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Lernmaterialien für Allgemeine Erziehungswissenschaft an der Universität Rostock

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TESTE DEIN WISSEN

Landerziehungsheim

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Landerziehungsheime oder Landschulheime sind eine Ende des 19. Jahrhunderts entstandene Form von reformpädagogisch orientierten Internaten. Sie sollen nicht eine Lehranstalt, sondern ein Lern- und Lebensort sowie Heimat für die Schüler sein.

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TESTE DEIN WISSEN

Bildung ist

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TESTE DEIN WISSEN
  • Die individuelle Aneignung objektiver kultureller Werte, Normen und Güter als Voraussetzung eines kritisch-reflexiven Verhältnisses zu sich selbst, zu anderen und zur Welt
  • (Selbst-)Formung des Menschen im Hinblick auf sein Menschsein und seine Fertigkeiten
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Was ist Erziehung?

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  • Erziehung ist
    • ein intentionales, moralisch-kommunikatives Handeln zwischen Personen & Institutionen sowie mit & über Medien,
    • das auf dauerhafte Einwirkung abzielt und
    • ein Gefälle zwischen den Handlungsakteuren voraussetzt.
      1. Hierarchie zwischen den Beteiligten wird durch deren unterschiedliche Verfügbarkeit über kulturelle Ressourcen begründet.
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Wichtigste Strömungen innerhalb der EW

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TESTE DEIN WISSEN
  • Geisteswissenschaftliche Pädagogik
    • Entstehung Anfang des 20. Jhd./Reformpädagogik
    • Hermeneutischer Ansatz (historisch-verstehend)
    • Betrachtung historischer und gesellschaftlicher Aspekte von Bildung und Erziehung
  • Kritische Erziehungswissenschaft
    • Entstehung 1960er / Kritische Theorie
    • Weiterentwicklung der geisteswissenschaftlichen Pädagogik
    • Dialektischer Ansatz
    • Förderung der Emanzipation von Individuum und Gesellschaft
  • Empirische Erziehungswissenschaft
    • 1960er Jahre / Ideologiekritik und Wende zum Realismus
    • Empirisch-analytischer Ansatz
    • Erfahrungswissenschaftliche Theorien über Erziehung
    • Prognosen von Erziehungs- und Bildungsprozessen / wirksame Technologien ihrer Veränderung
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Rousseaus Bildungstheorie

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  • Jean-Jacques Rousseau legte in seinem Werk "Émile" oder "Über die Erziehung" (1762) Gedanken über eine natürliche, nicht nur vernunftorientierte Erziehung dar. 
  • Er machte auf die Kosten des Zivilisationsprozesses, wie ihn die Aufklärung feierte, aufmerksam und sah in der Kultur einen Verfallsprozess dessen, was der Mensch aus der Hand des Schöpfers erhalten habe. Kultur und soziale Verpflichtungen hätten den Menschen verdorben: Man dürfe nicht zu früh mit Moralvorstellungen an das Kind herantreten; es müsse aus seinen eigenen Erfahrungen lernen.
  • Pädagogik vom Kind aus
  • Alter als Ordnungsschema
  • weist auf den Eigenwert von Kindheit und Jugend hin
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Arten des selbstständigen Lernens

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  • Selbstgesteuertes Lernen
  • Autonomes Lernen
  • --> Begriffe verwandt, stehen aber für unterschiedliche Freiheitsgradem aus denen unterschiedliche Lernkulturen resultieren
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Geisteswissenschaftliche Pädagogik

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  • Geisteswissenschaftliche Pädagogik
    • Methode: anthropologische Grundstrukturen IN ihrem GEWORDENSEIN VERSTEHEN
      1. Geschichtlichkeit
      2. Besondere Qualität des Lebens bestimmen
      3. Rekonstruktion des nicht positiv gegebenen 
      4. Objektivationen: Sprache, soziale Normen, Riten …
    • Konsequenzen für pädagogisches Denken:
      1. Beziehung des Menschen zur Geschichte rekonstruieren
      2. Individualität, Einmaligkeit bestimmen; individuelles WERDEN im Rahmen der Teleologie des Seelenlebens verstehen
    • ERZIEHUNG als Funktion der Gesellschaft
    • Regeln für Erziehung als Ergebnis der Analyse der Objektivationen / der historisch gewordenen Wirklichkeit formulieren
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Normen: Tugenden (Verhaltensnormen)

