Psychologie Aufnahmetest Skript at Universität Wien | Flashcards & Summaries

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TESTE DEIN WISSEN

Soziale Entwicklung in der Adoleszenz: Die Suche nach Identität

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Die Bildung eines kohärenten Selbstbildes, d. h. der eigenen Identität, ist eine der zentralen Aufgaben in der Adoleszenz. James Marcia widmete seine Forschung der psychosozialen Entwicklung Jugendlicher. Er postulierte ein Modell des sogenannten „Identitätsstatus“. Diese vier Identitätskategorien sind als individuelles Ergebnis der Bewältigung psychosozialer Aufgaben mit dem Ziel der Bildung einer „Ich-Identität“ zu verstehen:

  • die diffusie Identität (Identity Diffusion): haben noch kein Selbstkonzept und sich weder damit auseinandergesetzt, können also ganz unterschiedloch sein (vom Playboy bis hin zu Schizoiden-Persönlichkeitstyp)

  • die übernommene Identität (Foreclosure): Es gab keine erkennbare Identitätskrise. Andere Werte und Überzeugungen wurden unhinterfragt übernommen. Ist gekennzeichnet durch Gehorsam, Führung und Respekt gegenüber Autorisätspersonen. Das Selbstwertgefühl ist anfällig für negative Infomationen.

  • die kritische Identität (Moratorium): Identitäskrise, ungelöste Konflikte mit den Eltern und Auseinandersetzungen mit den eigenen Zielen, Werten und Überzeugungen. Gekennzeichnet durch einen hohen Grad an Exploration und niedrigen an Verbindlichkeit. Lassen sich lieber noch alle Möglichkeiten offen anstatt ihre Identität festzulegen.

  • die erarbeitende Identität (Identity Achievement): Identitätskrise wurde erfolgreich durchlaufen und ein neues Selbstbild erarbeitet. Diese Jugendliche verschreiben sich weniger autoritären Werten und ihr Selbstwertgefühl ist weniger anfällig für negative Infomationen.


(S. 69f)

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Affektives Priming

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Die Stimmung verbessert sich, wenn man ein Babyfoto oder ein altes Urlaubsfoto sieht. Diese Form des Primings, bei der ein affektiver (emotionaler) Reiz die Verarbeitung eines anschließenden Zielreizes beeinflusst, wird affektive Priming genannt. Welchen Einfluss ein positiver oder negativer Hinweisreiz im Kontext der Bewertung von Werbeanzeigen haben kann, wurde beispielhaft von Yi untersucht.

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Die Entwicklung von Moral - Konventionelles Niveau

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Ist gekennzeichnet vom Stellenwert der Regeln und Konventionen der Gesellschaft. Der Fokus geht weg vom Selbst – die individuellen Interessen werden denen der Gruppe untergeordnet. Vor allem ältere Kinder, Jugendliche und Erwachsene handeln und argumentieren auf dieser moralischen Ebene. Die dritte Stufe beschreibt, dass moralische Entscheidungen entsprechend des eigenen Rollenverständnisses in der Gesellschaft getroffen werden. Die moralischen Ansprüche anderer bzw. sozialer Gruppen an die eigene Rolle werden erkannt, dadurch kann auch auf diese eingegangen werden (Familie, enge Bezugspersonen).

Auf der vierten Stufe ist das Handeln geprägt von internalisierten Werten und der Erkenntnis, dass soziale Normen eine wichtige Funktion für Gruppen bzw. die Gesellschaft haben. Eine strafende Instanz ist auf dieser Stufe nicht mehr notwendig.

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Kognitive Entwicklungen im Erwachsenenalter

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Der Abbau von Fähigkeiten wird oft überschätzt und viel früher angenommen. Im anstrebendem Erwachsenenalter (Pubertät) reift der präfrontale Kortex weiter heran. Auch entwickelt sich das reflektierende Denken. Problemstellungen können identifiziert und benannt, mögliche Folgen von Entscheidungen können antizipiert und abgewogen werden. Diese Art des Denkens wird postformales Denken genannt (Studie von Blouin und McKelvie S. 64).

