Romantik Epoche

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Die Epoche der Romantik


In diesem Artikel geht es um die Literaturepoche Romantik. Dieses Thema ist in das Fach „Deutsch“ einzuordnen und gehört zum Grundwissen.


Wir bringen dir den historischen Kontext, die typischen Merkmale, die Sprache und Motive und die wichtigen Vertreter der Literaturepoche näher.




„Romantik“ – Um was geht’s? 


Die Literaturepoche Romantik geht von 1795-1830. Sie befindet sich zwischen Klassik, Sturm und Drang, Aufklärung und Biedermeier. Die Epoche der Romantik befasst sich mit der Gegenbewegung der gesellschaftlichen Entwicklungen (Widerstand gegen Napoleon) zu dieser Zeit. Vor allem das Individuum mit ihrer Gefühlswelt steht hierbei im Mittelpunkt. 



Frühromantik/Jenaer Romantik


Die ältere- oder Frühromantik, wie sie genannt wird, zeigt eine philosophisch-spekulative Ausrichtung. Zentren sind Berlin, Halle und vor allem Jena. Jena war vor allem ein wichtiger Standort, weil sich dort die jungen Autoren mit den bereits etablierten Vertretern der Klassik treffen und austauschen konnten.



Hochromantik/Heidelberger Romantik


Die Vertreter der Hochromantik, wie Arnim, Brentano und Eichendorff treffen sich vor allem in Heidelberg. Sie verfolgen historische und politische Interessen. Sie binden sich stark an Volk, Tradition und Kirche was dazu führt, dass sie Lieder, Märchen und Sagen sammeln, um sie dann neu zu beleben.



Spätromantik/Berliner Romantik


Ein wichtiges Zentrum der Spätromantik ist wieder Berlin, wo sich die wichtigsten Vertreter, wie Eichendorff, Arnim und Mörike zu dieser Zeit aufhielten. Als Themen der Spätromantik wird die Abrechnung mit der Aufklärung und die Sehnsucht nach Ordnung behandelt.




Hintergrund der Epoche Romantik


Woher hat die Romantik ihren Namen?


Der Begriff geht ursprünglich auf das altfranzösische Wort „romanz“ zurück und meint etwa sowas wie fantastisch oder wunderbar. Novalis benutzte das Wort Romantik als Erster, meinte damit aber eigentlich die „Lehre vom Roman“. Wie der Roman leitet sich auch der Name der Literaturepoche vom gleichen Begriff „Lingua latina“ ab, womit die romanischen Sprachen wie Französisch oder Spanisch gemeint sind.



Der historische Kontext der Romantik Epoche


Mit dem Anfang der Französischen Revolution 1789, wurden die bisher gesetzten Regeln und Gesetze geändert. Dadurch ergaben sich gesellschaftliche Umbrüche, die vor allem technische und wirtschaftliche Fortschritte hervorriefen. Die Gesellschaft änderte sich von einer feudalen zu einer selbstbewussten bürgerlichen Gemeinschaft. 


Zukunftsorientierte Schichten des Bürgertums setzten bereits auf die beginnende Industrialisierung, während in liberalen Kreisen nach dem Wiener Kongress bittere Enttäuschung herrschte. Im Jahr 1806 kam es dann zu der Auflösung des Deutschen Reiches und der Rheinbund wurde gegründet.



Das literarische Leben zu Zeiten der Romantik


Um 1800 bilden sich in den Universitätsstädten nach französischem Vorbild kleine intellektuelle Gruppen. Im Mittelpunkt dieser Salonkultur stehen vor allem geistreich Frauen, wie Caroline Schlegel in Jena oder Henriette Herz in Berlin, die auch dichterisch tätig sind.




