Wirtschaftsgeschichte at Wirtschaftsuniversität Wien | Flashcards & Summaries

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Lernmaterialien für Wirtschaftsgeschichte an der Wirtschaftsuniversität Wien

Greife auf kostenlose Karteikarten, Zusammenfassungen, Übungsaufgaben und Altklausuren für deinen Wirtschaftsgeschichte Kurs an der Wirtschaftsuniversität Wien zu.

TESTE DEIN WISSEN


Frage 11
11 Warum war Nordamerika so ein attraktives Einwanderungsgebiet?

Lösung anzeigen
TESTE DEIN WISSEN
  • schlechte Lebensbedingungen in Europa
  • große Flächen an billigem Ackerland neue Agrarerzeugnisse z. B.: Tabak, Mais
  • fehlende Arbeitskräfte in Amerika        -> Löhne stiegen über das Niveau britischer Verdienste
  • Chancen auf gesellschaftlichen Status
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TESTE DEIN WISSEN


Frage 15 Erläutern Sie einige durchaus erfolgversprechende kommerzielle Ansätze in Afrika im 19.
Jahrhundert S. 99-102

Lösung anzeigen
TESTE DEIN WISSEN

- 1807 wurde der Sklavenhandel im britischen Empire abgeschafft.
1. Erster kommerzieller Ansatz war Palmöl, welches in Europa als Schmieröl für Maschinen & Bahnanlangen und für Kosmetikartikel wie Seifen oder Kerzen verwendet wurde. (Die vom Sklavenhandel bestehenden Handelsnetzwerke wurden herangezogen, um das Öl
entlang der Küste nach Europa zu transportieren -> Nigeria größter Exporteur, aber
Produktion ersteckte sich über ganz Westafrika)
2. Mitte des 19 Jahrhunderts entdeckte man, dass sich das Öl der Palmkerne perfekt für
Margarine eignete und dadurch vergrößerte sich das Handelsvolumen nochmals.
3. Ein weiteres afrikanisches Exportgut war Kakao, dieser war zwar keine einheimische
Pflanze
, aber wurde im 19 Jahrhundert nach Afrika gebracht. (Zwischen den 1840ern
und den 1880ern verdoppelte sich der Preis von Kakao in Großbritannien)
-> Dies führte dazu, dass in Afrika mit der Produktion experimentiert wurde. Ab den
1890ern wurde Kakao in Ghana in großem Ausmaß produziert und da die Kakao-
Pflanze eben nicht heimisch war, mussten dafür große Waldflächen gerodet werden.

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TESTE DEIN WISSEN


Frage 17
17. Warum machte in Afrika im 20. Jahrhundert die Industrialisierung so geringe Fortschritte?

Lösung anzeigen
TESTE DEIN WISSEN

Gleiches Problem wie damals in Indien. Durch die vielen günstigen Arbeitskräfte zahlt sich die Investition in Maschinen nicht aus. Die Bevölkerung in Afrika ist wahrlich explodiert seitdem grundlegende medizinische Maßnahmen das Land erreicht haben.

a) Komparativer Vorteil für Landwirtschaft statt für Industrie

  • Komparativer Vorteil des Primärsektors (Landwirtschaft, Rohstoffe) gegenüber der Industrie in Afrika da Land reichlich zur Verfügung stand, bei niedrigen Löhnen
  • Für Erzeugungsfirmen unattraktiv, da trotz niedriger Löhne hohe Kosten wg. ursprünglich schlecht ausgebildeter Arbeitskräfte und dünner Märkte herrschten. Daher dominierte der Primärsektor, der langfristig jedoch schlechtere Entwicklungsperspektiven bot

b) Keine komplementären Firmen

  • Fortschrittliche Industrien bilden Netzwerke und können durch Spezialisierung die Produktivität und Wettbewerbsfähigkeit steigern
  • Globalisierung und Kolonialismus haben die Netzwerke, die im 19. Jhd. in Afrika entstanden sind, verdrängt
  • Teufelskreis: nicht vorhandenes Netzwerk macht es für Unternehmen nicht profitabel sich in Afrika niederzulassen

c) Tiefes Lohnniveau

  • Tiefes Lohnniveau in Afrika führt dazu, dass sich die Investition in moderne, kapitalintensive Technologien nicht rentiert
  • Falle: Mechanisierte Industrie ist die Lösung für niedrige Löhne, aber niedrige Löhne machen die Mechanisierung und Technisierung unrentabel
  • Gegenteil in den USA, wo Industrie wegen zu höhen Löhnen technisiert wurde (Habakku’s Hypothese)
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TESTE DEIN WISSEN

Frage 19
19 Welche Teilstrategien des ‚standard model5‘ konnten in der Meiji-Ära gut umgesetzt werden, welche nicht, und was tat man über dieses Standardmodell hinaus für die Modernisierung?

