Allgemeine 2a at Universität Ulm | Flashcards & Summaries

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Lernmaterialien für Allgemeine 2a an der Universität Ulm

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TESTE DEIN WISSEN

Zusammenfassung

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TESTE DEIN WISSEN
  • Mensch ist ein begrenzt rationales Wesen
  • Denken verläuft häufig nicht gemäß logischer Regeln
  • Systematische Urteilsverzerrungen
  • Beim komplexen Problemlösen in dynamischen Systemen scheitern Menschen besonders häufig (Dynamik, Nichtlinearität)
  • Wesentlich sind Suchprozesse in mentalen Modellen/Problemräumen, die unvollständig und fehlerhaft sein können
  • Beschränkungen der Arbeitsgedächtniskapazität verhindert Generierung vollständiger mentaler Modelle/Problemräume
  • Effiziente Strategien (Heuristiken) und gute Wissensbasis (analoger Transfer), die durch Übung erworben wurden, sind hilfreich
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TESTE DEIN WISSEN

Steuerung  Komplexer Systeme

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TESTE DEIN WISSEN
  • Typisches Szenario:
    • Vpn sollen ein komplexes System kontrollieren, d.h. einen bestimmten Zielzustand erreichen
    • Möglichkeit, Aufgabe zu üben
    • Einfluss von verbaler Instruktion auf die Steuerungsleistung
    • Erfassung der Steuerungsleistung: Erreichen des Zielzustands
    • Erfassung des verbalen Wissens
  • Typische Befunde:
    • Gute Steuerungsleistung trotz geringen verbalen Wissens
    • Kein Einfluss der verbalen Instruktion auf Steuerungsleistung
  • -> Unbewusstes Lernen von Stimulus-Handlungs-Effekt Kontingenzen (S-R-O)
  • Zuckerfabrik SzenarioBerry & Broadbent (1984)
    • Vp ist Manager einer Zuckerfabrik
    • Aufgabe: Halten eines bestimmten Niveaus der Zuckerproduktion durch Variation der Anzahl der Arbeiter
    • Zuckeroutput Funktion von
      • voriger Zuckeroutput und
      • Anzahl der Arbeiter
    • Ergebnisse
      • Gute Kontrollleistung
        • Nach 60 Übungsdurchgängen wurde die Zielgröße in 80% der letzten 5 Durchgänge erreicht
      • Schlechtes verbales Wissen
        • Fragebögen: Vp wird eine Serie von Input- und Ouput-Werten gegeben und soll den nächsten Output bei gegebenem Input angeben
        • Nur 15 % richtige Antworten (ähnlich wie ungeübte)
      • Verbale Instruktionen
        • verbessern Leistung im Fragebogen 
        • aber nicht bei der Systemkontrolle
      • Negativer Zusammenhang zwischen verbalem Wissen und Kontroll-Leistung
    • Explizites Wissen bei der Kontrollaufgabe
      • Vpn können verbale Beschreibungen produzieren, die Novizen bei der Aufgabe helfen 
        • Entwicklung eines mentalen Modells
      • Fragebogen-Leistung ist nur gut, wenn Aufgaben vorher schon bearbeitet wurden, aber keine Generalisierung auf neue Aufgaben
      • Explizites Wissen hängt von der Salienz der InputOutput-Relation ab
        • Kein explizites Wissen bei geringer Salienz, wenn der Input den Output erst im nächsten Durchgang erzeugt
    • Zwei Lernmodi bei der Kontrollaufgabe 
      • Impliziter oder unselektiver Lernmodus: Abspeichern der Kontingenzen zwischen allen Variablen des Systems in non-verbaler Form
      • Expliziter oder selektiver Lernmodus: Abspeichern der Kontingenzen von ausgewählten Schlüssel-Variablen in verbal-symbolischer Form
      • Beide Lernmodi tragen zur Leistung in unterschiedlichem Ausmaß bei
    • Kritik am Paradigma der impliziten Kontrolle komplexer Systeme
      • Lernen ist nicht inzidentiell, da Vpn System kontrollieren sollen -> eigentlich kein implizites Lernen
      • Großer Anteil des Wissens ist doch bewusst
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TESTE DEIN WISSEN

