Landwirtschaft

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In diesem Kapitel gehen wir auf die Landwirtschaft in Deutschland ein. Wir geben dir zunächst einige Informationen und Fakten rund um die Landwirtschaft in Deutschland. Anschließend erklären wir dir die Bedeutung der Landwirtschaft für die Wirtschaft. Außerdem geben wir dir einen Einblick in die nachhaltige Nutzung von Ressourcen und die Bedeutsamkeit von Wasser in der Landwirtschaft.


Dieser Artikel gehört zum Themenbereich Deutschland und somit zum Schulfach Geographie

Viel Spaß beim Lernen!



Was versteht man unter Landwirtschaft?


Landwirtschaft ist das bewusste und planmäßige Halten von Vieh und das Betreiben von Ackerbau mit dem Ziel pflanzliche und tierische Produkte herzustellen. Rund die Hälfte der Fläche in Deutschland wird landwirtschaftlich genutzt. Daher betrachten wir die Landwirtschaft in Deutschland näher. 



Landwirtschaft in Deutschland


Neben der Industrie und dem Ingenieurswesen ist Deutschland auch ein Land geprägt von der Landwirtschaft. Zwar haben wir in Deutschland Städte und Ballungsräume, aber dennoch wird rund die Hälfte der Fläche – auf etwas 16, 7 Millionen Hektar – der Bundesrepublik landwirtschaftlich genutzt. Auf 1 614 000 Hektar wird ökologische Landwirtschaft in Deutschland betrieben.


Ackerbau und Dauergrünland in der Landwirtschaft


Den größten Anteil der Fläche nimmt der Ackerbau ein. Auf ca. 70 Prozent der Flächen wird dieser betrieben. Auf den Äckern werden zum Beispiel Getreide, Rüben, Gemüse und Kartoffeln angebaut. Neben den Ackerflächen finden wir auch Dauergrünland vor. Dauergrünland sind landwirtschaftliche Flächen auf denen Grünfutterpflanzen (z.B. Gras) angebaut werden.


Dauergrünland sind Wiesen und Weiden und machen 28 Prozent der Flächen aus. Die restlichen zwei Prozent der landwirtschaftlich genutzten Flächen dienen dem Obst- und Weinanbau oder den Dauerkulturen.



Was wird am häufigsten in der Landwirtschaft angebaut?


Wenn wir uns die landwirtschaftlichen Flächen anschauen und uns ansehen, was darauf wächst, dann sehen wir ganz eindeutig, dass Getreide das Rennen macht. Auf ca. 40 Prozent der Flächen werden unterschiedliche Getreidesorten angebaut. Am häufigsten finden wir jedoch Weizen. Weizen finden wir dann zum Beispiel in dem Endprodukt Brot wieder, welches wir in der Bäckerei um die Ecke kaufen. Auf den zweiten und dritten Platz folgen dann die Gerste und der Roggen.


Daneben nimmt der Anbau von Tierfutter einen Großteil der landwirtschaftlichen Fläche in Deutschland ein. Auf 10 Millionen Hektar wird Tierfutter für unsere Nutztiere angebaut. Das sind dann die Grünlandflächen. Eine andere Möglichkeit ist der Ackerfutterbau. Auf den Äckern werden dann bestimmte Futterpflanzen ausgesät und dann später verfüttert. 



Landwirtschaft in Deutschland – ein wirtschaftlicher Sektor


In der deutschen Agrarwirtschaft sind derzeit rund 600 000 Menschen beschäftigt. Sie arbeiten in etwa 264 000 Betrieben. Die Anzahl der Betriebe geht seit Jahrzehnten kontinuierlich zurück. Vor 25 Jahren gab es in der Bundesrepublik noch doppelt so viele landwirtschaftliche Betriebe. Die derzeit noch vorhandenen Betriebe stellen pro Jahr Waren im Wert von fast 60 Milliarden Euro her.


Im- und Exporte der Landwirtschaft


Wenn wir uns die Zahlen für das Jahr 2019 ansehen, stellen wir fest, dass Deutschland auf dem dritten Platz der größten Agrarimporteure und -exporteure gelandet ist. Im Agrarbereich gehört es also zu den führenden Nationen.



via deutschlandfunk.de

 


Nachhaltige Nutzung von Ressourcen in der Landwirtschaft


In den letzten Jahren ist die nachhaltige Nutzung von Ressourcen und den Ackerflächen vermehrt in den Fokus gerückt. Dies ist vor allem mit Hinblick auf die wachsende Weltbevölkerung von Bedeutung. Wir können nämlich nicht einfach die fruchtbaren Ackerböden mehrfach bewirtschaften oder ausdehnen. Dies bedeutet, dass die verfügbaren Böden effizienter bewirtschaftet werden müssen, damit sie den Bedarf der Menschen decken können.



