Klassifikationen at Universität Salzburg | Flashcards & Summaries

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TESTE DEIN WISSEN

Die Rosenhan- Studie

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TESTE DEIN WISSEN

= Überprüfung, inwieweit psychische Störungsdiagnosen korrekt gemacht werden und ob in psychatrischen Kliniken objektive Urteile getroffen werden

  • Rosenbach + Studenten: gaben in Kliniken an Stimmen zu hören (empty, follow, Thud)
  • wurden auf Schizophrenie- Station eingewiesen, blieben dort mehrere Wochen
  • verhielten sich wieder normal, wurden jedoch nicht entlassen
  • nach 3-8 Wochen entlassen: nicht geheilt, nur symptomfrei


=> macht Stigmatisierung deutlich!

=> Folge: Bemühungen um Verbesserung diagnostischer Standards in Psychiatrie 

=> psychische Störungen: grenze zwischen gesund und krank nicht eindeutig

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TESTE DEIN WISSEN

Meilensteine im Verständnis psychischer Störungen

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TESTE DEIN WISSEN
  • Mittelalter
    • religiös- manische Krankheitsauffassung
  • 19. Jhd.
    • Schule der Somatiker und Psychiker
    • Psychiater: menschliche Psyche = unsterblich; Persönlichkeit= in Psyche strukturiert
    • Somatiker: Persönlichkeit= im Gehirn strukturiert
  • 2. Hälfte des 19. Jhd.:
    • Dominanz hirnpathologischer Auffassungen
    • psy. Störungen Ursachen im ehirn
  • 1. Hälfte 20. Jhd.:
    • Psychoanalytische Krankehitskonzeption (Freud)
  • 2. Hälfte 20. Jhd.
    • soziologische, lerntheoretisch begründete Strömungsmodelle
      • Gesellschaft mach Psyche krank
      • Lerntheoretisch: Störungen können auf psychologische Mechanismen zurückgeführt werden
  • seit 60er:
    • biopsychosoziales Krankheitsmodell
    • biologische, psychologische, sozio-kulturelle Mechanismen
  • letztes Jahrzehnt:
    • Versuch der Einordnung der psychopathologischen Symptome durch. moderne Neurowissenschaften (wieder somatische Richtung)
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TESTE DEIN WISSEN

Was ist Gesundheit?

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TESTE DEIN WISSEN

WHO: (1958)

Zustand  vollkommenen körperlichen, psychischen, sozialen Wohlbefindens, nicht nur definiert durch die Abwesenheit von Krankheit oder Behinderung (Arbeitslose = krank?)


Erich Fromm (1964):

Fähigkeit zu lieben und schöpferisch zu sein (Fließbandarbeiter = krank?)


Thomas Szasz (1960)

Geistige Krankheiten ist ein Mythos! heute nicht mehr angesehen


Skala für psychische Gesundheit (PMH: Positive Mental Health Scale)

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TESTE DEIN WISSEN

Auffassungen von Gesundheit/ Krankheit

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TESTE DEIN WISSEN
  • Kategoriales Modell
  • typologisches Modell
  • dimensionales Modell
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TESTE DEIN WISSEN

traditionelles medizinisches Modell von Krankheit

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TESTE DEIN WISSEN

Erregermodell: Ein Erreger löst eine Infektion aus, die eine Erkrankung auslöst (Kausalkette)


  • Krankheit ist qualitativ verschieden von Gesundheit
  • jede Krankheit: spezifische Ursache, spezifischer Verlauf, spezifischer Endzustand
  • Ursachen: biologische Gegebenheiten, im Labor nachweisbar
  • Krankheit: rein biologische keine Selbstverantwortung, kein eigenes Zutun
  • biologische Therapien im Vordergrund
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TESTE DEIN WISSEN

Gefahren des traditionellen medizinischen Modells

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TESTE DEIN WISSEN
  • Akzent: innere Ursache, nicht äußere
  • meist monokausale Modelle
  • zu wenig Fokus auf Eigenverantwortung der Patienten
  • Akzent: eher auf Therapie als auf Prävention -> Krankheitsbekämpfung statt Gesundheitsforschung
  • Favorisierend somatischer Therapien
  • auch in Psychiatrie betont (Depression= Ungleichgewicht der Neurotransmitter im serotonergen System -> zu vereinfacht!)
  • komplexe Sachverhalte werden auf monokausale Einheit reduziert
  • Neuroreduktionismus: psych. Störungen sind Gehirnerkrankungen (Brain diseases)
  • gesellschaftliche Favorisierend bestimmter Berufsgruppen und Ausbildungsinhalte, v.a. biologische Psychiatrie
  • Problematik des Begriffs "Geisteskrankheit"
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TESTE DEIN WISSEN

negative Aspekte des Begriffs "Geisteskrankheit"