Themen und Motive der Romantik


Die Lebenseinstellung der Romantiker zielt auf Schlichtheit und Harmonie, da die Menschen zu dieser Zeit, aufgrund der gesellschaftlichen Spannungen und den Wertverlusten tief verunsichert sind. Die Autoren setzten sich mit psychologischer Selbstanalyse auseinander und neigen dazu in eine Welt des Seelischen und Unbewussten zu fliehen. Viele Romantiker setzen sich mit der Französischen Revolution auseinander und beleben mit ihren Schriften den sozialen Widerstand gegen die napoleonische Hegemonie. 


Zum Weltbild der Romantik gehört die Rückbesinnung auf die Vergangenheit. Ein breites Spektrum bietet die Märchenmotivik. Verbunden damit ist das Sehnsuchtsmotiv, das Wandermotiv und die Wegemotivik. Schlagen der Nachtigallen, ferner Hörnerklang und vorüberziehende Wandergesellen sind Auslöser für das Gefühl, das den Einzelnen nötigt, ohne weitere Vorbereitungen die Heimat zu verlassen. Weitere wichtige Motive der Romantik sind das Nachtmotiv und der Tod.




Sprache in der Romantik


Die Sprache der Romantiker ist Magie und Wortmusik, die mit Klängen und Farben arbeitet (Synästhesie). So entstehen feinste Assoziationen, schwebende Ahnungen und nuancenreiche Stimmungen. Es sind immer wieder die gleichen, einfachen, volkstümlichen Bilder, wie das Rauschen der Wälder, die Waldeinsamkeit und der wandernde Geselle. Fremdwörter werden vermieden und vergessene Ausdrücke aus dem Mittelalter werden wieder eingeführt.



Formen der Epoche


Epik


Unter den epischen Formen werden besonders der Roman, die Novelle und das Kunstmärchen gepflegt. Der Roman ist die dominierende Gattung. Diese wird jedoch mit dem Einbau von Märchen, Liedern und Briefen aufgeweicht.



Lyrik


Eine besonders wichtige Form in der Epoche der Romantik war die Lyrik. Sie erlaubte zwar nicht den gleichen Spielraum zur Vermischung der Gattungen wie in die Epik, jedoch war sie ein Teil der Poesie, die den Autoren damals für sehr wichtig erschien. Die Lyrik zeichnete sich durch sprachliche Musikalität, Liedhaftigkeit und Volkstümlichkeit aus. Das wesentliche Gewicht liegt auf den persönlichen Stimmungen.



Drama


Das Drama hatte in der Romantik eine eher unbedeutende Rolle. Es bot sich meistens nicht an, da es eher strengeren Regeln unterliegt, die Epoche aber davon gelebt hatte, dass man verschiedene Gattungen miteinander vermischte.




Bekannte Vertreter der Epoche Romantik


Wichtige Autoren 


  • Joseph von Eichendorff (1788 – 1857)
  • E.T.A Hoffman (1776 – 1822)
  • Novalis (1772 -1801)
  • Clemens Brentano (1778 - 1842)
  • Mary Shelly (1797 – 1851)



Wichtige Werke




Merkmale der Romantik – Das Wichtigste auf einen Blick



  • Blick nach innen →  Sehnsucht nach dem Fernen und Unerreichbaren, sowie den Seinszusammenhängen


  • Themen und Motive: Natur als Bereich des Unendlichen, Sehnsucht, Traum, Wahnsinn, Einsamkeit, Wandern, Tod


  • Idealisierung des Mittelalters im Zuge des aufkommenden Nationalbewusstseins  →  Interesse an Volksdichtung


  • „romantische Ironie“: Aufzeigen der Unerreichbarkeit des Absoluten durch Texte, die sich selbst und ihre Entstehungsbedingungen reflektieren und kommentieren


  • Roman als universale Form, die Gedichte enthalten




Unser Tipp für Euch


Versuche die Jahreszahlen von wann bis wann eine Literaturepoche dominierte auswendig zu lernen. So kannst du schon mal grob einordnen, zu welcher Epoche das Werk gehört. 


