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Gletscher

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Gletscher

Gletscher sind im Allgemeinen bekannt als riesige Eis- und Schneemassive, die sich im hohen Gebirge befinden. Doch sind sie nicht nur imposante Wanderlandschaften. Was für eine Bedeutung steckt hinter diesen Giganten aus Eis? Wie sind sie entstanden? Und welche Bedeutung hat der Klimawandel für sie?

Gletscher — Definition

Gletscher können mehrere Kilometer lang sein und Hunderte von Metern breit.

Gletscher sind aus Eis, Schnee und Firn verdichtete Massen, die ganzjährig bestehen. Ein Gletscher kann sich nur bilden, wenn mehr Schnee fällt, als Abschmelzen kann.

Gletscher bewegen sich durch Schubspannung eigenständig. Bei dieser wirkt das neue Eis als Kraft von außen auf das bereits vorhandene Gletschereis. Dadurch entsteht ein Druck, der das alte Gletschereis nach vorne schiebt. Dies wird auch als aktive bewegende Eismasse bezeichnet. Diese ist abhängig von der Struktur und Masse des Eises, der Temperatur und Hangneigung.

In Gletschern ist momentan zirka 70% des weltweiten Süßwassers gespeichert. Demnach sind sie nach den Ozeanen die größten Wasserspeicher der Erde. Sie speisen eine Vielzahl an Flüssen und sind bedeutende Landschaftsformer. In den Polargebieten bedecken sie einen Großteil der Fläche. Ebenso haben sie einen wichtigen Einfluss auf das weltweite Klima.

Nur Bereiche der sich aktiv bewegenden Eismasse dürfen als Gletscher bezeichnet werden. Inaktive Bereiche, die noch mit dem Gletscher zusammen hängen, werden Stagnanteis genannt. Sind diese Bereiche vom Gletscher abgetrennt, nennt man sie auch Toteis.

Gletschertypen

Gletscher lassen sich je nach Lage in verschiedene Typen einteilen.

Talgletscher

Diese Gletscher liegen in einem Tal und bewegen sich in die Talebene hinab. Sie werden wegen ihrer Form auch als Zungengletscher bezeichnet. Zu einem typischen Vertreter dieser Gletscherform zählt zum Beispiel der 26 Kilometer lange Aletschgletscher in der Schweiz.

Als Zungengletscher werden solche Gletscher bezeichnet, die eine Gletscherzunge besitzen. Dieser Teil des Gletschers befindet sich im unteren Bereich und ist wie eine Zunge geformt. Wie genau so eine Gletscherzunge aussehen kann, ist in Abbildung 3 zu sehen.

Firngletscher

Bei dieser Gletscherart handelt es sich um sehr viele kleine Talgletscher, die sich in den Nischen der Felsen befinden. Im Gegensatz zum Talgletscher besitzen sie keine Zunge mehr, da sie sich am Rande der Schneegrenze befinden. Einer dieser Firngletscher ist zum Beispiel der Mendenhall-Gletscher in Alaska.

Gletscher in Deutschland

Gletscher lassen sich fast ausschließlich in Hochgebirgen vorfinden. In Deutschland ist dies in den Alpen. Aktuell gibt es nur noch fünf deutsche Gletscher. Alle befinden sich im Freistaat Bayern. Sie liegen um die Zugspitze herum und in Berchtesgaden. Das sind der Nördlicher Schneeferner, Südlicher Schneeferner, Watzmanngletscher, Blaueisgletscher und Höllentalferner.

Der Südliche Schneeferner ist dabei eigentlich kein richtiger Gletscher mehr, da er nur noch aus totem Eis besteht. Der Höllentalferner ist der größte verbliebene Gletscher und der einzige, der noch eine Gletscherzunge besitzt.

Entstehung von Gletschern

Damit ein Gletscher entstehen kann, müssen eine Reihe von entscheidenden Faktoren vorliegen. Neben langjährig niedrigen Temperaturen benötigt es einen Ort, an dem mehr Schnee fallen kann, als abtaut. Das heißt, wenn es nur kalt ist, aber kaum Niederschlag vorhanden ist, kann kein Gletscher entstehen. Das ist zum Beispiel in Alaska der Fall.

