Ökologie Der Pflanzen at Universität Oldenburg | Flashcards & Summaries

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Lernmaterialien für Ökologie der Pflanzen an der Universität Oldenburg

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TESTE DEIN WISSEN

Was ist das r/K-Modell?

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TESTE DEIN WISSEN

r-/K-Strategen:

häufige Störungen (z.B. Flussufer) r-Strategen

Strategie: Ausbreitung und schnelles Wachstum

Trait: Ausbreitung, Einjährigkeit


seltene Störungen (z.B. Wald)

 K-Strategen

Strategie: Konkurrenz

Trait: Hochwüchsigkeit, Mehrjährigkeit


2 Fortpflanzungsstrategien bei der Besiedlung eines Biotops:

R-Strategen --> Arten, bei denen die Produktionsrate von Nachkommen hoch ist

K-Strategen --> Arten, die eine höhere Überlebenschance haben, jedoch eine geringe Fortpflanzungsrate


R-Strategie:
orientiert sich an der Wachstumsrate einer Population (Wachstumsrate ergibt sich aus der Differenz von Geburtenrate und Sterberate)

- bis die Kapazitätsgrenze (K) eines Lebensraumes erreicht ist, steigt die Anzahl der Individuen exponentiell (K stellt sich durch Intraspezifische Konkurrenz oder Interspezifische Konkurrenz ein)


K-Strategie:

- wenn eine Population die Kapazitätsgrenze erreicht hat, wird nicht wert auf die Quantität der Nachkommen gelegt, sondern auf die Qualität der Nachkommen --> Anzahl der Individuen bleibt so zunächst konstant

- Zahl der Individuen bleibt auch konstant, da gegebene Ressourcen unter starken Konkurrenzbedingungen besser genutzt werden können


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TESTE DEIN WISSEN

Die spezifische Blattfläche (SLA) gibt den Quotienten aus Blattfläche und Blattrockenmasse an. Die SLA ist positiv mit der Photosyntheseleistung korreliert. In welchen Gebieten sind Pflanzen mit hoher SLA zu finden? In welchen Gebieten Pflanzen mit niedriger SLA? Nennen Sie Beispiele.

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TESTE DEIN WISSEN
  • Geringes SLA: 
    kleines, dickes/dichtes Blatt [viel Sonne ausgesetzt, wenig 'Angriffsfläche'], Element der Stresstoleranz; geringste Wachstumsrate, wo wenig Feuchtigkeit und Nährstoffe da sind, z.B.: Kakteen Wüste
  • Hohes SLA:
    dünnes, großes Blatt [durch Blätterdach vor direkter Sonneneinstrahlung geschützt], hohe Wachstumsrate, viel Feuchtigkeit und Nährstoffe, mehr Blatt-Stickstoff, z.B.: Farne Wald
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TESTE DEIN WISSEN

Wie können konkurrenzstarke und konkurrenzschwache Arten koexistieren?

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TESTE DEIN WISSEN
  1. Die Arten müssen eine halbwegs ähnliche Fitness aufweisen, damit keine Art aus konkurriert wird
  2. intraspezifische Konkurrenz > interspezifische Konkurrenz
    • also wenn Art A mehr die Ressource konsumiert, die ihre Reproduktion am Meisten limitiert und Art B mehr die Ressource konsumiert, die am Meisten ihr Wachstum limitiert
  3. Fitness-Ungleichheiten zwischen Arten, die koexistieren, können stabilisiert werden durch Nischendifferenzierung in Raum und Zeit. Das basiert auf Unterschieden in Ressourcenverteilung und resource conservation
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TESTE DEIN WISSEN

Erläutern Sie die Begriffe „Fundamentale Nische“ und „Realisierte Nische“ am Beispiel von einem Magerrasen.

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TESTE DEIN WISSEN

fundamentale Nische

= physiolog. Optimum nach Ellenberg

= Lebensraum einer Art in Bezug auf verschiedene Umweltgradienten, ohne interspezifische Konkurrenz. 

