Flora und Fauna

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Fauna ist ein anderer Begriff für die Tierwelt. Fauna bezeichnet alle in einer bestimmten Region oder in einem Gebiet vorkommenden Tiere bzw. die Tierarten. Flora ist das Pendant in der Pflanzenwelt. Wenn wir die Flora einer Region näher untersuchen, dann schauen wir uns die unterschiedlichen Pflanzen an. Im Rahmen der Forschung, kategorisieren wir zum Beispiel die Pflanzenfamilie, die Gattungen, Arten und Unterarten.



Flora: Vegetationszonen


Flora: Das Klima ist entscheidend für die Vegetation


Die Artenzusammensetzung der Vegetation in den einzelnen Regionen der Erde ist sehr unterschiedlich. Sie hängt nicht allein vom Klima ab, sondern z. B. auch von der erdgeschichtlichen Entwicklung mit ihren geologischen Strukturen und den dadurch bedingten Isolationsbarrieren. Man unterscheidet auf der Erde sechs große Florenreiche mit typischen Familien, Gattungen und Arten. So findet man z. B. die Pflanzenfamilien der Kakteen und Bromelien im neotropischen Florenreich (Mittel- und Südamerika), während die Gattung Eucalyptus mit 600 Arten für das australische Florenreich (Australien, Neuguinea, pazifische Inseln) typisch ist. 


Diese Unterschiede werden aber überdeckt vom Einfluss des Klimas: Unter gleichen Klimabedingungen treten trotz unterschiedlicher Artenzusammensetzung ähnliche Vegetationstypen mit häufig gleichen Anpassungen an ihre Umweltbedingungen („Konvergenzen“) auf. Wie das Klima kann daher auch die Vegetation der Erde in Zonen parallel zu den Breitenkreisen gegliedert werden. Auch hier gibt es mehrere Möglichkeiten der Klassifikation. Die folgende Abbildung unterscheidet acht Vegetationszonen, die das Muster der Klimazonen zeigen.


Abbildung: Der blaue Planet und seine Geozonen; Klima- und Vegetationszonen; Abbildung aus: STARK AbiturSkript -Geographie Bayern: Abi Bayern – Das musst du können!


In Anpassung an den Jahresgang der beiden Klimaelemente Temperatur und Wasserverfügbarkeit haben sich in den einzelnen Klimazonen der Erde verschiedene Böden gebildet und auf ihnen im Zuge der Evolution unterschiedliche Pflanzen und Pflanzengesellschaften (Flora) entwickelt. Auch die Tierwelt (Fauna) hat sich angepasst.


Flora: Vegetation in Europa


Die Vegetation in Europa kann man in vier Zonen einteilen. Ganz im Norden finden wir die arktische Zone mit ihrer Tundra, dann haben wir die boreale Zone mit ihren Nadelwäldern. Die dritte Zone ist die gemäßigte mit den sommergrünen Laubwäldern und ganz im Süden finden wir die mediterrane Zone mit den Hartlaubgewächsen. Die Zonen können wir auch gut auf der Karte ablesen.


Man kann nun denken, dass die Vegetation des Kontinents aufgrund der vier Zonen sehr unterschiedlich ist. Allerdings sehen wir, dass die Flora recht einheitlich ist. Wir finden darüber hinaus verwandtschaftliche Beziehungen zu anderen Pflanzen in Nordamerika und Ostasien, die in ähnlichen Klimaverhältnissen leben.


Flora: Der boreale Nadelwald


Nord- und Nordosteuropa ist von Nadelwäldern bedeckt. Die boreale Nadelwaldzone stößt ganz im Norden an die Tundra. In der Tundra finden wir vorwiegend Sträucher, Flechten und Moose. Im Süden stößt der Nadelwald an die sommergrünen Laubwälder. Dies sind allerdings keine klare Grenzen, sodass wir in der Mitte einen Streifen von Mischwäldern haben, wo wir sowohl Nadel- als auch Laubbäume wiederfinden.