Arbeitsgedächtnis Zusammenfassung

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TESTE DEIN WISSEN
  • Mehrkomponentenmodell bestehend aus Speichersystemen und zentraler Exekutive bestätigt
  • Vermutlich neben verbalem, räumlichen und objektspezifischen auch andere dimensionsspezifische Speichersysteme z.B. für Gesichter oder Wortbedeutungen
  • Keine zwingende Evidenz für den episodischen Speicher
  • Bedeutung für klinische Psychologie/Psychiatrie
  • Wichtig auch für technische Anwendungen
    • Vermeidung von Überlastung des Arbeitsgedächtnisses!!
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TESTE DEIN WISSEN

Dissoziation zwischen deklarativem und prozeduralem (nicht-deklarativem) Gedächtnis

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TESTE DEIN WISSEN
  • Bewusste Erinnerung an Episoden ist beeinträchtigt
  • Motorische Fertigkeiten wie Spiegelschriftschreiben können erlernt werden


Deklaratives Gedächtnis ist lokalisierbar

  • Stützung eines lokalisationistischen Ansatzes des Gedächtnisses
    • Der Fall HM zeigt, dass eine spezifische Hirnstruktur, der Hippocampus, für deklaratives Gedächtnis wichtig ist
  • Falsifikation eines holistischen Ansatzes (Lashley, 1950):
    • Gedächtnisengramme sind holistisch über den Kortex verteilt
    • Prinzip der Massenaktion: Gehirn agiert als ganzes beim Lernen


Einteilung des expliziten Langzeitgedächtnisses (Tulving, 1972)

  • Endel Tulving (1927- ): kanadischer Psychologe
  • Episodisches Gedächtnis
    • Persönliche Erlebnisse zu einer bestimmten Zeit an einem bestimmten Ort
    • Autobiographische Erinnerungen
  • Semantisches Gedächtnis
    • Begriffe
    • Wortbedeutungen
    • Fakten
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TESTE DEIN WISSEN

Assoziative Präferenzen

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TESTE DEIN WISSEN

Assoziative Präferenzen bei der CS-US Zusammengehörigkeit

  • Manche CS sind leichter mit einem gegebenen US kombinierbar
  • Annahme einer biologischen Disposition der Assoziierbarkeit von Stimuli


Konditionieren einer Geschmacksaversion (assoziative Bevorzugungen)

  • Durstige Ratten konnten Wasser trinken
  • Zusammengesetzter CS
    • CS1: süßer Geschmack des Wassers
    • CS2: Licht und Tonreiz
  • Zwei US in verschiedenen Gruppen:
    • US1: Injektion eines Mittels, das Übelkeit und Erbrechen verursacht
    • US2: leichter Stromschlag
  • CR: Vermeidung Wasser zu trinken
  • Süßer Geschmack (CS1) kombiniert mit Übelkeit (US1) reduzierte Wassertrinken (Geschmacksaversion)
  • Audiovisueller Reiz (CS2) kombiniert mit Schock (US2) reduzierte Wassertrinken
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TESTE DEIN WISSEN

Beobachtungslernen (soziales Lernen)