!!Aber pass auf!! Manche Literaturepochen überschneiden sich ein paar Jahre. Die Romantik beginnt schon in der Zeit, als die Klassik noch als Literaturepoche gilt. Hier musst du also auf den Inhalt und auf die Sprache schauen. Die Romantik baut zum Beispiel auf die gedankliche Klarheit auf, jedoch möchte sie Ziele und Regeln der Klassik hinter sich lassen und brechen.




Finales Romantik Epoche Quiz

Frage

Über welchen Zeitraum erstreckte sich die Epoche der Romantik?

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Antwort

Während der Zeit von 1795-1848 werden Friedhöfe und Ruinen sowie Naturlandschaften zu den Schauplätzen, und Psyche und Ironie zu den Motiven der Romantik.

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Frage

In welche Abschnitte lässt sich die Romantik gliedern?

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Antwort

1795-1804 Frühromantik
1805-1815 Hochromantik
1816-1848 Spätromantik

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Frage

Für was steht in der Romantik die blaue Blume?

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Antwort

Die blaue Blume steht für die romantische und poetische Welt. Sie ist das wichtigste Symbol der Literaturepoche der Romantik. Sie repräsentiert die Sehnsucht und das Streben nach Liebe. In der blauen Blume verbinden sich die Natur und der Mensch mit dem Geist und bilden somit das Streben nach dem Selbst.

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Frage

Was versteht man unter der romantischen Ironie?

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Antwort

Der Autor kann sein Werk und damit freigesetzte Stimmungen bewusst zerstören. Oft reicht ein einziges Wort oder ein Satz aus.

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Frage

Was versteht man unter der Progressive Universalpoesie?

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Antwort

Als Universalpoesie bezeichnet wird der Versuch, Wissenschaft, Kunst und Poesie in Texten und Literatur miteinander zu verbinden. Der Künstler wird als freischaffendes Genie betrachtet. Die Universalpoesie versucht, den Traum und die Wirklichkeit, Poesie und das wahre Leben in einen Wechselbezug zu setzen. Alle Sinne sollen angesprochen werden.

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Frage

Wie werden offene Formen definiert?

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Antwort

Die Gedichte und Literatur der Romantik folgt keinem festgesetzten Schema. Keine Inhalte und Formen sind festgelegt, Philosophie und Wissenschaft werden verbunden.

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Frage

Was für eine Verbindung hat die Psyche mit der Romantik?

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Antwort

Die Psyche des Unbewussten wird zentrales Thema in den Werken der Romantiker.

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Frage

Akkumulation

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Antwort

Anhäufung von Wörtern ohne
Nennung eines Oberbegriffs

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Frage

Anapher

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Antwort

Wiederholung eines Wortes/
einer Wortgruppe zu Beginn
aufeinanderfolgender Sätze,
Verse oder Strophen

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Frage

Antithese

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Antwort

Gegenüberstellung von gegen-
sätzlichen Gedanken/Aussa-
gen/Begriffen

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Frage

Chiasmus

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Antwort

Überkreuzstellung von Satz-
gliedern

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Frage

Ellipse

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Antwort

unvollständiger Satz durch Aus-
lassung eines Wortes oder Satz-
teils

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Frage

Euphemismus

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Antwort

Beschönigung, Verschleierung

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Frage

Hyperbel

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Antwort

Übertreibung

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Frage

Inversion

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Antwort

Umstellung von Satzgliedern,
abweichend vom normalen
grammatikalischen Gebrauch

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Frage

Metapher

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Antwort

sprachl. Bild, bei dem ein Aus-
druck durch einen anderen, meist
anschaulicheren Begriff mit ähnli-
cher Bedeutung ersetzt wird; oft
als verkürzter Vergleich, bei dem
zwei Vorstellungsbereiche ohne
„wie“ verbunden sind

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Frage

Neologismus

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Antwort

Wortneuschöpfung

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Frage

Parallelismus

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Antwort

gleichartiger Satzbau

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Frage

Personifikation

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Antwort

Vermenschlichung eines Gegen-
standes

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Frage

Symbol

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Antwort

bildhafter Ausdruck, der auf
etwas Abstraktes (einen Begriff,
eine Idee) verweist

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Frage

Vergleich

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Antwort

Verknüpfung zweier Sachver-
halte oder Bildbereiche durch
Hervorhebung des Gemeinsa-
men (durch das Wort „wie“)

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Frage

In welchem Zeitraum war die Epoche der Romantik?

