Erdkunde Bachelor of Science an der Georg-August-Universität Göttingen
An der Georg-August-Universität Göttingen verbindet der B.Sc. Erdkunde naturwissenschaftliche Grundlagen mit geographischer Systemkompetenz – in Vollzeit und mit zulassungsbeschränktem Zugang.Über den Studiengang
Der Bachelorstudiengang Erdkunde an der Georg-August-Universität Göttingen richtet sich an alle, die geographische Phänomene nicht nur beschreiben, sondern quantitativ und methodisch fundiert analysieren wollen. Göttingen positioniert das Fach dabei bewusst an der Schnittstelle von Geo- und Naturwissenschaften, was sich schon im ersten Studienabschnitt in der engen Verzahnung mit chemischen und mathematisch-statistischen Grundlagenfächern zeigt.
Diese Ausrichtung unterscheidet den Göttinger Studiengang von stärker sozial- oder kulturwissenschaftlich geprägten Erdkunde-Angeboten anderer Hochschulen: Wer hier studiert, beschäftigt sich früh mit Stoffkreisläufen, geowissenschaftlichen Rechenmethoden und statistischer Datenauswertung, bevor die klassischen physisch- und humangeographischen Themenfelder vertieft werden.
Die zulassungsbeschränkte Vergabe der Studienplätze sorgt für eine überschaubare Kohortengröße, was besonders in den quantitativ ausgerichteten Modulen einen engeren Austausch mit Lehrenden ermöglicht.
Curriculum & Module
36 Module – der vollständige Studienverlauf. Durchsuche alle Module oder filtere nach Semester.
Mathematische Grundlagen in den Geowissenschaften
Statistik in den Geowissenschaften
Strukturgeologie II
Sedimentologie/Sedimentpetrographie
Hydro- und Ingenieurgeologie
Geomaterialien
Umweltgeowissenschaften
Biosedimentologie
Experimentalphysik I für Nebenfach
Physikalisches Praktikum für Nebenfach
Einführung in die Physikalische Chemie für Geowissenschaften
Botanik für Geowissenschaftler
Zoologie für Geowissenschaftler
Einführung in die Organische Chemie
Physische Geographie: Relief und Boden
Physische Geographie: Klima und Gewässer
Einführung in die Programmierung und ihre Anwendung in den Naturwissenschaften
Scientific English I
Grundprinzipien natur- und geisteswissenschaftlichen Denkens
Externes Praktikum
Gender- und Kommunikationskompetenz
System Erde I
Überblick über die Entstehung des Planeten Erde, seinen inneren Aufbau und die Wechselwirkungen zwischen Geosphäre, Hydrosphäre, Atmosphäre und Biosphäre. Grundlagen der Plattentektonik, Gesteinsbildung und atomarer Aufbau von Mineralen und Gesteinen.
Grundlagen der geowissenschaftlichen Geländeausbildung
Einführung in geologische Geländearbeit mit Fokus auf Gesteinsbestimmung, Gefügeanalyse und Entstehungsprozesse. Vermittlung von Mess- und Probennahmetechniken sowie Anfertigung von Geländeberichten.
System Erde II
Zusammenhängender Einblick in exogene Prozesse an der Erdoberfläche, Verwitterung, Erosion und Materialtransport. Behandlung der Entstehung und Entwicklung des Lebens sowie paläontologische Grundlagen mit praktischen Übungen zu Sedimenten und Fossilien.
Erdgeschichte
Chronologischer Überblick über die Entwicklung von Geo-, Atmo- und Biosphäre seit dem Archaikum. Vermittlung stratigraphischer Grundlagen und Quartärgeologie mit Fokus auf Glazial- und Interglazialzeiten sowie entsprechende Ablagerungstypen.
Strukturgeologie I
Grundlagen der Strukturgeologie in Theorie und Anwendung mit Verständnis geodynamischer Prozesse. Behandlung von Mikrostruktur- und Gefügetypen, spröder und duktiler Deformation sowie Plattengrenzen.
