Erörterung

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Erörtern heißt sich schriftlich mit einem Sachverhalt auseinanderzusetzen und dazu seine eigene Meinung überzeugend darzulegen. Täglich wägen wir Probleme ab und bewerten Meinungen. Dabei ist es vor allem wichtig die eigene Entscheidung fundiert begründen zu können. Bei einer Erörterung gilt es genau diese Stärke des überzeugenden Argumentierens hervorzubringen. Wie du das am besten anstellst und was du beim Schreiben deiner eigenen Erörterung beachten musst erklären wir dir jetzt! 

Dieser Artikel über "Erörterung" ist dem Fach Deutsch zuzuordnen und erweitert das Thema Aufsatz schreiben.


ZUM AUSWENDIG LERNEN: Am Ende der Zusammenfassung findest du "Das Wichtigste auf einen Blick!" zum Thema "Erörterung". Alles, was du dazu wissen musst, auf einem Cheat Sheet!   



Was ist überhaupt eine Erörterung? 


Die Erörterung ist eine Textform bei der du dich mit einer Fragestellung, einem Problem oder einer Meinung intensiv auseinandersetzt. Dies sollte nicht nur in klarer gedanklicher Struktur geschehen, sondern deine Argumentation muss auch überzeugend und einsichtig sein. Aus den Ergebnissen leitest du Folgerungen ab aus welchen sich dann deine eigene persönliche Stellungnahme entwickeln kann. 

Auf diese Art zeigst du, dass du in der Lage bist ein Thema aus verschiedenen Perspektiven zu beleuchten und anschließend zu bewerten. 



Welche Arten von Erörterung gibt es?


Insgesamt lässt sich zwischen drei verschiedenen Arten von Erörterung unterscheiden: der linearen Erörterung, der textgebundenen Erörterung und der dialektischen Erörterung. 


Die lineare Erörterung 


Eine lineare Erörterung beruht immer auf einer einseitigen Argumentation. Es wird dir eine zentrale Fragestellung vorgegeben, zu der du nun Argumente sammeln musst und dich schlussendlich für eine klare Position entscheidest. Dabei lässt du die Gegenseite außen vor, denn es geht darum, den Leser von deiner Meinung zu überzeugen. 


Die textgebundene Erörterung


Im Gegensatz zur linearen Erörterung ist die Grundlage einer textgebundenen Erörterung nicht nur eine Fragestellung sondern ein Text. Ähnlich wie bei der Interpretation einer Kurzgeschichte oder eines Gedichts beginnst du hier mit einer klassischen Einleitung und fährst damit fort den Text kurz zusammenzufassen. Auch das Schreiben des Hauptteils ähnelt sehr dem, was du aus Analysen kennst. Im Fokus steht nämlich vor allem die Argumentationsstrategie des Autors und nicht deine eigenen Argumente. Was es genau mit einer textgebundenen Erörterung auf sich hat und wie du sie am besten schreibst findest du in einem eigenen Artikel. 

Die dialektische Erörterung


Bei der dialektischen Erörterung bist du zwar frei von einer Textvorgabe, jedoch reicht es nicht aus nur einseitig zu argumentieren. Deine Argumente zu einem bestimmten Sachverhalt oder einer vorgegebenen Fragestellung müssen die Pro- und die Kontra-Seite mit einbeziehen. Falls du aus einem vorgegebenen Thema eine eigene passende Fragestellung ableiten musst, solltest du diese in der Einleitung nennen. Im Hauptteil hast du zwei Möglichkeiten, nach denen du deine Argumente präsentieren kannst. Wie diese Prinzipien genau aussehen und wie du deine dialektische Erörterung schreibst, findest du in einem separaten Artikel. 




Eine Erörterung schreiben – Vorarbeit ist das A und O


Der eigentlichen Erörterung geht stets die Untersuchung eines Sachverhalts, eines Textes oder einer gegebenen Quelle voraus. In jedem Fall musst du aber auch ergänzend dein eigenes Wissen mit einbringen. So ergeben sich allgemein drei Arbeitsschritte:

  1. Klären der Aufgabenstellung 
  2. Analyse des Textes bzw. Auswertung der bereitgestellten Materialien, Brainstorming 
  3. Verfassen der Erörterung 


Schritt 1: Klären der Aufgabenstellung


Bei diesem Arbeitsschritt können dir einige Fragen das Arbeiten erleichtern.

