Allgemeine Psychologie at University Of Fribourg | Flashcards & Summaries

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Lernmaterialien für Allgemeine Psychologie an der University of Fribourg

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TESTE DEIN WISSEN

Welche Erklärungsansätze gibt es für das Vergessen?

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Spurenzerfall: passiver Zerfall im Verlauf der Zeit

Störung der Konsolidierung: retroaktive Interferenz

Dysfunktionale Abrufhinweise: proaktive Interferenz (ToT-Phänomen)

Fehlende Abrufhinweise

Abrufinduzierte Inhibition: aktiver Prozess zur Inhibition von nicht relevant eingestuften Inhalten.

Motiviertes Vergessen: Verdrängung

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Wissen Sie, wie es kommt, dass verschiedene Menschen, die gemeinsam dieselbe Situation erlebt oder beobachtet haben, danach bisweilen doch ganz unterschiedliche Berichte darüber abgeben? Welche Gründe kennen Sie?

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Unterschiede in der Wahrnehmung oder Beurteilung ein und derselben Sache können verschiedene Gründe haben. Die bekanntesten sind: Der Einstellungs- beziehungsweise Erwartungseffekt bezeichnet das Phänomen, dass wir das Gesehene oder Gelesene unbeabsichtigt und unbemerkt gemäß unserer Erwartung interpretieren. 

  • Der Überbewertungs-Effekt (overconfidence-Effekt), eine weitere Schwäche unseres gesunden Menschenverstandes, liegt in unserer nicht bewussten Neigung, unser eigenes Wissen als zuverlässiger und sicherer (richtiger) zu beurteilen, als es tatsächlich ist. 
  • Der Rückschaufehler (hindsight bias) bezeichnet einen Effekt, der sich darin äußert, dass wir vielfach rückblickend meinen, die Dinge seien doch längst klar beziehungsweise von Anfang an geklärt gewesen: Ich wusste das doch schon längst (I-knewit-all-along Phänomen). Es ist die Tendenz, bei Erhalt einer Nachricht über den Ausgang eines Ereignisses retrospektiv die Eintrittswahrscheinlichkeit zu überschätzen.
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Inwiefern funktioniert die Übertragung von Nervensignalen nach dem „Alles-oder-nichts-Prinzip“?

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Das Aktionspotenzial erfolgt mit derselben Stärke und zeitlichen Dynamik, unabhängig von der Stärke der Stimulation, sofern diese ausreicht, um das Membranpotenzial über einen bestimmten Schwellenwert zu heben.

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Wie lässt sich das vorrangige Ziel des Behaviorismus charakterisieren, und womit befasst er sich fast ausschließlich?

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Als vorrangiges Ziel dieses behavioristischen Ansatzes gilt es zu analysieren und zu verstehen, wie bestimmte vorausgehende Reize oder Stimuli (S) oder vorausgehende Umweltbedingungen (antecedent conditions, Antecedens, A) ganz bestimmte Verhaltensreaktionen (R) bedingen, in Abhängigkeit von den darauffolgenden Konsequenzen (consequences, C). Damit vertrat der klassische Behaviorismus (mit J B. Watson) die Auffassung, dass alles Verhalten vollständig durch Umweltbedingungen determiniert sei und durch ihre Veränderung manipuliert werden könne, wobei genetische Faktoren weitgehend außer Acht gelassen wurden. Somit wurde von den Behavioristen fast ausschließlich und konsequent das von ihnen eingeführte methodische Prinzip verfolgt, dass nur unmittelbar beobachtbares Verhalten Gegenstand der wissenschaftlichen Psychologie sein dürfe, da innere „mentale“ Ereignisse der Wissenschaft nicht empirisch zugänglich seien und daher nicht Forschungsgegenstand sein könnten.

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Kennen Sie das Gesetz der kausalen Determiniertheit und die Regeln der Beweisführung?

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Das Gesetz der kausalen Determiniertheit wurde von Mill (1843) formuliert, und besagt, „dass es in der Natur Dinge gibt, die als Parallelfälle zu bezeichnen sind, dass sich das, was sich einmal ereignet hat, bei genügend hohem Ähnlichkeitsgrad der Umstände wieder ereignen wird“. Um solche Ursachen und Zusammenhänge wissenschaftlich in den Griff zu bekommen, schlug er seinerzeit seine berühmt gewordenen Regeln der Beweisführung vor, die in ihrem Grundansatz auch heute noch ihre volle Gültigkeit besitzen: Bezeichnen wir etwas als Ursache eines bestimmten Phänomens, so muss 

  1. es immer dann auftreten, wenn das Phänomen auftritt;
  2. das Phänomen immer dann auftreten, wenn die vermutliche Ursache auftritt; 
  3. das Phänomen variieren, wenn die vermutliche Ursache variiert. 
  4. Weist ein Phänomen, dessen Ursache bekannt ist, zusätzliche Eigenschaften auf (die nicht aus der bekannten Ursache folgten), dann gibt es dafür zusätzliche Ursachen.
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Was bedeutet kognitive Wende in der Psychologie?

