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TESTE DEIN WISSEN

Modelle des Schriftspracherwerbs


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TESTE DEIN WISSEN



• Uta Frith (1985) – Vorreiterin mit angloamerikanischer Erwerbsperspektive;

Grundlage für die Entwicklung weiterer Modelle  ist das Ausgangsmodell

Schriftspracherwerbsmodelle

• Klaus B. Gunther (1986)

• Renate Valtin (1994)

• Gerheid Scheerer-Neumann (1998)

• Gunther Thome (2003)

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TESTE DEIN WISSEN


Orthographische Prinzipien


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TESTE DEIN WISSEN

1.Phonographisches Prinzip (alphabetische Schreibung)

“Lautierendes Scheiben”; gilt insbesondere für Anfangsrand

2. Silbisches Prinzip (orthographische Schreibung)

Binnenwortschreibung am Silbenbau orientiert

3. Morphologisches Prinzip (orthographische Schreibung)

Morphemkonstanz (Stammschreibung)

4. Syntaktisches Prinzip (orthographische Schreibung)

Großschreibung, Getrennt- und Zusammenschreibung

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TESTE DEIN WISSEN

Gespräche sind ....

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TESTE DEIN WISSEN

kooperative Bemühungen, verfolgen einen gemeinsamen Zweck oder eine wechselseitig akzeptierte Richtung

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TESTE DEIN WISSEN

Was sind die Unterschiede zwischen des Schriftspracherwerb und der Schreibentwicklung?

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TESTE DEIN WISSEN
  • Noch nicht auf der Ebene von Texten, sondern auf der Ebene von Wörtern

  • Bei der Schreibentwicklung sprechen wir nicht vom Spracherwerb → Die Fähigkeit zu sprachlich textorientierten Texten

  • Das benötigt: Zwecken, Ziele, Absichten, Orientierung an den Leser und den angemessenen Ausdruck

  • Schreiben als Handeln (Wrobel 1995)

  • Handeln hat immer etwas Bewusstes.

    • Beim Schreiben als Handeln, geht es darum die kommunikativen Absichten im Texte so zu formulieren, damit sie von anderen erkannt werden.

    • Als Einheiten in der Kommunikation ihre Position ausspielen können (das Handeln zustande kommt)

    • Es gibt immer andere auf die meine Handlung bezogen auf das Schreiben eine bestimmte Handlung haben.

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TESTE DEIN WISSEN

Erkenntnisse der Graphematik: 


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TESTE DEIN WISSEN

Graphematik beschreibt die Regularitäten des Schriftsystems (Dürscheid 2006, 126f.)

• Anders als die Orthographie, die die Normierung des Schriftsystems leistet, erfasst die Graphematik „[…] die für ein Wort theoretisch möglichen Schreibungen, die Orthographie legt fest, welche davon als korrekt zu gelten haben.“ (Dürscheid 2006, 127)

  • Graphematik beschreibt die Regeln/Möglichkeiten des Schriftsystems: heißt zum Beispiel Foto kann mit PH oder mit F geschrieben werden

  • aber die Orthographie legt fest, dass wir im deutschen Foto mit F schreiben

Aufbau des Schriftsystems des Deutschen

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Morphologisches Prinzip


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TESTE DEIN WISSEN

Die geschriebene morphologische Einheit behält ihre Gestalt unter fast allen Bedingungen, ihre Segmentfolge ist stabil.” (Eisenberg 22004:320).

Beispiele:

a. Auslautverhärtung in /hunt/ konnte zur phonographischen Schreibung

<hunt> fuhren. Aber: Schreibung <hund> ist morphologisch bedingt (denn

Pluralform: <hunde>) Morphem <hund> bleibt gleich, nur die Endung verändert sich

b. <h> in <drehen> ist silbisch begründet (vgl. Silbisches Prinzip);

<h> in <dreht> ist aufgrund des Bezugs zu <drehen> morphologisch

begründet (Morphemkonstanz)

c. Umlautschreibungen <haus> – <Häuser>, <land> – <Länder>

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Sprachliche Varietäten


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TESTE DEIN WISSEN
  • Standardsprache

  • Alltagssprache

  • Unterrichtssprache

  • Bildungssprache

  • Fachsprache

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Was beschreiben Schreibentwicklungsmodelle?

