Dialektische Erörterung

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Wie wir dir bereits in den Artikeln über einen Erörterung und eine textgebundene Erörterung erklärt haben, ist eine Erörterung ein Aufsatz, in welchem man sich mit einem Thema, einem Problem oder einer Fragestellung kritisch auseinandersetzt. Dabei werden mithilfe von Pro- und Kontra-Argumenten verschiedene Positionen gegeneinander abgewogen und daraus ein Schluss gezogen. 




Was ist eine dialektische Erörterung?


Grundsätzlich kann man zwischen verschiedenen Typen von Erörterungen unterscheiden. Einerseits gibt es die textgebundene Erörterung, welcher ein Text als Grundlage dient.

Auf der anderen Seite lässt sich aber außerdem zwischen linearer Erörterung und antithetischer Erörterung unterscheiden. Letztere verläuft in zwei gegensätzliche Denkrichtungen und wird auch dialektische Erörterung genannt. 


Der Name dialektisch verrät dabei schon einiges über den Aufbau der Erörterung: er enthält nämlich zwei Positionen (pro und kontra) und behandelt nicht nur eine mögliche Meinung. Man argumentiert also in zwei Richtungen und sucht zu dem Sachverhalt immer eine Pro- und Kontra-These. 


Außerdem gehört die dialektische Erörterung zu dem Typ der freien Erörterungen, was so viel bedeutet wie, dass sie eine offene Fragestellung beinhaltet. Sie lässt es zu, während des Schreibprozesses einen favorisierten Standpunkt einzunehmen. 


Tipp: Um zu erkennen ob es sich um eine offene Fragestellung oder geschlossene Fragestellung handelt, untersuche ob sich die Erörterungsfrage mit ja oder nein beantworten lässt. Ist dies möglich handelt es sich um eine offene Fragestellung und du musst eine dialektische Erörterung schreiben. 




Der Aufbau einer dialektischen Erörterung


Du hast bei der Strukturierung deiner Erörterung mehrere Möglichkeiten. 

Ein Prinzip ist das sogenannte Sanduhr-Prinzip. Dies funktioniert wie folgt: 


  • Als erstes verfasst du deine Einleitung, in der du kurz zur eigentlichen Thematik hinführst. Hilfreich ist es dabei wenn du einen Aufhänger, wie zum Beispiel ein Zitat oder eine Statistik, benutzt.

  • Danach beginnt der Hauptteil. Du fängst mit der These/ Position an die du weniger oder überhaupt nicht vertrittst.

  • Diese These stützt du dann mit Argumenten. Sortiere sie in fallender Reihenfolge. Das heißt du startest mit dem stärksten Argument und hörst mit dem schwächsten auf.

  • Mit dem „Drehpunkt“ leitest du nun zu der These über, die du (mehr) vertrittst.

  • Diese These wird nun mit Argumenten gestützt. Fange mit deinem schwächsten Argument an und steigere dich hin bis zu deinem stärksten. Das wichtigste Argument nennst du also erst ganz zum Schluss.

  • Im Schluss wägst du nun die verschiedenen Argumente gegeneinander ab und kommst zu einem begründeten Schluss. Das nennt man auch Synthese.


Abb. 1: Das Sanduhr-Prinzip
Quelle: 
https://www.kapiert.de/deutsch/klasse-9-10/schreiben/eroertern/die-dialektische-eroerterung/



Ein weiteres Prinzip ist das Reißverschluss-Prinzip. Dabei erfolgt der Aufbau folgendermaßen:

  • Als erstes kommt auch hier die Einleitung.
  • Anschließend stellst du die beiden Thesen gegenüber.
  • Du stützt die Thesen, indem du ihre Argumente in direktem Wechsel gegenüberstellst.
  • Deine Argumentation endet mit dem wichtigsten Argument.
  • In der Synthese, also in deinem Schlussteil, wägst du deine Argumente noch einmal gegeneinander ab und kommst zu einem begründeten Fazit.



