Tierversuchsrecht - Labortierkunde at Veterinärmedizinische Universität Wien | Flashcards & Summaries

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Lernmaterialien für Tierversuchsrecht - Labortierkunde an der Veterinärmedizinische Universität Wien

Greife auf kostenlose Karteikarten, Zusammenfassungen, Übungsaufgaben und Altklausuren für deinen Tierversuchsrecht - Labortierkunde Kurs an der Veterinärmedizinische Universität Wien zu.

TESTE DEIN WISSEN

Erläutern sie das Formular des BMBWF zur Beantragung einer Genehmigung als ProjektleiterIn

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TESTE DEIN WISSEN

● Antragsteller/in

  • Name, Vorname, Titel
  • Geburtsdatum
  • Zustelladresse (Dienstanschrifft)
  • Telefon und Mailadresse

● beantragt wird die Genehmigung unter Erfüllung der folgenden Voraussetzungen

  • abgeschlossene Hochschulausbildung (Veterinär-, Humanmedizin, Pharmazie, Biologie, Studienrichtung der Bodenkultur, sonstige naturwissenschaftliche Sudienrichtungen)
  •  Spezialkenntnisse
  •  Nachweise zu der Hochschulausbildung und den Spezialkenntnissen als Kopie beilegen

● beantragt wird die Genehmigung als Projektleiter/in für die Durchführung von Tierversuchen

  •  mit operativen Eingriffen an Wirbeltieren (§ 27 Abs. 1 Z 1 TVG 2012)
  •  ohne operative Eingriffe (§ 27 Abs. 1 Z2 TVG 2012)

● Unterschrift der Antragsteller/in

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TESTE DEIN WISSEN

Erläutern sie das Formular des BMBWF zur Beantragung einer Projektgenehmigung

Lösung anzeigen
TESTE DEIN WISSEN

● Projekttitel (Kurztitel)

● Projektleiter/in

  • ○ Name, Titel
  • ○ Zustelladresse (Dienstanschrift)
  • ○ Telefonnummer, Mailadresse
  • ○ Genehmigung für die Tätigkeit als Projektleiter/in gemäß § 27 TVG

● Verwender/Einrichtung

  • Verwender: Bezeichnung, Zustelladresse
  • die Tätigkeit als Verwender wurde gemäß § 16 TVG 2012 genehmigt
  • Einrichtung in der Projekt durchgeführt wird: Bezeichnung, Adresse
  • bei Anmeldung weiterer Arbeiten mit transgenen Wirbeltieren (§ 19 Z6 GTG)
  • Bestätigung der Anmeldung erstmaliger Arbeiten mit transgenen Tieren in der betreffenden gentechnischen Anlage (Verwender/Einrichtung)

● beteiligte Person(en) am Projekt

  • Durchführung von Tierversuchen
  • Personen mit/ohne nachgewiesener Sachkunde
  • Pflege und/oder Tötung von Tieren
  • Personen mit/ohne nachgewiesener Sachkunde

● Zweck(e) des Projekts

● Angaben zu den beantragten Tieren und geplanten Methoden

  • Art und Anzahl der zu verwendeten Tiere, Herkunft, transgen (ja/nein)
  • weitere Angaben zum Ankreuzen mit ja/nein

● Zuordnung des höchsten Schweregrades

● beantragte Dauer der Projektgenehmigung (maximal 5 Jahre)

● Rückblickende Bewertung (ob erforderlich)

● Kriterienkatalog (mit Begründungen im Projektvorschlag)

  • Angaben zum Nutzen (A-L)
  • Angaben zu den Schäden (M-O)

● Beilagen zum Antrag

  • nichttechnische Projektzusammenfassung bei regulären Anträgen
  • Projektvorschlag --> ausführliche Beschreibung des Versuchsdesigns einschließlich aller Maßnahmen an den Tieren (Voraussetzung für Schweregradklassifizierung und Schaden-Nutzen-Analyse!)

