Völkerstrafrecht at Universität Münster

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Überblick über Völkerrechtsverbrechen

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Abgrenzung des Völkerstrafrechts

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Kritik des Völkerstrafrechts

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Historische Entwicklung nach 1. WK

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IMG-Statut (Anhang zum Londoner Viermächte-Abkommen, 8.8.1945)

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Kritik am Nürnberger Hauptkriegsverbrecherprozess

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Tokio-Tribunal

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Entwicklung währende des Kalten Krieges

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Ad-hoc-Strafgerichtshof in Jugoslawien

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Ad-hoc-Strafgerichtshof in Ruanda

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Entwicklung des IStGH

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Begriff des Völkerstrafrechts

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Völkerstrafrecht

Überblick über Völkerrechtsverbrechen

  • Nicht jedes Massenverbrechen VöRV
  • Vier Kernverbrechen, Art. 5 I IStGH-Statut: Völkermord, Verbrechen gg. Menschlichkeit, Kriegsverbrechen, Verbrechen der Aggression
  • Diskutiert: Terrorismus, Korruption, Piraterie, Rauschgifthandel
    1. Libanon-Tribunal: hat Terrorismus nach Völkergewohnheitsrecht für strafbar erklärt
    2. Malabo Protocol (2014) zur Errichtung eines African Criminal Court enthält auch Umweltkriminalität

Völkerstrafrecht

Abgrenzung des Völkerstrafrechts

  • Recht der Staatenverantwortlichkeit: 
    1. Staaten sind für ihnen zurechenbare Handlungen nach VöR-Deliktsrecht verantwortlich
    2. Delikt und Verbrechen überschneiden sich häufig
    3. Ziel: nicht Bestrafung des einzelnen Täters, sondern Wiederherstellung des völkerrechtskonformen Zustands
  • Internationales Strafrecht:  VStR Teil davon, neben eurStR, zwischenstaatlichen Vereinbarungen sowie Strafanwendungs- Und Rechtshilferecht
  • Internationale Verbrechen:
    1.  weiter als VStR, umfasst  auch solche TBs, die lediglich aufgrund VöR-Verpflichtungen durch einzelne Staaten eingeführt worden sind
    2. Strafbarkeit begründet sich nicht direkt aus VöR, sondern dadurch, dass Vertragsstaat TB durch nationales Recht für strafbar erklärt

Völkerstrafrecht

Kritik des Völkerstrafrechts

  • Konflikte mit Staatensouveränität
  • Eingriff in Selbstbestimmungsrecht, wenn Staat nicht mehr selbst entscheiden kann, welches Verhalten er kriminalisieren will und welches nicht
  • Gerichte haben Immunität für Staatsoberhäupter und Regierungschefs ausgeschlossen
  • Zur Durchsetzung auf Mitwirkung einzelner Staaten angewiesen -->Vollzugsdefizit 
    • insb. wenn Verbrechen von Vertretern mächtiger Staaten --> Doppelstandard
    • es werden vA Vertreter schwacher Staaten verfolgt

Völkerstrafrecht

Historische Entwicklung nach 1. WK

  • Tlw. Bestreben, Wilhelm II. vor internationales Sondergericht für Kriegsverbrechen zu stellen, Art. 227 I des Vertrages von Versailles
  • Niederlande haben Auslieferung verweigert
  • Leipziger Prozesse: wenige Gerichtsverfahren gg. Kriegsverbrecher vor RG nach dt. Recht
  • Keine Verfahren gegen Entente
  • Konkrete  geplante Anklage gg. Willy: Kriegsverbrechen, Aggressionsverbrechen, Verletzung der Souveränität neutraler Staaten

Völkerstrafrecht

IMG-Statut (Anhang zum Londoner Viermächte-Abkommen, 8.8.1945)

  • Kernverbrechen: Verbrechen gegen Frieden, Kriegsverbrechen, Verbrechen gg. Menschlichkeit
  • Genozid als Tatbestand damals noch nicht konzipiert
  • Verfahren gg. Hauptkriegsverbrecher: 20.11.1945 bis 1.10.1946
  • 24 Angeklagte
  • 12 Todesstrafe
  • 3 lebenslang
  • 4 Freiheitsstrafen zw. 10 und 20 J
  • 3 Freisprüche
  • NSDAP, SS, Gestapo, SD zu verbrecherischen Org erklärt (Verbandsstrafbarkeit --> im VStR einmalig)
  • Wichtig: Nürnberg erstes Urteil, wo Einzelpersonen auf völkerrechtlicher Ebene anstatt Staaten als abstrakten Einheiten bestraft 
  • Neben Hauptkriegsverbrecherprozess noch viele Prozesse gg. Verwaltung, Ärzte, IG Farben etc. durch Besatzer oder auch dt. Gerichte

Völkerstrafrecht

Kritik am Nürnberger Hauptkriegsverbrecherprozess

  1. Selektivität („Siegerjustiz“): keine Verfolgung von Kriegsverbrechen der Alliierten
    • Bspw. kamen alle Richter aus Alliierten Ländern
    • --> heute nocht relevant! (nur Verfahren gg. afrikanische Warlords)
    • Aber: Verfolgung und Kriminalisierung der schlimmsten Verletzungen des int. Rechts
  2. Rückwirkungsverbot
    • Aber: Kriminaliserung von Taten, die nach Völkerrecht zum Tatzeitpunkt jedenfalls verboten
    • Auch: nullum crimen sine lege soll Bürger vor Staat schützen, nicht Staatsträger vor der int. Gemeinschaft
    • Auch: Straftatbestände bestanden gewohnheitsrechtlich schon vor Tatbegehung
  3. Pol. Instrumentalisierung: neben Strafverfolgung auch andere Motive der Alliierten --> „Deutschland erziehen“
    • Gegenseite: Grundlage für int. Anerkanntes Strafrechtssystem
  4. Moralisierung des Völkerrechts
    • Gegenseite: Normativierung des Völkerrechts

