Form und gleichmäßig verteilt fördert er den Stoffumsatz durch die dadurch erzeugte Durchlüftung.


Pflanzlicher Nährhumus besteht aus Kohlenhydraten wie Zucker und Cellulose, aus stickstoffhaltigen Verbindungen und je nach Verholzungsgrad der Pflanzen auch aus Lignin.


Die in der organischen Substanz gebundenen Pflanzennährstoffe werden durch den Zellbau wieder in den Stoffkreislauf zurückgeführt, was dafür sorgt, dass sie so wieder für die Ernährung neuer Pflanzen verfügbar sind. 


Der Nährhumus liefert außerdem die Bausteine, die für den Aufbau der Huminstoffe des Dauerhumus nötig sind.


Dauerhumus


Der Dauerhumus entsteht unter anderem durch Abbauprozesse des Nährhumus. Wie man dem Namen schon entnehmen kann, dauert es sehr lange bis der Dauerhumus abgebaut ist.


Im Dauerhumus werden Nährstoffe und Wasser gebunden und anschließend wieder an die Pflanzen gegeben.

Dadurch, dass der Dauerhumus auch für die Bildung von Ton-Humus-Komplexen verantwortlich ist, stellt er ein wesentliches Bau- und Stabilisierungselement des gesamten Bodengefüges dar.


Der Dauerhumus sorgt außerdem für die dunkle Farbe des Oberbodens, was zusätzlich die Erwärmung der Bodenoberfläche fördert.


Da der Dauerhumus den größten Teil der organischen Substanz darstellt, verfügt er auch über die Hauptmasse des Bodenstickstoffs. Durch die genannten Eigenschaften bestimmt der Dauerhumus zum größten Teil die Bodenfruchtbarkeit. 



Eigenschaften von Humus


  • Am Kohlenstoff/Stickstoff-Verhältnis kann die Humusqualität gemessen werden.
  • Humusreiche Böden können aufgrund ihres Porenvolumens mehr Wasser speichern als andere.
  • Nahrungsmittel der Mikroorganismen des humusreichen Bodens sind überwiegend Kohlenstoff und andere Elemente.
  • Bei hohen Humusgehalten kann Kohlenstoff im Boden gebunden werden.



Humus Boden Humus SutdySmarter


Abbildung 2: Humus
Quelle: Wohnnet.de



Humusformen


Ähnlich wie bei den Produkten des Humus gibt es auch unterschiedliche Formen des Humus, die unterschiedlich charakterisiert werden können.


Auflagehorizonte

jenny@studysmarter.de

Könntest du hier noch genauer drauf eingehen? Was ist das herkömmliche Modell? Was sind Bodenhorizonte und was ist die gemäßigte Zone? 

14:3 26.01.2022

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Im herkömmlichen Modell hat ein naturbelassener Boden drei verschiedene Bodenhorizonte als Humusauflage.

In der gemäßigten Zone sind Auflagehorizonte meist nur einige Zentimeter mächtig.


Mull


Ein charakteristisches Merkmal für den Mull ist ein leicht zersetzbares Material wie beispielsweise Laub. Dadurch bildet sich nur eine geringmächtige Humusauflage, die außerdem sehr hohlraumreich ist.


Rohhumus


Rohhumus besteht aus schwer zersetzbaren Vegetationsrückständen und ist somit die ungünstigste Humusform. Ein zu kühles oder feuchtes Klima führt zusätzlich zu mangelhafter Umsetzung der Pflanzenabfälle.


Moder


Moder ist vielseitig einzusetzen, da es sich dabei um eine Mischform zwischen Mull und Rohhumus handelt.


Felshumusboden


Auch hierbei lässt sich aus dem Namen ableiten, dass der Felshumusboden die Entstehung von Humus in Gesteinen und Bergwänden bezeichnet. Dabei vollzieht sich die Humifizierung von innen nach außen. Auf Felsen entsteht Felshumusboden auf Karrenfeldern und legt die Grundlage für alpine immergrüne Gewächse. 

jenny@studysmarter.de

Was meinst du hier? 

14:5 26.01.2022

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Humus Boden - Das Wichtigste auf einen Blick

  • Humus Boden ist die Gesamtheit der abgestorbenen organischen Bodensubstanz.
  • Humus Boden entsteht durch die nach dem Absterben organische Materie und sowohl spontan als auch enzymatisch durch Bodenorganismen.
  • Es gibt Nährhumus und Dauerhumus.
  • Humusformen sind Mull, Rohhumus, Moder und Felshumusboden

Häufig gestellte Fragen zum Thema Humus Boden

Als Humus wird die Gesamtheit der abgestorbenen organischen Bodensubstanz bezeichnet.

Der Mutterboden ist die oberste, fruchtbarste Erdschicht, die zu einem großen Anteil Humus sowie weitere Bestandteile enthält.

Der Humus wirkt gefügeschaffend und gefügestabilisierend, indem er die Mineralteilchen zu einem hohlraumreichen Bodenverband verklebt. Er beeinflusst damit das Porensystem und schließlich den Luft- und Wasserhaushalt des Bodens.

Die Ausgangsstoffe für Humus sind abgestorbene Pflanzen und tote Lebewesen aller Art.

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