Stottern (Kompendium) at Universität Zu Köln | Flashcards & Summaries

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Lernmaterialien für Stottern (Kompendium) an der Universität zu Köln

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TESTE DEIN WISSEN

Beginn, Verlauf und Remission

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  • -  Beginn mit 2,8 Jahren

  • -  bis zum 6. Lebensjahr haben drei Viertel der betroffenen Kunder zu Stottern

    begonnen, in Einzelfällen treten Symptome bereits vor zweiten Lebensjahr auf

  • -  bei ca. 50 % berichten Eltern über schnellen Beginn innerhalb weniger Tage, bei

    anderen setzt es langsamer ein

  • -  bei jungen Kindern ist Anteil von Jungen zu Mädchen mit ca. drei zu zwei dezent im

    Ungleichgewicht, jedoch führen häufigere Remissionen bei Mädchen dazu, dass im Erwachsenenalter deutlich mehr Männer als Frauen stottern
    →Remission ist die vollständige Heilung, die entweder assistiert (Therapie) oder unassistiert stattfinden kann.

    → müssen jedoch von Phasen von flüssigen Sprechens (kommen bei vielen Kindern vor)
    abgegrenzt werden→ für Erfolgskontrollen in den Therapiestudien muss für mind. 12 Monate lang Symptomfreiheit nachgewiesen werden

  • -  bis zur Pubertät erleben 75-80 % aller betroffenen Kinder eine Remission

  • -  meisten Remissionen sind in den ersten Jahren nach Stotterbeginn zu erwarten,

    dann werden Sie weniger wahrscheinlich

  • -  nach der Pubertät werden echte Remissionen nur noch in Einzelfällen berichtet→ ab

    Jugendalter spricht man daher von persistierendem oder überdauernden Stottern

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Erworbenes Stottern

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  1. erworbenes neurogenes Stottern: organische und funktionelle Hirnschädigungen, z.B nach Schlaganfall

  2. psychogenes Stottern: psychische Traumata oder psychiatrische Grunderkrankungen

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Wiederholungen/Iterationen

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von Lauten oder Wortteilen, Phrasen-bzw. Silbenbeginn, ohne Funktion, mit Anspannung unrhythmisch, schneller als funktionelle Wiederholungen von Einsilbern

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Kernsymptome

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  • werden unfreiwillig produziert

  • Sprachfluss ist unbeeinträchtigt

  • > 3% gestotterte Silben als Richtwert für die Diagnose Stottern

  • häufiger bei betonten Silben

  • im dt. oft erste Silbe eines Wortes

  • häufiger in Inhalts-oder Funktionswörtern

  • andere Einflussfaktoren, z.B ausgeprägte Lautangst- können

    Betonungsaspekt überlagern

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Blockaden/Blockierungen

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stumm oder hörbar, Unterbrechung des Luftstroms, artikulatorische, glottale oder aspiratorische Ebene

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TESTE DEIN WISSEN

Dehnungen/Prolongationen

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länger als funktionelle Dehnungen, ohne Funktion

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Definition (originäres neurogenes nicht-syndromales) Stottern

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  • Sprechen durch häufige Wiederholung oder Dehnung von Lauten, Silben oder Wörtern, oder durch häufiges Zögern und Innehalten, das den rhythmischen Sprechfluss unterbricht 
  • Nur als Störung zu klassifizieren, wenn die Sprechflüssigkeit deutlich beeinträchtigt ist
  • zentralnervöse Störung des Sprechens und seiner Planung, die in der Kindheit hauptsächlich auf Grund einer genetischen Disposition zustande kommt.
  • Umfasst Kernsymptomatik mit stottertypischen Sprechunflüssigkeiten
  • Begleitsymptomatik: vegetative (z.B Herzrasen, Schwitzen) , motorische (physische Anspannung, mimische und ganzkörperliche Mitbewegungen) und emotionale (Sprechangst, Scham, Frust, Selbstabwertung) Reaktionen auf die Sprechunflüssigkeit
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Desensibilisierung und Pseudostottern

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  • schrittweise und wiederholte Konfrontation mit Angstreizen führt i.d.R. zu langfristigem Angstabbau

  • Pseudostottern:

    • anspannungsfrei und willentlich, nicht imitiert, sondern angekündigt und begründet

    • dient zur Desensibilisierung gegen negative Gefühle beim Auftreten von Stottersymptomen bei sich und anderen

  • Erarbeitung von kindgerechten Begriffen für Stottersymptome

  • Verbesserung der artikulatorischen Steuerung und der auditiven Differenzierung

  • Vorbereitung auf Modifikation

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Begleitsymptomatik

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  • Alle Erscheinungen, die zur Kernsymptomatik hinzukommen

  • meist Reaktionen auf Kernsymptomatik

  • entstehen häufig unbewusst im Bestreben besser mit dem Stottern zurecht zu

    kommen

  • große individuelle Vielfalt

  • können belastender sein als das Kernsymptom und wesentlich stärker

    einschränken

→ untersch. Qualität und Quantität von Kern-und Begleitsymptomatik erzeugen individuelles Erscheinungsbild → idiographisch (den Einzelfall) betrachten!

