Biosphäre

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Unsere Erde ist in mehrere Sphären unterteilt, die sich durchdringen und überschneiden. Die Biosphäre ist die Sphäre, die sich mit der Gesamtheit des von Lebewesen besiedelten Raums beschäftigt. In diesem Artikel erklären wir dir alles zur Biosphäre. 


Das Thema ist ein Unterthema der physischen Geographie und ist in das Fach Geographie zu einzuordnen.



Was versteht man unter Biosphäre?


Die Biosphäre beschreibt die Gesamtheit aller Räume eines Himmelskörpers, in denen Lebewesen vorkommen. Zur Biosphäre gehören der bodennahe Luftraum, der von Organismen bewohnte Raum des Bodens, die Höhlensysteme in der Erdtiefe, sowie die Gewässer. Im weiteren Sinne wird zudem der Bereich der Atmosphäre, der von Tieren als Flugraum genutzt wird, zur Biosphäre gezählt.


Dabei bezieht sich die Bezeichnung meist auf die Biosphäre der Erde – die irische Biosphäre - , da auf anderen Himmelskörpern bis jetzt noch keine Biosphären entdeckt wurden. Die Biosphäre scheint demnach ein Phänomen zu sein, das in unserem Sonnensystem einzigartig ist. 



via spektrum.de

 



  • Die Biosphäre beschäftigt sich mit allen Räumen eines Himmelskörpers, in dem Lebewesen vorkommen.
  • Da bis jetzt noch keine weiteren Biosphären in unserem Sonnensystem entdeckt wurden, bezieht sich der Begriff auf die irische Biosphäre.


Mikroorganismen der Biosphäre


Man kann sich die Biosphäre als dünne Hülle vorstellen, die einen äußeren Bereich der Erde durchdringt. Sie reicht von der oberen Lithosphäre bis in den unteren Saum der Mesosphäre, welche ein Teil der Atmosphäre ist. Man kann auch sagen, dass die Biosphäre etwa von 5 km unter der Erdoberfläche bis 60 km über die Erdoberfläche reicht. Die äußeren Bereiche der Tiefen und Höhen werden dabei ausschließlich von Mikroorganismen bewohnt.


Ein Mikroorganismus, auch Mikrobe ist ein so kleines Lebewesen, dass es mit dem bloßen Auge nicht erkennbar ist. Zumeist sind es Einzeller, wie zum Beispiel Bakterien, Pilze oder Algen.


Dass die biosphärischen Außenzonen ausschließlich von Mikroorganismen bewohnt sind,  hängt mit den extremen Umweltbedingungen zusammen, die dort herrschen. Selbst diese widerstandsfähigen Mikroben können dort bloß in Dauerstadien bestehen, das heißt ihr Bestand wächst nicht.



Mikroorganismen Beispiel 


In den atmosphärischen Höhen gibt es Temperaturen von bis zu -50 Grad Celsius, fast vollständigen Wassermangel und eine starke Ultraviolettstrahlung. Es wird davon ausgegangen, dass die Mikroorganismen nicht ihren gesamten Lebenszyklus in einer solchen Höhe verbringen, sondern auf verschiedene Wege hinauf gewirbelt werden und dort einige Zeit verbleiben.


  • Die Biosphäre reicht von der oberen Lithosphäre (5km unter der Erdoberfläche) bis in den unteren Bereich der Mesosphäre (60km über der Erdoberfläche).
  • Aufgrund der extremen Umweltbedingungen in den biosphärischen Außenzonen werden diese ausschließlich von Mikroorganismen in Dauerstadien bewohnt.



Untereinheiten der Biosphäre


Die Biosphäre kann in drei große Untereinheiten untergliedert werden. Die tiefe Biosphäre, die Hydrobiosphäre, sowie die Geosphäre.



Die Tiefe Biosphäre


Die Tiefe Biosphäre bezeichnet die Ökosysteme der Lithosphäre unterhalb der Erdoberfläche und Böden. Sie kann auch als Biosphäre der Erdkruste bezeichnet werden und besteht zum größten Teil aus Bakterien, Viren und Pilzen.



Die Hydrobiosphäre


Die Hydrobiosphäre beschreibt die von Lebewesen besiedelten und beeinflussten Anteile der Gewässer, also die Wasserlebensräume von Lebewesen. Sie ist sowohl Teil der Biosphäre, als auch Teil der Hydrosphäre (link).



Die Geosphäre


Die dritte Untereinheit der Biosphäre ist das von Lebewesen besiedelte und beeinflusste Festland. Man nennt diese Untereinheit auch Geobiosphäre.