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Die kognitive Wende ist die Bezeichnung für eine Entwicklung innerhalb der Paradigmen der psychologischen Wissenschaftsgemeinde vom Behaviorismus hin zum Kognitivismus. Und zwar hat sich der von der Untersuchung menschlichen Denkens, Entscheidens, Wissens und Problemlösens (Kognitionen) ausgehende Forschungsansatz beginnend in den 1970er-Jahren auf fast alle Gebiete der Psychologie ausgeweitet, was bisweilen auch als „kognitive Wende der Psychologie“ bezeichnet wurde.

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Welche Wege (Ansätze) der psychologischen Erkenntnisgewinnung kennen Sie?

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Als wichtigste Ansätze der psychologischen Erkenntnisgewinnung werden genannt:

  • Der biopsychologische Ansatz befasst sich mit den biologisch neuronalen Grundlagen menschlichen und tierischen Verhaltens. Er untersucht die biologisch funktionalen und neuronalen Zusammenhänge zwischen dem beobachtbaren oder erlebten Verhalten einerseits und den ihnen zugrunde liegenden biochemischen, elektrischen und neuronalen Prozessen andererseits. 
  • Der behavioristische Ansatz befasst sich ausschließlich mit dem offenen, beobachtbaren Verhalten (Reaktionen) und untersucht dessen Bezug zu den vorangehenden Reizgegebenheiten in der Umwelt sowie den nachfolgenden Konsequenzen, woraus Verhaltensvorhersage und Verhaltensmodifikation möglich wird. Er macht keine Aussagen über innerkörperliche (biochemisch neuronale) oder innerpsychische (motivationale, kognitive) Prozesse. 
  • Der kognitive Ansatz betrachtet die mentalen kognitiven („geistigen“) Prozesse und Strukturen als wichtigste Grundlage für das Verständnis menschlichen Verhaltens und als primären Gegenstand der Psychologie überhaupt. Verhalten wird erklärt in enger Anlehnung an informationsverarbeitende, kybernetische Systeme auf der Basis individuell konstruierter, mentaler Repräsentationen der Wirklichkeit, die verhaltensbestimmend wirken. Ausgehend von der Untersuchung menschlichen Denkens und Wissens (Kognition) hat sich der Ansatz auf fast alle Gebiete der Psychologie erweitert.
  • Der psychoanalytische Ansatz betrachtet menschliches Verhalten als vornehmlich von starken unbewussten intrapsychischen „Trieben“ und „Impulsen“ (unbewussten Wünschen, Ängsten und Vorstellun gen) getrieben und von Konflikten zwischen diesen Bedürfnissen und den Forderungen der Gesellschaft nach sozial angepasstem Verhalten bestimmt.
  • Der subjektivistische (phänomenologische) Ansatz konzentriert sich auf die subjektive Erfahrung des einzelnen Menschen mit seinen jeweiligen Erfahrungen, Bedürfnissen und Werten, an deren Spitze das Ziel der Selbstaktualisierung steht. Er betont die Einzigartigkeit des Menschen und sieht sich als „dritte Kraft“ neben Behaviorismus und Psychoanalyse.
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Alltagspsychologischer Auffassung zufolge veranlasst das Empfinden von Schmerzen zu einer die Schmerzsituation beendenden Handlung (so dies möglich und erwünscht ist). Inwiefern trifft diese Beschreibung nicht auf das Zurückziehen der Hand von einer heißen Herdplatte zu?

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Das Zurückziehen der Hand von einer heißen Herdplatte wird durch einen Rückenmarksreflex vermittelt und läuft unabhängig von der sensorischen Verarbeitung im Gehirn ab, auf welcher das Schmerzempfinden beruht. Zeitlich erfolgt das Schmerzempfinden nach der Initiierung der motorischen Reaktion.

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Die beiden Großhirnhälften sind durch massive Nervenverbindungen miteinander verknüpft und arbeiten bei der Bewältigung verschiedenster Anforderungen koordiniert zusammen. Auf welche Weise lassen sich Informationsverarbeitungsprozesse in einer Hirnhälfte isoliert untersuchen?

