Motivationspsychologie at University Of Zürich | Flashcards & Summaries

Lernmaterialien für Motivationspsychologie an der University of Zürich

Greife auf kostenlose Karteikarten, Zusammenfassungen, Übungsaufgaben und Altklausuren für deinen Motivationspsychologie Kurs an der University of Zürich zu.

TESTE DEIN WISSEN

Wie sieht die Geschichte des Konzepts von Annäherung und Vermeidung aus? 

Lösung anzeigen
TESTE DEIN WISSEN

Freud: «Es scheint, dass unsere gesamte Seelentätigkeit darauf gerichtet ist, Lust zu erwerben und Unlust zu vermeiden, dass sie automatisch durch das Lustprinzip reguliert wird.»

Higgins: «Dieses Lustprinzip hat das Verständnis der Gelehrten über die Motivation des Menschen dominiert. Es ist die motivationale Grundannahme von Theorien in allen Bereichen der Psychologie, einschließlich der Theorien der Emotion in der Psychobiologie [...], der Konditionierung beim Lernen von Tieren [...], der Entscheidungsfindung in der Kognitions- und Organisationspsychologie [...], der Konsistenz in der Sozialpsychologie [...] und der Leistungsmotivation in der Persönlichkeit.»

Thorndike: Instrumentelle Konditionierung 

  • Law of Effect: Wenn auf ein Verhalten …
    1. … eine Belohnung folgt, steigt seine Auftretenswahrscheinlichkeit.
    2. … eine Bestrafung folgt, sinkt seine Auftretenswahrscheinlichkeit.

Lewin: Feldtheorie --> Anziehende und abstossende Kräftefelder

  • Kräfte resultieren daraus, dass wir uns zu manchen Dingen hingezogen, von anderen abgestossen fühlen: KA,Z ist die Anziehungskraft die zwischen der Person und dem Zielobjekt wirkt (Aufforderungscharakter des Zielobjekts), im Fall von KA,-Z ist diese negativ («Abstossung»).


Lösung ausblenden
TESTE DEIN WISSEN

Womit beschäftigt sich die Motivationspsychologie? 

Lösung anzeigen
TESTE DEIN WISSEN

„Die Motivationspsychologie befasst sich damit, Richtung, Ausdauer und Intensität von Verhalten zu erklären. Dabei ist der motivationspsychologische Zugriff dadurch charakterisiert, dass angestrebte Zielzustände und das was sie attraktiv macht, die erklärenden Größen sind.“

  • Richtung: Befasst sich mit Studienmaterial fürs Fach Motivation
  • Ausdauer: Nimmt Verhalten nach Unterbrechungen wieder auf; bemüht sich, Hindernisse zu bewältigen
  • Intensität: Ist hochkonzentriert; strengt sich sehr an
  • Ziele: Was will eine Person erreichen? Was ist ihr wichtig?
Lösung ausblenden
TESTE DEIN WISSEN

Welche beiden zentralen Konzepte unterscheidet Henry Murray? 

Lösung anzeigen
TESTE DEIN WISSEN

Bedürfnisse der Person («Need», angestrebter Zielzustand)

  • Primäre (viszerogene) Bedürfnisse (z. B. Hunger, Durst, …)
  • Sekundäre (psychogene) Bedürfnisse (z. B. Leistungsbedürfnis, Anschlussbedürfnis, …)

Situationsmerkmale («Press», Aufforderungscharakter der Umwelt)

  • Was die Umwelt als Verlockung oder Bedrohung bedürfnisspezifisch „ankündigt“


--> Need und Press stehen in systematischer Wechselbeziehung – Needs schafft sich Press, Press schafft sich Need.

Lösung ausblenden
TESTE DEIN WISSEN

Welche Bedeutung haben Emotionen für die Motivation? 

Lösung anzeigen
TESTE DEIN WISSEN


  • Emotionen spielen eine wichtige Rolle bei Motivationsprozessen. Motiviertes Verhalten ist auf die Erlangung positiver und die Vermeidung negativer Emotionen ausgerichtet.


Lösung ausblenden
TESTE DEIN WISSEN

Welche Datenerhebungsmethoden werden in der Motivationspsychologie verwendet? 

Lösung anzeigen
TESTE DEIN WISSEN

Selbst- und Fremdbericht (Fragebogen): Z.B. Experience Sampling

Projektive Verfahren

  • Mehrdeutige Bilder, welche die TN beschreiben sollten oder Geschichten dazu erfinden sollten -->  Dadurch kann man auf Motive und Merkmale der TN schliessen.

