1. Einführung 2. Homöostase at Universität Salzburg | Flashcards & Summaries

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Lernmaterialien für 1. Einführung 2. Homöostase an der Universität Salzburg

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TESTE DEIN WISSEN
Wie lässt sich Biopsychologie definieren?
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TESTE DEIN WISSEN
—> Schandry: biologischer Zugang, um menschliches Erleben und Verhalten zu erklären; Biopsychologie als Teilgebiet der Neurowissenschaften (thematisieren Gesamtheit der Vorgänge, die mit neuronalen Strukturen und Prozessen zusammenhängen)
- ist gehirnzentriert, setzt psychologische Konstrukte/Modelle in Beziehung mit strukturellen/funktionalen Merkmalen des Gehirns
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TESTE DEIN WISSEN
Was sind u. a. Herausforderungen der Biopsychologie?
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TESTE DEIN WISSEN
- Welche Ebene der Untersuchung des Gehirns passt am besten zu Verhalten/Erleben?
- Ist die „Ontologie“ auf psychologischer Ebene nützlich um neuronale Grundlagen besser zu verstehen?
- Input-Output Schema ist nicht realitätsnah
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TESTE DEIN WISSEN
Aus welchen Fragen entwickelt sich die Biopsychologie historisch?
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TESTE DEIN WISSEN
1. Ist die Seele immateriell?
- Descartes: Dualismus (Geist und Materie sind getrennt) => Leib-Seele-/Geist-Gehirn-Problem
- mechanisch erklärbar: Verhalten von Tieren, Reflexe, menschliche vegetative Funktionen
- Menschen haben zusätzlich Intellekt und unsterbliche, immaterielle Seele
-> dualistische Denkweise wirkt stark bis heute

2. Herz vs. Gehirn
- Structure-Function Relationships: durch Beobachtung des Gehirns wird Funktion nicht unmittelbar klar (was erzeugt Verhalten?)
- Gehirn wird früh als relevant erachtet (Trepanation, Edwin Smith Papyrus), trotzdem ist Kardiozentrismus lang dominant
=> Kardiozentrismus (Aristoteles 384-322 v. Chr.): Herz als Organ der Sinneswahrnehmung und Sitz des Denkens
- Evidenz: Herz ist aktiv, Gehirn kühlt erhitztes Blut (prägt bis heute Sprachgebrauch obwohl falsch)
=> Neurozentrismus (Hippokrates 460-370 v. Chr.): Gehirn als Organ der Sinneswahrnehmung und Sitz des Denkens
- Evidenz: Patienten mit Kopfverletzungen, Epilepsie
-> Galen (129-216 n. Chr.): macht anatomische Beobachtungen bei verhaltensauffälligen verletzten Gladiatoren; Annahme, dass Großhirn für Sinnesempfindung und Kleinhirn für Bewegungskontrolle notwendig ist

3. Wie wirkt das Gehirn?
- Ventrikeltheorie (Galen): flüssigkeitsgefüllte Ventrikel, Bewegung wird durch Verschiebung luftartiger Lebenskraft (pneuma psychikon) ausgelöst, die durch hohle Nerven fließt
- ähnliche Theorie von Descartes, Zirbeldrüse/Epiphyse ist zentral
- ab 19 JH Elektrizität, Galvani entdeckt 1791 elektrische Erregbarkeit von Nerven (Froschschenkel-Experiment)
- Frisch und Hitzig (1870) elektrische Stimulation des Hundegehirns löst Bewegung aus, Ende der Ventrikeltheorie und elektrisches Kabel als neue Metapher

4. Haben mentale Funktionen im Gehirn eine Adresse?
- Ablation= Zerstörung definierter Gehirnbereiche und Beobachtung sensorischer/motorischer Defizite
- Flourens (1821): Nachweis, dass:

-> Kleinhirn wichtig für Bewegungskoordination, 
-> Zerstörung des Hirnstamms tödlich,
-> Großhirn für Wahrnehmung und Bewegungsinitiierung zuständig ist (allerdings keine weitere Spezialisierung auf Ebene des Großhirns)

- Franz Joseph Gall (1785-1828): Begründer der Phrenologie; Annahme, dass: 
-> psychische Funktionen an der Hirnoberfläche lokalisiert sind, 
-> die Wölbungen der Schädeloberfläche Indikator für die Größe der darunter liegenden Region (und damit Ausprägung der psychischen Funktionen/Persönlichkeitsmerkmale) sind
—> Vorwurf der Pseudowissenschaft, Rückschritt für die Idee der funktionellen Lokalisation

- Karl Lashley (1890-1958): akzeptierte Lokalisation sensorischer und motorischer Funktionen, andere Funktionen sind verteilt lokalisiert
- Law of Equipotentiality: wenn ein Bereich kaputt ist, wird seine Funktion von anderen übernommen
- Law of Mass Action: die Größe des beschädigten Bereichs ist proportional zum Ausmaß des Gedächtnisverlusts
—> streng gesehen widerlegt, aber Elemente in Neuroplastizitäts- und Netzwerkströmungen wiederbelebt

=> “Sieg der Lokalisationisten“
- Paul Broca (1861): Patient Tan 
- motorische Aphasie (intaktes Sprachverständnis aber Unfähigkeit zu sprechen)
- linksfrontaler Schaden (Broca-Areal)
- Carl Wernicke (1874): 
- sensorische Aphasie (Defizit im Sprachverständnis)
- Läsion des Temporallappens (Wernicke-Areal)
—> Annahme, dass Wernicke- und Broca-Areal mit Fasersystem verbunden sein müssen
- Wilder Penfield (30er-50er): Entwicklung von Gehirnstimulation zum funktionellen Mapping von Epilepsiechirurgie 
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TESTE DEIN WISSEN
Was ist der heutige Stand der Neurowissenschaften?
Lösung anzeigen
TESTE DEIN WISSEN
- sind etabliert, jung, interdisziplinär
- Society for Neuroscience
- 1990-99 Decade of the Brain
- Mega Projekte: BRAIN Initiative/Human Brain Project
- Untersuchung von Konkret/Mikro zu Abstrakt/Makro:
-> Molekulare
-> Zelluläre
-> Systemische                                   Neurowissenschaft
-> Verhaltensorientierte
-> Kognitive
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TESTE DEIN WISSEN
Was sind Probleme der Neurowissenschaften?
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TESTE DEIN WISSEN
- geringer Fortschritt beim Verständnis des menschlichen Erlebens und Verhaltens
- unklare Verknüpfung der Untersuchungsebenen
- Eigenschaften auf abstrakter Ebene (z. B. Wahrnehmung) ergeben sich nicht einfach aus Eigenschaften auf konkreter Ebene (z. B. Aktivierung von Sinneszellen)
- Marr: „trying to understand perception by studying only neurons is like trying to understand bird flight by studying only feathers: it just cannot be done”
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TESTE DEIN WISSEN
Welche 3 komplementären Untersuchungsebenen postuliert Marr?
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TESTE DEIN WISSEN
1. Computational Level: Was macht das System (welches Problem löst es)? Wieso?
2. Algorithmic Level: Wie erledigt das System diese Aufgabe?
3. Implementational Level: Wodurch ist das System materiell realisiert (Neurone, Verbindungen etc.)?

