Klimawandel

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Der Klimawandel, umgangssprachlich auch oft Erderwärmung genannt, gehört zum übergeordneten Thema Klima und ist ein Teilbereich der Geographie.


In diesem Artikel erklären wir dir, was der Klimawandel ist, wo der Klimawandel seinen Ursprung und seine Ursache hat und was für Folgen laut der Wissenschaft zu erwarten sind.



Klimawandel – Definition


Obwohl der Klimawandel (auch Klimaveränderung, Klimaänderung oder Klimawechsel genannt) fälschlicherweise oft als Erderwärmung bezeichnet wird, so versteht man unter Klimawandel sowohl die Abkühlung als auch die Erwärmung des Klimas über längere Zeit. 


Das Wort Klima beschreibt dabei die langfristige Veränderung des durchschnittlichen Wetters mit den relevanten Größen des Klimasystems wie dem Niederschlag, dem Wind, der Temperatur aber auch den Meeresströmungen. Als langfristig wird eine Spanne von ca. 30 Jahren angesehen.


Klimaänderung– Unterschied zum Wetter


Im Unterschied zum Klima ist das Wetter die kurzfristige, aktuelle Veränderung der Temperatur. 

Das solltest du dir hinsichtlich der Definition merken:


  • Das Klima ist die langfristige Veränderung von Wettererscheinungen, gemessen an Variablen wie dem Wind, der Temperatur oder dem Niederschlag


  • Das Wetter beschreibt hingegen die kurzfristige Veränderung der Temperatur



Die Geschichte des Klimawandels


Die Klimaänderung ist kein neues Phänomen. Erwärmungen und Absenkungen, beispielsweise der Temperatur, gab es schon immer. Jedoch geschahen diese Veränderungen langsam, sodass die Natur die Chance hatte, sich vorzubereiten und anzupassen. Zudem hatte der natürliche Klimawandel bisher mehrere Ursachen wie die Veränderung der Sonne oder klimawirksame Vulkanausbrüche.


Es ist neu, dass der Klimawandel menschengemacht ist. 

Besonders ist zudem, dass sich alle Bestandteile des Klimasystems, nämlich Ozean, Land, Atmosphäre, Biosphäre und Eismassen, fast gleichzeitig und überall auf der Erde erwärmt haben. 


Forscher:innen haben ausgeschlossen, dass der sehr schnelle Temperaturanstieg seit Beginn der Industrialisierung ein natürlicher Effekt durch die Sonne oder Vulkanausbrüche sein kann. Es ist nur durch menschengemachte Treibhausgase erklärbar. Forscher:innen haben dabei in den letzten 100 Jahren einen Anstieg der Durchschnittstemperatur von 0,8 Grad Celsius feststellen können.


Das ist wichtig für dich:


  • Den Klimawandel gibt es schon immer, der jetzige ist jedoch nicht auf natürliche Ursachen zurückzuführen
  • Das Tempo des Klimawandels ist ein neues, menschengemachtes Phänomen 
  • An diese Schnelligkeit kann sich die Natur nicht anpassen


Ursachen des Klimawandels


Ursache des Klimawandels ist besonders der Treibhauseffekt, der genauso wie der Klimawandel keine neue Erscheinung ist.

Treibhausgase, der natürliche und menschengemachte Treibhauseffekt

Die Erde ist von einer Atmosphäre, also einer unsichtbaren Lufthülle, umgeben, die unterschiedliche Treibhausgase wie Kohlendioxid (CO2) oder Methan (CH4) enthält. Diese sind schon immer da und haben einen Effekt auf die Atmosphäre, den man natürlichen Treibhauseffekt nennt. 


Sonnenstrahlen, welche auf die Erde scheinen, werden normalerweise zum großen Teil reflektiert und zurück in das Weltall geworfen. Je mehr Treibhausgase in unserer unsichtbaren Lufthülle sind, desto schwerer ist es für die Sonnenstrahlen, in das Weltall zurückreflektiert zu werden. Sie bleiben also in der Atmosphäre, gefangen von den Gasen und Wolken aus Kohlendioxid und Methan, ,,stecken‘‘ und erwärmen unsere Erde. Dieser Effekt schreitet umso mehr voran, umso mehr die Menschen Treibhausgase wie z.B. CO2 verursachen. Dieser Treibhauseffekt ist also nicht natürlich.


