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Tsunami

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Tsunami

Immer wieder hört man, dass ein Tsunami ganze Dörfer und Städte zerstört und Menschen große Verletzungen erleiden. Wie entsteht aber so ein Tsunami? Wo kommen sie vor und welche Gefahren genau bringt ein Tsunami mit sich? Diese Fragen und noch weitere beantworten wir in dieser Erklärung.

Tsunami - allgemeine Informationen

Ein Tsunami ist eine Flutwelle, die meistens von Erdbeben unter der Wasseroberfläche verursacht wird.

Diese Flutwellen tragen das Wasser mit großer Wucht weit über das Ufer und richten dabei meist große Zerstörungen an. Beim anschließenden Zurückweichen wird das auf dem überschwemmten Land mitgerissene Material, oft auch Menschen und Tiere, weit auf den Ozean zurück gespült.

Die Stelle an dem das Erbeben entsteht nennt man Epizentrum: im Epizentrum schieben sich zwei Erdplatten übereinander und wühlen das Wasser so stark auf, dass riesige Flutwellen entstehen.

Das Wort Tsunami stammt aus dem Japanischen und bedeutet ungefähr Hafenwelle oder große Welle im Hafen. Überlieferungen nach kommt der Begriff von Eindrücken von Fischern, die nach ihren Ausfahrten wieder zurück in ihrem Heimathafen kamen und diesen verwüstet vorfanden.

Die Zerstörung war für sie völlig unerwartet, da sie auf See nichts von der Flutwelle mitbekommen hatten. Mit dem Wort „Tsunami“ wurde so ein Begriff gefunden, der die zerstörerische Wirkung der Welle speziell an der Küste treffend beschreibt.

Entstehung eines Tsunami

Für die Entstehung eines Tsunami sind überwiegend schwere Erdbeben verantwortlich, bei denen der Meeresboden über weite Distanzen aufbricht. Der Meeresboden hebt oder senkt sich dabei schlagartig. An der Meeresoberfläche entstehen durch die Verdrängung bzw. das Absacken des Wassers Wellenberge und Wellentäler. Diese Wellenberge und Wellentäler breiten sich in alle Richtungen aus.

Die gefährliche Tsunami-Welle entsteht also durch die plötzliche Verdrängung von großen Wassermassen. Auf dem offenen Meer ist diese Welle flach und bleibt dort fast unbemerkt. So kann zum Beispiel bei einer Wassertiefe von 5.000 Metern die Welle mitten auf dem Ozean wenige Dezimeter bis einen Meter hoch sein. Sie bleibt dort daher fast unbemerkt und stellt für Schiffe keine Gefahr dar.

Sobald das Wasser jedoch flacher wird, staut es sich an, da es nach unten nicht genug Platz gibt. So kann sich das Wasser zu einer fast 10-Meter hohen Welle auftürmen.

Häufig geht einem Tsunami, der an Land auftrifft, ein Abfall des Wasserspiegels voraus. Dieser Abfall stellt ein klares Indiz für einen möglichen nachkommenden Tsunami dar. Neben Erdbeben können auch Hangrutsche, untermeerische Erdrutsche, Meteoriteneinschläge oder Vulkanausbrüche, bei denen große Erdmassen ins Wasser abrutschen, Tsunamiwellen auslösen.

Gefahren eines Tsunami

Trotz der hohen Geschwindigkeit eines Tsunami, vergeht oft einige Zeit, bis er nach einem Beben im Meer auf das Land trifft. Gerade deshalb wird die Gefahr von Tsunamis oft unterschätzt. Denn das Eintreffen eines Tsunami kann in mehreren Wellen erfolgen und es kann dabei durchaus sein, dass spätere Wellen noch höher und verheerender sind als die erste Welle.

Für Menschen, auch Autofahrer, ist es praktisch unmöglich, zu entkommen. Die meisten Opfer ertrinken meist nicht, sie werden von der Welle und dem, was sie mit sich führt, erschlagen. Das abfließende Wasser reißt dann mit sich, was noch stehen geblieben war.