=> um Beziehungen zwischen Hirn und Verhalten/Erleben zu verstehen, müssen alle Ebenen untersucht werden
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TESTE DEIN WISSEN
Warum lohnt sich ein Gehirn?
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TESTE DEIN WISSEN
-> ist teuer (verbraucht ca. 20 % der körperlichen Energie), ist kein Muss

=> bietet Selektionsvorteil: erhöht Überlebenschancen, reguliert internes und externes Milieu, erlaubt Besiedlung neuer Lebensräume (Llinas: Primacy of Movement; junge Seescheide hat rudimentäres Gehirn, nach Auffinden von Standort für Sesshaftigkeit wird Gehirn verdaut)
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TESTE DEIN WISSEN
Was postuliert Darwin in “On the Origin of Species” und was bedeutet das für die Forschung?
Lösung anzeigen
TESTE DEIN WISSEN
Darwin 1859:
- alle Arten haben gemeinsame Vorfahren, Unterschiede entstehen durch natürliche Selektion
- Verhaltensmerkmale sind auch Teil der Evolution 

evolutionär Bewährtes: 
- in allen Spezies ist das Neuron die grundlegende funktionelle Einheit des Gehirns
- ähnliche grundsätzliche Organisation des Nervensystems bei z. B. Wirbeltieren
- Gehirnmechanismen, die Verhalten zugrunde liegen, sind über verschiedene Arten hinweg möglicherweise ähnlich
- Grundlage für die Verwendung von Tiermodellen
—> Suzana Herculano-Houzel: Menschen haben höhere Dichte an Neuronen bei weniger Hirnmasse
=> je fundamentaler/komplexer der untersuchte Prozess, desto wichtiger ist nahe Verwandtschaft mit dem Menschen

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TESTE DEIN WISSEN
Anhand welcher Kriterien lässt sich Leben definieren?
Lösung anzeigen
TESTE DEIN WISSEN
Seven Pillars of Life (Koshland, 2002): 
1. Organisation: System aus mindestens einer Zelle
2. Homöostase: Aufrechterhaltung eines stabilen internen Milieus
3. Metabolismus: Umwandlung von chemischen Stoffen/Energie in Moleküle (Anabolismus) und Abbau von Molekülen (Katabolismus)
4. Wachstum
5. Adaption: Veränderung über Zeit aufgrund von Umweltfaktoren
6. Responsivität: Reaktion auf bestimmte Stimuli
7. Reproduktion: Fähigkeit zur Fortpflanzung
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TESTE DEIN WISSEN
Was besagt das Zell-Doktrin/die Zell-Theorie?
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TESTE DEIN WISSEN
- Robert Hook 1665: erstmals Beschreibung von Zellen im Korkgewebe von Baumrinden

- Theodor Schwann (1810-1882) und Matthias Schleifen (1804-1881) formulieren Zell-Doktrin
- besagt dass:
—> alle Lebewesen bestehen aus mindestens einer Zelle
—> die Zelle ist die grundlegende Einheit des Lebens
—> alle Zellen entstehen aus anderen Zellen
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TESTE DEIN WISSEN
Wie ist eine eukaryotische Zelle aufgebaut?
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TESTE DEIN WISSEN
- umgrenzt durch Zellmembran
- enthält Zellorganellen und weitere Bestandteile (u. a. Erbinformation)
- DNA (Erbinformation) ist in Zellkern eingeschlossen
- Proteine sind wesentliche Komponente, verpassen Zelle ihre Eigenschaften (Rezeptor-, Struktur-, Enzym-, Immunproteine)
- DNA codiert Bauanleitung für diese Proteine
- Genexpression= zeitliche Regulation, wann welche Proteine gebildet werden
- > 300 verschiedene Zelltypen (Muskelzelle, Fettzelle, Knochenzelle, Blutzelle, Nervenzelle, Epithelzelle, Immunzelle, Geschlechtszellen entstehen aus Stammzellen)
=> grundlegende Gemeinsamkeit aller Zellen: Stoffwechsel
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TESTE DEIN WISSEN
Wie funktioniert der zelluläre Stoffwechsel?
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TESTE DEIN WISSEN
- viele Reaktionen in Zelle benötigen Energie (z. B. Proteinsynthese), deswegen sog. Zellatmung (Prozesse auf Einzelebenen, um Energie aus Molekülen, insbesondere Glucose, freizusetzen)

- anabolische Stoffwechselwege: kleine Moleküle in ein Großes, Energieaufwand
- katabolische Stoffwechselwege: große Moleküle werden in Kleine aufgebrochen, Energiefreisetzung

”providing and maintaining a stable source of energy is the first and most essential requirement for the existence of life”
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Beispielhafte Karteikarten für deinen 1. Einführung 2. Homöostase Kurs an der Universität Salzburg - von Kommilitonen auf StudySmarter erstellt!