Im Gebirge wird dabei von einer klimatischen Schneegrenze gesprochen. Diese beschreibt die Trennlinie zwischen ganzjährig mit Schnee bedeckten Gebieten und zeitweise schneefreien Gebieten. Je nach Hanglage und Sonneneinstrahlung kann diese Grenze jedoch um mehrere hundert Meter verschoben sein. Sie ist also je nach Region unterschiedlich.

Es können sich aber auch in flachen Gebieten Gletscher bilden. Das ist zum Beispiel in den Polargebieten der Fall. Die Gletscher sind dort Tausende von Metern dick und bilden dabei riesige Schilde. Deswegen werden sie auch als Eisschilde bezeichnet.

Aufbau eines Gletschers

Jeder Gletscher ist in seinem Aufbau ungefähr gleich. Gletscher können durch ihre Lage eine unterschiedliche Form annehmen, aber sie alle haben einen Bereich in dem sie Masse ansammeln und eines in dem sie die Masse wieder verlieren.

Wenn sich Schneemassen ansammeln, wird von einer Akkumulation gesprochen.

Gebiete, in denen viel Schnee fällt und sich ansammelt, werden auch als Akkumulationsgebiete bezeichnet.

Wenn sich auf den oberen Schichten genug Masse befindet, werden die tiefer liegenden Schichten zusammengepresst. Durch den dabei entstehenden Druck wird die sich im Schnee befindliche Luft herausgepresst. Neuschnee enthält ungefähr 90% Luft, die sich in Hohlräumen befindet.

Wenn sich der Schnee zu Eis verdichtet, sinkt dieser Luftanteil auf zirka 2% herab.

Der Vorgang der Umwandlung von Schnee zu Gletschereis wird auch als Metamorphose bezeichnet.

Durch die hohe Masse des Eises und den geringen Luftanteil erscheint das Gletschereis meist in einer bläulichen oder auch grünlichen Farbe.

Es werden rund 10 Meter Schnee benötigt, um 1,10 Meter Gletschereis zu bilden.

Eine Temperatur über 0° kann bei dem Prozess der Umwandlung von Schnee zu Eis durchaus hilfreich sein. Zum einen werden kleinere Eiskristalle gebildet. Diese bilden zusammen eine dichtere Struktur, was zu einer leichteren Freisetzung von Luft führt, weil weniger Luft zwischen den Eiskristallen eingeschlossen wird. Zum anderen ermöglicht es die Umwandlung von Schnee zu Eis im Tagesverlauf.

Ein Zwischenstadium ist dabei die Bildung von körnigen Eis, das auch als Firn bezeichnet wird. Im Laufe der Zeit verdichtet es sich zu Gletschereis. Dabei kann auch die obere Schneeschicht eine Umwandlung von Schnee zu Eis vollziehen ohne alle Stufen der durch den Druck ausgelösten Metamorphose, durchzumachen. Die normal verlaufende Metamorphose wäre dabei die Umwandlung von Schnee zu Firn zu Eis.

Das Akkumulationsgebiet eines Gletschers muss mindestens 60% des gesamten Gletschers ausmachen. Ist das nicht der Fall kommt es zur Gletscherabtragung. Das heißt, der Gletscher verliert schneller an Masse, als er aufbauen kann.

Natürlicher Masseverlust von Gletschern

Ein Gletscher wird mit Hilfe der Gleichgewichtslinie in das so genannte Akkumulationsgebiet und das Ablationsgebiet eingeteilt. Im Allgemeinen spricht man aber auch vom Nähr- und Zehrgebiet. Im Akkumulationsgebiet sammelt der Gletscher mehr Gletschereis an, während er dieses in Form von Schmelzwasser im Ablationsgebiet wieder verliert. Die Gleichgewichtslinie ist dabei genau der Punkt, an dem sich Akkumulation und Ablation die Waage halten.

