Erdbeben

Save Speichern
Print Drucken
Edit Bearbeiten
Melde dich an und nutze alle Funktionen. Jetzt anmelden

Erdbeben gehören mit zu den gewaltigsten Naturphänomenen, die die Erde zum Beben bringen. Von einer Sekunde auf die andere zerstören sie Häuser, Städte und ganze Landstriche. Kaum ein anderes Ereignis fordert so viele Tote und Verletzte. 


Das Thema gehört zum Fach Geographie. Viel Spaß beim Lernen!



Plattentektonik als Ursache für Erdbeben


Die Entstehung von Erdbeben ist auf die Plattentektonik der Erde zurückzuführen. Die Erdkruste besteht aus festem Gestein, den tektonischen Platten. Diese äußerste Schicht der Erde besteht aus Krustenplatten, Lithosphärenplatten und kleineren Krustenbruchstücken.


Von diesen Gesteinsplatten gibt es knapp 60 Kleine und sieben Große: die Pazifische und Antarktische Platte; die Nord- und die Südamerikanische Platte; die Afrikanische Platte sowie die Eurasische und die Australische Platte.

Diese Platten schwimmen wie Eisschollen auf dem flüssigen Inneren der Erde. An einigen Stellen sind die Platten dicker, an anderen dünner. Diese Platten bewegen sich voneinander weg, reiben aneinander. Es kann auch passieren, dass sich eine Platte unter die andere schiebt, so bewegen sich auch die auf diesen Platten liegenden Kontinente bewegen.



Theorie der Kontinentaldrift


Die Theorie der Kontinentaldrift, auch Kontinentalverschiebung genannt, beschreibt die langsame Bewegung, Aufspaltung und Vereinigung von Kontinenten. Dieser Kontinentaldrift wird von den Materialströmungen im weicheren, unter der Erdkruste liegenden Erdmantel verursacht. Diese Materialströmungen im Erdmantel nennt man Konvektionsströme. Sie sorgen dafür, dass heißes, flüssiges Magma an die Oberfläche steigt und die Platten somit antreibt.



Wie entstehen Erdbeben?


Verkeilen sich 2 Platten ineinander oder wird der Druck durch die Reibung der Platten zu groß, kommt es zu einem Bruch. An der Stelle, an der die Platten aufeinandertreffen, entstehen gewaltige Spannungen. Wird dieser Druck zu groß, entladen sich diese Spannungen mit einem Ruck – die Erde bebt. Durch die freigesetzte Energie können sich die Platte auf einen Schlag bis zu mehreren Metern bewegen.


Erdbeben können auch entstehen, wenn zwei kontinentale Platten frontal aufeinanderprallen. Die Platten verschieben die Gesteinsmassen in diesen Regionen und wölben Gebirge auf.




Folgen von Erdbeben


Die Erdbeben an sich haben nicht die große Zerstörungskraft, wie allgemein angenommen wird. Es sind vor allem die Folgeprozesse von den Erdbeben, welche die katastrophalen Folgen mit sich bringen.



Charlie Deets via Unsplash

 


Eine Folge von Erdbeben können riesige Flutwellen, die Tsunamis sein. Diese werden durch heftige Seebeben ausgelöst. Auch können Erdrutsche eine Folge sein, die durch ein Erdbebeneben ausgelöst werden. Oft ist leider auch der Mensch selbst, für die verheerenden Folgen verantwortlich. In vielen erdbebengefährdeten Gebieten sterben Menschen nur deswegen, weil bei der Bebauung notwendige Standards nicht eingehalten wurden. Dies ist aber nicht nur in Ländern der Dritten Welt der Fall, sondern auch dann, wenn beim Neubau von Häusern gepfuscht wird.


Trotz der stetigen technischen Weiterentwicklung von Messinstrumenten können Erdbeben in absehbarer Zeit nicht verlässlich vorhergesagt werden. Darum wird bei der Vorbeugung vor allem auf eine sichere Bebauung Wert gelegt.



Erdbebenmessung


Nicht alle Erdbeben sind für den Menschen spürbar. Erderschütterungen von einer Stärke unter 2,0 können nur von Instrumenten wahrgenommen werden. Etwa ab Stärke 5 werden Erdbeben für den Menschen gefährlich. Wenn irgendwo auf der Welt die Erde bebt, versuchen Wissenschaftler kurz danach, das Erdbeben in seiner Stärke zu messen und in eine Skala einzuordnen. Die bekanntesten Skalen sind die Mercalli-Skala und die Richter-Skala.