Abb. 2: Reißverschluss-Prinzip
Quelle: 
https://www.kapiert.de/deutsch/klasse-9-10/schreiben/eroertern/die-dialektische-eroerterung/




Die dialektische Erörterung schreiben – Schritt für Schritt 


  • In der Einleitung ist es wichtig, dass du zur Thematik der Erörterung hinleitest. Die Art und Weise wie du das machst bleibt dir überlassen. Es kann helfen einen sogenannten Aufhänger zu benutzen, um Interesse beim Leser zu wecken. 
  • Ein Aufhänger kann ein Zitat, eine kontroverse Meinung, ein wissenschaftlicher Fakt oder auch eine persönliche Erfahrung sein - sei kreativ! 
  • In dem Einleitungssatz sollten alle wichtigen Elemente enthalten sein: das Thema deines Aufsatzes, der Stellenwert dieses Themas, dein Aufhänger und eine direkte Überleitung zum Hauptteil deiner dialektischen Erörterung
  • Überlege dir nach welchem Prinzip du deine Argumente strukturieren willst – dem Sanduhr- oder dem Reißverschluss-Prinzip. 
  • Überlege dir auch welcher Standpunkt deine bevorzugte Perspektive ist, um die Argumente der richtigen Wichtigkeit nach zu ordnen. 


Erklärung: Der Aufbau der Argumente hat einen psychologischen Hintergrund: zuerst oder vor allem zuletzt genannte Informationen prägen sich besonders gut in unserem Gehirn ein. Wenn du also mit der Gegenposition beginnst und den Aufsatz mit deiner bevorzugten Position beendest, sind die zuletzt genannten Argumente präsenter. So kannst du allein mit der Struktur in gewisser Weise die Gegenposition überlagern. 


  • Trotzdem ist eine wohl überlegte Ordnung der Argumente nicht allein ausschlaggebend für eine überzeugende Erörterung
  • Natürlich sollten deine Argumente auch inhaltlich stark sein und mit Erfahrungen, Beispielen, Studien oder Expertenmeinungen unterstützt werden. 
  • In der Synthese solltest du einen Kompromiss beider Extrema finden. Du solltest nicht versuchen um jeden Preis deine Argumente durchzusetzen, sondern lieber Zugeständnisse auf Pro- und Kontra-Seite machen, um zu einem klaren Ergebnis zu kommen. 
  • Achte darauf keine zuvor genannten Argumente nur zu wiederholen. Die Synthese bildet etwas Eigenständiges und geht lediglich aus den Argumenten des Hauptteils hervor.
  • In den Schlussteil gehört auch deine eigene Meinung zum Thema. Da hier jedoch kein Schwerpunkt liegt, sollte diese nicht allzu weit ausgeführt werden. 
  • Du kannst außerdem einen Ausblick auf die Thematik geben, zum Beispiel wie sich das Thema in Zukunft entwickeln könnte. 




Schreiben einer dialektischen Erörterung – Formulierungshilfen


Das Überleiten von Argumenten


  • wegen 
  • deshalb 
  • infolgedessen 
  • dazu kommt noch, dass.. 
  • weiterhin
  • eine Folge davon
  • das hat die Auswirkung, dass.. 
  • das liegt daran
  • ein weiteres Argument dafür ist…
  • unter Umständen
  • außerdem 
  • ferner 
  • zusätzlich 
  • noch ein weiteres 
  • ebenso
  • wie sich schon aus dem zuletzt genannten Argument ergibt 
  • wenn man das zuletzt Gesagte bedenkt
  • im Zusammenhang mit
  • anders als..



Steigerungen


  • noch bedeutender
  • wichtiger 
  • weitaus schwieriger 
  • schwerer wiegt 
  • bedenklicher ist 
  • klarer erkennbar ist Folgendes
  • überzeugender erscheint mir
  • vielleicht von etwas mehr/ weniger Gewicht als die zuvor ausgeführten Grunde 
  • aber dennoch von Bedeutung ist…

Gegensätze


  • während bisher 
  • kommen wir nun zu
  • war bisher die Rede von… soll jetzt 
  • es gibt noch andere Gesichtspunkte
  • ein anderer Blickwinkel
  • im Gegensatz dazu…



Dialektische Erörterung - Alles Wichtige auf einen Blick


Hier findest du zum Abschluss noch einige Tipps die dir helfen sollen, eine tolle Erörterung zu schreiben.


  • Bring die Erörterungstypen nicht durcheinander!
  • Erstelle eine Tabelle, in der du die einzelnen Argumente der jeweiligen These zuordnest.
  • In der Synthese darfst du nicht nur die Argumente wiederholen! Es soll ein Kompromiss gefunden werden.
  • Mach dir von Anfang an klar wie dein eigener Standpunkt aussieht, um eine passende Gliederung zu finden!
  • Einleitung und Schlussteil sollten nicht zu lang sein. (zusammen maximal eine Din A4 Seite)
  • Nach jedem abgeschlossenen Argument solltest du einen Absatz machen, um deine Gliederung für den Leser übersichtlich zu gestalten. 