- Theoretisches Konstrukt, weil in einem Ökosystem keine 100% konkurrenzlose Art existiert.


realisierte Nische
Realisierte Nische beschreibt die tatsächlichen Lebensbedingungen einer Art, inklusive aller biotischen und abiotischen Umweltfaktoren. - - Diese ist kleiner als die Fundamentalnische, weil die Art unter realen Konkurrenzbedingungen zwangsläufig leidet


Magerrasen
- Pflanzen haben sich aufgrund geringer Konkurrenzfähigkeit auf nährstoffarme und trockene Standorte spezialisiert

- Fundamentale Nische: ehemaliges Vorkommen auf feuchten und nährstoffreichen Standorten 

- realisierte Nische: 

Spezialisierung und Anpassung an trockene und nährstoffarme Standorte

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TESTE DEIN WISSEN

Erklären Sie „storage-effects“ und geben Sie an, in welchem Lebensraum dies von besonderer Bedeutung ist. Nennen Sie ein Beispiel.

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TESTE DEIN WISSEN

Storage effect [EInlagerung] = die eigene Fitness erhalten, obwohl Habitatqualität kurzzeitig zu schlecht für Überleben ist

- "Überdauerung"

- In Lebensräumen mit starken Schwankungen abiotischer Faktoren besonders hilfreich, zum Beispiel Jahreszeiten mit kalten Wintern und warmen Sommern oder Lebensräumen mit starken Störungen, zum Beispiel Flussdelta

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TESTE DEIN WISSEN

Was bedeutet die „Intermediate disturbance hypothesis“ für die Pflege eines Magerrasens?

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TESTE DEIN WISSEN

IDH = Vielfalt bei mittleren Störungsgraden am höchstem
- Arten, welche in frühen und späten Sukzessionsstadien gedeihen, können nebeneinander existieren


Ziel:

Pflege [Störung durch Mahd, Beweidung]

- findet so häufig statt, dass sich Arten regenerieren können

- Mahd dann, wenn spätblühende Arten sich auch noch regenerieren können

- Mahd so häufig, dass dominante Arten nicht Dominanz bekommen [Brombeeren, Pioniergehölze --> dichtes Blätterdach, geringe Diversität krautiger Pflanzen]

- geringe Störungen --> Dominanz konkurrenzkräftiger Arten

- zu hohe Störung --> Gefährdung aller Arten


- beste Strategie:
freie Beweidung mit geringer Besatzdichte + Fräsen

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TESTE DEIN WISSEN

Was ist mit dem „Reinigungseffekt“ in der Populationsgenetik gemeint?

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TESTE DEIN WISSEN

Reinigungseffekt = schädliche Allele können durch kontinuierliche Inzucht und Selektion gereinigt werden, sodass keine weitere Fitness-Reduktion stattfindet

 

- Purging = trotz starker Inzucht kommt es zu Reduktion/Elimination der Inzuchtdepression

- geschieht meist im Zusammenhang mit einem genetischen Flaschenhals 

- kommt vor, wenn: starke Inzucht + starker Selektionsdruck auf Fitness

- hohe Reproduktionsrate, um unter der verstärkten Selektion zumindest die kleinste überlebensfähige Populationsgröße zu erhalten.

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TESTE DEIN WISSEN

Nennen Sie Ziele, Annahmen und Beschränkungen bei Habitatmodellen.

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TESTE DEIN WISSEN

Habitatmodelle dienen der Bestimmung von realisierten Nischen  = Verteilung des Vorkommens auf Umweltgradienten


Ziele:  
 - Antworten auf die Fragen: 
 Welche Biotope als Habitate für eine Art sind geeignet? Welche Ausstattung der Biotope bzw., welche Habitatansprüche sind dafür ausschlaggebend? 
 - Nutzung für die Analyse der Verbreitung und Gefährdung von Arten
 - Quantifikation von Habitatansprüchen
 - Charakterisierung der realisierten Nische
 - Bildung von Hypothesen über einzelne Arten/Systeme
 - Welche Faktoren beeinflussen die Verteilung und Beeinflussung von Arten?
 - Treffen von Vorhersagen über die zukünftige Verteilung und Häufigkeit