Diese Treibhausgase werden vor allem durch den Verkehr, den Energiesektor und die Industrie (CO2) sowie die industrielle Landwirtschaft, wie etwa die Massentierhaltung (CH4), verursacht. Aber auch die Abholzung von Wäldern ist problematisch, da Bäume durch die CO2-Aufnahme zur Regulierung des Klimas beitragen.


Was sind Kipp-Elemente?


Einige Bestandteile des Klimasystems, die zum Klimawandel führen, ändern sich nicht allmählich, sondern sprunghaft. Bei Überschreitung bestimmter Temperaturschwellen kippen diese Bestandteile und eine Rückkehr ist nicht mehr möglich. Als Kipp-Elemente gelten z.B. die Vernichtung des Amazonas-Regenwaldes, das Schmelzen des antarktischen Eisschildes oder das Schmelzen von sogenannten Permafrostböden, die natürliche Speicher großer Mengen an Methan und Kohlendioxid sind und das Tempo des Klimawandels noch beschleunigen würden.


Als Zusammenfassung solltest du dir folgende Punkte merken:

  • Hauptursache des Klimawandels ist der sogenannte Treibhauseffekt
  • Treibhausgase, die in unserer Atmosphäre gefangen sind, hindern die Sonnenstrahlen aus dem Weltall daran, wieder dorthin zurückzukehren
  • Die Sonnenstrahlen bleiben in der Atmosphäre ,,stecken‘‘, die Erde erwärmt sich
  • Die Treibhausgase entstehen besonders durch den Verkehr (Autos, Flugzeuge) und die Industrie (Verbrennung fossiler Energien wie Kohle, Erdöl), das zum CO2-Austoß führt sowie  durch die Lebensmittelindustrie (besonders die Massentierhaltung), was zum Methan-Ausstoß führt
  • Problematisch sind dabei besondere Grenzen, die Kipp-Elemente, die nicht mehr gut zu machen sind und das Tempo des Klimawandels immens erhöhen



Die Folgen des Klimawandels


Hauptursache des Klimawandels ist die Zunahme der nicht natürlich entstandenen Treibhausgase, welche einen Einfluss auf die Atmosphäre haben. Dieser Vorgang wird Treibhauseffekt genannt und hat viele Folgen.

Durch die hohe Treibhausgaskonzentration steigt die Oberflächentemperatur der Erde. Aber nicht nur die Erde, auch die Meere erwärmen sich. Damit verdunstet Wasser welches für Mensch, Tier, Natur, aber auch die Industrie wichtig ist.


Es nehmen extreme Wetterlagen wie Dürreperioden zu, die ganze Ernten unbrauchbar machen und damit Hunger entstehen lassen. Das gilt nicht nur für Menschen, sondern auch für Tiere. Diese sind aufgrund von fehlender Nahrung oder Wasser oft vom Aussterben bedroht.


Die anhaltende Erhitzung lässt das Eis schmelzen, was wiederrum zum Anstieg des Meeresspiegels führt. Dieser Anstieg lässt ganze Inseln verschwinden und nimmt damit Menschen und Tieren den Lebensraum. Dieser ewige Kreislauf wird immer schlimmer.


  • Hauptproblem des Klimawandels ist die Zunahme der Treibhauskonzentration, die die Erdoberflächentemperatur steigen lässt
  • Damit erwärmen sich Erde und Meere
  • Durch die Erwärmung verdunstet Wasser, zudem schmilzt das Eis (an Gletschern, in Grönland, am Süd- und Nordpol…), was wiederrum den Meeresspiegel steigen lässt
  • Es entstehen extreme Wetterlagen wie Überschwemmungen, Waldbrände oder Dürren, die Mensch und Tier bedrohen


Klimawandel – Künftige Entwicklung


Der Klimawandel wird bis Ende des Jahrhunderts zu einem durchschnittlichen Anstieg der Temperatur um ca. 3-4 Grad Celsius führen, wenn wir weiter ungebremst Emissionen in die Atmosphäre ausstoßen.