Das hohe Erwachsenenalter (ab 65) bringt Veränderungen der Intelligenzstruktur mit sich. Bei Personen über 65 Jahren korrelieren die Leistungsniveaus verschiedener kognitiver Fähigkeiten (z.B. visuell-räumliche Fähigkeiten, Gedächtnisleistung, Wortflüssigkeit, ...) stärker miteinander als bei jüngeren Personen und nehmen auch generell ab, d.h. bei überdurchschnittlicher Gedächtnisleistung ist alles andere auch besser und umgegekehrt. Dieser Zusammenhang ist bei jüngeren Personen weniger stark gegeben. Aber allgemein nehmen die Leistungsniveaus bei Personen über 65 Jahren ab. Zudem gehen geringere visuell-räumliche Fähigkeiten mit einer geringeren Gedächtnisleistung einher. Auch neurokognitive Störungen wie Alzheimer-Demenz oder Parkinson („Schüttellähmung“) häufen sich. Diese Störungen haben eine biologische Basis und können die kognitiven und motorischen Fähigkeiten so weit einschränken, dass ein normales Leben nicht mehr möglich ist. Das ist deshalb, weil die Nervenzellen sich im Gehirn abbauen. Bei Alzheimer sind vor allem die Synapsen betroffen, was zur Folge hat, dass Neurone nicht mehr erfolgreich miteinander „kommunizieren“ können. Umweltfaktoren (Ernährung, Sport) und gezieltes Training können diesen Krankheiten entgegenwirken.

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Skripte

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Sie meinen konkrete Vorstellungen bezüglich Abläufen bei Ereignissen oder konkreten Situationen. Auch bei kleineren Abweichungen, bleibt das allgemeine „Drehbuch Konzertbesuch“ erhalten, da dieses neben Gedächtnisinhalten über die jeweilige Situation vor allem auch aus Verbindungen zwischen den Wissensstrukturen besteht.

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Semantisches Priming

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Beim semantischen Priming sind Hinweis- und Zielreiz inhaltlich miteinander verknüpft: Die Reaktion auf ein Target-Wort erfolgt schneller auf ein damit verknüpftes Wort, als auf ein Wort, das zum Target keinen Bezug hat. Ein Beispiel ist die lexikalischen Entscheidungsaufgabe, mit der anhand der Reaktionszeit auf unbewusste Vorurteile schließen kann, wodurch die Methode für die sozialpsychologische Forschung interessant wird.


Bei lexikalischem Entscheidungsaufgaben muss die Versuchsperson so schnell wie möglich entscheiden, ob eine Stimulus am Bildschirm ein Wort ist oder nicht. Wörter, die sematisch mit einem voraktivierten Kozept verknüpft sind, gibt es eine kürzere Reaktionszeit. Das bestätigt somit das Priming.
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Kognitive Wende

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Im Jahr 1948 trafen sich Wissenschafter:innen aus verschiedenen kognitionswissenschaftlichen Disziplinen (Psychologie, Informationstheorie, Linguistik, Philosophie, Neurowissenschaften und Kybernetik) im Rahmen eines von der Hixon-Stiftung finanzierten Symposiums (Zusammentreffen). Das war der Beginn einer interdisziplinären Zusammenarbeit, der heute vielfach als beginn der Kognitiven Wende angesehen wird - der Grundlage der Kognitionspsychologie.

Ein weiteres wichtiges Datum war der 11. September 1956 – das als Geburtsdatum der Kognitionswissenschaft einging – mit dem Symposium on Information Theory am MIT, bei dem Vertreter drei zentraler Disziplinen wegweisende Beiträge brachten: Psychologie (George Miller), Linguistik (Noam Chomsky), Computerwissenschaft (Allen Newell und Herbert Simon) S. 39.

Viele der damals neuen Ideen im Zusammenhang mit mentalen Repräsentationen und Problemlösen sind nach wie vor Kernelemente der heutigen Kognitiven Psychologie.

Die Kognitive Wende erfasste neben der Allgemeinen Psychologie sämtliche Teilgebiet der Psychologie bis hin zu den Anwendungsbereichen. Kognitionspsychologie ist damit – mit Beginn der 1970er Jahre – zur dominierenden Richtung innerhalb der Psychologie avanciert.