Lösung anzeigen
TESTE DEIN WISSEN

Meiji Ära (=„aufgeklärte Herrschaft“) 1868 – 1912
Feudalstaat à moderne Großmacht Japan
Standardmodell:
+ Abschaffung nationaler Binnenzölle und Ausbau Schienenverkehr
+ Einheitliche und universelle Bildung (Massenbildung)
– Bankensystem (chaotisch)
– Schutzzölle (1866 gezwungene max. Rate von 5%)
• „Suwa – Method“
… japanische Modifikation westlicher Technologien
… wenig Kapital – viele billige Arbeiter:innen

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TESTE DEIN WISSEN


Frage 20: 20 Warum war das Modell der Importsubstitution durch Industrialisierung (ISI) in Lateinamerika nicht so erfolgreich wie die Industrialisierung in Japan?


Möglichkeit 2 - Ausführlich



Lösung anzeigen
TESTE DEIN WISSEN


  • Manufaktur konnte sich nicht schnell genug entwickeln und die Preise für Primärprodukte fielen. -> Dies
    brachte ein starkes Argument für Industrialisierung. 
  • Die „dependency theory“ wurde erfunden und beeinflusste die politische Entwicklung der lateinamerikanischen Länder -> Die Abhängigkeitstheorie führte zu einer umfassenden Anwendung des Standardmodells. 
  • Bildung wurde endlich universell
    gemacht -> Zwischen 1950 und 1980 verdoppelte sich das pro Kopf Einkommen. 
  • Doch die Schulden wuchsen mit          -> Mexiko konnte 1982 seine Schulden nicht mehr zahlen -> Ganz Lateinamerika hatte eine
    Rezession. 
  • Die Furche zwischen Arm und Reich wurde immer größer
  • Der technologische Fortschritt
    konnte nicht helfen, da viele Technologien für große Länder mit großer Industrie geplant
    wurde ->
    Diese konnte nicht in Lateinamerika Fuß fassen.
  •  Ein weiteres Problem war Skalierung. -> Viele Industrien brauchten hohe Konsumleistung. Die Autoindustrie konnte sich auch nicht gut entwickeln,
    und führte zu hohen Preisen. 
  • Die hohen Zölle der USA und Europas erhöhten die von den Verbrauchern im 19. Jahrhundert gezahlten Preise, belasteten ihre Volkswirtschaften jedoch nicht mit einer ineffizienten Industriestruktur. -> Dies ist ein grundlegender Grund, warum das
    Standardmodell in Nordamerika, aber nicht in Südamerika funktioniert hat.
    • Latein-Amerika war mit Export von Primärgütern (Landwirtschaft, Rohstoffe) sehr abhängig
    vom Weltmarkt: Dependency Theory Preise für primary products sanken langfristig – Preise
    für Fertigerzeugnisse stiegen
    • Investments im Ausland finanziert, dann steigende Zinsen
    o Auslandsschulden & Rezessionen
    • ISI: Industrieprodukten für den Inlandsmarkt: kleine Marktgrößen verhinderten Economies of
    Scale
    moderner Technologie voll auszuschöpfen, auch wegen geringen Lohnniveaus war
    kapitalintensive Produktion nicht adäquat -> geringe Effizienz à ISI senkte GDP/Kopf
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TESTE DEIN WISSEN


Frage 21
21. Was versteht man unter Big Push Industrialisierung? - Robert C. Allen - GLOBAL ECONOMIC
HISTORY, p.131

Lösung anzeigen
TESTE DEIN WISSEN

Weg, um starkes Wachstum zu ermöglichen:

Alle Elemente einer fortschrittlichen Wirtschaft werden gleichzeitig errichtet

-> Stahlwerke, Kraftwerke, Fahrzeugfabriken, Infrastruktur, Städte usw.