Das Schmelzwasser kann dabei den Gletscher an seiner Oberfläche, als auch an seinem Grund verlassen. Schmelzwasser, was am Grund austritt, läuft meist durch eine Öffnung, die auch als Gletschertor bezeichnet wird. Kann das Wasser nicht ablaufen, weil zum Beispiel der natürliche Weg versperrt ist, sammelt es sich unterhalb des Gletschers in einer Wassertasche.

In den polaren Gebieten kommt es auch vor, dass der Masseverlust durch Sublimation erfolgt. Das heißt, dass das Wasser direkt von einem festen in einen gasförmigen Zustand übergeht.

Des Weiteren kann ein Gletscher auch durch Eisabbrüche an Masse verlieren. Das passiert zum Beispiel, wenn ein Gletscher über eine Klippe im Gebirge oder eine Küste wächst. Gerade in Küstengebieten kann so ein Eisabbruch gefährlich sein, weil dadurch Flutwellen ausgelöst werden können.

Gletscherbewegung

Weiter oben in der Erklärung hast Du bereits erfahren, dass Gletscher sich durch Schubspannung bewegen. Das ist seit mehr als 100 Jahren bekannt. Naturforschende stellten die Bewegung fest, indem die zum Beispiel beobachteten, dass Steine ihre Position auf den Gletschern veränderten.

Es wird davon ausgegangen, dass Gletscher, besonders durch das große Eigengewicht nach unten fließen. Es kommt zu Verformungen im Inneren des Gletschers, die aber eine untergeordnete Rolle spielen. Wichtiger ist der Wasserfilm, der sich durch die Reibung zwischen dem Untergrund und dem Gletschereis bildet. Dieses wird auch als Basales Gleiten bezeichnet.

Bei der Bewegung der Gletscher tragen die Massen auch Sand und Gesteinsbrocken mit sich. Dies führt auch zu einer aktiven Verformung des Untergrunds. Besonders im Eiszeitalter trugen die Gletscher Gesteine mit sich, die auch als Moränenmaterial bezeichnet werden. Dies führte zu einer Veränderung der Landschaft im Alpenraum, in den Hochgebirgen, in Nordeuropa und im nördlichen Teil Mitteleuropas, in großen Teilen von Nordamerika und auch im nördlichen Asien.

Bei der Bewegung der Gletscher können je nach Untergrund auch unterschiedliche Verformungen an dessen Oberfläche entstehen. Diese Längs- und Querspalten geben einen Hinweis darauf, wie die Form des Reliefs aussieht und welches Fließverhalten der Gletscher annehmen kann.

Querspalten entstehen bei der Längsdehnung des Gletschers, wenn der vordere Bereich schneller fließt als der hintere höherliegende Teil.Längsspalten entstehen durch die Querdehnung eines Gletschers. Das heißt, wenn er in einen Bereich fließt, in dem er sich weiter ausbreiten kann.

Gletscher als Landschaftsformer

Gletscher übertreffen in ihrer Wirksamkeit als Landschaftsformer sogar noch Flüsse und den Wind. Durch ihre Bewegung und das mitgeführte Material werden Formen der glazialen Abtragung, auch Erosion genannt, sowie Formen und Sedimente in Aufschüttungsgebieten unterschieden. Diese lassen sich an der Talformung und der Glazialen Ablagerung erkennen.

Talformung

Neben den Flüssen als Talformer, die meist V-förmig geschnittene Täler hinterlassen, sind Gletscher zu einer deutlich stärkeren Abtragung fähig. Glazialgeformte Täler sind U-förmig geschnitten und werden als Trogtäler bezeichnet. Diese Täler wurden ausgeschürft, während die Gletscher das Ablagerungsmaterial mit sich führten. An den Talhängen lässt sich noch heute die Schliffgrenze erkennen, die anzeigt, bis wohin ein Gletscher das Tal ausgefüllt hat.