Flora: Die gemäßigte Zone


In der gemäßigten Zone finden wir die sommergrünen Laubwälder. Die gemäßigten Temperaturbedingungen gehen ohne lang anhaltende Trockenzeiten einher. In den Laubwäldern finden wir sehr häufig die Rotbuche, da sich nur wenige andere Baumsorten gegen die Rotbuche durchsetzen können. Dazu zählt die Eiche in trockenen Gebieten, der Spitzahorn und die Linde auf steilen rutschenden Hängen. Die Erle und Weiden finden wir in der Nähe von Fluß-Auen.


Die Fauna


Europa ist auch reich an unterschiedlichen Tierarten. Wir finden sowohl große Raubtiere wie Wölfe und Luchse, als auch kleinste Lebewesen wie Insekten und Amphibien in Europa. Auch bei den Tierarten lassen sich verwandtschaftliche Beziehungen zu Tieren in Nordamerika und Ostasien erkennen.



Fauna: Zoogeographische Zonen


Die Ausbreitung der Tiere ist abhängig von den Vegetationszonen und dem dort herrschendem Klima. Auf Basis dessen können wir Eurasien grob in sechs zoogeographische Zonen einteilen. Die Zonen sind: der Atlantik, Süßwasser (Flüsse und Seen), die arktische Tundra, Wälder und Grasland, die alpinen Gebiete und das Mittelmeer.


In der arktischen Tundra und den extrem kalten Regionen Europas finden wir unter anderem Rentiere, Braunbären und Schneeeulen. Viele der Tiere in der Tundra machen einen Winterschlaf in der kälteren Jahreszeit. Der Mittelmeerraum gehört hingegen zu den wärmsten Regionen Europas. Die Region war vorher mit Bäumen und weitläufigen Waldgebieten bedeckt, wo sehr viele unterschiedliche Tiere gelebt haben. Dies hat sich allerdings durch das Einwirken des Menschen drastisch reduziert. Daher schätzen Expertinnen und Experten, dass etwa 90% der endemischen Säugetiergattungen des Mittelmeerraums nach der Entwicklung der Landwirtschaft ausgestorben sind.


Flora und Fauna: Rückgang der Artenvielfalt


Der Mensch hat sich anfangs vollständig an die natürlichen Gegebenheiten der Flora und Fauna angepasst. Allerdings hat der Mensch im Laufe der Zeit Techniken und Methoden entwickelt, natürliche Gegebenheiten (z.B. Gebirge, Wasservorkommen, Fruchtbarkeit der Böden, Umsiedlung und Ausrottung von Tierarten) zu überwinden. Zu den landwirtschaftlichen Techniken zählen z.B. Bewässerungsmethoden, Pflanzenzucht oder Geländemodellierungen wie Terrassenbau. 


Diese Eingriffe in die Natur haben dazu geführt, dass Europa neben den anderen Kontinenten auch einen starken Rückgang in der biologischen Vielfalt zu verzeichnen hat. Neben dem Menschen und dem unmittelbaren Einfluss, sind die Umweltverschmutzung und die Klimaerwärmung ebenfalls Faktoren, die dazu beitragen, dass die Artenvielfalt geringer wird.


Flora und Fauna: Invasive Arten


In Europa finden wir immer häufiger invasive Arten vor. Die Anzahl steigt rasant an. Invasive Arten werden bewusst oder unbewusst von dem Menschen aus dem heimischen Verbreitungsgebiet in andere Regionen gebracht. Invasive Arten können sowohl Tiere als auch Pflanzen sein. Die meisten dieser Arten können sich in Europa aufgrund des Klimas oder der Vegetation nicht fortpflanzen bzw. verbreiten, dennoch gelingt es einigen sich fest zu etablieren. Die eingeschleppten Tier- und Pflanzenarten können dazu führen, dass ganze Ökosysteme kippen und ursprünglich einheimische Arten ausgerottet werden.