Ausbreitungsgeschwindigkeit der Tsunamiwelle

Ein Tsunami kann sich über einen ganzen Ozean ausbreiten und dabei bis zu 1.000 Kilometer pro Stunde schnell werden. Das ist ungefähr mit der Geschwindigkeit eines Flugzeuges vergleichbar. Jedoch hängt die Ausbreitungsgeschwindigkeit einer Tsunamiwelle sehr von der Wassertiefe ab. Im tiefen Bereich bleibt die Tsunamiwelle sehr flach, ist aber dafür mit einer Geschwindigkeit von ungefähr 800 km/h sehr schnell.

Im Flachwasserbereich reduziert sich die Geschwindigkeit deutlich, jedoch türmt sich die Welle dadurch auf und kann mehr als 30 Meter Höhe erreichen. Wenn der Tsunami an Land auftrifft, kann die Geschwindigkeit der Welle aber immer noch mehr als 30 Stundenkilometer betragen.

Die Wellen eines Tsunami können sich auf einer Fläche von 150 bis 300 Kilometern ausbreiten.

Tsunami-gefährdete Regionen

Tsunamis entstehen vor allem entlang von aktiven Kollisionszonen, den sogenannten Subduktionszonen. An diesen Zonen trifft die ozeanische Platte auf die kontinentale Platte und taucht unter dieser ab. Dabei entstehen Spannungen in der Erdkruste, die sich durch Erdbeben entladen. Eine besonders gefährdete Region ist der sogenannte Pazifische Feuerring, der fast den gesamten Randbereichs des Pazifiks umfasst.

Aber nicht nur der Pazifik ist eine gefährdete Region. Auch im Atlantik und im Mittelmeer wurden in der Vergangenheit Tsunamis durch Erdbeben und Vulkanausbrüche ausgelöst.

Tsunami Frühwarnsysteme

Mittlerweile gibt es in den gefährdeten Regionen Frühwarnsysteme. Diese Frühwarnsysteme erkennen, wenn ein Erdbeben unter dem Meer stattfindet. Denn am Meeresboden sind Fühler befestigt. Misst einer dieser Fühler ein Erdbeben, leitet er das an eine Boje an der Meeresoberfläche weiter. Die Boje funkt dann diese Meldung an ein Erdbebenzentrum an Land weiter. Von dort aus werden Radio- und Fernsehstationen informiert, die die Menschen warnen können.

Abbildung 1: Frühwarnsystem zur Warnung vor TsunamisQuelle: Aktion-deutschland-hilft.de

Die schwersten Tsunamis der letzten 100 Jahre

Jahr

Land

Stärke des dazugehörigen Erdbebens

Maximale Wasserhöhe

Zahl der Todesopfer

2004

Indonesien

9,1

50,9 m

227.899

2011

Japan

9,0

38,90 m

15.890

1976

Philippinen

8,1

8,50 m

4.376

1945

Pakistan

8,0

15,24 m

4.000

1952

Russland

9,0

18,00 m

4.000

1933

Japan

8,4

29,00 m

3.022

1960

Chile

9,5

25,00 m

2.234

1998

Papua-Neuguinea

7,0

15,03

2.205

1923

Japan

7,9

13,00 m

2.144

1946

Dominikanische Republik

7,8

5,00 m

1.790

Tsunami - Das Wichtigste

  • Tsunamis sind Naturphänomene, dessen Auswirkungen katastrophal sein können, jedoch häufig unterschätzt werden.
  • Tsunamis sind Flutwellen, die meistens durch Erdbeben ausgelöst werden.
  • Der Meeresboden hebt der senkt sich dabei plötzlich und verdrängt so große Wassermengen.
  • Diese Wassermengen türmen sich auf und bilden Flutwellen, das passiert vor allem in flachem Wasser.
  • Ein Tsunami kann bis zu 1000 km/h schnell werden und sich auf einer Fläche von 150 bis 300 Metern ausbreiten.
  • Gefährdet sind hauptsächlich Regionen im Pazifik, Atlantik und auch im Mittelmeer.
  • Mittlerweile kommen in diesen Regionen Frühwarnsysteme zum Einsatz.