Nun solltest du fit genug sein, deine eigene dialektische Erörterung zu verfassen. Viel Erfolg!

Finales Dialektische Erörterung Quiz

Frage

Erläutere die drei Begriffe Lyrik, Dramatik und Epik!

Antwort anzeigen

Antwort

Unter dem Begriff Lyrik werden vor allem Gedichte, also kurze literarische Texte in gebundener Sprache, zusammengefasst.
Die Dramatik bezeichnet literarische Texte, die primär für die Bühne, also als Theaterstücke, geschrieben wurden.
Die Epik bezeichnet alle Formen von erzählenden Texten wie beispielsweise Romane, Novellen, Kurzgeschichten, Fabeln etc.

Natürlich gibt es auch Fälle, in denen die Grenzen zwischen den einzelnen Gattungen fließend oder verschwommen sind. Die drei Begriffe sind lediglich Hilfskonstrukte, mit deren Hilfe literarische Texte aufgrund ihrer äußeren Form eingeordnet werden können!

Frage anzeigen

Frage

Welche dieser Textarten lassen sich der übergeordneten Gattung "Dramatik" zuordnen?

Antwort anzeigen

Antwort

Ballade

Frage anzeigen

Frage

Welche dieser Textarten lassen sich der übergeordneten Gattung "Epik" zuordnen?

Antwort anzeigen

Antwort

Tragödie

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Frage

Welche dieser Textarten lassen sich der übergeordneten Gattung "Lyrik" zuordnen?

Antwort anzeigen

Antwort

Ballade

Frage anzeigen

Frage

Welche dieser Aussagen treffen auf die literarische Gattung der "Lyrikzu?

Antwort anzeigen

Antwort

Lyrik bezeichnet literarische Texte, die in Vers- und Strophenform verfasst sind.

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Frage

Welche dieser Aussagen treffen auf die literarische Gattung der "Dramatik" zu?

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Antwort

Dramatische Texte sind für die Bühne gedacht.

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Frage

Welche dieser Aussagen treffen auf die literarische Gattung der "Epik" zu?

Antwort anzeigen

Antwort

Die Epik umfasst alle erzählenden Texte der Literatur.

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Frage

Akkumulation

Antwort anzeigen

Antwort

Anhäufung von Wörtern ohne
Nennung eines Oberbegriffs

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Frage

Anapher

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Antwort

Wiederholung eines Wortes/
einer Wortgruppe zu Beginn
aufeinanderfolgender Sätze,
Verse oder Strophen

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Frage

Antithese

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Antwort

Gegenüberstellung von gegen-
sätzlichen Gedanken/Aussa-
gen/Begriffen

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Frage

Chiasmus

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Antwort

Überkreuzstellung von Satz-
gliedern

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Frage

Ellipse

Antwort anzeigen

Antwort

unvollständiger Satz durch Aus-
lassung eines Wortes oder Satz-
teils

Frage anzeigen

Frage

Euphemismus

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Antwort

Beschönigung, Verschleierung

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Frage

Hyperbel

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Antwort

Übertreibung

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Frage

Inversion

Antwort anzeigen

Antwort

Umstellung von Satzgliedern,
abweichend vom normalen
grammatikalischen Gebrauch

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Frage

Metapher

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Antwort

sprachl. Bild, bei dem ein Aus-
druck durch einen anderen, meist
anschaulicheren Begriff mit ähnli-
cher Bedeutung ersetzt wird; oft
als verkürzter Vergleich, bei dem
zwei Vorstellungsbereiche ohne
„wie“ verbunden sind

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Frage

Neologismus

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Antwort

Wortneuschöpfung

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Frage

Parallelismus

Antwort anzeigen

Antwort

gleichartiger Satzbau

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Frage

Personifikation

Antwort anzeigen

Antwort

Vermenschlichung eines Gegen-
standes

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Frage

Symbol

Antwort anzeigen

Antwort

bildhafter Ausdruck, der auf
etwas Abstraktes (einen Begriff,
eine Idee) verweist

Frage anzeigen

Frage

Vergleich

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Antwort

Verknüpfung zweier Sachver-
halte oder Bildbereiche durch
Hervorhebung des Gemeinsa-
men (durch das Wort „wie“)

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Frage

Wie kann der sprachliche Ausdruck ausgerichtet sein?