● Die Antragstellerin/der Antragsteller bestätigt, dass die angestrebte Zielsetzung nicht durch wissenschaftlich aussagekräftig, verfügbare und behördlich anerkannte Ersatzmethoden erreicht werden kann (§ 26 Abs. 2 Z7 TVG 2012)

● Unterschrift

  • ○ Antragsteller/in, Projektleiter/in
  • ○ Antragsteller/in, Verwender
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TESTE DEIN WISSEN

Wie häufig müssen in Versuchstierhaltungen

a) die Umweltbedingungen

b) die Tiere

kontrolliert werden?

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TESTE DEIN WISSEN

a) Umgebungsbedingungen müssen täglich kontrolliert werden

b) Tiere müssen mindestens einmal täglich von einer sachkundigen Person kontrolliert werden, um sicherzustellen, dass alle kranken und verletzten Tiere entdeckt und entsprechende Maßnahmen getroffen werden


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TESTE DEIN WISSEN

Welche Rechtsvorschriften gelten für den Transport von Versuchstieren und welche Grundsätze sind dabei zu beachten?

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TESTE DEIN WISSEN

● Rechtsgrundlagen

o VO (EG) Nr. 1/2005 über den Schutz von Tieren beim Transport + zusammenhängenden Vorgängen, sowie zur Änderung der RL 64/432/EWG und 93/119/EG und der VO (EG) Nr.1255/97

--> gilt für alle Tiertransporte, die im Rahmen einer wirtschaftlichen Tätigkeit erfolgen; keine Detailregelungen für den Transport von Versuchstieren (daher greifen wir auf die unten angeführte Resolution zurück)

o Tiertransportgesetz 2007


● Zu beachtende Grundsätze gem. Resolution zum Transport von

Versuchstieren zu ETS 123

o Klar definierte Verantwortlichkeiten von der Abfahrt bis zur Ankunft

o Empfänger sollte genaue Kenntnis zur Sendung haben

o Absender verantwortlich, dass nur transportfähige Tiere befördert werden

o Angemessene Ausbildung des Personals

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TESTE DEIN WISSEN

Wo finden Sie Empfehlungen über Kennzeichnungsmethoden für Versuchstiere?

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TESTE DEIN WISSEN

Empfehlung der Kommission mit Leitlinien für die Unterbringung und Pflege von Tieren, die für Versuche und andere wissenschaftliche Zwecke verwendet werden (2007/526/EG)

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TESTE DEIN WISSEN

Welche Grundsätze gelten für die Kennzeichnung von

a) Hunde, Katzen und nichtmenschliche Primaten

b) Versuchstieren im Allgemeinen (alle anderen Arten)?

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TESTE DEIN WISSEN
  • Hunde, Katzen und nichtmenschliche Primaten
    • Hunde, Katzen und nichtmenschliche Primaten: dauerhaft individuell gekennzeichnet
    • am wenigsten schmerzhafte Methode -> Pflicht  (Microchiptransponder)
    • grundsätzlich nach dem Absetzen
    • Vor dem Absetzen -> ungekennzeichnete Tiere dokumentieren + so früh wie möglich kennzeichnen


  • Versuchstieren im Allgemeinen?
    • dauerhafte individuelle Kennzeichnung nicht verpflichtend
    • individuelle Kennzeichnung nur, wenn aus züchterischen oder wissenschaftlichen Gründen erforderlich
    • falls Kennzeichnung erforderlich, Methode mit möglichst geringen Belastungen verbunden und zuverlässig (Refinement!)
    • Kennzeichnung erforderlichenfalls unter Lokal- oder Allgemeinanästhesie und von geschultem Personal durchgeführt
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TESTE DEIN WISSEN

Unter welchen Voraussetzungen dürfen die Anforderungen des Anhangs 1 zur TVV 2012 ausnahmsweise unterschritten werden?

