Motivation at Universität Würzburg | Flashcards & Summaries

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Lernmaterialien für Motivation an der Universität Würzburg

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TESTE DEIN WISSEN

89. Was versteht man unter einer „Selbstwirksamkeitserwartung“? Wie entwickelt sich eine Überzeugung, dass
man selbstwirksam ist?

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TESTE DEIN WISSEN

Selbstwirksamkeitserwartung= subjektive Überzeugung, Anforderungssituationen aufgrund eigener Kompetenzen bewältigen zu können
->4Quellen:
1. Kompetenzerlebnisse (Erfolge, Fehler, Hartnäckigkeit)
2. Lernen am Modell (Vorbilder, Nachahmung)
3. Soziale Persuasion (Überzeugung, Überredung)
4. Introspektive Wahrnehmungen (Anspannung, Erschöpfung)
=>spezifische (situationsgebundene) und generalisierte (Situationsübergreifende) Erwartungen bzw. Überzeugungen

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TESTE DEIN WISSEN

19. Welche grundlegenden Motivationsdefizite können unterschieden werden. Nennen Sie für jedes
einzelne Motivationsproblem eine mögliche Intervention zur Behebung des Problems.

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TESTE DEIN WISSEN

1. vollständiges Motivationsdefizit -> Interessensförderung, Zielveeinbarungen
2. Anreizdefizit ->Interessenförderung, Imaginationstraining
3. Wirksamkeitsdefizit ->Reappraisal Trainings, Zielvereinbarungen (fehlender Glaube, die Handlung erfolgreiche
durchzuführen, kein Zutrauen in eigenes Können)
4. Volitionsdefizit ->Training der Selbstregulation, Zielvereinbarungen (keine Selbstbeherrschung angesichts der
negativen Tätigkeitsanreize möglich, Volition= eigener Wille)
->Interventionen: Interessensförderung, Imaginationstraining, Reappraisal-Training, Zielvereinbarungen, Training der
Selbstregulation,..

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TESTE DEIN WISSEN

103. Was sind kausale Schemata und unter welchen Umständen kommen diese zur Anwendung? Erläutern Sie den Unterschied zwischen einem Schema der multiplen notwendigen Ursachen und einem Schema der multiplen hinreichenden Ursachen an einem Beispiel.

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TESTE DEIN WISSEN

Kausale Schemas= Verallgemeinerung einer Ursache-Wirkungs-Regel, da Kausalinformationen häufig unvollständig sind


-Schema der multiplen notwendigen Ursachen
*bei schwierigen, außergewöhnlichen, extremen Ereignissen
*mehrere Ursachen: Ereignis Z setzt beides, X & Y, als Ursache voraus

*Erfolg beim Sportwettkampf: Anstrengung, Fähigkeit und glückliche Umstände notwendig

-Schema der multiplen hinreichenden Ursachen
*bei leichten, erwarteten, normalen Ereignissen
*Ereignis Z setzt eines, X oder Y, als Ursache voraus
*Abwertung von weiteren, ebenfalls in Betracht kommenden Ursachen (Korrumpierungseffekt)

*Erfolg beim Wettkampf: entweder viel Glück oder extrem gute Fähigkeiten
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TESTE DEIN WISSEN

22. Erläutern Sie Lage und Hauptfunktionen des Hypothalamus im menschlichen Gehirn.

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TESTE DEIN WISSEN

->unterhalb des Thalamus, im Zwischenhirn, Ansammlung von Kernen
-Regulation des Vegetativen Nervensystems, Hormonabgabe (Über Hypophyse)
-zentrale Umschaltstelle zwischen Gehirn & Körperperipherie
-Regulation motivationaler Zustände (Essen, Schlaf, Sexualität)

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TESTE DEIN WISSEN

94. Bei welchen Entscheidungssituationen beobachtet man typischerweise Risikoaversion, und bei welchen Situationen findet man Risikosuche? Schildern Sie hierzu jeweils ein Entscheidungsszenario. Wie erklärt man dieses Ergebnis?