Nunatak

Wenn die Täler eines Gebirges so hoch mit Eis gefüllt sind, dass diese von einem Talsystem in ein anderes fließen können, dann nennt man das Eisstromnetz. Diese finden sich zum Beispiel noch in Alaska. Ragt ein Berg aus diesem Eisstromnetz hervor, wird dieser als Nunatak bezeichnet. Die Spitze wird nicht vom Gletschereis verformt, jedoch alle Bereiche, die sich unter dem Gletscher befindet.

Fjell

Ein Fjell sind Bergspitzen, die von Eis überlagert und verformt wurden. Heute zeichnet sie ihre charakteristisch abgerundete Kuppe aus. Diese Fjelle sind vor allem in Nordeuropa zu finden.

Glaziale Ablagerung

Als Glaziale Ablagerung werden Sedimente bezeichnet, die im direkten Zusammenhang mit dem Eis entstanden sind. Dazu zählen auch Ablagerungen, die am Rande des Eises mit diesem im Kontakt gestanden haben.

Sander

Als Sander werden Schotterebenen bezeichnet, die breite und schwach geneigte Schwemmkegel bildeten. Diese sind das Resultat von alpinen Vorlandsgletschern und skandinavischen Inlandseis, das während der Eiszeit über bestand.

Moräne

Die Moräne ist die wichtigste Ablagerungsform. Sie bezeichnet die Gesamtheit des mitgeführten Materials eines Gletschers. Das sind sowohl Ton als auch Sand, aber auch Schutt und Geröllbrocken. Ausgehend von der Lage zum Gletscher werden sie als Ober-, Unter-, Seiten-, Mittel- und Endmoräne eingeteilt. Wichtig ist, das der Begriff Moräne sich heutzutage eher auf die entsprechende Landschaftsform selbst bezieht und nicht auf das Material, das dort zu finden ist.

Möchtest Du gerne mehr zu diesem Thema erfahren? Dann schau doch einfach in die Erklärung zum Thema Moräne hinein!

Gletscher und das Klima

Gletscher machen nur einen geringen Teil der Erdoberfläche aus, jedoch haben sie eine sehr große Bedeutung für das lokale und weltweite Klima. Dabei spielen zwei physikalische Eigenschaften eine wichtige Rolle:

Das Albedo der Oberfläche

Das Albedo der Oberfläche, also die Reflexionsstrahlung, ist auf einem Gletscher deutlich erhöht, wenn dieser noch nicht bis zur Sichtbarkeit des Bodens abgetaut ist. Das eintreffende Sonnenlicht wird dabei bis zu 90% zurück gespiegelt und erwärmt damit die Biosphäre nicht. Weit ausgedehnte Gletscher zeigen die Tendenz weiter abzukühlen und sich zu vergrößern. Über ihnen können Hochdruckgebiete durch die tiefen Temperaturen entstehen.

Bei dem Albedo handelt es sich um einen Effekt, der eine positive Rückkopplung zur Folge hat. Schnee und Eis haben ein hohes Rückstrahlungsvermögen des Sonnenlichts. Das heißt, nur ein geringer Teil Sonnenenergie wird aufgenommen. Wasser absorbiert das Sonnenlicht hingegen deutlich mehr.

Trifft das Sonnenlicht auf Wasser, beginnt sich dieses aufzuheizen und erwärmt damit die Umgebung. Das führt auch zum Abschmelzen von Eisflächen, wenn diese in geringerer Form bestehen. Im Umkehrschluss kühlt sich die Umgebung ab, wenn genügend Schnee- und Eisflächen vorhanden sind, die das Sonnenlicht reflektieren und nicht speichern. Dadurch verdunstet auch weniger Wasser, das normalerweise zu einer Tiefdruckbildung führen könnte.

Wasserspeicher

Gletscher sind wichtige Wasserspeicher. Sie speichern Wasser als Eis und entziehen es dem Wasserreservoir damit vorübergehend. Bei der Gletscherschmelze wird dieses Wasser wieder freigegeben. Dies kann nicht nur zur Erhöhung des Meeresspiegels führen, sondern auch zu einer Erwärmung der Umgebung.

