Systemische Therapie at Universität Würzburg | Flashcards & Summaries

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Lernmaterialien für Systemische Therapie an der Universität Würzburg

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TESTE DEIN WISSEN

Begriffe

+Definition

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TESTE DEIN WISSEN

• Familientherapie = systemische Therapie = Systemtherapie ?
• synonym verwendet wegen Bezug auf
• Interaktionsstrukturen im familiären System und resultierende Narrationen
• verschieden verwendet, da systemische Therapie auch mit
• Einzelpersonen, Paaren, größeren sozialen Verbänden


Definition


• Fokus liegt auf dem sozialen Kontext psychischer Störungen
• Indexpatient (IP)
• Einbezug Weiterer Mitglieder des sozialen Systems, die für die/den IP von Bedeutung sind
• Interaktion zwischen Familienmitgliedern und sozialer Umwelt
wird miteinbezogen

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TESTE DEIN WISSEN

Zentrale Hypothese

+Zentrale Elemente

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TESTE DEIN WISSEN

Im Fokus
• Zirkuläre Wechselbeziehungen zwischen
• mindestens zwei Menschen
• deren Symptome
• sozialen Umwelt
• Wie wirken sich Interaktionen innerhalb der Familie auf Symptome des IP aus
• Wie wirken sich die Symptome des IP auf Familie und Umwelt aus



Implikation
• Nicht nur der einzelne Mensch mit Symptomen ist krank,
sondern Familie und soziale Umwelt sind gestört
• „Patient“ ist also nicht Einzelperson, sondern gesamte
Familie bzw. soziales Gefüge


Zentrale Elemente

• Orientierung an Anliegen und Auftrag der Klienten
• Ressourcenorientierung
• Allparteilichkeit/Neutralität – Verständnis für alle
• Verblüffende Interventionen werden eingesetzt

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TESTE DEIN WISSEN

Theoretische Grundlagen

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TESTE DEIN WISSEN

• Systemtheorie
• Augenmerk auf Zusammenhänge und Wechselbeziehungen; weniger individuelle Merkmale
• Das Ganze ist mehr als die Summe seiner Einzelteile; letztere nur im Gesamtkontext zu verstehen
• Wurzelt in allgemeiner Systemtheorie und Kybernetik
• Rückkopplungsschleifen (Aktion-->Reaktion-->Aktion..)
• Homöostase
• Konzept der Familienregeln (z.B. implizite Norm, dass Probleme nicht angesprochen werden)



• System = Satz von Elementen und Objekten und den
Wechselbeziehungen zwischen diesen
• lebende und nicht-lebende Systeme



• System - immer im situativen Kontext
• Zirkularität
• System-Umwelt-Grenzen
• Morphostase/Morphogenese (selstregulierende Kräfte)
• Selbstorganisation
- Intervention individuell auf IP abgestimmt
- Intervention berücksichtigt Familienregeln


-Strukturelle, erkenntnistheoretische und linguistische Konzepte

-z.t. Bindungstheorie

-Konstruktivismus


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TESTE DEIN WISSEN

Lösungen Kommunikationsprobleme+ Fazit

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die Botschaft qualifizieren
• durch den Kontext
• durch die Art der Formulierung (z.B. Ich-Botschaften)
• durch nonverbale Botschaften
• Mimik, Gestik, Tonfall.....
• durch Rückfragen



Metakommunikation
• Kommunikation über die Kommunikation



Fazit
• Nachrichten enthalten verschiedene Botschaften.
• Sender und Empfänger halten häufig unterschiedliche Botschaften für die wesentliche Nachricht.
• Hieraus können Missverständnisse entstehen, die die Interaktion erschweren.
• Metakommunikation oder Qualifizierung der Botschaft schaffen
Abhilfe.