  • Gegenstand der Erörterung: Was, mit welchem Ziel und in welcher Form soll erörtert werden? → dies kann eine Stellungnahme zur Position des Autors sein, die Bewertung eines Sachverhalts oder die Diskussion eines Problems 
  • Was sind die Anforderungen, die mit der Aufgabe, dem methodischen Vorgehen beim Analysieren und beim Erörtern verbunden sind? 
  • Wie sollte meine zeitliche Planung aussehen? Auf welchem Aufgabenteil liegt der Schwerpunkt der Bewertung? → meistens liegt der Schwerpunkt auf dem zweiten Aufgabenteil (Gewichtung : ca. Textanalyse 40%; Erörterung 60%)




Schritt 2: Analyse des Textes, Auswertung der Materialien, Brainstorming

Dein Vorgehen sollte dem üblichen Weg einer Texterschließung ähneln. Das heißt du beginnst damit text-relevante Aussagen zu erkennen, sie zu markieren und zu notieren. Man beginnt mit der Beachtung der Überschrift und dem sorgfältigen Lesen des Textes. Behalte dabei immer die Aufgabenstellung im Hinterkopf. Vergiss nicht sprachliche Besonderheiten zu markieren und bereits früh, eigene Gedanken für die spätere Erörterung festzuhalten. 


Tipp: Bei einem argumentativen Text kannst du von Anfang an auf mögliche Schwachstellen in der Argumentation oder eine Gegenposition achten! 


Anschließend musst du dein gesammeltes Material nach Gesichtspunkten sortieren. Meistens ist es aber einfacher dem Textverlauf zu folgen. Am Ende deiner Untersuchung solltest du den Sachverhalt, die Position des Autors und dessen Intention ermittelt haben, sowie die Argumentationsstruktur, wesentliche Begründungen und sprachliche Mittel erschlossen haben. 

Notiere dir außerdem alle Argumente die dir selbst einfallen und sortiere sie entsprechend ihrer Wichtigkeit. Auch Begründungen oder Beispiele kannst du von Anfang an stichwortartig notieren. 


So könnte deine Gliederung aussehen:

  1. Eine Überblicksinformation (Autor, Titel, Textart, Quelle, Adressat, Thema, Erscheinungsort und -jahr) leiten die Analyse ein 
  2. Der Aussageschwerpunkt stellt die Überleitung dar 
  3. Im Hauptteil gibst du die entscheidenden Argumente knapp wieder, Gedankengang, Argumentationsstruktur und sprachliche Mittel werden bestimmt



Hinweis: Bei einer materialgestützten Erörterung müssen die gegebenen Materialen kritisch ausgewertet werden, aber nicht umfassend analysiert werden! 




Die Erörterung schreiben – richtig argumentieren


Starke Argumente finden


Um den Leser von deiner Argumentation zu überzeugen kommt es vor allem auf die Qualität deiner Argumente an. Ein richtiges Argument besteht aus drei Teilen: Behauptung, Begründung, Beleg. Dies kannst du dir einfach mit den „3 B’s“ merken! 


Wichtig ist, genau zu überdenken, ob dein Argument nachvollziehbar zu begründen ist. Es dürfen natürlich keine Widersprüche entstehen. 


Tipp: Du kannst auch Beispiele aus deinen persönlichen Erfahrungen nehmen. Diese müssen nicht der Wahrheit entsprechen – du kannst es dir auch ausdenken!


Die richtigen Argumente auswählen


Bei einigen Themen werden dir leichter Argumente einfallen als bei anderen. Trotzdem ist nicht die Quantität deiner Argumente entscheidend sondern die Qualität. Beschränke dich deshalb lieber auf wenige Argumente und konzentriere dich darauf diese vernünftig darzulegen. 