Die Bedrohung durch den Klimawandel

Durch die Erderwärmung entsteht ein Ungleichgewicht zwischen Akkumulations- und Ablationsgebiet. Das Akkumulationsgebiet eines Gletscher muss mindestens 60% groß sein, damit der Gletscher weiter besteht oder wachsen kann. Werden die nötigen 60% des Akkumulationsgebietes nicht mehr erreicht, taut der Gletscher schneller ab und das Zehrgebiet wird größer.

In Folge dessen wird mehr Schmelzwasser freigegeben und es kommt zu einem Anstieg des Meeresspiegels. Vor Allem das Abschmelzen der riesigen Eisschilde in der Antarktis und in Grönland verursacht die Entstehung von viel Schmelzwasser, wodurch der Meeresspiegel steigt.

Der Anstieg des Meeresspiegels kann schwerwiegende Folgen für die Erde haben. Was genau für Folgen das sind kannst du in der Erklärung zu dem Thema nachlesen!

Es wird untersucht, inwieweit der Einfluss des Schmelzwassers eine Auswirkung auf die Meeresströmungen haben kann. Laut einer Theorie kann das süße Schmelzwasser den Salzgehalt des Meerwassers senken, weshalb sich die Dichte des Meerwassers verringert. Das kann den Golfstrom ausbremsen und zu einer Abkühlung des Klimas in Europa führen. Es ist allerdings nicht bekannt, ob dieser Effekt stärker als die globale Erwärmung ist.

Das Schmelzen der Gletscher

Gletscher sind entscheidende Indikatoren für eine langfristige Klimaänderung. Durch die globale Erwärmung gibt es seit Beginn der Industrialisierung eine massive Gletscherschmelze.

Jedoch unterliegen Gletscher generell starken Veränderungen, die nicht immer vorhersehbar sind. Um genaue Aussagen über das Gletscherverhalten zu treffen, wird die so genannte Massebilanz herangezogen. Das heißt, die Differenz zwischen abgeschmolzenen und neu gebildeten Eis wird gemessen.

Durch den Klimawandel kommt es zu mehr Niederschlägen. Es ist für einen Gletscher jedoch wichtig, ob diese Niederschläge in Form von Regen oder Schnee herunter kommen. Schnee bedeutet ein Wachstum für den Gletscher, während Regen das Abschmelzen begünstigt.

Die Patagonien-Gletscher in Chile und Argentinien sind die am schnellsten abschmelzende Gletscher der Erde. Jedes Jahr verlieren sie so viel Wasser, wie im Bodensee enthalten ist.

Es gibt aber auch Ausnahmen. Der Karakorum-Gletscher in Asien und der Perito-Moreno-Gletscher sind zwei Gletscher, die heute noch wachsen. Der Perito-Moreno-Gletscher profitiert dabei von der Schneeschmelze der Anden. Es ist jedoch unklar, wieso das so ist. Auch für den Höllentalferner in den Alpen besteht ein wenig Hoffnung, dass er noch bis zur Mitte des Jahrhunderts bestehen bleibt. Durch seine schattige Lage und regelmäßige Lawinen wird er regelmäßig mit Neuschnee bedeckt.

Gletscher - Das Wichtigste

  • Gletscher entstehen, wenn sich im Akkumulationsgebiet genügend Schnee ansammelt, der durch Druck zu Eis verformt wird.
  • Das Akkumulationsgebiet wird auch als Nährgebiet bezeichnet. Das ist der Bereich, in dem der Gletscher Schnee und Eis ansammelt, um zu wachsen.
  • Das Akkumulationsgebiet muss 60% des gesamten Gletschers ausmachen, damit dieser wachsen kann.
  • Im Ablationsgebiet wandelt sich das Eis zu Schmelzwasser und fließt in Form von Flüssen ab.
  • Das Ablationsgebiet wird auch als Zehrgebiet bezeichnet. In dem Gebiet verliert der Gletscher an Masse.
  • Gletscher sind wichtige Oberflächenformer, besonders während der Eiszeit haben sie starke Auswirkungen gehabt.
  • Gletscher sind wichtige Süßwasserspeicher und sorgen für die Reflektion von Sonneneinstrahlung.
  • Die Existenz der Gletscher ist durch den Klimawandel bedroht. Ein Abschmelzen führt zur Erhöhung des Meeresspiegels.

