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Maria Magdalena

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Maria Magdalena

„Maria Magdalena“ von Friedrich Hebbel - Zusammenfassung

In diesem Artikel haben wir für dich die wichtigsten Inhalte zu Hebbels Werk „Maria Magdalena“ zusammengefasst. Du erfährst, um was es in seinem Drama geht, wer die zentralen Personen sind, wie Aufbau und Sprache gestaltet sind und mit welchem zeitgeschichtlichen Hintergrund es verfasst wurde.

„Maria Magdalena“ - Inhaltsangabe

  • Das Drama „Maria Magdalena“ ist eine Tragödie von Friedrich Hebbel und entstand 1843.
  • Es gilt als das letzte deutsche bürgerliche Trauerspiel.
  • Der Autor wollte sein Stück ursprünglich nach der Hauptfigur Klara benennen. Durch einen Verleger wurde das Stück jedoch später in „Maria Magdalena“ umbenannt, was auf die gleichnamige Bibelgestalt verweisen soll.
  • Das Drama ist eines der bekanntesten Dramen des 19. Jahrhunderts und wichtiger Bestandteil der deutschen Literatur.
  • Die Handlung dreht sich um eine junge Frau namens Klara. Diese ist schwanger und verzweifelt, da sie sich ihrem Verehrer vor der Heirat hingegeben hat. Aufgrund der intoleranten Moralvorstellungen des Bürgertums und ihrer eigenen Verzweiflung, beschließt sie schlussendlich Selbstmord zu begehen.
  • Die Tragödie ist in drei Akte unterteilt.

1. Akt

Klara ist die bürgerliche Tochter eines Tischlers, genannt Meister Anton. Sie ist mit dem Kassierer Leonhard verlobt, jedoch besteht keinerlei Liebe zwischen dem Paar. Als aber ihre alte Jugendliebe, der Sekretär, wieder in ihren Heimatort zurückkehrt, flammt die alte Liebe wieder auf.

Leonhard handelt aus Habgier und hat es auf die Mitgift von Klaras Vater abgesehen. Diesem entgeht das Interesse Klaras an dem Sekretär nicht und drängt deshalb seine Verlobte, mit ihm zu schlafen. Er hofft, dass er dadurch Klara mehr für sich gewinnen kann.

Der Liebesakt, welcher mehr aus Eifersucht als aus Leidenschaft geschieht, hat zu Folge, dass Klara schwanger wird. Um ihre eigene Ehre und die ihrer Familie nicht zu beschmutzen, ist Klara nun auf eine Heirat mit Leonhard angewiesen. Dieses Geschehen wird in einer Rückblende in einem Dialog zwischen Klara und Leonhard erläutert.

Gegen Ende des 1. Aktes klingeln zwei Gerichtsdiener an der Tür von Klaras Elternhaus, um das Haus zu durchsuchen. Klaras Bruder Karl steht unter Verdacht, Juwelen gestohlen zu haben. Karls Mutter ist von der Nachricht über ihren kriminellen Sohn so schockiert, dass sie an einem plötzlichen Tod stirbt.

Der Vater ist von der Schuld seines Sohnes überzeugt und setzt nun alle seine Hoffnungen in seine Tochter Klara. Um den Druck auf sie zu erhöhen, droht er, sich umzubringen, sollte auch Klara ihn enttäuschen. Diese schwört ihrem Vater keine Schande über ihn zu bringen, obwohl sie bereits von ihrer eigenen Schwangerschaft weiß.

Klara weiß, dass sie Leonhard heiraten muss, da ein uneheliches Kind ihren Vater zum Selbstmord veranlassen würde.

Kurz darauf trifft jedoch ein Brief bei Klara ein. Leonhard schreibt ihr, er wolle die Beziehung zu Klara beenden, unter dem Vorwand Klaras Familie hätte durch die Verhaftung ihres Bruders jegliche Ehre verloren.