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Antwort

-informativ

-appellativ

-expressiv

kommunikativ


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Frage

Welche Charaktermerkmale kann eine Einzelfigur haben?

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Antwort

-äußere Merkmale

-persönliche Einstellungen und Entwicklungen

-Verhaltensweisen

-soziale Beziehungen

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Frage

Was ist ein wesentliches Element eines Dramas?

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Antwort

Konflikt

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Frage

Was für Ziele gibt es bei Gesprächen?

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Antwort

-überzeugen

-überreden

-manipulieren

-vernichten

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Frage

Was ist eine Ode?

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Antwort

ein reimloses Gedicht in strenger Strophenform (meist in anti-
kem Versmaß), das im pathetischen Stil etwas Feierliches und Erhabenes
zum Inhalt hat

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Frage

Was ist eine Hymne?

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Antwort

aufgrund des feierlichen Inhalts mit der Ode verwandt, jedoch
ohne feste Form; ursprünglich religiöser Preisgesang; seit Klopstock Aus-
druck leidenschaftlicher Begeisterung und religiösen Gefühls; formale
Kennzeichen: freie Rhythmen: ungebundene, reimlose Verse von unter-
schiedlicher Länge; Versgruppen; sprachliche Kennzeichen: Inversionen,
Neologismen, Ausrufe, Symbole, expressive Sprache; inhaltliche Kennzei-
chen: feierlicher Inhalt, oft sprunghaft-assoziativ

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Frage

Was ist ein Lied?

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Antwort

ein einfaches, sangbares Gedicht mit gleich gebauten und ge-
reimten Strophen; älteste lyrische Form; oft instrumental begleitet; große
Bandbreite (germanisches Heldenlied vs. moderner Schlager; Kunstlied vs.
Volkslied); im 20. Jahrhundert durch technische Tonträger verbreitete neue
Genres: Schlager, Protest-, Rock- und Popsongs; Beispiele: Aktuell gehören
zu den bekanntesten deutschen Liedermachern Künstler wie Mark Forster
oder Tim Bendzko.

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Frage

Was ist ein Sonett?

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Antwort

zwei Quartette (je vier Verse) und zwei Terzette (je drei Verse)
mit unterschiedlichen Reimordnungen (häufig: abab abab ccd eed); oft anti-
thetische Gedankenführung und Pointierung; Alexandriner als dominieren-
des Versmaß im Barock (sechshebiger Jambus mit Zäsur in der Versmitte);
häufig antithetischer Inhalt

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Frage

Was gibt es für verschiedene Versmaße?

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Antwort

-Jambus

-Trochäus

-Anapäst

-Daktylus

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Frage

Was gibt es für metrische Sonderformen?

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Antwort

-Alexandriner

-Hexameter

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Frage

Was versteht man unter dem Rhythmus?

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Antwort

Unter Rhythmus versteht man einen durch Betonung, Pausen, Sprechtempo
und Klangfarbe (z. B. durch Häufung von hellen oder dunklen Lauten) be-
stimmten Sprachfluss, der die inhaltliche Aussage unterstützt.

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Frage

Was versteht man unter einem Reim?

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Antwort

Unter einem Reim versteht man den Gleichklang von Wörtern vom letz-
ten betonten Vokal an.

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Frage

Für was steht ein Tor häufig?

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Antwort

das Tor als Trennung zwischen Welten, das entlässt
(Döblin: Berlin Alexanderplatz, Beginn des ersten Bu-
ches) oder verwehrt (Kafka: Vor dem Gesetz),

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Frage

Für was steht ein Haus häufig?

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Antwort

das Haus (Schloss, Ruine, Wohnung) als Symbol für
Geborgenheit, aber auch Enge (Kafka: Das Schloss ),

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Frage

Für was steht ein Fenster häufig?

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Antwort

• das Fenster als Grenze zwischen Beengung und Frei-
heit; vgl. die Beliebtheit des Motivs in der Romantik
(dazu im Gegensatz: Kafka: Das Gassenfenster),

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Frage

Für was steht ein Garten häufig?

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Antwort

der Garten als Bereich zwischen menschlicher Zivilisa-
tion und freier Natur (Eichendorff: Aus dem Leben eines
Taugenichts, Schloß Durande, Das Marmorbild; Novalis:
Heinrich von Ofterdingen),

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Frage

Für was steht eine Stadt häufig?