Völkerstrafrecht

Tokio-Tribunal

  • Basiert auf Statut des IMGH für den Fernen Osten, verabschiedet durch Proklamation vom 19.1.1946
  • Gleiche TBs
  • Verfahren gg. Japans A-Klasse (3.5.1946-12.11.1948)
  • Urteil vom 4.-12.11.1948
  • 7 Todesstrafen, 16 lebenslang, 2 Freiheitstrafen 7-20 J
  • Neben „Sieger“-Richtern auch aus anderen Ländern, u.a. Indien
  • iGz Nürnberg Rechtsbehelfsmöglichkeiten

Völkerstrafrecht

Entwicklung währende des Kalten Krieges

  • Bekräftigung der Nürnberger Prinzipien durch UN --> Res. 95, 1946
  • Draft Codes of Crimes ag. Peace and Security of Mankind, 1954, 1991, 1996
  • VStR wird zu Vertragsrecht --> Völkermordkonvention, 1948
  • Genfer Rotkreuz-Abkommen (1949), Zusatzprotokolle (1977)
  • Menschenrechtskonvention: Menschrechtscharta, EMRK
  • Aber: keine Strafverfahren auf int. Ebene
  • Kaum nat. Staatenpraxis, Ausnahme Eichmann (1961)

Völkerstrafrecht

Ad-hoc-Strafgerichtshof in Jugoslawien

  • Errichtet durch Resolution 808  nach Kapitel VII UN-Charta
  • Vorrang vor staatl. Gerichtsbarkeiten, Art. 25 UN-Charta, Art. 9 JStGH-Statut
  • Nur vorübergehend, bis 31.12.2017
  • 161 Angeklagte, 83 Verurteilungen, 19 Freisprüche, 13 Überstellungen an nat. Strafjustiz, 37 Verfahrenseinstellung bzw. Strafrücknahmen
  • Verbrechen, Art. 2-5 JStGH-Statut: Schwere Verletzungen der Genfer Abkommen, Verstöße gg. Gesetze und Gebräche des krieges, Völkermord, Verbrechen gg. Menschlichkeit
  • Begrenzte Zuständigkeit: Taten nach 1.1.1991 in Jugoslawien

Völkerstrafrecht

Ad-hoc-Strafgerichtshof in Ruanda

  • Errichtet durch Resolution 955 à Reaktion auf Massaker an den Tutsi
  • Vorrang vor staatl. Gerichtsbarkeiten, Art. 8 RStGH-Statut
  • Ende der Tätigkeit 31.12.2015
  • 93 Angeklagte, 85 Verfahren abgeschlossen, 8 Angeklagte auf Flucht
  • 62 Verurteilungen, 14 Freisprüche, 9 Verfahrenseinstellungen, Anklagerücknahmen, oder Überstellungen an nat. Justiz
  • Verbrechen: Völkermord, Verbrechen gg. Menschlichkeit, Verbrechen gg. Genfer Abkommen

Völkerstrafrecht

Entwicklung des IStGH

  • Basiert auf röm. Statut vom 17.7.1198, in Kraft seit 1.7.2002 nach 60 Ratifikationen
  • Unabhängiger, ständiger, int. Gerichtshof
  • Ergänzt nur staatl Gerichtsbarkeit
  • 122 Mitgliedstaaten
  • Keine Mitglieder: USA, Russland, China, Indien, Pakistan, Türkei, Israel, Äqypten, Iran, Indonesien
  • Erstes Urteil: 14.3.2012 (Lubanga)
  • Neuerdings: Austritte (Burundi, Philippinen) und Austrittsdrohungen
  • Formelle Ermittlungsverfahren bislang in 13 Situationen: DR Kongo, Uganda, ZAR I, Sudan, Kenya, Libyen, Cote d’Ivoire, Mali, ZAR II, Georgien, Burundi, Bangladesch/Myanmar (Rohingya), Afghanistan
  • Zuständig für alle vier Kernverbrechen: seit 2018 auch Aggressionsverbrechen, die nach Inkrafttreten des Statuts (1.7.2002) begangen wurden

Völkerstrafrecht

Begriff des Völkerstrafrechts

Alle Normen des Völkerrechts, die unmittelbar Strafbarkeit begründen, ausschließen oder in anderer Weise regeln

  • Kombination von strafrechtlichen und vr Grunsätzen
    1. Zentraler Gedanke der ind. Verantwortlichkeit und Vorwerfbarkeit bestimmten Verhaltens --> StR
    2. Klassische Nürnberger TBs --> VöR
  • Drei Voraussetzungen:
    1. Norm muss individuell vorwerfbares Unrecht beschreiben
    2. Norm muss als Rechtsfolge Strafsanktion vorsehen
    3. Strafbarkeit muss sich unmittelbar aus Völkerrecht ergeben --> auch Völkergewohnheitsrecht beachtlich
  • Grds. sind Staaten an Taten beteiligt, bspw. mit Hilfe organisatorischer und personeller staatl. Ressourcen
    1.  --> Systemverbrechen / staatsverstärkte Makrokriminalität
    2. Hier Bedürfnis nach int. Regelung und Verfolgung bes. groß, weil Verbrechen idR nicht durch beteiligten Tatortstaat verfolgt werden
  • aber Auch im Rahmen nichtstaatlicher Organisationen möglich: Milizen, Religionsgemeinschaften

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