Probleme bei der Umsetzung einer Big-Push Industrialisierung

  • Infrastruktur wird zu einem Zeitpunkt gebaut, bei dem es weder Angebot noch Nachfrage gibt
  • Jede Investition hängt vom Glauben an Verwirklichung der ergänzenden Investitionen ab
  • Erfolg der Großprojekten erfordert Planungsbehörde, die das Projekt koordiniert und für deren Durchführung sorgt
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Frage 22: Inwiefern trug bereits das maoistische China, trotz mancher verheerenden Katastrophen und
Misserfolge, zum langfristigen Wirtschaftswachstum in der Volksrepublik bei?

Lösung anzeigen
TESTE DEIN WISSEN

• Chinas Big Push
• Etablierung eines kommunistischen Systems (zentralisierte Planung, staatliche Industrie, …)
• Förderung der Schwerindustrie (Eisen- und Stahlindustrie, hoher Stellenwert des
Militärsektors)
• -> Strukturen für eine städtische, industrielle Gesellschaft
 Investitionen stiegen (1/3 des BIP) Output , aber geringer Konsum
• Technische Strategie: Walking in two legs Kombination aus 1. Kapitalintensiver Technologie und 2. Arbeitsintensiver Produktion

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Frage 23
23. Welche Reformen erfolgten nach Mao in der Industrie und Finanzsektor?


1. Reformen in Industrie und Gewerbe

Lösung anzeigen
TESTE DEIN WISSEN

-1976: Tod Mao Zedongs
Reformen in Industrie und Gewerbe
• Nach 1978, “Township and village enterprises” (TVE) wurden gefördert
o durften auf dem freien Markt verkaufen
o produzierten mit relativ geringem Kapitalaufwand, waren somit adäquat für die ländliche Wirtschaft – von 1978 - 1996:
-> TVE Beschäftigung von 28 Millionen auf 135 Millionen gestiegen
-> Gleichzeitig Anteil BIP 6% auf 26%
• Mitte der 1980er, weitere Lockerung der Wirtschaftsplanung, Produktion, die die
Planvorgaben übertraf, durfte auf freiem Markt verkauft werden,
Marktorientierung
weiter ausgebaut -> Überschussverkauf hoher Anreiz für Produzenten
• 1992 Abschaffung des bisherigen Kerns der Planwirtschaft, der Materialbedarfsplanung

Lösung ausblenden
TESTE DEIN WISSEN


Frage 23
23. Welche Reformen erfolgten nach Mao in der Industrie und Finanzsektor?


Finanzsektor

Lösung anzeigen
TESTE DEIN WISSEN

-1976: Tod Mao Zedongs

Finanzsektor:
Investment und dessen Allokation mehr dem Markt überlassen
• staatseigene Unternehmen wurden in Unternehmen in öffentlichem Eigentum umgewandelt
[Aktiengesellschaften]. Unproduktive Kapazitäten wurden stillgelegt, was tiefe Einschnitte bei den Beschäftigten zur Folge hatte.
• Eingriff des Staates jedoch immer noch, wenngleich weniger formell: Investments wurden in die Bereiche Energie- und Schwerindustrie gelenkt. China wurde mit Abstand der weltweit
größte Stahlproduzent. 

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TESTE DEIN WISSEN

Frage 1: In welche großen Perioden unterteilt Allen die letzten 500 Jahre Wirtschaftsgeschichte? Zählen Sie diese auf und erläutern Sie sie kurz S. 1-S.3 oben

1) 

Lösung anzeigen
TESTE DEIN WISSEN

DIE ÄRA DES MERKANTILISMUS (1500-1800)


Begann mit Kolumbus und de Gama welche das Zeitalter der globalen Wirtschaft
einläutete und endete mit der industriellen Revolution. Amerika exportierte Edelmetalle, aus Afrika wurden Sklaven verschifft, in Indien wurden Gewürze gehandelt und in Europa
wurden Kolonien erobert.