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TESTE DEIN WISSEN
  • aus wissenschaftlichen Gründen – d.h. wenn Versuchsziel bei durchgehender Einhaltung der Mindestanforderungen nicht erreicht werden könnte (Bsp.: Stoffwechselkäfig)
  • aus Gründen des Tierschutzes (Bsp: Absonderung einzelner unverträglicher Tiere)
  • aus Gründen der Tiergesundheit (Bsp.: postoperative Haltung; Quarantäne)
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TESTE DEIN WISSEN

Welche Vorschriften sieht das TVG 2012 für die Herkunft der Versuchstiere vor?

Lösung anzeigen
TESTE DEIN WISSEN
  • Angeführte Tiere dürfen nur für Tierversuche verwendet werden, wenn sie speziell für die Verwendung in Tierversuchen gezüchtet wurden
    • Maus, Ratte, Meerschweinchen, Goldhamster, Chinesischer Streifenhamster, Mongolische Wüstenrennmaus, Kaninchen, Hund, Katze, alle Arten nichtmenschlicher Primaten, Frosch und Zebrafisch.


Besondere Vorschriften gelten für nichtmenschliche Primaten, wildlebende Tiere und gefährdete Tierarten.

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TESTE DEIN WISSEN

Welche Vorschriften regeln die Unterbringung und Pflege der Tiere?

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TESTE DEIN WISSEN

Regelung der Pflege und Unterbringung der Tiere: § 25 des TVG 2012 


  • Züchter, Lieferanten und Verwender: tragen Sorge, dass alle Tiere für ihre Gesundheit und ihr Wohlergehen angemessene Unterbringung, Umgebung, das nötige Futter, Wasser und Pflege erhalten; alle Faktoren, die ein Tier in der Befriedigung seiner physiologischen und ethologischen Bedürfnisse einschränken, sind gering zu halten
    • tägliche Kontrolle der Umgebungsbedingungen + Vorkehrungen, um Mangel, vermeidbare Schmerzen, Leiden und Ängste schnell zu beheben
    • angemessenen Bedingungen einer Beförderung müssen sichergestellt werden sowie die detaillierten Anforderungen an Einrichtungen.
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TESTE DEIN WISSEN

Welche Kommissionen gibt es nach dem TVG 2012?

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TESTE DEIN WISSEN

„Tierversuchskommission des Bundes“

  • Beratung der zuständigen Behörden und Tierschutzgremien in Angelegenheiten, die mit Erwerb, Zucht, Unterbringung, Pflege und Verwendung von Tieren in Tierversuchen zusammenhängen
  • Austausch bewährter Praktiken & Informationen über die Arbeitsweise der Tierschutzgremien
  • Durchführung von Projektbeurteilungen
  • Mitglieder: Experten, Behörden- und Interessensvertreter


Expertenkommission

  • werden von zuständigen Behörden für Genehmigung für Projektbeurteilungen und zur Durchführung von Kontrollen eingesetzt
  • Beispiel: Tierversuchskommission des BMBWF
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TESTE DEIN WISSEN

Was wissen Sie über die österreichische Tierversuchsstatistik?

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TESTE DEIN WISSEN
  • jährliche Tierversuchsstatistik, die die Daten gem. § 22 TVG 2012 und TVSV 2013 erfasst
  • Übermittlung der Daten über Verwender bis 1. März an BMBWF
  • Veröffentlichung bis zum 30 Juni auf der Homepage des BMBWF
  • Übermittlung an die Kommission (EU)
  • 5-jährliche Berichte über die Umsetzung der RL 2010/63/EU erstellt
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TESTE DEIN WISSEN

Welche Verwaltungsstrafen können nach dem TVG 2012 verhängt werden?