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TESTE DEIN WISSEN

- Gewinn → Risikovermeidung
*Bsp: lieber 100€ sicher als 50:50 Chance auf 200€, obwohl der Erwartungs-wert gleich ist
-Verlust → Risikosuche
*Bsp: statt sicheren Verlust lieber Risiko auf noch höheren oder gar keinen (Kasino)
- Qualität offenbar wichtiger als Quantität
->Erklärung
o Asymptotischer Verlauf d. Nutzenfunktion:
*Risiko-Vermeidung ei (wahrscheinlichen) Gewinnen
*Risiko-Suche bei (wahrscheinlichen) Verlusten
*Verletzung von Rationalitätsaxiomen (Framing-Effekten)

o Verlustaversion, „losses loom larger than gains“
o nicht-linearer Einfluss von Wahrscheinlichkeit auf Entscheidungen
->qualitative Sprünge zwischen Unmöglichkeit vs. Geringer Wahrscheinlichkeit & zwischen hoher
Wahrscheinlichkeit vs. Gewissheit

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TESTE DEIN WISSEN

25. Welche dopaminergen Systeme gibt es im menschlichen Gehirn? Welches ist das
(neurohormonelle) „Belohnungssystem“?

Lösung anzeigen
TESTE DEIN WISSEN

1. Tubero-infundibulär
-v. Nucleus arcuatus -> Hypophyse
-Steuerung von endokriner Funktion (Freisetzung Prolaktin)
2. Nigro-Striatal
-v. Substanta nigra -> Neostriatum
-Bewegungssteuerung
3. Mesolimbisch-mesokortical
-v. VTA (Ventrales Tegmentum) ->Nucleus accumbens ->Präfrontaler Kortex
-Belohnungssystem , aufsuchende Motivation

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TESTE DEIN WISSEN

122. Welche Sozialisations-/Erziehungsfaktoren beeinflussen die Entwicklung eines Leistungsmotivs?

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TESTE DEIN WISSEN

-funktionale Wurzeln in der Neugierde
-Leistungsmotivation ist zentral für moderne Leistungsgesellschaften (Schule, Arbeit, Sport)
Erziehungs- & Sozialisationsbedingungen: Erziehung zur Selbstständigkeit & Tüchtigkeit
-gesellschaftliche Folgen hoher Leistungsmotivation
*kapitalistisches Denken + protestantische Ethik zentral für Entstehung von LM
*nationale Motivindizes (Motivmessungen) sagen nachfolgende (aber nicht die vorangehende) Steigerung der ökonomischen Leistung vorher
-moderne Leistungsgesellschaft


Studie Winterbottom (1958):
-Befragung von Müttern nach Selbstständigkeitsanforderungen, die sie an Söhne hatten (retrospektiver Bericht)
UV: Söhne hoch vs. Niedrig motiviert

AV: Messung des impliziten Leistungsmotivs durch TAT
->Mütter hochmotivierter Söhne hatten mehr Selbstständigkeitsanforderungen & zu früherem Zeitpunkt
->personale Attribution / intrinsische Motivation kann nur stattfinden, wenn man Söhnen Möglichkeit gibt, etwas autonom zu tun (aber keine Überforderung)

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TESTE DEIN WISSEN

146. Schildern Sie die Ergebnisse der Studie von Rosenfield & Stephan (1978) zum selbstwertdienlichen
Attributionsbias. Welcher Aspekt der Ergebnisse belegt, dass es sich bei diesem Bias nicht um einen generellen Mechanismus der Selbstaufwertung, sondern um einen spezifischen Mechanismus der Selbstbildstabilisierung handelt?

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TESTE DEIN WISSEN

-UV1: maskuline Aufgabe vs. feminine Aufgabe (stereotype Erwartungen)
-UV2: erhalten Erfolgs/Misserfolgsrückmeldungen (nicht wahrheitsgetreu)
-AV: Einschätzung, was Grund für Erfolg/Misserfolg war
->maskuline Aufgabe:
*Männer: Attribution günstig - Erfolge internal & Misserfolge external
*Frauen: weniger starker Bias, weniger erfolge internal & weniger Misserfolge external
->feminine Aufgabe:
*Frauen: Attribution günstig – Erfolge internal & Misserfolge external
*Männer: weniger stark
->genderspezifische Aufgaben: Selbstwertdienliche Attribution
→es gibt selbstwertdienliche Verzerrungen in Erklärung von Erfolgen / Misserfolgen
→Verzerrungen abhängig davon, wie relevant Personen bestimmte Erfolge/Misserfolge (Leistung) für Selbstkonzept sind

