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Hoch- und Tiefdruckgebiete

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Geografie

Die Atmosphäre ist eine Lufthülle, die die Erde umschließt. Diese Lufthülle können wir jedoch nur in Form von Winden bemerken. 

Obwohl es so scheint, als ob die Luft nichts wiegt, drückt auf jeden Quadratzentimeter der Erde ein Kilogramm Luft. Dies ist der Luftdruck. Der Luftdruck beträgt im Normalfall 1013 hPa (Hektopascal) auf Meeresspiegelhöhe. 


Der Luftdruck kann sich allerdings verändern. Zum einen durch die Höhenlage und zum anderen durch die Temperatur. 

Je weiter der Luftdruck über der Meeresspiegelhöhe gemessen wird, desto geringer wird er. 


Die Temperatur hat auch einen Einfluss auf den Luftdruck. Dies liegt daran, dass sich warme Luft ausdehnt und nach oben steigt (wie bei einem Heißluftballon) und kalte Luft nach unten sinkt. 


Nun ist es so, dass die Sonne nicht überall gleich stark auf die Erde scheint und sich verschiedene Oberflächen unterschiedlich stark erwärmen. Dies führt dazu, dass sich die darüberliegende Luft auch unterschiedlich stark erwärmt. 


Somit gibt es Stellen auf der Erde, an denen die Luft wärmer ist und nach oben steigt und Stellen, an denen die Luft kälter ist und somit "schwer am Boden" liegt. Dadurch entstehen die sogenannten Hoch- und Tiefdruckgebiete.


Auf einer Wetterkarte kannst du die Hoch- und Tiefdruckgebiete durch die Buchstaben H (für Hochdruckgebiet) und T (für Tiefdruckgebiete) erkenne. 

Des Weiteren werden in der Wetterkarte Gebiete, die den gleichen Luftdruck haben, durch Linien miteinander verbunden. Diese Linien heißen Isobaren.


Mehr über die Isobaren kannst du in unserem Artikel dazu lesen.



Hoch- und Tiefdruckgebiete, Entstehung, StudySmarterAbbildung 1: Hoch- und Tiefdruckgebiete
Quelle: br.de



Hochdruckgebiete


Hochdruckgebiete sind bekannt für das schöne Wetter, welches sie mit sich bringen. Wie es zu dem schönen Wetter kommt, erfährst du in den folgenden Abschnitten.


Entstehung und Einteilung von Hochdruckgebieten


Hochdruckgebiete entstehen durch kalte Luft, die durch ihre höhere Dichte nach unten sinkt. Dadurch erhöht sich der Luftdruck am Boden. 

Die sich am Boden befindende warme Luft am Boden weicht der, von oben kommenden, kalten Luft zur Seite aus. Dadurch kommt es zu einer Strömung (Wind), der Konvergenz. Diese Strömungen bewegen sich auf der Nordhalbkugel im Uhrzeigersinn und auf der Südhalbkugel entgegen dem Uhrzeigersinn - diese Bewegung wird in der Fachsprache als antizyklische Bewegung bezeichnet, weshalb Hochdruckgebiete auch als Antizyklone bekannt sind.


Die dadurch immer wieder kehrenden kalten Luftmassen wärmen sich beim Absinken auf und können dadurch die Feuchtigkeit besser aufnehmen. Dies sorgt dafür, dass sich die Wolken auflösen und die Sonne scheint.


Die Hochdruckgebiete können auf unterschiedliche Weise entstehen und werden dadurch in folgende Kategorien aufgeteilt:


  • Höhenhoch: entsteht in großen Höhen
  • Kältehoch: entsteht durch Temperaturveränderung



Tiefdruckgebiete


Die Tiefdruckgebiete sind Gebiete, in denen ein niedrigerer Luftdruck herrscht als in ihrer Umgebung. Diese Gebiete drehen sich auf der Nordhalbkugel entgegen dem Uhrzeigersinn und auf der Südhalbkugel im Uhrzeigersinn. Deshalb werden die Tiefdruckgebiete auch als Zyklone bezeichnet. 


Tiefdruckgebiete sind unter anderem für das schlechte Wetter bekannt, welches sie mit sich bringen und können auf zwei Arten entstehen, einmal thermisch und einmal dynamisch.