Die Mercalli-Skala


Der italienische Vulkanologe Guiseppe Mercalli entwickelte bereits 1902 eine Skala, die an den Auswirkungen eines Erdbebens ausgerichtet ist. Die Mercalli-Skala ordnet fühlbare Erschütterungen und sichtbare Zerstörungen an Gebäuden oder in der Landschaft einzelnen Klassen zu, die von "Kaum wahrnehmbar" bis "Völlig verwüstend" reichen.


Vorteil dieser rein beobachtenden Methode ist, dass sogar in Regionen, in denen keine Messinstrumente stehen, die Intensität bestimmt werden kann. Wenn es gute Augenzeugenberichte gibt, dann können damit sogar historische Erdbeben klassifiziert werden.


Die Richter-Skala


Charles Richter entwickelte 1935 die Richter-Skala. Im Gegensatz zur Mercalli-Skala beruht sie auf physikalisch messbaren Faktoren.


Sie basiert auf Amplitudenmessungen von Seismogramm Aufzeichnungen, die in relativ geringer Distanz von wenigen hundert Kilometern zum Epizentrum gewonnen wurden. Anhand des maximalen Ausschlags in einem Seismogramm, der grafischen Darstellung von Erdbebenwellen und der Entfernung zum Bebenherd berechnete Richter die Stärke eines Erdbebens.


In der Wissenschaft wird die Richter-Skala nicht mehr benutzt, da sie nicht alle Beben exakt genug erfassen kann. Im allgemeinen Sprachgebrauch und in Nachrichtensendungen ist sie dennoch weiter fester Bestandteil.


Richter Magnituden

Einteilung der Erdbebenstärke

Erdbebenauswirkungen

Ungefähre Häufigkeit weltweit

< 2

Mikro

Mikro Erdbeben, nicht spürbar

8000-mal pro Tag

2 < 3

Extrem leicht

Eher nicht spürbar

1500-mal pro Tag

3 < 4 

Sehr leicht

Oft spürbar, Schäden eher selten

49.000-mal pro Jahr

4 < 5

Leicht

Sichtbare Schäden an Zimmergegenständen, Erschütterungsgeräusch

6200-mal Pro Jahr

5 < 6

Mittelstark

Ernste Schäden an anfälligen Gebäuden, leichte Schäden an robusten Gebäuden

800-mal pro Jahr

6 < 7

Stark

Zerstörung im Gebiet bis 70 km

120-mal pro Jahr

7 < 8

Groß

Zerstörung über weite Gebiete

18-mal pro Jahr

8 < 9

Sehr groß

Zerstörung im Bereich von mehreren hundert Kilometern

1-mal pro Jahr

9 < 10

Extremgroß

Zerstörung im Bereich von mehreren tausend Kilometern

Alle 20 Jahre

>10

Globale Katastrophe

Noch nie registriert

-



Die stärksten Erdbeben der letzten 100 Jahre


Die stärksten Erdbeben sind nicht immer die mit den meisten Toten:


  1. 1960: Chile,         Stärke 9,5     1655 Tote
  2. 1964: Alaska,          Stärke 9,2     137 Tote
  3. 2004: Indonesien     Stärke 9,1     228.194 Tote
  4. 2011: Japan         Stärke 9,0     19.100 Tote
  5. 1952: Kamtschatka     Stärke 9,0     2.336 Tote
  6. 2010: Chile         Stärke 8,8      547 Tote
  7. A1965: Alaska        Stärke 8,7     0 Tote
  8. 1950: Tibet         Stärke: 8,6     4.826 Tote
  9. 1957: Alaska         Stärke 8,6      2


Erdbeben – Alles Wichtige auf einen Blick!


Erdbeben gehören zu den Naturphänomen, mit häufig katastrophalen Folgen.


  • Erdbeben sind auf die Plattentektonik der Erde zurückzuführen


  • Die Erdkruste besteht aus unterschiedlichen Gesteinsplatten


  • Diese Gesteinsplatten bewegen sich dauerhaft und können aneinanderreiben, sich verkeilen oder zusammenstoßen


  • Durch diese Bewegungen entstehen Spannungen, die sich, wenn sie zu groß werden, schlagartig lösen


  • Das Lösen dieser Spannungen spüren wir dann in Form eines Erdbebens


  • Die beiden bekanntesten Skalen zum Messen eines Erdbebens sind die Mercalli- Skala und die Richter-Skala


  • Die stärksten Erbeben sind aber nicht immer die verheerendsten oder die mit den meisten Toten


Finales Erdbeben Quiz

Frage

Auf welchen Prozess im Erdinneren sind Erdbeben zurückzuführen?