Kognitionspsychologische Verfahren

  • Beispiele: Aufmerksamkeitsausrichtung, Gedächtnismasse, Reaktionszeitmessung

Psychophysiologische Verfahren

  • Beispiele: Herzaktivität, Blutdruck, Hirnaktivität (EEG), Hautleitfähigkeit, Hormonausschüttung

Verhaltensbeobachtung: Z.B. im Labor oder im Feld

Dokumentanalyse:

  • Zugang zu historischen Phänomenen --> Z.B. Motivthematische Analyse von Reden der wichtigsten historischen Figuren  
Lösung ausblenden
TESTE DEIN WISSEN

Was ist Motivation? 2 bedeutende Definitionen. 

Lösung anzeigen
TESTE DEIN WISSEN
  • Motivation = «Wille bzw. Antrieb zur Leistung.» --> Wörterbuch Definition
  • ABER: Wesentlich mehr Themen, als nur Leistung, Motivation ist ein facettenreiches Konzept
  • Atkinson: «The study of motivation has to do with analysis of the various factors which incite and direct an individual’s actions. » --> Was treibt unsere Handlungen an ? Wie richten wir diese aus ?
  • Weiner: «… all investigators in this field are guided by a single basic question, namely, Why do organisms think and behave as they do?" --> Nicht nur Handeln ist wichtig, auch Denken ist einbezogen.
Lösung ausblenden
TESTE DEIN WISSEN

Was sind die drei wichtigsten inhaltlichen Klassen von Beweggründen? 

Lösung anzeigen
TESTE DEIN WISSEN
  • «Challenge»: Herausforderungen meistern, etw. schwieriges schaffen
  • «Freundschaft»: Soziale Kontakte pflegen
  • «Einfluss»: Andere Menschen beeinflussen, am wenigsten vertreten von den dreien
Lösung ausblenden
TESTE DEIN WISSEN

Welche Grundannahmen zog Hull aus den Skinner-Box-Experimenten? 

Lösung anzeigen
TESTE DEIN WISSEN
  • Eine gesättigte Maus ist befriedigt, bewegt sich nicht gross, handelt nicht --> Handeln entsteht durch einen unbefriedigten Bedürfniszustand -->  Defizitmotivation
  • Gelernte Reiz-Reaktions-Verbindung gibt dem Verhalten Richtung, nicht jedoch Energie
  • Triebreduktionsmodell: Verhalten tritt auf, um Mangelzustände zu beseitigen und um inneres Gleichgewicht zu erhalten --> Triebreduktion wirkt als Verstärker
  • Trieb als motivierendes Moment resultiert aus unbefriedigtem Bedürfnis --> unspezifisch
Lösung ausblenden
TESTE DEIN WISSEN

Welche Rolle spielte Sigmund Freud in der Psychoanalyse? 

Lösung anzeigen
TESTE DEIN WISSEN
  • Vater der Psychoanalyse: Therapeut sitzt hinter dem Sofa, auf dem der Patient liegt
  • Therapieverfahren:
    1. Aufdeckung unbewusster psychischer Anteile: durch subjektive Deutung von freien Assoziationen, Versprechern, neurotischen Verhaltensauffälligkeiten, Träumen
    2. Behandlung durch z.B. Übertragung, Hypnose
    3. Basiert auf einer qualitativen orientieren Einzelfallanalyse, hat nie mit grossen Stichproben gearbeitet
Lösung ausblenden
TESTE DEIN WISSEN

Wer ist Clark L. Hull und was war sein wissenschaftliches Ziel? 

Lösung anzeigen
TESTE DEIN WISSEN

--> Vertreter des Behaviorismus 


Ziel: 

Formulierung einer allgemeinen Verhaltenstheorie: «Die Aufgabe in der umfassenden Verhaltenswissenschaft ist, allgemeine Regeln aufzustellen, wie Stimuli, die durch die Kombination von eigenen Bedürfnissen und der Umwelt entstehen, unser Verhalten beeinflussen.»


Lösung ausblenden
TESTE DEIN WISSEN

Welches Fazit kann man zu Freud ziehen? Welchen Einfluss hat er heute noch? 

Lösung anzeigen
TESTE DEIN WISSEN
  • Theorie mit breiter Relevanz («a theory of everything»): Entwicklung, psychische Störungen, alltägliches Leben, Religion, Liebe, Krieg…. --> Freud hat mit seinen Theorien eine riesige Bandbreite von Handeln zu erklären versucht.
  • Einfluss in heutiger Forschung sichtbar:
    1. Z.B. Bedeutsamkeit unbewusster Prozesse, Anerkennung nicht-bewusster Motivationsanteile
    2. „The choice of the thematic apperception method for collecting data followed from our acceptance of the Freudian hypothesis that a good place to look for the effects of motivation is in fantasy“ (McClelland et al., 1953)
Lösung ausblenden
TESTE DEIN WISSEN

Welche Rollte spielte der Triebdualismus für die Motivation  nach Freud? 

