Strafrecht at Universität Münster | Flashcards & Summaries

Lernmaterialien für Strafrecht an der Universität Münster

Greife auf kostenlose Karteikarten, Zusammenfassungen, Übungsaufgaben und Altklausuren für deinen Strafrecht Kurs an der Universität Münster zu.

TESTE DEIN WISSEN

Täuschung durch Unterlassen (§§ 263 I, 13 I)

Lösung anzeigen
TESTE DEIN WISSEN

-Betrug als unechtes Unterlassungsdelikt

= wenn garantenpflichtwidrig die Entstehung eines Irrtums nicht verhindert oder ein bereits vorhandener Irrtum nicht beseitigt wird

Lösung ausblenden
TESTE DEIN WISSEN

gegenwärtige Gefahr (i.S.d. §§ 34; 35 StGB; §§ 228; 904 BGB)

Lösung anzeigen
TESTE DEIN WISSEN

Gefahr = wenn die tatsächlichen Umstände den Eintritt eines Schadens als wahrscheinlich erscheinen lassen

gegenwärtigkeit der Gefahr = Gefahr kann jederzeit in einen Schaden umschlagen -> die Weiterentwicklung der bestehenden Situation muss den Eintritt oder die Intensivierung eines Schadens ernstlich befürchten lassen, wenn nicht alsbald Gegenmaßnahmen ergriffen werden

Lösung ausblenden
TESTE DEIN WISSEN

Waffe (§ 244 I Nr. 1a)

Lösung anzeigen
TESTE DEIN WISSEN

= jeder bewegliche Gegenstand, der dazu bestimmt ist, als Angriffs- oder Verteidigungswerkzeug gegen Menschen eingesetzt zu werden & so erhebliche Verletzungen zuzufügen (Gegenstand, der dazu bestimmt ist, Menschen zu verletzen oder zu töten)

-> sog. Waffe im technischen Sinne

-auch z.B. Sport- & Jagdwaffen, da sich bestimmungsgem. Einsatz nicht unbedingt gegen Menschen richten muss  

-Waffe muss während der Tat gebrauchs- & einsatzbereit sein (auch ungeladene Waffe, wenn Täter Munition griffbereit mit sich führt)

Lösung ausblenden
TESTE DEIN WISSEN

Waffe (§ 250 I Nr. 1a)

Lösung anzeigen
TESTE DEIN WISSEN

= jeder körperliche Gegenstand, der dazu bestimmt ist Menschen zu verletzen oder zu töten

(P) ungeladene Schusswaffe ≠ Waffe

-> Qualifikationstatbestand des § 250 I Nr. 1a kann nur erfüllt werden, wenn die Schusswaffe einsatzfähig, also geladen ist oder der Täter zumindest Munition griffbereit dabei hat

-Arg.: Straferhöhung des § 250 I Nr. 1a wird durch die objektiv gefährliche Lage des Opfers begründet

Lösung ausblenden
TESTE DEIN WISSEN

Gemeine Gefahr oder Not

i.S.d. § 323c StGB

Lösung anzeigen
TESTE DEIN WISSEN

-gemeine Gefahr = Entfesselung von Naturgewalten oder Kräften, deren Auswirkungen der Täter nicht zu begrenzen vermag & die ihrer Art nach geeignet sind, eine größere & unbestimmte Anzahl von Menschen oder von bedeutenden Sachwerten zu gefährden

-gemeine Not = eine die Allgemeinheit betreffende Notlage, z.B. Brand, Überschwemmung, Naturkatastrophe

Lösung ausblenden
TESTE DEIN WISSEN

Sache

Lösung anzeigen
TESTE DEIN WISSEN

= jeder körperliche Gegenstand (vgl. § 90 BGB), auch Tiere (§ 90a BGB gilt im Strafrecht nicht!!)

Lösung ausblenden
TESTE DEIN WISSEN

Bande, die sich zur fortgesetzten Begehung von Diebstahl (§ 242 I) oder Raub (§ 249 I) verbunden hat (244 I Nr. 2; 250 l Nr. 2)

Lösung anzeigen
TESTE DEIN WISSEN

= wenn sich mind. 3 Personen (BGH) dazu verbunden haben, wiederholt eine unbestimmte Zahl solcher Delikte zu begehen (Einzelheiten der künftigen Taten müssen noch nicht festgelegt werden)

Merksatz: 

„Countdown-Prinzip“ 3, 2, 1, 0 =

-3 Personen braucht eine Bande mind. (str.)

-2 Bandenmitglieder müssen mind. an der konkreten Tat (Diebstahl) beteiligt sein

-1 Bandenmitglied muss als Täter an der Tat mitwirken

-0 Bandenmitglieder müssen am Tatort anwesend sein

(derjenige, der am Tatort die Wegnahme vornimmt, muss nicht Bandenmitglied sein, sondern kann z.B. im Wege einer mittelbaren Täterschaft Werkzeug der Bande sein)


Lösung ausblenden
TESTE DEIN WISSEN

Irrtum (§ 263)

Lösung anzeigen
TESTE DEIN WISSEN

= jede Fehlvorstellung über Tatsachen

-setzt voraus, dass sich das Opfer eine Vorstellung über die Tatsachen macht, über die der Täter getäuscht hat

-> bei keiner entsprechenden Vorstellung, liegt keine Fehlvorstellung vor: reines Nichtwissen 

(ignorantia facti) genügt nicht!

