Körperverletzungsdelikte at Universität Tübingen | Flashcards & Summaries

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TESTE DEIN WISSEN

Können ärztliche Instrumente als gefährliches Werkzeug i.S.d. § 224 I 2 angesehen werden?

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TESTE DEIN WISSEN

Nein, diesen fehlt der Angriffs- o. Verteidigungscharakter


-> Aber NUR bei bestimmungsgemäßer Verwendung + durch eine dafür qualifizierte Heilperson  !!!

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TESTE DEIN WISSEN

Setzt die "gemeinschaftliche Begehungsweise" in § 224 I 3 ein mittäterschaftliches Handeln voraus?

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TESTE DEIN WISSEN

Nein


1. Wortlaut verweist auf § 28 II: "Beteiligten"

2. erhöhte Gefahr durch mehrere Personen


-> nur gemeinsames Auftreten erforderlich

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TESTE DEIN WISSEN

Muss bei § 224 I Nr. 1 das Gift erhebliche Gesundheitsschäden hervorrufen?

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TESTE DEIN WISSEN

a.A.: Stoff muss sogar geeignet sein, eine Körperverletzung i.S.d. § 226 zu bewirken 


h.M.: 

systematischen Auslegung = erheblich (+)

-> Da auch gefährliche Werkzeug i.S.v. § 224 I Nr. 2 geeignet sein muss, erhebliche Verletzungen hervorzurufen =

 Wertungswiderspruch, wenn  Gift eine solche Eignung nicht aufweisen müsste

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Schema zu § 225

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TESTE DEIN WISSEN

I. Grundtatbestand § 223

II. Qualifikationstatbestand § 225 I Nr. 1-4

1. TB

a) Tatobjekt (Person unter 18 etc.)

b) Tauglicher Täter (Schutzverhältnis  1-4 zu Opfer)

c) Tathandlung (quälen etc.)

d) Vorsatz a-c + böswillig


2. RW

3. Schuld

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TESTE DEIN WISSEN

Wonach bestimmt sich die Wichtigkeit eines Gliedes nach § 226 I?

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TESTE DEIN WISSEN

1. allgemeiner Bedeutung für den Gesamtorganismus.


2. Die Sondereigenschaften des Opfers 

Bsp.: Für einen Konzertpianisten stellt auch der kleine Finger ein wichtiges Glied dar

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TESTE DEIN WISSEN

Wann ist ein Verlust eines Glieds ist nicht gegeben nach § 226 I?

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TESTE DEIN WISSEN

Kein Verlust, wenn Wiederherstellung ohne unzumutbares Risiko möglich ist

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TESTE DEIN WISSEN

Kommt eine versuchte Erfolgsqualifikation bei § 226 I in Betracht?

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TESTE DEIN WISSEN

ja

wenn der Täter mit Vorsatz hinsichtlich der schweren Folge handelt, diese jedoch nicht eintritt. 


NUR VORSÄTZLICH!

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TESTE DEIN WISSEN

Ist bei § 226 I ein erfolgsqualifizierter Versuch möglich ?

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TESTE DEIN WISSEN

ja, wenn die schwere Folge beim Versuch des Grunddelikts eintritt.

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Schema des § 226 I?

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TESTE DEIN WISSEN

1. Tatbestand

   a.  Grundtatbestand § 223

      aa. Obj. TB

      bb. Subj. TB

    b. Schwere Folge i.S.d. § 226

      aa. Eintritt einer schweren Folge

          (1) Nr. 1

          (2) Nr. 2

          (3) Nr. 3

      bb. Kausalität zwischen Handlung und schwerer Folge 

      cc. Sorgfaltspflichtverletzung, d.h. mindestens Fahrlässigkeit; diese liegt grundsätzlich in der Verwirklichung des Grundtatbestandes 

      dd. Obj. Zurechnung

      ee. Spezif. Gefahrzusammenhang zw. Grunddelikt und schwerer Folge 

2. Rechtswidrigkeit 

3. Schuld 

4. Strafzumessungsregel, § 226 III: Minder schwerer Fall

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Schema zu § 226 II?