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Theory of Mind

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Kinder sind erst ab ungefähr 4 Jahren in der Lage, sich selbst und anderen mentale Zustände wie Wünsche, Überzeugungen etc. zuzuschreiben und zu verstehen, dass sich die mentalen Zustände von anderen von ihren eigenen unterscheiden können. Dieses Fähigkeit wird Theory of Mind genannt. Die Fähigkeit, anderen mentale Zustände zuzuschreiben, wird typischerweise mit der sogenannten False-Belief-Aufgabe (Maxi-Aufgabe), die von den österreichischen Psychologen Heinz Wimmer und Josef Perner entwickelt wurde, untersucht. In ihrer Studie konnten sie beweisen, dass Kinder ab 6 fähig waren, diese Aufgabe zu lösen. Der Großteil der 3-4 Jährigen scheiterte daran. Seit diesen Egebnissen wird durch gezielte Variation der False-Belief-Aufgabe experimentell untersucht, wodurch sich dieser Unterschied zwischen den Altersgruppen genau erklären lässt.

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Rationalismus: René Descartes (ca. 1596-1650)

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Rationalismus besagt, dass es neben der körperlichen Welt auch eine Welt des Verstandes gibt, wo die Vernuft regiert.

Vernunft führt zu logischer Ordnung und Vollkommenheit. Hauptmerkmal ist die Vorstellung, dass Wissen nicht durch Körperliches erfahrbar ist, weil Empfindungen als nicht vertrauenswürdige Quelle angesehen werden können, sondern ausschließlich durch die Nutzung des Verstandes erkannt werden kann.


Einer der wichtigsten Vertreter war René Descartes. Für ihn galt die Vernunft als Basis und Methode für Ekenntnisgewinn. Er lieferte einen Beitrag zur Prägung des dualistischen Menschenbildes, das gleichzeitig Verschiedenheit und Verflochtenheit von Körper und Geist betont, ein Bild, das bis heute Bestand im Denken und Sprachgebrauch hat.

Er vermutete die Verbindung der Beiden bei der Zirbeldrüse, die seiner Aufassung nach den Mechanismus darstellt, der den stofflichen Körper über Gefühle mit dem Geist verbindet.


Descartes beschäftigte, wie die Vorstellung einer körperlichen, stofflichen Welt mit der geistigen Welt, die dem stofflichen enthoben ist, in Einklang gebracht werden könne. Er war ein Verfechter davon, den menschlichen Körper als „Maschine“ zu betrachten (mechanistisches Menschenbild) und trennte zwischen intellektueller Wahrnehmung, die er als Weg zur Wahrheit betrachtete, und der sinnlichen Wahrnehmung, die er primär als vorteilhafte natürliche Funktion des menschlichen Körpers ansah.

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Dualismus vs. Monismus

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Dualismus:

Leib und Seele sind voneinander unabhängige Einheiten, Vertreter: Descartes


Monismus:

körperliche und seelische Vorgänge laufen selbständig und parallel und ohne gegenseitige Interaktion ab. Bsp: Bei Scham (Seele) Erröten die Wangen (Köper),

Sie haben den gleichen Auslöser und sind dadurch aneinander gebunden, diese beiden Prozesse sind aber unabhängig voneinander beziehungsweise laufen durch die vernünftige Ordnung der Welt ab.

Vertreter: niederländische Philosoph Baruch de Spinoza (ca. 1612-1677)

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Schemata

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Ein Schema ist eine übergeordnete Wissensstruktur, die Wissen und Erleben gliedert und somit die menschliche Wahrnehmung, Interpretation, Erinnerung und Verhalten beeinflusst. Dabei umfassen Schemata nicht nur das Wissen einer Person, sondern auch die Beziehung zwischen verschiedenen Konzepten. Schemata stellen vereinfachte Gedächtnisrepräsentationen und Auffassungen über Menschen, Gegenstände, Ereignisse usw. dar.

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Prosoziales Verhalten - Soziale-Austausch-Theorie

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Dieser Theorie nach gibt es wahren Altrusimus nicht, es gilt eher: Eine Hand wäscht die andere. Hier werden die sozialen Kosten (Zeitaufwand, Gefahr, Schmerz, Peinlichkeit, ...) mit potentiellen sozialen Belohnungen abgewägt. Soziale Belohnungen können zum Beispiel eine Erhöhung des Selbstwertgefühls, Anerkennung von der Gruppe, zukünftige Hilfe von anderen Menschen als Gegenleistung oder Reduktion von Stress sein. Die Frage, warum sich Men- schen prosozial verhalten, ist gemäß der Sozialen-Austausch-Theorie einfach zu beantworten: weil die sozialen Belohnungen in Relation zu den Kosten (Aufwand) überwiegen.

