Geschichte Und Systeme at Universität Salzburg | Flashcards & Summaries

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Lernmaterialien für Geschichte und Systeme an der Universität Salzburg

Greife auf kostenlose Karteikarten, Zusammenfassungen, Übungsaufgaben und Altklausuren für deinen Geschichte und Systeme Kurs an der Universität Salzburg zu.

TESTE DEIN WISSEN
Was sind laut Aristoteles psychische Funktionen?

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TESTE DEIN WISSEN
= sinnliche Wahrnehmung (Seele stellt innere Bilder her, indem sie Form der Gegenstände im Inneren nachbildet) und Denken
- 5 Sinnesgebiete: Gehör, Geruch, Geschmack, Gesicht, Tastsinn
- zusätzlich sinnlich vermittelte Gegebenheiten: Ruhe und Bewegung, Form und Größe, Zahl und Einheit
-> um Eigenschaften zu erkennen ist Gemeinsinn notwendig (Überschneidung der 5 Sinne)

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TESTE DEIN WISSEN
Wie wirkt der Platonismus weiter?
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TESTE DEIN WISSEN
=> Neuplatonismus: Plotin (203-270) und Schule von Alexandria
- Hierarchie des Seins von toter Materie bis zum höchsten rein geistigen Prinzip des “Einen“
- Folge: Gleichsetzung von geistig= gut und materiell/körperlich= schlecht; asketische Ethik
- Abwertung der Sinnlichkeit, aber (im Unterschied zu Platon) auch des Verstandes, Wissen ist nur durch göttliche Erleuchtung möglich
- Begriff des “archetypos“ (=Urbild, vgl. C. G. Jung): Wahrnehmung als Erfassen des geistigen Urbilds in der materiellen bzw. individuellen Form durch die Fantasie

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TESTE DEIN WISSEN
Was zeigt Raffaels Bild “Philosophenschule von Athen“?
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TESTE DEIN WISSEN
- Platon; auf Ideenhimmel weisend, idealistisch
- Aristoteles; auf Menschenwelt weisend, realistisch
- symbolisiert Gegensatz zwischen diametralen Sichtweisen: idealistischer und realistischer Auffassung des Seelischen
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TESTE DEIN WISSEN
Was ist die denkende Seele laut Aristoteles?
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TESTE DEIN WISSEN
- Denken gelangt zu Leistungen, die höher einzustufen sind als sinnliche Erfahrungen (Wahrnehmung, Vorstellung, Erinnerung)
-> Denken führt zu Begriffen und Urteilen
-> Denkende Seele hat Kontrolle über vegetative und animalische Seele (aus heutiger Sicht falsch)
- Aufgabe der denkenden Seele: Begierden und Emotionen regulieren, Handlungen leiten
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TESTE DEIN WISSEN
Was waren philosophische Ansätze in der Römerzeit?
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TESTE DEIN WISSEN
- lateinische Antike hat kaum eigenständige Ansätze, übernimmt griechische Tradition
Eigenständige Schulen der römischen Antike:
- Stoiker (2-3 JH n. Chr.): Fragen der Ethik und fragen nach einem guten Leben angesichts der Abhängigkeit des Menschen vom Schicksal
- Epikureer (2 JH v.- 2. JH n. Chr.): Betonung des menschlichen Glücksstrebens und Rechtfertigung sinnlicher Erfahrungen
- ab ca 200 n. Chr. zunehmender Einfluss des Neoplatonismus
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Wie wirken Traditionen der griechischen Antike weiter?
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TESTE DEIN WISSEN
Haupteinflüsse:
- Platonismus: Neoplatonismus; metaphysischer Seelenbegriff, Abwertung der sinnlichen Erfahrung
- Aristotelismus: Weiterführung (Teile der Sinnesphysiologie, z. B. Optik) durch die Araber und im Iran, Wiederentdeckung durch die Eruopäer erst im Hochmittelalter