-> ausreichend, wenn Getäuschter das aus bestimmten Tatsachen abgeleitete Gefühl hat, es sei „alles in Ordnung“

(sog. sachgedankliches Mitbewusstsein)

Lösung ausblenden
TESTE DEIN WISSEN

Eine Urkunde/technische Aufzeichnung wird vernichtet (§ 274 I Nr.1), wenn...

Lösung anzeigen
TESTE DEIN WISSEN

...sie so zerstört wird, dass das ursprüngliche Beweismittel nicht mehr existiert.

Lösung ausblenden
TESTE DEIN WISSEN

Erforderlichkeit der Hilfeleistung i.S.d. § 323c StGB

Lösung anzeigen
TESTE DEIN WISSEN

(+), wenn ohne die Hilfeleistung die Gefahr besteht, dass sich die Unglückssituation zu einem nicht ganz unerheblichen Schaden an Personen oder Sachen auswirkt  

-> die obj. erforderliche Hilfsmaßnahme muss dem Täter möglich sein (ungeschriebenes TB-Merkmal)

Lösung ausblenden
TESTE DEIN WISSEN

gesundheitsschädliche Stoffe

i.S.v. § 224 I Nr. 1 StGB

Lösung anzeigen
TESTE DEIN WISSEN

Stoffe, die auf mechanischem oder thermischem Wege die körperliche Substanz verletzen oder eine (erhebliche) Gesundheitsschädigung herbeiführen (z.B. ätzende oder heiße Flüssigkeiten; Krankheitserreger)


--> Stoff muss im konkreten Fall geeignet sein, die Gesundheit erheblich zu schädigen 

--> nur unerhebliche Schädigung wird Qualifikation nicht gerecht 

Lösung ausblenden
TESTE DEIN WISSEN

fremde Sache

Lösung anzeigen
TESTE DEIN WISSEN

= wenn sie zumindest auch im (Mit-)Eigentum eines anderen steht

– oder negativ definiert = wenn sie nicht im Alleineigentum des Täters steht & auch nicht herrenlos ist

-> herrenlos = wenn Sache keinen Eigentümer hat (z.B. wildes Tier) - insb. durch Dereliktion, § 959 BGB 

Lösung ausblenden
  • 148223 Karteikarten
  • 3191 Studierende
  • 89 Lernmaterialien

Beispielhafte Karteikarten für deinen Strafrecht Kurs an der Universität Münster - von Kommilitonen auf StudySmarter erstellt!

Q:

Täuschung durch Unterlassen (§§ 263 I, 13 I)

A:

-Betrug als unechtes Unterlassungsdelikt

= wenn garantenpflichtwidrig die Entstehung eines Irrtums nicht verhindert oder ein bereits vorhandener Irrtum nicht beseitigt wird

Q:

gegenwärtige Gefahr (i.S.d. §§ 34; 35 StGB; §§ 228; 904 BGB)

A:

Gefahr = wenn die tatsächlichen Umstände den Eintritt eines Schadens als wahrscheinlich erscheinen lassen

gegenwärtigkeit der Gefahr = Gefahr kann jederzeit in einen Schaden umschlagen -> die Weiterentwicklung der bestehenden Situation muss den Eintritt oder die Intensivierung eines Schadens ernstlich befürchten lassen, wenn nicht alsbald Gegenmaßnahmen ergriffen werden

Q:

Waffe (§ 244 I Nr. 1a)

A:

= jeder bewegliche Gegenstand, der dazu bestimmt ist, als Angriffs- oder Verteidigungswerkzeug gegen Menschen eingesetzt zu werden & so erhebliche Verletzungen zuzufügen (Gegenstand, der dazu bestimmt ist, Menschen zu verletzen oder zu töten)

-> sog. Waffe im technischen Sinne

-auch z.B. Sport- & Jagdwaffen, da sich bestimmungsgem. Einsatz nicht unbedingt gegen Menschen richten muss  

-Waffe muss während der Tat gebrauchs- & einsatzbereit sein (auch ungeladene Waffe, wenn Täter Munition griffbereit mit sich führt)

Q:

Waffe (§ 250 I Nr. 1a)

A:

= jeder körperliche Gegenstand, der dazu bestimmt ist Menschen zu verletzen oder zu töten

(P) ungeladene Schusswaffe ≠ Waffe

-> Qualifikationstatbestand des § 250 I Nr. 1a kann nur erfüllt werden, wenn die Schusswaffe einsatzfähig, also geladen ist oder der Täter zumindest Munition griffbereit dabei hat