Es kann natürlich auch vorkommen, dass dir für eine Position mehr Ideen einfallen als für die Gegenposition. In einer dialektischen Erörterung solltest du aber darauf achten, dass die Anzahl der Pro- und Kontra-Argumente ausgewogen sind. Sortiere also auch hier die schwächeren und weniger wichtigen Argumente aus.


Tipp: Nur weil du deine eigene Meinung darlegen musst, heißt es nicht, dass das auch tatsächlich deine Meinung sein muss! Zu einigen Themen hast du vielleicht keine Meinung. Entscheide dich dann für die Seite, für welche dir mehr begründete Argumente einfallen. 


Die verschiedenen Argumentationstypen 


Wenn du eine textgebundene Erörterung schreibst, musst du die Argumentationsstrategie des Autors analysieren. Um dies zu können, solltest du dir die verschiedenen Argumentationstypen genauer anschauen. Und auch, wenn du selbst deine Erörterung schreibst, empfiehlt es sich die unterschiedlichen Typen zu kennen um deine Argumentation abwechslungsreicher zu gestalten. Die verschiedenen Argumentationstypen sind: 


  • Faktenargumente: Diese Argumente beruhen auf Fakten, wie zum Beispiel Statistiken oder wissenschaftliche Sachverhalte. Daher sind sie gut nachvollziehbar und schwer zu entkräften.

  • Autoritätsargument: Dieser Argumentationstyp beruft sich auf eine, zum Großteil, akzeptierte autoritäre Person. Dies kann ein Wissenschaftler oder andere namhafte Person sein, die sich zu dem vorliegenden Thema geäußert haben.

  • Normative Argumente belegen ihre These durch allgemein gültige Norm- und Wertevorstellungen

  • Analogisierendes Argument: Der Autor oder die Autorin verbindet das Thema mit einem anderen Lebensbereich und schafft somit eine Analogie.

  • Indirektes Argument: Die eigene These wird durch die Entkräftigung der Gegenseite gestärkt.

  • Plausibilitätsargument: Die These wird dadurch gestärkt, dass sie für den Leser besonders nachvollziehbar erscheint. 




Die Sprache in der Erörterung


Jeder Text hat einen eigenen Schreibstil – egal ob Essay oder Analyse. Aber vor allem bei einer Erörterung, insbesondere bei der linearen und dialektischen, ist dieser von besonders großer Bedeutung, da du den Leser von deinem Standpunkt überzeugen willst. Mit einem guten sprachlichen Ausdruck kannst du deinen Argumente noch mehr Ausdruck verleihen und umso mehr aus deiner Erörterung herausholen. 


Überleitungen sind hierfür besonders geeignet und nicht allzu anspruchsvoll. Das könnte zum Beispiel sein:

  • Einerseits/ Andererseits; auf der einen/ auf der anderen Seite
  • Außerdem ist zu bedenken, dass…
  • Ein weiterer Grund / ein anderer Argument für/gegen..
  • Abgesehen davon 
  • Darüber hinaus; Des Weiteren; Ferner; Hinzu kommt
  • Aus einem anderen Blickwinkel betrachtet


Weitere Tipps für die sprachliche Gestaltung deiner Erörterung:


  • Vermeide Wortwiederholungen 
  • Vermeide überlange Sätze aber gestalte deinen Satzbau dennoch abwechslungsreich 
  • Verzichte auf Wörter wie „wohl“, „eben“, „ja“, „halt“ 
  • Schreibe im Präsens 
  • Achte auf deine Rechtschreibung und Grammatik




Aufbau deiner Erörterung


Die Einleitung


Die Einleitung verfolgt zwei Ziele: Sie soll zum einem zum Thema hinführen und die Motivation des Lesers anregen. Möglichkeiten hierfür sind: 


  • Überblicksinformation (Titel, Autor, Textart,…) 
  • Hinweise zur Bedeutung des Themas (persönliche Erfahrungen, aktueller Bezug)
  • Das Ausgehen vom Gegenteil 
  • Bei literarischen Themen: die Begründung des ausgewählten Materials 
  • Einordnung von Texten, Themen, Motiven in größere Zusammenhänge 


Wichtig ist, dass die Einleitung kurz ist aber dennoch dem Leser einen Überblick über das Thema gibt. Das Interesse des Lesers soll geweckt werden und er soll in der Einleitung sanft auf den folgenden Hauptteil vorbereitet werden.