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TESTE DEIN WISSEN
  • Schreibentwicklungsmodelle beschreiben Prozess der Entfaltung der Schreibkompetenz (Schreiber steht außerhalb des Modells)

  • Die Schreibumgebung wirkt sich sehr auf den Prozess aus.

  • Die neueren Modelle bauen auf dem Modell aus den 80ern auf.

  • Ursprünglich Prozessmodell hat sich zum Kompetenzmodell entwickelt

  • Explizit empirisch fundiert!

  • Vielfältige Kritik am Modell, trotzdem ein Klassiker, weil bewusste Reduktion auf das Wesentliche des Schreibens (Verzicht auf Berücksichtigung von Sonderfällen und Details!)

  • 1996 Hayes revidiertes Modell  Individuum/Schreiber mit Ressourcen und Prozessen nun im Mittelpunkt/Zentrum des Modells (bedeutsam werden: AG, LZG, motivationale und affektive Faktoren, kognitive Prozesse (wie Lesen und Interpretieren)  deutlich, dass Individuum Schreibprozess bestimmt.  damit wird aus Schreibprozessmodell zunehmend ein SchreibKOMPETENZmodell

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TESTE DEIN WISSEN

Anforderungen an den Schriftspracherwerb


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TESTE DEIN WISSEN

Einsichten und Fähigkeiten, die es zu gewinnen bzw. zu erwerben gilt (Budde,

Riegler & Wiprächger-Geppert 2011, 53f.)

Dekontextualisieren von Sprache (Abstrahieren)

• Formales und neues Wortkonzept

• Einsicht in die Lautstruktur der Sprache

• Graphem-Phonem-Korrespondenz (GPK)

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Methoden des Lesen- und Schreibenlernens: Fibellehrgang


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TESTE DEIN WISSEN

Lehrgangsorientierter Ansatz, d.h. systematische und sukzessive Vermittlung des Lesens und Schreibens

• Waren Fibeln früher primär auf das Lesen ausgerichtet, starten heutige Fibellehrgänge mit dem Lesen und Schreiben von Beginn an parallel

• Neuere Fibellehrgänge = methodenintegrativ, d.h. sie kombinieren analytisches Vorgehen (Wörter und Sätze werden „visuell und auditiv durchgliedert“ (Budde et al.2011, 60)) mit synthetisierendem Vorgehen (analysierte Einheiten werden mit Buchstaben- und Wortkarten zusammengesetzt).

  • Neue Fibelhefte vereinen Schreiben und Lesen 

  • Visuell & auditiv durchgliedert 

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Entwicklungspsychologisches Erwerbsmodell Günther (1986)


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TESTE DEIN WISSEN

1. Präliterale-symbolische Phase (Imitation von Schrift; sog. Kritzelschrift)

2. Logographemische Phase (Kinder können sich hervorstechende Merkmale merken, z.B. Coca-Cola; können das Wort aber nicht erlesen, GPK nicht vorhanden)

3Alphabethische Phase (in dieser Phase läuft Graphem-Phonem-Korrespondenz ab)

4. Orthographische Phase (Kinder zerlegen Wörter in Silben, Bewusstsein für Silben und bedeutungstragende Morpheme (Flexionen etc.) wird entwickelt; erfassen von Satzstrukturen

5Integrativ-automatisierte Phase (Lesen und Schreiben funktioniert immer mehr intuitiv)