Antwort anzeigen

Antwort

Die Entstehung von Erdbeben ist auf die Plattentektonik der Erde zurückzuführen.

Frage anzeigen

Frage

Wie viele Gesteinsplatten gibt es und wie heißen diese?

Antwort anzeigen

Antwort

Es gibt knapp 60 kleine und sieben große Gesteinsplatten. Diese heiißen die Pazifische, die Antarktische, die Nord- und die Südamerikanische, die Afrikanische, die Eurasische und die Australische Platte.

Frage anzeigen

Frage

Was berschreibt die Theorie der Kontinentaldrift und wodurch wird dieser verursacht?

Antwort anzeigen

Antwort

Die Theorie der Kontinentaldrift, beschreibt die langsame Bewegung, Aufspaltung und Vereinigung von Kontinenten. Dieser Kontinentaldrift wird von den Materialströmungen im weicheren, unter der Erdkruste liegenden Erdmantel verursacht.

Frage anzeigen

Frage

Wie entstehen Erdbeben?

Antwort anzeigen

Antwort

Erdbeben entstehen, wenn sich 2 Platten ineinander verkeilen oder der Druck durch die Reibung der Platten zu groß wird.Wird dieser Druck zu groß, entladen sich diese Spannungen mit einem Ruck – die Erde bebt. Erdbeben können auch entstehen, wenn zwei kontinentale Platten frontal aufeinanderprallen.

Frage anzeigen

Frage

Warum sind Erdbeben so gefährlich?

Antwort anzeigen

Antwort

Erdbeben sind so gefährlich, da sie häufig Tsunamis oder Erdrutsche und damit die Zerstörung von Gebäuden als Folge haben

Frage anzeigen

Frage

Durch welchen Skalen können Erdbeben gemessen werden?

Antwort anzeigen

Antwort

Erdbeben können durch die Mercalli Skala und die Richter Skala gemessen werden.

Frage anzeigen

Frage

Wie funktioniert die Mercalli Skala?

Antwort anzeigen

Antwort

Die Mercalli-Skala ordnet fühlbare Erschütterungen und sichtbare Zerstörungen an Gebäuden oder in der Landschaft einzelnen Klassen zu, die von "Kaum wahrnehmbar" bis "Völlig verwüstend" reichen.                                                                                            

Frage anzeigen

Frage

Wie funktioniert die Richter Skala?

Antwort anzeigen

Antwort

Die Richter Skala basiert auf Amplitudenmessungen von Seismogramm Aufzeichnungen. Anhand des maximalen Ausschlags in einem Seismogramm, der grafischen Darstellung von Erdbebenwellen und der Entfernung zum Bebenherd wird die Erdbebenstärke bestimmt.

Frage anzeigen

Frage

Wie können Erdbeben vorhergesagt werden?

Antwort anzeigen

Antwort

Erdbeben können trotz der stetigen technischen Weiterentwicklung von Messinstrumenten nicht verlässlich vorhergesagt werden.

Frage anzeigen

Frage

Wo ereignete sich 2004 das Erdbeben mit über 200.000 Toten?

Antwort anzeigen

Antwort

Das Erdbeben mit über 200.000 Toten ereignete sich 2004 in Indonesien.

Frage anzeigen
Mehr zum Thema Naturphänomene
60%

der Nutzer schaffen das Erdbeben Quiz nicht! Kannst du es schaffen?

Quiz starten

Über 2 Millionen Menschen lernen besser mit StudySmarter

  • Tausende Karteikarten & Zusammenfassungen
  • Individueller Lernplan mit Smart Reminders
  • Übungsaufgaben mit Tipps, Lösungen & Cheat Sheets
Finde passende Lernmaterialien für deine Fächer
Icon
Biologie
Icon
Chemie
Icon
Deutsch
Icon
Englisch
Icon
Geographie
Icon
Geschichte
Icon
Mathe
Icon
Physik
Hol dir jetzt die Mobile App

Die StudySmarter Mobile App wird von Apple & Google empfohlen.

Erdbeben
Lerne mit der Web App

Alle Lernunterlagen an einem Ort mit unserer neuen Web App.

Mehr dazu Erdbeben