Abschluss der Einleitung und Überleitung zum Hauptteil bildet die zentrale Textaussage bzw. der entscheidende Themenaspekt. 


Der Hauptteil 


Der Hauptteil ist das Kernstück deiner Argumentation. Du beginnst damit eine These zu formulieren, welche im Laufe der Arbeit durch Argumente gestützt wird. Bei einer dialektischen Erörterung beginnst du meist mit der Position, mit welcher du dich nicht identifizieren kannst. Dabei startest du mit dem stärksten Argument und gehst zu den schwächeren über. Anschließend argumentierst du für die Position die auch deiner eigenen Meinung entspricht. Nun steigerst du dich von den weniger starken Argumenten zu den stärkeren und beendest den Hauptteil mit dem gehaltvollsten Argument.


Der Schluss


Zum Schluss deiner Erörterung sollte sich aus deiner Argumentation ein Fazit ergeben. Daraus solltest du dann eine Schlussfolgerung, einen Lösungsvorschlag oder ein Kompromiss formulieren. 


Wichtig: Wiederhole nicht alle deine Ausführungen sondern bringe die wichtigsten Ideen kurz und präzise auf den Punkt. 


Dein Schluss sollte immer deine gesamte Erörterung abrunden und einen Bezug zur Einleitung herstellen. Deshalb bietet es sich an die Fragestellung erneut aufzugreifen. Du kannst auch einen Ausblick oder eine Prognose abgeben um dein tiefes Verständnis für das Thema zu demonstrieren. Deine eigene Meinung ist gewünscht! 


Bei einer textgebundenen Erörterung solltest du die Aussageabsicht des Autors darlegen und kurz selbst dazu Stellung beziehen. Es kann aber auch sein, dass du im zweiten Aufgabenteil dazu aufgefordert wirst, auf Grundlage der Textanalyse eine eigene Erörterung zu verfassen. 




Erörterung - Alles Wichtige auf einen Blick


  • Ich habe auf einem Notizblatt ein Brainstorming erstellt und die Argumente gesammelt
  • Mein Text ist  in Einleitung, Hauptteil, Schluss gegliedert
  • Meine Argumente bestehen immer aus den „3 B’s“
  • Ich habe meine Argumente mir im Voraus überlegt und sie nach Wichtigkeit sortiert
  • Ich habe eine Überleitung benutzt 
  • Ich habe auf Schachtelsätze und Füllwörter verzichtet
  • Meine Argumentation bleibt stets sachlich. 


Insider Hint

Wir hoffen dass dir dieser Artikel geholfen hat, einen Überblick über das Thema Erörterung zu gewinnen. Vergiss nicht auch die Artikel zu der dialektischen und textgebundenen Erörterung zu lesen um dich noch besser auf deine Prüfungen vorzubereiten. 


Viel Erfolg bei deinem nächsten Aufsatz!


Finales Erörterung Quiz

Frage

Erläutere die drei Begriffe Lyrik, Dramatik und Epik!

Antwort anzeigen

Antwort

Unter dem Begriff Lyrik werden vor allem Gedichte, also kurze literarische Texte in gebundener Sprache, zusammengefasst.
Die Dramatik bezeichnet literarische Texte, die primär für die Bühne, also als Theaterstücke, geschrieben wurden.
Die Epik bezeichnet alle Formen von erzählenden Texten wie beispielsweise Romane, Novellen, Kurzgeschichten, Fabeln etc.

Natürlich gibt es auch Fälle, in denen die Grenzen zwischen den einzelnen Gattungen fließend oder verschwommen sind. Die drei Begriffe sind lediglich Hilfskonstrukte, mit deren Hilfe literarische Texte aufgrund ihrer äußeren Form eingeordnet werden können!

Frage anzeigen

Frage

Welche dieser Textarten lassen sich der übergeordneten Gattung "Dramatik" zuordnen?

Antwort anzeigen

Antwort

Ballade

Frage anzeigen

Frage

Welche dieser Textarten lassen sich der übergeordneten Gattung "Epik" zuordnen?

