Kapitel 8: die emotionale und soziale Entwicklung in der frühen Kindheit at Universität Osnabrück

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8.1 Eriksons Theorie: Initiative vs. Schuldgefühl - welche Persönlichkeitsveränderungen finden nach Erikson in der frühen Kindheit statt?

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8.2 Selbstverständnis - Wie entwickelt sich das Selbstkonzept und Selbstwertgefühl in der frühen Kindheit?

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das emotionale Verständnis:

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emotionale Selbstregulation:

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Selbstbezogene Emotionen und Empathie:

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Beziehungen zu Gleichaltrigen (Peers):

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kognitive Spielkategorien (alternatives, modernes Modell):

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erste Freundschaften:

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Elterlicher Einfluss auf frühe Beziehungen unter Gleichaltrigen:

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8.6 Grundlagen Moralempfindens - wie entwickelt sich Aggression in der frühe Kindheit? Welche Einflüsse haben Familien und Medien?

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8.7 Geschlechtstypisierung - Welche Einflüsse haben Anlage und Umwelt auf die geschlechtsstereotypen Vorstellungen und Verhaltensweisen in der frühen Kindheit? 

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Einflüsse auf Geschlechtstypisierung

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Kapitel 8: die emotionale und soziale Entwicklung in der frühen Kindheit

8.1 Eriksons Theorie: Initiative vs. Schuldgefühl - welche Persönlichkeitsveränderungen finden nach Erikson in der frühen Kindheit statt?

Psychologische Stufe in der frühen Kindheit:

  • initiative vs.Schuldgefühl 
  • positives Ergebnis: benötigt -> Möglichkeiten für neue Aufgaben 
  • Aktivitäten mit Gleichaltrigen 
  • Entwicklung des Gewissens ( Über-Ich)
  • wichtige Beziehung zu Familie und Gleichaltrigen 
  • Zweck, Zielgerichtetheit vs. Hemmung
  • Einflussnahme auf die Welt, gefestigtes Selbstbild 


Kapitel 8: die emotionale und soziale Entwicklung in der frühen Kindheit

8.2 Selbstverständnis - Wie entwickelt sich das Selbstkonzept und Selbstwertgefühl in der frühen Kindheit?

das Selbstkonzept:

  • Kombination: Eigenschaften, Fähigkeiten, Einstellungen, Wertvorstellung, über die sich eine Person definiert 
  • Kindergartenkind -> sehr konkret 
  • 3,5 Jahre -> typische Emotionen und Einstellungen -> beginnendes Verständnis individueller, psychischer Eigenschaften 
  • 4 Jahre -> Persönlichkeitseigenschaften <-> passende Motive und Gefühle  (verweist noch nicht auf Persönlichkeitsmerkmal)
  • gefestigtes Selbstgefühl 
  • wertende Erzählungen durch Bezugspersonen -> Selbstkonzept + kulturelle Werte geprägt 

das Selbstwertgefühl:

  • Urteile über den eigenen Wert und mit solchen Werturteilen verbundene Gefühle
  • Wertungen -> wichtigste Aspekte der Selbstentwicklung 
  • positives Selbstwertgefühl -> Motivation für neue Fertigkeiten, psychische Gesundheit 
  • Missbilligung -> kontraproduktive Situation 

Kapitel 8: die emotionale und soziale Entwicklung in der frühen Kindheit

das emotionale Verständnis:

  • erkennen Ursachen und Folgen von Emotionen 
  • emotionale Verhaltenssignale -> Verbesserung und Differenzierung emotionalen Verständnis 
  • 4-5 Jahre -> Ursachen von Grundemotionen 
  • 5 Jahre -> Wünsche und Annahmen --> Verständnis von anderen dafür 
  • Vorschulkind -> Vorhersagen für Verhalten 
  • wirksame Strategien, um negative Gefühle zu bekämpfen 
  • Schwierigkeiten bei Situationen mit widersprüchlichen Hinweisreizen 
  • Konzentration auf Gesichtsausdruck 
  • Unterstützung durch Eltern 
  • Bedeutung "Als-Ob-Spiel"

Kapitel 8: die emotionale und soziale Entwicklung in der frühen Kindheit

emotionale Selbstregulation:

  • unterstützt durch sprachliche Entwicklung 
  • 3-4 Jahre: Strategie, um Erregungszustände auf erträgliches Niveau zu bringen 
  • aktive Selbstkontrolle -> Impulsunterdrückung und Ablenkung der Aufmerksamkeit 
  • Selbstregulation ist nicht Selbstkontrolle