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Diagnostik

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TESTE DEIN WISSEN

• GARF: Global Assessment of Relationship Functioning Scale
• ICD-11 lässt genaue Kodierung noch nicht zu
• Grenze zwischen gesunder / kranker Familie
• Standardisierte Verfahren zur Erfassung von Familiendaten
• Wenig Interesse an standardisierter Diagnostik
• Übergang zur Intervention fließend





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TESTE DEIN WISSEN

Quellen der Familiendiagnostik+

Analyse familiärer Interaktionen

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TESTE DEIN WISSEN

• Beobachtung der Interaktion
• Aussagen zum Beziehungserleben
• Übertragung und Gegenübertragung
• Familiengeschichte
• Materielle und soziale Lebenslage



Analyse familiärer Interaktionen
• Wiederkehrende Interaktionsmuster
• Prämissen und Regeln
• Grenzen, Koalitionen, Triangulationen
• Stärken und Ressourcen
• Position des Therapeuten
• Äußere Einflüsse

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TESTE DEIN WISSEN

Ziele system. Therapie

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TESTE DEIN WISSEN

• In Frage stellen von
• Symptomfördernden familiären Interaktionen
• Dysfunktionalen Lösungsversuche


• Fördern von
• Entwicklung neuer, gesundheitsfördernder Interaktionen
• Anregen neuer Lösungsversuche


• Ziele eher pragmatisch niederschwellig

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Therapeutischer Prozess

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TESTE DEIN WISSEN

 • Rahmenbedingungen


• Erstgespräch
-->Informationen über das Familiensystem
-->Neue Information in das System
-->Herstellung tragfähiger Beziehung


• Therapeutisches Vorgehen im Einzelsetting
• Spezielle Interventionstechniken

systemische Fragen:
• Triadische oder zirkuläre Fragen
• Hypothetische Fragen
• Fragen zur „Verflüssigung von Eigenschaften“


• Genogramm
• Familienskulptur
• Schlussintervention

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Indikation (Familienskulptur)

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TESTE DEIN WISSEN

Pro
• zurückliegende Situationen intensiv erlebbar machen
• aus neuer Perspektive betrachtet
• Darstellung Komplexität von Familiensystemen ohne Rückgriff auf Sprache möglich
• Bringt Klarheit durch Handlungssymbolik, daher multikulturell geeignet
• Aktueller Stand der Familie (muss von Therapeut und Familie ausgehalten werden)



Contra
• Schüchternheit
• …?

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Setting system. Therapie

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TESTE DEIN WISSEN

• i.d.R weniger als 25 Sitzungen
• Konkrete Ziele; auf Ende wird hingearbeitet
• Ende, sobald
-->Symptome abgenommen 

--> Interaktionen verbessert
-->Sicht und Erleben geändert


• Kleine Veränderungen als hinreichend betrachtet.

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Indikation / Kontraindikation

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TESTE DEIN WISSEN

• Nur für Probleme relevante Personen miteinbeziehen
• Setting muss zum Problem passen, um Problem zu aktualisieren und zu bearbeiten
• Ablehnung von Kontakt respektieren vs. problematisieren
• Schwierigkeiten aktualisieren UND bearbeiten



Therapeutisch wirksame Faktoren:
 Ressourcenorientierung
 Reframing (positive Umdeutung)

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wichtige Personen

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TESTE DEIN WISSEN

-Salvador Minuchin (Strukturelle Familientherapie, intakte Hierachien, Grenzen weder zu schwach: Verstrickung noch zu starr: Loslösung)

-provozierender Stil


-Ivan Bostormenyi-Nagy: -Allparteilichkeit, Loyalitäten (intergenerational/ unsichtbar), Parentifizierung (Kinder sollen erfüllen, was Eltern nicht mögl,)

-Verdientskontenführung


-Helm Stierlin: Mehrgenerationenperspektive --> transgenerationale Konten

--Heidelberger Modell


-Viriginia Satir: Familienskulptur, Familienrekonstruktion, Parts Party (erstmal mit eigenen Anteilen umgehen)

