Perimortale Wissenschaften: Sterben, Tod und Trauer interdisziplinär Master of Science an der Universität Regensburg
Der Master Perimortale Wissenschaften: Sterben, Tod und Trauer interdisziplinär an der Universität Regensburg verbindet gesellschaftswissenschaftliche, pädagogische und organisationale Perspektiven auf Lebensende, Sterbeprozesse und Trauerarbeit – berufsbegleitend als Teilzeit-Studium konzipiert.Über den Studiengang
Der Studiengang widmet sich einem Themenfeld, das in Gesellschaft, Gesundheitswesen und sozialen Institutionen zunehmend an Bedeutung gewinnt: dem professionellen Umgang mit Sterben, Tod und Trauer. An der Universität Regensburg wird dieses Feld interdisziplinär erschlossen – aus soziologischer, pädagogischer, organisationaler und kommunikativer Perspektive zugleich.
Der M.Sc. richtet sich an Menschen, die bereits in perimortalen Handlungsfeldern tätig sind oder dort einsteigen möchten, etwa in Hospizarbeit, Palliativversorgung, Bestattungswesen, Seelsorge oder Trauerbegleitung. Die Teilzeitstruktur erlaubt es, das Studium neben Beruf oder ehrenamtlichem Engagement zu absolvieren.
Da der Zugang zulassungsfrei ist, steht der Studiengang grundsätzlich allen Interessierten mit passendem Vorwissen offen, ohne dass eine Auswahl über Notengrenzen erfolgt.
Curriculum & Module
12 Module – der vollständige Studienverlauf. Durchsuche alle Module oder filtere nach Semester.
Strukturen reflektieren und gestalten II: Organisationen und Qualität
Bilden und öffentlich kommunizieren: Pädagogik und Öffentlichkeitsarbeit
Erforschen und Verstehen: Masterarbeit
Sich dem Tod stellen: Basismodul
Einführung in den Masterstudiengang mit Auseinandersetzung mit Grundfragen der Perimortalen Wissenschaften, persönlicher Orientierung und Reflexion des eigenen Verhältnisses zum Tod sowie Klärung der Begriffe palliative care, spiritual care und self care.
Das Lebensende gestalten I: Ethik der Endlichkeit
Reflexion des Umgangs mit Endlichkeit und Begrenztheit für die Lebensführung und am Lebensende sowie ethische Diskussion exemplarischer Fragestellungen im perimortalen Raum wie Totenwürde, Organspende und Ars moriendi.
Den Tod deuten I: Theologie und Philosophie
Analyse grundlegender Deutungstraditionen des Todes in verschiedenen weltanschaulichen, religiösen und kulturellen Kontexten sowie Reflexion theologischer und philosophischer Zugänge zum Tod und möglichen Vorstellungen eines Weiterlebens nach dem Tod.
Den Tod deuten II: Exemplarische Vertiefungen
Exemplarische Analyse kultureller, literarischer, künstlerischer und medialer Formen der Darstellung von Tod und Trauer sowie wissenschaftlicher Zugänge zu diesen Themen mit Bezug zu Praxisfeldern.
Das Lebensende gestalten II: Medizin und Ethik
Vermittlung von Grundlagen der Palliativ Care, physiologischen Aspekten des Sterbens sowie ethischer Entscheidungsfindung am Lebensende mit Fokus auf multiprofessionelle Betreuung und ethische Fallbesprechungen.
Trauern ermöglichen I: Ausdrucksformen der Trauer
Verständnis historischer und gegenwärtiger Ausdrucksformen von Trauer, Sterberitualen, Totenliturgie und Erinnerungskultur sowie deren Bedeutung für Trauerbegleitung in heutigen Kontexten.
Trauern ermöglichen II: Trauerbegleitung und Traueransprache
Praktische Schulung in Trauerbegleitung, Gesprächsführung mit Trauernden und Gestaltung von Trauer-Ansprachen sowie Verständnis von Trauerprozessen und personenbezogenen Ausdrucksformen der Trauer.
Sterbende und Angehörige begleiten: Praxisprojekt
Praktikum mit begleitenden Seminaren zur ganzheitlichen Begleitung von Sterbenden und ihren Angehörigen, Entwicklung von Gesprächsführungskompetenzen sowie Erprobung von Formen der Selbstreflexion und Self Care.
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Moduldaten aus dem offiziellen Modulhandbuch der Hochschule München. Umfang und Angebot können sich je Studien- und Prüfungsordnung ändern.
Studiengang im Detail
Über den Studiengang
Perimortale Wissenschaften ist ein Nischenfach, das an der Universität Regensburg gezielt für Praktiker:innen und Interessierte konzipiert wurde, die sich wissenschaftlich fundiert mit dem letzten Lebensabschnitt, dem Sterben selbst und der Trauer danach auseinandersetzen wollen. Der interdisziplinäre Zuschnitt verbindet soziologische Theorien, pädagogische Konzepte und organisationale Fragestellungen zu einem kohärenten Studienprogramm.