Petrologie
Einführung in die Bildung von Magmatiten, Metamorphiten und Sedimentgesteinen mit Fokus auf physikalische und chemische Petrogenese. Vermittlung von Phasendiagrammen und Polarisations-Mikroskopie.
Karten und Profile
Kartographische Grundlagen, Aufbau und Interpretation geologischer Karten sowie Erstellung geometrischer Konstruktionen wie 2D-Profile und 3D-Blockbilder. Praktische Kartierübung mit Fokus auf Teamfähigkeit und Berichterstellung.
Angewandte Geowissenschaften
Praktische Umsetzung geowissenschaftlicher Inhalte in Industrie und Consulting mit Einführung in Ingenieurgeologie, Hydrogeologie, Technische Mineralogie und Angewandte Geophysik.
Geochemie I
Behandlung von Stoffumsatz und Elementverteilung im System Erde, einschließlich plattentektonischer Stofftransport, geochemische Oberflächenprozesse und biogeochemische Prozesse. Vermittlung quantitativer geochemischer Betrachtungen.
Regionale Geologie
Verständnis der geologischen und plattentektonischen Entwicklung Europas mit Schwerpunkt Deutschland. Behandlung regionaler Zusammenhänge von Strukturen, Lithologien und Lagerstätten mit regionalgeologischen Geländeübungen.
Grundlagen der geowissenschaftlichen Analytik
Theoretische und praktische Vermittlung geowissenschaftlicher Analytikmethoden einschließlich GIS, Probennahme und -aufbereitung, Element- und Phasenanalyse, Röntgenographie und instrumentelle Analytik.
Fernerkundung
Einführung in Geographische Informationssysteme und geowissenschaftliche Fernerkundung mit Themen wie GPS, Luftbilder, Stereoskopie, Aufnahmesysteme und Auswertemethoden. Praktische Anwendung auf geowissenschaftliche Fragestellungen.
Geochemie II
Aufbauend auf Grundlagen der geowissenschaftlichen Analytik werden Grundlagen, praktische Durchführung und Anwendungen der geochemischen Feststoff- und Lösungsanalytik für Haupt- und Spurenelemente vermittelt, einschließlich ICPMS und Elektronenmikroskopie.
Isotopengeologie
Einführung in radiogene und stabile Isotopensysteme zur Altersbestimmung und Charakterisierung von Gesteinen. Vermittlung von Labortechnik und Massenspektrometrie mit Fallbeispielen und Interpretationsübungen.
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Moduldaten aus dem offiziellen Modulhandbuch der Hochschule München. Umfang und Angebot können sich je Studien- und Prüfungsordnung ändern.
Studiengang im Detail
Über den Studiengang
Der Erdkunde-Bachelor in Göttingen versteht Geographie als Brückenfach zwischen Naturwissenschaft und Gesellschaftsanalyse. Charakteristisch ist der hohe Anteil an quantitativ-methodischen Grundlagen, die von Beginn an eingebaut werden.
Damit positioniert sich die Universität Göttingen für Studieninteressierte, die Erdkunde nicht rein beschreibend, sondern datenbasiert und modellgestützt angehen möchten.
Studieninhalte
Module wie Allgemeine und Anorganische Chemie für Nebenfach vermitteln die naturwissenschaftliche Basis, um geochemische und umweltbezogene Prozesse zu verstehen, etwa Bodenbildung, Gewässerchemie oder Stoffflüsse in Ökosystemen.
Die Mathematischen Grundlagen in den Geowissenschaften sowie die Statistik in den Geowissenschaften bilden das methodische Rückgrat: Sie befähigen dazu, räumliche Daten zu modellieren, Messreihen auszuwerten und geographische Zusammenhänge statistisch abzusichern – Kompetenzen, die in klassischen Geographiestudiengängen oft erst später oder weniger intensiv vermittelt werden.
Für wen passt das?
Der Studiengang eignet sich für alle, die an geographischen Frage- und Umweltthemen interessiert sind, aber keine Scheu vor Chemie, Mathematik und Statistik haben. Wer lieber rein deskriptiv-erzählerisch an Länderkunde oder Kulturgeographie herangehen möchte, findet hier eine deutlich technischere Ausrichtung vor.