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TESTE DEIN WISSEN

1. Tatbestand 

   a. Objektiver Tatbestand 

      aa. Grundtatbestand des § 223 

      bb. Schwere Folge i.S.d. § 226 (vgl. I, jedoch ohne Sorgfaltspflichtverletzung

   b. Subjektiver Tatbestand 

      aa. Vorsatz bzgl. des Grundtatbestands des § 223 

      bb. Absicht oder Wissentlichkeit bzgl. der schweren Folge i.S.d. § 226 

2. Rechtswidrigkeit 

3. Schuld 

4. Strafzumessungsregel, § 226 III: Minder schwerer Fall

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Schema § 227?

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I. Tatbestand 

   1. Verwirklichung des Grundtatbestands (§ 223): 

      a. Objektiver Tatbestand: Körperliche Misshandlung (Var. 1) oder Gesundheitsschädigung (Var. 2) 

      b. Subjektiver Tatbestand: Vorsatz 


    2. Schwere Folge i.S.d. § 18 

      a. Eintritt der schweren Folge: Tod 

      b. Kausalität zwischen Handlung und schwerer Folge. 

   c. Fahrlässigkeit hinsichtl. schweren Folge i.S.d. § 18. 

Diese ist grundsätzlich in der vorsätzlichen Verletzungshandlung, d.h. der Verwirklichung des Grundtatbestandes, zu sehen. 

   d. Obj. Zurechenbarkeit

e. spezifische Gefahrzusammenhang (str.)


2. Rechtswidrigkeit 

3. Schuld 

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TESTE DEIN WISSEN

Ist bei § 227 beim spezifische Gefahrzusammenhang auf den konkreten Körperverletzungserfolg abzustellen oder auch auf die der Körperverletzungshandlung innewohnende Gefahr?

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TESTE DEIN WISSEN

h.M.: Anknüpfung an Körperverl. handlung ausreichend = § 227 (+)

  • tödl. Gefahr wurzelt oft schon i.d. konkreten Begehungsweise
  • § 227 bezieht sich auch auf die in § 223 II normierte Versuchsstrafbarkeit


Letalitätslehre: Tod muss in umittelbarem Zsm.hang zum Körperverl.erfolg stehen

§ 227 (-), aber: § 223 in Tateinheit mit § 222 

  • restriktive Tatbestandsauslegung 


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Beispielhafte Karteikarten für deinen Körperverletzungsdelikte Kurs an der Universität Tübingen - von Kommilitonen auf StudySmarter erstellt!

Q:

Können ärztliche Instrumente als gefährliches Werkzeug i.S.d. § 224 I 2 angesehen werden?

A:

Nein, diesen fehlt der Angriffs- o. Verteidigungscharakter


-> Aber NUR bei bestimmungsgemäßer Verwendung + durch eine dafür qualifizierte Heilperson  !!!

Q:

Setzt die "gemeinschaftliche Begehungsweise" in § 224 I 3 ein mittäterschaftliches Handeln voraus?

A:

Nein


1. Wortlaut verweist auf § 28 II: "Beteiligten"

2. erhöhte Gefahr durch mehrere Personen


-> nur gemeinsames Auftreten erforderlich

Q:

Muss bei § 224 I Nr. 1 das Gift erhebliche Gesundheitsschäden hervorrufen?

A:

a.A.: Stoff muss sogar geeignet sein, eine Körperverletzung i.S.d. § 226 zu bewirken 


h.M.: 

systematischen Auslegung = erheblich (+)

-> Da auch gefährliche Werkzeug i.S.v. § 224 I Nr. 2 geeignet sein muss, erhebliche Verletzungen hervorzurufen =

 Wertungswiderspruch, wenn  Gift eine solche Eignung nicht aufweisen müsste

Q:

Schema zu § 225

A:

I. Grundtatbestand § 223

II. Qualifikationstatbestand § 225 I Nr. 1-4

1. TB

a) Tatobjekt (Person unter 18 etc.)

b) Tauglicher Täter (Schutzverhältnis  1-4 zu Opfer)

c) Tathandlung (quälen etc.)

d) Vorsatz a-c + böswillig


2. RW

3. Schuld

Q:

Wonach bestimmt sich die Wichtigkeit eines Gliedes nach § 226 I?

