Klinische Psychologie at Universität Salzburg | Flashcards & Summaries

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Lernmaterialien für Klinische Psychologie an der Universität Salzburg

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TESTE DEIN WISSEN

Suffocation false alarm theory

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TESTE DEIN WISSEN

▫ Hypersensitiver Erstickungssensor im Gehirn ▫ Gefühl des Erstickens löst Panik aus ▫ Evolutionär angelegt ▫ Führt zu stärkerer Atmung und Hyperventilation ▫ Respiratorische Abnormalitäten charakterisieren PS auch ausserhalb von Panikanfällen  z.B. breath-by-breath variability und Atemvolumen bei PS erhöht, pCO2 erniedrigt (Laborbefunde)

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TESTE DEIN WISSEN

Charles Darwin Definition Emotion

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TESTE DEIN WISSEN
  1. Anpassungsleistung an Situation 
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TESTE DEIN WISSEN

Wann wird Angst zur Krankheit?

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TESTE DEIN WISSEN
  • unangemessen stark
  • ohne Grund
  • Leid verursachend
  • Leben einschränkt
  • typ. Symptommuster
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TESTE DEIN WISSEN

Klaus Scherer
funktionale Definition

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TESTE DEIN WISSEN

episode temporärer Synchronisation des Systems
5Komponenten

  • Kognition
  • phys. Aktivierung
  • Motivation
  • mot. Ausdruck
  • sub. Erleben
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TESTE DEIN WISSEN

Panikstörung und Agoraphobie

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TESTE DEIN WISSEN

• plötzliche Anfälle intensiver Angst („Angstanfall“, „Panikattacke“) • Vielzahl körperlicher und kognitiver Symptome • zentrale Befürchtung: unmittelbare Katastrophe (sterben oder verrückt werden) • als Konsequenz: Sorgen, Veränderung des Lebensstils, Vermeidung • sehr häufig: spätere Agoraphobie • Diskussion: Panik + Agoraphobie oder Agoraphobie + Panik ▫ ICD: Agoraphobie mit/ohne PS ▫ DSM-IV: PS mit Agoraphobie oder Agoraphobie ohne PS in Vorgeschichte ▫ DSM-5: Störungen komplett separat; können, müssen aber nicht komorbide auftreten.

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TESTE DEIN WISSEN

Panikattacke nach DSM-5

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TESTE DEIN WISSEN

"Eine Panikattacke ist eine klar abgrenzbare Episode intensiver Angst und Unbehagens, bei der mindestens 4 der nachfolgend genannten Symptome abrupt auftreten und innerhalb von 10 Minuten einen Höhepunkt erreichen • Palpitationen (Herzrasen), Herzklopfen oder beschleunigter Herzschlag, • Schwitzen, • Zittern oder Beben, • Gefühl der Kurzatmigkeit oder Atemnot, • Erstickungsgefühle, • Schmerzen oder Beklemmungsgefühle in der Brust, • Übelkeit oder Magen-Darm-Beschwerden, • Schwindel, Unsicherheit, Benommenheit oder der Ohnmacht nahe sein, • Derealisation (Gefühl der Unwirklichkeit) oder Depersonalisation (sich losgelöst fühlen), • Angst, die Kontrolle zu verlieren oder verrückt zu werden, • Angst zu sterben (Todesangst), • Parästhesien (Taubheiten oder Kribbelgefühle), • Hitzewallungen oder Kälteschauer."

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DSM-Defintion der Panikstörung

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• Die Panikstörung zeichnen sich durch wiederholtes Auftreten von unerwarteten Panikattacken aus, die zur Folge haben, dass die betroffene Person über mindestens einen Monat besorgt ist, dass weitere Attacken auftreten, sich Sorgen darüber macht (z.B. Herz, verrückt werden) und ihr Verhalten aufgrund der Attacken bedeutsam ändert (z.B. Vermeidung, Kündigung des Arbeitsplatzes).