->entscheidender Moderator: Relevanz für eigenes Selbstkonzept

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TESTE DEIN WISSEN

21. Erläutern Sie Lage und Hauptfunktionen der Formatio reticularis im menschlichen Gehirn.

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TESTE DEIN WISSEN

->säulenartige Struktur im Hirnstamm
-aktivierende & desaktivierende Funktion
-Regulation d. allgemeinen Aktivität d. Hirnrinde (Wachheit, Aufmerksamkeit)
-Steuerung der wichtigsten Körperfunktionen (Atmung, Schlucken, Kreislauf)
-Absteigende Impulse (Vegetativum, Muskelapparat)
(-Verarbeitung sensorischer Infos)

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TESTE DEIN WISSEN

121. Was ist Leistungsmotivation? Welche Bedingungen müssen gegeben sein, damit Leistungsmotivation
entsteht?

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TESTE DEIN WISSEN

Leistungsmotivation= Bestreben, die eigene Tüchtigkeit in all jenen Tätigkeiten zu steigern oder möglichst hoch zu halten, in denen man einen Gütemaßstab für verbindlich hält, und deren Ausführung deshalb gelingen oder misslingen kann.
->weitgehend unabhängig von der mit Tüchtigkeit verbundenen Folgen (Belohnungen, Anerkennung)

->entscheidend ist die Tüchtigkeit selbst
->zentrale Emotionen: Hoffnung auf Stolz/Erfolg & Furcht vor Misserfolg/Scham
Voraussetzung: Ergebnisse / Leistungen müssen erkennbar & das Resultat eigener Fähigkeit und Anstrengung sein

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137. Erläutern Sie die Begriffe “Selbstaufmerksamkeit” und “Optimismus”. An welchen Stellen beeinflussen diese Variablen Prozesse der Handlungsregulation im Modell von Carver und Scheier?
Schildern Sie die Ergebnisse der Untersuchung von Carver, Blaney & Scheier (1979), mit denen der Einfluss von Selbstaufmerksamkeit und Optimismus auf die Hartnäckigkeit der Zielverfolgung untersucht wurde.

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TESTE DEIN WISSEN

->2 psychologische Faktoren, die wichtig für Regelkreismodell sind
Selbstaufmerksamkeit
o Feststellung der Diskrepanzen zwischen Ist und Soll

o Zugänglichkeit von Normen, Werten ->wie salient sind diese?
o Wahrnehmung eigenen Denkens und Handelns
Kontrollüberzeugung, 

Optimismus
o Grad persönlicher Kontrollüberzeugungen, ob man positive/negativ einschätzt
o höherer Grad → höherer Optimismus, Situationen kontrollieren zu können
o weitergeführt, bis Diskrepanz minimiert wurde oder disengagement eintritt


Modell
o Selbstaufmerksamkeit
▪ hoch macht persönliche Ziele salient und führt zu effizienteren Ist-Soll Vergleichen
▪ → das eigene Handeln wird besser eingeschätzt, Diskrepanzen werden überhaupt
erkannt
o Optimismus
▪ bei Einschätzung der Zielerreichungsmöglichkeiten
▪ größere Kontrollüberzeugung führt dazu, dass man den Ausgang einer Situation
länger als positiv beeinflussbar wahrnimmt

▪ stark optimistisch → späteres Disengagement


Carver, Blaney, Scheier

-Anagramme lösen (unlösbar)

-UV1: günstige / ungünstige Erwartungen (Hoffnung geweckt, Anagramme wären machbar vs. Nicht)

-UV2: Selbstaufmerksamkeit (Spiegel vor VP ->erhöht Selbstaufmerksamkeit vs. Kein Spiegel)

-AV: Persistenz in Minuten (wie lange versuchen VP es)

-niedrige Selbstaufmerksamkeit: Einfluss von Erwartungen der Aufgabe macht keinen Unterschied

-hohe Selbstaufmerksamkeit: Einfluss der Erwartungen der Aufgabe macht starken Unterschied

->VP versuchen es länger bei hoffnungsvoll leichteren Aufgaben als bei schweren

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TESTE DEIN WISSEN

92. Wie lässt sich nach von Neumann & Morgenstern der erwartete Nutzen einer Handlung ermitteln, wenn das Ergebnis dieser Handlung unsicher ist?