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TESTE DEIN WISSEN
  • Abwertender Begriff, Abwertung des Patienten, Stigmatisierung
  • Krankheitserreger- Theorie sucht nach monokausalen Ursachen, klammert psychosoziale Faktoren aus
  • Einschränkung des Bewegungs-/Denkraums bei Diagnostik
  • besondere Krankheit -> besondere Behandlungszentren
    • Einrichtungen führen zu Ausgrenzung diagnostizierter Geisteskranker aus Gesellschaft
  • Wissenschaftliche Psychologie/ Psychiatrie: psychische Störungen (mental disorders)
    • können keinen einfachen Krankheitsmodellen zugrunde gelegt werden
    • nicht so stigmatisierend, Vermeidung von Labelling
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TESTE DEIN WISSEN

Labelling- Theorie

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TESTE DEIN WISSEN

= psy. Störungen entstehen durch die Etikettierung von Verhaltensweisen als krankhaft oder werden dadurch in ihrer Ausprägung und Dauer verstärkt


Vergleich: Studie zu Etikettierung von Schülern als "hochintelligent" und Effekt auf Schulnoten

  • Label führt zu anderer Wahrnehmung, anderem Verhalten
  • auch Beeinflussung des Schülers
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TESTE DEIN WISSEN

dimensionale Perspektive- was ist normal?

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TESTE DEIN WISSEN
  • bei psy. Störungen: Normalverteilung rechts- schief
  • Begriff der Normalität kann sehr breitgefächert sein
    • statistische Norm
    • Ideale Norm
    • soziale Norm
    • subjektive/ funktionale Norm
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TESTE DEIN WISSEN

statistische Norm für Normalität

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TESTE DEIN WISSEN
  • definiert anhand empirischer Durchschnittswerte
  • z.B. auffällige Labor- oder Testwerte
  • Abweichungen von ca. 3 Testpunkten von Normalverteilung -> psy. Störung
  • Problem: hoher IG: nicht abnormal, oder krank, trotzdem Abweichung
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TESTE DEIN WISSEN

ideale Norm für Normalität

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TESTE DEIN WISSEN
  • allgemeingültig postulierte und philosophisch- weltanschaulich begründete Zustände der Vollkommenheit
  • z.B. Erich Fromm: schöpferisch sein
  • Problem: nicht realitätsnah
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TESTE DEIN WISSEN

soziale Norm der Normalität

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TESTE DEIN WISSEN
  • Gesellschaftlich definierte Verhaltensnormen
  • z.B. dissoziales Verhalten, skurriles Auftreten
  • Tradition
  • Schönheitsideale
  • Persönlichkeitsmerkmale etc.
  • Problem: Künstler, manche Abweichungen sind akzeptiert
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  • 20 Lernmaterialien

Beispielhafte Karteikarten für deinen Klassifikationen Kurs an der Universität Salzburg - von Kommilitonen auf StudySmarter erstellt!

Q:

Die Rosenhan- Studie

A:

= Überprüfung, inwieweit psychische Störungsdiagnosen korrekt gemacht werden und ob in psychatrischen Kliniken objektive Urteile getroffen werden

  • Rosenbach + Studenten: gaben in Kliniken an Stimmen zu hören (empty, follow, Thud)
  • wurden auf Schizophrenie- Station eingewiesen, blieben dort mehrere Wochen
  • verhielten sich wieder normal, wurden jedoch nicht entlassen
  • nach 3-8 Wochen entlassen: nicht geheilt, nur symptomfrei


=> macht Stigmatisierung deutlich!

=> Folge: Bemühungen um Verbesserung diagnostischer Standards in Psychiatrie 

=> psychische Störungen: grenze zwischen gesund und krank nicht eindeutig

Q:

Meilensteine im Verständnis psychischer Störungen

A:
  • Mittelalter
    • religiös- manische Krankheitsauffassung
  • 19. Jhd.
    • Schule der Somatiker und Psychiker
    • Psychiater: menschliche Psyche = unsterblich; Persönlichkeit= in Psyche strukturiert
    • Somatiker: Persönlichkeit= im Gehirn strukturiert
  • 2. Hälfte des 19. Jhd.:
    • Dominanz hirnpathologischer Auffassungen
    • psy. Störungen Ursachen im ehirn
  • 1. Hälfte 20. Jhd.:
    • Psychoanalytische Krankehitskonzeption (Freud)
  • 2. Hälfte 20. Jhd.
    • soziologische, lerntheoretisch begründete Strömungsmodelle
      • Gesellschaft mach Psyche krank
      • Lerntheoretisch: Störungen können auf psychologische Mechanismen zurückgeführt werden
  • seit 60er:
    • biopsychosoziales Krankheitsmodell
    • biologische, psychologische, sozio-kulturelle Mechanismen
  • letztes Jahrzehnt:
    • Versuch der Einordnung der psychopathologischen Symptome durch. moderne Neurowissenschaften (wieder somatische Richtung)
Q:

Was ist Gesundheit?