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TESTE DEIN WISSEN
  • Beobachtetes Verhalten einer anderen Person wird imitiert (Modell-Lernen)
  • Imitation auch ohne eigene Verstärkung
  • Imitation insbesondere, wenn Modell belohnt wird (stellvertretende Verstärkung)
  • Kognitives Lernen: Aufbauen einer mentalen Repräsentation des Gelernten
  • Soziale Lerntheorie von Bandura (1976)
    • Lernen am Modell
    • Sozialer Status des Modells erhöht die Wahrscheinlichkeit der Imitation
    • Erwerb von Strategien und Regeln im Umgang mit komplexen Situationen durch Beobachtung des Modells
    • Antizipation der Konsequenzen des imitierten Verhaltens
  • Die Bobo Doll Experimente
    • Positive Verstärkung: Kind wird vom Erwachsenen gelobt
    • Bestrafung: Kind wird vom Erwachsenen getadelt
    • Neutrale Bedingung: Keine Konsequenz für Modell
    • Kinder kommen in Nebenraum mit der Puppe
    • Kinder zeigen in der positiven Verstärkungsgruppe häufiger aggressives Verhalten
    • -> Antizipierte Konsequenzen sind für soziales Lernen
      wichtig
  • Beobachtungslernen und Spiegelneurone (mirror neurons)
    • Beobachtung von Handlungen anderer aktiviert bestimmte motorische Neurone (Spiegelneurone, SN) im prämotorischen Kortex, die auch bei der Handlungsausführung aktiv sind
    • Handlungsbeobachtung aktiviert das Spiegelneuronensystem, insbesondere wenn imitiert werden soll
    • Beobachtungslernen gründet in einer internen Simulation von Handlungen im Motorsystem durch Beobachtung (Spiegelneurone)
    • Expression des Gelernten ist abhängig von erwarteten Handlungskonsequenzen (Belohnung vs. Bestrafung)
    • -> Instrumentelles Lernen
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TESTE DEIN WISSEN

Implizites Lernen

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TESTE DEIN WISSEN
  • Definition:
    • Erwerb von strukturellen Beziehungen zwischen Reizen
    • Erwerb ist beiläufig (inzidentiell) und nicht beabsichtigt
    • Testphase kann intentionalen Gedächtnisabruf erfordern oder nicht
    • Lernen ist unbewusst
    • Wissen ist unbewusst bzw. nicht verbalisierbar
    • -> Erwerb assoziativer Strukturen aufgrund von wiederholter Erfahrung von Kontingenzen (statistisches Lernen)
  • Steuerung komplexer Systeme
  • Implizites Grammatiklernen
  • Implizites Sequenzlernen

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TESTE DEIN WISSEN

Erwerb Konditionierter Reaktionen

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TESTE DEIN WISSEN

Erwerb hängt stark vom zeitlichen Intervall von CS und US ab -> bei 300 bis 400 ms Abstand am besten

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TESTE DEIN WISSEN

Lernen

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TESTE DEIN WISSEN
  • = langfristige Veränderung im Verhaltenspotenzial als Ergebnis von Erfahrungen
  • Wichtig: Abgrenzung zu biologischen Reifungsprozessen
  • Lernen als Bildung von neuen Assoziationen: Aristoteles:
    • räumlich-zeitlich Kontiguität (besonders wichtig für die Theoriebildung) -> bestimmte Ereignisse treffen räumlich und zeitlich zusammen -> Verknüpfung von Ereignissen
    • Ähnlichkeit
    • Kontrast

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TESTE DEIN WISSEN

Instrumentelles Lernen

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TESTE DEIN WISSEN
  • Lernprozesse hängen von Ereignissen ab, die einer Reaktion folgen -> nicht nur von Verstärkung (Konditionierung)
  • Unterschied zum klassischen Konditionieren, bei dem US als bedeutsames Ereignis unabhängig von der CR vorkommt
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TESTE DEIN WISSEN

Gemeinsamkeiten Instrumentelles Lernen und Konditionierung

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TESTE DEIN WISSEN

Unterschiede:

  • Instrumentelles Lernen: Lernprozesse hängen von Ereignissen ab, die einer Reaktion folgen (Verstärker). Lernen zielt darauf ab, durch Verhaltensänderung den Verstärker mit hoher Wahrscheinlichkeit zu erhalten.
  • Klassisches Konditionieren: Der US als bedeutsames Ereignis kommt unabhängig von der CR  vor.