A:

1. allgemeiner Bedeutung für den Gesamtorganismus.


2. Die Sondereigenschaften des Opfers 

Bsp.: Für einen Konzertpianisten stellt auch der kleine Finger ein wichtiges Glied dar

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Q:

Wann ist ein Verlust eines Glieds ist nicht gegeben nach § 226 I?

A:

Kein Verlust, wenn Wiederherstellung ohne unzumutbares Risiko möglich ist

Q:

Kommt eine versuchte Erfolgsqualifikation bei § 226 I in Betracht?

A:

ja

wenn der Täter mit Vorsatz hinsichtlich der schweren Folge handelt, diese jedoch nicht eintritt. 


NUR VORSÄTZLICH!

Q:

Ist bei § 226 I ein erfolgsqualifizierter Versuch möglich ?

A:

ja, wenn die schwere Folge beim Versuch des Grunddelikts eintritt.

Q:

Schema des § 226 I?

A:

1. Tatbestand

   a.  Grundtatbestand § 223

      aa. Obj. TB

      bb. Subj. TB

    b. Schwere Folge i.S.d. § 226

      aa. Eintritt einer schweren Folge

          (1) Nr. 1

          (2) Nr. 2

          (3) Nr. 3

      bb. Kausalität zwischen Handlung und schwerer Folge 

      cc. Sorgfaltspflichtverletzung, d.h. mindestens Fahrlässigkeit; diese liegt grundsätzlich in der Verwirklichung des Grundtatbestandes 

      dd. Obj. Zurechnung

      ee. Spezif. Gefahrzusammenhang zw. Grunddelikt und schwerer Folge 

2. Rechtswidrigkeit 

3. Schuld 

4. Strafzumessungsregel, § 226 III: Minder schwerer Fall

Q:

Schema zu § 226 II?

A:

1. Tatbestand 

   a. Objektiver Tatbestand 

      aa. Grundtatbestand des § 223 

      bb. Schwere Folge i.S.d. § 226 (vgl. I, jedoch ohne Sorgfaltspflichtverletzung

   b. Subjektiver Tatbestand 

      aa. Vorsatz bzgl. des Grundtatbestands des § 223 

      bb. Absicht oder Wissentlichkeit bzgl. der schweren Folge i.S.d. § 226 

2. Rechtswidrigkeit 

3. Schuld 

4. Strafzumessungsregel, § 226 III: Minder schwerer Fall

Q:

Schema § 227?

A:

I. Tatbestand 

   1. Verwirklichung des Grundtatbestands (§ 223): 

      a. Objektiver Tatbestand: Körperliche Misshandlung (Var. 1) oder Gesundheitsschädigung (Var. 2) 

      b. Subjektiver Tatbestand: Vorsatz 


    2. Schwere Folge i.S.d. § 18 

      a. Eintritt der schweren Folge: Tod 

      b. Kausalität zwischen Handlung und schwerer Folge. 

   c. Fahrlässigkeit hinsichtl. schweren Folge i.S.d. § 18. 

Diese ist grundsätzlich in der vorsätzlichen Verletzungshandlung, d.h. der Verwirklichung des Grundtatbestandes, zu sehen. 

   d. Obj. Zurechenbarkeit

e. spezifische Gefahrzusammenhang (str.)


2. Rechtswidrigkeit 

3. Schuld 

Q:

Ist bei § 227 beim spezifische Gefahrzusammenhang auf den konkreten Körperverletzungserfolg abzustellen oder auch auf die der Körperverletzungshandlung innewohnende Gefahr?

A:

h.M.: Anknüpfung an Körperverl. handlung ausreichend = § 227 (+)

  • tödl. Gefahr wurzelt oft schon i.d. konkreten Begehungsweise
  • § 227 bezieht sich auch auf die in § 223 II normierte Versuchsstrafbarkeit


Letalitätslehre: Tod muss in umittelbarem Zsm.hang zum Körperverl.erfolg stehen

§ 227 (-), aber: § 223 in Tateinheit mit § 222 

  • restriktive Tatbestandsauslegung 


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