Klinische Psychologie II at Universität Salzburg | Flashcards & Summaries

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Lernmaterialien für Klinische Psychologie II an der Universität Salzburg

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TESTE DEIN WISSEN

Wann wird Angst zur Krankheit?

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TESTE DEIN WISSEN
  • Wenn sie unangemessen stark oder anhaltend ist
  • wenn sie ohne ausreichenden Grund auftritt
  • wenn sie nicht mehr kontrolliert oder ausgehalten werden kann
  • wenn sie Leid verursacht und das Leben einschränkt
  • wenn typische Symptommuster vorliegen!
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TESTE DEIN WISSEN

Fundamentale Emotionen nach Ekman

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TESTE DEIN WISSEN
  • Angst – Traurigkeit – Ärger – Freude – Ekel – Überraschung (+ evtl. Verachtung)
  • Transkulturell uniformes Auftreten → angeboren, „Basic emotion modules“
  • Ekman‘s Mikro-Expression Training Tool 
  • Serie „Lie to me“ (1./2. Staffel)
    1. „Diskrete Emotionsmodelle“, daneben auch dimensionale Emotionsmodelle, z.B.
      • Circumplex-Modell: Arousal (deaktiviert bis sehr aktiviert) vs. Valenz (angenehm bis unangenehm)
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Was sind Emotionen?

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TESTE DEIN WISSEN
  • Charles Darwin (1872) („evolutionäre Definition”):   Verhaltensmuster und psychische Zustände, die als Anpassungsleistung auf bestimmte Situationen durch natürliche Selektion entstanden sind und dem Überleben des Individuums und der Spezies dienen
  • Klaus Scherer, Uni Genf („Bewertungstheorie der Emotion”)
    1. Emotionen von spezifischen Situationsbewertungen hervorgerufen; Denken und Fühlen eng gekoppelt; individuelle kognitive Einschätzungen einer Situation beeinflusst Emotion
    2. erklärt intraindividuelle Unterschiede in emotionalen Reaktionen (inkl. phobischer Reaktionen)
    3. Funktional: temporäre Synchronisation organismischer Subsysteme:
      • Kognition: „Das ist gefährlich für mich!“
      • physiologische Aktivierung: Herzklopfen, Schwitzen etc.
      • Motivation: Vermeiden
      • Motorischer Ausdruck: Mimik, Anspannung, Weggehen
      • Subjektives Erleben: dumpfes Gefühl im Bauch
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Drei-Ebenen-Modell der Angstreaktion

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  • Körper: Herzklopfen, Atmung, Muskelanspannung
  • Denken: Gefahr, „schaffe es nicht“
  • Verhalten: Weglaufen, Kämpfen, „Schreckstarre“
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Zweifaktorentheorie der Angstentstehung

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TESTE DEIN WISSEN

1. Phobische Reize werden aversiv durch Kopplung mit negativem Ereignis (Trauma?)

John B. Watson, Little Albert

Shuttle Box nach Miller & Mowrer

2. Vermeidungsverhalten wird durch Angstreduktion (negative Verstärkung) aufrechterhalten, dadurch keine Extinktion: CR wird nicht gelöscht

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Codierung nach ICD-10 entsprechend dem phobischen Stimulus

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  • F40.218 Tier Typ (z.B. Spinnen, Insekten, Hunde)
  • F40.228 Umwelt Typ (z.B. Höhen, Stürme, Wasser)
  • F40.23x Blut-Spritzen-Verletzungs-Typ (z.B. Injektionsnadeln, invasive medizinische Verfahren)
  • F40.248 Situativer Typ (z.B. Flugzeug, Fahrstühle, enge geschlossene Räume)
  • F40.298 Anderer Typ (z.B. Situationen, die zu Ersticken oder Erbrechen führen könnten, bei Kindern z.B. laute Geräusche oder kostümierte Figuren)
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Neurophysiologie der Angst - Basic neural defense system nach LeDoux

