Kapitel 14-Wie Menschen Ihre Soziale Umwelt Sehen at Universität Zu Köln | Flashcards & Summaries

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TESTE DEIN WISSEN

Skripte

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TESTE DEIN WISSEN
  • Sonderform kognitiver Schemata
  • beziehen sich auf die typischen Handlungsfolgen von Menschen in bestimmten Interaktionssituationen (Bsp. Wechselseitige Handlungen zwischen Kellner und Gast)
  • kulturelle Gebundenheit (Bsp. Platzzuweisung  durch Kellner in USA)
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Sozialer Konstruktivismus


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TESTE DEIN WISSEN

Annahme, es sei sinnlos, so etwas wie eine objektive soziale Realität erfassen zu wollen. 

Aufgabe der Sozialwissenschaften bestehe vielmehr darin, die jeweils subjektiven Weltsichten von Akteuren zu analysieren und miteinander zu vergleichen, ohne den Anspruch zu haben, diese mit einem objektiven Maßstab zu vergleichen.


Zwei mögliche Weltansichten:

  1. Es gibt zwar so etwas wie eine objektive Realität, sie kann vom Menschen aber nicht erkannt werden
  2. so etwas wie objektive Realität existiert gar nicht, sondern Realität wird immer erst im
    Prozess des Wahrnehmens konstruiert (radikaler Konstruktivismus)
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Egozentrismus

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  • Menschen nehmen die Welt aus einer ganz bestimmten Perspektive wahr: der eigenen (Bsp. Weltkarte)
  • Menschen verfügen über die Fähigkeit, sich in andere hinein zu versetzen und zu realisieren, dass dessen Wahrnehmung sich von ihrer eigenen unterscheiden kann, allerdings ist diese Fähigkeit phylogenetisch jung & Überwindung des Egozentrismus ist mühsam
  • nicht nur rein kognitives Phänomen: dient auch zum Schutz des eigenen Selbstwertes; 
    • erklärt Intoleranz und Hass von Anhängern bestimmter Ideologien gegenüber "Ungläubigen": diese stellen das eigene Weltbild in Frage
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Error-Management-Theorie



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Annahme, dass menschliche Wahrnehmung ganz allgemein nicht dem Ziel folgt, unsere Umwelt möglichst valide wahrzunehmen, sondern die potenziellen Kosten durch eine Fehleinschätzung zu minimieren

  • Hypersensitive Agency Detection Device: 
  • adaptiver Bias
  • Unterschätzung einer Gefahr sehr viel gravierender als ein "blinder Alarm"


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Kausalattributionen

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subjektive Ursachenzuschreibungen

  • motiviert durch das menschliche Bedürfnis, Ursachen von Ereignissen zu verstehen (Warum habe ich die Klausur nicht bestanden?)
  • können sich auch auf Sachverhalte beziehen, von denen wir nicht unmittelbar betroffen sind (Warum sind Menschen arbeitslos?)
  • beeinflussen auch unser Verhalten: Attribution bestimmt darüber, wie wir unser gegenüber behandeln (Bsp. Rempler in der Bahn) 
  • Menschen versuchen bestimmte Attributionen zu stimulieren bzw. zu vermeiden (Bsp. Zu spät kommen auf externen Verantwortlichen schieben)
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Internale Attributionen

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Ursache des Ereignisses wird in den Eigenschaften der handelnden Person gesehen

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TESTE DEIN WISSEN

Selbstwertdienliche Attributionen


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TESTE DEIN WISSEN
  • Wenn es um die Wahrnehmung unserer eigenen Person geht, lässt sich der fundamentale Attributionsfehler nicht beobachten
  • Menschen neigen dazu, hinsichtlich ihrer eigenen Person solche Attributionen zu wählen, durch die sie selber in einem möglichst positiven Licht erscheinen
  • -> Erfolge werden bevorzugt auf eigene Fähigkeiten attribuiert 
  • -> Misserfolge  werden eher auf situationale Faktoren attribuiert
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TESTE DEIN WISSEN

Einfluss bisheriger Wahrnehmungserfahrungen


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TESTE DEIN WISSEN
  • Unsere Wahrnehmung ist immer auch durch unsere Erwartung geprägt
  • Hypothesenbildung über Zukunftserwartungen aufgrund unserer bisherigen Wahrnehmungserfahrungen 
  • an diesen Hypothesen wird auch dann festgehalten wenn diese bereits empirisch widerlegt sind ("Confirmation Bias")
  • Menschen interpretieren dasselbe Ereignis ganz unterschiedlich, wenn zuvor aufgestellte Hypothesen unterschiedlich waren
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TESTE DEIN WISSEN

Fundamentaler
Attributionsfehler


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TESTE DEIN WISSEN

Wenn wir nur wenige Informationen über ein Ereignis haben, ist es uns nur schwer möglich, darüber zu entscheiden, ob Internate oder externe Attribution angemessener ist.