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Q:

Soziale Entwicklung in der Adoleszenz: Die Suche nach Identität

A:

Die Bildung eines kohärenten Selbstbildes, d. h. der eigenen Identität, ist eine der zentralen Aufgaben in der Adoleszenz. James Marcia widmete seine Forschung der psychosozialen Entwicklung Jugendlicher. Er postulierte ein Modell des sogenannten „Identitätsstatus“. Diese vier Identitätskategorien sind als individuelles Ergebnis der Bewältigung psychosozialer Aufgaben mit dem Ziel der Bildung einer „Ich-Identität“ zu verstehen:

  • die diffusie Identität (Identity Diffusion): haben noch kein Selbstkonzept und sich weder damit auseinandergesetzt, können also ganz unterschiedloch sein (vom Playboy bis hin zu Schizoiden-Persönlichkeitstyp)

  • die übernommene Identität (Foreclosure): Es gab keine erkennbare Identitätskrise. Andere Werte und Überzeugungen wurden unhinterfragt übernommen. Ist gekennzeichnet durch Gehorsam, Führung und Respekt gegenüber Autorisätspersonen. Das Selbstwertgefühl ist anfällig für negative Infomationen.

  • die kritische Identität (Moratorium): Identitäskrise, ungelöste Konflikte mit den Eltern und Auseinandersetzungen mit den eigenen Zielen, Werten und Überzeugungen. Gekennzeichnet durch einen hohen Grad an Exploration und niedrigen an Verbindlichkeit. Lassen sich lieber noch alle Möglichkeiten offen anstatt ihre Identität festzulegen.

  • die erarbeitende Identität (Identity Achievement): Identitätskrise wurde erfolgreich durchlaufen und ein neues Selbstbild erarbeitet. Diese Jugendliche verschreiben sich weniger autoritären Werten und ihr Selbstwertgefühl ist weniger anfällig für negative Infomationen.


(S. 69f)

Q:

Affektives Priming

A:

Die Stimmung verbessert sich, wenn man ein Babyfoto oder ein altes Urlaubsfoto sieht. Diese Form des Primings, bei der ein affektiver (emotionaler) Reiz die Verarbeitung eines anschließenden Zielreizes beeinflusst, wird affektive Priming genannt. Welchen Einfluss ein positiver oder negativer Hinweisreiz im Kontext der Bewertung von Werbeanzeigen haben kann, wurde beispielhaft von Yi untersucht.

Q:

Die Entwicklung von Moral - Konventionelles Niveau

A:

Ist gekennzeichnet vom Stellenwert der Regeln und Konventionen der Gesellschaft. Der Fokus geht weg vom Selbst – die individuellen Interessen werden denen der Gruppe untergeordnet. Vor allem ältere Kinder, Jugendliche und Erwachsene handeln und argumentieren auf dieser moralischen Ebene. Die dritte Stufe beschreibt, dass moralische Entscheidungen entsprechend des eigenen Rollenverständnisses in der Gesellschaft getroffen werden. Die moralischen Ansprüche anderer bzw. sozialer Gruppen an die eigene Rolle werden erkannt, dadurch kann auch auf diese eingegangen werden (Familie, enge Bezugspersonen).

Auf der vierten Stufe ist das Handeln geprägt von internalisierten Werten und der Erkenntnis, dass soziale Normen eine wichtige Funktion für Gruppen bzw. die Gesellschaft haben. Eine strafende Instanz ist auf dieser Stufe nicht mehr notwendig.

Q:

Kognitive Entwicklungen im Erwachsenenalter

A:

Der Abbau von Fähigkeiten wird oft überschätzt und viel früher angenommen. Im anstrebendem Erwachsenenalter (Pubertät) reift der präfrontale Kortex weiter heran. Auch entwickelt sich das reflektierende Denken. Problemstellungen können identifiziert und benannt, mögliche Folgen von Entscheidungen können antizipiert und abgewogen werden. Diese Art des Denkens wird postformales Denken genannt (Studie von Blouin und McKelvie S. 64).

