10 Lernstrategien mit denen du im Studium so richtig durchstartest!

10 Lernstrategien mit denen du im Studium so richtig durchstartest!

Die nächste Klausurenphase steht an. Status Quo: Du weißt weiterhin mehr über den glamourösen Alltag der Kardashians, als über Stochastik 1. Du musst dir schnell viel Lernstoff „reinziehen“ und weißt nicht, wie du überhaupt beginnen sollst? Dann sind die richtigen Lernstrategien die perfekte Lösung aus der Misere!

 

Lernstrategie Klausurenphase: Wie du zum „Superbrain“ wirst (oder so ähnlich)

 

Vielleicht kennst du den Film „Limitless“, in welchem Hauptdarsteller Bradley Cooper dank einer kleinen Zauberpille vom faulen, unmotivierten Schriftsteller mit Hygieneproblem zum Superhirn wird. Okay, DAS machen wir heute nicht. Denn im Film waren die Nebenwirkungen zumindest als „ äußerst bedenklich“ einzustufen. Wende stattdessen lieber diese echt effektiven Lernstrategien an – und dann klappt es auch mit der bestandenen Prüfung. Los geht’s!

 

1. Eine der wichtigsten Lernstrategien: Verwende deine eigenen Worte

Manchmal sind die einfachsten Lernstrategien gleichzeitig auch die besten. Sicherlich bist du stolz darauf, komplizierte Inhalte nach vielen Stunden der Mühe auswendig herunterbeten zu können. Doch hast du sie auch wirklich verstanden? Erst, wenn du den Stoff auch in deinen eigenen Worten wiedergeben –  und ihn somit jemandem, der keine Ahnung von der Materie hat, perfekt erklären könntest, hast du die Inhalte wirklich verstanden und verinnerlicht.

 

2. Ruhig einmal laut werden

Je mehr Sinne an deinem Lernprozess beteiligt sind, desto besser. Eine der besten kognitiven Lernstrategien ist, sich die Inhalte einfach laut vorzusprechen. Einerseits gibst du die Prüfungsinhalte auf diese Weise erneut wieder, und zum anderen hörst du dir selbst beim Aufsagen zu. Auf diese Art verarbeitet dein Gehirn die Inhalte auf unterschiedlichen Ebenen, und sie bleiben dadurch besser „hängen“. Wer hätte gedacht, dass Selbstgespräche so sinnvoll sein können?

 

Natürlich solltest du dir die Aspekte, die du dir selbst „vorsprechen“ möchtest, erst einmal aufschreiben. Auch hier ist eine simple Lernstrategie effektiv: Nutze Karteikarten! Auf die Frontseite der Karte kannst du beispielsweise ein Stichwort zum Thema aufschreiben, und auf die Rückseite dann die Inhalte, die du dazu lernen möchtest. Erlaube dir dabei zunächst einmal, die Lerninhalte abzulesen. Je sicherer du wirst, desto weniger wirst du dies brauchen, da du die Themen verinnerlicht hast. Mit Apps (wie beispielsweise der StudySmarter-App ) kannst du dir auf einfache Weise online Karteikarten erstellen.

 

3. Eselsbrücken sind nicht nur was für Lasttiere

Sicherlich weißt du, was eine Eselsbrücke ist. Hier ein kleines Beispiel – den Satz „Wer nämlich mit „h“ schreibt, ist dämlich“, kennt jeder, oder? Auf ähnliche Art kannst du dir auch komplexere Inhalte merken. Fasse Teile der zu lernenden Inhalte einfach in einem Reim oder einer kurzen Wendung zusammen. Auch sogenannte Akronyme können beim Merken hilfreich sein, indem du beispielsweise die Anfangsbuchstaben der Dinge, die du im Gedächtnis behalten möchtest, sinnvoll anordnest. Schau‘ dir als Beispielmodell hierzu das „AIDA“ -Akronym, das man aus dem Marketing kennt, einmal genauer: „AIDA“ = A(ttention), I(nterest), D(esire) und A(ttention). So kann man die Hauptsäulen der Werbung gleich viel besser im Kopf behalten, nicht wahr? Nach diesem Vorbild kannst auch du auch deinen Lernstoff aufspalten, um ihn besser im Kopf zu behalten.