Anders als reine Palliative-Care-Fortbildungen legt der Studiengang Wert auf wissenschaftliche Reflexion gesellschaftlicher Strukturen und auf die Fähigkeit, Prozesse in Institutionen aktiv mitzugestalten.
Studieninhalte
Die Module reichen von der Analyse gesellschaftlicher Rahmenbedingungen perimortaler Handlungsfelder über organisationale Qualitätsfragen bis hin zu pädagogischer Bildungsarbeit und öffentlicher Kommunikation rund um Tod und Trauer. Damit deckt der Studiengang sowohl die theoretische Fundierung als auch die praktische Gestaltungskompetenz ab.
Studierende lernen, Strukturen in Hospizen, Bestattungsunternehmen, Beratungsstellen oder kirchlichen Einrichtungen zu reflektieren und weiterzuentwickeln, statt nur operativ zu handeln.
Für wen passt das?
Besonders geeignet ist der Studiengang für Berufstätige aus Pflege, Sozialer Arbeit, Seelsorge, Bestattungswesen oder Bildungsarbeit, die ihre Praxis akademisch vertiefen möchten. Auch Quereinsteigende mit Interesse an Thanatologie und Trauerforschung finden hier einen fundierten Zugang.
Wer sich für gesellschaftliche Diskurse über Sterben und Tod interessiert und gleichzeitig praxisnah in Organisationen wirken möchte, findet in Regensburg ein passendes Format.
Karriere & Arbeitsmarkt
Der Bedarf an qualifizierten Fachkräften für perimortale Handlungsfelder wächst mit dem demografischen Wandel und der zunehmenden gesellschaftlichen Auseinandersetzung mit Sterbebegleitung und Trauerkultur. Absolvent:innen finden Einsatzfelder in Hospizen, Palliativeinrichtungen, Bestattungsunternehmen, Bildungsträgern und Beratungsstellen.
Die interdisziplinäre Ausrichtung eröffnet zudem Wege in Forschung, Öffentlichkeitsarbeit und Qualitätsmanagement innerhalb einschlägiger Organisationen.
Hochschule & Format
Die Universität Regensburg bietet den Studiengang als zulassungsfreies Teilzeitprogramm an, das explizit auf die Vereinbarkeit mit Berufstätigkeit ausgelegt ist. Die Teilzeitstruktur ermöglicht ein individuelles Lerntempo neben bestehenden beruflichen Verpflichtungen.
Der universitäre Rahmen sichert dabei eine wissenschaftliche Fundierung, die über reine Fortbildungsformate hinausgeht.
Zulassung & Zugangswege
Deine Zulassungschancen
Ehrliche Einordnung auf Basis der gebundenen Daten, plus dein persönlicher Match.
Dieser Studiengang hat keinen Numerus Clausus. Deine Abiturnote ist für die Zulassung nicht entscheidend, oft ist sogar ein Einstieg ohne Abitur möglich.
Kosten & Finanzierung
An staatlichen Hochschulen fallen in der Regel keine Studiengebühren an – du zahlst nur den Semesterbeitrag.
| Position | Betrag |
|---|---|
| Studiengebühren | 0 € |
| Semesterbeitrag | ca. 250 bis 350 € / Semester |
| Enthalten | u. a. Semesterticket & Studierendenwerk |
Richtwerte – den genauen Semesterbeitrag nennt die Hochschule.
Deine Jobgarantie mit StudySmarter
Wenn du deinen Studiengang über StudySmarter und das StudyKit findest und dich darüber einschreibst, ist die Jobgarantie automatisch dabei.
Findest du innerhalb von 6 Monaten nach deinem Abschluss keinen Job, übernehmen wir dein professionelles Jobcoaching – so lange, bis du einen hast.
Gilt ab dem Tag deines Studienabschlusses.- Finde & wähle deinen Studiengang über StudySmarter und das StudyKit
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Es gelten die Teilnahmebedingungen. Details und Bedingungen erhältst du mit dem Infomaterial.
Karriere & Gehalt
Wer den Master abschließt, bewegt sich in einem Berufsfeld zwischen sozialer Praxis, Organisationsentwicklung und Bildungsarbeit.