• Begann der europäischen Expansion durch die Reisen von Christoph Kolumbus & Vasco da Gama
führte zu integrierter Weltwirtschaft
• Besiedelung Amerikas
• Export von Silber, Zucker, Tabak aus Amerika
• Sklavenhandel
• Handel mit Porzellan, Textilien & Gewürzen aus Indien
Europäische Länder nutzten Zölle & Krieg um andere Länder abzuhalten auch mit diesen Waren zu handeln
• Führte zur industriellen Revolution

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TESTE DEIN WISSEN

Frage 1:
In welche großen Perioden unterteilt Allen die letzten 500 Jahre Wirtschaftsgeschichte? Zählen
Sie diese auf und erläutern Sie sie kurz S. 1-S.3 oben

2) 

Lösung anzeigen
TESTE DEIN WISSEN

DIE AUFHOLPHASE (19. Jahrhundert)


Großbritannien hat sich als führende industrielle Macht etabliert und hatte keine wettbewerbsfähige Konkurrenz. Westeuropa und die USA begannen ihre wirtschaftliche Entwicklung zu fokussieren mit den „4 policies“. Damit schlossen sie sich an Großbritannien an und formten den Klub der heutigen reichen Nationen. Ein paar Lateinamerikanische Länder probierten ebenfalls die „4 policies“ aber
wahren damit weniger erfolgreich. Großbritannien de-industrialisierte Asien und Afrika.


• Großbritannien hat führende Industriemacht
• Westeuropa und USA beginnen aufzuholen; Maßnahmen:
– einheitlicher nationaler Markt
– Ausbau Verkehrsinfrastruktur
– Außenzoll
– Banken zur Stabilisierung der Währung und für Finanzierungen
– Bildungseinrichtungen für die Masse
• Britische Sklavenhandel 1807 beendet

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TESTE DEIN WISSEN

Frage 14: Erklären Sie die negativen Einflüsse der niedrigen Bevölkerungsdichte und der hohen
Transportkosten auf die Entwicklungspotenziale in Afrika. S. 96, 2er Absatz


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TESTE DEIN WISSEN

Niedrige Bevölkerungsdichte und hohe Transportkosten führten zu wenig Handel. Die meisten Haushalte versorgten sich selbst. Es war auch kein Anreiz zur Mehrproduktion da,

weil man sich nichts davon kaufen oder tauschen konnte.

  • Die Märkte waren zu klein bzw. zu wenig dicht, um die Produktion spezialisieren bzw. ausbauen zu können, was die Entstehung von großen Industrien verhinderte.
  • Die Menschen haben das, was sie brauchten (Werkzeuge, Kleidung, Essen) selber produziert und in genau der Menge die sie brauchten.
  • Der Verkauf bzw. Tausch von einem Produktionsüberschuss hätte sich nicht gelohnt, da das nächste Dorf meist weit weg war und der Transport dorthin zu teuer.
  • Die wenigen Industrien die es gab, hatten nur wenig Output und einen kleinen Markt. (Eisen in Westafrika und Baumwolle/Stoff in der Savanne/Rund um Kano (Hauptstadt von Nigeria))
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  • 56529 Karteikarten
  • 1455 Studierende
  • 4 Lernmaterialien

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Q:


Frage 11
11 Warum war Nordamerika so ein attraktives Einwanderungsgebiet?

A:
  • schlechte Lebensbedingungen in Europa
  • große Flächen an billigem Ackerland neue Agrarerzeugnisse z. B.: Tabak, Mais
  • fehlende Arbeitskräfte in Amerika        -> Löhne stiegen über das Niveau britischer Verdienste
  • Chancen auf gesellschaftlichen Status
Q:


Frage 15 Erläutern Sie einige durchaus erfolgversprechende kommerzielle Ansätze in Afrika im 19.
Jahrhundert S. 99-102

A:

- 1807 wurde der Sklavenhandel im britischen Empire abgeschafft.
1. Erster kommerzieller Ansatz war Palmöl, welches in Europa als Schmieröl für Maschinen & Bahnanlangen und für Kosmetikartikel wie Seifen oder Kerzen verwendet wurde. (Die vom Sklavenhandel bestehenden Handelsnetzwerke wurden herangezogen, um das Öl
entlang der Küste nach Europa zu transportieren -> Nigeria größter Exporteur, aber
Produktion ersteckte sich über ganz Westafrika)
2. Mitte des 19 Jahrhunderts entdeckte man, dass sich das Öl der Palmkerne perfekt für
Margarine eignete und dadurch vergrößerte sich das Handelsvolumen nochmals.
3. Ein weiteres afrikanisches Exportgut war Kakao, dieser war zwar keine einheimische
Pflanze
, aber wurde im 19 Jahrhundert nach Afrika gebracht. (Zwischen den 1840ern
und den 1880ern verdoppelte sich der Preis von Kakao in Großbritannien)
-> Dies führte dazu, dass in Afrika mit der Produktion experimentiert wurde. Ab den
1890ern wurde Kakao in Ghana in großem Ausmaß produziert und da die Kakao-
Pflanze eben nicht heimisch war, mussten dafür große Waldflächen gerodet werden.