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  • Die Mittel zur Umsetzung von Werten sind Verhaltensformen = Tugenden
  • Tugenden sind Eigenschaften der Menschen, mit deren Hilfe sie den Werten entsprechen oder Genüge tun
  • IN TUGENDESN SIND OBJEKTIVE GRUNDWERTE, SUBJEKTIVE WERTHALTUNGEN UND PRAGMATISCHE NORMORIENTIERUNG VERBUNDEN
  • Kultur-pessimistisch Klage über Wert-Unsicherheit und Werte-Verlust
    1. Antwort Wolfgang Bezinka
      • Schlussfolgerung: „Werte-Erziehung“
        • Ist eine erziehungspolitische Antwort auf die Kulturkrise der liberalen, aufgeklärten, säkularisierten Gesellschaften
        • Fasst unter neuem Namen bekannte Erziehungsaufgaben zusammen: religiöse, weltanschauliche, politische, soziale
    2. Antwort Hartmut von Hentig
      • OFFENHEIT UND PLURALISMUS DER MODERNE ALS CHANCE BEGREIFEN
      • Offenheit aushalten lernen
      • Offenheit statt Zwang zum Konsens
      • Widerspricht dem allgemeinen Ruf nach Verbindlichkeit und Grundkonsens, nach festen Orientierungspunkten
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Humboldts Bildungstheorie

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  • Bildungstheorie des Individuums
  • Bildung ist der UNABSCHLIESSBARE Weg des Individuums zu sich selbst
  • Bildung ist Verknüpfung der ICH mit der Welt
  • Zurückweisung einer Pädagogik, die ihren Sinn in bloßer Nützlichkeit für einen späteren Beruf oder in partikularen Standeserziehung sieht
  • Allgemeine Menschenbildung
    • Einsatz für Schulbildung, die jedem Kind die Chance zur Entfaltung seiner Menschlichkeit bietet
    • Ablehnung einer vorzeitigen Prägung für gesellschaftliche und berufliche Lebensaufgaben
    • Gleiche Menschen- und Gemütsbildung für alle zur besseren Sozialität
  • Lernen des Lernens
    • Stoff ist nur ein Hilfsmittel auf dem Weg zu Wissenschaft
  • Humboldtsches Bildungs-/Universitätsideal
    • Ganzheitliche Ausbildung in Verbindung mit der jeweiligen Studienfachrichtung
    • Einheit von Forschung und Lehre
    • Universität als Ort, an dem autonome Individuen und Weltbürger hervorgebracht werden, genauer gesagt sich selbst hervorbringen
    • Autonomes Individuum = Individuum, das Selbstbestimmung und Mündigkeit durch seinen Vernunftgebrauch erlangt
    • Weltbürgertum = kollektives Band, das die autonomen Individuen verbindet, unabhängig von ihrer sozialen und kulturellen Sozialisation
    • Zum Weltbürger werden heißt, sich mit den großen Menschheitsfragen auseinander zu setzen, sich um Frieden, Gerechtigkeit, den Austausch der Kulturen, andere Geschlechterverhältnisse oder eine andere Beziehung zur Natur zu bemühen
    • Universitäre Bildung soll keine berufsbezogene, sondern eine von wirtschaftlichen Interessen unabhängige Ausbildung sein
    • Akademische Freiheit
      1. Akademische Freiheit heißt äußere und wirtschaftliche Unabhängigkeit der Universität vom Staat
      2. Die Universität soll sich staatlichen Einflüssen entziehen
      3. Akademische Freiheit verlangt auch innere Freiheit, d. h. freie Studienwahl und freie Studienorganisation
      4. Universität soll deshalb ein Ort des permanenten öffentlichen Austausches zwischen allen am Wissenschaftsprozess Beteiligten sein
      5. Integration des Wissens soll mit Hilfe der Philosophie zustande kommen
      6. Philosophie soll eine Art Grundwissenschaft darstellen, die es den Angehörigen verschiedener wissenschaftlicher Disziplinen erlaubt, einen Austausch ihrer Erkenntnisse zustande zu bringen und sie miteinander zu verknüpfen
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Reformpädagogik