• Entwicklungsorientierter / erlebniszentrierter Ansatz


-Marina Selvini Palazzoli: Mailänder Modell (paradoxe Interventionen, Symptomverschreibungen Schlusskommentar, zirkuläres Fragen, Zweikammersystem --> ressourcenorientiert)


eigenständige Richtung in 70-80ern

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Q:

Begriffe

+Definition

A:

• Familientherapie = systemische Therapie = Systemtherapie ?
• synonym verwendet wegen Bezug auf
• Interaktionsstrukturen im familiären System und resultierende Narrationen
• verschieden verwendet, da systemische Therapie auch mit
• Einzelpersonen, Paaren, größeren sozialen Verbänden


Definition


• Fokus liegt auf dem sozialen Kontext psychischer Störungen
• Indexpatient (IP)
• Einbezug Weiterer Mitglieder des sozialen Systems, die für die/den IP von Bedeutung sind
• Interaktion zwischen Familienmitgliedern und sozialer Umwelt
wird miteinbezogen

Q:

Zentrale Hypothese

+Zentrale Elemente

A:

Im Fokus
• Zirkuläre Wechselbeziehungen zwischen
• mindestens zwei Menschen
• deren Symptome
• sozialen Umwelt
• Wie wirken sich Interaktionen innerhalb der Familie auf Symptome des IP aus
• Wie wirken sich die Symptome des IP auf Familie und Umwelt aus



Implikation
• Nicht nur der einzelne Mensch mit Symptomen ist krank,
sondern Familie und soziale Umwelt sind gestört
• „Patient“ ist also nicht Einzelperson, sondern gesamte
Familie bzw. soziales Gefüge


Zentrale Elemente

• Orientierung an Anliegen und Auftrag der Klienten
• Ressourcenorientierung
• Allparteilichkeit/Neutralität – Verständnis für alle
• Verblüffende Interventionen werden eingesetzt

Q:

Theoretische Grundlagen

A:

• Systemtheorie
• Augenmerk auf Zusammenhänge und Wechselbeziehungen; weniger individuelle Merkmale
• Das Ganze ist mehr als die Summe seiner Einzelteile; letztere nur im Gesamtkontext zu verstehen
• Wurzelt in allgemeiner Systemtheorie und Kybernetik
• Rückkopplungsschleifen (Aktion-->Reaktion-->Aktion..)
• Homöostase
• Konzept der Familienregeln (z.B. implizite Norm, dass Probleme nicht angesprochen werden)



• System = Satz von Elementen und Objekten und den
Wechselbeziehungen zwischen diesen
• lebende und nicht-lebende Systeme



• System - immer im situativen Kontext
• Zirkularität
• System-Umwelt-Grenzen
• Morphostase/Morphogenese (selstregulierende Kräfte)
• Selbstorganisation
- Intervention individuell auf IP abgestimmt
- Intervention berücksichtigt Familienregeln


-Strukturelle, erkenntnistheoretische und linguistische Konzepte

-z.t. Bindungstheorie

-Konstruktivismus


Q:

Lösungen Kommunikationsprobleme+ Fazit

A:

die Botschaft qualifizieren
• durch den Kontext
• durch die Art der Formulierung (z.B. Ich-Botschaften)
• durch nonverbale Botschaften
• Mimik, Gestik, Tonfall.....
• durch Rückfragen



Metakommunikation
• Kommunikation über die Kommunikation



Fazit
• Nachrichten enthalten verschiedene Botschaften.
• Sender und Empfänger halten häufig unterschiedliche Botschaften für die wesentliche Nachricht.
• Hieraus können Missverständnisse entstehen, die die Interaktion erschweren.
• Metakommunikation oder Qualifizierung der Botschaft schaffen
Abhilfe.