Q:


Frage 17
17. Warum machte in Afrika im 20. Jahrhundert die Industrialisierung so geringe Fortschritte?

A:

Gleiches Problem wie damals in Indien. Durch die vielen günstigen Arbeitskräfte zahlt sich die Investition in Maschinen nicht aus. Die Bevölkerung in Afrika ist wahrlich explodiert seitdem grundlegende medizinische Maßnahmen das Land erreicht haben.

a) Komparativer Vorteil für Landwirtschaft statt für Industrie

  • Komparativer Vorteil des Primärsektors (Landwirtschaft, Rohstoffe) gegenüber der Industrie in Afrika da Land reichlich zur Verfügung stand, bei niedrigen Löhnen
  • Für Erzeugungsfirmen unattraktiv, da trotz niedriger Löhne hohe Kosten wg. ursprünglich schlecht ausgebildeter Arbeitskräfte und dünner Märkte herrschten. Daher dominierte der Primärsektor, der langfristig jedoch schlechtere Entwicklungsperspektiven bot

b) Keine komplementären Firmen

  • Fortschrittliche Industrien bilden Netzwerke und können durch Spezialisierung die Produktivität und Wettbewerbsfähigkeit steigern
  • Globalisierung und Kolonialismus haben die Netzwerke, die im 19. Jhd. in Afrika entstanden sind, verdrängt
  • Teufelskreis: nicht vorhandenes Netzwerk macht es für Unternehmen nicht profitabel sich in Afrika niederzulassen

c) Tiefes Lohnniveau

  • Tiefes Lohnniveau in Afrika führt dazu, dass sich die Investition in moderne, kapitalintensive Technologien nicht rentiert
  • Falle: Mechanisierte Industrie ist die Lösung für niedrige Löhne, aber niedrige Löhne machen die Mechanisierung und Technisierung unrentabel
  • Gegenteil in den USA, wo Industrie wegen zu höhen Löhnen technisiert wurde (Habakku’s Hypothese)
Q:

Frage 19
19 Welche Teilstrategien des ‚standard model5‘ konnten in der Meiji-Ära gut umgesetzt werden, welche nicht, und was tat man über dieses Standardmodell hinaus für die Modernisierung?

A:

Meiji Ära (=„aufgeklärte Herrschaft“) 1868 – 1912
Feudalstaat à moderne Großmacht Japan
Standardmodell:
+ Abschaffung nationaler Binnenzölle und Ausbau Schienenverkehr
+ Einheitliche und universelle Bildung (Massenbildung)
– Bankensystem (chaotisch)
– Schutzzölle (1866 gezwungene max. Rate von 5%)
• „Suwa – Method“
… japanische Modifikation westlicher Technologien
… wenig Kapital – viele billige Arbeiter:innen

Q:


Frage 20: 20 Warum war das Modell der Importsubstitution durch Industrialisierung (ISI) in Lateinamerika nicht so erfolgreich wie die Industrialisierung in Japan?


Möglichkeit 2 - Ausführlich



A:


  • Manufaktur konnte sich nicht schnell genug entwickeln und die Preise für Primärprodukte fielen. -> Dies
    brachte ein starkes Argument für Industrialisierung. 
  • Die „dependency theory“ wurde erfunden und beeinflusste die politische Entwicklung der lateinamerikanischen Länder -> Die Abhängigkeitstheorie führte zu einer umfassenden Anwendung des Standardmodells. 
  • Bildung wurde endlich universell
    gemacht -> Zwischen 1950 und 1980 verdoppelte sich das pro Kopf Einkommen. 
  • Doch die Schulden wuchsen mit          -> Mexiko konnte 1982 seine Schulden nicht mehr zahlen -> Ganz Lateinamerika hatte eine
    Rezession. 
  • Die Furche zwischen Arm und Reich wurde immer größer
  • Der technologische Fortschritt
    konnte nicht helfen, da viele Technologien für große Länder mit großer Industrie geplant
    wurde ->
    Diese konnte nicht in Lateinamerika Fuß fassen.
  •  Ein weiteres Problem war Skalierung. -> Viele Industrien brauchten hohe Konsumleistung. Die Autoindustrie konnte sich auch nicht gut entwickeln,
    und führte zu hohen Preisen. 
  • Die hohen Zölle der USA und Europas erhöhten die von den Verbrauchern im 19. Jahrhundert gezahlten Preise, belasteten ihre Volkswirtschaften jedoch nicht mit einer ineffizienten Industriestruktur. -> Dies ist ein grundlegender Grund, warum das
    Standardmodell in Nordamerika, aber nicht in Südamerika funktioniert hat.
    • Latein-Amerika war mit Export von Primärgütern (Landwirtschaft, Rohstoffe) sehr abhängig
    vom Weltmarkt: Dependency Theory Preise für primary products sanken langfristig – Preise
    für Fertigerzeugnisse stiegen
    • Investments im Ausland finanziert, dann steigende Zinsen
    o Auslandsschulden & Rezessionen
    • ISI: Industrieprodukten für den Inlandsmarkt: kleine Marktgrößen verhinderten Economies of
    Scale
    moderner Technologie voll auszuschöpfen, auch wegen geringen Lohnniveaus war
    kapitalintensive Produktion nicht adäquat -> geringe Effizienz à ISI senkte GDP/Kopf
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Q:


Frage 21
21. Was versteht man unter Big Push Industrialisierung? - Robert C. Allen - GLOBAL ECONOMIC
HISTORY, p.131

A:

Weg, um starkes Wachstum zu ermöglichen:

Alle Elemente einer fortschrittlichen Wirtschaft werden gleichzeitig errichtet

-> Stahlwerke, Kraftwerke, Fahrzeugfabriken, Infrastruktur, Städte usw.

Probleme bei der Umsetzung einer Big-Push Industrialisierung

  • Infrastruktur wird zu einem Zeitpunkt gebaut, bei dem es weder Angebot noch Nachfrage gibt
  • Jede Investition hängt vom Glauben an Verwirklichung der ergänzenden Investitionen ab
  • Erfolg der Großprojekten erfordert Planungsbehörde, die das Projekt koordiniert und für deren Durchführung sorgt
Q:


Frage 22: Inwiefern trug bereits das maoistische China, trotz mancher verheerenden Katastrophen und
Misserfolge, zum langfristigen Wirtschaftswachstum in der Volksrepublik bei?

A:

• Chinas Big Push
• Etablierung eines kommunistischen Systems (zentralisierte Planung, staatliche Industrie, …)
• Förderung der Schwerindustrie (Eisen- und Stahlindustrie, hoher Stellenwert des
Militärsektors)
• -> Strukturen für eine städtische, industrielle Gesellschaft
 Investitionen stiegen (1/3 des BIP) Output , aber geringer Konsum
• Technische Strategie: Walking in two legs Kombination aus 1. Kapitalintensiver Technologie und 2. Arbeitsintensiver Produktion

Q:

Frage 23
23. Welche Reformen erfolgten nach Mao in der Industrie und Finanzsektor?


1. Reformen in Industrie und Gewerbe

A:

-1976: Tod Mao Zedongs
Reformen in Industrie und Gewerbe
• Nach 1978, “Township and village enterprises” (TVE) wurden gefördert
o durften auf dem freien Markt verkaufen
o produzierten mit relativ geringem Kapitalaufwand, waren somit adäquat für die ländliche Wirtschaft – von 1978 - 1996:
-> TVE Beschäftigung von 28 Millionen auf 135 Millionen gestiegen
-> Gleichzeitig Anteil BIP 6% auf 26%
• Mitte der 1980er, weitere Lockerung der Wirtschaftsplanung, Produktion, die die
Planvorgaben übertraf, durfte auf freiem Markt verkauft werden,
Marktorientierung
weiter ausgebaut -> Überschussverkauf hoher Anreiz für Produzenten
• 1992 Abschaffung des bisherigen Kerns der Planwirtschaft, der Materialbedarfsplanung

Q:


Frage 23
23. Welche Reformen erfolgten nach Mao in der Industrie und Finanzsektor?