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1. Thalamus-Amygdala: Schnell, aber ungenau; reflexhafte Schreckreaktion

2. Thalamus-Sehrinde-Hippocampus-Amygdala: Langsame, aber gründliche Verarbeitung; komplette Angstreaktion

Angststörungen:

  • konditioniertes Furchtgedächtnis (AMY, HIPP)
  • defizitäre Emotionsregulation durch Präfrontalkortex
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DSM-5 Diagnosekriterien für Spezifische Phobie

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  • A. Ausgeprägte Furcht oder Angst vor einem spezifischen Objekt oder einer spezifischen Situation (z.B. Fliegen, Höhen, Tiere, eine Spritze bekommen, Blutsehen)
    • Bei Kindern kann sich die Furcht oder Angst durch Weinen, Wutanfälle, Erstarren oder Anklammern ausdrücken
  • B. Das phobische Objekt oder die phobische Situation ruft fast immer eine unmittelbare Furcht oder Angstreaktion hervor
  • C. Das phobische Objekt oder die phobische Situation wird aktiv vermieden bzw. nur unter starker Furcht oder Angst ertragen
  • D. Die Furcht oder Angst geht über das Ausmaß der tatsächlichen Gefahr durch spezifische Objekte oder die spezifische Situation hinaus und ist im soziokulturellen Kontext unverhältnismäßig
  • E. Die Furcht, Angst oder Vermeidung ist anhaltend, typischerweise über 6 Monate oder länger
  • F. Die Furcht, Angst oder Vermeidung verursacht in klinisch bedeutsamer Weise Leiden oder Beeinträchtigungen in sozialen, beruflichen oder anderen wichtigen Funktionsbereichen
  • G. Das Störungsbild kann nicht besser durch die Symptome einer anderen psychischen Störung erklärt werden Dies umfasst Furcht, Angst und Vermeidung von Situationen, die mit panikartigen Symptomen oder anderen bedrohlich erscheinenden beeinträchtigenden Symptomen assoziiert sind (wie bei Agoraphobie) Objekten oder Situationen, die mit Zwangsinhalten verbunden sind (wie bei Zwangsstörung) Erinnerungen an traumatische Ereignisse (wie bei Posttraumatischer Belastungsstörung) Trennungen von Zuhause oder Bezugspersonen (wie bei Störung mit Trennungsangst) oder sozialen Situationen (wie bei Sozialer Angststörung)
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Modelllernen von Angst beim Menschen

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  • Der Mensch kann sich auch komplexe Verhaltensweisen, inkl. emotionaler Reaktionen, durch Nachahmung sehr schnell aneignen
  • Phobische Reaktionen können das erste Mal nach Beobachtung der Angstreaktion anderer auftreten
    1. viele Studien von Bandura um 1970, nicht nur zu Modelllernen von Aggression, sondern auch von Angst
    2. Anfangs Eltern als Modelle, später Freunde und Vorbilder, auch aus Medien (wahrgenommene Ähnlichkeit und Status wichtiger Moderator)
    3. Visual-Cliff-Experimente: Babys und ängstliche vs. nicht-ängstliche Mütter (Prof. Silvia Schneider, Uni Bochum)
    4. Verhaltenskonsequenzen als Moderator: negative Konsequenz führt zur Hemmung → bei Jungen: eher negative Konsequenz, „Peer-Pressure“
  • Umgekehrt kann Modelllernen sehr effektiv für Therapie genutzt werden
    1. Studien von Bandura; Öst beim Single-Session-Treatment
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Schlangenphobie