Q:

Diagnostik

A:

• GARF: Global Assessment of Relationship Functioning Scale
• ICD-11 lässt genaue Kodierung noch nicht zu
• Grenze zwischen gesunder / kranker Familie
• Standardisierte Verfahren zur Erfassung von Familiendaten
• Wenig Interesse an standardisierter Diagnostik
• Übergang zur Intervention fließend





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Q:

Quellen der Familiendiagnostik+

Analyse familiärer Interaktionen

A:

• Beobachtung der Interaktion
• Aussagen zum Beziehungserleben
• Übertragung und Gegenübertragung
• Familiengeschichte
• Materielle und soziale Lebenslage



Analyse familiärer Interaktionen
• Wiederkehrende Interaktionsmuster
• Prämissen und Regeln
• Grenzen, Koalitionen, Triangulationen
• Stärken und Ressourcen
• Position des Therapeuten
• Äußere Einflüsse

Q:

Ziele system. Therapie

A:

• In Frage stellen von
• Symptomfördernden familiären Interaktionen
• Dysfunktionalen Lösungsversuche


• Fördern von
• Entwicklung neuer, gesundheitsfördernder Interaktionen
• Anregen neuer Lösungsversuche


• Ziele eher pragmatisch niederschwellig

Q:

Therapeutischer Prozess

A:

 • Rahmenbedingungen


• Erstgespräch
-->Informationen über das Familiensystem
-->Neue Information in das System
-->Herstellung tragfähiger Beziehung


• Therapeutisches Vorgehen im Einzelsetting
• Spezielle Interventionstechniken

systemische Fragen:
• Triadische oder zirkuläre Fragen
• Hypothetische Fragen
• Fragen zur „Verflüssigung von Eigenschaften“


• Genogramm
• Familienskulptur
• Schlussintervention

Q:

Indikation (Familienskulptur)

A:

Pro
• zurückliegende Situationen intensiv erlebbar machen
• aus neuer Perspektive betrachtet
• Darstellung Komplexität von Familiensystemen ohne Rückgriff auf Sprache möglich
• Bringt Klarheit durch Handlungssymbolik, daher multikulturell geeignet
• Aktueller Stand der Familie (muss von Therapeut und Familie ausgehalten werden)



Contra
• Schüchternheit
• …?

Q:

Setting system. Therapie

A:

• i.d.R weniger als 25 Sitzungen
• Konkrete Ziele; auf Ende wird hingearbeitet
• Ende, sobald
-->Symptome abgenommen 

--> Interaktionen verbessert
-->Sicht und Erleben geändert


• Kleine Veränderungen als hinreichend betrachtet.

Q:

Indikation / Kontraindikation

A:

• Nur für Probleme relevante Personen miteinbeziehen
• Setting muss zum Problem passen, um Problem zu aktualisieren und zu bearbeiten
• Ablehnung von Kontakt respektieren vs. problematisieren
• Schwierigkeiten aktualisieren UND bearbeiten



Therapeutisch wirksame Faktoren:
 Ressourcenorientierung
 Reframing (positive Umdeutung)

Q:

wichtige Personen

A:

-Salvador Minuchin (Strukturelle Familientherapie, intakte Hierachien, Grenzen weder zu schwach: Verstrickung noch zu starr: Loslösung)

-provozierender Stil


-Ivan Bostormenyi-Nagy: -Allparteilichkeit, Loyalitäten (intergenerational/ unsichtbar), Parentifizierung (Kinder sollen erfüllen, was Eltern nicht mögl,)

-Verdientskontenführung


-Helm Stierlin: Mehrgenerationenperspektive --> transgenerationale Konten

--Heidelberger Modell


-Viriginia Satir: Familienskulptur, Familienrekonstruktion, Parts Party (erstmal mit eigenen Anteilen umgehen)

• Entwicklungsorientierter / erlebniszentrierter Ansatz


-Marina Selvini Palazzoli: Mailänder Modell (paradoxe Interventionen, Symptomverschreibungen Schlusskommentar, zirkuläres Fragen, Zweikammersystem --> ressourcenorientiert)


eigenständige Richtung in 70-80ern

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