Studien zeigen, dass wir die Neigung haben, das Verhalten anderer Menschen grundsätzlich (auch ohne Anlass) eher internal als external zu attribuieren. (Bsp. Quizmaster)


Erklärungsansätze: 

  1. Salienz (Auffälligkeit) von Personen > Salienz von Situationen 
  2. In einem ersten Schritt findet (automatisch) eine interne Attribution statt, erst im zweiten Schritt wird reflektiert und adjustiert, allerdings nicht vollständig 
    • kann erklärt werden mit der Error-Management-Theorie: um unser eigenes Verhalten gegenüber anderen anpassen zu können, ist vor allem eine valide Identifikation von
      Personenvariablen erforderlich


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TESTE DEIN WISSEN

Annahmen des naiven
Realismus


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1) „Die Welt ist so, wie ich sie wahrnehme.“
2) „Es gibt eine objektive Realität.“
3) „Diese Realität ist aus meiner Perspektive die gleiche wie aus deiner Perspektive, unabhängig von der Lokation und der Zeit meiner bzw. deiner Wahrnehmung.“


  • Sinneseindrücke werden für wahr gehalten (optische Täuschungen als einfacher Gegenbeweis , Labelling Effekt (San Pellegrino) als weiterer Gegenbeweis)
    • äußert sich bereits im Begriff "Wahrnehmung": Das Für-wahr-Nehmen (-Halten) unserer Sinneseindrücke
  • bringt Schwierigkeit mit sich, dass Menschen Probleme haben, Dinge als real anzuer-
    kennen, die sie nicht „sehen“ können (z. B. Viren, radioaktive Strahlen)
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Evolutionäre Erkenntnistheorie


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TESTE DEIN WISSEN

Annahme, dass es zwar grundsätzlich nicht möglich sei, Realität als solche zu erkennen, dass aber alles organisches Leben als Anpassung an eine objektive Realität zu verstehen sei und deshalb dieser zumindest nicht fundamental widersprechen könne.


  • Kontrast zu radikalem Sozialkonstruktivismus
  • Erkenntnisapparat als Ergebnis der Evolution, hat sich in Anpassung an reale Welt herausgebildet, Überleben nur möglich, bei (teilweiser) Übereinstimmung/Korrespondenz zwischen Wahrnehmung und Realität
  • falsche Wahrnehmung kann auch adaptiv sein (Bsp. Überschätzung positiver Eigenschaften und Unterschätzung negativer Eigenschaften geliebter Menschen)
  • Intuitives Wissen: schon kleine Kinder und auch Schimpansen haben eine intuitive Physik bzw. Biologie (z. B. Erwartung, dass ein fester Gegenstand runter fällt) 
  • ABER: maladaptiv, manche Domänen angepasst und manche nicht (Bsp. Radioaktivität, Geschwindigkeiten,...)
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externale Attributionen

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Die spezifische Situation, in der das Verhalten stattfand, wird als Ursache des Ereignisses wahrgenommen

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Q:

Skripte

A:
  • Sonderform kognitiver Schemata
  • beziehen sich auf die typischen Handlungsfolgen von Menschen in bestimmten Interaktionssituationen (Bsp. Wechselseitige Handlungen zwischen Kellner und Gast)
  • kulturelle Gebundenheit (Bsp. Platzzuweisung  durch Kellner in USA)
Q:

Sozialer Konstruktivismus


A:

Annahme, es sei sinnlos, so etwas wie eine objektive soziale Realität erfassen zu wollen. 

Aufgabe der Sozialwissenschaften bestehe vielmehr darin, die jeweils subjektiven Weltsichten von Akteuren zu analysieren und miteinander zu vergleichen, ohne den Anspruch zu haben, diese mit einem objektiven Maßstab zu vergleichen.


Zwei mögliche Weltansichten:

  1. Es gibt zwar so etwas wie eine objektive Realität, sie kann vom Menschen aber nicht erkannt werden
  2. so etwas wie objektive Realität existiert gar nicht, sondern Realität wird immer erst im
    Prozess des Wahrnehmens konstruiert (radikaler Konstruktivismus)
Q:

Egozentrismus

A:
  • Menschen nehmen die Welt aus einer ganz bestimmten Perspektive wahr: der eigenen (Bsp. Weltkarte)
  • Menschen verfügen über die Fähigkeit, sich in andere hinein zu versetzen und zu realisieren, dass dessen Wahrnehmung sich von ihrer eigenen unterscheiden kann, allerdings ist diese Fähigkeit phylogenetisch jung & Überwindung des Egozentrismus ist mühsam
  • nicht nur rein kognitives Phänomen: dient auch zum Schutz des eigenen Selbstwertes; 
    • erklärt Intoleranz und Hass von Anhängern bestimmter Ideologien gegenüber "Ungläubigen": diese stellen das eigene Weltbild in Frage
Q:

Error-Management-Theorie



A:

Annahme, dass menschliche Wahrnehmung ganz allgemein nicht dem Ziel folgt, unsere Umwelt möglichst valide wahrzunehmen, sondern die potenziellen Kosten durch eine Fehleinschätzung zu minimieren

  • Hypersensitive Agency Detection Device: 
  • adaptiver Bias
  • Unterschätzung einer Gefahr sehr viel gravierender als ein "blinder Alarm"


Q:

Kausalattributionen

A:

subjektive Ursachenzuschreibungen

  • motiviert durch das menschliche Bedürfnis, Ursachen von Ereignissen zu verstehen (Warum habe ich die Klausur nicht bestanden?)
  • können sich auch auf Sachverhalte beziehen, von denen wir nicht unmittelbar betroffen sind (Warum sind Menschen arbeitslos?)
  • beeinflussen auch unser Verhalten: Attribution bestimmt darüber, wie wir unser gegenüber behandeln (Bsp. Rempler in der Bahn) 
  • Menschen versuchen bestimmte Attributionen zu stimulieren bzw. zu vermeiden (Bsp. Zu spät kommen auf externen Verantwortlichen schieben)
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Q:

Internale Attributionen

A:

Ursache des Ereignisses wird in den Eigenschaften der handelnden Person gesehen

Q:

Selbstwertdienliche Attributionen


A:
  • Wenn es um die Wahrnehmung unserer eigenen Person geht, lässt sich der fundamentale Attributionsfehler nicht beobachten
  • Menschen neigen dazu, hinsichtlich ihrer eigenen Person solche Attributionen zu wählen, durch die sie selber in einem möglichst positiven Licht erscheinen
  • -> Erfolge werden bevorzugt auf eigene Fähigkeiten attribuiert 
  • -> Misserfolge  werden eher auf situationale Faktoren attribuiert
Q:

Einfluss bisheriger Wahrnehmungserfahrungen


A:
  • Unsere Wahrnehmung ist immer auch durch unsere Erwartung geprägt
  • Hypothesenbildung über Zukunftserwartungen aufgrund unserer bisherigen Wahrnehmungserfahrungen 
  • an diesen Hypothesen wird auch dann festgehalten wenn diese bereits empirisch widerlegt sind ("Confirmation Bias")
  • Menschen interpretieren dasselbe Ereignis ganz unterschiedlich, wenn zuvor aufgestellte Hypothesen unterschiedlich waren
Q:

Fundamentaler
Attributionsfehler


A:

Wenn wir nur wenige Informationen über ein Ereignis haben, ist es uns nur schwer möglich, darüber zu entscheiden, ob Internate oder externe Attribution angemessener ist.

Studien zeigen, dass wir die Neigung haben, das Verhalten anderer Menschen grundsätzlich (auch ohne Anlass) eher internal als external zu attribuieren. (Bsp. Quizmaster)


Erklärungsansätze: 

  1. Salienz (Auffälligkeit) von Personen > Salienz von Situationen 
  2. In einem ersten Schritt findet (automatisch) eine interne Attribution statt, erst im zweiten Schritt wird reflektiert und adjustiert, allerdings nicht vollständig 
    • kann erklärt werden mit der Error-Management-Theorie: um unser eigenes Verhalten gegenüber anderen anpassen zu können, ist vor allem eine valide Identifikation von
      Personenvariablen erforderlich


Q:

Annahmen des naiven
Realismus


A:

1) „Die Welt ist so, wie ich sie wahrnehme.“
2) „Es gibt eine objektive Realität.“
3) „Diese Realität ist aus meiner Perspektive die gleiche wie aus deiner Perspektive, unabhängig von der Lokation und der Zeit meiner bzw. deiner Wahrnehmung.“


  • Sinneseindrücke werden für wahr gehalten (optische Täuschungen als einfacher Gegenbeweis , Labelling Effekt (San Pellegrino) als weiterer Gegenbeweis)
    • äußert sich bereits im Begriff "Wahrnehmung": Das Für-wahr-Nehmen (-Halten) unserer Sinneseindrücke
  • bringt Schwierigkeit mit sich, dass Menschen Probleme haben, Dinge als real anzuer-
    kennen, die sie nicht „sehen“ können (z. B. Viren, radioaktive Strahlen)
Q:

Evolutionäre Erkenntnistheorie


A:

Annahme, dass es zwar grundsätzlich nicht möglich sei, Realität als solche zu erkennen, dass aber alles organisches Leben als Anpassung an eine objektive Realität zu verstehen sei und deshalb dieser zumindest nicht fundamental widersprechen könne.


  • Kontrast zu radikalem Sozialkonstruktivismus
  • Erkenntnisapparat als Ergebnis der Evolution, hat sich in Anpassung an reale Welt herausgebildet, Überleben nur möglich, bei (teilweiser) Übereinstimmung/Korrespondenz zwischen Wahrnehmung und Realität
  • falsche Wahrnehmung kann auch adaptiv sein (Bsp. Überschätzung positiver Eigenschaften und Unterschätzung negativer Eigenschaften geliebter Menschen)
  • Intuitives Wissen: schon kleine Kinder und auch Schimpansen haben eine intuitive Physik bzw. Biologie (z. B. Erwartung, dass ein fester Gegenstand runter fällt) 
  • ABER: maladaptiv, manche Domänen angepasst und manche nicht (Bsp. Radioaktivität, Geschwindigkeiten,...)
Q:

externale Attributionen

A:

Die spezifische Situation, in der das Verhalten stattfand, wird als Ursache des Ereignisses wahrgenommen

Kapitel 14-Wie Menschen ihre soziale Umwelt sehen

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