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Begleitsymptomatik (Ebenen)

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  1. Emotionen und Einstellungen (psych. Anspannung, Sprechangst,

    Selbstabwertung, Scham, Kontrollverlust)

  2. Verhalten und Sozialverhalten (z.B Vermeidung von Situationen in dene

    gesprochen werden muss, Einschränkung sozialer Kontakte, Abbruch

    des Blickkontaktes, Abwendung)

  3. Sprechverhalten ( z.B. Veränderung der Sprechweise wie Flüstern,

    verlangsamtes Sprechen, veränderte Sprechatmung)

  4. Sprachverhalten (z.B. Vermeidung gefürchteter Wörter, Satzabbrüche,

    Einschübe, Umstellungen)

  5. Motorik ( z.B. Mitbewegungen, Grimassieren, Kopf-Arm- und

    Beinbewegungen)

  6. Vegetativ ( z.B erröten, Schweißausbruch)

→ Lösung: Coping-Strategien

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Dysfunktionelle Coping-Strategien

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  • Flucht-und Ankämpferverhalten: Symptom überwinden, entfliehen (Erhöhung des Kraftaufwands, ankämpfen, erhöhte muskuläre Anspannung, Atemveränderung im Symptom)
  • Vorbeuge- und Vermeideverhalten: Unterdrücken eines Symptoms, bevor es beginnt (Veränderung der Sprechweise: flüstern, inspiratorisches sprechen)

  • Sprachlich: gefürchtete Laute und Wörter werden umformuliert

  • Situativ: Sprechsituation vermeiden

  • Aufschubverhalten: Hinauszögern des gefürchteten Wortes, bis man gefühlt flüssig sprechen kann. Vorschalten von Startern und flüssigen Elementen

  • können sich als zweckmäßig erweisen

  • aber: Aufrechterhaltung der Stotterproblematik möglich, erschweren unter

    Umständen das Sprechen zusätzlich, verlieren mit der Zeit ihre Funktion → Entwicklung neuer Strategien, die ausgeprägter sind → Komplexität nimmt weiter zu

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Originäres Stottern

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  1. originäres neurogenes nicht-syndromales Stottern: entwickelt sich in der Kindheit ohne unmittelbare erkennbare Ursache (originäres oder einfach nur Stottern)

  2. originäres neurogenes syndromales Stottern: z.B bei Trisomie 21

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  • 113 Lernmaterialien

Beispielhafte Karteikarten für deinen Stottern (Kompendium) Kurs an der Universität zu Köln - von Kommilitonen auf StudySmarter erstellt!

Q:

Beginn, Verlauf und Remission

A:
  • -  Beginn mit 2,8 Jahren

  • -  bis zum 6. Lebensjahr haben drei Viertel der betroffenen Kunder zu Stottern

    begonnen, in Einzelfällen treten Symptome bereits vor zweiten Lebensjahr auf

  • -  bei ca. 50 % berichten Eltern über schnellen Beginn innerhalb weniger Tage, bei

    anderen setzt es langsamer ein

  • -  bei jungen Kindern ist Anteil von Jungen zu Mädchen mit ca. drei zu zwei dezent im

    Ungleichgewicht, jedoch führen häufigere Remissionen bei Mädchen dazu, dass im Erwachsenenalter deutlich mehr Männer als Frauen stottern
    →Remission ist die vollständige Heilung, die entweder assistiert (Therapie) oder unassistiert stattfinden kann.

    → müssen jedoch von Phasen von flüssigen Sprechens (kommen bei vielen Kindern vor)
    abgegrenzt werden→ für Erfolgskontrollen in den Therapiestudien muss für mind. 12 Monate lang Symptomfreiheit nachgewiesen werden

  • -  bis zur Pubertät erleben 75-80 % aller betroffenen Kinder eine Remission

  • -  meisten Remissionen sind in den ersten Jahren nach Stotterbeginn zu erwarten,

    dann werden Sie weniger wahrscheinlich

  • -  nach der Pubertät werden echte Remissionen nur noch in Einzelfällen berichtet→ ab

    Jugendalter spricht man daher von persistierendem oder überdauernden Stottern

Q:

Erworbenes Stottern

A:
  1. erworbenes neurogenes Stottern: organische und funktionelle Hirnschädigungen, z.B nach Schlaganfall

  2. psychogenes Stottern: psychische Traumata oder psychiatrische Grunderkrankungen

Q:

Wiederholungen/Iterationen

A:

von Lauten oder Wortteilen, Phrasen-bzw. Silbenbeginn, ohne Funktion, mit Anspannung unrhythmisch, schneller als funktionelle Wiederholungen von Einsilbern

Q:

Kernsymptome

A:
  • werden unfreiwillig produziert

  • Sprachfluss ist unbeeinträchtigt

  • > 3% gestotterte Silben als Richtwert für die Diagnose Stottern

  • häufiger bei betonten Silben

  • im dt. oft erste Silbe eines Wortes

  • häufiger in Inhalts-oder Funktionswörtern

  • andere Einflussfaktoren, z.B ausgeprägte Lautangst- können

    Betonungsaspekt überlagern

Q:

Blockaden/Blockierungen

A:

stumm oder hörbar, Unterbrechung des Luftstroms, artikulatorische, glottale oder aspiratorische Ebene

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Q:

Dehnungen/Prolongationen

A:

länger als funktionelle Dehnungen, ohne Funktion

Q:

Definition (originäres neurogenes nicht-syndromales) Stottern

A:
  • Sprechen durch häufige Wiederholung oder Dehnung von Lauten, Silben oder Wörtern, oder durch häufiges Zögern und Innehalten, das den rhythmischen Sprechfluss unterbricht 
  • Nur als Störung zu klassifizieren, wenn die Sprechflüssigkeit deutlich beeinträchtigt ist
  • zentralnervöse Störung des Sprechens und seiner Planung, die in der Kindheit hauptsächlich auf Grund einer genetischen Disposition zustande kommt.
  • Umfasst Kernsymptomatik mit stottertypischen Sprechunflüssigkeiten
  • Begleitsymptomatik: vegetative (z.B Herzrasen, Schwitzen) , motorische (physische Anspannung, mimische und ganzkörperliche Mitbewegungen) und emotionale (Sprechangst, Scham, Frust, Selbstabwertung) Reaktionen auf die Sprechunflüssigkeit
Q:

Desensibilisierung und Pseudostottern

A:
  • schrittweise und wiederholte Konfrontation mit Angstreizen führt i.d.R. zu langfristigem Angstabbau

  • Pseudostottern:

    • anspannungsfrei und willentlich, nicht imitiert, sondern angekündigt und begründet

    • dient zur Desensibilisierung gegen negative Gefühle beim Auftreten von Stottersymptomen bei sich und anderen

  • Erarbeitung von kindgerechten Begriffen für Stottersymptome

  • Verbesserung der artikulatorischen Steuerung und der auditiven Differenzierung

  • Vorbereitung auf Modifikation

Q:

Begleitsymptomatik

A:
  • Alle Erscheinungen, die zur Kernsymptomatik hinzukommen

  • meist Reaktionen auf Kernsymptomatik

  • entstehen häufig unbewusst im Bestreben besser mit dem Stottern zurecht zu

    kommen

  • große individuelle Vielfalt

  • können belastender sein als das Kernsymptom und wesentlich stärker

    einschränken

→ untersch. Qualität und Quantität von Kern-und Begleitsymptomatik erzeugen individuelles Erscheinungsbild → idiographisch (den Einzelfall) betrachten!

Q:

Begleitsymptomatik (Ebenen)

A:
  1. Emotionen und Einstellungen (psych. Anspannung, Sprechangst,

    Selbstabwertung, Scham, Kontrollverlust)

  2. Verhalten und Sozialverhalten (z.B Vermeidung von Situationen in dene

    gesprochen werden muss, Einschränkung sozialer Kontakte, Abbruch

    des Blickkontaktes, Abwendung)

  3. Sprechverhalten ( z.B. Veränderung der Sprechweise wie Flüstern,

    verlangsamtes Sprechen, veränderte Sprechatmung)

  4. Sprachverhalten (z.B. Vermeidung gefürchteter Wörter, Satzabbrüche,

    Einschübe, Umstellungen)

  5. Motorik ( z.B. Mitbewegungen, Grimassieren, Kopf-Arm- und

    Beinbewegungen)

  6. Vegetativ ( z.B erröten, Schweißausbruch)

→ Lösung: Coping-Strategien

Q:

Dysfunktionelle Coping-Strategien

A:
  • Flucht-und Ankämpferverhalten: Symptom überwinden, entfliehen (Erhöhung des Kraftaufwands, ankämpfen, erhöhte muskuläre Anspannung, Atemveränderung im Symptom)
  • Vorbeuge- und Vermeideverhalten: Unterdrücken eines Symptoms, bevor es beginnt (Veränderung der Sprechweise: flüstern, inspiratorisches sprechen)

  • Sprachlich: gefürchtete Laute und Wörter werden umformuliert

  • Situativ: Sprechsituation vermeiden

  • Aufschubverhalten: Hinauszögern des gefürchteten Wortes, bis man gefühlt flüssig sprechen kann. Vorschalten von Startern und flüssigen Elementen

  • können sich als zweckmäßig erweisen

  • aber: Aufrechterhaltung der Stotterproblematik möglich, erschweren unter

    Umständen das Sprechen zusätzlich, verlieren mit der Zeit ihre Funktion → Entwicklung neuer Strategien, die ausgeprägter sind → Komplexität nimmt weiter zu

Q:

Originäres Stottern

A:
  1. originäres neurogenes nicht-syndromales Stottern: entwickelt sich in der Kindheit ohne unmittelbare erkennbare Ursache (originäres oder einfach nur Stottern)

  2. originäres neurogenes syndromales Stottern: z.B bei Trisomie 21

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