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TESTE DEIN WISSEN

-Der Erwartungswert = die Summe der Produkte der verschiedenen Nutzen und der damit verbundenen Wahrscheinlichkeiten

EU(H) = ∑ p(Fi|H)*u(Fi)
*EU(H): erwarteter Nutzen einer Handlung
*Fi: verschiedene mögliche Folgen einer Handlung
*pi: Wahrscheinlichkeiten dieser Folgen, ∑pi=1
-Summe des Produktes aus dem Nutzen der Folgen und der Wahrscheinlichkeit dieser Handlungsfolgen
=>Normatives Modell von Entscheidungsverhalten

-Erwartungswert= Wahrscheinlichkeit, dass Ereignis eintritt & möglicher Gewinn/Nutzen

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Q:

89. Was versteht man unter einer „Selbstwirksamkeitserwartung“? Wie entwickelt sich eine Überzeugung, dass
man selbstwirksam ist?

A:

Selbstwirksamkeitserwartung= subjektive Überzeugung, Anforderungssituationen aufgrund eigener Kompetenzen bewältigen zu können
->4Quellen:
1. Kompetenzerlebnisse (Erfolge, Fehler, Hartnäckigkeit)
2. Lernen am Modell (Vorbilder, Nachahmung)
3. Soziale Persuasion (Überzeugung, Überredung)
4. Introspektive Wahrnehmungen (Anspannung, Erschöpfung)
=>spezifische (situationsgebundene) und generalisierte (Situationsübergreifende) Erwartungen bzw. Überzeugungen

Q:

19. Welche grundlegenden Motivationsdefizite können unterschieden werden. Nennen Sie für jedes
einzelne Motivationsproblem eine mögliche Intervention zur Behebung des Problems.

A:

1. vollständiges Motivationsdefizit -> Interessensförderung, Zielveeinbarungen
2. Anreizdefizit ->Interessenförderung, Imaginationstraining
3. Wirksamkeitsdefizit ->Reappraisal Trainings, Zielvereinbarungen (fehlender Glaube, die Handlung erfolgreiche
durchzuführen, kein Zutrauen in eigenes Können)
4. Volitionsdefizit ->Training der Selbstregulation, Zielvereinbarungen (keine Selbstbeherrschung angesichts der
negativen Tätigkeitsanreize möglich, Volition= eigener Wille)
->Interventionen: Interessensförderung, Imaginationstraining, Reappraisal-Training, Zielvereinbarungen, Training der
Selbstregulation,..

Q:

103. Was sind kausale Schemata und unter welchen Umständen kommen diese zur Anwendung? Erläutern Sie den Unterschied zwischen einem Schema der multiplen notwendigen Ursachen und einem Schema der multiplen hinreichenden Ursachen an einem Beispiel.

A:

Kausale Schemas= Verallgemeinerung einer Ursache-Wirkungs-Regel, da Kausalinformationen häufig unvollständig sind


-Schema der multiplen notwendigen Ursachen
*bei schwierigen, außergewöhnlichen, extremen Ereignissen
*mehrere Ursachen: Ereignis Z setzt beides, X & Y, als Ursache voraus

*Erfolg beim Sportwettkampf: Anstrengung, Fähigkeit und glückliche Umstände notwendig

-Schema der multiplen hinreichenden Ursachen
*bei leichten, erwarteten, normalen Ereignissen
*Ereignis Z setzt eines, X oder Y, als Ursache voraus
*Abwertung von weiteren, ebenfalls in Betracht kommenden Ursachen (Korrumpierungseffekt)

*Erfolg beim Wettkampf: entweder viel Glück oder extrem gute Fähigkeiten
Q:

22. Erläutern Sie Lage und Hauptfunktionen des Hypothalamus im menschlichen Gehirn.

A:

->unterhalb des Thalamus, im Zwischenhirn, Ansammlung von Kernen
-Regulation des Vegetativen Nervensystems, Hormonabgabe (Über Hypophyse)
-zentrale Umschaltstelle zwischen Gehirn & Körperperipherie
-Regulation motivationaler Zustände (Essen, Schlaf, Sexualität)

Q:

94. Bei welchen Entscheidungssituationen beobachtet man typischerweise Risikoaversion, und bei welchen Situationen findet man Risikosuche? Schildern Sie hierzu jeweils ein Entscheidungsszenario. Wie erklärt man dieses Ergebnis?