Klimawandel und das 1,5-Grad Ziel


Auf dem UN-Klimagipfel in Paris wurde 2015 beschlossen, dass der globale Temperaturanstieg bis Ende des Jahrhunderts auf deutlich unter 2 Grad Celsius, sogar möglichst auf 1,5 Grad Celsius, reduziert werden soll. Schreitet der momentane Trend fort, so ist dieses Ziel bereit in einem Jahrzehnt erreicht. Die aktuellen Anstrengungen der Politik würden nämlich zu einer Erderwärmungen von 2,8 Grad Celsius bis Ende des Jahrhunderts führen.


Das Problem ist nämlich Folgendes:

das vom Menschen ausgestoßene Kohlendioxid bleibt sehr lange in der Lufthülle der Erde. 15-40 % des Ausstoßes bleiben bis zu 2.000 Jahre in unserer Atmosphäre. Das bedeutet, dass bereits das, was sich schon bisher in der Atmosphäre angesammelt hat, sehr problematisch ist.


Emissionssenkungen sind möglich – jedes Grad Erderwärmung zählt


Deutschland hat im Gegensatz zu einigen EU-Mitgliedsstaaten noch harte Arbeit vor sich. Länder wie beispielsweise Dänemark haben es zwischen 2005 und 2017 geschafft, ihren Treibhausausstoß und damit den Treibhauseffekt um mehr als ein Drittel zu senken. 


Um den Klimawandel aufzuhalten und abzumildern gilt es, jedes Grad an Temperaturanstieg zu vermeiden. Ein Beispiel: bei einer Erwärmung der Erde um 1,5 Grad Celsius werden ca. 70-90% der weltweiten Korallenriffe absterben. Bei 2 Grad Celsius hingegen wird davon ausgegangen, dass praktisch alle, nämlich 98-99% aller Korallenriffe der Welt, sterben werden.


Bekannte Persönlichkeiten wie Greta Thunberg haben dieses Problem erkannt und setzen sich mit Aktionen wie dem ,,Friday for Future‘‘ als sozialer Bewegung mit anderen Schüler:innen und Student:innen dafür ein, um das auf der Weltklimakonferenz in Paris 2015 im Weltklimaabkommen beschlossene 1,5-Grad-Ziel der Vereinten Nationen noch einhalten zu können.



Fazit: der Klimawandel als existenzielle Bedrohung


  • Klimaänderungen, Treibhausgase und den Treibhauseffekt gibt es schon immer. Neu ist jedoch, dass sich das Klima mit all seinen Bestandteilen in zunehmendem Tempo ändert.


  • Das passiert deshalb, weil der Mensch zu viele Treibhausgase ausstößt, welche zum Treibhauseffekt führen. Diese Emissionen hindern die Sonnenstrahlen, welche aus dem Weltall auf die Erde strahlen, wieder dorthin zurückzukehren und erwärmen somit unsere Erde.


  • Folgen sind unter anderem die Erwärmung der Meere, das Abschmelzen von Eis, Dürren, Überschwemmungen.


  • Es gibt sogenannte Kipp-Punkte, deren Folgen nicht wieder gut zu machen sind. Dazu zählt beispielsweise die Abholzung des Amazonas-Regenwaldes.


  • Die Politik hat sich 2015 auf ein Klimaziel, nämlich das 1,5-Grad-Ziel, geeinigt. Nach heutigem Stand wird es sehr schwer, dieses Ziel bis Ende des Jahrhunderts nicht zu überschreiten. Das Verfehlen solcher Ziele hat Aktivist:innen wie Greta Thunberg und soziale Bewegungen wie die ,,Fridays for Future‘‘ ins Leben gerufen, denn: jedes Grad zählt.


