Morphologie 2 Wortbildung Und Flexion at Universität Paderborn | Flashcards & Summaries

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Lernmaterialien für Morphologie 2 Wortbildung und Flexion an der Universität Paderborn

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Was ist Flexion und Wortbildung?

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  • Flexion: Prozesse zur Bildung konkreter syntaktischer Wörter aus abstrakten lexikalischen Wörtern, welche sich aufeinander und auf außersprachliche Sachverhalte beziehen
  • Wortbildung: Prozesse zur Erzeugung neuer Wörter, die der Erweiterung des Wortschatzes einer Sprache dienen; Morpheme werden dabei auf verschiedene Weise miteinander kombiniert oder verändert
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Welche Wortbildungsverfahren zur Erzeugung neuer Wörter gibt es?

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  • Komposition
  • Derivation
  • Konversion
  • Wortschöpfung/Entlehnung 
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Was ist die Komposition?

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  • Kombination mindestens zweier Lexeme zu einem neuen 
  • Lexem + Lexem = Kompositum
  • verschiedene Arten der Komposition: Determinativkompositum, Rektionskompositum, Kopulativkompositum, Possessivkompositum
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Was sind verschiedene Arten der Komposition?

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Determinativkompositum

  • erster Teil (Determinans) bestimmt den zweiten (Determinatum) näher 
  • ein AB ist ein B 
  • Bsp. Mülleimer (Eimer für Müll, auf jeden Fall ein Eimer)

Rektionskompositum

  • von einem Verb abgeleitetes Zweitglied (Regens) fordert eine Ergänzung (Rektum), z.B eine Akkusativ-/Präpositional-Ergänzung
  • nur eine Leseart für das Kompositum möglich
  • Bsp. Deutschlehrer, jemand der Deutsch lehrt

Kopulativkompositum

  • beide Konstituenten sind gleichrangig; es kann nicht gesagt werden ob ein AB mehr ein A oder ein B ist, Erstglied determiniert nicht das Zweitglied
  • Bsp. süß-sauer, schwarz-weiß

Possessivkompositum

  • nur übertragender Sinn, ein AB ist weder ein A noch ein B 
  • Bsp. Dickkopf, Rotkehlchen
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Was ist die explizite/implizite Derivation? 

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explizite Derivation

  • Kombination von Lexem und Wortbildungsmorphem; Lexem + Wortbildungsmorphem = Derivat
  • Präfigierung: Präfix + Lexem Bsp ver-laufen, Ab-fahrt
  • Suffigierung: Lexem + Suffix Bsp Wohn-ung, Krank-heit
  • Zirkumfigierung (kombinatorische Derivation): Bsp Ge-birg-e

implizite Derivation

  • es wird nichts an die ursprüngliche Basis angehängt, sondern das Basismorphem verändert 
  • Bsp {sitz} von setzen
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Was ist die Kurzwortbildung und welche Fälle der Kurzwortbildung gibt es?

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  • Ausdruckskürzung, Verkürzung der Basis; Wortbildung nur wenn auf graphematischer und phonologischer Ebene ein neues Wort entsteht

unisegmentales Kurzwort: 

  • Teil der jeweiligen Basis wird abgeschnitten
  • Anfangswörter: Auto (Automobil), Lok (Lokomotive)
  • Endwörter: Rad (Fahrrad), Bahn (Eisenbahn)
  • Rumpfwörter: Lisa (Elisabeth)

Akronym:

  • multisegmentales Kurzwort, mehrere Ausschnitte aus der Langform finden sich im Kurzwort wieder 
  • Initialabkürzungswörter: PKW (Personenkraftwagen), ICE (InterCityExpress)
  • Silbenkurzwörter: Kripo (Kriminalpolizei)
  • partielle Kurzwörter: nur ein Teil der Langform wird abgekürzt, U-Bahn (Untergrundbahn)
  • Kontamination: zwei Wörter werden gekreuzt oder verschmelzen, Brexit (Britain+Exit)
    • Kontraktion: am, beim, zur,... (Präposition+Artikel)


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Was ist die Konversion, syntaktische vs morphologische Konversion?

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  • Wortarttransfer bei weitgehend gleichbleibendem Wortkörper, rein äußerlich wird nichts an der Wortbasis verändert (Lexem/Stamm + Ø = Konvertat), Wechsel der Wortart

syntaktische Konversion:

  • Konvertat wird als syntaktisches Wort (z.B Infinitiv) in eine andere Wortart übertragen
  • Bsp. Infinitiv laufen, treffen - Substantiv das Laufen, das Treffen
  • keine Veränderung des Wortstammes, Substantivierung

morphologische Konversion:

  • Wortart Übertragung eines Stamms (z.B Verbstamm in andere Wortart konvertieren) 
  • Wortbildungsprodukte, die sich morphologisch in allen Verwendungen von ihrer Basis unterscheiden
  • Bsp. Lauf, Treff (nur Verbstamm!) 
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Was ist die Entlehnung/Wortschöpfung?