Nebenlinien:
- Phytagoräismus: Makrokosmos-Mikrokosmos-Lehre, Einfluss auf Neuplatonismus, Mathematik, musikalische Harmonielehre
- Hippokratische Heilkunde und Krankheitslehre: Galen, Paracelsus, anthroposophische Medizin
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Was sind Modelle der Psychologiegeschichtsschreibung?
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TESTE DEIN WISSEN
Psychologiegeschichte als:

- “Geschichte großer Männer“ => auf Leistungen von Einzelpersonen bezogen
- Ideengeschichte => als Abfolge wissenschaftlicher Ideen und Strömungen
- Problemgeschichte => Konzentration auf die Entwicklung bestimmter Konstrukte oder Kontroverse, z. B. Leib-Seele-Problem
- Sozialgeschichte => Gesellschaftsgeschichte der Psychologie unter besonderer Berücksichtigung ihrer Einbindung in die politische und kulturelle Entwicklung
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TESTE DEIN WISSEN
Was waren physiologische Erklärungsansätze?
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TESTE DEIN WISSEN
- Hippokrates (460-377 v. Chr.): erster Versuch physiologischer Erklärung von Gesundheit und Krankheit durch die Mischung der Körpersäfte (Humoralpathologie), Formulierung einer ärztlichen Kritik (Hippokratischer Eid)
-> beschrieb 4 physiologische Typen nach dem dominierenden Körpersaft: Sanguiniker, Choleriker, Phlegmatiker, Melancholiker; ordnet Typen unterschiedliche Krankheitsneigungen zu
-> in Spätantike (2. JH n. Chr.) wird Typologie zu Charaktertypologie erweitert
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TESTE DEIN WISSEN
Was ist Platons Seelenlehre?
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TESTE DEIN WISSEN
- gekennzeichnet von dualistischem Menschenbild: Leib und Seele als getrennte, gegensätzliche Substanzen; Seele ist als immaterielles Lebensprinzip unabhängig vom Körper (Dualismus); Leib als Gefängnis der Seele
- Annahme von 3 unterschiedlichen Seelenaspekten/Seelenteilen:
-> begehrender Aspekt (Sinnlichkeit, Vitalität)
-> affektiver Aspekt (Temperament, Leidenschaft)
-> Vernunftseele (rationale Steuerung)
- Annahme einer vorgeburtlichen Existenz (Idealwelt) und Weiterleben nach dem Tod
- Annahme einer Weltseele (Vernunft des Kosmos)
- willentlich gesteuerte Bewegung als Merkmal der Wirksamkeit seelischer Kräfte, deswegen auch Annahme einer Seele bei Tieren
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TESTE DEIN WISSEN
Was beinhaltet Aristoteles Seelenlehre?
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TESTE DEIN WISSEN
=> Aristoteles (384-322 v. Chr.); 1ter empirischer Denker 
- war Schüler in Platons Akademie und vertrat in frühen Schriften Platons Seelenlehre
- später Änderung der Sichtweise; Seele als Inbegriff des Lebens ist nicht abtrennbar vom Körper, Seele kann ohne Körper nicht bestehen
=> Monistische Seelenlehre; Seele und Körper bilden Einheit
- Seele als Quelle menschlicher Kräfte und Fähigkeiten
- stützt sich auf empirische Beobachtung
- “Über die Seele“ ist erste systematische Lehrschrift zur Psychologie
- konzipiert Psychologie als Lehre vom Seelenvermögen (Vermögenspsychologie= was kann die Seele); bleibt über Mittelalter (Thomas v. Aquin) und Aufklärungszeit (Wolff) dominierend
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TESTE DEIN WISSEN
Was sind die Anfänge der Psychopathologie?
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TESTE DEIN WISSEN
- Hippokrates: 4-Säfte-Lehre; körperliche und psychische Krankheiten haben mit Mischung der Körpersäfte zu tun
- Platon: Krankheit ist Missverhältnis zwischen geistigen und körperlichen Antrieben
- Aristoteles: Überhitzung der Körpersäfte führt zu Affektstörungen; sind zentrale Ursache psychischer und somatischer Störungen
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TESTE DEIN WISSEN
Wie übernimmt die christliche Philosophie den Neuplatonismus?
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TESTE DEIN WISSEN
- übernimmt den weitgehend metaphysisch verstandenen Seelenbegriff, d. h. die Vorstellung einer immateriellen, unsterblichen Seele
- sinnliche Erfahrung= trügerisch; wissenschaftliche Erkenntnis wird deswegen durch Auslegung der Heiligen Schrift und der kirchlich anerkannten Philosophie angestrebt, nicht durch Empirie
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  • 19 Lernmaterialien

Beispielhafte Karteikarten für deinen Geschichte und Systeme Kurs an der Universität Salzburg - von Kommilitonen auf StudySmarter erstellt!