Antwort anzeigen

Antwort

Tragödie

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Frage

Welche dieser Textarten lassen sich der übergeordneten Gattung "Lyrik" zuordnen?

Antwort anzeigen

Antwort

Ballade

Frage anzeigen

Frage

Welche dieser Aussagen treffen auf die literarische Gattung der "Lyrikzu?

Antwort anzeigen

Antwort

Lyrik bezeichnet literarische Texte, die in Vers- und Strophenform verfasst sind.

Frage anzeigen

Frage

Welche dieser Aussagen treffen auf die literarische Gattung der "Dramatik" zu?

Antwort anzeigen

Antwort

Dramatische Texte sind für die Bühne gedacht.

Frage anzeigen

Frage

Welche dieser Aussagen treffen auf die literarische Gattung der "Epik" zu?

Antwort anzeigen

Antwort

Die Epik umfasst alle erzählenden Texte der Literatur.

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Frage

Akkumulation

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Antwort

Anhäufung von Wörtern ohne
Nennung eines Oberbegriffs

Frage anzeigen

Frage

Anapher

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Antwort

Wiederholung eines Wortes/
einer Wortgruppe zu Beginn
aufeinanderfolgender Sätze,
Verse oder Strophen

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Frage

Antithese

Antwort anzeigen

Antwort

Gegenüberstellung von gegen-
sätzlichen Gedanken/Aussa-
gen/Begriffen

Frage anzeigen

Frage

Chiasmus

Antwort anzeigen

Antwort

Überkreuzstellung von Satz-
gliedern

Frage anzeigen

Frage

Ellipse

Antwort anzeigen

Antwort

unvollständiger Satz durch Aus-
lassung eines Wortes oder Satz-
teils

Frage anzeigen

Frage

Euphemismus

Antwort anzeigen

Antwort

Beschönigung, Verschleierung

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Frage

Hyperbel

Antwort anzeigen

Antwort

Übertreibung

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Frage

Inversion

Antwort anzeigen

Antwort

Umstellung von Satzgliedern,
abweichend vom normalen
grammatikalischen Gebrauch

Frage anzeigen

Frage

Metapher

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Antwort

sprachl. Bild, bei dem ein Aus-
druck durch einen anderen, meist
anschaulicheren Begriff mit ähnli-
cher Bedeutung ersetzt wird; oft
als verkürzter Vergleich, bei dem
zwei Vorstellungsbereiche ohne
„wie“ verbunden sind

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Frage

Neologismus

Antwort anzeigen

Antwort

Wortneuschöpfung

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Frage

Parallelismus

Antwort anzeigen

Antwort

gleichartiger Satzbau

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Frage

Personifikation

Antwort anzeigen

Antwort

Vermenschlichung eines Gegen-
standes

Frage anzeigen

Frage

Symbol

Antwort anzeigen

Antwort

bildhafter Ausdruck, der auf
etwas Abstraktes (einen Begriff,
eine Idee) verweist

Frage anzeigen

Frage

Vergleich

Antwort anzeigen

Antwort

Verknüpfung zweier Sachver-
halte oder Bildbereiche durch
Hervorhebung des Gemeinsa-
men (durch das Wort „wie“)

Frage anzeigen

Frage

Wie kann der sprachliche Ausdruck ausgerichtet sein?

Antwort anzeigen

Antwort

-informativ

-appellativ

-expressiv

kommunikativ


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Frage

Welche Charaktermerkmale kann eine Einzelfigur haben?

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Antwort

-äußere Merkmale

-persönliche Einstellungen und Entwicklungen

-Verhaltensweisen

-soziale Beziehungen

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Frage

Was ist ein wesentliches Element eines Dramas?

Antwort anzeigen

Antwort

Konflikt

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Frage

Was für Ziele gibt es bei Gesprächen?

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Antwort

-überzeugen

-überreden

-manipulieren

-vernichten

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Frage

Was ist eine Ode?

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Antwort

ein reimloses Gedicht in strenger Strophenform (meist in anti-
kem Versmaß), das im pathetischen Stil etwas Feierliches und Erhabenes
zum Inhalt hat

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Frage

Was ist eine Hymne?

