Embryologie at Universität Wien

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Wie ist die Plazenta aufgebaut?

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Was ist die Plazentaschranke?

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Was ist die Embryogenese?

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Was ist die Plazenta?

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Wie ist der menschliche Körper in Grundzügen aufgebaut und welche Besonderheit weist dieser Aufbau auf?

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Was ist die Kapazitation?

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Was ist der Unterschied zwischen Befruchtung und Besamung?

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Wie ist ein Spermium aufgebaut?

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Was sind die Phasen der Befruchtung?

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Wie verläuft die Zellkernfusion der Gameten?

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Wie ist die Eizelle aufgebaut?

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Wie sieht der allgemeine Schwangerschaftsverlauf aus?

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Embryologie

Wie ist die Plazenta aufgebaut?

Die Plazenta ist eine fetomaternale Struktur

  • Materialer Teil:
    • Decidua basalis: Dezidua (Gebärmutterschleimhaut)
      • Plazentasepten: Ausstülpungen der Dezidua, die Septen in der Plazenta herstellt
      • Kotyleton: Bereich, der Dezidua, welche von den Plazentasepten eingeschlossen wird
  • Maternaler und fetaler Teil:
    • Intravillöser Raum: Raum der von Plazentasepten begrenzt wird, mit maternalen Blut (150l, alle 3-4 Mal ausgewechselt) gefüllt wird und in den Chorionzotten des Embryos ragen
      • Stammzotten: Fetale Arterien und Venen
      • Intermediärzotten: Fetale Artheriolen und Venolen
      • Terminalzotten (wichtigsten): Fetale Kapillaren (ab 4.Monat keine Zytotrophoblast mehr)
      • Haftzotten (extravillöser Trophoblast): Zotten gehen Verbindungen mit Dezidua ein (sorgen für Zersetzung der maternalen Blutgefäße ab 10.Woche)
  • Fetaler Teil:
    • Chorion frondosum: Chorion mit 15-20 Chorionzotten
      • fetalen Blutgefäßen
      • extraembryonalem Mesoderm: Bindegewebe
      • Zytotrophoblast (Langhanszellen)
      • Synzytiotrophoblast

Achtung: Der Chorion laeve ist kein teil der Plazenta.

  • Chorion laeve: Teil des Chorions, das von der Dezidua weg zeigt. Es besitzt zwar anfangs Chorionzotten, diese entwickeln sich später aufgrund des Druck des wachsenden Babys jedoch wieder zurück




Embryologie

Was ist die Plazentaschranke?

Unter der Plazentaschranke versteht man die unterschiedlichen Gewebsschichten der Plazenta, die den Gas- und Stoffaustausch zwischen Kind und Mutter regulieren.

Aufbau: 

  • Vor dem 4.Monat:
    • Synzytrophoblasten
    • Zytotrophoblasten
    • Basallamina der Zytotrophoblasten
    • Extraembryonales Mesoderm (Zottenstoma)
    • Basallamina der Kapillaren
    • Kapillarenepithel
  • Ab dem 4.Monat:
    • Synzytotrophoblasten
    • Basallamina der Kapillaren und des Synzytiotrophoblasten (verschmolzen)
    • Kapillarenepithel

=> Es findet keine Mischung von mütterlichem und kindlichem Blut statt!

Embryologie

Was ist die Embryogenese?

  • Synonym: embryonale Phase
  • Was entsteht: Embryo
  • Dauer: 3.SSW bis 8.SSW
  • Vorgang:
    • Gastrulation(3.Woche)
      • 17.Tag: 
      • Entstehung des Primitifstreifens (Primitifrinne) und des Primitifknotens
      • 17/19.Tag:
      • Entstehung er drei Keimblätter (Ektoderm, mesoderm, Endoderm)
      • Entstehung der Chorda dorsalis
      • Entstehung der Neuralplatte
      • Entstehung der Urkeimzellen
    • Neurulation(4.Woche)
      • Entstehung des Neuralrohrs
      • Entstehung der Neuralleiste
    • Morphogenese(4.Woche)
      • Grundform des Rumpfes entsteht (Kopf ist viel größer im vergleich zum Rumpf)
      • Kraniakaudale Faltung
      • Bilaterale Faltung
      • Entwicklung der Blutkörperchen (Erytrozyten)
    • Organogenese(2.Monat): 
      • Entstehung der Organanlagen
      • 5.Woche
      • Herz beginnt zu schlagen
      • Wirbelsäule, Nacken, Scheitel und Gehirn deuten sich an (Embryo krümmt sich weiter)
      • Extremitäten knospen sich vom Rumpf ab 
      • Gesichtszüge werden erkennbar
      • Geschlechtsorgane erkennbar
      • 8.Woche:
      • Finger und Zehenstrahlen erkennbar 
      • War von 4.SSW bis zur 8.SSW sehr empfindlich gegenüber schädlichen Stoffen

Embryologie

Was ist die Plazenta?

Die Plazenta ist ein transientes Organ, das während der Schwangerschaft im Uterus gebildet wird und den maternalen und fetalen Kreislauf miteinander verbindet (Gas- und Stoffaustausch)

=> uteroplazentale Kreislauf

  • Form: Oval, Tellerförmig
  • Größe: 20 cm
  • Dicke: 2 cm
  • Gewicht: 500g
  • Fläche: 15m^2

Embryologie

Wie ist der menschliche Körper in Grundzügen aufgebaut und welche Besonderheit weist dieser Aufbau auf?