 

Diese Art des Lernens stammt übrigens aus der sogenannten „Mnemotechnik“ und bedeutet zu deutsch übrigens „Gedächtniskunst“. Hierbei gibt es neben Reimen und Akronymen natürlich auch andere Möglichkeiten. Des Weiteren kannst du unter anderem eigene „Geschichten“ rund um das Lernthema erfinden, so wie beispielsweise: „Als das Wasserstoffatom mit dem Sauerstoffatom zusammenkam, war nicht alles Essig, sondern Wasser“. So kann man sich das Atom-Pärchen doch gleich viel besser merken, nicht wahr?

 

Auch die sogenannte „Loci-Technik“ kann sehr hilfreich sein. Und so funktioniert sie: Verknüpfe die Lerninhalte beispielsweise mit Punkten in deinem Zimmer. Nehmen wir einmal an, dass du dir Struktur einer Gesellschaft und deren besonderen Merkmale merken möchtest. In diesem Fall kann dabei die Decke beispielsweise für die Oberschicht mit ihren Eigenschaften stehen, der Boden für die Arbeiter etc. Da dies ein spielerischer Prozess ist, kann er sogar Spaß machen. Und Spaß am Lernen ist wichtig, da Stress ein Konzentrationskiller ist!

 

 

4. Mach’s persönlich!

Wer schnell viel lernen will, sollte die Lerninhalte wirklich verstanden haben.  Veranschauliche beispielsweise Matheformeln mit Diagrammen oder überlege dir echte Fälle zu langweiligen Rechtstexten. Lasse deiner Kreativität dabei freien Lauf! Hier ein Beispiel zum Thema Strafmündigkeit: „Wenn mein kleiner siebenjähriger Bruder Martin einen Apfel bei Rewe klaut, passiert ihm nichts, da er noch nicht strafmündig ist. Da ich jedoch über 18 Jahre alt bin, und keine weiteren besonderen Faktoren vorhanden sind, bin ich im vollen Umfang strafmündig.“

 

Dank eigener Beispiele werden deine Lernthemen interessanter und lassen sich viel leichter verinnerlichen. Wichtig ist, dass du dir einen Lernplan bastelst, den du wirklich einhältst. Teile deine Lerninhalte in Themen und Zeitblöcke ein, beispielsweise auf diese Art: Von 9 Uhr bis 11 Uhr, dann eine Lernpause. Weiter geht es dann beispielsweise von 12 bis 14h etc.

 

5. Lernstrategien Studium: Gemeinsam statt einsam?

Wie ich dir bereits gezeigt habe, kann das laute Aufsagen von Lerninhalten viel zur optimalen Merkfähigkeit dieser beitragen.

Lernstrategien Gemeinsam lernen

 Doch du hast genug davon, in deinem Kämmerlein zu sitzen, auf dein „Game of Thrones“-

Poster zu starren und Lateinvokabeln zu rezitieren? Kein Problem, denn Büffeln kann man auch gemeinsam! Suche dir einen Lernpartner. 

Denn zusammen zu lernen macht durchaus mehr Spaß und eröffnet ganz neue Sichtweisen.

Durch Diskussionen kommt ihr vielleicht auf unterschiedliche Ansichten und Lösungswege.  Das ist gerade in mathematischen und gesellschaftskundlichen Fächern sehr hilfreich. Wichtig ist natürlich, dass ihr auch WIRKLICH lernt. Hierzu braucht es etwas Disziplin – Netflix bleibt aus und über Privates sollte nach dem Lernen gesprochen werden.

 

 

6. Setze auf „Brainfood“

„Ein voller Bauch studiert nicht gern“ – ein leerer aber auch nicht. Die richtigen Lernstrategien sind wie eine Software, die du auf deiner Hardware, deinem Gehirn, installierst. Sorge dafür, dass die Basis stimmt: Nehme Lebensmittel zu dir, die dich mit Energie versorgen und nicht müde machen. 

 

Nüsse, Obst, typisches Studentenfutter eben – hilft bereits enorm. Versuche es mit Lebensmitteln, die deinen Blutzuckerspiegel konstant halten. So bleibt deine Leistungskurve gleichmäßig – und deine Stimmung ebenfalls. Die richtige Ernährung wird sicherlich nicht dafür sorgen, dass du dir das Lernen sparen kannst, doch sie macht es um Einiges einfacher. Und nun her mit dem Hipster-Avocado-Superfood-Mix!