A:

WHO: (1958)

Zustand  vollkommenen körperlichen, psychischen, sozialen Wohlbefindens, nicht nur definiert durch die Abwesenheit von Krankheit oder Behinderung (Arbeitslose = krank?)


Erich Fromm (1964):

Fähigkeit zu lieben und schöpferisch zu sein (Fließbandarbeiter = krank?)


Thomas Szasz (1960)

Geistige Krankheiten ist ein Mythos! heute nicht mehr angesehen


Skala für psychische Gesundheit (PMH: Positive Mental Health Scale)

Q:

Auffassungen von Gesundheit/ Krankheit

A:
  • Kategoriales Modell
  • typologisches Modell
  • dimensionales Modell
Q:

traditionelles medizinisches Modell von Krankheit

A:

Erregermodell: Ein Erreger löst eine Infektion aus, die eine Erkrankung auslöst (Kausalkette)


  • Krankheit ist qualitativ verschieden von Gesundheit
  • jede Krankheit: spezifische Ursache, spezifischer Verlauf, spezifischer Endzustand
  • Ursachen: biologische Gegebenheiten, im Labor nachweisbar
  • Krankheit: rein biologische keine Selbstverantwortung, kein eigenes Zutun
  • biologische Therapien im Vordergrund
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Q:

Gefahren des traditionellen medizinischen Modells

A:
  • Akzent: innere Ursache, nicht äußere
  • meist monokausale Modelle
  • zu wenig Fokus auf Eigenverantwortung der Patienten
  • Akzent: eher auf Therapie als auf Prävention -> Krankheitsbekämpfung statt Gesundheitsforschung
  • Favorisierend somatischer Therapien
  • auch in Psychiatrie betont (Depression= Ungleichgewicht der Neurotransmitter im serotonergen System -> zu vereinfacht!)
  • komplexe Sachverhalte werden auf monokausale Einheit reduziert
  • Neuroreduktionismus: psych. Störungen sind Gehirnerkrankungen (Brain diseases)
  • gesellschaftliche Favorisierend bestimmter Berufsgruppen und Ausbildungsinhalte, v.a. biologische Psychiatrie
  • Problematik des Begriffs "Geisteskrankheit"
Q:

negative Aspekte des Begriffs "Geisteskrankheit"

A:
  • Abwertender Begriff, Abwertung des Patienten, Stigmatisierung
  • Krankheitserreger- Theorie sucht nach monokausalen Ursachen, klammert psychosoziale Faktoren aus
  • Einschränkung des Bewegungs-/Denkraums bei Diagnostik
  • besondere Krankheit -> besondere Behandlungszentren
    • Einrichtungen führen zu Ausgrenzung diagnostizierter Geisteskranker aus Gesellschaft
  • Wissenschaftliche Psychologie/ Psychiatrie: psychische Störungen (mental disorders)
    • können keinen einfachen Krankheitsmodellen zugrunde gelegt werden
    • nicht so stigmatisierend, Vermeidung von Labelling
Q:

Labelling- Theorie

A:

= psy. Störungen entstehen durch die Etikettierung von Verhaltensweisen als krankhaft oder werden dadurch in ihrer Ausprägung und Dauer verstärkt


Vergleich: Studie zu Etikettierung von Schülern als "hochintelligent" und Effekt auf Schulnoten

  • Label führt zu anderer Wahrnehmung, anderem Verhalten
  • auch Beeinflussung des Schülers
Q:

dimensionale Perspektive- was ist normal?

A:
  • bei psy. Störungen: Normalverteilung rechts- schief
  • Begriff der Normalität kann sehr breitgefächert sein
    • statistische Norm
    • Ideale Norm
    • soziale Norm
    • subjektive/ funktionale Norm
Q:

statistische Norm für Normalität

A:
  • definiert anhand empirischer Durchschnittswerte
  • z.B. auffällige Labor- oder Testwerte
  • Abweichungen von ca. 3 Testpunkten von Normalverteilung -> psy. Störung
  • Problem: hoher IG: nicht abnormal, oder krank, trotzdem Abweichung
Q:

ideale Norm für Normalität

A:
  • allgemeingültig postulierte und philosophisch- weltanschaulich begründete Zustände der Vollkommenheit
  • z.B. Erich Fromm: schöpferisch sein
  • Problem: nicht realitätsnah
Q:

soziale Norm der Normalität

A:
  • Gesellschaftlich definierte Verhaltensnormen
  • z.B. dissoziales Verhalten, skurriles Auftreten
  • Tradition
  • Schönheitsideale
  • Persönlichkeitsmerkmale etc.
  • Problem: Künstler, manche Abweichungen sind akzeptiert
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