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TESTE DEIN WISSEN

Mögliche ‘Verletzungen’ der Prinzipien…


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TESTE DEIN WISSEN

Verletzungen von orthographischen Prinzipien resultieren aus den Bereichen

• Sprachgeschichte = Eine Schreibung ist historisch bedingt

Namen

Fremdwörter (Fuhrhop 2009)

diese Wörter sind Merkwörter, können nicht mit Prinzipien erklärt werden

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Q:

Modelle des Schriftspracherwerbs


A:



• Uta Frith (1985) – Vorreiterin mit angloamerikanischer Erwerbsperspektive;

Grundlage für die Entwicklung weiterer Modelle  ist das Ausgangsmodell

Schriftspracherwerbsmodelle

• Klaus B. Gunther (1986)

• Renate Valtin (1994)

• Gerheid Scheerer-Neumann (1998)

• Gunther Thome (2003)

Q:


Orthographische Prinzipien


A:

1.Phonographisches Prinzip (alphabetische Schreibung)

“Lautierendes Scheiben”; gilt insbesondere für Anfangsrand

2. Silbisches Prinzip (orthographische Schreibung)

Binnenwortschreibung am Silbenbau orientiert

3. Morphologisches Prinzip (orthographische Schreibung)

Morphemkonstanz (Stammschreibung)

4. Syntaktisches Prinzip (orthographische Schreibung)

Großschreibung, Getrennt- und Zusammenschreibung

Q:

Gespräche sind ....

A:

kooperative Bemühungen, verfolgen einen gemeinsamen Zweck oder eine wechselseitig akzeptierte Richtung

Q:

Was sind die Unterschiede zwischen des Schriftspracherwerb und der Schreibentwicklung?

A:
  • Noch nicht auf der Ebene von Texten, sondern auf der Ebene von Wörtern

  • Bei der Schreibentwicklung sprechen wir nicht vom Spracherwerb → Die Fähigkeit zu sprachlich textorientierten Texten

  • Das benötigt: Zwecken, Ziele, Absichten, Orientierung an den Leser und den angemessenen Ausdruck

  • Schreiben als Handeln (Wrobel 1995)

  • Handeln hat immer etwas Bewusstes.

    • Beim Schreiben als Handeln, geht es darum die kommunikativen Absichten im Texte so zu formulieren, damit sie von anderen erkannt werden.

    • Als Einheiten in der Kommunikation ihre Position ausspielen können (das Handeln zustande kommt)

    • Es gibt immer andere auf die meine Handlung bezogen auf das Schreiben eine bestimmte Handlung haben.

Q:

Erkenntnisse der Graphematik: 


A:

Graphematik beschreibt die Regularitäten des Schriftsystems (Dürscheid 2006, 126f.)

• Anders als die Orthographie, die die Normierung des Schriftsystems leistet, erfasst die Graphematik „[…] die für ein Wort theoretisch möglichen Schreibungen, die Orthographie legt fest, welche davon als korrekt zu gelten haben.“ (Dürscheid 2006, 127)

  • Graphematik beschreibt die Regeln/Möglichkeiten des Schriftsystems: heißt zum Beispiel Foto kann mit PH oder mit F geschrieben werden

  • aber die Orthographie legt fest, dass wir im deutschen Foto mit F schreiben

Aufbau des Schriftsystems des Deutschen

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Q:

Morphologisches Prinzip


A:

Die geschriebene morphologische Einheit behält ihre Gestalt unter fast allen Bedingungen, ihre Segmentfolge ist stabil.” (Eisenberg 22004:320).

Beispiele:

a. Auslautverhärtung in /hunt/ konnte zur phonographischen Schreibung

<hunt> fuhren. Aber: Schreibung <hund> ist morphologisch bedingt (denn

Pluralform: <hunde>) Morphem <hund> bleibt gleich, nur die Endung verändert sich

b. <h> in <drehen> ist silbisch begründet (vgl. Silbisches Prinzip);

<h> in <dreht> ist aufgrund des Bezugs zu <drehen> morphologisch

begründet (Morphemkonstanz)

c. Umlautschreibungen <haus> – <Häuser>, <land> – <Länder>

Q:

Sprachliche Varietäten


A:
  • Standardsprache

  • Alltagssprache

  • Unterrichtssprache

  • Bildungssprache

  • Fachsprache

Q:

Was beschreiben Schreibentwicklungsmodelle?