Der wahre Grund für Leonards handeln ist jedoch nicht Karls Verhaftung, sondern das Verlieren der Mitgift. Klaras Vater hat nämlich die Mitgift von 1000 Talern an seinen alten Meister verschenkt, da er von einem Heiratsantrag Leonhards an seine Tochter überzeugt war.

2. Akt

Es stellt sich heraus, dass Karl unschuldig ist. Die verrückte Frau des Besitzers hatte die Juwelen versteckt. Trotzdem ist Meister Anton um seine bürgerliche Ehre besorgt.

Klara trifft sich währenddessen mit ihrem ehemaligen Liebhaber, dem Sekretär, genannt Friedrich, und gesteht ihm ihre Liebe. Dieser erwidert sie und macht Klara einen Heiratsantrag. Klara möchte ihrem Vater aber keine Schande machen und sieht ihre Pflicht darin, den Vater ihres Kindes mit aller Kraft zurückzuholen.

Friedrich, welcher von dem herzlosen Brief von Leonhard weiß, sieht seine Pflicht darin, Leonhard aus dem Weg zu räumen.

3. Akt

Als Klara Leonhard aufsucht, wird ihr in einem langen Gespräch klar, dass dieser von Eifersucht zerfressen ist und sich von seinem Nebenbuhler stark gekränkt fühlt.

Leonhard berichtet Klara, dass er in der Zwischenzeit eine Heirat mit der Tochter des Bürgermeisters in die Wege geleitet hat.

Nach dem Gespräch sieht Klara nur zwei Möglichkeiten. Sie stellt sich selbst vor die Wahl: entweder mit der Schande zu ihrem Vater gehen oder sich selbst das Leben nehmen.

Als sie sich für den Selbstmord entscheidet und dies Leonhard mitteilt, glaubt er ihr nicht.

Kurze Zeit später, als sich Leonhard besinnt und Klara nachlaufen möchte, wird er vom Sekretär aufgehalten. Dieser fordert Leonhard zu einem Pistolenduell auf. Leonhard geht nach längerem zögern mit Friedrich in den Wald, um sich dort das Duell zu liefern.

In der Zwischenzeit kehrt Karl zurück nach Hause, nachdem er aus dem Gefängnis entlassen wurde. Um dem heimatlichen Elend zu entkommen möchte er ab sofort als Matrose arbeiten. Klaras Andeutungen über ihre missliche Lage und ihre Selbstmordgedanken hört und versteht er aber nicht. Als er seine Schwester um Wasser bittet, geht diese zum Brunnen, fest entschlossen sich hinabzustürzen.

Währenddessen kommt der Sekretär schwer verletzt in die Stube. Er geht als Gewinner aus dem Duell heraus und konnte Klara rächen. In diesem Moment ahnt Karl, dass seiner Schwester etwas zugestoßen sein könnte. Er kommt mit der Nachricht zurück, dass Klara in den Brunnen gestürzt sei. Verwirrt und gebrochen bleibt der Vater zurück.

Die wichtigsten Personen der Tragödie „Maria Magdalena“

Klara

  • Bürgerliche junge Frau
  • Schwanger von Leonhard, der sie verlässt
  • Liebt Friedrich
  • Begeht Selbstmord, um keine Schande über ihren Vater zu bringen

Leonhard

  • Kassierer
  • Berechnend und habgierig
  • Ist mit Klara verheiratet, um eine hohe Mitgift zu erhalten
  • Verlässt Klara, als er die Mitgift nicht erhält
  • Eifersüchtig

Friedrich

  • Sekretär
  • Ehemaliger Liebhaber von Klara
  • Hat die Stadt zum Zweck einer Ausbildung verlassen
  • Bei seiner Rückkehr verliebt er sich erneut in Klara
  • Will Klara beschützen und rächt sie
  • Gewinnt das Duell gegen Leonhard

Meister Anton

  • Vater von Karl und Klara
  • Ist besorgt um seine bürgerliche Ehre
  • Hat Angst, dass seine Kinder Schande über ihn bringen