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Antwort

aufgrund des feierlichen Inhalts mit der Ode verwandt, jedoch
ohne feste Form; ursprünglich religiöser Preisgesang; seit Klopstock Aus-
druck leidenschaftlicher Begeisterung und religiösen Gefühls; formale
Kennzeichen: freie Rhythmen: ungebundene, reimlose Verse von unter-
schiedlicher Länge; Versgruppen; sprachliche Kennzeichen: Inversionen,
Neologismen, Ausrufe, Symbole, expressive Sprache; inhaltliche Kennzei-
chen: feierlicher Inhalt, oft sprunghaft-assoziativ

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Frage

Was ist ein Lied?

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Antwort

ein einfaches, sangbares Gedicht mit gleich gebauten und ge-
reimten Strophen; älteste lyrische Form; oft instrumental begleitet; große
Bandbreite (germanisches Heldenlied vs. moderner Schlager; Kunstlied vs.
Volkslied); im 20. Jahrhundert durch technische Tonträger verbreitete neue
Genres: Schlager, Protest-, Rock- und Popsongs; Beispiele: Aktuell gehören
zu den bekanntesten deutschen Liedermachern Künstler wie Mark Forster
oder Tim Bendzko.

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Frage

Was ist ein Sonett?

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Antwort

zwei Quartette (je vier Verse) und zwei Terzette (je drei Verse)
mit unterschiedlichen Reimordnungen (häufig: abab abab ccd eed); oft anti-
thetische Gedankenführung und Pointierung; Alexandriner als dominieren-
des Versmaß im Barock (sechshebiger Jambus mit Zäsur in der Versmitte);
häufig antithetischer Inhalt

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Frage

Was gibt es für verschiedene Versmaße?

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Antwort

-Jambus

-Trochäus

-Anapäst

-Daktylus

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Frage

Was gibt es für metrische Sonderformen?

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Antwort

-Alexandriner

-Hexameter

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Frage

Was versteht man unter dem Rhythmus?

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Antwort

Unter Rhythmus versteht man einen durch Betonung, Pausen, Sprechtempo
und Klangfarbe (z. B. durch Häufung von hellen oder dunklen Lauten) be-
stimmten Sprachfluss, der die inhaltliche Aussage unterstützt.

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Frage

Was versteht man unter einem Reim?

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Antwort

Unter einem Reim versteht man den Gleichklang von Wörtern vom letz-
ten betonten Vokal an.

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Frage

Für was steht ein Tor häufig?

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Antwort

das Tor als Trennung zwischen Welten, das entlässt
(Döblin: Berlin Alexanderplatz, Beginn des ersten Bu-
ches) oder verwehrt (Kafka: Vor dem Gesetz),

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Frage

Für was steht ein Haus häufig?

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Antwort

das Haus (Schloss, Ruine, Wohnung) als Symbol für
Geborgenheit, aber auch Enge (Kafka: Das Schloss ),

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Frage

Für was steht ein Fenster häufig?

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Antwort

• das Fenster als Grenze zwischen Beengung und Frei-
heit; vgl. die Beliebtheit des Motivs in der Romantik
(dazu im Gegensatz: Kafka: Das Gassenfenster),

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Frage

Für was steht ein Garten häufig?

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Antwort

der Garten als Bereich zwischen menschlicher Zivilisa-
tion und freier Natur (Eichendorff: Aus dem Leben eines
Taugenichts, Schloß Durande, Das Marmorbild; Novalis:
Heinrich von Ofterdingen),

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Frage

Für was steht eine Stadt häufig?

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Antwort

die Stadt als positives Sinnbild menschlicher Zivilisation und als ne-
gativer Ort der Naturferne, Rastlosigkeit, Isolation und des Verbre-
chens (Raabe: Die Chronik der Sperlingsgasse, Der Schüdderump; Keller:
Der grüne Heinrich; Rilke: Die Aufzeichnungen des Malte Laurids
Brigge; Döblin: Berlin Alexanderplatz; Doderer: Die Strudlhofstiege)

Frage anzeigen

Frage

Für was steht ein Feld häufig?