Lösung anzeigen
TESTE DEIN WISSEN
  • Lebenstrieb (Eros): Selbst- und Arterhaltung, Überleben, Fortpflanzung --> Streben nach Selbstverwirklichung
  • Todestrieb (Thanatos): Auflösung und Zurückführung des Lebens in den anorganischen Zustand, Selbsthass und Vernichtung, Destruktivität, Aggression
Lösung ausblenden
  • 53297 Karteikarten
  • 966 Studierende
  • 10 Lernmaterialien

Beispielhafte Karteikarten für deinen Motivationspsychologie Kurs an der University of Zürich - von Kommilitonen auf StudySmarter erstellt!

Q:

Wie sieht die Geschichte des Konzepts von Annäherung und Vermeidung aus? 

A:

Freud: «Es scheint, dass unsere gesamte Seelentätigkeit darauf gerichtet ist, Lust zu erwerben und Unlust zu vermeiden, dass sie automatisch durch das Lustprinzip reguliert wird.»

Higgins: «Dieses Lustprinzip hat das Verständnis der Gelehrten über die Motivation des Menschen dominiert. Es ist die motivationale Grundannahme von Theorien in allen Bereichen der Psychologie, einschließlich der Theorien der Emotion in der Psychobiologie [...], der Konditionierung beim Lernen von Tieren [...], der Entscheidungsfindung in der Kognitions- und Organisationspsychologie [...], der Konsistenz in der Sozialpsychologie [...] und der Leistungsmotivation in der Persönlichkeit.»

Thorndike: Instrumentelle Konditionierung 

  • Law of Effect: Wenn auf ein Verhalten …
    1. … eine Belohnung folgt, steigt seine Auftretenswahrscheinlichkeit.
    2. … eine Bestrafung folgt, sinkt seine Auftretenswahrscheinlichkeit.

Lewin: Feldtheorie --> Anziehende und abstossende Kräftefelder

  • Kräfte resultieren daraus, dass wir uns zu manchen Dingen hingezogen, von anderen abgestossen fühlen: KA,Z ist die Anziehungskraft die zwischen der Person und dem Zielobjekt wirkt (Aufforderungscharakter des Zielobjekts), im Fall von KA,-Z ist diese negativ («Abstossung»).


Q:

Womit beschäftigt sich die Motivationspsychologie? 

A:

„Die Motivationspsychologie befasst sich damit, Richtung, Ausdauer und Intensität von Verhalten zu erklären. Dabei ist der motivationspsychologische Zugriff dadurch charakterisiert, dass angestrebte Zielzustände und das was sie attraktiv macht, die erklärenden Größen sind.“

  • Richtung: Befasst sich mit Studienmaterial fürs Fach Motivation
  • Ausdauer: Nimmt Verhalten nach Unterbrechungen wieder auf; bemüht sich, Hindernisse zu bewältigen
  • Intensität: Ist hochkonzentriert; strengt sich sehr an
  • Ziele: Was will eine Person erreichen? Was ist ihr wichtig?
Q:

Welche beiden zentralen Konzepte unterscheidet Henry Murray? 

A:

Bedürfnisse der Person («Need», angestrebter Zielzustand)

  • Primäre (viszerogene) Bedürfnisse (z. B. Hunger, Durst, …)
  • Sekundäre (psychogene) Bedürfnisse (z. B. Leistungsbedürfnis, Anschlussbedürfnis, …)

Situationsmerkmale («Press», Aufforderungscharakter der Umwelt)

  • Was die Umwelt als Verlockung oder Bedrohung bedürfnisspezifisch „ankündigt“


--> Need und Press stehen in systematischer Wechselbeziehung – Needs schafft sich Press, Press schafft sich Need.

Q:

Welche Bedeutung haben Emotionen für die Motivation? 

A:


  • Emotionen spielen eine wichtige Rolle bei Motivationsprozessen. Motiviertes Verhalten ist auf die Erlangung positiver und die Vermeidung negativer Emotionen ausgerichtet.


Q:

Welche Datenerhebungsmethoden werden in der Motivationspsychologie verwendet? 

A:

Selbst- und Fremdbericht (Fragebogen): Z.B. Experience Sampling

Projektive Verfahren

  • Mehrdeutige Bilder, welche die TN beschreiben sollten oder Geschichten dazu erfinden sollten -->  Dadurch kann man auf Motive und Merkmale der TN schliessen.

Kognitionspsychologische Verfahren

  • Beispiele: Aufmerksamkeitsausrichtung, Gedächtnismasse, Reaktionszeitmessung

Psychophysiologische Verfahren

  • Beispiele: Herzaktivität, Blutdruck, Hirnaktivität (EEG), Hautleitfähigkeit, Hormonausschüttung

Verhaltensbeobachtung: Z.B. im Labor oder im Feld

Dokumentanalyse:

  • Zugang zu historischen Phänomenen --> Z.B. Motivthematische Analyse von Reden der wichtigsten historischen Figuren  
Mehr Karteikarten anzeigen
Q:

Was ist Motivation? 2 bedeutende Definitionen. 