Selbstregulation:

  • Prozess der Selbstintegration 
  • eigene Emotionen regulieren
  • effektive Strategien entwickeln 
  • Gespräche mit Eltern + Beobachtungs- und Modelllernen 

Selbstkontrolle:

  • selbstdisziplinarische Maßnahmen 
  • kurzfristig adaptiv 
  • beeinflusst durch Temperament 



Kapitel 8: die emotionale und soziale Entwicklung in der frühen Kindheit

Selbstbezogene Emotionen und Empathie:

  • sensibler für Lob und Tadel 
  • 3 Jahre -> selbstbezogene Emotionen <-> Selbstbeurteilungen 
  • Kritik -> Erleben von selbstbezogenen Emotionen intensiver
  • Leistung verbessern wollen -> besser angepasstes Niveau von Scham und Stolz + bessere Ausdauer 
  • Schuldgefühle im gewissen Maß positiv
  • kulturelle Unterschiede 
  • Empathie: wichtig für prosoziales und altruistisches Verhalten 
  • verbale Äußerung von Mitgefühl
  • Perspektivenübernahme und Theorie des Geistes 
  • Empathie <-> Selbstidentifikation im Spiegel (kognitiv emotionale und motivationale Komponente)
  • Empathie kann sich zu persönlichen Leiden steigern 
  • Erziehungsstil 



Kapitel 8: die emotionale und soziale Entwicklung in der frühen Kindheit

Beziehungen zu Gleichaltrigen (Peers):

  • Peers bieten die besten Lernerfahrungen (auf gleichem Niveau)

Fortschritte:

  • Stufe 1: Nichtsoziale Aktivitäten -> unbeteiligter Zuschauer 
  • Stufe 2: Parallelspiel -> ähnliche Materialien in der Nähe anderer Spielen 
  • Stufe 3a: Assoziatives Spiel -> echte soziale Interaktionen, kommentieren
  • Stufe 3b: kooperatives Spiel -> Orientierung an gemeinsamen Ziel

spielen immer häufiger und aktiver miteinander -> Stufenmodell

Kritik: lösen sich nicht ab, koexistieren, kann auch später schon assoziativ spielen und trotzdem manchmal alleine

Kapitel 8: die emotionale und soziale Entwicklung in der frühen Kindheit

kognitive Spielkategorien (alternatives, modernes Modell):

  • funktionales Spiel (0-2) -> einfache, sich wiederholende motorische Bewegungen, mit oder ohne Objekte 
  • konstruktives Spiel (3-6) -> etwas schaffen oder konstruieren 
  • Als-Ob-Spiel (2-6) -> alltägliche oder erfundene Rollen ausagieren 

ältere Kinder -> kognitiv reiferes Verhalten 

"kritisches Verhalten" -> bestimmte Arten von nicht-sozialen Verhalten -> immer nur zusehen und nicht mitspielen (soziale Ängste) und monoton wiederholtes Verhalten 

-> konstruktive zurückgezogene Aktivitäten -> angepasst, gut entwickeltes Sozialverhalten 

-> wie immer kulturelle Unterschiede


Kapitel 8: die emotionale und soziale Entwicklung in der frühen Kindheit

erste Freundschaften:

  • wichtiger Kontext für emotionale und soziale Entwicklung 
  • Kameradschaft, Gemeinsamkeiten, Verstehen von Gedanken und Gefühlen 
  • Kinder: "jemand, der dich mag und mit dir spielt" -> nicht reife Freundschaften 
  • -> keine langfristige, die Zeit überdauernde Qualität 
  • Kinder, die leichter Freundschaften schließen -> passen sich besser dem Schulalltag an (korreliert mit besseren Leistungen)

Kapitel 8: die emotionale und soziale Entwicklung in der frühen Kindheit

Elterlicher Einfluss auf frühe Beziehungen unter Gleichaltrigen:

direkte Einflüsse:

  • Möglichkeiten zum Spiel mit Peers bereitstellen 
  • Ratschläge zum Initiieren von Kontakten
  • Ratschläge für angemessenes Verhalten 
  • -> sichere soziale Bindungen, Konfliktbewältigung, soziale Kompetenz und Beliebtheit 

indirekte Einflüsse:

  • sichere Bindung (Eltern) -> einfachere Bindungen zu Gleichaltrigen (Verlässlichkeit) 
  • gemeinsames Spielen von Eltern und Kind

Kapitel 8: die emotionale und soziale Entwicklung in der frühen Kindheit

8.6 Grundlagen Moralempfindens - wie entwickelt sich Aggression in der frühe Kindheit? Welche Einflüsse haben Familien und Medien?