A:

- Gewinn → Risikovermeidung
*Bsp: lieber 100€ sicher als 50:50 Chance auf 200€, obwohl der Erwartungs-wert gleich ist
-Verlust → Risikosuche
*Bsp: statt sicheren Verlust lieber Risiko auf noch höheren oder gar keinen (Kasino)
- Qualität offenbar wichtiger als Quantität
->Erklärung
o Asymptotischer Verlauf d. Nutzenfunktion:
*Risiko-Vermeidung ei (wahrscheinlichen) Gewinnen
*Risiko-Suche bei (wahrscheinlichen) Verlusten
*Verletzung von Rationalitätsaxiomen (Framing-Effekten)

o Verlustaversion, „losses loom larger than gains“
o nicht-linearer Einfluss von Wahrscheinlichkeit auf Entscheidungen
->qualitative Sprünge zwischen Unmöglichkeit vs. Geringer Wahrscheinlichkeit & zwischen hoher
Wahrscheinlichkeit vs. Gewissheit

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Q:

25. Welche dopaminergen Systeme gibt es im menschlichen Gehirn? Welches ist das
(neurohormonelle) „Belohnungssystem“?

A:

1. Tubero-infundibulär
-v. Nucleus arcuatus -> Hypophyse
-Steuerung von endokriner Funktion (Freisetzung Prolaktin)
2. Nigro-Striatal
-v. Substanta nigra -> Neostriatum
-Bewegungssteuerung
3. Mesolimbisch-mesokortical
-v. VTA (Ventrales Tegmentum) ->Nucleus accumbens ->Präfrontaler Kortex
-Belohnungssystem , aufsuchende Motivation

Q:

122. Welche Sozialisations-/Erziehungsfaktoren beeinflussen die Entwicklung eines Leistungsmotivs?

A:

-funktionale Wurzeln in der Neugierde
-Leistungsmotivation ist zentral für moderne Leistungsgesellschaften (Schule, Arbeit, Sport)
Erziehungs- & Sozialisationsbedingungen: Erziehung zur Selbstständigkeit & Tüchtigkeit
-gesellschaftliche Folgen hoher Leistungsmotivation
*kapitalistisches Denken + protestantische Ethik zentral für Entstehung von LM
*nationale Motivindizes (Motivmessungen) sagen nachfolgende (aber nicht die vorangehende) Steigerung der ökonomischen Leistung vorher
-moderne Leistungsgesellschaft


Studie Winterbottom (1958):
-Befragung von Müttern nach Selbstständigkeitsanforderungen, die sie an Söhne hatten (retrospektiver Bericht)
UV: Söhne hoch vs. Niedrig motiviert

AV: Messung des impliziten Leistungsmotivs durch TAT
->Mütter hochmotivierter Söhne hatten mehr Selbstständigkeitsanforderungen & zu früherem Zeitpunkt
->personale Attribution / intrinsische Motivation kann nur stattfinden, wenn man Söhnen Möglichkeit gibt, etwas autonom zu tun (aber keine Überforderung)

Q:

146. Schildern Sie die Ergebnisse der Studie von Rosenfield & Stephan (1978) zum selbstwertdienlichen
Attributionsbias. Welcher Aspekt der Ergebnisse belegt, dass es sich bei diesem Bias nicht um einen generellen Mechanismus der Selbstaufwertung, sondern um einen spezifischen Mechanismus der Selbstbildstabilisierung handelt?

A:

-UV1: maskuline Aufgabe vs. feminine Aufgabe (stereotype Erwartungen)
-UV2: erhalten Erfolgs/Misserfolgsrückmeldungen (nicht wahrheitsgetreu)
-AV: Einschätzung, was Grund für Erfolg/Misserfolg war
->maskuline Aufgabe:
*Männer: Attribution günstig - Erfolge internal & Misserfolge external
*Frauen: weniger starker Bias, weniger erfolge internal & weniger Misserfolge external
->feminine Aufgabe:
*Frauen: Attribution günstig – Erfolge internal & Misserfolge external
*Männer: weniger stark
->genderspezifische Aufgaben: Selbstwertdienliche Attribution
→es gibt selbstwertdienliche Verzerrungen in Erklärung von Erfolgen / Misserfolgen
→Verzerrungen abhängig davon, wie relevant Personen bestimmte Erfolge/Misserfolge (Leistung) für Selbstkonzept sind

->entscheidender Moderator: Relevanz für eigenes Selbstkonzept

Q:

21. Erläutern Sie Lage und Hauptfunktionen der Formatio reticularis im menschlichen Gehirn.

A:

->säulenartige Struktur im Hirnstamm
-aktivierende & desaktivierende Funktion
-Regulation d. allgemeinen Aktivität d. Hirnrinde (Wachheit, Aufmerksamkeit)
-Steuerung der wichtigsten Körperfunktionen (Atmung, Schlucken, Kreislauf)
-Absteigende Impulse (Vegetativum, Muskelapparat)
(-Verarbeitung sensorischer Infos)