  • Die Biosphäre kann in drei große Bereiche unterteilt werden: Es gibt die Tiefe Biosphäre, die Hydrobiosphäre und die Geobiosphäre.



Ökosysteme der Biosphäre


Die irdische Biosphäre beschreibt den belebten Raum der Erde. Leben ist immer darauf angewiesen Stoffe und Energie mit ihrer ungelebten Umwelt auszutauschen, um zu überleben. Sie bilden sogenannte Ökosysteme. Ohne eine ökosystemare Wechselwirkung wäre Leben also gar nicht möglich.


Ein Ökosystem ist eine Lebensgemeinschaft von Organismen mehrerer Arten und ihrer unbelebten Umwelt, die auch als Lebensraum, Habitat oder Biotop bezeichnet wird. Beispiele für Ökosysteme sind Wüsten, Wälder oder Meeresküsten. Das Ökosystem ist ein offenes System, da Stoffe und Energie von Außen eindringen können und es auch wieder verlassen können.


Ein weiter gefasster Begriff innerhalb der Biosphäre ist das Biom. Ein Biom beschreibt das gesamte vorherrschende Ökosystem eines ausgedehnten Bereichs der Erdoberfläche. Sie sind also Großlebensräume mit den darin vorkommenden Pflanzen, Tieren, Organismen und unbelebten Bestandteilen.


  • Ökosysteme sind Lebensgemeinschaften von Organismen und ihrer unbelebten Umwelt.
  • Ein Biom beschreibt das gesamte vorherrschende Ökosystem eines Bereichs der Erde.


Aufbau der Biosphäre


Nur eine dünne Hülle der Erde ist sogenannter Raum mit Leben. Gemessen am irdischen Gesamtvolumen besitzt die Biosphäre nur einen winzigen Rauminhalt, da Organismen bestimmte Ansprüche an ihre abiotische Umwelt haben und die meisten Bereiche der Erde diese nicht erfüllen können.


Zum einen brauchen Lebewesen Platz, was heißt, dass sie sich nur an Orten aufhalten können, die genügend Raum für ihre Körpergröße bereitstellen. Von Lebensform zu Lebensform unterscheiden sich natürlich die geeigneten Möglichkeiten. Außerdem können die Ansprüche an den Aufenthaltsort auch saisonal und lebensalterabhängig sein.


Zum anderen müssen am Aufenthaltsort die Ernährung der Lebewesen, sowie abiotische Ökofaktoren, wie thermische Energie oder Flüssigwasser, gewährleistet sein.


Im Laufe der Geschichte bildeten sich viele unterschiedliche Lebensformen mit verschiedener Körpergröße, Ansiedlungsmethoden, Ernährungsweisen und Ansprüchen. Da innerhalb der Biosphäre nicht überall dieselben Bedingungen herrschen, existiert auch kein Lebewesen an allen Orten der Biosphäre. Sich ähnelnde Lebensformen finden sich oft zusammen am gleichen Aufenthaltsort und bilden so Ökoregionen oder Ökozonen.


Es gibt Biome, wie den Tropischen Regenwald oder Korallenriffe, mit einer großen Arten – und Individuendichte, aber auch Bereiche mit spärlichem, eingeschränktem Leben, wie Kältewüsten und Trockenwüsten.


  • Leben gibt es vergleichsweise nur an wenig Orten, da Organismen bestimmte Ansprüche an ihre abiotische Umwelt haben, die nicht überall erfüllt werden können.
  • Organismen brauchen unter anderem Platz, thermische Energie, Flüssigwasser und Nahrung, um zu überleben.
  • Ökoregionen und Ökozonen beschrieben Gebiete, in denen es sich ähnelnde Lebewesen gibt.
  • Die Arten – und Individuendichte variiert von Region zu Region.


Alles Wichtige zur Biosphäre auf einen Blick!


  • Die Biosphäre beschreibt die Gesamtheit aller Räume eines Himmelskörpers, in denen Lebewesen vorkommen.


  • Die Biosphäre reicht von der oberen Lithosphäre (5km unter der Erdoberfläche) bis in den unteren Bereich der Mesosphäre (60km über der Erdoberfläche).


  • Aufgrund der extremen Umweltbedingungen in den biosphärischen Außenzonen werden diese ausschließlich von Mikroorganismen in Dauerstadien bewohnt.


  • Die Biosphäre kann in drei große Bereiche unterteilt werden: Es gibt die Tiefe Biosphäre, die Hydrobiosphäre und die Geobiosphäre.


  • Leben gibt es an vergleichsweise wenig Orten, da es Ansprüche an die abiotische Umwelt hat, wie Platz, Flüssigwasser, thermische Energie und Nahrung.


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