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Antwort

Feld (Keller: Romeo und Julia auf dem Dorfe) und Wald (vgl. die
„Waldeinsamkeit“ bei den Romantikern) als Bereiche der Auseinan-
dersetzung, der Verflachung und Vertiefung,

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Frage

Für was steht ein Meer häufig?


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Antwort

das Meer als Stimmungsträger (Th. Storm: Der Schimmelreiter)

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Frage

Für was steht eine Wanderung häufig?

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Antwort

die Wanderung (auch in den Formen der Reise, Bildungsreise, Le-
bensfahrt; vgl. die Weg- und Bewegungsmotivik; das Sehnsuchts- und
Wandermotiv in der Romantik; Entwicklungs- und Bildungsromane),

Frage anzeigen

Frage

Für was steht der Staat häufig?

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Antwort

der Staat, der oft den Einzelnen bedrängt (Sophokles: Antigone; Seg-
hers: Das siebte Kreuz; Exilliteratur; Herta Müller: Atemschaukel ),

Frage anzeigen

Frage

Für was steht ein Labyrinth häufig?

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Antwort

das Labyrinth als Kennzeichen des Orientierungsverlustes (vgl.
Kafka: Der Proceß, Das Schloss ),

Frage anzeigen

Frage

Für was steht ein technisches Gerät häufig?

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Antwort

technisches Gerät, z. B. in der Form des Autos, Schiffes und Flug-
zeugs (vgl. die „Super-Constellation“ in Frischs Homo faber).

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Frage

Zwischen welchen zwei Zeitkategorien muss man unterscheiden?

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Antwort

Erzählzeit und erzählte Zeit

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Frage

Was charakterisiert die Rahmenerzählung?

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Antwort

Bei der Rahmenerzählung trägt ein Erzähler eine von seinem Stand-
punkt aus in der Vergangenheit abgelaufene Geschichte vor (Binnen-
erzählung; vgl. Storm: Der Schimmelreiter). Die Distanz zu den
Ereignissen wird durch den zeitlichen Unterschied erhöht.

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Frage

Was charakterisiert die aufbauende Rückwendung?

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Antwort

Die „aufbauende Rückwendung“ (Lämmert, S. 104) hat expositori-
schen Charakter. Der Erzähler bietet Informationen an, nimmt dem
Handlungseinsatz seine Isoliertheit, stellt Zusammenhänge klar und
lässt den Leser Ursachen späterer Handlungen verstehen (vgl. den
zweiten Abschnitt in Th. Manns Der Tod in Venedig).

Frage anzeigen

Frage

Was charakterisiert die auflösende Rückwendung?

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Antwort

Die „auflösende Rückwendung“ (Lämmert, S. 108) bereitet den Schluss
der Erzählung vor. Sie deckt bislang verborgene Zusammenhänge auf,
macht so Handlungen und Geschehensabläufe dem Leser begreiflich
(vgl. Kriminalromane).

Frage anzeigen

Frage

Was charakterisiert die eingeschobene Rückwendung?

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Antwort

An unterschiedlichsten Stellen in der Erzählung können „eingescho-
bene Rückwendungen“ (Lämmert, S. 112 ff.) eingesetzt werden. Diese
ermöglichen der Figur einen „Rückblick“ auf ihre Vergangenheit, die
Figur holt in einem kurzen „Rückgriff“ ein Erlebnis in die fiktive Ge-
genwart oder sie gibt in einem „Rückschritt“ ihre „besondere Ge-
schichte“ wieder, die sich vor ihrem Eintritt in die Handlung vollzo-
gen hat.

Frage anzeigen

Frage

Was ist eine Anekdote?

Antwort anzeigen

Antwort

Anekdote
Sie stellt einen Abschnitt aus dem Leben einer historischen Persön-
lichkeit dar oder erzählt von einer besonderen Begebenheit. Der kurze
Prosatext enthält einen auf den Schluss hin konzipierten Spannungs-
aufbau. Eine Pointe bringt die Lösung. Die Intention zielt auf Unterhal-
tung und Belehrung. An einem kurzen Wirklichkeitsausschnitt soll
Typisches deutlich werden.

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