-Arg.: Straferhöhung des § 250 I Nr. 1a wird durch die objektiv gefährliche Lage des Opfers begründet

Q:

Gemeine Gefahr oder Not

i.S.d. § 323c StGB

A:

-gemeine Gefahr = Entfesselung von Naturgewalten oder Kräften, deren Auswirkungen der Täter nicht zu begrenzen vermag & die ihrer Art nach geeignet sind, eine größere & unbestimmte Anzahl von Menschen oder von bedeutenden Sachwerten zu gefährden

-gemeine Not = eine die Allgemeinheit betreffende Notlage, z.B. Brand, Überschwemmung, Naturkatastrophe

Mehr Karteikarten anzeigen
Q:

Sache

A:

= jeder körperliche Gegenstand (vgl. § 90 BGB), auch Tiere (§ 90a BGB gilt im Strafrecht nicht!!)

Q:

Bande, die sich zur fortgesetzten Begehung von Diebstahl (§ 242 I) oder Raub (§ 249 I) verbunden hat (244 I Nr. 2; 250 l Nr. 2)

A:

= wenn sich mind. 3 Personen (BGH) dazu verbunden haben, wiederholt eine unbestimmte Zahl solcher Delikte zu begehen (Einzelheiten der künftigen Taten müssen noch nicht festgelegt werden)

Merksatz: 

„Countdown-Prinzip“ 3, 2, 1, 0 =

-3 Personen braucht eine Bande mind. (str.)

-2 Bandenmitglieder müssen mind. an der konkreten Tat (Diebstahl) beteiligt sein

-1 Bandenmitglied muss als Täter an der Tat mitwirken

-0 Bandenmitglieder müssen am Tatort anwesend sein

(derjenige, der am Tatort die Wegnahme vornimmt, muss nicht Bandenmitglied sein, sondern kann z.B. im Wege einer mittelbaren Täterschaft Werkzeug der Bande sein)


Q:

Irrtum (§ 263)

A:

= jede Fehlvorstellung über Tatsachen

-setzt voraus, dass sich das Opfer eine Vorstellung über die Tatsachen macht, über die der Täter getäuscht hat

-> bei keiner entsprechenden Vorstellung, liegt keine Fehlvorstellung vor: reines Nichtwissen 

(ignorantia facti) genügt nicht!

-> ausreichend, wenn Getäuschter das aus bestimmten Tatsachen abgeleitete Gefühl hat, es sei „alles in Ordnung“

(sog. sachgedankliches Mitbewusstsein)

Q:

Eine Urkunde/technische Aufzeichnung wird vernichtet (§ 274 I Nr.1), wenn...

A:

...sie so zerstört wird, dass das ursprüngliche Beweismittel nicht mehr existiert.

Q:

Erforderlichkeit der Hilfeleistung i.S.d. § 323c StGB

A:

(+), wenn ohne die Hilfeleistung die Gefahr besteht, dass sich die Unglückssituation zu einem nicht ganz unerheblichen Schaden an Personen oder Sachen auswirkt  

-> die obj. erforderliche Hilfsmaßnahme muss dem Täter möglich sein (ungeschriebenes TB-Merkmal)

Q:

gesundheitsschädliche Stoffe

i.S.v. § 224 I Nr. 1 StGB

A:

Stoffe, die auf mechanischem oder thermischem Wege die körperliche Substanz verletzen oder eine (erhebliche) Gesundheitsschädigung herbeiführen (z.B. ätzende oder heiße Flüssigkeiten; Krankheitserreger)


--> Stoff muss im konkreten Fall geeignet sein, die Gesundheit erheblich zu schädigen 

--> nur unerhebliche Schädigung wird Qualifikation nicht gerecht 

Q:

fremde Sache

A:

= wenn sie zumindest auch im (Mit-)Eigentum eines anderen steht

– oder negativ definiert = wenn sie nicht im Alleineigentum des Täters steht & auch nicht herrenlos ist

-> herrenlos = wenn Sache keinen Eigentümer hat (z.B. wildes Tier) - insb. durch Dereliktion, § 959 BGB 

Strafrecht

Erstelle und finde Lernmaterialien auf StudySmarter.

Greife kostenlos auf tausende geteilte Karteikarten, Zusammenfassungen, Altklausuren und mehr zu.

Jetzt loslegen

Das sind die beliebtesten StudySmarter Kurse für deinen Studiengang Strafrecht an der Universität Münster

Für deinen Studiengang Strafrecht an der Universität Münster gibt es bereits viele Kurse, die von deinen Kommilitonen auf StudySmarter erstellt wurden. Karteikarten, Zusammenfassungen, Altklausuren, Übungsaufgaben und mehr warten auf dich!

Die all-in-one Lernapp für Studierende

Greife auf Millionen geteilter Lernmaterialien der StudySmarter Community zu
Kostenlos anmelden Strafrecht
Erstelle Karteikarten und Zusammenfassungen mit den StudySmarter Tools
Kostenlos loslegen Strafrecht