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Antwort

ca. 1795 bis 1830

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Frage

Welche historischen Ereignisse und Prägungen spielten sich während der Epoche der Romantik ab?

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Antwort

• teilweise parallel zu Klassik und Vormärz
• europäische Bewegung
• Gegenbewegung zum Nützlichkeitsdenken der Aufklärung und zur Verzwecklichung
des Menschen in der Industrialisierung
• geistesgeschichtlich die letzte Stufe des Idealismus (prägend: Kant, Fichte, Schelling)
• Gemeinsamkeit mit Klassik: hohe Einschätzung der Kunst („Kunstperiode“)
• weiterhin hohe Wertschätzung des Gefühls (wie im Sturm und Drang / in der Empfindsamkeit)
• weiterhin Hinwendung zur Volksliteratur
• drei Phasen: Frühromantik (1795 –1804), Hochromantik (1804 –15) und Spätromantik (1815 – 30)
• Bewusstsein für Verlust der Einheit der Welt, des Ich und von Mensch und Natur, Kunst und Leben – Ausrichtung auf Wiederherstellung dieser Einheit in der Literatur
• statt ästhetischer Erziehung (im Sinne Schillers) Poetisierung des Lebens und der Gesellschaft
• parallel zu Klassik / Romantik ohne klare Epochenzugehörigkeit: H. v. Kleist, J. Paul, Fr. Hölderlin
• Rückbesinnung auf verlorene Vergangenheit (bei manchen Autoren Hinwendung zum christlichen Mittelalter als „goldenem Zeitalter“, das es wiederzuerlangen gilt)
• Heinrich Heine als „letzter Dichter der Romantik“: Überwindung und Ironisierung der Romantik

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Frage

Von welchem Menschenbild geht die Epoche der Romantik aus?

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Antwort

• der Blick geht nach innen im Sinne einer Entdeckung des Unbewussten: zum einen fantastisch überformter Blick ins Innere als positive Gegenwelt, zum anderen Nachtseiten der Psyche
• Entgrenzung des Menschen – hin zum Traum, zum Wunderbaren, aber auch zum Wahnsinn
• Hochschätzung von Traum und Sehnsucht
• aufgrund realpolitischer Ohnmacht und gegen die Eintönigkeit des bürgerlichen Alltags: Fokus auf intensivem Erleben (und nicht mehr auf der vernunftgemäßen Veränderung) der Welt
• Suche des Menschen nach Wiederherstellung des verloren gegangenen Sinnzusammenhangs

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Frage

Wie war das literarische Leben in der Romantik?

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Antwort

• Zentren: Jena (Frühromantik um die Brüder Schlegel), Heidelberg (vor allem Hochromantik um Arnim, Brentano, Eichendorff), Berlin (Frühromantik, aber vor allem Spätromantik)
• literarische Salons (besonders auch von Frauen – z. B. Caroline Schlegel und Rahel Varnhagen)
• Zeitschrift „Athenäum“ der Brüder Schlegel als maßgebliches Organ der Frühromantik
• Fülle an Übersetzungen von Werken der Weltliteratur (z. B. Shakespeare, Cervantes, Calderon)
• Künstler: schmaler Grat zwischen bürgerlichem Alltagszwang und poetischer Existenz
• Schlegels Maßgabe für romantische Literatur: „Progressive Universalpoesie“
– Integration verschiedener Gattungen und Künste, von Philosophie und Kritik etc.
– eigentliches Wesen der romantischen Poesie: unabschließbar und immer im Werden
• Dichter als Künder der Wahrheit
• Sammlung und Herausgabe von Märchen und Liedern (Hinwendung zur Volkspoesie)