  • Thermisches Luftdruckgebiet: Ein thermisches Luftdruckgebiet entsteht dadurch, dass sich die Luftmassen unterschiedlich stark erhitzen und warme und kalte Luft eine unterschiedliche Dichte besitzen. Da die wärmere Luft leichter ist, steigt sie wie bei einem Heißluftballon nach oben auf. Es entsteht ein Gebiet mit niedrigerem Luftdruck.

  • Dynamisches Tiefdruckgebiet: Bei einem thermischen Tiefdruckgebiet ist die unterschiedliche Geschwindigkeit der ab- und nachfließenden Geschwindigkeit die Ursache. Im genaueren bedeutet das, dass bei einem Tiefdruckgebiet (genauso wie bei einem Hochdruckgebiet) Luftströmungen entstehen, die sich zu einem Kreislauf zusammenfügen. Nur strömt diesmal die Luft von unten nach, wandert nach oben und weicht zur Seite hin aus. Nun ist es so, dass oben mehr Luft wegströmt als neue Luft von unten nachkommen kann. Es entsteht ein Ungleichgewicht - ein Tiefdruckgebiet.


Hoch- und Tiefdruckgebiete Zyklon StudySmarterAbbildung 2: zyklische Bewegung eines Tiefdruckgebietes
Quelle: weebly.com


Jetzt weißt du, wie ein Tiefdruckgebiet entstehen kann, doch wie kommt es zu dem schlechten Wetter?

Das schlechte Wetter kommt dadurch, dass sich die warmen Luftmassen beim Aufsteigen abkühlen. Kalte Luft kann jedoch weniger Feuchtigkeit als warme Luft speichern. Es kommt zur Kondensation, also zur Wolken- und Niederschlagsbildung.



Hoch- und Tiefdruckgebiete Tiefdruckgebiet StudySmarterAbbildung 3: Tiefdruckgebiete
Quelle: wetterbm.de


Bei Tiefdruckgebieten kommt es zudem zur Ausbildung von sogenannten Warm- und Kaltfronten. 


Eine Warmfront entsteht, wenn warme Luft auf die kalte Luft gleitet und dadurch angehoben wird. Eine Kaltfront hingegen entsteht, wenn sich die kalte Luft unter die warme Luft schiebt. 


Mehr über die Warmfront und die Kaltfront erfährst du den jeweiligen Artikeln dazu.


Hoch- und Tiefdruckgebiete - Das Wichtigste

  • Hoch- und Tiefdruckgebiete sind für die Entstehung von Wind verantwortlich
  • Hochdruckgebiete: schönes Wetter (blauer Himmel und Sonnenschein), durch sinkende Luftmassen, die sich erwärmen
  • Tiefdruckgebiete: schlechtes Wetter (Regen und Gewitter), durch Wolkenbildung der aufsteigenden feuchtwarmen Luft

Häufig gestellte Fragen zum Thema Hoch- und Tiefdruckgebiete

Die Zone, in der die Luft nach oben steigt, nennt man Tiefdruckgebiet. Im Tiefdruckgebiet sinkt der Luftdruck, weil sozusagen weniger Luft da ist. Dort ist es oft bewölkt, es regnet oder schneit. Die Hochdruckgebiete, sind die Zonen, in denen die Luftmassen nach unten sinken.







Die Zone, in der die Luft nach oben steigt, nennt man Tiefdruckgebiet. Im Tiefdruckgebiet sinkt der Luftdruck, weil sozusagen weniger Luft da ist. 

Unter einem Hochdruckgebiet, auch als Antizyklon bezeichnet, versteht man ein Gebiet, dessen Luftdruck im Vergleich zur Umgebung erhöht ist. Der mittlere Luftdruck liegt bei 1,013 bar = 1013 mbar (Millibar) = 1.013 hPa (Hektopascal). Ein Hochdruckgebiet besitzt damit einen darüber liegenden Luftdruck.

Tiefdruckgebiete drehen sich auf der Nordhalbkugel linksherum, weil die Coriolis-Kraft bewegende Luft nach rechts ablenkt. ... Die aus Hochdruckgebieten ausströmende Luft wird auf der Nordhalbkugel nach rechts abgelenkt. Sie drehen sich also rechts herum (im Uhrzeigersinn).

Finales Hoch- und Tiefdruckgebiete Quiz

Frage

Was versteht man in der Meteorologie unter einer Großwetterlage?