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TESTE DEIN WISSEN

Tatbestände gem. Abs. 1:

· vorsätzliche Begehung: bis zu 10 000 Euro, WH x 2

· fahrlässige Begehung: bis zu 5 000 Euro, WH x 2

--> bei Übertretungen, die sich nachteilig auf die Tiere auswirken (z.B. eine im Antrag vorgesehene Anästhesie wird unterlassen)


Tatbestände gem. Abs. 2:

· vorsätzliche Begehung: bis zu 5 000 Euro, WH x 2

· fahrlässige Begehung: bis zu 2 500 Euro, WH x 2

--> formale Übertretungen ohne negative Folgen für die Tiere (z.B. Verletzung einer Aufzeichnungspflicht)

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  • 71780 Karteikarten
  • 679 Studierende
  • 3 Lernmaterialien

Beispielhafte Karteikarten für deinen Tierversuchsrecht - Labortierkunde Kurs an der Veterinärmedizinische Universität Wien - von Kommilitonen auf StudySmarter erstellt!

Q:

Erläutern sie das Formular des BMBWF zur Beantragung einer Genehmigung als ProjektleiterIn

A:

● Antragsteller/in

  • Name, Vorname, Titel
  • Geburtsdatum
  • Zustelladresse (Dienstanschrifft)
  • Telefon und Mailadresse

● beantragt wird die Genehmigung unter Erfüllung der folgenden Voraussetzungen

  • abgeschlossene Hochschulausbildung (Veterinär-, Humanmedizin, Pharmazie, Biologie, Studienrichtung der Bodenkultur, sonstige naturwissenschaftliche Sudienrichtungen)
  •  Spezialkenntnisse
  •  Nachweise zu der Hochschulausbildung und den Spezialkenntnissen als Kopie beilegen

● beantragt wird die Genehmigung als Projektleiter/in für die Durchführung von Tierversuchen

  •  mit operativen Eingriffen an Wirbeltieren (§ 27 Abs. 1 Z 1 TVG 2012)
  •  ohne operative Eingriffe (§ 27 Abs. 1 Z2 TVG 2012)

● Unterschrift der Antragsteller/in

Q:

Erläutern sie das Formular des BMBWF zur Beantragung einer Projektgenehmigung

A:

● Projekttitel (Kurztitel)

● Projektleiter/in

  • ○ Name, Titel
  • ○ Zustelladresse (Dienstanschrift)
  • ○ Telefonnummer, Mailadresse
  • ○ Genehmigung für die Tätigkeit als Projektleiter/in gemäß § 27 TVG

● Verwender/Einrichtung

  • Verwender: Bezeichnung, Zustelladresse
  • die Tätigkeit als Verwender wurde gemäß § 16 TVG 2012 genehmigt
  • Einrichtung in der Projekt durchgeführt wird: Bezeichnung, Adresse
  • bei Anmeldung weiterer Arbeiten mit transgenen Wirbeltieren (§ 19 Z6 GTG)
  • Bestätigung der Anmeldung erstmaliger Arbeiten mit transgenen Tieren in der betreffenden gentechnischen Anlage (Verwender/Einrichtung)

● beteiligte Person(en) am Projekt

  • Durchführung von Tierversuchen
  • Personen mit/ohne nachgewiesener Sachkunde
  • Pflege und/oder Tötung von Tieren
  • Personen mit/ohne nachgewiesener Sachkunde

● Zweck(e) des Projekts

● Angaben zu den beantragten Tieren und geplanten Methoden

  • Art und Anzahl der zu verwendeten Tiere, Herkunft, transgen (ja/nein)
  • weitere Angaben zum Ankreuzen mit ja/nein

● Zuordnung des höchsten Schweregrades

● beantragte Dauer der Projektgenehmigung (maximal 5 Jahre)

● Rückblickende Bewertung (ob erforderlich)

● Kriterienkatalog (mit Begründungen im Projektvorschlag)

  • Angaben zum Nutzen (A-L)
  • Angaben zu den Schäden (M-O)

● Beilagen zum Antrag

  • nichttechnische Projektzusammenfassung bei regulären Anträgen
  • Projektvorschlag --> ausführliche Beschreibung des Versuchsdesigns einschließlich aller Maßnahmen an den Tieren (Voraussetzung für Schweregradklassifizierung und Schaden-Nutzen-Analyse!)