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Antwort

die Stadt als positives Sinnbild menschlicher Zivilisation und als ne-
gativer Ort der Naturferne, Rastlosigkeit, Isolation und des Verbre-
chens (Raabe: Die Chronik der Sperlingsgasse, Der Schüdderump; Keller:
Der grüne Heinrich; Rilke: Die Aufzeichnungen des Malte Laurids
Brigge; Döblin: Berlin Alexanderplatz; Doderer: Die Strudlhofstiege)

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Frage

Für was steht ein Feld häufig?

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Antwort

Feld (Keller: Romeo und Julia auf dem Dorfe) und Wald (vgl. die
„Waldeinsamkeit“ bei den Romantikern) als Bereiche der Auseinan-
dersetzung, der Verflachung und Vertiefung,

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Frage

Für was steht ein Meer häufig?


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Antwort

das Meer als Stimmungsträger (Th. Storm: Der Schimmelreiter)

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Frage

Für was steht eine Wanderung häufig?

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Antwort

die Wanderung (auch in den Formen der Reise, Bildungsreise, Le-
bensfahrt; vgl. die Weg- und Bewegungsmotivik; das Sehnsuchts- und
Wandermotiv in der Romantik; Entwicklungs- und Bildungsromane),

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Frage

Für was steht der Staat häufig?

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Antwort

der Staat, der oft den Einzelnen bedrängt (Sophokles: Antigone; Seg-
hers: Das siebte Kreuz; Exilliteratur; Herta Müller: Atemschaukel ),

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Frage

Für was steht ein Labyrinth häufig?

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Antwort

das Labyrinth als Kennzeichen des Orientierungsverlustes (vgl.
Kafka: Der Proceß, Das Schloss ),

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Frage

Für was steht ein technisches Gerät häufig?

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Antwort

technisches Gerät, z. B. in der Form des Autos, Schiffes und Flug-
zeugs (vgl. die „Super-Constellation“ in Frischs Homo faber).

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Frage

Zwischen welchen zwei Zeitkategorien muss man unterscheiden?

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Antwort

Erzählzeit und erzählte Zeit

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Frage

Was charakterisiert die Rahmenerzählung?

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Antwort

Bei der Rahmenerzählung trägt ein Erzähler eine von seinem Stand-
punkt aus in der Vergangenheit abgelaufene Geschichte vor (Binnen-
erzählung; vgl. Storm: Der Schimmelreiter). Die Distanz zu den
Ereignissen wird durch den zeitlichen Unterschied erhöht.

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Frage

Was charakterisiert die aufbauende Rückwendung?

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Antwort

Die „aufbauende Rückwendung“ (Lämmert, S. 104) hat expositori-
schen Charakter. Der Erzähler bietet Informationen an, nimmt dem
Handlungseinsatz seine Isoliertheit, stellt Zusammenhänge klar und
lässt den Leser Ursachen späterer Handlungen verstehen (vgl. den
zweiten Abschnitt in Th. Manns Der Tod in Venedig).

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Frage

Was charakterisiert die auflösende Rückwendung?

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Antwort

Die „auflösende Rückwendung“ (Lämmert, S. 108) bereitet den Schluss
der Erzählung vor. Sie deckt bislang verborgene Zusammenhänge auf,
macht so Handlungen und Geschehensabläufe dem Leser begreiflich
(vgl. Kriminalromane).

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Frage

Was charakterisiert die eingeschobene Rückwendung?

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Antwort

An unterschiedlichsten Stellen in der Erzählung können „eingescho-
bene Rückwendungen“ (Lämmert, S. 112 ff.) eingesetzt werden. Diese
ermöglichen der Figur einen „Rückblick“ auf ihre Vergangenheit, die
Figur holt in einem kurzen „Rückgriff“ ein Erlebnis in die fiktive Ge-
genwart oder sie gibt in einem „Rückschritt“ ihre „besondere Ge-
schichte“ wieder, die sich vor ihrem Eintritt in die Handlung vollzo-
gen hat.

Frage anzeigen

Frage

Was ist eine Anekdote?

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Antwort

Anekdote
Sie stellt einen Abschnitt aus dem Leben einer historischen Persön-
lichkeit dar oder erzählt von einer besonderen Begebenheit. Der kurze
Prosatext enthält einen auf den Schluss hin konzipierten Spannungs-
aufbau. Eine Pointe bringt die Lösung. Die Intention zielt auf Unterhal-
tung und Belehrung. An einem kurzen Wirklichkeitsausschnitt soll
Typisches deutlich werden.

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