Formen der Aggression

  • proaktive (instrumentelle) Aggression

-> am häufigsten 

-> um Bedürfnis oder einen Wunsch zu befriedigen (Objekt, Privileg oder soz. Belohnung erhalten)

-> selbstinitiert -> nicht gegen die Person gerichtet (aber emotionslos Person attackieren)

  • reaktive (feindselige) Aggressionen 

-> andere Person schaden 

-> defensive Reaktion auf Provokation o. blockiertes Ziel 

  • beides => 3 Ausprägungen 

-> physische o. körperliche (direkt o. indirekt) 

-> verbale Aggressionen (Androhungen, psychisch, Beleidigung)

-> rationale/soziale Aggressionen (soz. Ausgrenzung, Manipulation, Schädigung soz Beziehungen)


körperliche Aggression wird nach und nach zu verbaler Aggression (JUngen > Mädchen -> bedingt durch Geschlechtshormone) 


Ursprünge der Aggression 

  • individuell (Geschlecht, Hormone, Geschlechtsrollen, etc.)
  • Familie (Erziehung, Bestrafungen, zerstörerische Konflikte unter Geschwistern)
  • Gewalt in Medien und Aggression (feindselige Gedanken und Emotionen -> junge KInder anfälliger)
  • gewalttätige Videospiele 
  • geschlechterabhängig 
  • v-chip als Gegenmaßnahme 

Kapitel 8: die emotionale und soziale Entwicklung in der frühen Kindheit

8.7 Geschlechtstypisierung - Welche Einflüsse haben Anlage und Umwelt auf die geschlechtsstereotypen Vorstellungen und Verhaltensweisen in der frühen Kindheit? 

Geschlechtstypisierung:

  • Assoziation von Objekten, Aktivitäten, Rollen oder Eigenschaften mit dem Geschlecht, das kulturellen Stereotypen entspricht
  • Theorien zur Erklärung der Moralentwicklung -> Theorien zur Erklärung von Geschlechtstypisierung 
  • soz. Lerntheorei = Betonung Modelllernen & Verstärkung & kognitive Entwicklung -> Kind denkt aktiv über seine Umwelt nach    -> Geschlechtsschematheorie (Kombination)
  • frühe Kindheit -> assoziieren Spielsachen, Kleidung, Werkzeuge, etc mit dem Geschlecht -> Verhalten reflektiert Assoziationen bei Vorlieben im Spiel und Persönlichkeitseigenschaften
  • Stereotype im Verlauf -> allgemeine Regeln 
  • Rigidität der Geschlechtsstereotype aufgrund von Gesellschaft, kognitiven Grenzen (Erkennen nicht, dass Eigenschaften, die mit einem Geschlecht assoziiert werden, nicht das Geschlecht einer Person bestimmen)
  • 2J. -> füllen Geschlechtskategorien
  • 3-4J. -> Stereotype festigen sich
  • 3-6J. -> kein Kontakt mit Kindern, die die allgemeinen Regeln brechen 

Einflüsse auf Geschlechtstypiesierung 

-> extra Karte 

Kapitel 8: die emotionale und soziale Entwicklung in der frühen Kindheit

Einflüsse auf Geschlechtstypisierung

biologische 

  • evolutionäre Anpassung
  • Hormone 


(Umwelteinflüsse)

Eltern

  • Erwartungen und Erziehungsmethoden
  • Spielzeug: Jungen = aktives Spielzeug ; Mädchen = für Unselbstständigkeit
  • Äußerung indirekter Hinweise auf Geschlechtskategorien

Lehrer/Erzieher

  • Geschlechtsunterschiede betonen
  • unters. Sozialverhalten ausleben (lassen)
  • untersch. Erziehungsmaßnahmen 

Gleichaltrige 

  • Peer-Kontext -> spielen mit dem gleichen Geschlecht
  • intolerant bei anders geschlechtlichem Spiel 
  • ingroup Bevorzugung (2 getrennte Subkulturen)

allg. soz. Umfeld

  • zahlreiche Geschlechtsstereotypen
  • Berufswahl, Freizeitaktivitäten (gender-biased-lens)

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8.Testverfahren 1

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E-Psychologie 1 Kapitel 2

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