● Die Antragstellerin/der Antragsteller bestätigt, dass die angestrebte Zielsetzung nicht durch wissenschaftlich aussagekräftig, verfügbare und behördlich anerkannte Ersatzmethoden erreicht werden kann (§ 26 Abs. 2 Z7 TVG 2012)

● Unterschrift

  • ○ Antragsteller/in, Projektleiter/in
  • ○ Antragsteller/in, Verwender
Q:

Wie häufig müssen in Versuchstierhaltungen

a) die Umweltbedingungen

b) die Tiere

kontrolliert werden?

A:

a) Umgebungsbedingungen müssen täglich kontrolliert werden

b) Tiere müssen mindestens einmal täglich von einer sachkundigen Person kontrolliert werden, um sicherzustellen, dass alle kranken und verletzten Tiere entdeckt und entsprechende Maßnahmen getroffen werden


Q:

Welche Rechtsvorschriften gelten für den Transport von Versuchstieren und welche Grundsätze sind dabei zu beachten?

A:

● Rechtsgrundlagen

o VO (EG) Nr. 1/2005 über den Schutz von Tieren beim Transport + zusammenhängenden Vorgängen, sowie zur Änderung der RL 64/432/EWG und 93/119/EG und der VO (EG) Nr.1255/97

--> gilt für alle Tiertransporte, die im Rahmen einer wirtschaftlichen Tätigkeit erfolgen; keine Detailregelungen für den Transport von Versuchstieren (daher greifen wir auf die unten angeführte Resolution zurück)

o Tiertransportgesetz 2007


● Zu beachtende Grundsätze gem. Resolution zum Transport von

Versuchstieren zu ETS 123

o Klar definierte Verantwortlichkeiten von der Abfahrt bis zur Ankunft

o Empfänger sollte genaue Kenntnis zur Sendung haben

o Absender verantwortlich, dass nur transportfähige Tiere befördert werden

o Angemessene Ausbildung des Personals

Q:

Wo finden Sie Empfehlungen über Kennzeichnungsmethoden für Versuchstiere?

A:

Empfehlung der Kommission mit Leitlinien für die Unterbringung und Pflege von Tieren, die für Versuche und andere wissenschaftliche Zwecke verwendet werden (2007/526/EG)

Mehr Karteikarten anzeigen
Q:

Welche Grundsätze gelten für die Kennzeichnung von

a) Hunde, Katzen und nichtmenschliche Primaten

b) Versuchstieren im Allgemeinen (alle anderen Arten)?

A:
  • Hunde, Katzen und nichtmenschliche Primaten
    • Hunde, Katzen und nichtmenschliche Primaten: dauerhaft individuell gekennzeichnet
    • am wenigsten schmerzhafte Methode -> Pflicht  (Microchiptransponder)
    • grundsätzlich nach dem Absetzen
    • Vor dem Absetzen -> ungekennzeichnete Tiere dokumentieren + so früh wie möglich kennzeichnen


  • Versuchstieren im Allgemeinen?
    • dauerhafte individuelle Kennzeichnung nicht verpflichtend
    • individuelle Kennzeichnung nur, wenn aus züchterischen oder wissenschaftlichen Gründen erforderlich
    • falls Kennzeichnung erforderlich, Methode mit möglichst geringen Belastungen verbunden und zuverlässig (Refinement!)
    • Kennzeichnung erforderlichenfalls unter Lokal- oder Allgemeinanästhesie und von geschultem Personal durchgeführt
Q:

Unter welchen Voraussetzungen dürfen die Anforderungen des Anhangs 1 zur TVV 2012 ausnahmsweise unterschritten werden?