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  • dienen dazu den Wortschatz einer Sprache zu vergrößern 
  • Entlehnung: Überführung aus anderen natürlichen Sprachen (Anpassen in Aussprache, Flexion und ggf. Orthographie an das Deutsche), Bsp. Fiesta, Mail/mailen, chatten 
  • Wortschöpfung: Erfinden neuer Wortkörper (häufig in der Werbe- oder Kindersprache), Bsp. Elmex, Kodak
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Was zählt zur Ausdruckserweiterung und was zur Ausdruckskürzung?

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  • Ausdruckserweiterung: Komposition und Derivation
  • Ausdruckskürzung: Kurzwortbildung 
  • sonstige Arten der Wortschatzerweiterung: Konversion, Entlehnung/Wortschöpfung
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Was ist das Ziel der Flexion und welche Arten von Flexion gibt es?

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  • Ziel: aus abstrakten lexikalischen Wörtern, Wörter in einer konkreten, syntaktischen Verwendung zu machen
  • Deklination (Nominalflexion)
    • Substantive werden nach Numerus und Kasus, Adjektiven, Pronomen und Artikel flektiert
  • Komparation
    • Adjektive sind flektierbar
  • Konjugation (Verbalflexion)
    • Verben werden nach Person, Numerus, Tempus, (Genus verbi) und Modus flektiert
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Welche Wortgruppen gehören zur Deklination (Nominalflexion)?

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Nomen

  • werden nach Kasus (Nominativ, Genitiv, Dativ, Akkusativ) und Numerus (Singular, Plural) flektiert
  • haben ein festes Genus (Geschlecht)
  • lassen sich anhand ihrer Deklination (stark, schwach oder gemischt) unterscheiden

Pronomen und Artikel

  • werden zusätzlich nach Genus (Geschlecht, femininum, maskulinum, neutrum) flektiert
  • (teilweise nach Person und Bestimmtheit (Artikel bestimmt/unbestimmt))

Adjektive

  • werden nach Kasus, Numerus und Genus flektiert
  • werden abhängig vom jeweiligen Artikelwort stark, schwach oder gemischt dekliniert
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Was ist die Komparation?

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  • Adjektive sind i.d.R. komparierbar (steigerbar)
  • 3 Komparationsformen (Steigerungsformen)
    • Positiv - Komparativ - Superlativ 
    • laut - lauter - am lautesten 
  • Ausnahmen: tot, schwanger, heilbar, kinderlos
  • unregelmäßige Adjektive: gut - besser - am besten, viel - mehr - am meisten
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Q:

Was ist Flexion und Wortbildung?

A:
  • Flexion: Prozesse zur Bildung konkreter syntaktischer Wörter aus abstrakten lexikalischen Wörtern, welche sich aufeinander und auf außersprachliche Sachverhalte beziehen
  • Wortbildung: Prozesse zur Erzeugung neuer Wörter, die der Erweiterung des Wortschatzes einer Sprache dienen; Morpheme werden dabei auf verschiedene Weise miteinander kombiniert oder verändert
Q:

Welche Wortbildungsverfahren zur Erzeugung neuer Wörter gibt es?

A:
  • Komposition
  • Derivation
  • Konversion
  • Wortschöpfung/Entlehnung 
Q:

Was ist die Komposition?

A:
  • Kombination mindestens zweier Lexeme zu einem neuen 
  • Lexem + Lexem = Kompositum
  • verschiedene Arten der Komposition: Determinativkompositum, Rektionskompositum, Kopulativkompositum, Possessivkompositum
Q:

Was sind verschiedene Arten der Komposition?

A:

Determinativkompositum

  • erster Teil (Determinans) bestimmt den zweiten (Determinatum) näher 
  • ein AB ist ein B 
  • Bsp. Mülleimer (Eimer für Müll, auf jeden Fall ein Eimer)

Rektionskompositum

  • von einem Verb abgeleitetes Zweitglied (Regens) fordert eine Ergänzung (Rektum), z.B eine Akkusativ-/Präpositional-Ergänzung
  • nur eine Leseart für das Kompositum möglich
  • Bsp. Deutschlehrer, jemand der Deutsch lehrt

Kopulativkompositum

  • beide Konstituenten sind gleichrangig; es kann nicht gesagt werden ob ein AB mehr ein A oder ein B ist, Erstglied determiniert nicht das Zweitglied
  • Bsp. süß-sauer, schwarz-weiß

Possessivkompositum

  • nur übertragender Sinn, ein AB ist weder ein A noch ein B 
  • Bsp. Dickkopf, Rotkehlchen
Q:

Was ist die explizite/implizite Derivation? 

A:

explizite Derivation

  • Kombination von Lexem und Wortbildungsmorphem; Lexem + Wortbildungsmorphem = Derivat
  • Präfigierung: Präfix + Lexem Bsp ver-laufen, Ab-fahrt
  • Suffigierung: Lexem + Suffix Bsp Wohn-ung, Krank-heit
  • Zirkumfigierung (kombinatorische Derivation): Bsp Ge-birg-e

implizite Derivation

  • es wird nichts an die ursprüngliche Basis angehängt, sondern das Basismorphem verändert 
  • Bsp {sitz} von setzen
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Q:

Was ist die Kurzwortbildung und welche Fälle der Kurzwortbildung gibt es?