Das hohe Erwachsenenalter (ab 65) bringt Veränderungen der Intelligenzstruktur mit sich. Bei Personen über 65 Jahren korrelieren die Leistungsniveaus verschiedener kognitiver Fähigkeiten (z.B. visuell-räumliche Fähigkeiten, Gedächtnisleistung, Wortflüssigkeit, ...) stärker miteinander als bei jüngeren Personen und nehmen auch generell ab, d.h. bei überdurchschnittlicher Gedächtnisleistung ist alles andere auch besser und umgegekehrt. Dieser Zusammenhang ist bei jüngeren Personen weniger stark gegeben. Aber allgemein nehmen die Leistungsniveaus bei Personen über 65 Jahren ab. Zudem gehen geringere visuell-räumliche Fähigkeiten mit einer geringeren Gedächtnisleistung einher. Auch neurokognitive Störungen wie Alzheimer-Demenz oder Parkinson („Schüttellähmung“) häufen sich. Diese Störungen haben eine biologische Basis und können die kognitiven und motorischen Fähigkeiten so weit einschränken, dass ein normales Leben nicht mehr möglich ist. Das ist deshalb, weil die Nervenzellen sich im Gehirn abbauen. Bei Alzheimer sind vor allem die Synapsen betroffen, was zur Folge hat, dass Neurone nicht mehr erfolgreich miteinander „kommunizieren“ können. Umweltfaktoren (Ernährung, Sport) und gezieltes Training können diesen Krankheiten entgegenwirken.

Q:

Skripte

A:

Sie meinen konkrete Vorstellungen bezüglich Abläufen bei Ereignissen oder konkreten Situationen. Auch bei kleineren Abweichungen, bleibt das allgemeine „Drehbuch Konzertbesuch“ erhalten, da dieses neben Gedächtnisinhalten über die jeweilige Situation vor allem auch aus Verbindungen zwischen den Wissensstrukturen besteht.

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Q:

Semantisches Priming

A:

Beim semantischen Priming sind Hinweis- und Zielreiz inhaltlich miteinander verknüpft: Die Reaktion auf ein Target-Wort erfolgt schneller auf ein damit verknüpftes Wort, als auf ein Wort, das zum Target keinen Bezug hat. Ein Beispiel ist die lexikalischen Entscheidungsaufgabe, mit der anhand der Reaktionszeit auf unbewusste Vorurteile schließen kann, wodurch die Methode für die sozialpsychologische Forschung interessant wird.


Bei lexikalischem Entscheidungsaufgaben muss die Versuchsperson so schnell wie möglich entscheiden, ob eine Stimulus am Bildschirm ein Wort ist oder nicht. Wörter, die sematisch mit einem voraktivierten Kozept verknüpft sind, gibt es eine kürzere Reaktionszeit. Das bestätigt somit das Priming.
Q:

Kognitive Wende

A:

Im Jahr 1948 trafen sich Wissenschafter:innen aus verschiedenen kognitionswissenschaftlichen Disziplinen (Psychologie, Informationstheorie, Linguistik, Philosophie, Neurowissenschaften und Kybernetik) im Rahmen eines von der Hixon-Stiftung finanzierten Symposiums (Zusammentreffen). Das war der Beginn einer interdisziplinären Zusammenarbeit, der heute vielfach als beginn der Kognitiven Wende angesehen wird - der Grundlage der Kognitionspsychologie.

Ein weiteres wichtiges Datum war der 11. September 1956 – das als Geburtsdatum der Kognitionswissenschaft einging – mit dem Symposium on Information Theory am MIT, bei dem Vertreter drei zentraler Disziplinen wegweisende Beiträge brachten: Psychologie (George Miller), Linguistik (Noam Chomsky), Computerwissenschaft (Allen Newell und Herbert Simon) S. 39.

Viele der damals neuen Ideen im Zusammenhang mit mentalen Repräsentationen und Problemlösen sind nach wie vor Kernelemente der heutigen Kognitiven Psychologie.

Die Kognitive Wende erfasste neben der Allgemeinen Psychologie sämtliche Teilgebiet der Psychologie bis hin zu den Anwendungsbereichen. Kognitionspsychologie ist damit – mit Beginn der 1970er Jahre – zur dominierenden Richtung innerhalb der Psychologie avanciert.