Allgemeiner Aufbau:

  • Rumpf:
    • Kopf
    • Hals
    • Brust
  • Obere Extremitäten
  • Untere Extremitäten

Welche Besonderheiten weist dieser Aufbau auf:

  • Der Körper ist zweiseitig symmetrisch aufgebaut (rechte und linke Körperhälfte sind Spiegelbilder von einander)

=> Bilateria

  • Menschen besitzen auch eine obere Öffnung (Mund) und eine untere Öffnung (After), die durch einen Gang miteinander verbunden sind (Magen-Darm-Trakt)

=> Deutostomia

Grund für diesen charakteristischen Aufbau gibt die präzise und kontrollierten Furchenteilung der Befruchteten Eizelle bzw. Zygote.

Embryologie

Was ist die Kapazitation?

  • Wo: Gebärmutterhals
  • Verlauf: Einige Stunden nachdem die Spermien in den weiblichen Genitaltrakt gelangen werden sie verändert
    • Bestimmte Sterole (Cholesterin) und Glykoproteine werden aus der Kopfmembran des Speriums entfernt bzw. abgebaut. 
    • Bestimmte Glykoproteine aus der Samenflüssigkeit werden ebenfalls entfernt bzw. abgebaut
    • Dadurch wird die Membran zulässiger gegenüber Calcium Ionen
    • Durch den vermehrten Auftritt von Calcium Ionen, werden mehr ATP zu zyklischem AMP gespalten, wodurch die Mitochondrienaktivität angeregt wird und Motilität der Spermiengeißel verstärkt wird. 
    • Gleichzeitig wird durch die Depolarisation der Membran diverse Membranproteine aktiviert, die v.a. bei der Akrosomreaktion von großer Bedeutung sind
  • Grund: Zervixsekret, welches von den Drüsen des Gebärmutterhalses sezerniert wird. 
  • Dauer: 6-7 Stunden


Embryologie

Was ist der Unterschied zwischen Befruchtung und Besamung?

  • Besamung: Verschmelzung von Eizelle mit sPERMIUM
  • Befruchtung: Verschmelzung von Eizzellkern mit Spermiumzellkern d.h. der Vorkerne miteinander

=> Beide Vorgänge finden beim Menschen im Körperinneren (feuchtes Milieu) statt und ermöglichen so, den Spermien aktiv zur Eizelle zu schwimmen

Embryologie

Wie ist ein Spermium aufgebaut?

  • Größe: 50-60 Mikrometer
  • Kopf:
    • Haploider Zellkern
    • Akrosom (Lysosom) mit besonderen Enzymen
    • Centrosom: 2 Centriolen (Basalkörper)
    • Zellmembran
  • Rumpf:
    • Zentralen Faden (Mikrotubulus)
    • 4-5 Mitochondrien
  • Schwanz/Geißel:
    • Mikrotubuligerüst

Embryologie

Was sind die Phasen der Befruchtung?

(Eintritt der Spermien in den Genitalbereich)

  • Kapazitation
  • Anlocken der Spermien zur Oozyte
  • Akrosomreaktion
  • Verschmelzung der Membranen
  • Kortikale Reaktion

Embryologie

Wie verläuft die Zellkernfusion der Gameten?

Die zwei Vorkerne fusionieren miteinander

  • Syngamie
  • Sie kommen sich näher
  • Ihre Kernmembranen lysieren
  • Ihre Chromosomen vermischen sich 
  • Der Spindelapparat (alter Basalkörper) transportiert die 46 Chromosomen (jeweils ein Chromatid) zu den Zellpolen 
  • Die Polkörper im perivitellinen Spalt degenerieren
  • Um die Chromosomen werden dann jeweils eine Kernmembran gebildet, wodurch die ersten (zwei) diploiden Zellkerne mit Zellkernhülle der Zygote entstehen
  • Die Zygote ist nun bereit für eine weitere Teilung

Embryologie

Wie ist die Eizelle aufgebaut?

  • Größe: 0,1mm
  • Corona radiata: Extrazelluläre Matrix aus miteinander verpflechteten Granulosazellen und Hyalunoran-Polymeren (Polysaccharide)
    • Verhindert das Einnisten der Eizelle
  • Zona pellucida: Hüllschicht der Eizelle aus kubischen Granulosazellen und diversen Glykoproteinen (Rezeptor ZP3)
    • Untereinander vernetzt
    • Verhindert das Einnisten der Eizelle
    • Startet Akrosomreaktion
  • Perivitellin-Raum: Zwischenraum, in dem das erste Polkörperchen sitz
  • Oolemm: Eizellmembran
  • Ooplasma/Deutoplasma: Cytoplasma der Eizelle mit:
    • haploidem Zellkern
    • Vesikeln mit Lipiden und Albumin
    • Über Hundert Mitochondrien

Embryologie

Wie sieht der allgemeine Schwangerschaftsverlauf aus?

  • Eintritt der Spermien in den vaginal Bereich
  • Kapazitation der Spermien
  • Konzeption (Befruchtung) bzw. Imprägnation (Eintritt von Spermium in Eizelle)
  • Konjugation (Verschmelzung der Vorkerne)
  • Furchung: Von Moral zu Blastozytse (Wanderung von Eileiter zu Calum Uteri)
  • Implantation
  • Entstehung des uteroplazentaren Kreislaufs
  • Embryogenese
  • Fetogenese

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