Q:
Wie lässt sich Biopsychologie definieren?
A:
—> Schandry: biologischer Zugang, um menschliches Erleben und Verhalten zu erklären; Biopsychologie als Teilgebiet der Neurowissenschaften (thematisieren Gesamtheit der Vorgänge, die mit neuronalen Strukturen und Prozessen zusammenhängen)
- ist gehirnzentriert, setzt psychologische Konstrukte/Modelle in Beziehung mit strukturellen/funktionalen Merkmalen des Gehirns
Q:
Was sind u. a. Herausforderungen der Biopsychologie?
A:
- Welche Ebene der Untersuchung des Gehirns passt am besten zu Verhalten/Erleben?
- Ist die „Ontologie“ auf psychologischer Ebene nützlich um neuronale Grundlagen besser zu verstehen?
- Input-Output Schema ist nicht realitätsnah
Q:
Aus welchen Fragen entwickelt sich die Biopsychologie historisch?
A:
1. Ist die Seele immateriell?
- Descartes: Dualismus (Geist und Materie sind getrennt) => Leib-Seele-/Geist-Gehirn-Problem
- mechanisch erklärbar: Verhalten von Tieren, Reflexe, menschliche vegetative Funktionen
- Menschen haben zusätzlich Intellekt und unsterbliche, immaterielle Seele
-> dualistische Denkweise wirkt stark bis heute

2. Herz vs. Gehirn
- Structure-Function Relationships: durch Beobachtung des Gehirns wird Funktion nicht unmittelbar klar (was erzeugt Verhalten?)
- Gehirn wird früh als relevant erachtet (Trepanation, Edwin Smith Papyrus), trotzdem ist Kardiozentrismus lang dominant
=> Kardiozentrismus (Aristoteles 384-322 v. Chr.): Herz als Organ der Sinneswahrnehmung und Sitz des Denkens
- Evidenz: Herz ist aktiv, Gehirn kühlt erhitztes Blut (prägt bis heute Sprachgebrauch obwohl falsch)
=> Neurozentrismus (Hippokrates 460-370 v. Chr.): Gehirn als Organ der Sinneswahrnehmung und Sitz des Denkens
- Evidenz: Patienten mit Kopfverletzungen, Epilepsie
-> Galen (129-216 n. Chr.): macht anatomische Beobachtungen bei verhaltensauffälligen verletzten Gladiatoren; Annahme, dass Großhirn für Sinnesempfindung und Kleinhirn für Bewegungskontrolle notwendig ist

3. Wie wirkt das Gehirn?
- Ventrikeltheorie (Galen): flüssigkeitsgefüllte Ventrikel, Bewegung wird durch Verschiebung luftartiger Lebenskraft (pneuma psychikon) ausgelöst, die durch hohle Nerven fließt
- ähnliche Theorie von Descartes, Zirbeldrüse/Epiphyse ist zentral
- ab 19 JH Elektrizität, Galvani entdeckt 1791 elektrische Erregbarkeit von Nerven (Froschschenkel-Experiment)
- Frisch und Hitzig (1870) elektrische Stimulation des Hundegehirns löst Bewegung aus, Ende der Ventrikeltheorie und elektrisches Kabel als neue Metapher

4. Haben mentale Funktionen im Gehirn eine Adresse?
- Ablation= Zerstörung definierter Gehirnbereiche und Beobachtung sensorischer/motorischer Defizite
- Flourens (1821): Nachweis, dass:

-> Kleinhirn wichtig für Bewegungskoordination, 
-> Zerstörung des Hirnstamms tödlich,
-> Großhirn für Wahrnehmung und Bewegungsinitiierung zuständig ist (allerdings keine weitere Spezialisierung auf Ebene des Großhirns)

- Franz Joseph Gall (1785-1828): Begründer der Phrenologie; Annahme, dass: 
-> psychische Funktionen an der Hirnoberfläche lokalisiert sind, 
-> die Wölbungen der Schädeloberfläche Indikator für die Größe der darunter liegenden Region (und damit Ausprägung der psychischen Funktionen/Persönlichkeitsmerkmale) sind
—> Vorwurf der Pseudowissenschaft, Rückschritt für die Idee der funktionellen Lokalisation

- Karl Lashley (1890-1958): akzeptierte Lokalisation sensorischer und motorischer Funktionen, andere Funktionen sind verteilt lokalisiert
- Law of Equipotentiality: wenn ein Bereich kaputt ist, wird seine Funktion von anderen übernommen
- Law of Mass Action: die Größe des beschädigten Bereichs ist proportional zum Ausmaß des Gedächtnisverlusts
—> streng gesehen widerlegt, aber Elemente in Neuroplastizitäts- und Netzwerkströmungen wiederbelebt

=> “Sieg der Lokalisationisten“
- Paul Broca (1861): Patient Tan 
- motorische Aphasie (intaktes Sprachverständnis aber Unfähigkeit zu sprechen)
- linksfrontaler Schaden (Broca-Areal)
- Carl Wernicke (1874): 
- sensorische Aphasie (Defizit im Sprachverständnis)
- Läsion des Temporallappens (Wernicke-Areal)
—> Annahme, dass Wernicke- und Broca-Areal mit Fasersystem verbunden sein müssen
- Wilder Penfield (30er-50er): Entwicklung von Gehirnstimulation zum funktionellen Mapping von Epilepsiechirurgie 
Q:
Was ist der heutige Stand der Neurowissenschaften?
A:
- sind etabliert, jung, interdisziplinär
- Society for Neuroscience
- 1990-99 Decade of the Brain
- Mega Projekte: BRAIN Initiative/Human Brain Project
- Untersuchung von Konkret/Mikro zu Abstrakt/Makro:
-> Molekulare
-> Zelluläre
-> Systemische                                   Neurowissenschaft
-> Verhaltensorientierte
-> Kognitive
Q:
Was sind Probleme der Neurowissenschaften?
A:
- geringer Fortschritt beim Verständnis des menschlichen Erlebens und Verhaltens
- unklare Verknüpfung der Untersuchungsebenen
- Eigenschaften auf abstrakter Ebene (z. B. Wahrnehmung) ergeben sich nicht einfach aus Eigenschaften auf konkreter Ebene (z. B. Aktivierung von Sinneszellen)
- Marr: „trying to understand perception by studying only neurons is like trying to understand bird flight by studying only feathers: it just cannot be done”
Mehr Karteikarten anzeigen
Q:
Welche 3 komplementären Untersuchungsebenen postuliert Marr?
A:
1. Computational Level: Was macht das System (welches Problem löst es)? Wieso?
2. Algorithmic Level: Wie erledigt das System diese Aufgabe?
3. Implementational Level: Wodurch ist das System materiell realisiert (Neurone, Verbindungen etc.)?