Q:

Theory of Mind

A:

Kinder sind erst ab ungefähr 4 Jahren in der Lage, sich selbst und anderen mentale Zustände wie Wünsche, Überzeugungen etc. zuzuschreiben und zu verstehen, dass sich die mentalen Zustände von anderen von ihren eigenen unterscheiden können. Dieses Fähigkeit wird Theory of Mind genannt. Die Fähigkeit, anderen mentale Zustände zuzuschreiben, wird typischerweise mit der sogenannten False-Belief-Aufgabe (Maxi-Aufgabe), die von den österreichischen Psychologen Heinz Wimmer und Josef Perner entwickelt wurde, untersucht. In ihrer Studie konnten sie beweisen, dass Kinder ab 6 fähig waren, diese Aufgabe zu lösen. Der Großteil der 3-4 Jährigen scheiterte daran. Seit diesen Egebnissen wird durch gezielte Variation der False-Belief-Aufgabe experimentell untersucht, wodurch sich dieser Unterschied zwischen den Altersgruppen genau erklären lässt.

Q:

Rationalismus: René Descartes (ca. 1596-1650)

A:

Rationalismus besagt, dass es neben der körperlichen Welt auch eine Welt des Verstandes gibt, wo die Vernuft regiert.

Vernunft führt zu logischer Ordnung und Vollkommenheit. Hauptmerkmal ist die Vorstellung, dass Wissen nicht durch Körperliches erfahrbar ist, weil Empfindungen als nicht vertrauenswürdige Quelle angesehen werden können, sondern ausschließlich durch die Nutzung des Verstandes erkannt werden kann.


Einer der wichtigsten Vertreter war René Descartes. Für ihn galt die Vernunft als Basis und Methode für Ekenntnisgewinn. Er lieferte einen Beitrag zur Prägung des dualistischen Menschenbildes, das gleichzeitig Verschiedenheit und Verflochtenheit von Körper und Geist betont, ein Bild, das bis heute Bestand im Denken und Sprachgebrauch hat.

Er vermutete die Verbindung der Beiden bei der Zirbeldrüse, die seiner Aufassung nach den Mechanismus darstellt, der den stofflichen Körper über Gefühle mit dem Geist verbindet.


Descartes beschäftigte, wie die Vorstellung einer körperlichen, stofflichen Welt mit der geistigen Welt, die dem stofflichen enthoben ist, in Einklang gebracht werden könne. Er war ein Verfechter davon, den menschlichen Körper als „Maschine“ zu betrachten (mechanistisches Menschenbild) und trennte zwischen intellektueller Wahrnehmung, die er als Weg zur Wahrheit betrachtete, und der sinnlichen Wahrnehmung, die er primär als vorteilhafte natürliche Funktion des menschlichen Körpers ansah.

Q:

Dualismus vs. Monismus

A:

Dualismus:

Leib und Seele sind voneinander unabhängige Einheiten, Vertreter: Descartes


Monismus:

körperliche und seelische Vorgänge laufen selbständig und parallel und ohne gegenseitige Interaktion ab. Bsp: Bei Scham (Seele) Erröten die Wangen (Köper),

Sie haben den gleichen Auslöser und sind dadurch aneinander gebunden, diese beiden Prozesse sind aber unabhängig voneinander beziehungsweise laufen durch die vernünftige Ordnung der Welt ab.

Vertreter: niederländische Philosoph Baruch de Spinoza (ca. 1612-1677)

Q:

Schemata

A:

Ein Schema ist eine übergeordnete Wissensstruktur, die Wissen und Erleben gliedert und somit die menschliche Wahrnehmung, Interpretation, Erinnerung und Verhalten beeinflusst. Dabei umfassen Schemata nicht nur das Wissen einer Person, sondern auch die Beziehung zwischen verschiedenen Konzepten. Schemata stellen vereinfachte Gedächtnisrepräsentationen und Auffassungen über Menschen, Gegenstände, Ereignisse usw. dar.

Q:

Prosoziales Verhalten - Soziale-Austausch-Theorie

A:

Dieser Theorie nach gibt es wahren Altrusimus nicht, es gilt eher: Eine Hand wäscht die andere. Hier werden die sozialen Kosten (Zeitaufwand, Gefahr, Schmerz, Peinlichkeit, ...) mit potentiellen sozialen Belohnungen abgewägt. Soziale Belohnungen können zum Beispiel eine Erhöhung des Selbstwertgefühls, Anerkennung von der Gruppe, zukünftige Hilfe von anderen Menschen als Gegenleistung oder Reduktion von Stress sein. Die Frage, warum sich Men- schen prosozial verhalten, ist gemäß der Sozialen-Austausch-Theorie einfach zu beantworten: weil die sozialen Belohnungen in Relation zu den Kosten (Aufwand) überwiegen.

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