Karl

  • Bruder von Karla
  • Wird verdächtigt, ein Dieb zu sein
  • Verlässt den Vater um als Matrose zu arbeiten

Klaras Mutter

  • Mutter von Klara und Karl
  • Erholt sich von einer schweren Krankheit
  • Stirbt, als sie die Vorwürfe gegen ihren Sohn hört

Aufbau und Stil

Aufbau

Im ersten Akt werden die Charaktereigenschaften der Personen dargestellt und eine Ansammlung von Schwierigkeiten eingeführt. Zum Beispiel der Tod der Mutter, die Vorwürfe gegen Karl oder Klaras Schwangerschaft, zählen dazu.

Im zweiten Akt wird deutlich, dass eine Einigung zwischen Tochter und Vater beinahe unmöglich ist.

Im dritten Akt ereignet sich Klaras Selbstmord, welcher aufgrund zahlreicher Andeutungen, bereits von Anfang an, vorauszusehen war.

Sprache

Die Figuren sind frei von effekthascherischen Eigenschaften und entfremdenden Charaktereigenschaften. Die Satzkonstruktionen weisen viele Einschübe (Parenthesen) auf und kommen deshalb oft schwerfällig daher.

Zeitgeschichtliche Einordnung von „Maria Magdalena“

Dem Tagebuch des Autors kann entnommen werden, dass Hebbel längere Zeit mit dem Gedanken spielte, ein bürgerliches Trauerspiel zu schreiben. Dafür beschäftigte er sich viel mit den Dramen von Gotthold Ephraim Lessing und Jakob Michael Reinhold Lenz.

Sein eigenes Stück vollendete er 1843, während er sich in Kopenhagen und Paris aufhielt.

Auch seine persönlichen Umstände, unter denen Hebbel sein Werk verfasste, waren ausgesprochen tragisch. Zeitweise wohnte er in einer kleinen unbeheizten Wohnung in Kopenhagen, wo er sich eine rheumatische Erkrankung zuzog. Dazu kam, dass sein dreijähriger Sohn Max starb. Dieses Ereignis hemmte stark den Schaffensdrang des Autors.

Den Großteil seiner Anregungen entnahm er seiner eigenen Lebensgeschichte. 1836 wohnte er in München bei einem Tischlermeister namens Anton Schwarz. Mit dessen Tochter führte er einige Zeit eine Liebesbeziehung. Hebbels Idee war es, nicht nur eine Liebesgeschichte zu verfassen, sondern eine Tragödie, welche ganz ohne herkömmliche Standeskonflikte, in sich selbst ruhte.

Maria Magdalena - alles Wichtige auf einem Blick

  • Das Drama stammt von Friedrich Hebbel aus dem Jahr 1843
  • Maria Magdalena ist eines der bekanntesten Dramen des 19. Jahrhunderts und wichtiger Bestandteil der deutschen Literatur.
  • Hauptfigur ist die junge Frau Klara. Sie ist schwanger und verzweifelt, da sie sich ihrem Verehrer vor der Heirat hingegeben hat.

Geschafft! Nun hast du einen ersten Überblick über Hebbels Werk „Maria Magdalena“ erhalten. Bestimmt wird es dir jetzt leichter fallen deine eigene Inhaltsangabe oder Charakterisierung dazu zu schreiben.

Wenn du an weiteren Details und Interpretationsansätzen zu diesem Werk interessiert bist, schau dir einfach auf unserer Website die passenden Inhalte vom STARK-Verlag dazu an. Viel Erfolg!