A:
  • Ausdruckskürzung, Verkürzung der Basis; Wortbildung nur wenn auf graphematischer und phonologischer Ebene ein neues Wort entsteht

unisegmentales Kurzwort: 

  • Teil der jeweiligen Basis wird abgeschnitten
  • Anfangswörter: Auto (Automobil), Lok (Lokomotive)
  • Endwörter: Rad (Fahrrad), Bahn (Eisenbahn)
  • Rumpfwörter: Lisa (Elisabeth)

Akronym:

  • multisegmentales Kurzwort, mehrere Ausschnitte aus der Langform finden sich im Kurzwort wieder 
  • Initialabkürzungswörter: PKW (Personenkraftwagen), ICE (InterCityExpress)
  • Silbenkurzwörter: Kripo (Kriminalpolizei)
  • partielle Kurzwörter: nur ein Teil der Langform wird abgekürzt, U-Bahn (Untergrundbahn)
  • Kontamination: zwei Wörter werden gekreuzt oder verschmelzen, Brexit (Britain+Exit)
    • Kontraktion: am, beim, zur,... (Präposition+Artikel)


Q:

Was ist die Konversion, syntaktische vs morphologische Konversion?

A:
  • Wortarttransfer bei weitgehend gleichbleibendem Wortkörper, rein äußerlich wird nichts an der Wortbasis verändert (Lexem/Stamm + Ø = Konvertat), Wechsel der Wortart

syntaktische Konversion:

  • Konvertat wird als syntaktisches Wort (z.B Infinitiv) in eine andere Wortart übertragen
  • Bsp. Infinitiv laufen, treffen - Substantiv das Laufen, das Treffen
  • keine Veränderung des Wortstammes, Substantivierung

morphologische Konversion:

  • Wortart Übertragung eines Stamms (z.B Verbstamm in andere Wortart konvertieren) 
  • Wortbildungsprodukte, die sich morphologisch in allen Verwendungen von ihrer Basis unterscheiden
  • Bsp. Lauf, Treff (nur Verbstamm!) 
Q:

Was ist die Entlehnung/Wortschöpfung?

A:
  • dienen dazu den Wortschatz einer Sprache zu vergrößern 
  • Entlehnung: Überführung aus anderen natürlichen Sprachen (Anpassen in Aussprache, Flexion und ggf. Orthographie an das Deutsche), Bsp. Fiesta, Mail/mailen, chatten 
  • Wortschöpfung: Erfinden neuer Wortkörper (häufig in der Werbe- oder Kindersprache), Bsp. Elmex, Kodak
Q:

Was zählt zur Ausdruckserweiterung und was zur Ausdruckskürzung?

A:
  • Ausdruckserweiterung: Komposition und Derivation
  • Ausdruckskürzung: Kurzwortbildung 
  • sonstige Arten der Wortschatzerweiterung: Konversion, Entlehnung/Wortschöpfung
Q:

Was ist das Ziel der Flexion und welche Arten von Flexion gibt es?

A:
  • Ziel: aus abstrakten lexikalischen Wörtern, Wörter in einer konkreten, syntaktischen Verwendung zu machen
  • Deklination (Nominalflexion)
    • Substantive werden nach Numerus und Kasus, Adjektiven, Pronomen und Artikel flektiert
  • Komparation
    • Adjektive sind flektierbar
  • Konjugation (Verbalflexion)
    • Verben werden nach Person, Numerus, Tempus, (Genus verbi) und Modus flektiert
Q:

Welche Wortgruppen gehören zur Deklination (Nominalflexion)?

A:

Nomen

  • werden nach Kasus (Nominativ, Genitiv, Dativ, Akkusativ) und Numerus (Singular, Plural) flektiert
  • haben ein festes Genus (Geschlecht)
  • lassen sich anhand ihrer Deklination (stark, schwach oder gemischt) unterscheiden

Pronomen und Artikel

  • werden zusätzlich nach Genus (Geschlecht, femininum, maskulinum, neutrum) flektiert
  • (teilweise nach Person und Bestimmtheit (Artikel bestimmt/unbestimmt))

Adjektive

  • werden nach Kasus, Numerus und Genus flektiert
  • werden abhängig vom jeweiligen Artikelwort stark, schwach oder gemischt dekliniert
Q:

Was ist die Komparation?

A:
  • Adjektive sind i.d.R. komparierbar (steigerbar)
  • 3 Komparationsformen (Steigerungsformen)
    • Positiv - Komparativ - Superlativ 
    • laut - lauter - am lautesten 
  • Ausnahmen: tot, schwanger, heilbar, kinderlos
  • unregelmäßige Adjektive: gut - besser - am besten, viel - mehr - am meisten
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