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  • Im Labor geborene Rhesusaffen fürchten sich nicht vor Schlangen, Wildfänge fürchten sich.
  • Schlangenfurcht offenbar nicht angeboren
  • Aber: Im Labor geborene Rhesusaffen entwickeln sehr schnell eine dauerhafte Schlangenphobie, wenn sie einen anderen Affen sehen, der sich fürchtet (Mineka et al. 1980).
  • Und: Furcht vor potentiell gefährlichen Stimuli (Spielzeugschlangen oder -krokodilen) lernen Affen bereitwillig, Furcht vor harmlosen Stimuli (Blumen oder Kaninchen) dagegen nicht (Cook & Mineka 1989).
  • Schlangenfurcht beruht auf einer „bereichsspezifischen Lerndisposition“
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Prinzipien der klassischen Konditionierung

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  • Zuvor neutraler Reiz (CS), wiederholte gemeinsame Darbietung mit dem unkonditionierten Reiz (UCS oder US): CS erwirbt die Fähigkeit, physiologische Reaktionen hervorzurufen
  • Prozess nicht automatisiert, wie man früher glaubte
    1. Mensch und Tier scheinen aktiv Informationen darüber zu suchen, welche konditionierten Reize relevant sind und einen Vorhersagewert für aversive Reize oder Situationen haben
    2. Gelernt wird Reiz-Reiz-Verbindung (CS-US)
  • Klassisch konditionierte Reaktionen bleiben lange erhalten
    1. Aber Löschung (Extinktion) möglich: CS wiederholt ohne US dargeboten → CR wird schwächer
  • Probleme der Konditionierungstheorie:
    1. Problem der mangelnden Äquipotentialitä
    2. Phobien nicht gleich auf alle Stimuli verteilt (z.B. Spinnen, Schlangen vs. Strom, Pistolen, Herdplatten)
    3. Manche Stimuli leichter konditionierbar?
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Typischer Zeitverlauf von Angstreaktionen

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TESTE DEIN WISSEN
  • Sie steigen schnell an (rasche Reaktion auf Gefahr sinnvoll)
  • Sie klingen langsam ab (längerfristig erhöhte Reaktionsbereitschaft sinnvoll)
  • Sie können nicht einfach abgeschaltet werden (Stresshormone haben bestimmte Halbwertszeiten)
  • Desynchronie der Reaktionsebenen häufig (Physiologische Reaktionen beständiger, auch bei Konfrontationstherapie)
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  • 20 Lernmaterialien

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Q:

Wann wird Angst zur Krankheit?

A:
  • Wenn sie unangemessen stark oder anhaltend ist
  • wenn sie ohne ausreichenden Grund auftritt
  • wenn sie nicht mehr kontrolliert oder ausgehalten werden kann
  • wenn sie Leid verursacht und das Leben einschränkt
  • wenn typische Symptommuster vorliegen!
Q:

Fundamentale Emotionen nach Ekman

A:
  • Angst – Traurigkeit – Ärger – Freude – Ekel – Überraschung (+ evtl. Verachtung)
  • Transkulturell uniformes Auftreten → angeboren, „Basic emotion modules“
  • Ekman‘s Mikro-Expression Training Tool 
  • Serie „Lie to me“ (1./2. Staffel)
    1. „Diskrete Emotionsmodelle“, daneben auch dimensionale Emotionsmodelle, z.B.
      • Circumplex-Modell: Arousal (deaktiviert bis sehr aktiviert) vs. Valenz (angenehm bis unangenehm)
Q:

Was sind Emotionen?

A:
  • Charles Darwin (1872) („evolutionäre Definition”):   Verhaltensmuster und psychische Zustände, die als Anpassungsleistung auf bestimmte Situationen durch natürliche Selektion entstanden sind und dem Überleben des Individuums und der Spezies dienen
  • Klaus Scherer, Uni Genf („Bewertungstheorie der Emotion”)
    1. Emotionen von spezifischen Situationsbewertungen hervorgerufen; Denken und Fühlen eng gekoppelt; individuelle kognitive Einschätzungen einer Situation beeinflusst Emotion
    2. erklärt intraindividuelle Unterschiede in emotionalen Reaktionen (inkl. phobischer Reaktionen)
    3. Funktional: temporäre Synchronisation organismischer Subsysteme:
      • Kognition: „Das ist gefährlich für mich!“
      • physiologische Aktivierung: Herzklopfen, Schwitzen etc.
      • Motivation: Vermeiden
      • Motorischer Ausdruck: Mimik, Anspannung, Weggehen
      • Subjektives Erleben: dumpfes Gefühl im Bauch
Q:

Drei-Ebenen-Modell der Angstreaktion

A:
  • Körper: Herzklopfen, Atmung, Muskelanspannung
  • Denken: Gefahr, „schaffe es nicht“
  • Verhalten: Weglaufen, Kämpfen, „Schreckstarre“
Q:

Zweifaktorentheorie der Angstentstehung

A:

1. Phobische Reize werden aversiv durch Kopplung mit negativem Ereignis (Trauma?)

John B. Watson, Little Albert

Shuttle Box nach Miller & Mowrer

2. Vermeidungsverhalten wird durch Angstreduktion (negative Verstärkung) aufrechterhalten, dadurch keine Extinktion: CR wird nicht gelöscht

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Q:

Codierung nach ICD-10 entsprechend dem phobischen Stimulus

A:
  • F40.218 Tier Typ (z.B. Spinnen, Insekten, Hunde)
  • F40.228 Umwelt Typ (z.B. Höhen, Stürme, Wasser)
  • F40.23x Blut-Spritzen-Verletzungs-Typ (z.B. Injektionsnadeln, invasive medizinische Verfahren)
  • F40.248 Situativer Typ (z.B. Flugzeug, Fahrstühle, enge geschlossene Räume)
  • F40.298 Anderer Typ (z.B. Situationen, die zu Ersticken oder Erbrechen führen könnten, bei Kindern z.B. laute Geräusche oder kostümierte Figuren)
Q:

Neurophysiologie der Angst - Basic neural defense system nach LeDoux

A:

1. Thalamus-Amygdala: Schnell, aber ungenau; reflexhafte Schreckreaktion

2. Thalamus-Sehrinde-Hippocampus-Amygdala: Langsame, aber gründliche Verarbeitung; komplette Angstreaktion

Angststörungen:

  • konditioniertes Furchtgedächtnis (AMY, HIPP)
  • defizitäre Emotionsregulation durch Präfrontalkortex
Q:

DSM-5 Diagnosekriterien für Spezifische Phobie

A:
  • A. Ausgeprägte Furcht oder Angst vor einem spezifischen Objekt oder einer spezifischen Situation (z.B. Fliegen, Höhen, Tiere, eine Spritze bekommen, Blutsehen)
    • Bei Kindern kann sich die Furcht oder Angst durch Weinen, Wutanfälle, Erstarren oder Anklammern ausdrücken
  • B. Das phobische Objekt oder die phobische Situation ruft fast immer eine unmittelbare Furcht oder Angstreaktion hervor
  • C. Das phobische Objekt oder die phobische Situation wird aktiv vermieden bzw. nur unter starker Furcht oder Angst ertragen
  • D. Die Furcht oder Angst geht über das Ausmaß der tatsächlichen Gefahr durch spezifische Objekte oder die spezifische Situation hinaus und ist im soziokulturellen Kontext unverhältnismäßig
  • E. Die Furcht, Angst oder Vermeidung ist anhaltend, typischerweise über 6 Monate oder länger
  • F. Die Furcht, Angst oder Vermeidung verursacht in klinisch bedeutsamer Weise Leiden oder Beeinträchtigungen in sozialen, beruflichen oder anderen wichtigen Funktionsbereichen
  • G. Das Störungsbild kann nicht besser durch die Symptome einer anderen psychischen Störung erklärt werden Dies umfasst Furcht, Angst und Vermeidung von Situationen, die mit panikartigen Symptomen oder anderen bedrohlich erscheinenden beeinträchtigenden Symptomen assoziiert sind (wie bei Agoraphobie) Objekten oder Situationen, die mit Zwangsinhalten verbunden sind (wie bei Zwangsstörung) Erinnerungen an traumatische Ereignisse (wie bei Posttraumatischer Belastungsstörung) Trennungen von Zuhause oder Bezugspersonen (wie bei Störung mit Trennungsangst) oder sozialen Situationen (wie bei Sozialer Angststörung)
Q:

Modelllernen von Angst beim Menschen

A:
  • Der Mensch kann sich auch komplexe Verhaltensweisen, inkl. emotionaler Reaktionen, durch Nachahmung sehr schnell aneignen
  • Phobische Reaktionen können das erste Mal nach Beobachtung der Angstreaktion anderer auftreten
    1. viele Studien von Bandura um 1970, nicht nur zu Modelllernen von Aggression, sondern auch von Angst
    2. Anfangs Eltern als Modelle, später Freunde und Vorbilder, auch aus Medien (wahrgenommene Ähnlichkeit und Status wichtiger Moderator)
    3. Visual-Cliff-Experimente: Babys und ängstliche vs. nicht-ängstliche Mütter (Prof. Silvia Schneider, Uni Bochum)
    4. Verhaltenskonsequenzen als Moderator: negative Konsequenz führt zur Hemmung → bei Jungen: eher negative Konsequenz, „Peer-Pressure“
  • Umgekehrt kann Modelllernen sehr effektiv für Therapie genutzt werden
    1. Studien von Bandura; Öst beim Single-Session-Treatment
Q:

Schlangenphobie

A:
  • Im Labor geborene Rhesusaffen fürchten sich nicht vor Schlangen, Wildfänge fürchten sich.
  • Schlangenfurcht offenbar nicht angeboren
  • Aber: Im Labor geborene Rhesusaffen entwickeln sehr schnell eine dauerhafte Schlangenphobie, wenn sie einen anderen Affen sehen, der sich fürchtet (Mineka et al. 1980).
  • Und: Furcht vor potentiell gefährlichen Stimuli (Spielzeugschlangen oder -krokodilen) lernen Affen bereitwillig, Furcht vor harmlosen Stimuli (Blumen oder Kaninchen) dagegen nicht (Cook & Mineka 1989).
  • Schlangenfurcht beruht auf einer „bereichsspezifischen Lerndisposition“
Q:

Prinzipien der klassischen Konditionierung

A:
  • Zuvor neutraler Reiz (CS), wiederholte gemeinsame Darbietung mit dem unkonditionierten Reiz (UCS oder US): CS erwirbt die Fähigkeit, physiologische Reaktionen hervorzurufen
  • Prozess nicht automatisiert, wie man früher glaubte
    1. Mensch und Tier scheinen aktiv Informationen darüber zu suchen, welche konditionierten Reize relevant sind und einen Vorhersagewert für aversive Reize oder Situationen haben
    2. Gelernt wird Reiz-Reiz-Verbindung (CS-US)
  • Klassisch konditionierte Reaktionen bleiben lange erhalten
    1. Aber Löschung (Extinktion) möglich: CS wiederholt ohne US dargeboten → CR wird schwächer
  • Probleme der Konditionierungstheorie:
    1. Problem der mangelnden Äquipotentialitä
    2. Phobien nicht gleich auf alle Stimuli verteilt (z.B. Spinnen, Schlangen vs. Strom, Pistolen, Herdplatten)
    3. Manche Stimuli leichter konditionierbar?
Q:

Typischer Zeitverlauf von Angstreaktionen

A:
  • Sie steigen schnell an (rasche Reaktion auf Gefahr sinnvoll)
  • Sie klingen langsam ab (längerfristig erhöhte Reaktionsbereitschaft sinnvoll)
  • Sie können nicht einfach abgeschaltet werden (Stresshormone haben bestimmte Halbwertszeiten)
  • Desynchronie der Reaktionsebenen häufig (Physiologische Reaktionen beständiger, auch bei Konfrontationstherapie)
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