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  • Synonym für neue Pädagogik
  • Ca. 1890-1933
  • Antowrt auf gesellschaftliche Krisensituation um 1900
  • Industrialisierung, Globalisierung, LEBENSREFORM
  • Lange Reformtradition (Reformation, Philanthropismus, Kulturkritik)
  • Kritik an traditioneller Schule und Pädagogik
  • Sammelbegriff für unterschiedlichste pädagogische, politische und ideologische Bestrebungen, das Bildungswesen und seine Institutionen zu Beginn des 20. Jahrhunderts zu erneuern
  • Internationale Bewegung (Montessori, Dewey, Lietz…)
  • Nicht DIE Reformpädagogik, vielmehr: Landeserziehungsheim-, Kunsterziehungs-, Arbeitsschulbewegung, Anthroposophie, Erlebnispädagogik, pädagogische Tatsachenforschung…
  • Lange Tradition der Verbindung von Kultur und Bildungsreform
  • Reformpädagogik als Antwort auf gesellschaftliche Krisensituationen, die vom traditionellen Schul-/Erziehungssystem nicht bewältigt werden (Industrialisierung, Lebensreform…)
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TESTE DEIN WISSEN

Dimensionen von Bildung

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TESTE DEIN WISSEN
  • Formelle Bildung
    • Hierarchisch strukturierte, verpflichtende und auf Zertifikate ausgerichtete Bildung
  • Nicht-formelle Bildung
    • Freiwillig organisierte Bildung und Erziehung
  • Informelle Bildung
    • Ungeplante, unbeabsichtigte, im Alltag eines Menschen geschehene Bildung
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TESTE DEIN WISSEN

Bestimmungen von Bildung

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TESTE DEIN WISSEN
  • Persönliche Bildung: was der sich bildende Mensch aus sich zu machen sucht
  • Praktische Bildung: was dem Menschen ermöglicht, in seiner geschichtliche Lage zurechtzukommen
  • Politische Bildung: was der Gemeinschaft erlaubt, gesittet und friedlich in Freiheit und mit einem Anspruch auf Glück zu bestehen
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  • 51677 Karteikarten
  • 1379 Studierende
  • 5 Lernmaterialien

Beispielhafte Karteikarten für deinen Allgemeine Erziehungswissenschaft Kurs an der Universität Rostock - von Kommilitonen auf StudySmarter erstellt!

Q:

Landerziehungsheim

A:

Landerziehungsheime oder Landschulheime sind eine Ende des 19. Jahrhunderts entstandene Form von reformpädagogisch orientierten Internaten. Sie sollen nicht eine Lehranstalt, sondern ein Lern- und Lebensort sowie Heimat für die Schüler sein.

Q:

Bildung ist

A:
  • Die individuelle Aneignung objektiver kultureller Werte, Normen und Güter als Voraussetzung eines kritisch-reflexiven Verhältnisses zu sich selbst, zu anderen und zur Welt
  • (Selbst-)Formung des Menschen im Hinblick auf sein Menschsein und seine Fertigkeiten
Q:

Was ist Erziehung?

A:
  • Erziehung ist
    • ein intentionales, moralisch-kommunikatives Handeln zwischen Personen & Institutionen sowie mit & über Medien,
    • das auf dauerhafte Einwirkung abzielt und
    • ein Gefälle zwischen den Handlungsakteuren voraussetzt.
      1. Hierarchie zwischen den Beteiligten wird durch deren unterschiedliche Verfügbarkeit über kulturelle Ressourcen begründet.
Q:

Wichtigste Strömungen innerhalb der EW

A:
  • Geisteswissenschaftliche Pädagogik
    • Entstehung Anfang des 20. Jhd./Reformpädagogik
    • Hermeneutischer Ansatz (historisch-verstehend)
    • Betrachtung historischer und gesellschaftlicher Aspekte von Bildung und Erziehung
  • Kritische Erziehungswissenschaft
    • Entstehung 1960er / Kritische Theorie
    • Weiterentwicklung der geisteswissenschaftlichen Pädagogik
    • Dialektischer Ansatz
    • Förderung der Emanzipation von Individuum und Gesellschaft
  • Empirische Erziehungswissenschaft
    • 1960er Jahre / Ideologiekritik und Wende zum Realismus
    • Empirisch-analytischer Ansatz
    • Erfahrungswissenschaftliche Theorien über Erziehung
    • Prognosen von Erziehungs- und Bildungsprozessen / wirksame Technologien ihrer Veränderung
Q:

Rousseaus Bildungstheorie

A:
  • Jean-Jacques Rousseau legte in seinem Werk "Émile" oder "Über die Erziehung" (1762) Gedanken über eine natürliche, nicht nur vernunftorientierte Erziehung dar. 
  • Er machte auf die Kosten des Zivilisationsprozesses, wie ihn die Aufklärung feierte, aufmerksam und sah in der Kultur einen Verfallsprozess dessen, was der Mensch aus der Hand des Schöpfers erhalten habe. Kultur und soziale Verpflichtungen hätten den Menschen verdorben: Man dürfe nicht zu früh mit Moralvorstellungen an das Kind herantreten; es müsse aus seinen eigenen Erfahrungen lernen.
  • Pädagogik vom Kind aus
  • Alter als Ordnungsschema
  • weist auf den Eigenwert von Kindheit und Jugend hin
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Q:

Arten des selbstständigen Lernens

A:
  • Selbstgesteuertes Lernen
  • Autonomes Lernen
  • --> Begriffe verwandt, stehen aber für unterschiedliche Freiheitsgradem aus denen unterschiedliche Lernkulturen resultieren
Q:

Geisteswissenschaftliche Pädagogik

A:
  • Geisteswissenschaftliche Pädagogik
    • Methode: anthropologische Grundstrukturen IN ihrem GEWORDENSEIN VERSTEHEN
      1. Geschichtlichkeit
      2. Besondere Qualität des Lebens bestimmen
      3. Rekonstruktion des nicht positiv gegebenen 
      4. Objektivationen: Sprache, soziale Normen, Riten …
    • Konsequenzen für pädagogisches Denken:
      1. Beziehung des Menschen zur Geschichte rekonstruieren
      2. Individualität, Einmaligkeit bestimmen; individuelles WERDEN im Rahmen der Teleologie des Seelenlebens verstehen
    • ERZIEHUNG als Funktion der Gesellschaft
    • Regeln für Erziehung als Ergebnis der Analyse der Objektivationen / der historisch gewordenen Wirklichkeit formulieren
Q:

Normen: Tugenden (Verhaltensnormen)

A:
  • Die Mittel zur Umsetzung von Werten sind Verhaltensformen = Tugenden
  • Tugenden sind Eigenschaften der Menschen, mit deren Hilfe sie den Werten entsprechen oder Genüge tun
  • IN TUGENDESN SIND OBJEKTIVE GRUNDWERTE, SUBJEKTIVE WERTHALTUNGEN UND PRAGMATISCHE NORMORIENTIERUNG VERBUNDEN
  • Kultur-pessimistisch Klage über Wert-Unsicherheit und Werte-Verlust
    1. Antwort Wolfgang Bezinka
      • Schlussfolgerung: „Werte-Erziehung“
        • Ist eine erziehungspolitische Antwort auf die Kulturkrise der liberalen, aufgeklärten, säkularisierten Gesellschaften
        • Fasst unter neuem Namen bekannte Erziehungsaufgaben zusammen: religiöse, weltanschauliche, politische, soziale
    2. Antwort Hartmut von Hentig
      • OFFENHEIT UND PLURALISMUS DER MODERNE ALS CHANCE BEGREIFEN
      • Offenheit aushalten lernen
      • Offenheit statt Zwang zum Konsens
      • Widerspricht dem allgemeinen Ruf nach Verbindlichkeit und Grundkonsens, nach festen Orientierungspunkten
Q:

Humboldts Bildungstheorie

A:
  • Bildungstheorie des Individuums
  • Bildung ist der UNABSCHLIESSBARE Weg des Individuums zu sich selbst
  • Bildung ist Verknüpfung der ICH mit der Welt
  • Zurückweisung einer Pädagogik, die ihren Sinn in bloßer Nützlichkeit für einen späteren Beruf oder in partikularen Standeserziehung sieht
  • Allgemeine Menschenbildung
    • Einsatz für Schulbildung, die jedem Kind die Chance zur Entfaltung seiner Menschlichkeit bietet
    • Ablehnung einer vorzeitigen Prägung für gesellschaftliche und berufliche Lebensaufgaben
    • Gleiche Menschen- und Gemütsbildung für alle zur besseren Sozialität
  • Lernen des Lernens
    • Stoff ist nur ein Hilfsmittel auf dem Weg zu Wissenschaft
  • Humboldtsches Bildungs-/Universitätsideal
    • Ganzheitliche Ausbildung in Verbindung mit der jeweiligen Studienfachrichtung
    • Einheit von Forschung und Lehre
    • Universität als Ort, an dem autonome Individuen und Weltbürger hervorgebracht werden, genauer gesagt sich selbst hervorbringen
    • Autonomes Individuum = Individuum, das Selbstbestimmung und Mündigkeit durch seinen Vernunftgebrauch erlangt
    • Weltbürgertum = kollektives Band, das die autonomen Individuen verbindet, unabhängig von ihrer sozialen und kulturellen Sozialisation
    • Zum Weltbürger werden heißt, sich mit den großen Menschheitsfragen auseinander zu setzen, sich um Frieden, Gerechtigkeit, den Austausch der Kulturen, andere Geschlechterverhältnisse oder eine andere Beziehung zur Natur zu bemühen
    • Universitäre Bildung soll keine berufsbezogene, sondern eine von wirtschaftlichen Interessen unabhängige Ausbildung sein
    • Akademische Freiheit
      1. Akademische Freiheit heißt äußere und wirtschaftliche Unabhängigkeit der Universität vom Staat
      2. Die Universität soll sich staatlichen Einflüssen entziehen
      3. Akademische Freiheit verlangt auch innere Freiheit, d. h. freie Studienwahl und freie Studienorganisation
      4. Universität soll deshalb ein Ort des permanenten öffentlichen Austausches zwischen allen am Wissenschaftsprozess Beteiligten sein
      5. Integration des Wissens soll mit Hilfe der Philosophie zustande kommen
      6. Philosophie soll eine Art Grundwissenschaft darstellen, die es den Angehörigen verschiedener wissenschaftlicher Disziplinen erlaubt, einen Austausch ihrer Erkenntnisse zustande zu bringen und sie miteinander zu verknüpfen
Q:

Reformpädagogik

A:
  • Synonym für neue Pädagogik
  • Ca. 1890-1933
  • Antowrt auf gesellschaftliche Krisensituation um 1900
  • Industrialisierung, Globalisierung, LEBENSREFORM
  • Lange Reformtradition (Reformation, Philanthropismus, Kulturkritik)
  • Kritik an traditioneller Schule und Pädagogik
  • Sammelbegriff für unterschiedlichste pädagogische, politische und ideologische Bestrebungen, das Bildungswesen und seine Institutionen zu Beginn des 20. Jahrhunderts zu erneuern
  • Internationale Bewegung (Montessori, Dewey, Lietz…)
  • Nicht DIE Reformpädagogik, vielmehr: Landeserziehungsheim-, Kunsterziehungs-, Arbeitsschulbewegung, Anthroposophie, Erlebnispädagogik, pädagogische Tatsachenforschung…
  • Lange Tradition der Verbindung von Kultur und Bildungsreform
  • Reformpädagogik als Antwort auf gesellschaftliche Krisensituationen, die vom traditionellen Schul-/Erziehungssystem nicht bewältigt werden (Industrialisierung, Lebensreform…)
Q:

Dimensionen von Bildung

A:
  • Formelle Bildung
    • Hierarchisch strukturierte, verpflichtende und auf Zertifikate ausgerichtete Bildung
  • Nicht-formelle Bildung
    • Freiwillig organisierte Bildung und Erziehung
  • Informelle Bildung
    • Ungeplante, unbeabsichtigte, im Alltag eines Menschen geschehene Bildung
Q:

Bestimmungen von Bildung

A:
  • Persönliche Bildung: was der sich bildende Mensch aus sich zu machen sucht
  • Praktische Bildung: was dem Menschen ermöglicht, in seiner geschichtliche Lage zurechtzukommen
  • Politische Bildung: was der Gemeinschaft erlaubt, gesittet und friedlich in Freiheit und mit einem Anspruch auf Glück zu bestehen
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