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Frage

Autoren und Werke der Romantik

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Antwort

  • Ludwig Tieck: Der gestiefelte Kater (Komödie), Franz Sternbalds Wanderungen (Roman)
  • Novalis: Heinrich von Ofterdingen (Romanfragment), Hymnen an die Nacht (Gedichtzyklus)
  • Clemens Brentano / Achim v. Arnim (Hrsg.): Des Knaben Wunderhorn (Volkslied-Sammlung)
  • Joseph v. Eichendorff: Aus dem Leben eines Taugenichts (Novelle), Gedichte
  • Brüder Grimm: Kinder- und Hausmärchen (Märchen-Sammlung)
  • E. T. A. Hoffmann: Die Elixiere des Teufels (Roman), Der Sandmann, Der goldne Topf (Novellen)
  • Karoline v. Günderrode: Gedichte
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Frage

Sprache und Stil, Themen und Formen in der Romantik

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Antwort

• leicht verständliche Sprache in volksliedhafter Lyrik; Wohlklang und Wortmusik (z. T. Aufhebung der Grenzen zur Lyrik), Sprachmagie
• absolute Autonomie des Dichters: Aufhebung aller Regeln (gegen Harmonieideal der Klassik)
• „Romantische Ironie“ (Brechungen der Abgeschlossenheit eines Werks und der universalen Weltschau im Paradoxen, im Grotesken und im metafiktionalen Erzählen)
• Themen und Motive: Sehnsucht, Traum, Wahnsinn, Entgrenzung, Einsamkeit, Schwermut, Vergänglichkeit, Reisen und Wandern; Nacht, Tal, Berg, Wunderbares und Fantastisches
• thematisch gegen Philistertum und Bürgerlichkeit gerichtet
• Idealisierung des Mittelalters
• „Blaue Blume“ als Symbol für die metaphysische Sehnsucht nach dem Fernen / Unerreichbaren
• Ur-Motiv der Nacht, in der die innere ersehnte, sinndurchwaltete Gegenwelt wirklich wird
• Roman als universale Form, deren Teil die Lyrik ist – das Ganze im Fragment
• Formen: vor allem Epik (Roman, Novelle, Erzählung / Märchen) und Lyrik; kaum Dramen

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Frage

In welchem Zeitraum war die Epoche des Vormärz und Jungen Deutschland?


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Antwort

ca. 1815 bis 1848

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Frage

Welche historischen Ereignisse und Prägungen spielten sich während der Epoche des Vormärz und Jungen Deutschlands ab?

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Antwort

• Vormärz: geschichtlicher Begriff für die Zeit zwischen der französischen Julirevolution (1830) und der deutschen Märzrevolution (1848) – im weiteren Sinne für die Zeit der politischen Restauration (nach dem Wiener Kongress 1815 bis 1848)
• parallel zur Biedermeierzeit
• Träger der Bewegung: junge Intellektuelle und liberales Bürgertum
• ideengeschichtlich: Abgrenzung gegen den Idealismus
• Verarbeitung der unruhigen Zeit: progressiv-demokratische Ausrichtung gegen reaktionär-restaurative Politik (gegen Zensur, Bespitzelung, Unterdrückung der Meinungsfreiheit)
• „ Junges Deutschland“: literarische Bewegung mit liberaler Gesinnung und politischem Engagement
• Kunst als Mittel des politischen Kampfes
• Büchner und Heine werden dem Vormärz zugerechnet, ragen aber über die Menge der Journalisten und zeitgebundenen Autoren und Autorinnen hinaus (durch ihre Bearbeitung allgemeinerer „humanistisch-literarischer“ Themen)
• Heine: „Ende der Kunstperiode“ (Ende der Klassik und der Romantik)

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Frage

Wie war das literarische Leben im Vormärz und Jungen Deutschland?