 

 

7. Wirksame Lernstrategien an der Uni: Simuliere deine Prüfungssituation

Du hast genug gelernt und fühlst dich fit für die Klausur? Nicht so voreilig – ob du es wirklich drauf hast, kannst du dir nämlich selbst beweisen. Suche entsprechende Beispielaufgaben heraus und orientiere dich an den Aufgaben, die an der Uni bearbeitet wurden. Erstelle dir selbst eine „Pseudo-Klausur“: Stelle dir den Timer auf beispielsweise 90 Minuten, bringe alle  Ablenkungen (allen voran dein Handy!) zum Schweigen und löse deine „Probeklausur“.

 

Auch die folgende Übung dazu bringt dich weiter: Stelle dir vor, wie du im Prüfungsraum sitzt und nimm deine Probeklausur genauso ernst, als ob es deine echte wäre. Sei ehrlich zu dir selbst und widerstehe der Versuchung, nachzugucken oder auf Dr. Google nach der richtigen Antwort zu suchen. Auch andere Hilfestellungen sind nicht erlaubt. Wenn du gut mit dieser „Trockenübung“ klar kommst und alle Aspekte miteinbezogen hast, die dein Prof. in den Vorlesungen behandelt hatte, hast du schon einmal sehr gute Karten! Am besten wiederholst du diesen Vorgang mindestens am Ende eines einzelnen Lernabschnitts.

 

8. Setze auf Mind Maps

Auch das Benutzen einer Mindmap kann eine hilfreiche Art der Lernstrategie sein.Lernstrategien Mind Maps

Mittels einer Mindmap kannst du das Lernthema visuell veranschaulichen und deinem „Brainstorming“ ein wenig Ordnung verschaffen. Wie eine Mindmap funktioniert? Ganz einfach: Du schreibst das Kernthema in die Mitte des Blattes. Rundherum schreibst du dann die Unterthemen und verzweigst diese immer weiter. Schreibe alles auf, was dir zum Thema in den Sinn kommt und klausurrelevant sein könnte.

 

Diese Lernstrategie kann sowohl am Anfang (um zu sehen, was alles gelernt werden muss) und am Ende (um festzuhalten, ob man auch wirklich an alles gedacht hat), sinnvoll sein.

 

9. Hilfe holen ist keine Schande

Du brütest seit Stunden über deiner Formelsammlung und kommst einfach nicht weiter? Beim Blick auf die Uhr bekommst du blanke Panik? Erst einmal tief durchatmen – du musst nicht alles alleine schaffen. Es ist besser, sich extern Hilfe zu holen, als mit Pauken und Trompeten durch die Klausur zu fallen.

 

Notiere genau, an welchen Stellen du nicht weiterkommst und was dir Probleme bereitet. Kontaktiere dann einen Kommilitonen, Tutor oder auch Dozenten deines Vertrauens. Schildere deine Lage ehrlich und habe keinen falschen Stolz. Jeder braucht einmal ein wenig Hilfe, und denke daran, dass diese dein Prüfungsergebnis retten könnte.

 

10. Überliste dein Unterbewusstsein

Kennst du das auch? Da gibt es diese drei Strafrechtsdefinitionen, die sich dein Gehirn einfach nicht merken möchte und mehr Widerstand leisten als Napoleon in seiner letzten Schlacht. Oder diese eine bestimmte Formel, die dir Kopfzerbrechen bereitet.  Doch auch hier gibt es die passende Lernstrategie. Denn wenn dein Brain sich partout nicht mit den Lerninhalten anfreunden möchte, kannst du die rebellischen Vokabeln nebst Übersetzung auf einen Zettel schreiben und beispielsweise am Badezimmerspiegel oder Kühlschrank anbringen.

 

Da du mehrfach am Tag an den so drapierten Lerninhalten vorbeigehen wirst, wirst du sie unbewusst aufnehmen. Easy, nicht wahr? Wichtig ist bei dieser Strategie jedoch, dass es sich um wenige Lernaspekte handelt. Bei größeren Inhalten wären andere Lernstrategien vorzuziehen.

 

Lernstrategien: Fazit

Auch Lernen will gelernt sein. Mit den richtigen Lernstrategien unterstützt du die Aufnahme der Inhalte und kannst dir diese viel besser merken. Außerdem wird dir dabei schnell klar, ob du den Lernstoff wirklich verinnerlicht und verstanden hast oder ob du lieber doch noch einmal „nachbessern“ solltest. Statt einfach ziellos „drauflos“ zu lernen, sorgen spezifische Lernmethoden dafür, dass du sicherer wirst und deinen Prüfungen viel gelassener entgegensehen kannst. Und mal ganz ehrlich – wer möchte das nicht?