Nachweise

  1. Gletscherbewegung (2001). Spektrum Akademischer Verlag https://www.spektrum.de/lexikon/geographie/gletscherbewegung/3114
  2. Kargletscher (2022). Academic https://de-academic.com/dic.nsf/dewiki/745304
  3. Frey. (2021) Alpen ohne Eis. Frankfurter Allgemeine Zeitung. https://www.faz.net/aktuell/wissen/erde-klima/gletscher-in-deutschland-wird-es-bald-nicht-mehr-geben-17501022.html

Häufig gestellte Fragen zum Thema Gletscher

Gletscher sind aus Schnee, Firn und Eis verdichtet Massen, die ganzjährig bestehen.

Es gibt verschiedene Arten von Gletschern. Talgletscher und Firngletscher sind die bekanntesten davon.

Gletscher entstehen in hohen Gebirgslagen, in denen ausreichend Niederschläge in Form von Schnee herunter kommen. Aber auch in der Antarktis und Alaska finden sich Gletscher.

Das Zehrgebiet ist das Gebiet eines Gletschers, in dem der Gletscher an Masse in Form von Schmelzwasser verliert.

Finales Gletscher Quiz

Frage

Woraus bestehen Gletscher?

Antwort anzeigen

Antwort

Gletscher bestehen aus Schnee, Firn und Eis.

Frage anzeigen

Frage

Wie viel Süßwasser haben Gletscher ungefähr gespeichert?

Antwort anzeigen

Antwort

In ihnen befindet sich ungefähr 70% der weltweiten Süßwasserreserven.

Frage anzeigen

Frage

Was für Gletscherarten gibt es?

Antwort anzeigen

Antwort

Firngletscher

Frage anzeigen

Frage

Was ist das Akkumulationsgebiet eines Gletschers?

Antwort anzeigen

Antwort

Als Akkumulationsgebiet wird der Bereich bezeichnet, in dem der Gletscher Masse in Form von Schnee und Eis ansammelt.

Frage anzeigen

Frage

Wie wird die Umwandlung von Schnee zu Eis bezeichnet?

Antwort anzeigen

Antwort

Dieser Vorgang wird auch Metamorphose genannt.

Frage anzeigen

Frage

Welche Gletscher gibt es in Deutschland?

Antwort anzeigen

Antwort

  • Nördlicher Schneeferner
  • Südlicher Schneeferner 
  • Watzmanngletscher 
  • Blaueisgletscher 
  • Höllentalferner 
Frage anzeigen

Frage

Wie können Gletscher an Masse verlieren?

Antwort anzeigen

Antwort

Sie können das Wasser zum einen als Schmelzwasser oder auch als Wasserdampf verlieren. Ebenso können Eisabbrüche zum Verlust von Gletschermasse führen.

Frage anzeigen

Frage

Wie bewegen sich Gletscher?

Antwort anzeigen

Antwort

Sie bewegen sich durch Schubspannung.

Frage anzeigen

Frage

Was zeigen Gletscherspalten an?

Antwort anzeigen

Antwort

Sie zeigen die Beschaffenheit des Untergrundes an.

Frage anzeigen

Frage

Welches Material können Gletscher mit sich führen?

Antwort anzeigen

Antwort

Neben Sand können sie auch Gesteinsbrocken mit sich tragen.

Frage anzeigen

Frage

Wie groß muss das Akkumulationsgebiet eines Gletschers sein, damit er wachsen kann?

Antwort anzeigen

Antwort

Das Gebiet muss mindestens 60% des gesamten Gletschers ausmachen.

Frage anzeigen

Frage

Wozu könnte das Schmelzen der Gletscher führen?

Antwort anzeigen

Antwort

Dem Anstieg der Meeresspiegel und der Verlangsamung des Golfstromes.

Frage anzeigen
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