 

Annahmen: 

- ausgewählte Schlüsselfaktoren charakterisieren für die Habitatwahl relevante Biotop- und Standorteigenschaften 
- Habitate höherer Qualität werden proportional häufiger genutzt - System ist in Gleichgewichtszustand [= keine starke Variabilität auf einer Fläche bei den Habitatfaktoren, Artenvorkommen entsprechen Habitatbedingungen]

 

Beschränkungen: 

- erfolgreich modellierbare Arten haben enge Habitatansprüche. Abhängig von Länge des betrachteten Gradienten 
- Ableitung aus schlaglichtartigen Erhebungen:
dynamische Prognosen und Abbildung der Populationsdynamik nicht möglich 
- geschätzte Modelle müssen an unabhängigen Daten validiert werden

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TESTE DEIN WISSEN

Was ist mit Hemmung, Toleranz und Förderung in einem Sukzessionskonzept gemeint?

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TESTE DEIN WISSEN

Hemmung
 - viele Nährstoffe, guter Boden: 
 bereits etablierte Arten [nicht unbedingt dominanter] besiedeln Fläche komplett und hemmen Pflanzen späterer Sukzessionsstadien sich zu integrieren
 - geringe Störungen + vegetative Vermehrung verhindern Besiedlung nachfolgender Arten
 - solange Frühbesiedler vital sind, hindern diese Folgearten an der Etablierung
 - Sukzession/Regeneration nach Alter, Krankheit der Platzhalter oder starken Störungen möglich
 
 Toleranz
 - vorhandene Lücken im Boden à Arten späterer Sukzessionsstufen möglich
 - ODER später aufkommende Arten tolerieren niedrigeres Level essentieller Ressourcen als Erstbesiedler
 - Pionierpflanzen werden verdrängt
 
 Förderung
 - Verbesserung der abiotischen Bedingungen, um Vegetationsdecke herzustellen
 - Veränderung der Fläche durch Pioniere à Förderung Standortqualität,  
     Besiedlungschancen
 - Arten mit hohen Nährstoffbedarf stellen sich durch Akkumulation von Nährstoffen durch   Pflanzenstreu und Bildung Hummus-Schicht ein
 
 

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TESTE DEIN WISSEN

Welche Fitnessparameter sind von der Reduktion der genetischen Variabilität betroffen?
 

Lösung anzeigen
TESTE DEIN WISSEN

Samenansatz, Samenreife, Haupttriebanzahl, Wuchshöhe, Keimung
 

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TESTE DEIN WISSEN

Welche Faktoren können dazu führen, dass ein Standort unbesiedelt bleibt? 

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TESTE DEIN WISSEN

- hohe Störungsintensität
 - geringe Bodenressourcen
 - extreme Umweltfaktoren oder nicht konsumierbare Umweltfaktoren
- keine Konnektivität zu anderen Populationen


1. demograph. Stochastizität 
Variation der Geschlechterverhältnisse
Variation von Geburten- zu Sterberate


2. räumliche Stochastizität

Geringere Dichte der Individuen im Raum erhöht die Unsicherheit, Sexualpartner zu finden


3. Genetische Stochastizität

 Genetischer Drift

Inzuchtdepression


4. Genetischer Flaschenhals

Variation der effektiven Populationsgröße über die Zeit

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TESTE DEIN WISSEN

Was ist ein „trade-off“? Nennen Sie Beispiele.
 