Ressourceneffizienz in der Landwirtschaft


In den vergangenen Jahrzehnte konnte die deutsche Landwirtschaft bereits enorme Effizienzsteigerungen verbuchen. Seit dem Jahr 1960 haben sich die Zahlen annähernd verachtfacht. Konnte ein Landwirt im Jahr 1960 nur 17 Menschen ernähren, so waren es 1990 bereits 69 und 2018 134 Menschen.



Ökologischer Anbau in der Landwirtschaft


Bei der Ressourceneffizienz in den letzten Jahren ging es immer um die bestmögliche Ausnutzung der vorhandenen Fläche. Dies geschah im Rahmen der konventionellen Landwirtschaft.


In den letzten Jahren ist allerdings das Interesse an ökologisch produzierten Waren und damit auch am ökologischen Anbau gewachsen. Im Hinblick auf Ressourceneffizienz stellt dies allerdings nun ein Problem dar. Wenn die deutsche Landwirtschaft auf einen ökologischen Anbau umstellen würde, dann bräuchte die Bundesrepublik die doppelte Fläche zum Anbauen, um gleich viel ernten zu können.



Wasser als Produktionsfaktor in der Landwirtschaft


Um Ackerbau überhaupt betreiben zu können, brauchen die Landwirtinnen und Landwirte Zugang zu Wasser. Die klimatischen Veränderungen, die sehr heißen Sommer und wenig Regen, führen dazu, dass Pflanzen nicht genügend gewässert werden. Die Landwirtschaft benötigt daher wie die Industrie, die Energiewirtschaft sowie Haushalte und Kommunen, immer mehr Brachwasser. 


Jährlich steigt der Verbrauch um ca. 1 %. Die Landwirtschaft benötigt hiervon ca. 70 %,
die Energiewirtschaft 15 % (bis 2030 sogar 20 %). Um diesen Bedarf stillen zu können, haben landwirtschaftliche Betriebe unterschiedliche Bewässerungsformen installiert.



Formen der Bewässerungs-Landwirtschaft


Bei der künstlichen Bewässerung wird Wasser aus oberirdischen Gewässern (Flüssen, Seen), gespeichertem Wasser (Stauseen, Zisternen), Grundwasser oder fossilem Grundwasser (Aquifere) entnommen.


In Europa aber vor allem in den ariden Tropen und in den Subtropen wird Wasser benötigt, um jahreszeitliche Schwankungen von Niederschlägen und Flusswasserständen oder Wassermangel durch künstliche Bewässerung auszugleichen. Ungefähr 20 % der weltweiten Acker- und Dauerkulturflächen werden künstlich bewässert.


Vorteile der Bewässerungs-Landwirtschaft


  • Steigerung der Flächenerträge, z. T. mehrere Ernten pro Jahr
  • Dauerfeldbau statt saisonalen Anbaus
  • Anbaumöglichkeit von Kulturpflanzen mit hohem Wasserbedarf
  • Wegfall von Missernten in Dürrejahren
  • Verbesserung der Existenzgrundlage von Kleinbauern




Oberflächenbewässerung

Beregnung

Tröpfchenbewässerung

Verdunstungsverluste

Hoch

Hoch

Gering

Versickerungsverluste

Mittel

Gering

Gering

Wassernutzungseffizienz

40-50%

60-70%

80-90%

Versalzungsgefahr

Gering

Hoch

Gering

Installationskosten

Gering

Hoch

Hoch



Das Wichtigste zur Landwirtschaft in Deutschland auf einem Blick!


Hier siehst du kurz und knackig die wichtigsten Punkte zur Landwirtschaft in Deutschland in einer übersichtlichen Liste zusammengefasst:


  • Die Landwirtschaft ist der Betreiben von Ackerbau und Viehzucht, um pflanzliche und tierische Produkte herzustellen.



  • Auf etwa der Hälfte der Fläche in Deutschland wird Landwirtschaft betrieben.


  • Auf ca. 70 Prozent der landwirtschaftlichen Flächen wird Ackerbau betrieben.


  • Auf rund 2 Prozent hingegen werden Obst, Wein und Dauerkulturen angebaut.


  • Die Landwirtschaft ist auch ein bedeutender wirtschaftlicher Sektor.


  • Die nachhaltige Nutzung von Ressourcen in der Landwirtschaft ist im Hinblick auf die wachsende Bevölkerung von großer Bedeutung.


  • Wasser ist ein entscheidender Produktionsfaktor in der Landwirtschaft. 
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