Finales Klimawandel Quiz

Frage

Nenne die ökologischen Folgen des Klimawandels in Deutschland

Antwort anzeigen

Antwort

  • Dürre
  • Überschwemmungen
  • Regenfälle
  • Stürme
  • Gletscherschmelze
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Frage

Was sind tropische Nächte?

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Antwort

Tropische Nächte werden solche Nächte genannt, in denen die Temperatur nicht unter 20°C fällt.

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Frage

Weswegen kann es zu einem Massensterben von Fischen kommen?

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Antwort

Weil Wasser bei Wärme einen geringeren Sauerstoffgehalt hat.

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Frage

Wieso kann es zu stärkeren Regenfällen kommen?

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Antwort

Wenn durch vermehrt höhere Temperaturen öfter warme Luftmassen auf kalte stoßen, resultiert das in vermehrt starken Regenfällen.

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Frage

Was für Auswirkungen hat die Gletscherschmelze?

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Antwort

Mit dem Verschwinden von Gletschern verschwindet auch der Lebensraum vieler Tierarten. Dazu sind Gletscher große Trinkwasserspeicher. Bei vermehrter Gletscherschmelze kann es zu Problemen bei der Trinkwasserversorgung kommen.

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Frage

Was für Auswirkungen hat der Klimawandel auf Menschen?

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Antwort

  • Große Hitze kann für Säuglinge und alte Menschen gefährlich werden
  • Konzentrationsprobleme
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Frage

Wieso leidet der Norden Deutschlands besonders unter dem Klimawandel?

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Antwort

Durch schmelzende Eisberge steigt der Meeresspiegel, was auf Dauer die Küsten im Norden Deutschlands überschwemmt. 

Dies führt auch dazu, dass der Badetourismus an den Stränden in Norddeutschland leidet.

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Frage

Inwiefern leidet der Schifftourismus unter dem Klimawandel?

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Antwort

Da durch die große Hitze die Wasserspiegel in Flüssen und Seen sinken, können Betreiber dieser keine Fahrten mehr anbieten.

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Frage

Wie wirkt sich der Klimawandel auf den Alpentourismus aus?

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Antwort

Da es bei größerer Wärme weniger Schnee und Eis gibt, kommen weniger Touristen in den Süden Deutschlands. Dies kann dann zu wirtschaftlichen und finanziellen Problemen für größere Regionen werden.

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Frage

Wie bewegt sich die Schneegrenze in den nächsten Jahren?

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Antwort

Die Schneegrenze soll um 200 bis 300 Meter nach oben wandern.

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Frage

Was sind Beispiele für Extremwetterereignisse?

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Antwort

  • Starkregen
  • Dürre
  • Stürme
  • Extremer Schneefall 
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Frage

Wo zeigt sich der Klimawandel am stärksten?

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Antwort

  • Jahresdurchschnittstemperatur
  • Meeresströmungen
  • Niederschlag
  • Frequenz von Extremwetterereignissen
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Frage

Wieso kann der Klimawandel zu vermehrten Schädlingsbefällen bei Pflanzen führen?

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Antwort

Da mildere Winter nicht mehr alle Pilze, Viren und andere Schädlinge abtöten, können diese sich das ganze Jahr über vermehrt verbreiten.

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Frage

Nenne Beispiele, inwiefern der Klimawandel unser tägliches Leben beeinträchtigen könnte.

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Antwort

  • vermehrte Wald- und Feldbrände
  • vermehrte Verkehrsunfälle durch reduzierte Konzentration bei hohen Temperaturen
  • Gefahr bei Hangrutschungen durch Starkregen
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Frage

Wie wirkt sich der Klimawandel auf die Infrastruktur in Deutschland aus?

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Antwort

Es kommt öfter zu geplatztem Asphalt aber auch zu Hochwassern, denen die Kanalisation standhalten muss. Demnach steigen auch die Instandhaltungskosten.

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Frage

Was sind die Probleme für Bäume und Wälder?

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Antwort

Durch die große Hitze sinkt das Wachstum der Bäume. Jedoch sind diese mitunter die wichtigsten CO2-Speicher. Speichern diese weniger CO2, steigen die Temperaturen umso mehr. 

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