Q:
Was sind laut Aristoteles psychische Funktionen?

A:
= sinnliche Wahrnehmung (Seele stellt innere Bilder her, indem sie Form der Gegenstände im Inneren nachbildet) und Denken
- 5 Sinnesgebiete: Gehör, Geruch, Geschmack, Gesicht, Tastsinn
- zusätzlich sinnlich vermittelte Gegebenheiten: Ruhe und Bewegung, Form und Größe, Zahl und Einheit
-> um Eigenschaften zu erkennen ist Gemeinsinn notwendig (Überschneidung der 5 Sinne)

Q:
Wie wirkt der Platonismus weiter?
A:
=> Neuplatonismus: Plotin (203-270) und Schule von Alexandria
- Hierarchie des Seins von toter Materie bis zum höchsten rein geistigen Prinzip des “Einen“
- Folge: Gleichsetzung von geistig= gut und materiell/körperlich= schlecht; asketische Ethik
- Abwertung der Sinnlichkeit, aber (im Unterschied zu Platon) auch des Verstandes, Wissen ist nur durch göttliche Erleuchtung möglich
- Begriff des “archetypos“ (=Urbild, vgl. C. G. Jung): Wahrnehmung als Erfassen des geistigen Urbilds in der materiellen bzw. individuellen Form durch die Fantasie

Q:
Was zeigt Raffaels Bild “Philosophenschule von Athen“?
A:
- Platon; auf Ideenhimmel weisend, idealistisch
- Aristoteles; auf Menschenwelt weisend, realistisch
- symbolisiert Gegensatz zwischen diametralen Sichtweisen: idealistischer und realistischer Auffassung des Seelischen
Q:
Was ist die denkende Seele laut Aristoteles?
A:
- Denken gelangt zu Leistungen, die höher einzustufen sind als sinnliche Erfahrungen (Wahrnehmung, Vorstellung, Erinnerung)
-> Denken führt zu Begriffen und Urteilen
-> Denkende Seele hat Kontrolle über vegetative und animalische Seele (aus heutiger Sicht falsch)
- Aufgabe der denkenden Seele: Begierden und Emotionen regulieren, Handlungen leiten
Q:
Was waren philosophische Ansätze in der Römerzeit?
A:
- lateinische Antike hat kaum eigenständige Ansätze, übernimmt griechische Tradition
Eigenständige Schulen der römischen Antike:
- Stoiker (2-3 JH n. Chr.): Fragen der Ethik und fragen nach einem guten Leben angesichts der Abhängigkeit des Menschen vom Schicksal
- Epikureer (2 JH v.- 2. JH n. Chr.): Betonung des menschlichen Glücksstrebens und Rechtfertigung sinnlicher Erfahrungen
- ab ca 200 n. Chr. zunehmender Einfluss des Neoplatonismus
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Q:
Wie wirken Traditionen der griechischen Antike weiter?
A:
Haupteinflüsse:
- Platonismus: Neoplatonismus; metaphysischer Seelenbegriff, Abwertung der sinnlichen Erfahrung
- Aristotelismus: Weiterführung (Teile der Sinnesphysiologie, z. B. Optik) durch die Araber und im Iran, Wiederentdeckung durch die Eruopäer erst im Hochmittelalter

Nebenlinien:
- Phytagoräismus: Makrokosmos-Mikrokosmos-Lehre, Einfluss auf Neuplatonismus, Mathematik, musikalische Harmonielehre
- Hippokratische Heilkunde und Krankheitslehre: Galen, Paracelsus, anthroposophische Medizin
Q:
Was sind Modelle der Psychologiegeschichtsschreibung?
A:
Psychologiegeschichte als:

- “Geschichte großer Männer“ => auf Leistungen von Einzelpersonen bezogen
- Ideengeschichte => als Abfolge wissenschaftlicher Ideen und Strömungen
- Problemgeschichte => Konzentration auf die Entwicklung bestimmter Konstrukte oder Kontroverse, z. B. Leib-Seele-Problem
- Sozialgeschichte => Gesellschaftsgeschichte der Psychologie unter besonderer Berücksichtigung ihrer Einbindung in die politische und kulturelle Entwicklung
Q:
Was waren physiologische Erklärungsansätze?
A:
- Hippokrates (460-377 v. Chr.): erster Versuch physiologischer Erklärung von Gesundheit und Krankheit durch die Mischung der Körpersäfte (Humoralpathologie), Formulierung einer ärztlichen Kritik (Hippokratischer Eid)
-> beschrieb 4 physiologische Typen nach dem dominierenden Körpersaft: Sanguiniker, Choleriker, Phlegmatiker, Melancholiker; ordnet Typen unterschiedliche Krankheitsneigungen zu
-> in Spätantike (2. JH n. Chr.) wird Typologie zu Charaktertypologie erweitert
Q:
Was ist Platons Seelenlehre?
A:
- gekennzeichnet von dualistischem Menschenbild: Leib und Seele als getrennte, gegensätzliche Substanzen; Seele ist als immaterielles Lebensprinzip unabhängig vom Körper (Dualismus); Leib als Gefängnis der Seele
- Annahme von 3 unterschiedlichen Seelenaspekten/Seelenteilen:
-> begehrender Aspekt (Sinnlichkeit, Vitalität)
-> affektiver Aspekt (Temperament, Leidenschaft)
-> Vernunftseele (rationale Steuerung)
- Annahme einer vorgeburtlichen Existenz (Idealwelt) und Weiterleben nach dem Tod
- Annahme einer Weltseele (Vernunft des Kosmos)
- willentlich gesteuerte Bewegung als Merkmal der Wirksamkeit seelischer Kräfte, deswegen auch Annahme einer Seele bei Tieren
Q:
Was beinhaltet Aristoteles Seelenlehre?
A:
=> Aristoteles (384-322 v. Chr.); 1ter empirischer Denker 
- war Schüler in Platons Akademie und vertrat in frühen Schriften Platons Seelenlehre
- später Änderung der Sichtweise; Seele als Inbegriff des Lebens ist nicht abtrennbar vom Körper, Seele kann ohne Körper nicht bestehen
=> Monistische Seelenlehre; Seele und Körper bilden Einheit
- Seele als Quelle menschlicher Kräfte und Fähigkeiten
- stützt sich auf empirische Beobachtung
- “Über die Seele“ ist erste systematische Lehrschrift zur Psychologie
- konzipiert Psychologie als Lehre vom Seelenvermögen (Vermögenspsychologie= was kann die Seele); bleibt über Mittelalter (Thomas v. Aquin) und Aufklärungszeit (Wolff) dominierend
Q:
Was sind die Anfänge der Psychopathologie?
A:
- Hippokrates: 4-Säfte-Lehre; körperliche und psychische Krankheiten haben mit Mischung der Körpersäfte zu tun
- Platon: Krankheit ist Missverhältnis zwischen geistigen und körperlichen Antrieben
- Aristoteles: Überhitzung der Körpersäfte führt zu Affektstörungen; sind zentrale Ursache psychischer und somatischer Störungen
Q:
Wie übernimmt die christliche Philosophie den Neuplatonismus?
A:
- übernimmt den weitgehend metaphysisch verstandenen Seelenbegriff, d. h. die Vorstellung einer immateriellen, unsterblichen Seele
- sinnliche Erfahrung= trügerisch; wissenschaftliche Erkenntnis wird deswegen durch Auslegung der Heiligen Schrift und der kirchlich anerkannten Philosophie angestrebt, nicht durch Empirie
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