=> um Beziehungen zwischen Hirn und Verhalten/Erleben zu verstehen, müssen alle Ebenen untersucht werden
Q:
Warum lohnt sich ein Gehirn?
A:
-> ist teuer (verbraucht ca. 20 % der körperlichen Energie), ist kein Muss

=> bietet Selektionsvorteil: erhöht Überlebenschancen, reguliert internes und externes Milieu, erlaubt Besiedlung neuer Lebensräume (Llinas: Primacy of Movement; junge Seescheide hat rudimentäres Gehirn, nach Auffinden von Standort für Sesshaftigkeit wird Gehirn verdaut)
Q:
Was postuliert Darwin in “On the Origin of Species” und was bedeutet das für die Forschung?
A:
Darwin 1859:
- alle Arten haben gemeinsame Vorfahren, Unterschiede entstehen durch natürliche Selektion
- Verhaltensmerkmale sind auch Teil der Evolution 

evolutionär Bewährtes: 
- in allen Spezies ist das Neuron die grundlegende funktionelle Einheit des Gehirns
- ähnliche grundsätzliche Organisation des Nervensystems bei z. B. Wirbeltieren
- Gehirnmechanismen, die Verhalten zugrunde liegen, sind über verschiedene Arten hinweg möglicherweise ähnlich
- Grundlage für die Verwendung von Tiermodellen
—> Suzana Herculano-Houzel: Menschen haben höhere Dichte an Neuronen bei weniger Hirnmasse
=> je fundamentaler/komplexer der untersuchte Prozess, desto wichtiger ist nahe Verwandtschaft mit dem Menschen

Q:
Anhand welcher Kriterien lässt sich Leben definieren?
A:
Seven Pillars of Life (Koshland, 2002): 
1. Organisation: System aus mindestens einer Zelle
2. Homöostase: Aufrechterhaltung eines stabilen internen Milieus
3. Metabolismus: Umwandlung von chemischen Stoffen/Energie in Moleküle (Anabolismus) und Abbau von Molekülen (Katabolismus)
4. Wachstum
5. Adaption: Veränderung über Zeit aufgrund von Umweltfaktoren
6. Responsivität: Reaktion auf bestimmte Stimuli
7. Reproduktion: Fähigkeit zur Fortpflanzung
Q:
Was besagt das Zell-Doktrin/die Zell-Theorie?
A:
- Robert Hook 1665: erstmals Beschreibung von Zellen im Korkgewebe von Baumrinden

- Theodor Schwann (1810-1882) und Matthias Schleifen (1804-1881) formulieren Zell-Doktrin
- besagt dass:
—> alle Lebewesen bestehen aus mindestens einer Zelle
—> die Zelle ist die grundlegende Einheit des Lebens
—> alle Zellen entstehen aus anderen Zellen
Q:
Wie ist eine eukaryotische Zelle aufgebaut?
A:
- umgrenzt durch Zellmembran
- enthält Zellorganellen und weitere Bestandteile (u. a. Erbinformation)
- DNA (Erbinformation) ist in Zellkern eingeschlossen
- Proteine sind wesentliche Komponente, verpassen Zelle ihre Eigenschaften (Rezeptor-, Struktur-, Enzym-, Immunproteine)
- DNA codiert Bauanleitung für diese Proteine
- Genexpression= zeitliche Regulation, wann welche Proteine gebildet werden
- > 300 verschiedene Zelltypen (Muskelzelle, Fettzelle, Knochenzelle, Blutzelle, Nervenzelle, Epithelzelle, Immunzelle, Geschlechtszellen entstehen aus Stammzellen)
=> grundlegende Gemeinsamkeit aller Zellen: Stoffwechsel
Q:
Wie funktioniert der zelluläre Stoffwechsel?
A:
- viele Reaktionen in Zelle benötigen Energie (z. B. Proteinsynthese), deswegen sog. Zellatmung (Prozesse auf Einzelebenen, um Energie aus Molekülen, insbesondere Glucose, freizusetzen)

- anabolische Stoffwechselwege: kleine Moleküle in ein Großes, Energieaufwand
- katabolische Stoffwechselwege: große Moleküle werden in Kleine aufgebrochen, Energiefreisetzung

”providing and maintaining a stable source of energy is the first and most essential requirement for the existence of life”
1. Einführung 2. Homöostase

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