A:
  • Motivation = «Wille bzw. Antrieb zur Leistung.» --> Wörterbuch Definition
  • ABER: Wesentlich mehr Themen, als nur Leistung, Motivation ist ein facettenreiches Konzept
  • Atkinson: «The study of motivation has to do with analysis of the various factors which incite and direct an individual’s actions. » --> Was treibt unsere Handlungen an ? Wie richten wir diese aus ?
  • Weiner: «… all investigators in this field are guided by a single basic question, namely, Why do organisms think and behave as they do?" --> Nicht nur Handeln ist wichtig, auch Denken ist einbezogen.
Q:

Was sind die drei wichtigsten inhaltlichen Klassen von Beweggründen? 

A:
  • «Challenge»: Herausforderungen meistern, etw. schwieriges schaffen
  • «Freundschaft»: Soziale Kontakte pflegen
  • «Einfluss»: Andere Menschen beeinflussen, am wenigsten vertreten von den dreien
Q:

Welche Grundannahmen zog Hull aus den Skinner-Box-Experimenten? 

A:
  • Eine gesättigte Maus ist befriedigt, bewegt sich nicht gross, handelt nicht --> Handeln entsteht durch einen unbefriedigten Bedürfniszustand -->  Defizitmotivation
  • Gelernte Reiz-Reaktions-Verbindung gibt dem Verhalten Richtung, nicht jedoch Energie
  • Triebreduktionsmodell: Verhalten tritt auf, um Mangelzustände zu beseitigen und um inneres Gleichgewicht zu erhalten --> Triebreduktion wirkt als Verstärker
  • Trieb als motivierendes Moment resultiert aus unbefriedigtem Bedürfnis --> unspezifisch
Q:

Welche Rolle spielte Sigmund Freud in der Psychoanalyse? 

A:
  • Vater der Psychoanalyse: Therapeut sitzt hinter dem Sofa, auf dem der Patient liegt
  • Therapieverfahren:
    1. Aufdeckung unbewusster psychischer Anteile: durch subjektive Deutung von freien Assoziationen, Versprechern, neurotischen Verhaltensauffälligkeiten, Träumen
    2. Behandlung durch z.B. Übertragung, Hypnose
    3. Basiert auf einer qualitativen orientieren Einzelfallanalyse, hat nie mit grossen Stichproben gearbeitet
Q:

Wer ist Clark L. Hull und was war sein wissenschaftliches Ziel? 

A:

--> Vertreter des Behaviorismus 


Ziel: 

Formulierung einer allgemeinen Verhaltenstheorie: «Die Aufgabe in der umfassenden Verhaltenswissenschaft ist, allgemeine Regeln aufzustellen, wie Stimuli, die durch die Kombination von eigenen Bedürfnissen und der Umwelt entstehen, unser Verhalten beeinflussen.»


Q:

Welches Fazit kann man zu Freud ziehen? Welchen Einfluss hat er heute noch? 

A:
  • Theorie mit breiter Relevanz («a theory of everything»): Entwicklung, psychische Störungen, alltägliches Leben, Religion, Liebe, Krieg…. --> Freud hat mit seinen Theorien eine riesige Bandbreite von Handeln zu erklären versucht.
  • Einfluss in heutiger Forschung sichtbar:
    1. Z.B. Bedeutsamkeit unbewusster Prozesse, Anerkennung nicht-bewusster Motivationsanteile
    2. „The choice of the thematic apperception method for collecting data followed from our acceptance of the Freudian hypothesis that a good place to look for the effects of motivation is in fantasy“ (McClelland et al., 1953)
Q:

Welche Rollte spielte der Triebdualismus für die Motivation  nach Freud? 

A:
  • Lebenstrieb (Eros): Selbst- und Arterhaltung, Überleben, Fortpflanzung --> Streben nach Selbstverwirklichung
  • Todestrieb (Thanatos): Auflösung und Zurückführung des Lebens in den anorganischen Zustand, Selbsthass und Vernichtung, Destruktivität, Aggression
Motivationspsychologie

Erstelle und finde Lernmaterialien auf StudySmarter.

Greife kostenlos auf tausende geteilte Karteikarten, Zusammenfassungen, Altklausuren und mehr zu.

Jetzt loslegen

Die all-in-one Lernapp für Studierende

Greife auf Millionen geteilter Lernmaterialien der StudySmarter Community zu
Kostenlos anmelden Motivationspsychologie
Erstelle Karteikarten und Zusammenfassungen mit den StudySmarter Tools
Kostenlos loslegen Motivationspsychologie