Ideal ist der Studiengang für Personen, die sich später in Richtung Umweltmonitoring, Geodatenanalyse oder naturwissenschaftlich fundierte Raumforschung orientieren wollen.
Karriere & Arbeitsmarkt
Absolventinnen und Absolventen der Erdkunde erschließen sich als Erdkunde-Fachkräfte ein breites Berufsfeld, das von Umwelt- und Planungsbehörden über Beratungsunternehmen bis zu Forschungseinrichtungen reicht.
Die in Göttingen vermittelte quantitative Methodenkompetenz verschafft dabei einen Vorteil in Bereichen, in denen Geodaten, Statistik und naturwissenschaftliches Verständnis zunehmend gefragt sind.
Hochschule & Format
Als Volluniversität mit ausgeprägtem geowissenschaftlichem Profil bietet die Georg-August-Universität Göttingen eine enge Anbindung an Nachbardisziplinen wie Geologie und Bodenkunde.
Das Vollzeitstudium in Präsenzform ermöglicht praxisnahe Laborarbeit, Geländeübungen und direkten Austausch mit Lehrenden aus den kooperierenden geowissenschaftlichen Instituten.
Zulassung & Zugangswege
Deine Zulassungschancen
Ehrliche Einordnung auf Basis der gebundenen Daten, plus dein persönlicher Match.
Die Studienplätze sind begrenzt und die NC-Grenze schwankt je Semester. Prüfe mit deinem Schnitt, wie deine Chancen aktuell stehen.
Kosten & Finanzierung
An staatlichen Hochschulen fallen in der Regel keine Studiengebühren an – du zahlst nur den Semesterbeitrag.
| Position | Betrag |
|---|---|
| Studiengebühren | 0 € |
| Semesterbeitrag | ca. 250 bis 350 € / Semester |
| Enthalten | u. a. Semesterticket & Studierendenwerk |
Richtwerte – den genauen Semesterbeitrag nennt die Hochschule.
Deine Jobgarantie mit StudySmarter
Wenn du deinen Studiengang über StudySmarter und das StudyKit findest und dich darüber einschreibst, ist die Jobgarantie automatisch dabei.
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Gilt ab dem Tag deines Studienabschlusses.- Finde & wähle deinen Studiengang über StudySmarter und das StudyKit
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Karriere & Gehalt
Der Berufseinstieg als Erdkunde-Fachkraft führt über verschiedene Etappen, in denen sich methodisches Know-how zunehmend in Verantwortung übersetzt.
- Einstieg als Fachkraft für Geodaten & UmweltanalyseErste Praxiserfahrung in Umweltämtern, Planungsbüros oder Forschungsprojekten, häufig mit Fokus auf Datenerhebung und -aufbereitung · 0 bis 2 Jahre
- Projektmitarbeit in Umwelt- oder RaumplanungEigenständige Bearbeitung von Teilprojekten, etwa in der Umweltverträglichkeitsprüfung oder Geodatenanalyse · 2 bis 4 Jahre
- Fachliche Verantwortung / ProjektleitungLeitung kleinerer Projekte oder Studien, Abstimmung mit Behörden und Auftraggebern · 4 bis 7 Jahre
- Leitungsfunktion in Institution oder UnternehmenVerantwortung für Abteilungen, strategische Planung oder Forschungsschwerpunkte · 7 bis 12 Jahre
Gehaltsspanne nach Karrierephase
Branchenweite Marktorientierung für Erdkunde-Profile (brutto pro Jahr), kein hochschulspezifischer Wert. Tatsächliche Gehälter hängen von Branche, Region und Erfahrung ab.
Arbeitsmarkt & Zukunft
Die Berufsperspektiven für Erdkunde-Fachkräfte hängen zunehmend davon ab, wie gut sich klassische geographische Kompetenz mit digitalen und datenanalytischen Fähigkeiten verbinden lässt.