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Antwort

Dabei handelt es sich um den Fachausdruck für umgangssprachlich "Da braut sich etwas zusammen". 

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Frage

In den Wetternachrichten wird eine explizite Fachsprache meistens vermieden. Was bezeichnet in der Meteorologie der Begriff Antizyklone?

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Antwort

Antizyklone sind in der Fachsprache der Ausdruck für Hochdruckgebiete. 

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Frage

Gewitter sind in den Tropen sehr viel häufiger als in den gemäßigten Breiten Europas. Erkläre (in eigenen Worten) die Entstehung von diesem Wetterphänomen.

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Antwort

Gewitter entstehen durch einen Spannungsaufbau positiver und negativ geladener Teilchen innerhalb einer oder mehrerer Wolkenzellen. Diese Spannungen entstehen, wenn feuchtwarme Luft schnell aufsteigt, und es dabei zu einer Reibung zwischen den einzelnen Partikeln kommt. Die so akkumulierende Spannung entlädt sich dann z.B. über Blitzschläge. Gewitter sind vor allem in den Tropen aufgrund der hohen Verdunstungsmengen fast an der Tagesordnung.  

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Frage

In der Meteorologie unterscheidet man Gewitter sowohl in Einzelzellengewitter als auch Superzellengewitter. Erläutere (in Stichpunkten) die Unterschiede der beiden Phänomene.

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Antwort

Eigenschaften einer Superzelle:

- längere Entstehungs- und Bestandszeit

- intensive, großräumig sichtbare Erscheinungen (z.B. Pilzausformung)

- sie gehen oft einher mit schweren Wolkenbrüchen (große Hagelkörner bis hin zu Tornados)

- Auf Satellitenbildern zeigt sich ein deutliches Ausscheren nach rechts (nördliche Halbkugel)  bzw. links (auf der südlichen Halbkugel)


Eigenschaften einer normalen Einzelgewitterzelle: 

- in der Regel kurzlebig

- (im Verhältnis) schwache Gewitterbildung 

- in der Regel geringe Windentwicklung



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Frage

Was beschreibt eine Inversionswetterlage?

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Antwort

Inversionswetterlagen treten insbesondere in Gebirgen auf, und beschreiben eine Umkehr des Temperaturgradienten. Wenn obere Luftschichten z.B. wärmer als die unteren sind, bildet sich in Städten schneller Smog und auf dem Land, in Talbereichen, dichter Nebel, welcher von den oberen (Luft-)Schichten abgeschnitten wirkt. Weitere Beispiele sind  Ausprägungen von Kaltluftseen.


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Frage

Woher kommt der Begriff Atlantiktief? Erläutere (in eigenen Worten) was es mit diesem Wetterphänomen auf sich hat.

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Antwort

Atlantiktiefs, oder besser Nordatlantiktiefs beschreiben Tiefdruckgebiete, welche für die Wetterlage in Mitteleuropa relevant sind. Dabei wird zwischen verschiedenen Typen anhand unterschiedlicher Ausprägung und Zugbahnen differenziert. Nordatlantiktiefs sind abhängig von den umgebenen Hochdruckgebieten (z.B. Azorenhoch), und bringen oft Regen und Sturm nach Europa. 

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Frage

Wer oder was sind Isobaren?

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Antwort

Die Isobaren oder Wärmeinseln beschreiben Orte in großen Städten, die kontinuierlich wärmer sind als ihre Umgebung.

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Frage

Ein steigender oder sinkender Luftdruck ist ein Indikator für Hoch- bzw. Tiefdruckgebiete. Wie hoch ist der normale Luftdruck auf Meereshöhe?

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Antwort

Der Luftdruck auf Meereshöhe beträgt im Durchschnitt 2,5 bar. 

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Frage

Beschreibe (in eigenen Worten) das Phänomen Azorenhoch, und seine Bedeutung für das Wetter in Mitteleuropa.

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Antwort

Das Azorenhoch ist ein aktives Hochdruckgebiet, welches sich über der Inselgruppe der Azoren ausbildet. Das Azorenhoch und das Islandtief sind beides Wetterphänomene, welche das Wetter in Mitteleuropa maßgeblich prägen. Insbesondere Großwetterlagen (Wetter, welches sich über einen längeren Zeitraum nicht verändert) werden dadurch beeinflusst. 

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