A:
  • Schreibentwicklungsmodelle beschreiben Prozess der Entfaltung der Schreibkompetenz (Schreiber steht außerhalb des Modells)

  • Die Schreibumgebung wirkt sich sehr auf den Prozess aus.

  • Die neueren Modelle bauen auf dem Modell aus den 80ern auf.

  • Ursprünglich Prozessmodell hat sich zum Kompetenzmodell entwickelt

  • Explizit empirisch fundiert!

  • Vielfältige Kritik am Modell, trotzdem ein Klassiker, weil bewusste Reduktion auf das Wesentliche des Schreibens (Verzicht auf Berücksichtigung von Sonderfällen und Details!)

  • 1996 Hayes revidiertes Modell  Individuum/Schreiber mit Ressourcen und Prozessen nun im Mittelpunkt/Zentrum des Modells (bedeutsam werden: AG, LZG, motivationale und affektive Faktoren, kognitive Prozesse (wie Lesen und Interpretieren)  deutlich, dass Individuum Schreibprozess bestimmt.  damit wird aus Schreibprozessmodell zunehmend ein SchreibKOMPETENZmodell

Q:

Anforderungen an den Schriftspracherwerb


A:

Einsichten und Fähigkeiten, die es zu gewinnen bzw. zu erwerben gilt (Budde,

Riegler & Wiprächger-Geppert 2011, 53f.)

Dekontextualisieren von Sprache (Abstrahieren)

• Formales und neues Wortkonzept

• Einsicht in die Lautstruktur der Sprache

• Graphem-Phonem-Korrespondenz (GPK)

Q:

Methoden des Lesen- und Schreibenlernens: Fibellehrgang


A:

Lehrgangsorientierter Ansatz, d.h. systematische und sukzessive Vermittlung des Lesens und Schreibens

• Waren Fibeln früher primär auf das Lesen ausgerichtet, starten heutige Fibellehrgänge mit dem Lesen und Schreiben von Beginn an parallel

• Neuere Fibellehrgänge = methodenintegrativ, d.h. sie kombinieren analytisches Vorgehen (Wörter und Sätze werden „visuell und auditiv durchgliedert“ (Budde et al.2011, 60)) mit synthetisierendem Vorgehen (analysierte Einheiten werden mit Buchstaben- und Wortkarten zusammengesetzt).

  • Neue Fibelhefte vereinen Schreiben und Lesen 

  • Visuell & auditiv durchgliedert 

Q:

Entwicklungspsychologisches Erwerbsmodell Günther (1986)


A:

1. Präliterale-symbolische Phase (Imitation von Schrift; sog. Kritzelschrift)

2. Logographemische Phase (Kinder können sich hervorstechende Merkmale merken, z.B. Coca-Cola; können das Wort aber nicht erlesen, GPK nicht vorhanden)

3Alphabethische Phase (in dieser Phase läuft Graphem-Phonem-Korrespondenz ab)

4. Orthographische Phase (Kinder zerlegen Wörter in Silben, Bewusstsein für Silben und bedeutungstragende Morpheme (Flexionen etc.) wird entwickelt; erfassen von Satzstrukturen

5Integrativ-automatisierte Phase (Lesen und Schreiben funktioniert immer mehr intuitiv)

Q:

Mögliche ‘Verletzungen’ der Prinzipien…


A:

Verletzungen von orthographischen Prinzipien resultieren aus den Bereichen

• Sprachgeschichte = Eine Schreibung ist historisch bedingt

Namen

Fremdwörter (Fuhrhop 2009)

diese Wörter sind Merkwörter, können nicht mit Prinzipien erklärt werden

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