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DSM-5 Definition der Agoraphobie

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TESTE DEIN WISSEN

• Unter Agoraphobie versteht man “die Angst, an Orten zu sein, von denen eine Flucht schwierig (oder peinlich) sein könnte oder wo im Falle einer unerwarteten oder durch die Situation begünstigten Panikattacke oder panikartiger Symptome Hilfe nicht erreichbar sein könnte”

• Die Ängste von Agoraphobikern betreffen meistens bestimmte Arten von Situationen wie Einkaufen, Reisen im Bus, Zug oder Auto, das Stehen auf einer Brücke. • Aufgrund der Angst werden diese Situationen vermieden oder nur in Begleitung oder nur unter großer Angst vor dem Auftreten panikähnlicher Symptome aufgesucht.

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TESTE DEIN WISSEN

Angststörungen im Überblick

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TESTE DEIN WISSEN

Phobien: 

  • spezifische Phobie
  • Soziale Phobie
  • Agoraphobie

Angstzustände
  • Panikstörung
  • general. Angststörung

Andere Angsterkrankungen
  • Zwangsstörungen
  • PTBL
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TESTE DEIN WISSEN

Panikstörung mit Agoraphobie

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TESTE DEIN WISSEN

• Schwere, chronische Angstkrankheit (Spontanremission unter 10%) • höchste Behandlungsquote aller psychischen Störungen • aufwendige Differentialdiagnose und häufige Folgeprobleme bewirken massive Gesundheitskosten • hohe Rate von Fehldiagnosen und -behandlungen • Suizidrate rund 18fach erhöht • relativ häufig

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Theoretische Erklärungsansätze für die Panikstörung

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TESTE DEIN WISSEN

 Hyperventilationssyndrom (Ronald Ley)  Erstickungsalarm-Theorie (Donald Klein) («suffocation false alarm theory»)  Kognitiv-behaviorales Modell (David Clark, Jürgen Margraf)

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Kognitives Modell der Panikstörung

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TESTE DEIN WISSEN

• Zahlreiche Befunde stützen das kognitive Modell der PS (Übersicht bei Clark, 1997) • Kurze Instruktion über (ungefährliche) körperliche Reaktion auf panikogene Substanzen verhindert das Auftreten von Angstanfällen. • PS-Patienten interpretieren körperliche Empfindungen deutlich stärker als Anzeichen von Gefahr als Kontrollprobanden. • Veränderung der dysfunktionalen Kognitionen reduziert Paniksymptome (sehr gute Therapieerfolge!!!).

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Q:

Suffocation false alarm theory

A:

▫ Hypersensitiver Erstickungssensor im Gehirn ▫ Gefühl des Erstickens löst Panik aus ▫ Evolutionär angelegt ▫ Führt zu stärkerer Atmung und Hyperventilation ▫ Respiratorische Abnormalitäten charakterisieren PS auch ausserhalb von Panikanfällen  z.B. breath-by-breath variability und Atemvolumen bei PS erhöht, pCO2 erniedrigt (Laborbefunde)

Q:

Charles Darwin Definition Emotion

A:
  1. Anpassungsleistung an Situation 
Q:

Wann wird Angst zur Krankheit?

A:
  • unangemessen stark
  • ohne Grund
  • Leid verursachend
  • Leben einschränkt
  • typ. Symptommuster
Q:

Klaus Scherer
funktionale Definition

A:

episode temporärer Synchronisation des Systems
5Komponenten

  • Kognition
  • phys. Aktivierung
  • Motivation
  • mot. Ausdruck
  • sub. Erleben
Q:

Panikstörung und Agoraphobie

A:

• plötzliche Anfälle intensiver Angst („Angstanfall“, „Panikattacke“) • Vielzahl körperlicher und kognitiver Symptome • zentrale Befürchtung: unmittelbare Katastrophe (sterben oder verrückt werden) • als Konsequenz: Sorgen, Veränderung des Lebensstils, Vermeidung • sehr häufig: spätere Agoraphobie • Diskussion: Panik + Agoraphobie oder Agoraphobie + Panik ▫ ICD: Agoraphobie mit/ohne PS ▫ DSM-IV: PS mit Agoraphobie oder Agoraphobie ohne PS in Vorgeschichte ▫ DSM-5: Störungen komplett separat; können, müssen aber nicht komorbide auftreten.