Ein sehr bekanntes Beispiel für eine invasive Art ist der nordamerikanische Waschbär, der mittlerweile in vielen Regionen Europas verbreitet ist. Der Waschbär wurde ursprünglich in den 20er Jahren als Pelztier nach Europa gebracht und hat sich in die hiesige Flora und Fauna etabliert. Der Waschbär ist ein Allesfresser und steht daher in reger Konkurrenz zu den hiesigen Arten. Er macht ihnen regelrecht das Futter streitig. Da er auch ein guter Kletterer ist, steigt er auf Bäume und macht sich an Vögel heran, die in Bäumen nisten, sodass er dazu beiträgt, dass sich die Vogelarten nicht mehr fortpflanzen können.

Häufig gestellte Fragen zum Thema Flora und Fauna

Fauna ist ein anderer Begriff für die Tierwelt. Fauna bezeichnet alle in einer bestimmten Region oder in einem Gebiet vorkommenden Tiere bzw. die Tierarten. Flora ist das Pendant in der Pflanzenwelt. Wenn wir die Flora einer Region näher untersuchen, dann schauen wir uns die unterschiedlichen Pflanzen an. Im Rahmen der Forschung, kategorisieren wir zum Beispiel die Pflanzenfamilie, die Gattungen, Arten und Unterarten.

48.000 verschiedene Tierarten hat man alleine in Deutschland gezählt. Davon sind 30.000 Insekten. Säugetiere kommen hingegen nur in 104 Arten vor, Vögel immerhin in 328. Amphibien leben in 21 Arten hier. Reptilien gibt es in 14 Arten.

Flora und Fauna heißt auf Englisch "flora and fauna".

  • Avifauna – Vögel
  • Entomofauna – Insekten
  • Herpetofauna – Reptilien und Amphibien
  • Ichthyofauna – Fische
  • Malakofauna – Weichtiere

Als Flora (auch Pflanzenwelt) wird der Bestand an Pflanzen (z. B. Familien, Gattungen, Arten und Unterarten) einer bestimmten Region beziehungsweise die systematische Beschreibung ihrer Gesamtheit bezeichnet.

Fauna (auch Tierwelt) bezeichnet die Gesamtheit aller natürlich vorkommenden Tiere in einem Gebiet oder im engeren Sinne alle Tierarten in diesem Gebiet.

Der Begriff Flora stammt aus dem Lateinischen (lat. flos = „Blume“, „Blüte“).
Ursprünglich ist es der Name der altrömischen Frühlingsgöttin Flora.

Flora und Fauna - Das solltest du dir unbedingt merken!


Hier siehst du kurz und knackig die wichtigsten Punkte zu der Flora und Fauna in Europa in einer übersichtlichen Liste zusammengefasst:


  • Fauna ist ein anderer Begriff für die Tierwelt.

  • Der Begriff Flora ist ein Synonym für die Pflanzenwelt.
     

  • Das Klima beeinflusst maßgeblich die Vegetationszonen.

  • Allerdings ist das Klima nicht der alleinige Faktor, warum Vegetationszonen entstehen.
     

  • In Europa haben wir vier Vegetationszonen

    • Ganz im Norden finden wir die arktische Zone mit ihrer Tundra

    • Die zweite Zone, ist die boreale Zone mit ihren Nadelwäldern. 

    • Die dritte Zone ist die gemäßigte mit den sommergrünen Laubwäldern

    •  Ganz im Süden finden wir die mediterrane Zone mit den Hartlaubgewächsen.

  • Wir können Europa in sechs zoogeographische Zonen einteilen.

    • der Atlantik

    •  Süßwasser (Flüsse und Seen)

    •  die arktische Tundra

    •  Wälder und Grasland

    • die alpinen Gebiete

    • und das Mittelmeer.

  • Europa verzeichnet einen Rückgang der biologischen Vielfalt.
     

  • Invasive Arten in Europa können die einheimische Tier- und Pflanzenwelt verdrängen.

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