- Einstieg in perimortale HandlungsfelderErste Tätigkeit in Hospiz, Bestattungswesen oder Trauerbegleitung mit fundiertem theoretischem Hintergrund · 0 bis 2 Jahre
- Fachkraft mit SpezialisierungVertiefte Rolle in Beratung, Bildungsarbeit oder Qualitätssicherung innerhalb einer Organisation · 2 bis 5 Jahre
- Koordination & ProjektverantwortungVerantwortung für Konzepte, Öffentlichkeitsarbeit oder organisationale Weiterentwicklung · 5 bis 8 Jahre
- Leitung & strategische GestaltungLeitende Funktion in Einrichtungen der Sterbebegleitung, Trauerarbeit oder verwandten Bildungsträgern · ab 8 Jahren
Gehaltsspanne nach Karrierephase
Branchenweite Marktorientierung für Perimortale Wissenschaften: Sterben, Tod und Trauer interdisziplinär-Profile (brutto pro Jahr), kein hochschulspezifischer Wert. Tatsächliche Gehälter hängen von Branche, Region und Erfahrung ab.
Arbeitsmarkt & Zukunft
Auch in einem so menschlich geprägten Berufsfeld verändert Digitalisierung einzelne Arbeitsschritte, ohne den Kern der Tätigkeit zu ersetzen.
Wie KI den Beruf verändert
Ein Blick darauf, wo Automatisierung in perimortalen Handlungsfeldern ansetzt und wo menschliche Kompetenz unverzichtbar bleibt.
KI nimmt dir ab
- Dokumentation und Verwaltung von Fallakten oder Beratungsprotokollen
- Erstellung von Informationsmaterialien und Standardtexten für Öffentlichkeitsarbeit
- Terminkoordination und organisatorische Abläufe in Einrichtungen
- Auswertung von Daten zu Qualitätsindikatoren in Organisationen
Menschlich gefragter denn je
- Empathische Begleitung von Sterbenden und Trauernden in existenziellen Momenten
- Ethisch reflektierte Entscheidungen in komplexen, individuellen Situationen
- Aufbau von Vertrauen in sensiblen zwischenmenschlichen Beziehungen
- Gestaltung gesellschaftlicher Diskurse über Sterben, Tod und Trauer
Kompetenzen in Organisationsentwicklung und Qualitätsfragen werden im Modul Strukturen reflektieren und gestalten II: Organisationen und Qualität gezielt aufgebaut.
Arbeiten neben dem Studium
Sammle schon im Studium Praxis und verdiene dazu – Werkstudentenjobs und Praktika in Regensburg, ideal neben dem Präsenzstudium am Campus.
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Tools & Rechner
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Die Hochschule im Profil
Kurzprofil der Universität Regensburg – Trägerschaft, Format und, wo verfügbar, unsere Einschätzung aus Studierendenbewertungen.
Universität Regensburg
Für diese Hochschule liegen noch keine aggregierten Studierendenbewertungen vor.
Was Studierende sagen
Das wird gelobt
- Interdisziplinärer Zugang zu einem gesellschaftlich relevanten, aber selten akademisch bearbeiteten Themenfeld
- Teilzeitformat ermöglicht Studium neben Berufstätigkeit in verwandten Feldern
- Zulassungsfreier Zugang senkt die Einstiegshürde für Quereinsteigende
Worauf du achten solltest
Wer einen klar linearen Karriereweg mit etablierten Berufsbildern sucht, sollte bedenken, dass das Berufsfeld rund um perimortale Wissenschaften noch wenig standardisiert ist und Absolvent:innen ihre Rolle in Organisationen oft aktiv mitgestalten müssen.
Passt Perimortale Wissenschaften: Sterben, Tod und Trauer interdisziplinär zu dir?
Das solltest du mitbringen
- Du arbeitest bereits in Hospiz, Pflege, Seelsorge oder Bestattungswesen und willst dich akademisch weiterqualifizieren.
- Du interessierst dich für gesellschaftliche und ethische Fragen rund um Sterben, Tod und Trauer.
- Du möchtest Strukturen in Organisationen reflektieren und aktiv mitgestalten, statt nur operativ zu arbeiten.
- Du suchst ein Teilzeitstudium, das sich mit Berufstätigkeit vereinbaren lässt.
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Häufige Fragen
Ist der Master in Perimortale Wissenschaften an der Universität Regensburg zulassungsbeschränkt?
Nein, der Zugang ist zulassungsfrei, das heißt es gibt keine Auswahl über eine Notengrenze.
Kann ich den Studiengang neben einem Job in der Pflege oder im Bestattungswesen studieren?
Ja, das Studium ist als Teilzeitprogramm konzipiert und richtet sich explizit an Berufstätige aus perimortalen Handlungsfeldern.
Welche Module sind für den Studiengang typisch?
Dazu zählen unter anderem Module zu gesellschaftlichen Rahmenbedingungen perimortaler Handlungsfelder, zu Organisationen und Qualität sowie zu Pädagogik und Öffentlichkeitsarbeit.
Welche beruflichen Perspektiven eröffnet der Abschluss?
Absolvent:innen finden Einsatzfelder in Hospizen, Palliativeinrichtungen, im Bestattungswesen, in Beratungsstellen und in Bildungsarbeit rund um Sterben und Trauer.
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