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Antwort

• durch Forderung nach Mitgestaltung: gesteigertes Informationsbedürfnis – bis zu 80 % der Bevölkerung als mögliche Leserschaft
• Leihbibliotheken eröffnen zunehmend Informationsmöglichkeit auch für ärmere Schichten
• steigende Auflagenzahlen: Zeitschriften, Zeitungen, Bücher
• publizistische Tätigkeit der Schriftsteller: Flugblätter, Streitschriften etc. – Präferenz für Tagesliteratur
• Ziel ist die Meinungsbildung: Presse als Kampfmittel
• Aufgabe der Literatur: Kampf gegen soziales Elend und Unterdrückung
• politische Zensur (Karlsbader Beschlüsse, 1819) erschwert publizistisch-literarische Arbeit
• „Junges Deutschland“ (u. a. Karl Gutzkow, Heinrich Laube, Theodor Mundt, Ludwig Börne – Heinrich Heine wird auch dazu gezählt): lose Verbindung durch oppositionelle, revolutionäre
Ausrichtung, aber keine literarische Schule oder politische Gruppe im eigentlichen Sinne
• Büchner teilt die revolutionären Ziele der Jungdeutschen, distanziert sich jedoch von ihnen; kein Glaube an Umsturz durch Tagesliteratur – Büchner wird, wie viele andere mit diesem Gedanken-
gut, politisch verfolgt
• Verbot der Jungdeutschen 1835 als „staatsgefährdend“

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Frage

Sprache und Stil, Themen und Formen im Vormärz und Jungen Deutschland

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Antwort

• Literatur soll wirken: Themen und deren Aufbereitung bewusst populär
• populärer Stil, einfache und verständliche Sprache, z. T. der Umgangssprache angepasst, Benutzung von Dialekten
• insbesondere bei Heine: Ironie als Mittel der Kritik
• Themen: soziale, politische Missstände, Antihelden; kritischer Blick auf Deutschland (Heine)
• literarische Formen an der Grenze zur Publizistik: Reiseberichte, Briefe, politische Lyrik
• sonstige literarische Formen: Drama (v. a. Büchner); Gedichte; Versepen (v. a. Heine)

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Frage

Autoren und Werke im Vormärz und Jungen Deutschland

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Antwort

  • Ludwig Börne, Ferdinand Freiligrath, Georg Herwegh: Artikel, Streitschriften, Gedichte
  • Karl Gutzkow: Wally die Zweiflerin (Roman)
  • Heinrich Heine: Reiseberichte, Gedichte, Essays, Deutschland. Ein Wintermärchen, Atta Troll. Ein Sommernachtstraum (Versepen)
  • Georg Büchner: Woyzeck, Dantons Tod (Dramen), Lenz (Erzählung), Der Hessische Landbote (Flugschrift)
  • Christian D. Grabbe: Die Hermannsschlacht
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Frage

In welchem Zeitraum war die Biedermeier Epoche?

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Antwort

ca. 1815 bis 1848

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Frage

Welche historischen Ereignisse und Prägungen spielten sich während der Biedermeier Epoche ab?