Q:

121. Was ist Leistungsmotivation? Welche Bedingungen müssen gegeben sein, damit Leistungsmotivation
entsteht?

A:

Leistungsmotivation= Bestreben, die eigene Tüchtigkeit in all jenen Tätigkeiten zu steigern oder möglichst hoch zu halten, in denen man einen Gütemaßstab für verbindlich hält, und deren Ausführung deshalb gelingen oder misslingen kann.
->weitgehend unabhängig von der mit Tüchtigkeit verbundenen Folgen (Belohnungen, Anerkennung)

->entscheidend ist die Tüchtigkeit selbst
->zentrale Emotionen: Hoffnung auf Stolz/Erfolg & Furcht vor Misserfolg/Scham
Voraussetzung: Ergebnisse / Leistungen müssen erkennbar & das Resultat eigener Fähigkeit und Anstrengung sein

Q:

137. Erläutern Sie die Begriffe “Selbstaufmerksamkeit” und “Optimismus”. An welchen Stellen beeinflussen diese Variablen Prozesse der Handlungsregulation im Modell von Carver und Scheier?
Schildern Sie die Ergebnisse der Untersuchung von Carver, Blaney & Scheier (1979), mit denen der Einfluss von Selbstaufmerksamkeit und Optimismus auf die Hartnäckigkeit der Zielverfolgung untersucht wurde.

A:

->2 psychologische Faktoren, die wichtig für Regelkreismodell sind
Selbstaufmerksamkeit
o Feststellung der Diskrepanzen zwischen Ist und Soll

o Zugänglichkeit von Normen, Werten ->wie salient sind diese?
o Wahrnehmung eigenen Denkens und Handelns
Kontrollüberzeugung, 

Optimismus
o Grad persönlicher Kontrollüberzeugungen, ob man positive/negativ einschätzt
o höherer Grad → höherer Optimismus, Situationen kontrollieren zu können
o weitergeführt, bis Diskrepanz minimiert wurde oder disengagement eintritt


Modell
o Selbstaufmerksamkeit
▪ hoch macht persönliche Ziele salient und führt zu effizienteren Ist-Soll Vergleichen
▪ → das eigene Handeln wird besser eingeschätzt, Diskrepanzen werden überhaupt
erkannt
o Optimismus
▪ bei Einschätzung der Zielerreichungsmöglichkeiten
▪ größere Kontrollüberzeugung führt dazu, dass man den Ausgang einer Situation
länger als positiv beeinflussbar wahrnimmt

▪ stark optimistisch → späteres Disengagement


Carver, Blaney, Scheier

-Anagramme lösen (unlösbar)

-UV1: günstige / ungünstige Erwartungen (Hoffnung geweckt, Anagramme wären machbar vs. Nicht)

-UV2: Selbstaufmerksamkeit (Spiegel vor VP ->erhöht Selbstaufmerksamkeit vs. Kein Spiegel)

-AV: Persistenz in Minuten (wie lange versuchen VP es)

-niedrige Selbstaufmerksamkeit: Einfluss von Erwartungen der Aufgabe macht keinen Unterschied

-hohe Selbstaufmerksamkeit: Einfluss der Erwartungen der Aufgabe macht starken Unterschied

->VP versuchen es länger bei hoffnungsvoll leichteren Aufgaben als bei schweren

Q:

92. Wie lässt sich nach von Neumann & Morgenstern der erwartete Nutzen einer Handlung ermitteln, wenn das Ergebnis dieser Handlung unsicher ist?

A:

-Der Erwartungswert = die Summe der Produkte der verschiedenen Nutzen und der damit verbundenen Wahrscheinlichkeiten

EU(H) = ∑ p(Fi|H)*u(Fi)
*EU(H): erwarteter Nutzen einer Handlung
*Fi: verschiedene mögliche Folgen einer Handlung
*pi: Wahrscheinlichkeiten dieser Folgen, ∑pi=1
-Summe des Produktes aus dem Nutzen der Folgen und der Wahrscheinlichkeit dieser Handlungsfolgen
=>Normatives Modell von Entscheidungsverhalten

-Erwartungswert= Wahrscheinlichkeit, dass Ereignis eintritt & möglicher Gewinn/Nutzen

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