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TESTE DEIN WISSEN

= „Kompromiss“: 
 Abwägen zwischen 2 Aspekten, die sich wechselseitig beeinflussen
 - Beide Seiten stehen miteinander in Konflikt; die Verbesserung des einen Aspekts erfolgt unter der Verschlechterung des Anderen
 - Pflanze trifft zwischen versch. Eigenschaften Kompromisse, um ihr Überleben bestmöglich zu sichern

- Bsp.: 
 Große Arten haben geringe Anforderungen an Licht in Bodennähe als kleine Arten. Dafür benötigen sie mehr Nährstoffe, weil sie größere Unterhaltungskosten haben
Bsp.:
 Zunahme von Konkurrenzeigenschaften durch Investition in Stützgewebe für Wuchshöhe führt zu Abnahme der Kolonisierungsgeschwindigkeit in neuen Habitaten [Investition in Samen]

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Beispielhafte Karteikarten für deinen Ökologie der Pflanzen Kurs an der Universität Oldenburg - von Kommilitonen auf StudySmarter erstellt!

Q:

Was ist das r/K-Modell?

A:

r-/K-Strategen:

häufige Störungen (z.B. Flussufer) r-Strategen

Strategie: Ausbreitung und schnelles Wachstum

Trait: Ausbreitung, Einjährigkeit


seltene Störungen (z.B. Wald)

 K-Strategen

Strategie: Konkurrenz

Trait: Hochwüchsigkeit, Mehrjährigkeit


2 Fortpflanzungsstrategien bei der Besiedlung eines Biotops:

R-Strategen --> Arten, bei denen die Produktionsrate von Nachkommen hoch ist

K-Strategen --> Arten, die eine höhere Überlebenschance haben, jedoch eine geringe Fortpflanzungsrate


R-Strategie:
orientiert sich an der Wachstumsrate einer Population (Wachstumsrate ergibt sich aus der Differenz von Geburtenrate und Sterberate)

- bis die Kapazitätsgrenze (K) eines Lebensraumes erreicht ist, steigt die Anzahl der Individuen exponentiell (K stellt sich durch Intraspezifische Konkurrenz oder Interspezifische Konkurrenz ein)


K-Strategie:

- wenn eine Population die Kapazitätsgrenze erreicht hat, wird nicht wert auf die Quantität der Nachkommen gelegt, sondern auf die Qualität der Nachkommen --> Anzahl der Individuen bleibt so zunächst konstant

- Zahl der Individuen bleibt auch konstant, da gegebene Ressourcen unter starken Konkurrenzbedingungen besser genutzt werden können


Q:

Die spezifische Blattfläche (SLA) gibt den Quotienten aus Blattfläche und Blattrockenmasse an. Die SLA ist positiv mit der Photosyntheseleistung korreliert. In welchen Gebieten sind Pflanzen mit hoher SLA zu finden? In welchen Gebieten Pflanzen mit niedriger SLA? Nennen Sie Beispiele.

A:
  • Geringes SLA: 
    kleines, dickes/dichtes Blatt [viel Sonne ausgesetzt, wenig 'Angriffsfläche'], Element der Stresstoleranz; geringste Wachstumsrate, wo wenig Feuchtigkeit und Nährstoffe da sind, z.B.: Kakteen Wüste
  • Hohes SLA:
    dünnes, großes Blatt [durch Blätterdach vor direkter Sonneneinstrahlung geschützt], hohe Wachstumsrate, viel Feuchtigkeit und Nährstoffe, mehr Blatt-Stickstoff, z.B.: Farne Wald
Q:

Wie können konkurrenzstarke und konkurrenzschwache Arten koexistieren?

A:
  1. Die Arten müssen eine halbwegs ähnliche Fitness aufweisen, damit keine Art aus konkurriert wird
  2. intraspezifische Konkurrenz > interspezifische Konkurrenz
    • also wenn Art A mehr die Ressource konsumiert, die ihre Reproduktion am Meisten limitiert und Art B mehr die Ressource konsumiert, die am Meisten ihr Wachstum limitiert
  3. Fitness-Ungleichheiten zwischen Arten, die koexistieren, können stabilisiert werden durch Nischendifferenzierung in Raum und Zeit. Das basiert auf Unterschieden in Ressourcenverteilung und resource conservation
Q:

Erläutern Sie die Begriffe „Fundamentale Nische“ und „Realisierte Nische“ am Beispiel von einem Magerrasen.

A:

fundamentale Nische

= physiolog. Optimum nach Ellenberg

= Lebensraum einer Art in Bezug auf verschiedene Umweltgradienten, ohne interspezifische Konkurrenz. 