Gemeinsamkeiten

  • Basaler Lernmechanismus, der bei vielen Tieren inklusive dem Menschen vorkommt.
  • Lernen ist durch äußere Ereignisse gesteuert (Verstärker bzw. US)
  • Generalisierung des Gelernten auf ähnliche Reize (aber Diskriminationslernen möglich)
  • Extinktion des Gelernten, wenn Ereignisse (Verstärker/US) nicht mehr eintreten
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TESTE DEIN WISSEN

Bedeutung des Arbeitsgedächtnisses

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TESTE DEIN WISSEN
  • Sprache
  • Problemlösen
  • Handlungsplanung
  • Grundlage für Intelligenz

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  • 94211 Karteikarten
  • 1176 Studierende
  • 42 Lernmaterialien

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Q:

Zusammenfassung

A:
  • Mensch ist ein begrenzt rationales Wesen
  • Denken verläuft häufig nicht gemäß logischer Regeln
  • Systematische Urteilsverzerrungen
  • Beim komplexen Problemlösen in dynamischen Systemen scheitern Menschen besonders häufig (Dynamik, Nichtlinearität)
  • Wesentlich sind Suchprozesse in mentalen Modellen/Problemräumen, die unvollständig und fehlerhaft sein können
  • Beschränkungen der Arbeitsgedächtniskapazität verhindert Generierung vollständiger mentaler Modelle/Problemräume
  • Effiziente Strategien (Heuristiken) und gute Wissensbasis (analoger Transfer), die durch Übung erworben wurden, sind hilfreich
Q:

Steuerung  Komplexer Systeme

A:
  • Typisches Szenario:
    • Vpn sollen ein komplexes System kontrollieren, d.h. einen bestimmten Zielzustand erreichen
    • Möglichkeit, Aufgabe zu üben
    • Einfluss von verbaler Instruktion auf die Steuerungsleistung
    • Erfassung der Steuerungsleistung: Erreichen des Zielzustands
    • Erfassung des verbalen Wissens
  • Typische Befunde:
    • Gute Steuerungsleistung trotz geringen verbalen Wissens
    • Kein Einfluss der verbalen Instruktion auf Steuerungsleistung
  • -> Unbewusstes Lernen von Stimulus-Handlungs-Effekt Kontingenzen (S-R-O)
  • Zuckerfabrik SzenarioBerry & Broadbent (1984)
    • Vp ist Manager einer Zuckerfabrik
    • Aufgabe: Halten eines bestimmten Niveaus der Zuckerproduktion durch Variation der Anzahl der Arbeiter
    • Zuckeroutput Funktion von
      • voriger Zuckeroutput und
      • Anzahl der Arbeiter
    • Ergebnisse
      • Gute Kontrollleistung
        • Nach 60 Übungsdurchgängen wurde die Zielgröße in 80% der letzten 5 Durchgänge erreicht
      • Schlechtes verbales Wissen
        • Fragebögen: Vp wird eine Serie von Input- und Ouput-Werten gegeben und soll den nächsten Output bei gegebenem Input angeben
        • Nur 15 % richtige Antworten (ähnlich wie ungeübte)
      • Verbale Instruktionen
        • verbessern Leistung im Fragebogen 
        • aber nicht bei der Systemkontrolle
      • Negativer Zusammenhang zwischen verbalem Wissen und Kontroll-Leistung
    • Explizites Wissen bei der Kontrollaufgabe
      • Vpn können verbale Beschreibungen produzieren, die Novizen bei der Aufgabe helfen 
        • Entwicklung eines mentalen Modells
      • Fragebogen-Leistung ist nur gut, wenn Aufgaben vorher schon bearbeitet wurden, aber keine Generalisierung auf neue Aufgaben
      • Explizites Wissen hängt von der Salienz der InputOutput-Relation ab
        • Kein explizites Wissen bei geringer Salienz, wenn der Input den Output erst im nächsten Durchgang erzeugt
    • Zwei Lernmodi bei der Kontrollaufgabe 
      • Impliziter oder unselektiver Lernmodus: Abspeichern der Kontingenzen zwischen allen Variablen des Systems in non-verbaler Form
      • Expliziter oder selektiver Lernmodus: Abspeichern der Kontingenzen von ausgewählten Schlüssel-Variablen in verbal-symbolischer Form
      • Beide Lernmodi tragen zur Leistung in unterschiedlichem Ausmaß bei
    • Kritik am Paradigma der impliziten Kontrolle komplexer Systeme
      • Lernen ist nicht inzidentiell, da Vpn System kontrollieren sollen -> eigentlich kein implizites Lernen
      • Großer Anteil des Wissens ist doch bewusst
Q:

Arbeitsgedächtnis Zusammenfassung

A:
  • Mehrkomponentenmodell bestehend aus Speichersystemen und zentraler Exekutive bestätigt
  • Vermutlich neben verbalem, räumlichen und objektspezifischen auch andere dimensionsspezifische Speichersysteme z.B. für Gesichter oder Wortbedeutungen
  • Keine zwingende Evidenz für den episodischen Speicher
  • Bedeutung für klinische Psychologie/Psychiatrie
  • Wichtig auch für technische Anwendungen
    • Vermeidung von Überlastung des Arbeitsgedächtnisses!!
Q:

Dissoziation zwischen deklarativem und prozeduralem (nicht-deklarativem) Gedächtnis

A:
  • Bewusste Erinnerung an Episoden ist beeinträchtigt
  • Motorische Fertigkeiten wie Spiegelschriftschreiben können erlernt werden


Deklaratives Gedächtnis ist lokalisierbar

  • Stützung eines lokalisationistischen Ansatzes des Gedächtnisses
    • Der Fall HM zeigt, dass eine spezifische Hirnstruktur, der Hippocampus, für deklaratives Gedächtnis wichtig ist
  • Falsifikation eines holistischen Ansatzes (Lashley, 1950):
    • Gedächtnisengramme sind holistisch über den Kortex verteilt
    • Prinzip der Massenaktion: Gehirn agiert als ganzes beim Lernen


Einteilung des expliziten Langzeitgedächtnisses (Tulving, 1972)

  • Endel Tulving (1927- ): kanadischer Psychologe
  • Episodisches Gedächtnis
    • Persönliche Erlebnisse zu einer bestimmten Zeit an einem bestimmten Ort
    • Autobiographische Erinnerungen
  • Semantisches Gedächtnis
    • Begriffe
    • Wortbedeutungen
    • Fakten
Q:

Assoziative Präferenzen

A:

Assoziative Präferenzen bei der CS-US Zusammengehörigkeit

  • Manche CS sind leichter mit einem gegebenen US kombinierbar
  • Annahme einer biologischen Disposition der Assoziierbarkeit von Stimuli


Konditionieren einer Geschmacksaversion (assoziative Bevorzugungen)

  • Durstige Ratten konnten Wasser trinken
  • Zusammengesetzter CS
    • CS1: süßer Geschmack des Wassers
    • CS2: Licht und Tonreiz
  • Zwei US in verschiedenen Gruppen:
    • US1: Injektion eines Mittels, das Übelkeit und Erbrechen verursacht
    • US2: leichter Stromschlag
  • CR: Vermeidung Wasser zu trinken
  • Süßer Geschmack (CS1) kombiniert mit Übelkeit (US1) reduzierte Wassertrinken (Geschmacksaversion)
  • Audiovisueller Reiz (CS2) kombiniert mit Schock (US2) reduzierte Wassertrinken
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Q:

Beobachtungslernen (soziales Lernen)