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Antwort

• Biedermeier: Bezeichnung leitet sich her von der Spottgedichtesammlung Gedichte des schwäbischen Schulmeisters Gottlieb Biedermaier (1855 – 57)
• „Biedermeier“ auch als Stilbegriff für die bürgerliche Wohnkultur dieser Zeit gebräuchlich
• (zum Teil) parallel zur späten Romantik sowie zu Vormärz und Jungem Deutschland
• an Klassik (Humanität, Harmonie) und Romantik (Idee des Schönen) anknüpfend
• Aufgabe der Literatur: Erbe des Idealismus tradieren
• unpolitisch und wertekonservativ: Abwendung vom Zeitgeschehen bzw. eher zur Restauration tendierend
• biedermeierliches Lebensgefühl häufig von Schwermut, Resignation und Stille geprägt
• typisch biedermeierliche Haltung: der als gefährdet wahrgenommenen Lebenssituation durch
Ordnung und Vernunft begegnen
• Idyllisierung zur Überbrückung des wahrgenommenen Gegensatzes von Ideal und Wirklichkeit
• Landschaftsgebundenheit vieler Autoren
• in der Biedermeierzeit große Bandbreite der Literatur – von trivial-dilettantischer Literatur bis hin zu großen Werken wie Die Judenbuche von Droste-Hülshoff oder Der Nachsommer von Stifter

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Frage

Von welchem Menschenbild ging die Biedermeier Epoche aus?

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Antwort

• Erbe der Klassik: Entwicklung des Menschen als Bildung zur inneren Harmonie
• Unterschied zur Klassik: Absage an gesellschaftspolitischen Anspruch ästhetischer Bildung
• Erbe der Romantik: Ehrfurcht vor dem Schönen
• Unterschied zur Romantik: Aufgeben der Selbst-Entgrenzung und des radikalen Subjektivismus
• Werte der Selbstbescheidung und der Selbstgenügsamkeit
• Haltung der Mitte und des Maßes
• Kunstsinn, Familiensinn und Sinn für das Bescheidene bestimmen innere Entwicklung
• Spannung: Bedrohung des Idylls durch äußere und innere Kräfte

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Frage

Wie war das literarische Leben in der Biedermeier Epoche?

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Antwort

• Gründung des Börsenvereins der Deutschen Buchhändler (1825) und Gesetze zum Schutz des Urheberrechts (1837 und 1845)
• Pflege der literarischen Tradition im Theater, im Zeitschriftenwesen, im Verlagswesen
• Weitergabe der Klassiker im Bildungswesen
• Sammlung von Werken in Ausgaben
• Träger der Biedermeier-Literatur: gebildetes Bürgertum
• anspruchsvolle Literaten der Biedermeierzeit: häufig gefährdete Charaktere (Schwermut,
Hypochondrie, Suizidgefahr, Hypersensibilität)
• private Zirkel mit Interesse für Wissenschaft, Literatur und Musik
• Trivial-Biedermeier: große Zahl von Belletristik mit Tendenzen zum Dilettantismus
• Literatur versteht sich als unpolitisch; hierbei: Fortwirken der Ästhetik der Klassik unter Wegfall der politischen Dimension
• keine ästhetische oder theoretische Programmatik (im Unterschied zur vorangehenden Romantik und zum nachfolgenden Realismus)

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Frage

Sprache und Stil, Themen und Formen im Biedermeier

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Antwort

• meist schlichte, verständliche Sprache; dabei Hochschätzung der Bildlichkeit
• Geringachtung der Form – stattdessen Vorliebe für Lebensnähe
• Detailgenauigkeit in der Beschreibung
• Themen: Familie, Ordnung und bürgerliche Beschaulichkeit, das Idyllische, Unterordnung unter das Schicksal, Verzicht und Entsagung
• Schaffen einer heilen poetischen Welt, die der Realität entgegengestellt wird
• Dramen: klassizistische Stücke, Lustspiele, Dramen für die Volksbühne
• Lyrik: häufig in Gedichtzyklen, Tendenz zur Volksliedhaftigkeit, Balladen eher mit epischen als mit dramatischen Zügen
• Epik: eher kleinere Formen – Novelle, Erzählungen, Märchen, Idylle; zum Teil aber auch größere Form des Romans (Entwicklungsroman)

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Frage

Autoren und Werke im Biedermeier

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Antwort

  • Heinrich Clauren: Mimili (Erzählung)
  • Eduard Mörike: Mozart auf der Reise nach Prag (Novelle), Auf eine Lampe (Dinggedicht), Gedichte
  • Adalbert Stifter: Der Hochwald (Erzählung), Brigitta (Erzählung), Der Nachsommer (Roman)
  • Annette v. Droste-Hülshoff: Die Judenbuche (Novelle), Der Knabe im Moor (Ballade), Gedichte
  • Franz Grillparzer: König Ottokars Glück und Ende (Tragödie), Der arme Spielmann (Novelle)
  • Jeremias Gotthelf: Die schwarze Spinne (Novelle)
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Frage

Wozu war die Romantik die Gegenbewegung?