Finanzsektor

A:

-1976: Tod Mao Zedongs

Finanzsektor:
Investment und dessen Allokation mehr dem Markt überlassen
• staatseigene Unternehmen wurden in Unternehmen in öffentlichem Eigentum umgewandelt
[Aktiengesellschaften]. Unproduktive Kapazitäten wurden stillgelegt, was tiefe Einschnitte bei den Beschäftigten zur Folge hatte.
• Eingriff des Staates jedoch immer noch, wenngleich weniger formell: Investments wurden in die Bereiche Energie- und Schwerindustrie gelenkt. China wurde mit Abstand der weltweit
größte Stahlproduzent. 

Q:

Frage 1: In welche großen Perioden unterteilt Allen die letzten 500 Jahre Wirtschaftsgeschichte? Zählen Sie diese auf und erläutern Sie sie kurz S. 1-S.3 oben

1) 

A:

DIE ÄRA DES MERKANTILISMUS (1500-1800)


Begann mit Kolumbus und de Gama welche das Zeitalter der globalen Wirtschaft
einläutete und endete mit der industriellen Revolution. Amerika exportierte Edelmetalle, aus Afrika wurden Sklaven verschifft, in Indien wurden Gewürze gehandelt und in Europa
wurden Kolonien erobert.


• Begann der europäischen Expansion durch die Reisen von Christoph Kolumbus & Vasco da Gama
führte zu integrierter Weltwirtschaft
• Besiedelung Amerikas
• Export von Silber, Zucker, Tabak aus Amerika
• Sklavenhandel
• Handel mit Porzellan, Textilien & Gewürzen aus Indien
Europäische Länder nutzten Zölle & Krieg um andere Länder abzuhalten auch mit diesen Waren zu handeln
• Führte zur industriellen Revolution

Q:

Frage 1:
In welche großen Perioden unterteilt Allen die letzten 500 Jahre Wirtschaftsgeschichte? Zählen
Sie diese auf und erläutern Sie sie kurz S. 1-S.3 oben

2) 

A:

DIE AUFHOLPHASE (19. Jahrhundert)


Großbritannien hat sich als führende industrielle Macht etabliert und hatte keine wettbewerbsfähige Konkurrenz. Westeuropa und die USA begannen ihre wirtschaftliche Entwicklung zu fokussieren mit den „4 policies“. Damit schlossen sie sich an Großbritannien an und formten den Klub der heutigen reichen Nationen. Ein paar Lateinamerikanische Länder probierten ebenfalls die „4 policies“ aber
wahren damit weniger erfolgreich. Großbritannien de-industrialisierte Asien und Afrika.


• Großbritannien hat führende Industriemacht
• Westeuropa und USA beginnen aufzuholen; Maßnahmen:
– einheitlicher nationaler Markt
– Ausbau Verkehrsinfrastruktur
– Außenzoll
– Banken zur Stabilisierung der Währung und für Finanzierungen
– Bildungseinrichtungen für die Masse
• Britische Sklavenhandel 1807 beendet

Q:

Frage 14: Erklären Sie die negativen Einflüsse der niedrigen Bevölkerungsdichte und der hohen
Transportkosten auf die Entwicklungspotenziale in Afrika. S. 96, 2er Absatz


A:

Niedrige Bevölkerungsdichte und hohe Transportkosten führten zu wenig Handel. Die meisten Haushalte versorgten sich selbst. Es war auch kein Anreiz zur Mehrproduktion da,

weil man sich nichts davon kaufen oder tauschen konnte.

  • Die Märkte waren zu klein bzw. zu wenig dicht, um die Produktion spezialisieren bzw. ausbauen zu können, was die Entstehung von großen Industrien verhinderte.
  • Die Menschen haben das, was sie brauchten (Werkzeuge, Kleidung, Essen) selber produziert und in genau der Menge die sie brauchten.
  • Der Verkauf bzw. Tausch von einem Produktionsüberschuss hätte sich nicht gelohnt, da das nächste Dorf meist weit weg war und der Transport dorthin zu teuer.
  • Die wenigen Industrien die es gab, hatten nur wenig Output und einen kleinen Markt. (Eisen in Westafrika und Baumwolle/Stoff in der Savanne/Rund um Kano (Hauptstadt von Nigeria))
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