A:
  • Beobachtetes Verhalten einer anderen Person wird imitiert (Modell-Lernen)
  • Imitation auch ohne eigene Verstärkung
  • Imitation insbesondere, wenn Modell belohnt wird (stellvertretende Verstärkung)
  • Kognitives Lernen: Aufbauen einer mentalen Repräsentation des Gelernten
  • Soziale Lerntheorie von Bandura (1976)
    • Lernen am Modell
    • Sozialer Status des Modells erhöht die Wahrscheinlichkeit der Imitation
    • Erwerb von Strategien und Regeln im Umgang mit komplexen Situationen durch Beobachtung des Modells
    • Antizipation der Konsequenzen des imitierten Verhaltens
  • Die Bobo Doll Experimente
    • Positive Verstärkung: Kind wird vom Erwachsenen gelobt
    • Bestrafung: Kind wird vom Erwachsenen getadelt
    • Neutrale Bedingung: Keine Konsequenz für Modell
    • Kinder kommen in Nebenraum mit der Puppe
    • Kinder zeigen in der positiven Verstärkungsgruppe häufiger aggressives Verhalten
    • -> Antizipierte Konsequenzen sind für soziales Lernen
      wichtig
  • Beobachtungslernen und Spiegelneurone (mirror neurons)
    • Beobachtung von Handlungen anderer aktiviert bestimmte motorische Neurone (Spiegelneurone, SN) im prämotorischen Kortex, die auch bei der Handlungsausführung aktiv sind
    • Handlungsbeobachtung aktiviert das Spiegelneuronensystem, insbesondere wenn imitiert werden soll
    • Beobachtungslernen gründet in einer internen Simulation von Handlungen im Motorsystem durch Beobachtung (Spiegelneurone)
    • Expression des Gelernten ist abhängig von erwarteten Handlungskonsequenzen (Belohnung vs. Bestrafung)
    • -> Instrumentelles Lernen
Q:

Implizites Lernen

A:
  • Definition:
    • Erwerb von strukturellen Beziehungen zwischen Reizen
    • Erwerb ist beiläufig (inzidentiell) und nicht beabsichtigt
    • Testphase kann intentionalen Gedächtnisabruf erfordern oder nicht
    • Lernen ist unbewusst
    • Wissen ist unbewusst bzw. nicht verbalisierbar
    • -> Erwerb assoziativer Strukturen aufgrund von wiederholter Erfahrung von Kontingenzen (statistisches Lernen)
  • Steuerung komplexer Systeme
  • Implizites Grammatiklernen
  • Implizites Sequenzlernen

Q:

Erwerb Konditionierter Reaktionen

A:

Erwerb hängt stark vom zeitlichen Intervall von CS und US ab -> bei 300 bis 400 ms Abstand am besten

Q:

Lernen

A:
  • = langfristige Veränderung im Verhaltenspotenzial als Ergebnis von Erfahrungen
  • Wichtig: Abgrenzung zu biologischen Reifungsprozessen
  • Lernen als Bildung von neuen Assoziationen: Aristoteles:
    • räumlich-zeitlich Kontiguität (besonders wichtig für die Theoriebildung) -> bestimmte Ereignisse treffen räumlich und zeitlich zusammen -> Verknüpfung von Ereignissen
    • Ähnlichkeit
    • Kontrast

Q:

Instrumentelles Lernen

A:
  • Lernprozesse hängen von Ereignissen ab, die einer Reaktion folgen -> nicht nur von Verstärkung (Konditionierung)
  • Unterschied zum klassischen Konditionieren, bei dem US als bedeutsames Ereignis unabhängig von der CR vorkommt
Q:

Gemeinsamkeiten Instrumentelles Lernen und Konditionierung

A:

Unterschiede:

  • Instrumentelles Lernen: Lernprozesse hängen von Ereignissen ab, die einer Reaktion folgen (Verstärker). Lernen zielt darauf ab, durch Verhaltensänderung den Verstärker mit hoher Wahrscheinlichkeit zu erhalten.
  • Klassisches Konditionieren: Der US als bedeutsames Ereignis kommt unabhängig von der CR  vor.


Gemeinsamkeiten

  • Basaler Lernmechanismus, der bei vielen Tieren inklusive dem Menschen vorkommt.
  • Lernen ist durch äußere Ereignisse gesteuert (Verstärker bzw. US)
  • Generalisierung des Gelernten auf ähnliche Reize (aber Diskriminationslernen möglich)
  • Extinktion des Gelernten, wenn Ereignisse (Verstärker/US) nicht mehr eintreten
Q:

Bedeutung des Arbeitsgedächtnisses

A:
  • Sprache
  • Problemlösen
  • Handlungsplanung
  • Grundlage für Intelligenz

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