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Antwort

Gegenbewegung zum Nützlichkeitsdenken der Aufklärung und zur Verzwecklichung des Menschen in der Industrialisierung

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Wie viele Phasen der Romantik gibt es und wie werden diese gennant?

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Antwort

drei Phasen: Frühromantik (1795 –1804), Hochromantik (1804 –15) und Spätromantik (1815 – 30)

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Frage

Wie sah das Menschenbild in der Epoche der Romantik aus?

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Antwort

der Blick geht nach innen im Sinne einer Entdeckung des Unbewussten, Entgrenzung des Menschen – hin zum Traum, zum Wunderbaren, aber auch zum Wahnsinn, sowie Hochschätzung von Traum und Sehnsucht.

Aufgrund realpolitischer Ohnmacht und gegen die Eintönigkeit des bürgerlichen Alltags: Fokus auf intensivem Erleben (und nicht mehr auf der vernunftgemäßen Veränderung) der Welt

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Frage

Was sind Themen und Motive der Romantik?

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Antwort

Sehnsucht, Traum, Wahnsinn, Entgrenzung, Einsamkeit, Schwermut,
Vergänglichkeit, Reisen und Wandern; Nacht, Tal, Berg, Wunderbares und Fantastisches (thematisch gegen Philistertum und Bürgerlichkeit gerichtet)

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Frage

Welche literarischen Formen kamen in der Romantik vor?

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Antwort

Roman als universale Form, deren Teil die Lyrik ist – das Ganze im Fragment.

Vor allem Epik (Roman, Novelle, Erzählung/ Märchen) und Lyrik; kaum Dramen

Frage anzeigen

Frage

Was bedeutet der Begriff „Romantische Ironie“ in der Epoche der Romantik?


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Antwort

„Romantische Ironie“:

Brechungen der Abgeschlossenheit eines Werks und der universalen Weltschau im Paradoxen, im Grotesken und im metafiktionalen Erzählen

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Frage

Was ist die „Blaue Blume“ in der Romantik?

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Antwort

Die „Blaue Blume“ dient als Symbol für die metaphysische Sehnsucht nach dem Fernen / Unerreichbaren.

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Frage

Gab es in der Epoche der Romantik Einschränkungen für die Dichter?

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Antwort

Nein, es gab die absolute Autonomie des Dichters, die Aufhebung aller Regeln (gegen das Harmonieideal der Klassik)

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Frage

Was bedeutet Vormärz?

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Antwort

Vormärz: geschichtlicher Begriff für die Zeit zwischen der französischen Julirevolution
(1830) und der deutschen Märzrevolution (1848) – im weiteren Sinne für die Zeit der
politischen Restauration (nach dem Wiener Kongress 1815 bis 1848)

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Frage

Was verseht man unter „Junges Deutschland“?

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Antwort

„Junges Deutschland“: literarische Bewegung mit liberaler Gesinnung und politischem Engagement

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Frage

Was war die Aufgabe der Literatur im Vormärz/ Junges Deutschland?

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Antwort

Kampf gegen soziales Elend und Unterdrückung, mit dem Ziel der Meinungsbildung, also der Presse als Kampfmittel

Frage anzeigen

Frage

Welche Themen finden sich in der Epoche Vormärz/ Junges Deutschland wieder?

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Antwort

soziale, politische Missstände, Antihelden; kritischer Blick auf Deutschland

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