Häufig gestellte Fragen zum Thema Tsunami

Der schlimmste Tsunami der letzten 100 Jahre war 2004 in Indonesien mit einer Erbebenstärke von 9,1. 

Der gewaltigste Tsunami nach Auflaufhöhe entstand 1958 in Alaska in Folge eines Bergrutsch. 

Tsunamis sind Flutwellen, die meistens durch Erdbeben ausgelöst werden. 

Die Wellen erreichten eine Höhe von 14-15 Metern. 

Finales Tsunami Quiz

Frage

Was ist ein Tsunami?

Antwort anzeigen

Antwort

Ein Tsunami ist eine Flutwelle, die das Wasser mit großer Wucht weit über das Ufer trägt und dabei meist große Zerstörungen anrichtet.

Frage anzeigen

Frage

Woher stammt das Wort Tsunami und was bedeutet es?

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Antwort

Das Wort Tsunami stammt aus dem Japanischen und bedeutet ungefähr Hafenwelle oder große Welle im Hafen.

Frage anzeigen

Frage

Wie entsteht ein Tsunami?

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Antwort

Bei einem Tsunami hebt oder senkt sich der Meeresboden schlagartig. Es entstehen Wellenberge und Wellentäler, die sich in alle Richtungen ausbreiten.

Frage anzeigen

Frage

Was können Ursachen für Tsunamis sein?

Antwort anzeigen

Antwort

Ursachen für Tsunamis können Erdbeben, Hangrutsche, untermeerische Erdrutsche, Meteoriteneinschläge oder Vulkanausbrüche sein.

Frage anzeigen

Frage

Was können Ursachen für Tsunamis sein?

Antwort anzeigen

Antwort

Ursachen für Tsunamis können Erdbeben, Hangrutsche, untermeerische Erdrutsche, Meteoriteneinschläge oder Vulkanausbrüche sein.

Frage anzeigen

Frage

Was macht einen Tsunami so gefährlich?

Antwort anzeigen

Antwort

Ein Tsunami ist so gefaählich, da sein Eintreffen  in mehreren Wellen erfolgen kann. Spätere Wellen können noch höher und verheerender sind als die erste Welle. Das Wasser reißt alles mit sich.                                                                                

Frage anzeigen

Frage

Wie schnell kann ein Tsunami werden?

Antwort anzeigen

Antwort

Ein Tsunami kann bis zu 1.000 Kilometer pro Stunde schnell werden. Das ist ungefähr mit der Geschwindigkeit eines Flugzeuges vergleichbar.

Frage anzeigen

Frage

Wovon hängt die Ausbreitungsgeschwindigkeit von Tsunamis ab?

Antwort anzeigen

Antwort

Die Ausbreitungsgeschwindigkeit eines Tsunamis hängen vor allem von der Wassertiefe ab.

Frage anzeigen

Frage

Wie breitet sich ein Tsunami aus?

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Antwort

Im tiefen Bereich breitet sich ein Tsunami sehr flach und sehr schnell aus. Im flachen Bereich reduziert wird er langsamer und höher.

Frage anzeigen

Frage

Wo entstehen Tsunamis?

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Antwort

Tsunamis entstehen vor allem entlang von aktiven Kollisionszonen, den sogenannten Subduktionszonen

Frage anzeigen

Frage

Wie funktionieren Tsunami Frühwarnsysteme?

Antwort anzeigen

Antwort

Am Meeresboden sind Fühler befestigt. Wenn diese ein Erdbebenmessen, leiten sie das an eine Boje an der Meeresoberfläche weiter. Die Bojegibt diese Meldung an ein Erdbebenzentrum weiter. Es werden Radio- und Fernsehstationen informiert.

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