A:
  • aus wissenschaftlichen Gründen – d.h. wenn Versuchsziel bei durchgehender Einhaltung der Mindestanforderungen nicht erreicht werden könnte (Bsp.: Stoffwechselkäfig)
  • aus Gründen des Tierschutzes (Bsp: Absonderung einzelner unverträglicher Tiere)
  • aus Gründen der Tiergesundheit (Bsp.: postoperative Haltung; Quarantäne)
Q:

Welche Vorschriften sieht das TVG 2012 für die Herkunft der Versuchstiere vor?

A:
  • Angeführte Tiere dürfen nur für Tierversuche verwendet werden, wenn sie speziell für die Verwendung in Tierversuchen gezüchtet wurden
    • Maus, Ratte, Meerschweinchen, Goldhamster, Chinesischer Streifenhamster, Mongolische Wüstenrennmaus, Kaninchen, Hund, Katze, alle Arten nichtmenschlicher Primaten, Frosch und Zebrafisch.


Besondere Vorschriften gelten für nichtmenschliche Primaten, wildlebende Tiere und gefährdete Tierarten.

Q:

Welche Vorschriften regeln die Unterbringung und Pflege der Tiere?

A:

Regelung der Pflege und Unterbringung der Tiere: § 25 des TVG 2012 


  • Züchter, Lieferanten und Verwender: tragen Sorge, dass alle Tiere für ihre Gesundheit und ihr Wohlergehen angemessene Unterbringung, Umgebung, das nötige Futter, Wasser und Pflege erhalten; alle Faktoren, die ein Tier in der Befriedigung seiner physiologischen und ethologischen Bedürfnisse einschränken, sind gering zu halten
    • tägliche Kontrolle der Umgebungsbedingungen + Vorkehrungen, um Mangel, vermeidbare Schmerzen, Leiden und Ängste schnell zu beheben
    • angemessenen Bedingungen einer Beförderung müssen sichergestellt werden sowie die detaillierten Anforderungen an Einrichtungen.
Q:

Welche Kommissionen gibt es nach dem TVG 2012?

A:

„Tierversuchskommission des Bundes“

  • Beratung der zuständigen Behörden und Tierschutzgremien in Angelegenheiten, die mit Erwerb, Zucht, Unterbringung, Pflege und Verwendung von Tieren in Tierversuchen zusammenhängen
  • Austausch bewährter Praktiken & Informationen über die Arbeitsweise der Tierschutzgremien
  • Durchführung von Projektbeurteilungen
  • Mitglieder: Experten, Behörden- und Interessensvertreter


Expertenkommission

  • werden von zuständigen Behörden für Genehmigung für Projektbeurteilungen und zur Durchführung von Kontrollen eingesetzt
  • Beispiel: Tierversuchskommission des BMBWF
Q:

Was wissen Sie über die österreichische Tierversuchsstatistik?

A:
  • jährliche Tierversuchsstatistik, die die Daten gem. § 22 TVG 2012 und TVSV 2013 erfasst
  • Übermittlung der Daten über Verwender bis 1. März an BMBWF
  • Veröffentlichung bis zum 30 Juni auf der Homepage des BMBWF
  • Übermittlung an die Kommission (EU)
  • 5-jährliche Berichte über die Umsetzung der RL 2010/63/EU erstellt
Q:

Welche Verwaltungsstrafen können nach dem TVG 2012 verhängt werden?

A:

Tatbestände gem. Abs. 1:

· vorsätzliche Begehung: bis zu 10 000 Euro, WH x 2

· fahrlässige Begehung: bis zu 5 000 Euro, WH x 2

--> bei Übertretungen, die sich nachteilig auf die Tiere auswirken (z.B. eine im Antrag vorgesehene Anästhesie wird unterlassen)


Tatbestände gem. Abs. 2:

· vorsätzliche Begehung: bis zu 5 000 Euro, WH x 2

· fahrlässige Begehung: bis zu 2 500 Euro, WH x 2

--> formale Übertretungen ohne negative Folgen für die Tiere (z.B. Verletzung einer Aufzeichnungspflicht)

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