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Zur Untersuchung der Informationsverarbeitungskapazitäten der beiden Großhirnhälften werden Reize gezielt in einer der beiden Hemisphären projiziert. Unterschiedliche Aufgabenleistungen bei links- und rechtshemisphärischer Projektion werden dann auf unterschiedliche Fähigkeiten der Hemisphären zurückgeführt. Die Methode ist in besonderer Weise zur Untersuchung von Split-Brain Patienten geeignet, bei denen aufgrund der Durchtrennung der Commissurenfasern die Weiterleitung der Reizinformationen in die andere Hemisphäre unmöglich oder zumindest sehr erschwert ist. Aber auch bei gesunden Versuchspersonen finden sich gewisse Leistungsunterschiede bei hemisphärenspezifischer Reizdarbietung, die als Ausdruck unterschiedlicher Kompetenzen der linken und rechten Hemisphäre interpretiert werden.

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Lassen sich verschiedene psychische Prozesse unterschiedlichen, voneinander abgrenzbaren Hirnteilen zuordnen?

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Einigen Hirnregionen lassen sich sehr spezifische Funktionen zuordnen wie z. B. die Verarbeitung von an einem bestimmten Ort im Gesichtsfeld dargebotenen visuellen Reizen oder die Steuerung der Kontraktion spezifischer Muskeln. An vielen kognitiven Prozessen scheinen allerdings ausgedehnte Hirnstrukturen beteiligt zu sein. In vielen Fällen ist es bislang nicht gelungen, eine klare Zuordnung von Teilprozessen zu spezifischen Regionen Herzustellen.

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Inwiefern unterscheiden sich Nervenzellen im Gehirn, die an verschiedenen Funktionen wie Wahrnehmung, motorische Steuerung, Gedächtnis oder Emotionen beteiligt sind, in ihrem Aufbau?

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Hier sind keine systematischen Unterschiede gefunden worden. Verschiedenste sensorische, motorische und kognitive Verarbeitungsprozesse basieren offenbar auf dem Zusammenwirken baugleicher Verarbeitungseinheiten.

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Fechnersches Gesetz:

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  • Schaffte einen logarithmischer Zusammenhang zwischen Erlebnisstärke und Reizstärke
  • Diese Gesetz ist heute nicht mehr Gültig -> siehe Stevensches Gesetz
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Q:

Welche Erklärungsansätze gibt es für das Vergessen?

A:

Spurenzerfall: passiver Zerfall im Verlauf der Zeit

Störung der Konsolidierung: retroaktive Interferenz

Dysfunktionale Abrufhinweise: proaktive Interferenz (ToT-Phänomen)

Fehlende Abrufhinweise

Abrufinduzierte Inhibition: aktiver Prozess zur Inhibition von nicht relevant eingestuften Inhalten.

Motiviertes Vergessen: Verdrängung

Q:

Wissen Sie, wie es kommt, dass verschiedene Menschen, die gemeinsam dieselbe Situation erlebt oder beobachtet haben, danach bisweilen doch ganz unterschiedliche Berichte darüber abgeben? Welche Gründe kennen Sie?

A:

Unterschiede in der Wahrnehmung oder Beurteilung ein und derselben Sache können verschiedene Gründe haben. Die bekanntesten sind: Der Einstellungs- beziehungsweise Erwartungseffekt bezeichnet das Phänomen, dass wir das Gesehene oder Gelesene unbeabsichtigt und unbemerkt gemäß unserer Erwartung interpretieren. 

  • Der Überbewertungs-Effekt (overconfidence-Effekt), eine weitere Schwäche unseres gesunden Menschenverstandes, liegt in unserer nicht bewussten Neigung, unser eigenes Wissen als zuverlässiger und sicherer (richtiger) zu beurteilen, als es tatsächlich ist. 
  • Der Rückschaufehler (hindsight bias) bezeichnet einen Effekt, der sich darin äußert, dass wir vielfach rückblickend meinen, die Dinge seien doch längst klar beziehungsweise von Anfang an geklärt gewesen: Ich wusste das doch schon längst (I-knewit-all-along Phänomen). Es ist die Tendenz, bei Erhalt einer Nachricht über den Ausgang eines Ereignisses retrospektiv die Eintrittswahrscheinlichkeit zu überschätzen.
Q:

Inwiefern funktioniert die Übertragung von Nervensignalen nach dem „Alles-oder-nichts-Prinzip“?

A:

Das Aktionspotenzial erfolgt mit derselben Stärke und zeitlichen Dynamik, unabhängig von der Stärke der Stimulation, sofern diese ausreicht, um das Membranpotenzial über einen bestimmten Schwellenwert zu heben.