Finales Maria Magdalena Quiz

Frage

 Von wem stammt „Maria Magdalena“?
Antwort anzeigen

Antwort

Die Tragödie ist von Friedrich Hebbel. 
Frage anzeigen

Frage

Worum geht es in „Maria Magdalena“?
Antwort anzeigen

Antwort

Die Handlung dreht sich um eine junge Frau namens Klara. Diese ist schwanger und verzweifelt, da sie sich ihrem Verehrer vor der Heirat hingegeben hat. Aufgrund der intoleranten Moralvorstellungen des Bürgertums und ihrer eigenen Verzweiflung beschließt sie schlussendlich, Selbstmord zu begehen.
Frage anzeigen

Frage

Wieviele Akte hat die Tragödie?
Antwort anzeigen

Antwort

Drei Akte
Frage anzeigen

Frage

Wie sieht die Beziehung zwischen Maria und Leonhard am Anfang des Stückes aus?
Antwort anzeigen

Antwort

Die beiden sind verlobt. Es besteht aber keinerlei Liebe zwischen dem Paar. 
Frage anzeigen

Frage

Wieso drängt Leonhard Klara mit ihm zu schlafen?
Antwort anzeigen

Antwort

Da er aus Habgier handelt, und es auf die Mitgift von Klaras Vater abgesehen hat. Als Klara Gefühle für ihre alte Jugendliebe entwickelt, sieht Leonhard die Hochzeit in Gefahr. Er hofft Klara mehr für sich gewinnen zu können, wenn sie mit ihm schläft. 
Frage anzeigen

Frage

Wieso lastet ein großer Druck auf Klara?
Antwort anzeigen

Antwort

Um die Familienehre nicht zu beschmutzen, muss sie Leonhard heiraten. Außerdem verspricht sie ihrem Vater, ihn nicht zu enttäuschen. Anders als ihr Bruder, welcher unter Verdacht steht, ein Dieb zu sein. Jedoch ist sie schwanger und unverheiratet. Deshalb muss sie unbedingt Leonard heiraten. 
Frage anzeigen

Frage

Wieso löst Leonhard die Beziehung auf?
Antwort anzeigen

Antwort

Unter dem Vorwand, Klaras Familie hätte durch die Verhaftung von Karl jede Ehre verloren, beendet er die Beziehung. Der eigentliche Grund ist aber, dass Klaras Vater die Mitgift verschenkt hat. 
Frage anzeigen

Frage

Wer liefert sich in „Maria Magdalena“ ein Pistolenduell?
Antwort anzeigen

Antwort

Leonhard und der Sekretär liefern sich ein Pistolenduell. Der Sekretär gewinnt. 
Frage anzeigen

Frage

Wie endet „Maria Magdalena“?
Antwort anzeigen

Antwort

Klara ist verzweifelt. Als ihr Bruder ihre Andeutungen nicht versteht, bringt sie sich um. Der Sekretär gewinnt das Duell gegen Klara, kommt aber zu spät. Der Vater Klaras bleibt gebrochen und alleine zurück, da auch Karl ihn verlässt. 
Frage anzeigen

Frage

Wer ist Friedrich?
Antwort anzeigen

Antwort

Er ist der Sekretär und die Jugendliebe von Klara. Als er in die Stadt zurückkehrt, flammt seine Liebe zu Klara wieder auf. Er will Klara beschützen und rächt sie im Pistolenduell. 
Frage anzeigen

Frage

Wieso bleibt der Vater alleine zurück?
Antwort anzeigen

Antwort

Klara begeht Selbstmord und Karl verlässt die Stadt. Er will als Matrose arbeiten und ein neues Leben beginnen. 
Frage anzeigen

Frage

Wie ist die Sprache In „Maria Magdalena“ gestaltet? 
Antwort anzeigen

Antwort

  • Figuren sind frei von effekthascherischen Eigenschaften
  • keine entfremdenden Charaktereigenschaften 
  • Satzkonstruktionen haben viele Einschübe (Parathesen)  
Frage anzeigen

Frage

Mit welchem zeitgeschichtlichen Hintergrund wurde verfasst?
Antwort anzeigen

Antwort

Hebbel vollendete sein Stück 1843, während er sich in Kopenhagen und Paris aufhielt. Er verfasste es unter tragischen persönlichen Umständen: er wohnte in einer kleinen ungeheizten Wohnung, wo er sich eine rheumatische Erkrankung zuzog. Außerdem starb sein Sohn. 
Frage anzeigen
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