Wie KI den Beruf verändert
Auch im Berufsfeld der Erdkunde-Fachkräfte verändert Künstliche Intelligenz zunehmend, welche Aufgaben automatisiert und welche weiterhin menschliche Expertise erfordern.
KI nimmt dir ab
- Automatisierte Auswertung großer Geodatensätze und Satellitenbilder
- Routinemäßige statistische Berechnungen und Modellierungen
- Erstellung von Standardkarten und -visualisierungen
- Vorsortierung und Plausibilitätsprüfung von Messdaten
Menschlich gefragter denn je
- Fachliche Interpretation komplexer räumlicher Zusammenhänge
- Kommunikation mit Behörden, Kommunen und Auftraggebern
- Entwicklung neuer Fragestellungen und Forschungsdesigns
- Ethische und gesellschaftliche Einordnung von Umweltdaten
Die in Statistik in den Geowissenschaften und Mathematische Grundlagen in den Geowissenschaften erworbenen Kompetenzen bilden die Basis für den späteren souveränen Umgang mit Geodaten im Beruf.
Arbeiten neben dem Studium
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Tools & Rechner
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Die Hochschule im Profil
Kurzprofil der Georg-August-Universität Göttingen – Trägerschaft, Format und, wo verfügbar, unsere Einschätzung aus Studierendenbewertungen.
Georg-August-Universität Göttingen
Für diese Hochschule liegen noch keine aggregierten Studierendenbewertungen vor.
Was Studierende sagen
Das wird gelobt
- Frühe Integration naturwissenschaftlicher und quantitativer Methoden
- Enge Anbindung an geowissenschaftliche Nachbardisziplinen
- Überschaubare Kohorten durch zulassungsbeschränkten Zugang
Worauf du achten solltest
Wer mit Chemie, Mathematik und Statistik grundsätzlich fremdelt, sollte sich vor Studienbeginn bewusst machen, dass diese Fächer in Göttingen von Anfang an fest zum Erdkunde-Studium gehören und nicht optional sind.
Passt Erdkunde zu dir?
Das solltest du mitbringen
- Du interessierst dich für geographische und Umweltthemen, scheust aber auch Chemie und Mathematik nicht.
- Du möchtest räumliche Fragestellungen datenbasiert und statistisch fundiert bearbeiten.
- Du bevorzugst ein naturwissenschaftlich geprägtes Erdkunde-Studium gegenüber einer rein kulturgeographischen Ausrichtung.
- Du kannst dir vorstehen, später als Erdkunde-Fachkraft in Umwelt-, Planungs- oder Forschungskontexten zu arbeiten.
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Häufige Fragen
Wie unterscheidet sich der Erdkunde-Bachelor in Göttingen von anderen Geographie-Studiengängen?
Der Göttinger Studiengang setzt von Beginn an stärker auf naturwissenschaftliche und quantitative Grundlagen, etwa durch Module wie Allgemeine und Anorganische Chemie für Nebenfach sowie Statistik in den Geowissenschaften, während andere Studiengänge oft kultur- oder sozialwissenschaftlicher ausgerichtet sind.
Brauche ich für das Erdkunde-Studium in Göttingen Vorkenntnisse in Chemie oder Mathematik?
Solide Schulkenntnisse reichen als Einstieg, da die entsprechenden Module wie Mathematische Grundlagen in den Geowissenschaften gezielt aufbauend gestaltet sind – wichtig ist aber grundsätzliche Bereitschaft, sich mit diesen Fächern auseinanderzusetzen.
Welche Berufsfelder stehen mir nach dem Studium offen?
Als Erdkunde-Fachkraft kannst du unter anderem in Umweltbehörden, Planungsbüros, Beratungsunternehmen oder Forschungseinrichtungen arbeiten, wobei die in Göttingen vermittelte Methodenkompetenz besonders in datenintensiven Bereichen gefragt ist.
Ist der Studiengang zulassungsbeschränkt und was bedeutet das für mich?
Ja, der B.Sc. Erdkunde an der Georg-August-Universität Göttingen ist zulassungsbeschränkt, was zu einer überschaubaren Studierendenzahl und einem engeren Austausch mit den Lehrenden führt.
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