- Theoretisches Konstrukt, weil in einem Ökosystem keine 100% konkurrenzlose Art existiert.


realisierte Nische
Realisierte Nische beschreibt die tatsächlichen Lebensbedingungen einer Art, inklusive aller biotischen und abiotischen Umweltfaktoren. - - Diese ist kleiner als die Fundamentalnische, weil die Art unter realen Konkurrenzbedingungen zwangsläufig leidet


Magerrasen
- Pflanzen haben sich aufgrund geringer Konkurrenzfähigkeit auf nährstoffarme und trockene Standorte spezialisiert

- Fundamentale Nische: ehemaliges Vorkommen auf feuchten und nährstoffreichen Standorten 

- realisierte Nische: 

Spezialisierung und Anpassung an trockene und nährstoffarme Standorte

Q:

Erklären Sie „storage-effects“ und geben Sie an, in welchem Lebensraum dies von besonderer Bedeutung ist. Nennen Sie ein Beispiel.

A:

Storage effect [EInlagerung] = die eigene Fitness erhalten, obwohl Habitatqualität kurzzeitig zu schlecht für Überleben ist

- "Überdauerung"

- In Lebensräumen mit starken Schwankungen abiotischer Faktoren besonders hilfreich, zum Beispiel Jahreszeiten mit kalten Wintern und warmen Sommern oder Lebensräumen mit starken Störungen, zum Beispiel Flussdelta

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Q:

Was bedeutet die „Intermediate disturbance hypothesis“ für die Pflege eines Magerrasens?

A:

IDH = Vielfalt bei mittleren Störungsgraden am höchstem
- Arten, welche in frühen und späten Sukzessionsstadien gedeihen, können nebeneinander existieren


Ziel:

Pflege [Störung durch Mahd, Beweidung]

- findet so häufig statt, dass sich Arten regenerieren können

- Mahd dann, wenn spätblühende Arten sich auch noch regenerieren können

- Mahd so häufig, dass dominante Arten nicht Dominanz bekommen [Brombeeren, Pioniergehölze --> dichtes Blätterdach, geringe Diversität krautiger Pflanzen]

- geringe Störungen --> Dominanz konkurrenzkräftiger Arten

- zu hohe Störung --> Gefährdung aller Arten


- beste Strategie:
freie Beweidung mit geringer Besatzdichte + Fräsen

Q:

Was ist mit dem „Reinigungseffekt“ in der Populationsgenetik gemeint?

A:

Reinigungseffekt = schädliche Allele können durch kontinuierliche Inzucht und Selektion gereinigt werden, sodass keine weitere Fitness-Reduktion stattfindet

 

- Purging = trotz starker Inzucht kommt es zu Reduktion/Elimination der Inzuchtdepression

- geschieht meist im Zusammenhang mit einem genetischen Flaschenhals 

- kommt vor, wenn: starke Inzucht + starker Selektionsdruck auf Fitness

- hohe Reproduktionsrate, um unter der verstärkten Selektion zumindest die kleinste überlebensfähige Populationsgröße zu erhalten.

Q:

Nennen Sie Ziele, Annahmen und Beschränkungen bei Habitatmodellen.

A:

Habitatmodelle dienen der Bestimmung von realisierten Nischen  = Verteilung des Vorkommens auf Umweltgradienten


Ziele:  
 - Antworten auf die Fragen: 
 Welche Biotope als Habitate für eine Art sind geeignet? Welche Ausstattung der Biotope bzw., welche Habitatansprüche sind dafür ausschlaggebend? 
 - Nutzung für die Analyse der Verbreitung und Gefährdung von Arten
 - Quantifikation von Habitatansprüchen
 - Charakterisierung der realisierten Nische
 - Bildung von Hypothesen über einzelne Arten/Systeme
 - Welche Faktoren beeinflussen die Verteilung und Beeinflussung von Arten?
 - Treffen von Vorhersagen über die zukünftige Verteilung und Häufigkeit