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Q:

Panikattacke nach DSM-5

A:

"Eine Panikattacke ist eine klar abgrenzbare Episode intensiver Angst und Unbehagens, bei der mindestens 4 der nachfolgend genannten Symptome abrupt auftreten und innerhalb von 10 Minuten einen Höhepunkt erreichen • Palpitationen (Herzrasen), Herzklopfen oder beschleunigter Herzschlag, • Schwitzen, • Zittern oder Beben, • Gefühl der Kurzatmigkeit oder Atemnot, • Erstickungsgefühle, • Schmerzen oder Beklemmungsgefühle in der Brust, • Übelkeit oder Magen-Darm-Beschwerden, • Schwindel, Unsicherheit, Benommenheit oder der Ohnmacht nahe sein, • Derealisation (Gefühl der Unwirklichkeit) oder Depersonalisation (sich losgelöst fühlen), • Angst, die Kontrolle zu verlieren oder verrückt zu werden, • Angst zu sterben (Todesangst), • Parästhesien (Taubheiten oder Kribbelgefühle), • Hitzewallungen oder Kälteschauer."

Q:

DSM-Defintion der Panikstörung

A:

• Die Panikstörung zeichnen sich durch wiederholtes Auftreten von unerwarteten Panikattacken aus, die zur Folge haben, dass die betroffene Person über mindestens einen Monat besorgt ist, dass weitere Attacken auftreten, sich Sorgen darüber macht (z.B. Herz, verrückt werden) und ihr Verhalten aufgrund der Attacken bedeutsam ändert (z.B. Vermeidung, Kündigung des Arbeitsplatzes).

Q:

DSM-5 Definition der Agoraphobie

A:

• Unter Agoraphobie versteht man “die Angst, an Orten zu sein, von denen eine Flucht schwierig (oder peinlich) sein könnte oder wo im Falle einer unerwarteten oder durch die Situation begünstigten Panikattacke oder panikartiger Symptome Hilfe nicht erreichbar sein könnte”

• Die Ängste von Agoraphobikern betreffen meistens bestimmte Arten von Situationen wie Einkaufen, Reisen im Bus, Zug oder Auto, das Stehen auf einer Brücke. • Aufgrund der Angst werden diese Situationen vermieden oder nur in Begleitung oder nur unter großer Angst vor dem Auftreten panikähnlicher Symptome aufgesucht.

Q:

Angststörungen im Überblick

A:

Phobien: 

  • spezifische Phobie
  • Soziale Phobie
  • Agoraphobie

Angstzustände
  • Panikstörung
  • general. Angststörung

Andere Angsterkrankungen
  • Zwangsstörungen
  • PTBL
Q:

Panikstörung mit Agoraphobie

A:

• Schwere, chronische Angstkrankheit (Spontanremission unter 10%) • höchste Behandlungsquote aller psychischen Störungen • aufwendige Differentialdiagnose und häufige Folgeprobleme bewirken massive Gesundheitskosten • hohe Rate von Fehldiagnosen und -behandlungen • Suizidrate rund 18fach erhöht • relativ häufig

Q:

Theoretische Erklärungsansätze für die Panikstörung

A:

 Hyperventilationssyndrom (Ronald Ley)  Erstickungsalarm-Theorie (Donald Klein) («suffocation false alarm theory»)  Kognitiv-behaviorales Modell (David Clark, Jürgen Margraf)

Q:

Kognitives Modell der Panikstörung

A:

• Zahlreiche Befunde stützen das kognitive Modell der PS (Übersicht bei Clark, 1997) • Kurze Instruktion über (ungefährliche) körperliche Reaktion auf panikogene Substanzen verhindert das Auftreten von Angstanfällen. • PS-Patienten interpretieren körperliche Empfindungen deutlich stärker als Anzeichen von Gefahr als Kontrollprobanden. • Veränderung der dysfunktionalen Kognitionen reduziert Paniksymptome (sehr gute Therapieerfolge!!!).

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