Q:

Wie lässt sich das vorrangige Ziel des Behaviorismus charakterisieren, und womit befasst er sich fast ausschließlich?

A:

Als vorrangiges Ziel dieses behavioristischen Ansatzes gilt es zu analysieren und zu verstehen, wie bestimmte vorausgehende Reize oder Stimuli (S) oder vorausgehende Umweltbedingungen (antecedent conditions, Antecedens, A) ganz bestimmte Verhaltensreaktionen (R) bedingen, in Abhängigkeit von den darauffolgenden Konsequenzen (consequences, C). Damit vertrat der klassische Behaviorismus (mit J B. Watson) die Auffassung, dass alles Verhalten vollständig durch Umweltbedingungen determiniert sei und durch ihre Veränderung manipuliert werden könne, wobei genetische Faktoren weitgehend außer Acht gelassen wurden. Somit wurde von den Behavioristen fast ausschließlich und konsequent das von ihnen eingeführte methodische Prinzip verfolgt, dass nur unmittelbar beobachtbares Verhalten Gegenstand der wissenschaftlichen Psychologie sein dürfe, da innere „mentale“ Ereignisse der Wissenschaft nicht empirisch zugänglich seien und daher nicht Forschungsgegenstand sein könnten.

Q:

Kennen Sie das Gesetz der kausalen Determiniertheit und die Regeln der Beweisführung?

A:

Das Gesetz der kausalen Determiniertheit wurde von Mill (1843) formuliert, und besagt, „dass es in der Natur Dinge gibt, die als Parallelfälle zu bezeichnen sind, dass sich das, was sich einmal ereignet hat, bei genügend hohem Ähnlichkeitsgrad der Umstände wieder ereignen wird“. Um solche Ursachen und Zusammenhänge wissenschaftlich in den Griff zu bekommen, schlug er seinerzeit seine berühmt gewordenen Regeln der Beweisführung vor, die in ihrem Grundansatz auch heute noch ihre volle Gültigkeit besitzen: Bezeichnen wir etwas als Ursache eines bestimmten Phänomens, so muss 

  1. es immer dann auftreten, wenn das Phänomen auftritt;
  2. das Phänomen immer dann auftreten, wenn die vermutliche Ursache auftritt; 
  3. das Phänomen variieren, wenn die vermutliche Ursache variiert. 
  4. Weist ein Phänomen, dessen Ursache bekannt ist, zusätzliche Eigenschaften auf (die nicht aus der bekannten Ursache folgten), dann gibt es dafür zusätzliche Ursachen.
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Q:

Was bedeutet kognitive Wende in der Psychologie?

A:

Die kognitive Wende ist die Bezeichnung für eine Entwicklung innerhalb der Paradigmen der psychologischen Wissenschaftsgemeinde vom Behaviorismus hin zum Kognitivismus. Und zwar hat sich der von der Untersuchung menschlichen Denkens, Entscheidens, Wissens und Problemlösens (Kognitionen) ausgehende Forschungsansatz beginnend in den 1970er-Jahren auf fast alle Gebiete der Psychologie ausgeweitet, was bisweilen auch als „kognitive Wende der Psychologie“ bezeichnet wurde.

Q:

Welche Wege (Ansätze) der psychologischen Erkenntnisgewinnung kennen Sie?

A:

Als wichtigste Ansätze der psychologischen Erkenntnisgewinnung werden genannt:

  • Der biopsychologische Ansatz befasst sich mit den biologisch neuronalen Grundlagen menschlichen und tierischen Verhaltens. Er untersucht die biologisch funktionalen und neuronalen Zusammenhänge zwischen dem beobachtbaren oder erlebten Verhalten einerseits und den ihnen zugrunde liegenden biochemischen, elektrischen und neuronalen Prozessen andererseits. 
  • Der behavioristische Ansatz befasst sich ausschließlich mit dem offenen, beobachtbaren Verhalten (Reaktionen) und untersucht dessen Bezug zu den vorangehenden Reizgegebenheiten in der Umwelt sowie den nachfolgenden Konsequenzen, woraus Verhaltensvorhersage und Verhaltensmodifikation möglich wird. Er macht keine Aussagen über innerkörperliche (biochemisch neuronale) oder innerpsychische (motivationale, kognitive) Prozesse. 
  • Der kognitive Ansatz betrachtet die mentalen kognitiven („geistigen“) Prozesse und Strukturen als wichtigste Grundlage für das Verständnis menschlichen Verhaltens und als primären Gegenstand der Psychologie überhaupt. Verhalten wird erklärt in enger Anlehnung an informationsverarbeitende, kybernetische Systeme auf der Basis individuell konstruierter, mentaler Repräsentationen der Wirklichkeit, die verhaltensbestimmend wirken. Ausgehend von der Untersuchung menschlichen Denkens und Wissens (Kognition) hat sich der Ansatz auf fast alle Gebiete der Psychologie erweitert.
  • Der psychoanalytische Ansatz betrachtet menschliches Verhalten als vornehmlich von starken unbewussten intrapsychischen „Trieben“ und „Impulsen“ (unbewussten Wünschen, Ängsten und Vorstellun gen) getrieben und von Konflikten zwischen diesen Bedürfnissen und den Forderungen der Gesellschaft nach sozial angepasstem Verhalten bestimmt.
  • Der subjektivistische (phänomenologische) Ansatz konzentriert sich auf die subjektive Erfahrung des einzelnen Menschen mit seinen jeweiligen Erfahrungen, Bedürfnissen und Werten, an deren Spitze das Ziel der Selbstaktualisierung steht. Er betont die Einzigartigkeit des Menschen und sieht sich als „dritte Kraft“ neben Behaviorismus und Psychoanalyse.
Q:

Alltagspsychologischer Auffassung zufolge veranlasst das Empfinden von Schmerzen zu einer die Schmerzsituation beendenden Handlung (so dies möglich und erwünscht ist). Inwiefern trifft diese Beschreibung nicht auf das Zurückziehen der Hand von einer heißen Herdplatte zu?

A:

Das Zurückziehen der Hand von einer heißen Herdplatte wird durch einen Rückenmarksreflex vermittelt und läuft unabhängig von der sensorischen Verarbeitung im Gehirn ab, auf welcher das Schmerzempfinden beruht. Zeitlich erfolgt das Schmerzempfinden nach der Initiierung der motorischen Reaktion.

Q:

Die beiden Großhirnhälften sind durch massive Nervenverbindungen miteinander verknüpft und arbeiten bei der Bewältigung verschiedenster Anforderungen koordiniert zusammen. Auf welche Weise lassen sich Informationsverarbeitungsprozesse in einer Hirnhälfte isoliert untersuchen?

A:

Zur Untersuchung der Informationsverarbeitungskapazitäten der beiden Großhirnhälften werden Reize gezielt in einer der beiden Hemisphären projiziert. Unterschiedliche Aufgabenleistungen bei links- und rechtshemisphärischer Projektion werden dann auf unterschiedliche Fähigkeiten der Hemisphären zurückgeführt. Die Methode ist in besonderer Weise zur Untersuchung von Split-Brain Patienten geeignet, bei denen aufgrund der Durchtrennung der Commissurenfasern die Weiterleitung der Reizinformationen in die andere Hemisphäre unmöglich oder zumindest sehr erschwert ist. Aber auch bei gesunden Versuchspersonen finden sich gewisse Leistungsunterschiede bei hemisphärenspezifischer Reizdarbietung, die als Ausdruck unterschiedlicher Kompetenzen der linken und rechten Hemisphäre interpretiert werden.

Q:

Lassen sich verschiedene psychische Prozesse unterschiedlichen, voneinander abgrenzbaren Hirnteilen zuordnen?

A:

Einigen Hirnregionen lassen sich sehr spezifische Funktionen zuordnen wie z. B. die Verarbeitung von an einem bestimmten Ort im Gesichtsfeld dargebotenen visuellen Reizen oder die Steuerung der Kontraktion spezifischer Muskeln. An vielen kognitiven Prozessen scheinen allerdings ausgedehnte Hirnstrukturen beteiligt zu sein. In vielen Fällen ist es bislang nicht gelungen, eine klare Zuordnung von Teilprozessen zu spezifischen Regionen Herzustellen.

Q:

Inwiefern unterscheiden sich Nervenzellen im Gehirn, die an verschiedenen Funktionen wie Wahrnehmung, motorische Steuerung, Gedächtnis oder Emotionen beteiligt sind, in ihrem Aufbau?

A:

Hier sind keine systematischen Unterschiede gefunden worden. Verschiedenste sensorische, motorische und kognitive Verarbeitungsprozesse basieren offenbar auf dem Zusammenwirken baugleicher Verarbeitungseinheiten.

Q:

Fechnersches Gesetz:

A:
  • Schaffte einen logarithmischer Zusammenhang zwischen Erlebnisstärke und Reizstärke
  • Diese Gesetz ist heute nicht mehr Gültig -> siehe Stevensches Gesetz
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