 

Annahmen: 

- ausgewählte Schlüsselfaktoren charakterisieren für die Habitatwahl relevante Biotop- und Standorteigenschaften 
- Habitate höherer Qualität werden proportional häufiger genutzt - System ist in Gleichgewichtszustand [= keine starke Variabilität auf einer Fläche bei den Habitatfaktoren, Artenvorkommen entsprechen Habitatbedingungen]

 

Beschränkungen: 

- erfolgreich modellierbare Arten haben enge Habitatansprüche. Abhängig von Länge des betrachteten Gradienten 
- Ableitung aus schlaglichtartigen Erhebungen:
dynamische Prognosen und Abbildung der Populationsdynamik nicht möglich 
- geschätzte Modelle müssen an unabhängigen Daten validiert werden

Q:

Was ist mit Hemmung, Toleranz und Förderung in einem Sukzessionskonzept gemeint?

A:

Hemmung
 - viele Nährstoffe, guter Boden: 
 bereits etablierte Arten [nicht unbedingt dominanter] besiedeln Fläche komplett und hemmen Pflanzen späterer Sukzessionsstadien sich zu integrieren
 - geringe Störungen + vegetative Vermehrung verhindern Besiedlung nachfolgender Arten
 - solange Frühbesiedler vital sind, hindern diese Folgearten an der Etablierung
 - Sukzession/Regeneration nach Alter, Krankheit der Platzhalter oder starken Störungen möglich
 
 Toleranz
 - vorhandene Lücken im Boden à Arten späterer Sukzessionsstufen möglich
 - ODER später aufkommende Arten tolerieren niedrigeres Level essentieller Ressourcen als Erstbesiedler
 - Pionierpflanzen werden verdrängt
 
 Förderung
 - Verbesserung der abiotischen Bedingungen, um Vegetationsdecke herzustellen
 - Veränderung der Fläche durch Pioniere à Förderung Standortqualität,  
     Besiedlungschancen
 - Arten mit hohen Nährstoffbedarf stellen sich durch Akkumulation von Nährstoffen durch   Pflanzenstreu und Bildung Hummus-Schicht ein
 
 

Q:

Welche Fitnessparameter sind von der Reduktion der genetischen Variabilität betroffen?
 

A:

Samenansatz, Samenreife, Haupttriebanzahl, Wuchshöhe, Keimung
 

Q:

Welche Faktoren können dazu führen, dass ein Standort unbesiedelt bleibt? 

A:

- hohe Störungsintensität
 - geringe Bodenressourcen
 - extreme Umweltfaktoren oder nicht konsumierbare Umweltfaktoren
- keine Konnektivität zu anderen Populationen


1. demograph. Stochastizität 
Variation der Geschlechterverhältnisse
Variation von Geburten- zu Sterberate


2. räumliche Stochastizität

Geringere Dichte der Individuen im Raum erhöht die Unsicherheit, Sexualpartner zu finden


3. Genetische Stochastizität

 Genetischer Drift

Inzuchtdepression


4. Genetischer Flaschenhals

Variation der effektiven Populationsgröße über die Zeit

Q:

Was ist ein „trade-off“? Nennen Sie Beispiele.
 

A:

= „Kompromiss“: 
 Abwägen zwischen 2 Aspekten, die sich wechselseitig beeinflussen
 - Beide Seiten stehen miteinander in Konflikt; die Verbesserung des einen Aspekts erfolgt unter der Verschlechterung des Anderen
 - Pflanze trifft zwischen versch. Eigenschaften Kompromisse, um ihr Überleben bestmöglich zu sichern

- Bsp.: 
 Große Arten haben geringe Anforderungen an Licht in Bodennähe als kleine Arten. Dafür benötigen sie mehr Nährstoffe, weil sie größere Unterhaltungskosten haben
Bsp.:
 Zunahme von Konkurrenzeigenschaften durch Investition in Stützgewebe für Wuchshöhe führt zu Abnahme der Kolonisierungsgeschwindigkeit in neuen Habitaten [Investition in Samen]

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